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Nationalpark Kellerwald-Edersee

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Buchenwald am Urwaldsteig zwischen Peterskopf und Sauermilchplatz

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist ein Schutzgebiet im nördlichen Hessen. Das Gebiet liegt südlich des bekannten Edersees. Geschützt wird ein wertvolles Buchenwaldgebiet mit Mittelgebirgscharakter. Jährlich besuchen etwa 200.000 Naturinteressierte den Park.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Logo des Nationalparks
Lage des Nationalparks in Deutschland

Geschichte[Bearbeiten]

Hessens einziger Nationalpark liegt im Kellerwald südlich des Edersees. Geschützt werden soll der für diese Region charakteristische Hainsimsen-Buchenwald. Im Park gibt es schon jetzt einige Gebiete mit über 100-jährigen Buchen. Langfristig soll sich auf der ganzen Fläche des am 1. Januar 2004 gegründeten Nationalparks wieder ein naturbelassener Wald entwickeln. Die geschützte Fläche umfasst 57,4 km².

Im Jahr 2012 erkannte man deutlich, dass der Wald mittlerweile 8 Jahre aus der forstlichen Nutzung herausgenommen worden war. Die ersten Anzeichen von Urwald (umgestürzte Bäume, die liegen bleiben) stellen sich ein. Der Waldumbau, der u. a. das Entfernen der standortfremden Baumarten umfasste, ist mittlerweile wohl in großen Teilen abgeschlossen.

Seit dem 25. Juni 2011 darf sich das Schutzgebiet übrigens mit dem renommierten Titel "Weltnaturerbe" schmücken. Zusammen mit weiteren Buchenwaldschutzgebieten in Deutschland (u. a. Nationalpark Jasmund, Nationalpark Hainich, Müritz-Nationalpark, Totalreservat Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) gelang es, im Rahmen einer gemeinsamen Bewerbung diesen Titel zu erhalten bzw. Teil eines bestehenden Titels zu werden. Im Rahmen der Anerkennung durch die UNESCO wurde das bestehende Weltnaturerbe der grenzüberschreitenden "Buchenurwälder der Karpaten" um die deutschen Buchenurwäldern erweitert. Weitere Infos dazu siehe auch offizielle Seite www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de

Landschaft[Bearbeiten]

Der Park liegt in einer Mittelgebirgslandschaft mit dem für diese Region charakteristischen Rotbuchenwald. Das weitgehend unbesiedelte Schutzgebiet liegt in 250 bis 600 m Höhe. 40 % der Buchen sind älter als 120 Jahre. Auf einer 1000 Hektar großen Fläche findet man sogar Buchen, die älter als 160 Jahre sind. Es handelt sich bei den geschützten Beständen zwar nicht um Urwälder im ursprünglichen Sinne, doch entwickelt sich der Park in Richtung eines solchen.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

  • Vogelwelt: In den Wäldern des Parks leben aufgrund des hohen Totholzanteils viele Spechte. Sechs Spechtarten kommen hier vor. Als "Wappenvogel" des Nationalparks kann man den seltenen Schwarzstorch ansehen.

Klima[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Nationalparkeingang bei Hemfurth.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Nationalpark mittlerweile gut erschlossen, da die Bahnstrecke Frankenberg (Eder)-Korbach (RB42 / KBS 622), die im Westen am Nationalpark vorbei führt (Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen), seit September 2015 reaktiviert ist. Siehe auch Artikel Streckenfest zur Eröffnung der 'Unteren Edertalbahn'. Von Herzhausen verkehren mit Anschluss an die RB42 die Buslinie 501.2 (Herzhausen-Harbshausen-Asel Süd), die Buslinie 503 (Herzhausen-Vöhl-Waldeck-Hemfurth-Edersee) und die Buslinie 521 (Herzhausen-Frankenau).

