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Nationalpark Harz

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Brocken aus dem Bereich der Grenzklippe oberhalb Schierke

Der Nationalpark Harz liegt im niedersächsischen und sachsen-anhaltischen Teil der Hochfläche des Oberharzes. Der Park zeigt über alle Klimazonen einen kompletten Querschnitt durch die Tier- und Pflanzenwelt des Harzes bis zur subalpinen Flora auf dem Brocken.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung des niedersächsischen Nationalparks im westdeutschen Teil erfolgte am 1. Januar 1994. Den Nationalpark Hochharz in Sachsen-Anhalt richtete noch die letzte DDR-Regierung am 1. Oktober 1990 im Rahmen ihres Nationalparkprogramms ein.

Am 1. Januar 2006 schlossen sich der Nationalpark Harz in Niedersachsen und der Nationalparks Hochharz in Sachsen-Anhalt schließlich zum heutigen länderübergreifenden Nationalpark Harz zusammen. Der Park ist inzwischen auch Bestandteil des europäischen Schutzgebietsystems Natura 2000.

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft ist geprägt von einer wenig berührten Natur. Im Gebiet um den Brocken finden sich naturbelassene Urwälder, die in den tieferen Lagen vom Fichtenwald zu Buchen-Mischwäldern übergehen. In den Hochlagen rund um Torfhaus prägen auch Hochmoore das Landschaftsbild. Der Nationalpark liegt in Höhenbereichen zwischen 250 m und 1142 m über NN.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Frühling im Ilsetal (Laubwaldzone auf etwa 350 m Höhe in der Submontanen Stufe).

Der Nationalpark umfasst alle sechs im Gebirge vorkommenden Vegetationszonen:

  • Kolline Stufe: Harzrand zwischen 250 und 300 m ü. NN
  • Submontane Stufe: untere Lagen zwischen 300 und 525 m ü. NN
  • Montane Stufe: mittlere Höhenstufe zwischen 525 und 750 m ü. NN
  • Obermontane Stufe: höhere Lagen des Ober- und Hochharzes zwischen 750 und 850 m ü. NN
  • Hochmontane Stufe: höchste Lagen im Hochharz zwischen 850 und 1.000 m ü. NN (mit Ausnahme des noch höher gelegenen Brockengipfels)
  • Subalpine Stufe: Brockenkuppe oberhalb 1.000 m ü. NN

Es finden sich verschiedene Biotopenarten im Park:

  • Hochmoore - werden hauptsächlich durch Niederschläge gespeist.
  • Niedermoore - werden hauptsächlich durch Grundwasser gespeist.
  • Natürliche Fichtenwälder - kommen im Harz eigentlich nur oberhalb von 800 m Höhe vor. Im Rahmen der Forstwirtschaft wurden die Buchenwäldern der tieferen Lagen jedoch oftmals durch Fichtenwälder ersetzt.
  • Buchenwälder - kommen im Harz in den tieferen Lagen vor. Im Bereich von 700 - 800 m Höhe gehen sie in Mischwälder (Buche-Fichte) über. Im Buchenwald ist die seltene Wildkatze zu Hause.

Im Park ist seit kurzem auch wieder der scheue Luchs zu Hause. Seit dem Jahr 2000 läuft ein Wiederansiedlungsprojekt.

Daneben kommt in den tiefen der Wälder auch die Wildkatze vor, die ebenfalls sehr zurückgezogen lebt.

Klima[Bearbeiten]

Der Harz zeichnet sich durch ein rauhes Klima aus, das seine stärkste Ausprägung auf dem Brocken erfährt: hohe Niederschlagsmengen, niedrige Temperaturen, häufig Nebel und insbesondere auf dem Brocken auch oftmals hohe Windgeschwindigkeiten bis zur Orkanstärke. Wer bei Sonnenschein mit der Brockenbahn in Wernigerode startet und auf den Brocken hochfährt, muss auf alles gefasst sein: Schneestürme und vor allem Nebel. Gute Sicht ist keine Selbstverständlichkeit im Harz.

Anreise[Bearbeiten]

Eine nostalgische Art der Anreise ist die Fahrt mit der Harzquer- / Brockenbahn ab Wernigerode oder Nordhausen, detaillierte Infos hierzu siehe Artikel Brocken.

Geeignete Orte für Anreise und ggf. Unterkunft sind in Niedersachsen: Bad Harzburg, Altenau, St. Andreasberg, Herzberg und Braunlage, in Sachsen-Anhalt Ilsenburg und Wernigerode. Konkrete Anreiseinformationen finden sich in den Ortsartikeln.

Radler auf dem Weser-Harz-Heide-Radweg kommen auf dem Abschnitt von Herzberg nach Riefensbeek-Kamschlacken am Nationalparkgebiet vorbei.

Mobilität[Bearbeiten]

Ab besten erkundet man den Nationalpark zu Fuß. Im Winter sind auch Langlaufski aufgrund des attraktiven Loipennetzes ein gern genutztes Fortbewegungsmittel. An vielen Stellen gibt es Wanderparkplätze, von denen aus man Tagestouren unternehmen kann. Der Park ist aber auch gut mit dem umweltschonenden öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Das umfangreiche Wanderwegenetz ist im Bereich des Nationalparks gut markiert. Trotzdem ist die Nutzung einer Wanderkarte sinnvoll, damit man sich besser orientieren kann.