Die Buslinie 510 ((Kassel-)Bad Wildungen-Korbach) befährt im Sommerhalbjahr die Ederseerandstraße (Ostseite Sperrmauer), während die Buslinie 515 (Bad Wildungen-Edersee) die Westseite der Sperrmauer anfährt. So kommt man mittlerweile auch von Kassel aus wenigstens recht gut nach Hemfurth, dem nordöstlichen Eingangstor des Parks. Will man von Hemfurth aus mit der Standseilbahn in den Park hinauf fahren, steigt man am besten an den Haltestelle Peterskopfbahn (Linien 510, 583.1 und 583.2) oder Haltestelle Kaverne (Linien 583.1 und 583.2) aus. Weitere Informationen zur Anreise findet man im Wikivoyage-Artikel Edersee.

Ergänzt wird das eher geringe Busangebot durch Anruf-Sammel-Taxis. Hiermit kann für alle Orte im Kellerwald tagsüber ein Stundentakt für öffentliche Verkehrsmittel garantiert werden. Fahrpläne für Busse und ASTs sind auf der Webseite des Nordhessischen VerkehrsVerbundes NVV erhältlich. Es ist erforderlich, das Anruf-Sammel-Taxi mindestens eine halbe Stunde vor Fahrtantritt bei der AST-Zentrale Waldeck-Frankenberg telefonisch anzumelden.

Wegweiser Wandern

Sonst reist man am besten mit dem Auto an. Am Rand des Parks findet man diverse Wanderparkplätze.

Wer sportlich ist, für den ist das Fahrrad eine schöne Alternative. Der Eder-Radweg führt auf attraktiven Wegen am Rand des Parks entlang. Als Anreisebahnhöfe mit der Kombination Rad & Bahn bieten sich Wega mit Umsteigen in Wabern (IC- und RE-Anschluss an der Strecke Kassel-Frankfurt am Main) sowie auch Frankenberg (Eder) (Ende der Burgwaldbahn, die in Marburg startet) an. Wabern und Frankenberg liegen am Eder-Radweg. Wega liegt etwas abseits vom Eder-Radweg; von Wega aus sind es noch 14 km bis zur Ederseesperre.

Gebühren[Bearbeiten]

Das Gebiet ist frei zugänglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Am besten erkundet man das Gebiet zu Fuß.

Wer Steigungen nicht scheut kann auch ein bergtaugliches Tourenrad oder Mountainbike zur Erkundung des Parks auf den freigegebenen Fahrwegen nutzen. Kleinere Wanderpfade im Park sind für das Radfahren gesperrt. Dies als Mountainbiker bitte respektieren. Bitte als Radfahrer bzw. Fußgänger auch stillgelegte Wege nicht mehr befahren/begehen.

Leider kam es im Nationalpark zu illegalen Wegefreischnitten was natürlich eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die entsprechend geahndet werden kann.

Peterskopfbahn[Bearbeiten]

Peterskopfbahn
Wagen der Standseilbahn (die Bahn besitzt nur einen Waggon und nicht wie bei klassischen Standseilbahnen zwei Wagen)

Die Peterskopfbahn erschließt für Wanderer bequem die Gipfelregion des Nationalparks. In 10 Minuten Fahrzeit überwindet man komfortabel einen Höhenunterschied von 290 m. Von hier oben kann man dann auf mehreren Wanderrouten den Nationalpark meist bergab erkunden. Sehenswert ist auch das Panorama von der Aussichtsplattform am Peterskopf.

  • Betriebszeiten der Standseilbahn: Von etwa April bis Ende Oktober verkehrt die Bahn täglich außer montags. Die Bergfahrten erfolgen zwischen 11 und 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde. Die Talfahrten sind ebenfalls stündlich (jeweils zwischen 11:15 Uhr und 17:15 Uhr); Geschichte der Standseilbahn siehe Wikipediaartikel Peterskopfbahn
  • Fahrpreise: für Berg- und Talfahrt: Erwachsene: 5 €, Kinder (ab 6 Jahre): 3 €. Einzelfahrt: Erwachsene: 3 €; Kinder 2€; Sonntags fahren Kinder bis 14 Jahre kostenlos. Die Fahrkarten gibt es nur im E-On Infozentrum. Sonntags ist hier geschlossen. Dann Fahrkartenverkauf direkt an der Bahn. Laut Edersee-Touristik ist der Fahrradtransport möglich (2 € Pro Rad und Strecke, Stand 07-2012).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aussichtspunkt "Quernstkirche"[Bearbeiten]

Die neue Quernstkapelle
Blick vom Aussichtspunkt Quernstkirche Richtung Rothaargebirge (liegt im Nebel). Das Bild wurde 2005 noch von der alten Aussichtskanzel aufgenommen.