Wanderwege und Ruhezonen am Brocken. Die hellgrün schraffierten Bereiche dürfen zum Schutz der Natur nicht betreten werden. (Karte für Vollauflösung anklicken.)

Im Nationalpark herrscht Wegegebot. Das Betreten des Waldes bzw. Parks abseits ausgewiesener Wege/ Loipen ist zum Schutz der Natur nicht gestattet. Anordnungen von Rangern im Gebiet ist diesbezüglich Folge zu leisten. Im Park leben z. T. sehr scheue Wildtiere wie der Luchs und die Wildkatze, die entsprechende Rückzugsräume benötigen. So verbrauchen Wildtiere, die im Winter oft "aufgescheucht" werden, unnötig viel Energie für ihre Flucht im Tiefschnee vor dem Menschen. Passiert dies öfter, so kann ein solches "überaktives" Fluchtverhalten insbesondere in strengen Wintern zum Tode führen. Auch vermeintlich seltene Einzelstörungen auf stillgelegten, gesperrten Wanderrouten summieren sich daher.

Hinweise diesbezüglich zu Openstreetmap: In der freien Wikiweltkarte sind im Parkbereich zum Teil Wege eingezeichnet, die aufgrund der oben genannten Naturschutzgründe stillgelegt wurden. Für "Normalnutzer" von Openstreetmap sind dieser Routen in der Karte aber evtl. nicht sofort als gesperrte Routen zu erkennen. Das Symbol für "gesperrte Route" ist in Openstreetmap-Mapnik eine überlagerte, breiter rot gestrichelte Linie. Dies gilt z. B. für die Ruhezonen am vielbesuchten Brocken (siehe auch dortiger Abschnitt Literatur bzw. Skizze rechts). In regulären Wanderkarten sind diese Strecken in der Regel nicht mehr enthalten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Brocken[Bearbeiten]

  • Mit 1142 m höchster Berg des Harzes, der viel besucht wird.

Torfhaus[Bearbeiten]

  • Lage: Torfhaus liegt zentral an der B4 im Nationalpark. Die höchste Ansiedlung des Harzes (gelegen auf 811 m Höhe) ist Ausgangspunkt für die beliebte Wanderung zum Brocken über den Goetheweg. Ferner hat man von hier einen schönen Blick auf den höchsten Berg des Harzes.

Achtermannshöhe[Bearbeiten]

  • Aussichtspunkt: Die 926 m hohe Felskuppe ist ein schöner Aussichtspunkt, der ca. 5 km nordöstlich von Braunlage bei 1 liegt. Die etwa 15 - 20 m hohe, baumfreie Kuppe ragt schroff über dem Wald auf. Es bietet sich ein schöner Blick über die Wälder des Nationalpark Harz. Ferner sind Brocken, Bruchberg und Wurmberg zu sehen.
  • Zugang: KFZ-Parkplätze an der B4 bei Oderbrück 2 bzw. Königskrug 3; von hier führen Wanderwege bis zur Granitkuppe (ca. 2 km einfache Strecke); Radler können ab Königskrug auf Fahrwegen bis kurz unter die Kuppe fahren.
360-Grad-Panorama: Winterabend an der Achtermannshöhe bei Braunlage im Harz: Am Anfang und am Ende des Bildes ist jeweils der Brocken zu sehen. Der Wurmberg wird durch den Gipfel der Achtermannshöhe verdeckt.
360-Grad-Panorama: Winterabend an der Achtermannshöhe bei Braunlage im Harz: Am Anfang und am Ende des Bildes ist jeweils der Brocken zu sehen. Der Wurmberg wird durch den Gipfel der Achtermannshöhe verdeckt.

Wolfswarte am Bruchberg[Bearbeiten]

Die Felsklippen der Wolfswarte liegen ca. 3 km westlich von Torfhaus 4. Von 918 m Höhe hat man einen schönen Blick über weite Teile des West- und Hochharzes, auch der Brocken ist zu sehen. Außer an der Wolfswarte ist der Berg für Wanderer nicht zugänglich. Bei viel Schnee ist die Wolfswarte nur mit Langlaufski zugänglich, da die Wanderwege nicht geräumt bzw. als Loipe genutzt werden. Direkt auf den Klippen gibt es keinen Schutz vor der Witterung. Bei Gewittergefahr sollte man auf eine Wanderung zur der recht freiliegenden Wolfswarte verzichten.

Die Stempelstelle Nr. 135 ("Wolfswarte") der "Harzer Wandernadel" findet sich nicht direkt an den Klippen. Der Stempelkasten steht am Verzweig Butterstieg/ Oberer Bruchbergweg etwa 250 m nordwestlich unterhalb der Felsen. Ein paar Meter weiter findet man auch eine schmucke, recht neue Schutzhütte ("Altenauer Hütte").

Zuwege:

  • Von Torfhaus aus gelangt man zur Klippe, wenn man dem Weg mit dem "Roten Balken" folgt (Einstieg an der Straße nach Altenau (etwa 3 km einfach ab Torfhaus mit ca. 150 Höhenmeter, Gehzeit: 40 - 60 min, zum Teil holprig, daher am besten festeres Schuhwerk). Attraktiv ist ab Torfhaus auch die Wanderung auf dem Märchenweg zwischen Torfhaus und Oderteich siehe Oderteich mit Besuch der Wolfswarte.
  • Von Altenau sind es über den Weg am Dammgraben und den Butterstieg knapp 6 km hinauf zur Wolfswarte. Der Ansteig besitzt je nach Start in Altenau etwa 400 bis 450 Höhenmeter. Attraktiv ist besonders der steile Butterstieg im letzten Teil des Aufstiegs. Für den holprigen, teilweise felsigen Bergpfad benötigt man festes Schuhwerk.
  • Im Winter führt die recht anspruchsvolle, mittelschwere Loipe Altenau-Torfhaus unterhalb der Wolfswarte vorbei. Die Wolfswarte selbst muss allerdings über tief verscheinte Wanderwege erklommen werden, da die Loipe nicht direkt an der Felsklippe vorbeiführt. Es kommt aber garantiert richtiger Pioniergeist auf, wenn man sich an einen schönen Wintertag nach viel Neuschnee über die evtl. sogar unbetretenen Schneewehen auf den Wanderwegen bergauf kämpft. Belohnt wird man mit einer tollen Panoramarundsicht. Falls man als Erster oben ist, ist die Wahrscheinlichkeit jedoch groß, dass es mit der Einsamkeit bald vorbei ist. Der Aussichtspunkt ist nämlich von der Loipe gut einzusehen, so dass Nachzügler natürlich gerne die frisch gelegte Spur nutzen. Alternativ kann man die Wolfswarte per Ski auch von der Stieglitzecke erreichen.
Wintertraum an der Wolfswarte zwischen Altenau und Torfhaus: links im Bild zwischen den Felsen ist Altenau zu sehen, ganz rechts liegt der Brocken.
Wintertraum an der Wolfswarte zwischen Altenau und Torfhaus: links im Bild zwischen den Felsen ist Altenau zu sehen, ganz rechts liegt der Brocken.

Oderteich[Bearbeiten]

Harzidyll am Oderteich
Luftbild Oderteich

Der für Harzer Verhältnisse eher kleinere Stausee 5 liegt auf über 700 m Höhe an der Harzhochstraße (B 242) im Bereich der B 4. Das Baden ist auf eigene Gefahr (keine Badeaufsicht) im Südbereich des Gewässers gestattet, allerdings ist das Wasser recht frisch. Es gibt einen Wanderparkplatz im Bereich der Staumauer an der B 4. Zum Oderteich kommt man auch mit Linienbussen, die auf der B 4 bzw. Harzhochstraße (B 242) verkehren.

  • Geschichtlichtes - Der Oderteich ist der größte Stauteich des Oberharzer Wasserregals und wurde einst angelegt, um die wassergetriebenen Fördereinrichtungen in den Gruben von St. Andreasberg mit Förderwasser zu versorgen. Noch heute funktioniert diese historische Anlage. Allerdings dient das Wasser nicht mehr zum Antrieb der Laufkunst, sondern wird Untertage mit Hilfe von Turbinen & Generatoren in elektrische Energie umgewandelt. Wer den Lauf des Wassers nachvollziehen möchte, kann zu Fuß oder per Fahrrad dem Rehberger Grabenweg Richtung St. Andreasberg folgen. Hier kann in der Grube Samson dann per Führung ein riesiges Wasserrad mit Laufkunst besichtigt werden.
  • Rundweg um den Oderteich - Ein 4 km langer Wanderweg umrundet den Stausee (Gehzeit etwa 1,5 Stunden). Detaillierte Wegbeschreibung mit Hintergrundinfos siehe Faltblatt des Nationalpark zum Rundweg.
Unterwegs auf dem Märchenweg zwischen Torfhaus und Oderteich
Auf dem Märchenweg: klassisches, feuchtes Regenwetter im Hochharz
  • Wanderung auf dem Märchenweg zwischen Torfhaus und Oderteich - Eine attraktive Wanderstrecke ist der Märchenweg zur Ansiedlung Torfhaus. Die urige Strecke führt nördlich vom Seerundweg leicht ansteigend durch die wilde Waldlandschaft des Hochharzes. Über kleine Brücken und Stege verläuft der Pfad durch teilweise mooriges Gelände. In Torfhaus kann man dann das Nationalparkhaus besichtigen, einkehren und bei guter Sicht den Blick zum Brocken genießen. Wer Lust hat, kann über den Goetheweg auch noch einen kurzen Abstecher (knapp 1 km) zum sehenswerten Moorsteg am Großen Torfmoor machen. Am Oderteich bietet es sich an, auf Hin- und Rückweg jeweils ein Seeufer zu besuchen. So lernt man den Seerundweg gleich komplett mit kennen.
Karte zur Wanderung Oderteich - Torfhaus - (Wolfswarte). (Für Vollauflösung Karte anklicken.)
Streckenlänge hin und zurück insgesamt etwa 12 km (inklusive Abstecher zum Moorsteg in Torfhaus und komplett um den Oderteich). Wer Lust hat kann zurück noch die Wolfswarte mit besuchen. Dann rund 16 km, die allerdings etwas bergiger sind). Als Schuhwerk am besten wasserdichte, festere Schuhe, da die Wege zum Teil holprig und nach Regen nass sind.