Auf 539 m liegt hier bei 51° 7′ 5″ N 8° 57′ 24″ O ein schöner Aussichtspunkt mit Blick Richtung Rothaargebirge. Neben der neu errichteten Holzkapelle (in der Regel geöffnet) steht eine Entfernungstafel mit Pfeilen. Die alte überdachte Aussichtskanzel an der Schutzhütte wurde abgerissen. In der Schutzhütte hängen übrigens Infotafeln zur historischen Quernstkirche. Die Grundmauern der ehemaligen Kirche sind neben der Schutzhütte zu finden.

Zugang: Vom Wanderparkplatz oberhalb des Feriendorfs bei Frankenau etwa 2 km Fußweg leicht ansteigend auf geschotterter Forststraße (Lage Wanderparkplatz: 51° 6′ 22″ N 8° 56′ 54″ O). Am Feriendorf liegt übrigens auch das Informationszentrum "Kellerwalduhr", das über den Nationalpark informiert. Mit dem Fahrrad kann man übrigens bis zum Aussichtspunkt "bergauf schnaufen". Die lokale Radwegweisung erschließt den Aussichtspunkt.

Oberbecken der Pumpspeicherkraftwerke mit Standseilbahn und Aussichtsplattform[Bearbeiten]

Aktuell: Schließung Standseilbahn, Aussichtsplattform und Jausenstation Peterskopf in der Saison 2014: Ab Montag 5. Mai ist aufgrund von Bauarbeiten zur Erhöhung der Dammkrone des Oberbeckens Waldeck II das Areal geschlossen. Auch die Ausflugsgastronomie "Jausenstation Peterskopf" hat zu (vgl. auch HNA.DE vom 10. April 2014). Mit Beginn der Saison 2015 wird der Betrieb wieder aufgenommen. Das E-ON Infozentrum zur Wasserkraft soll im Jahr 2015 aufgrund von Einsparungen im Konzern geschlossen werden.

Auf etwa 500 m Höhe führt von Hemfurth aus eine Standseilbahn in den Kellerwald. Hier liegt auf 539 m das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck II. Von der eher unbekannten Aussichtsplattform hat man einen schönen Blick auf das Edertal, zum Edersee Richtung Schloss Waldeck, über den Nationalpark sowie an klaren Tagen bis zum Habichtswald bei Kassel. Die frei zugängliche Plattform befindet sich bei 51° 9′ 50″ N 9° 1′ 45″ O.

  • Fußweg Bergstation Standseilbahn bis zum Aussichtspunkt - Vor der Bergstation der Standseilbahn bei 51° 9′ 42″ N 9° 2′ 6″ O läuft man über breite, asphaltierte Fahrwege noch einen knappen Kilometer bis zur Aussichtsplattform am großen Oberbecken (etwa 40 Höhenmeter). Die Wege sind kinderwagentauglich. Unterwegs kommt man auch an der Jausenstation vorbei, die zur Stärkung einlädt.
  • Auffahrt per Fahrrad aus dem Edertal: Von der Kreisstraße 35 (Hemfurth - Bringhausen) führt auch eine breite Fahrstraße auf den Peterskopf. Diese ist größtenteils für KFZ gesperrt. Für sportliche RadlerInnen lohnt die Auffahrt (auf dem sehr gutem rennradtauglichem Asphalt). Achtung: Es findet Werksverkehr für die Kraftwerke statt!
  • Gipfelgastronomie - Die "Jausenstation" liegt mit Blick auf das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerk Waldeck I.
  • Wandern - Kurz unterhalb des gesperrten Straßenabschnitts gibt es bei 1 einen frei zugängigen Wanderparkplatz. Hier informiert eine Tafel über Rundwanderungen, die auch auf den Peterskopf führen.
Aussichtsplattform Peterkopf  - Nordblick vom Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck II Richtung Edersee bzw. -tal
Aussichtsplattform Peterkopf - Nordblick vom Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck II Richtung Edersee bzw. -tal

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Hagenstein - Die auch als "Loreley der Eder" bezeichnete Bergkuppe liegt am westlichen Parkrand bei 51° 9′ 48″ N 8° 54′ 32″ O. Von hier hat man einen netten Blick hinunter zur 100 m tiefer fließenden Eder.
  • Fünfseenblick - zu finden an der Nordgrenze des Parks bei Bringhausen. Vom Aussichtspunkt bei 51° 9′ 31″ N 8° 59′ 30″ O kann man bei Vollstau auf den 5-teiligen Edersee hinüberschauen. Einen Besuch des Fünfseenblicks kann man gut mit einer Wanderung zu den Blocksteinhalden am Daudenberg kombinieren.
  • Blocksteinhalden am Daudenberg - Von Bringhausen aus kann man auf einer Rundwanderung die Blocksteinhalden mit seinem Trockeneichenwald erkunden. Festes Schuhwerk ist für die Tour sinnvoll, da zum Teil kleinere, holprige Pfade genutzt werden. Wer möchte kann auch am Fünfseenblick vorbeischauen. Wandervorschlag des Nationalpark.
Alternativ kann der Daudenberg auch gut auf der oben beschriebenen "Rundtour Peterskopf-Edersee" mit erwandern werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besuch von Nationalparkveranstaltungen - Die Ranger des Parks bieten über das Jahr verteilt viele geführte Wanderungen und Exkursionen durch die Wildnis an. Das Programm ist hier zu finden.
  • Radfahren zum Beispiel auf dem Edersee-Radweg. Direkt im Bereich des Nationalparks gibt es auf geschotterten Fahrwegen einen ausgeschilderten Radwanderweg. Die Strecke ist allerdings sehr bergig.

Wandern[Bearbeiten]

Es gibt im Park diverse ausgeschilderte Rundwanderwege. Die detailliert mit Karte und Höhenprofil beschriebenen Touren sind hier auf der Seite des Parks zu finden. Auch der Urwaldsteig rund um den Edersee führt teilweise durch das Gebiet des Nationalparks. Streckenverlauf des Urwaldsteigs auf OpenStreetMap.

Rundtour Peterskopf-Edersee[Bearbeiten]

Zwischen Hochspeicherbecken und Sauermilchplatz macht der Urwaldsteig seinem Namen alle Ehre: Es liegt der ein oder andere Baum auf dem Weg, unter dem man hindurchkriechen muss (keine Angst, es gibt immer genügend Platz). Besonders nett sind aber im Sommerhalbjahr die grünen Blatttunnel der jungen Buchen, in die der Pfad förmlich eintaucht.

Attraktive Rundtour zu Fuß, per Bergbahn und mit dem Schiff. Die Strecke führt im Nationalpark auf zum Teil urigen, schmalen Wanderpfaden bergab. Daher ist festes Schuhwerk sinnvoll.