Oberes Odertal[Bearbeiten]

Das tief eingeschnittene obere Odertal liegt zwischen Braunlage und St. Andreasberg. Das Tal kann auf Wanderwegen (Fahrwegen) erkundet werden. Sehenswert sind besonders die Hahnenkleeklippen 6 mit schönem Blick in das bewaldete Tal. Der Aussichtspunkt kann von Braunlage aus erwandert werden (etwa 3 km einfach mit rund 200 Höhenmetern).

Ein schönes Wanderziel ist auch die idyllisch auf einer Waldlichtung im Talboden gelegene Waldgaststätte Rinderstall. .

Hanskühnenburg[Bearbeiten]

Bergbaude der Hanskühnenburg
Hanskühnenburgklippe

1 Hanskühnenburg. Tel.: (0)170 8 64 03 48, E-Mail: . Geöffnet: Tägl. 9-17 Uhr, Nov.-März bis 16 Uhr. Do Ruhetag (außer an Feiertagen). Die Waldgaststätte ("Baude") Hanskühnenburg befindet sich auf dem Gipfel Hanskühnenburg auf dem Höhenzug "Auf dem Acker" im westlichen Teil des Nationalparks. Die Bergbaude ist mit 811 m ü. NN die höchstgelegene aller Harzbauden und bietet von ihrem Aussichtsturm, der während der Öffnungszeiten der Ausflugsgaststätte zugänglich ist, einen weiten Ausblick über die umliegenden Bergstädte und die Gipfel von West- und Hochharz, wie z.B. den Brocken und den Großen Knollen. 300 m nordöstlich der Gaststätte am sogenannten Reitstieg findet man auch die sehenswerte "Hanskühnenburg-Klippe". Die Hanskühnenburg ist nur zu Fuß oder per Fahrrad zugänglich. In der Berggaststätte bekommt man einige kleine warme und kalte Gerichte, Getränke und Kaffee und Kuchen. Sonnige Terrassenplätze draußen und der Kaminofen im Innenraum machen die Baude bei jedem Wetter zu einem guten Rastplatz.

Ab Parkplatz Stieglitzecke (B242)[Bearbeiten]

1 Vom Parkplatz Stieglitzecke an der B242 zwischen Clausthal-Zellerfeld und Sonnenberg führt der bekannteste und zudem steigungsärmste Weg zur Hanskühnenburg zu bewältigen, da der Parkplatz bereits auf etwa 800 m Höhe liegt. Hier findet man auch eine Bushaltestelle. Insgesamt sind es 7 km einfache Strecke bis zur Bergbaude, retour etwas über 14 km. Bei Gewittergefahr sollte man die Wanderung nicht in Angriff nehmen, da teilweise waldfreies Gebiet durchquert wird.

Ab der Stieglitzecke gibt es zwei Wege, die zur Hanskühnenburg führen:

  • Der Reitstieg entlang der nord-westlichen Seite des Höhenzugs ist in größeren Abschnitten sumpfig und holprig, nach längeren Regenfällen können viele Wegabschnitte inesbesondere aufgrund des sehr matschigen Untergrundes wirklich mühsam sein. Er sollte nur mit knöchelhohen Wanderstiefeln begangen werden. Diese Weg ist für Kinderwagen und für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht geeignet. Aufgrund der Klippen und der Ausblicke Richtung Clausthal-Zellerfeld unterwegs ist dies jedoch der schönere Abschnitt, allerdings sollte man eine eutlich längere Zeit für den Weg einplanen als auf der Ackerstraße.
  • Die Ackerstraße verläuft südöstlich des Höhenzuges und ist fast durchgehend eine breite, feingeschotterte Forststraße, die sehr gut und annähernd steigungsfrei zu begehen ist. Erst die letzten 500 m führen sehr steik in einigen Windungen auf die Hanskühnenburg hinauf. Zu Beginn verläuft der Europäischer Fernwanderweg E6 auf dieser Route, verlässt aber auf etwas halber Strecke die Akerstraße und führt hinunter ins Tal nach Sieber. Der Weg auf der Forststraße führt durchgehend durch Fichtenwald und ist daher im Vergleich zum Reitstieg eintöniger, dafür aber wesentlich leichter zu bewältigen.
  • Wer möchte, kann natürlich auch eine Rundwanderung absolvieren, insgesamt sind dies etwas über 14 km.
  • Im Winter erreicht man die Bergbaude bei guter Schneelage auch über die 16 km lange Ackerloipe, die ebenfalls am Parkplatz Stieglitzecke startet.

Ab Lonau[Bearbeiten]

Von Lonau, einem Ortsteil von Herzberg am Harz, führen zwei etwa 7,5 km lange, relativ bequem zu begehende Wanderrouten zur Hanskühnenburg.

2 Durch das Kirchtal: Asphaltierte Forststraße mit gleichbleibender Steigung. Im Winter gespurte Loipe.

3 Durch das Mariental: Auf breiter Forststraße relativ bequemer Aufstieg zur Hanskühnenburg. Im Winter ist die Strecke teilweise eine Rodelpiste.

Ab Sieber[Bearbeiten]

Aus Sieber kommend muss man beim Aufstieg zur Hanskühnenburg auf dem direkten Weg auf etwas mehr als 5 km 600 Höhenmeter bewältigen. Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten, aus dem Siebertal zum Höhenzug aufzusteigen. Etwas umwegig ist es über den Europäischen Fernwanderweg E6, von dem man, auf der Ackerstraße angekommen, nach links abbiegt und dem Forstweg bis zum letzten Anstieg auf die Hanskühnenburg folgt (etwa 8 km einfache Strecke, 700 Hm).