  • Entfernung: etwa 10,5 km; davon etwa 8 km meist bergab von der Bergstation der Standseilbahn bis zur Schiffsanlegestelle Bringhausen + 2,5 km von der Sperrmauer bis zur Talstation der Standseilbahn. Die Route ist nicht kinderwagentauglich.
  • Gehzeiten: Zeitlich sollte man für den Gang vom Großparkplatz Hemfurth (bei 1) bis zur Talstation der Standseilbahn mit Fahrkartenkartenkauf im Infozentrum etwa 30 Minuten Wegzeit einplanen. Wer an der Spermauer Ost parkt bzw. sich länger im E-On Infozentrum über die Pumpspeicherkraftwerke Waldeck I und Waldeck II informieren möchte, sollte entsprechend eher aufbrechen.
Die Wanderung von der Bergstation der Peterskopfbahn bis zum Schiffsanleger Bringhausen schafft man bei zügigem Laufen in 2 Stunden (ohne größere Pausen). Die Schiffe fahren meist im 2-Stundentakt - die in der Hochsaison teilweise sogar stündlich. Besser ist es aber 3 Stunden einzuplanen. Dann hat man in jedem Fall genügend Zeit die Wanderung mit Pausen z. B. auf der Aussichtsplattform Peterskopf zu genießen. Wer längere Pausen plant (z. B: für eine Mittagseinkehr in der Jausenstation Peterskopf) kann auch mit etwas mehr als 3 Stunden kalkulieren.
  • Parken - Abstellen des KFZ für Tagesausflügler am besten auf dem Großparkplatz Hemfurth im Ort (bei 2) oder alternativ auch am Parkplatz Sperrmauer-Ost direkt an der Uferstraße (bei 3); beide Plätze sind gebührenpflichtig).
ganz wichtig: Vorher unbedingt genau den Fahrplan der Schiffe studieren, sonst strandet man evtl. in Bringhausen. Dann als "Bestrafung", falls gerade kein Bus der Linie 521 fährt: Rückmarsch auf dem Fuß-/Radweg entlang der Straße nach Hemfurth (etwa 5 - 6 km über Rehbach, die aber recht langweilig sind).

Eckpunkte der Rundtour:

  • 4 Start am Großparkplatz Hemfurth - Fußmarsch auf dem Bürgersteig talwärts Richtung ...
  • 5 Ortsmitte Hemfurth - Hier kurz links halten und dann gleich rechts in die Kraftwerksstraße einbiegen.
  • 1 Infozentrum E-On Wasserkraft - Nur hier sind die Bergbahnkarten erhältlich. Direkt an der Talstation und in der Bahn gibt es keine Fahrkarten zu Kaufen. Ausnahme sonntags, wenn das Infozentrum zu hat. Öffnungszeiten und Betriebszeiten der Bergbahn
  • 6 Talstation Peterskopfbahn - Bergfahrt mit der Standseilbahn zum Peterkopf. In der Bahn gibt es Erklärungen vom Band, die mit "Volksmusik" unterlegt sind.
  • 7 Bergstation Peterskopfbahn - Aufstieg zu Fuß zum oberen Großen Becken mit Aussichtspunkt. Unterwegs kann man sich in der 1 Jausenstation Peterskopf stärken.
  • 2 Aussichtsplattform Peterskopf - Weiter Blick nach Norden Richtung Schloss Waldeck und in das Edertal. Im Nordosten ist bei klarer Sicht sogar der Habichtswald bei Kassel zu erkennen.
  • 8 evtl. steiler, direkter Trampelpfad aus dem Bereich der Aussichtsplattform Peterskopf zum Wanderweg (Abkürzung um etwa 500 m; Pfad ist laut OpenStreetMap angeblich vorhanden; im Sommer 2012 nicht untersucht).
  • 9 Abzweig Wanderweg zum Urwaldsteig an der Fahrstraße - Umrundung des großen Speicherbeckens auf der nördlichen Seite (geschotterter Fahrweg)
  • 10 Abzweig zum Urwaldsteig - ab hier uriger, schmaler Wanderpfad mit Urwaldcharakter (für Fahrräder gesperrt)
  • 11 Verzweig zum Urwaldsteig - Geradeaus auf dem Urwaldsteig halten. Abstieg über attraktiven Wanderpfad zum Sauermilchplatz. Der Pfad besitzt teilweise einen schönen "Laubtunnel".
  • 12 Sauermilchplatz - Wegekreuz, Rastplatz mit Schutzhütte, Grabmal eines Fürstlichen Oberförsters unter einer Eiche. Die Schutzhütte besitzt übrigens eine interessante Windschutzkonstruktion aus Naturmaterial (z. T. ist das Moor aber schon abgefallen).
  • 13 Abzweig zum Wanderpfad "Oberer Daudenberg" - Ab hier geht auf einen hügeligen Wanderpfad westlich um den Daudenberg herum Richtung Fünfseenblick (u. a. durch Trockeneichenwald an Blocksteinfeldern vorbei). Alternativ kann man rechts den langweiligeren, aber direkten Fahrwege zum Fünfseenblick nehmen (falls es z. B. mit dem Schiff zeitlich knapp zu werden droht).
  • 14 Fünfseeblick - Fünf sehr kleine Teile des Edersees sind zu sehen. Der Name ist korrekt, der nette Blick ist aber im Vergleich zu anderen Aussichten auf den Edersee nicht gerade spektakulär.
  • 15 Verzweig am Kirchweg - Ab hier auf Asphaltwegen abwärts nach Bringhausen zur Anlegestelle der Ederseepersonenschifffahrt.
  • 16 Schiffsanleger Bringhausen - Wer länger auf das Schiff warten muss, kann hier in der Gastronomie einkehren. Von hier Rückfahrt per Schiff zur Anlegestelle Sperrmauer-Ost (60 Minuten, die man auf dem Schiff gut bei Kaffee und Kuchen verbringen kann.).
  • 17 Schiffsanleger Waldeck-West - Zwischenstation mit dem Schiff
-> Wem 10 km Wegstrecke nicht reichen und wer noch das Schloss Waldeck besichtigen möchte, kann die Schifffahrt schon hier beenden. Dann Fußmarsch zur Talstation der Waldecker Bergbahn. Gemütliche Bergfahrt per Seilbahn über 120 Höhenmeter nach Waldeck hinauf. Besichtigung von Schloss Waldeck mit tollem Panoramablick über den Edersee. Rückweg über den Urwaldsteig bis zur Sperrmauer (rund 6 km). Diese bergige, dafür aber sehr attraktive Bergpfadstrecke besitzt einige schöne Aussichtspunkte mit immer wieder überraschenden Seeblicken (z. B. Hexenkopf, die Kanzel und den Sperrmauerblick am Uhrenkopf). Wer diese Variante noch mit einbaut, hat einen mehr als erfüllten Tag am Edersee erlebt.
  • 18 Schiffsanleger Sperrmauer-Ost - Fußmarsch zur Sperrmauer
  • 19 Sperrmauer - Das wichtigste, was bei einem Ausflug am Edersee nicht fehlen darf: Der Gang über die imposante Staumauer.
  • 20 Ziel Großparkplatz Hemfurth - Der Kreis schließt sich.
Als Landschaftsblick ist der Fünfseenblick oberhalb Bringhausen sicher ganz nett, als "Fünfseenblick" allerdings eher weniger. Die fünf sehr kleinen Seeteile gehen im Panorama weitgehend unter.
Als Landschaftsblick ist der Fünfseenblick oberhalb Bringhausen sicher ganz nett, als "Fünfseenblick" allerdings eher weniger. Die fünf sehr kleinen Seeteile gehen im Panorama weitgehend unter.

Kaufen[Bearbeiten]

Im Nationalparkzentrum (siehe oben) kann man im Andenkenladen einkaufen.

Küche[Bearbeiten]

  • Jausenstation "Zur Berghütte". Das Bistro liegt mit Blick auf das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerk Waldeck I. auf etwa 500 m. Lage: 51° 9′ 45″ N 9° 1′ 47″ O. Auffahrt mit der Standseilbahn möglich. Ein Problem bei dieser Jausenstation ist es aber, dass die Besucher dieses Bistros quasi in einem eingezäunten, baumlosen Areal oberhalb des Hochspeicherbeckens I sitzen müssen.
  • Hofcafe am Nationalpark - Das Cafe liegt direkt an der Landstraße Frankenau - Edertal zwischen Frebershausen und Gellershausen. Man kann entweder im gemütlich eingerichteten Speiseraum des blauen Holzschindelhauses sitzen, oder natürlich auch im Hof. Neben Kaffee und Kuchen gibt es auch einige Brotzeiten (u.a. mit der nordhessischen Spezialität "Ahlewurst"). Öffnungszeiten: Mai - Oktober: Do - Mo; November bis April: Sa und So; immer ab 13 Uhr; Kontakt: Brigitte Müller, Gellerhäuser Straße 12, 34537 Bad Wildungen-Frebershausen, Tel.: 06455-911955, www.hofcafe-am-nationalpark.de

Unterkunft[Bearbeiten]

Direkt im Park findet man keine Unterkünfte.