Weitere Wege zur Hanskühnenburg[Bearbeiten]

  • Von Riefensbeek-Kamschlacken gibt es einen ca. 5,5 km langen Weg ab Parkplatz an der B498 und einen sehr steilen, etwa 3,5 km langen Weg direkt von der Ortsmitte auf die Hanskühnenburg (der kürzeste Weg hinauf).
  • Von der Sösetalsperre gelangt man vom Parkplatz an der Vorsperre in etwa 5,5 km auf die Anhöhe, zuerst relativ lach am Riefensbeeker Schacht, einem Wildbach entlang, später dann steiler aufwärts. Vom Sösestaudamm (Parkplatz) sind es etwa 8 km auf dem Harzer Baudensteig.
  • Von Osterode führt der mit 11 km längste Weg zur Hanskühnenburg, vorbei an den Seilerklippen und später ebenfalls auf dem Harzer Baudensteig

Rabenklippe mit Luchsgehege[Bearbeiten]

Die Rabenklippe 7 liegt auf etwa 550 m Höhe über dem Eckertal und ist ein attraktives Wanderziel ab Bad Harzburg. An der Felsklippe gibt es die Waldgaststätte Rabenklippe. . Der Granitfelsen der Rabenklippe ist zum Teil begehbar. Von der Klippe hat man einen Blick über das Ecklertal, der an klaren Tagen bis zum Brocken reicht.

Im Bereich der Rabenklippe liegt ein Luchgehege des Nationalpark Harz. Hier können die scheuen Tiere u. a. von einer überdachten Beobachtungskanzel aus anschaut werden.

Zugang: Ab Bad Harzburg-Stadtmitte sind es zu Fuß etwa 5 km einfache Wegstrecke mit rund 300 Höhenmetern. Wer bergauf die Seilbahn am Burgberg nutzt, kann 186 Höhenmeter bequem in der historischen Drahtseilbahn von 1929 zurücklegen: Burgbergbahn. . Zur Anreise mit dem Autos findet man direkt an der Talstation der Bahn einen Parkplatz. Zur Rabenklippe direkt fährt auch eine Nationalparkbuslinie.

Ilsetal[Bearbeiten]

Unterwegs im Ilsetal kurz vor dem Unterstand "Bremer Hütte" (Bereits oberhalb der Ilsefälle): Orkane der vergangenen Jahre haben den Nadelwald gefällt. So reicht der Blick jetzt bis zum Brocken.

Das romantische Waldtal wird vom munteren Bergbach der Ilse durchflossen. Im mittleren Bereich des Ilsetals stürzt sich der Wildbach in den kaskadenartigen Ilsefällen zu Tal. Der Zugang zum Tal erfolgt ab Ilsenburg auf Wanderwegen. Für Fußgänger gibt es einen naturnahen Wanderweg meist direkt am Wildbach. Zum Teil ist dieser Weg mit Brücken im Hang verankert. Des Weiteren findet man als Strecke für Radfahrer einen geschotterten Fahrweg. Die zwischen 1830 und 1838 angelegte Ilsenburger Chaussee führt über den Gelben Brink bis zum Brockenbett an die Brockenstraße, die Chaussee ist für den KFZ-Verkehr gesperrt. Oben am Brockenbett auf 900 m Höhe erschließt der rund 300 m lange Urwaldstieg den Urwald und den Quellbereich der Ilse. Durch das Ilsetal führt auch eine beliebte Wanderroute zum Brocken.

Wilder Harz: Felsklippen im Bereich Renneckenberg und Hohnekamm[Bearbeiten]

"Wilder Harz" - Blick von der Leistenklippe über die Grenzklippe zum Brocken

In seinem Ostabfall zeigt sich das „Brockengebirge“ von seiner besonders wilden Seite. In den Höhenzügen des Renneckenberges und Hohnekamms findet man zahlreiche Felsklippen. Zum Teil liegen die Klippen in der sensiblen Kernzone des Nationalparks und können daher nicht bestiegen werden. Die attraktivsten Felsen sind jedoch durch Wege erschlossen. Bekanntere Wanderziele sind hier zum Beispiel die Obere Zeterklippe, die Leistenklippe und der imposante Ottofelsen.

Im Bereich Renneckenberg[Bearbeiten]