Wer gerne im eigenen Ferienhaus Urlaub macht kann ein solches z. B. im Feriendorf Frankenau mieten. Allerdings wohnt man dann weiter vom Edersee entfernt.

In Asel-Süd gibt es einen großen Campingplatz [1].

Das Ferienzentrum Albert Schweitzer (ehemals Albert-Schweitzer-Lager) [2] direkt am Edersee in der Nähe von Asel-Süd bietet Unterkünfte für größere Gruppen wie Schulklassen.

  • Ortstipp hinsichtlich Unterkunft für Aktivurlauber / Wanderer am Edersee: Für Wanderer recht zentral gelegen ist Bringhausen am Edersee. Von hier kann man als fortgeschrittener Wanderer alle Sehenswürdigkeiten des Parks auf Tagestouren problemlos erreichen (max. 15 - 25 km als Tagestour). Ebenso hat man Anschluss an die Ederseepersonenschifffahrt, die einen zur Halbinsel Scheid mit ihren Knorreichenwäldern sowie Richtung Waldeck-West zum Schloss sowie zur Sperrmauer bringt. Radtouren auf dem Edersee-Rundweg sind ab Bringhausen natürlich ebenfalls möglich. Unterkünfte in Bringhausen sind im Gastgeberverzeichnis von Edersee Touristik gelistet.

Sicherheit[Bearbeiten]

Nach Stürmen sollten die Hinweise der Nationalparkverwaltung bezüglich des Betretens des Waldes beachtet werden. Dies gilt auch, wenn der Sturm schon mehrere Wochen her ist.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

NationalparkZentrum Kellerwald
Am NationalparkZentrum Kellerwald
Der, der im Urwald lebt

Tief im verwunschenen Buchenwald lebt ein munteres Urwesen - der Boggel. Nur wenige habe es bisher zu sehen bekommen, das kleine grüne Wesen mit seinen zwei Stummelbeinchen unter dem Bauch, seinen großen Segelohren und seiner markanten langen Nase. Die Boggels leben in Baum- und Erdhöhlen, in denen sie die kalte Jahreszeit verschlafen. Im Sommer dagegen konsumieren sie die Energie der Sonne, um sich mit Hilfe der Photosynthese, die sie mit Hilfe ihrer grünen Haut beherrschen, zu ernähren. Sie sind gesellige Wesen, die in Völkern zusammenleben. Bei einer

Lebenserwartung von 300 bis 400 Jahren werden sie etwa 20 cm groß, wobei die Weibchen etwas kleiner sind. In der Regel pflanzen sie sich über Pollen fort, die vom Männchen zum Weibchen mit Hilfe des Windes verbreitet werden. Der Nachwuchs schlüpft vollentwickelt aus bucherkerähnlichen Eiern. Boggels verständigen sich mit Hilfe von Geräuschen, die durch das aneinanderschlagen der Ohren, oder auch durch das Hämmern der Nase gegen einen Stamm erzeugt werden. Neben dem bekannten Waldboggel gibt es als weitere Arten übrigens auch noch Fels- und Bachboggel. Wer mehr über die Boggel wissen möchte, besucht am besten das "BuchenHaus" am Wildtierpark. Hier findet man das Boggelreich in der Ausstellung (besonders für Kinder interessant). Sonst liest man sich in die Studie von Prof. em. Dr. Zundermann ein, oder schaut sich das Video auf Youtube an. Weiteres siehe auch www.boggel.de.

NationalparkZentrum Kellerwald[Bearbeiten]

1 NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1. Tel.: (0)5635 992781, E-Mail: . Das moderne, im Januar 2008 eröffnete, Zentrum liegt an der Bundesstraße Frankenberg - Korbach. Hier ist es zwischen Herzhausen und Kirchlotheim zu finden. Zu sehen gibt es eine moderne, interaktive Ausstellung zum Nationalpark mit "4-D Kino". Hierbei wird ein mit "Raumanimationen" (z. B. Wind von Ventilatoren) unterlegter 4D Film in Kinoqualität über den Buchenwald gezeigt. Im Zentrum befinden sich ferner ein Restaurant sowie ein Andenkenladen.