Besuch auf der großen Zeterklippe
Gleich ist es geschafft! Die obere Zeterklippe kommt hinter den Tannen in Sicht.
  • Obere Zeterklippen (930 m) 8 - Die Obere Zeterklippe, auch „Große Zeterklippe“ genannt, ist der bekannteste Aussichtspunkt im Bereich des Renneckenberges. Wer die Stiegenanlage an der Felsformation bezwungen hat, dem erschließt sich eine fast freie Rundsicht in die Wildnis der Hochharzes. Nach Westen geht der Blick hinüber zum nahen Brocken. Im Nordwesten ist der Scharfenstein zu erkennnen, im Norden das Harzvorland u. a. mit Wernigerode. Nach Südosten sieht man hinüber zum Hohnekamm mit Grenz- und Leistenklippe. Am Zugang zum Felsen steht auch die Stempelstelle Nr. 10 "obere Zeterklippe" der "Harzer Wandernadel".
Zugang: Die Klippe ist nur über Wanderpfade, die auch als MTB-Route ausgewiesen sind, zugänglich. Vom Fahrweg am Gelben Brink sind es 1,2 km einfach (Tourenräder an der Schotterstraße anschließen). Die steinigen Bergwanderwege sind nicht kinderwagentauglich. In einem sumpfigen Bereich gibt es ferner einen kurzen Holzsteg.
  • Untere Zeterklippen (etwa 830 m) 9 – Diese Klippen liegen am Zeterklippenweg nördlich der Oberen Zeterklippe vorgelagert. Standort einer Schutzhütte. Ebenfalls beachtenswerter Blick hinüber zum Brocken.
  • Sonnenklippen 749 m 10 – Wunderschöner Westblick zum Brocken sowie auf die obere und untere Zeterklippe. Die Felsen liegen weitgehend abseits der Touristenpfade. Das Erklippen der Klippe soll laut Internetquellen wohl nicht ganz ungefährlich sein
Zugang: Laut Openstreetmap führt vom östlich gelegenen Fahrweg ein etwa 400 m langer Wanderpfad als Stichweg zu den Felsklippen.
  • Brockenkinder 11 - zu finden nahe der Brockenstraße am Brockenbett. Diese nette, kleinere Felsformation liegt eingewachsen im Hochwald. Es besteht daher keine Aussicht.
  • Kapellenklippe 12 – Laut Wegeplan des Nationalparks werden die nahe des Glashüttenweges gelegenen Felsen durch einen unbeschilderten Wanderpfad erschlossen.

Hohnekamm[Bearbeiten]

Felsklippen am Hohnekamm
Harzromantik: Blick von der Leistenklippe oberhalb von Schierke auf Wernigerode
  • Leistenklippe (901 m) 13 - Attraktiver, recht viel besuchter Gipfelpunkt für Wanderer im Hohnekamm. Die mit einer Stiegenanlage ausgestattete Klippe ist relativ bekannt. Von hier oben hat man einen attraktiven Rundblick über die Wildnis des Hochharzes. Zu sehen sind u. a. Wernigerode, der Wurmberg und natürlich auch der Brocken. Am Zustieg zur Klippe steht die Stempelstelle Nr. 15 der "Harzer Wandernadel").
Zugang: Der Zugang ist nur über Wanderpfade möglich, die nicht kinderwagentauglich sind.
  • Grenzklippe und Bärenklippe - beide Klippen sind nicht begehbar, da sie in der Kernzone des Nationalparks liegen. Der "Hohnekamm-Gratweg" Richtung Landmannklippe führt aber recht nah dran vorbei.
  • Höllenklippe – Der Felsen liegt in der Kernzone des Nationalparks und kann nicht erwandert werden.
  • Trudenstein 14 – direkt am viel begangenem Glashüttenweg gelegen. Der Felsen ist über eine stählerne Stiegenanlage unkompliziert zu besteigen. Schöner Blick über die weiten Wälder des Ostharzes sowie auch hinüber zum Wurmberg.
  • Landmannklippe 15 - Felsklippe abseits der Touristenpfade am nördlichen Ende des Hohekamms. Der Felsen besitzt keine Treppenanlage und ist wohl nur für etwas geübtere Kletterer gefahrlos zum Bezwingen. Oben erwartet einen ein Gipfelbuch. Schöne Aussicht u. a. zum Renneckenberg und zum Brocken. Der Zugang ist wohl über den Hölle-Lehmann-Pfad von Schierke aus möglich. Alternativ erreicht man die Klippe wohl ebenfalls über den "Hohnekamm-Gratweg" ab der Leistenklippe. Von Nordwesten her aus dem Bereich Weringerode führt der Treppenstieg relativ nahe am Felsen vorbei.
Zugang: Der kleine Stichpfad zur Landmannklippe zweigt bei 16 vom Treppenstieg ab (am Schild mit Sackgassenhinweis "Landmannklippe"). Als Wegweisung zum Felsen gibt es wohl rote Pfeile. Stichpfad ist im Nationalparkplan enthalten und darf damit begangen werden.

Ottofelsen[Bearbeiten]

Der imposante Ottofelsen mit umfangreicher Stiegenanlage.

Der viel besuchte Ottofelsen steht bereits östlich ausserhalb der Grenzen des Nationalparks bei 17. Aufgrund seiner prominenten Stellung unter den Felsklippen des Harzes, soll er hier trotzdem kurz vorgestellt werden. Auf einer Wanderung z. B. von Wernigerode aus in die Felsenwelt des Nationalparks kann man den Ottofelsen noch gut mit besuchen. Der 36 m hohe Felsen ist bereits seit 1896 mit einer gesicherten Stiegenanlage aus Stahl versehen. 1990 wurde die Treppenanlage erneuert. Die markante Felsklippe mit ihrer charakteristischen Wollsackverwitterung wird viel besucht. Besonders zieht der Felsen auch Kletterer an.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wandern - z. B. auf den Brocken. Die Aufstiege zum Brocken verlaufen in großen Teilen im Nationalpark (detaillierte Infos siehe Artikel Brocken). Wandervorschläge zu Sehenswürdigkeiten siehe auch Abschnitte oben.
  • Radfahren und Mountainbiken - ist nur auf den befestigten Wegen erlaubt. Teilweise sind Wanderwege, wie z. B. der Neue Goetheweg an der Brockenbahn für das Fahrrad gesperrt. Bitte Rücksicht auf Wanderer nehmen. Am besten frühzeitig klingeln.

Küche[Bearbeiten]

Es gibt einige Gasthäuser und Ausflugsgaststätten, die direkt im Parkgebiet liegen und sich gut als Ziel bei Ausflugsaktivitäten anbieten. Dies sind u. a.:

Gastronomie innerhalb geschlossener Ortslagen siehe entsprechende Ortsartikel.

Unterkunft[Bearbeiten]

Brocken in Torfhaus vor "alpenländischer Architektur".

Zentral im Park gelegen sind die Gästebetten in Torfhaus. Allerdings gibt es hier fast keine weitere Infrastruktur, wie zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten.

Orte im oder am Rand des Nationalparks:

Sicherheit[Bearbeiten]

Das betreten der Urwaldgebiete im Park bei Sturm vermeiden, da dann Lebensgefahr durch Holzschlag besteht. Generell muss im naturbelassenen Wald durch den hohen Totholzanteil immer mit höherer Astbruchgefahr als im Wirtschaftswald gerechnet werden.

Schutzhütte ohne Blitzschutz am Dreieickigen Pfahl. Die Hütte steht im offenen Gelände des ehemaligen Grenzstreifens und ist damit verstärkt für einen Blitzeinschlag gefährdet. Man findet im Nationalpark aber noch viel exponierter stehender Hütten, die unter Umständen sogar noch mehr gefährdet sind. Mit Stand März 2012 besaß das Bauwerk am Dreieckigen Pfahl aber keinen Blitzschutz. Hier gibt es aber eine sichere Lösung: Sich bei Gewitter einfach am Toilettenhäuschen unterstellen. Das steht im dichten Hochwald nur etwa 200 m weiter nördlich.
Moderne, alpine Biwakschaftel aus Metall: was den Blitzschutz angeht ein sicherer Faradayscher Käfig (zu finden an der Laliderer Spitze im Karwendel).

Wanderungen bei drohender Gewittergefahr nicht in Angriff nehmen.

Achtung: Einfache, hölzerne Schutzhütten ohne eiserne Fangstange am Dach, Blitzableiter und Ringanker im Fundament bieten keinen ausreichenden Gewitterschutz. Im Gegenteil: Exponiert stehende Hütten können sich bei Gewitter zu einer tödlichen Falle entwickeln. Diesbezüglich waren leider in anderen Regionen schon tragische Unfälle zu verzeichnen.[1] [2] [3]

Bei einer Brockentour im März 2012 wurden im Parkgebiet leider selbst an exponiert stehenden Schutzhütten fehlende Blitzschutzanlagen festgestellt.

Sicherheitshinweise für Wanderer, die im Falle eines überraschenden Unwetters mit schwerem Gewitter in solch einer exponiert stehenden, unsicheren Schutzhütte ohne Blitzschutz unterschlüpfen müssen:

  • Sich keinesfalls mit dem Rücken an die hölzerner Außenwand bzw. Stützbalken der Hütte lehnen bzw. setzen (insbesondere nicht mit nasser Kleidung). Holz besitzt einen bedeutend höheren spezifischen Widerstand als der menschliche Körper. So kommt es, sofern der Übergangskontakt gering ist, parallel zur hölzernen Hütternwand fast zwangsläufig zu einem größeren Spannungsabfall mit gefährlichem Stromfluss durch den Körper gegen Erde (z. B: durch nasse oder verschwitzte Kleidung im Schulterbereich beim Anlehnen an die Holzwand).
  • Das "sicherste" ist, sich in der Hüttenmitte abseits der Wände bzw. Holzbänke mit angezogenen Beine auf dem Boden klein zusammenzukauern. Wer eine Metallunterlage dabei hat (z. B. ein aluminiumbeschichtetes Sitzkissen), klemmt sich das Kissen am besten noch zusätzlich unter beide Füße. Damit ist die gefährliche Schrittspannung schon einmal weitgehend eliminiert. Durch den großen Luftabstand des Körpers zu tragenden Holzteilen der Hütte ist man so schon einmal ein Stück sicherer aufgehoben. Ein vollkommener, wirksamer Schutz besteht natürlich nur in Schutzhütten mit normgerechten Blitzschutz.
  • Man muss nun aber nicht gleich bei Gewitter in jeder Schutzhütte ohne Blitzableiter in Panik verfallen und sich dann immer kleinst möglich auf dem Boden "zusammenkrümmen". In Tallage und zusätzlich im Hochwald stehende Hütten sind trotz Gewitter relativ sicher. Der direkte Blitzeinschlag kann natürlich auch hier nicht ausgeschlossen werden, ist aber eher unwahrscheinlich, da es diverse höhere Ziele im näheren im Umkreis der Hütte gibt. Richtige Sicherheit gibt es aber auch hier nur mit Blitzableiter.