  • Öffnungszeiten: 1. April - 31. Oktober: täglich 10-18 Uhr; 1. November - 31. März: Di - So 10-16:30 Uhr, am 24.01 und 01.01 geschlossen
  • Tipps: Im ersten Ausstellungsraum nach dem Drehkreuz setzen sich Schmetterlinge auf den eigenen Schatten, wenn dieser in die Projektion eintaucht.
  • Eintritt: Erwachsene 6,50 €; Ermäßigte 4 € (Kinder ab 6 Jahren; bei gültigem Ausweis: Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende, Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen bzw. Sozialen Jahres); Familienkarte: 16 € (für Kinder bis 14 Jahre); Kinder bis 5 Jahre sind frei
  • Haltestelle NationalparkZentrum (Linien 501, 503, 521, 581.5 und 581.11)

BuchenHaus am WildtierPark[Bearbeiten]

2 BuchenHaus mit WildnisSchule, Am Bericher Holz 1. Tel.: (0)5623 97303-0, E-Mail: . Die Informationsstelle befindet sich am Wildpark Edersee zwischen Rehbach und Hemfurth (ca. 1 km westlich der Sperrmauer des Edersees). Gezeigt wird eine Erlebnisausstellung über den Buchenwald mit Hilfe von verschiedenen Themenwelten bzw. Themenräumen wie unter anderem die Fledermaushöhle. Für Kinder gibt es das Boggelreich. Wer möchte kann auch den Wildpark mit Greifenwarte besuchen.

  • Öffnungszeiten: 1. März - 30. April: 10-18 Uhr; 1. Mai - 31. Oktober: 9-18 Uhr; 1. November - 28. Februar: 11-16 Uhr; Flugvorführungen Greifenwarte: 1. März - 15 November: täglich außer montags um 11 und 15 Uhr
  • Eintritt: kostenfrei; Der Wildpark kostet hingegen Eintritt.
  • Haltestelle Wildpark (Linien 515 und 583.1)

Nationalparkamt[Bearbeiten]

3 Nationalparkamt Kellerwald-Edersee, Laustraße 8. Tel.: (0)5621 75249-0, Fax: (0)5621 75249-19, E-Mail: .

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Karten[Bearbeiten]

  • Übersichtskarte "Nimm-mit-plan" des Nationalpark als PDF-Datei mit 4,6 MB. Auf Seite 2 der Datei findet man eine recht genaue Übersichtskarte, deren Ausdruck lohnt, sofern man keine andere Karte zur Hand hat (Datei ist allerdings für Format DIN A3 optimiert). Wer ein Infozentrum des Parks besucht, erhält dort auf Nachfrage in der Regel auch diese Karte.
  • Rad- und Wanderkarte Kellerwald-Edersee Maßstab 1:35000 - ähnliches Kartenbild wie die Wanderkarte oben, die Karte ist allerdings in wetter- und reißfester Ausführung gefertigt und deckt zusätzlich den gesamten Kellerwald ab. 6,00 €; 3. stark überarbeitete Auflage mit Stand vom September 2009: ISBN 978-3-86973-008-0; Infos auf hier Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Bildband "Nationalpark Kellerwald-Edersee - Im Reich der urigen Buchen" - Format 24 cm x 30 cm, 128 Seiten, 19,90 €, ISBN 978-3-932583-18-6 (2. Auflage), Verlag Cognitio; Der Bildband enthält Bildbeschreibungen in Deutsch und englisch.
  • Der Boggel – der im Buchenwald lebt - Format 21 cm x 18,1 cm, 48 Seiten, 6,80 €, ISBN 978-3-932583-28-5, Verlag Cognitio; Das Buch stellt das Maskottchen des Nationalparks vor. Den Boggel gibt es übrigens auch als Stofftier. Kaufen kann man Ihn z. B. im Museumsladen des Nationalparkzentrums.

Weblinks[Bearbeiten]

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