Mit Stand 5. Februar 2013 wird das Thema "Schutzhütten und Blitzschutz" auf den Seiten des Nationalpark Harz leider nicht erörtert. Neben der Hütte am Dreieckigen Pfahl besitzt wohl auch die in noch viel exponierterem Gelände stehende "Altenauer Hütte" 18 unterhalb der Wolfswarte keinen Blitzschutz (Abbildung). Die Hütte scheint ein fasst baugleiches, neueres Modell der Hütte am Dreieckigen Pfahl zu sein. Auch bei der kleinen Spitzgiebelhütte in der Knochenbrecherkurve der Brockenstraße 19 konnte im März 2012 kein Blitzableiter gesichtet werden. Das selbe galt auch für die kleine Spitzgiebelhütte "Eiserner Tisch" 20 am recht hoch und frei liegenden Hirtenstieg nördlich des kleinen Brocken. Hinsichtlich fehlender Blitzschutzanlagen an Schutzhütten ist der Nationalpark Harz deutschlandweit gesehen keine Ausnahme. An fast alle hölzernen Schutzhütten in Mittelgebirgen aber auch an Radwanderrouten in Tallage fehlen Blitzschutzanlagen.

Alpine [[::Wikipedia:de:Biwakschachtel|Biwakschachteln]] werden dagegen von vorn herein meist aus Metall hergestellt (Schutzprinzip Faradayscher Käfig). Generell sollten in Zukunft am besten alle neuen Schutzhütten mit Blitzschutzanlagen ausgestattet werden - unabhängig von ihrer Lage. Die Alten sollte man nachrüsten. Im Vergleich zu den großen öffentlichen Summen, die in andere Touristikprojekte fließen (z. B. in neue Museen, Infozentren, neue Radwanderrouten usw.) ist ein guter Blitzschutz relativ "günstig" zu haben und vor allem essentiell wichtig für die Gesundheit des Reisenden.

Klarkommen: Naturparkzentren und Rangerstationen[Bearbeiten]

Informationen und Rastmöglichkeiten bieten die zahlreichen Naturparkzentren und Rangerstationen im Nationalparkgebiet. Manche von ihnen kann man mit dem Autoanfahren - wie z.B. die Häuser in Torfhaus und Sankt Andreasberg, andere muss man sich erwandern oder man fährt mit der Brockenbahn dorthin, wie z.B. zum Brockenhaus:

  • 1 Rangerstation Scharfenstein. Tel.: +49 160 71 48 827. Auch Rastplatz mit Verkauf von Erfrischungen. Geöffnet: Geöffnet tägl. von 10 bis 16 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • 2 Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg. Tel.: +49 39 452 89 494. Geöffnet: Di-So 8.30-16.30 Uhr, Ruhetag Montag (außer an Feiertagen). Preis: Eintritt frei.
  • 3 Brockenhaus. Geöffnet: Täglich von 9.30 - 17.00 Uhr geöffnet, 365 Tage im Jahr. Preis: Erw. 4 €, Ki. 2 €.
  • 5 Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Drei Annen Hohne 100, 38879 Schierke. Tel.: +49 39 455 86 40. 15 min Fußweg vom Parkplatz Drei Annen Hohne. Geöffnet: Geöffnet täglich von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • 6 Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg. Tel.: +49 (0) 5582 9230 74. Geöffnet: April - Okt. Mo-Fr 10-18, Sa, So, Feiertage 10-17 Uhr. März Di-So 10-17 Uhr. Preis: Freier Eintritt.
  • 7 Nationalparkhaus Schierke, Brockenstraße, 38879 Schierke. Tel.: +49 39 45 54 77. Geöffnet: Geöffnet täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • 8 Haus der Natur, Nordhäuser Str. 1c, 38667 Bad Harzburg. Tel.: +49 53 22 78 43 37, E-Mail: . Geöffnet: Di-So 10-17 Uhr, Mo Ruhetag (außer Feiertage). Preis: Erw. 3 €, Ki. 1 €.

Literatur[Bearbeiten]

Blick von der Jordanshöhe oberhalb Sankt Andreasberg über das Odertal zu den Hahnenkleeklippen. Im Hintergrund ist der Brocken zu sehen.

Wanderkarten[Bearbeiten]

Folgende Karten decken zusammen den Nationalpark komplett ab:

  • Karten-Set "Harz 1:50.000" der Verwaltungen für Landesvermessung von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Zwei topografische Freizeitkarten und ein Beiheft stellen das gesamte Gebirge großräumig da. Das Kartenset ist das offizielle Kartenwerk des Harzklubs; ISBN 978-3-89761-111-5 (Auflage 2009); 12,90 €
  • Kompass Wander- und Bikekarte Westharz 1:50.000 - mit Brocken; ISBN 978-3-85491-134-0 6,95 €; Anhand der Karte lassen sich gut die "kleinen" Wanderwege finden, da die Routensignatur parallel zu den Fahrwegen eingezeichnet wurde. Ist in der Karte nur eine Rote Linie eingezeichnet, so handelt es sich meist um einen Wanderpfad. - Kompass Verlag

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HNA vom 26. Juni 2012: "Tragödie von Waldeck: Der Schock sitzt immer noch tief" - abgerufen am 7.02.2013
  2. HNA vom 1. Juli 2012: "Fehlender Blitzschutz auf Golfplätzen: „Problem ist lange bekannt" - abgerufen am 7.02.2013
  3. HNA vom 1. Juli 2012: "Trauer und Anteilnahme nach dem Gewitter-Unglück von Waldeck" - abgerufen am 7.02.2013
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