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Chiang Saen

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Wegweiser Dieser Name wird von mehreren Orten verwendet. Das Stichwort „Goldenes Dreieck“ leitet auf diesen Artikel weiter. Weitere Orte dieses Namens finden sich unter Goldenes Dreieck (Wegweiser)
Goldenes Dreieck
Amphoe Chiang Saen
Provinz Chiang Rai
Einwohner 50.344 (2014)
Lage
Lagekarte von Thailand
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Chiang Saen

Chiang Saen ist eine sehr alte und geschichtsträchtige Stadt in der Provinz Chiang Rai im Norden Thailands. Wichtigstes touristisches Ziel auf dem Gemeindegebiet ist das sogenannte Goldene Dreieck, das Dreiländereck von Laos, Myanmar und Thailand.

Hintergrund[Bearbeiten]

Am alten Stadtwall

Chiang Saen ist eine der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte in Nordthailand. Hier lag die Wiege des Königreichs Lan Na, das jahrhundertelang den Norden des heutigen Thailands prägte. Die Geschichte von Ngoen Yang, der Vorläuferstadt von Chiang Saen begann laut überlieferten Chroniken im 9. Jahrhundert n. Chr., wobei heutige Historiker vieles davon für Legenden halten. Jedenfalls war sie wesentlich älter als die heute deutlich größeren Städte Chiang Rai und Chiang Mai, die erst im 13. Jahrhundert gegründet wurden. Aus Ngoen Yang stammte Mangrai, der erste König Lan Nas sowie Gründer von Chiang Rai und Chiang Mai.

Das ursprüngliche Ngoen Yang wurde irgendwann aufgegeben. Stattdessen wurde 1329 am Ufer des Mekong das eigentliche Chiang Saen gegründet. Die von Mauern umgebene Stadt hatte ungefähr die Form eines Rechtecks und war etwa 3000 Meter mal 1400 Meter groß. Die Überreste der Befestigungsanlagen kann man heute noch gut erkennen.

Vom 16. bis 18. Jahrhundert, als Nordthailand vom damaligen Königreich Birma (Ava) kontrolliert wurde, war Chiang Saen eine wichtige Festungsstadt, die als militärisches und politisches Zentrum Lan Nas diente und in der ein birmanischer Statthalter residierte. Auch nachdem Chiang Mai 1774 die birmanische Herrschaft abgeschüttelt hatte und stattdessen zum Vasallen Siams (Vorläufer des heutigen Thailands) geworden war, blieb Chiang Saen noch 30 Jahre lang im Herrschaftsbereich Birmas. Erst 1804 wurde die Stadt von vereinten nordthailändischen und siamesischen Truppen eingenommen, zerstört und seine Bevölkerung nach Zentralthailand deportiert (wo ihre Nachfahren bis heute leben).

Jahrzehntelang blieb die Stadt verlassen, erst 1881 wurde sie neugegründet und mit Familien aus den Provinzen Lamphun, Lampang und Chiang Mai besiedelt. Sie erreichte aber nie wieder ihre einstige Größe, die sich anhand der Ruinen noch erkennen lässt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Chiang Rai ist etwa 55 Kilometer von Chiang Saen entfernt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es gibt keine Anbindung an das Bahnnetz.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Lokaler Bus von Chiang Rai nach Chiang Saen

Vom nördlichen Busbahnhof Mo Chit im 875 Kilometer entfernten Bangkok bietet die staatseigene Gesellschaft The Transport Co. Ltd. (Bo. Kho. So.) täglich je drei Fernbusse nach Chiang Saen und zurück an. Die Fahrt dauert 12–13 Stunden und kostet je nach Wagenklasse 529–632 Baht.

Die Gesellschaft Green Bus fährt täglich einmal von Chiang Mai via Lampang, Phayao, Chiang Rai nach Chiang Saen und weiter bis zum „Goldenen Dreieck“. Die Fahrt dauert für die gesamte Strecke 7½ Stunden und kostet in der A-Class 231, in der komfortableren X-Class 297 Baht (beide sind klimatisiert, in der X-Class gibt es eine Toilette an Bord). Die Abfahrt von Chiang Mai ist 10 Uhr, die Rückfahrt vom Goldenen Dreieck 8 Uhr (Stand Mai 2016).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Chiang Saen liegt am Ende der Straße Nr. 1016, die bei Mae Chan (zwischen Chiang Rai und Mae Sai) von der großen Nationalstraße 1 abzweigt. Von Chiang Rai sind es etwa 60 Kilometer, für die man eine Stunde Fahrt braucht, von Mae Sai 37 Kilometer (40 Minuten), von Phayao 165 Kilometer (2:45 Std.), von Chiang Mai 250 Kilometer (4 Stunden). Von Bangkok sind es 865 Kilometer, die reine Fahrtzeit beträgt etwa 10½ Stunden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Seheneswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadt[Bearbeiten]

Chedi des Wat Pa Sak
  • Historische Stadtbefestigung
  • Wat Pa Sak (thailändisch: วัดป่าสัก, „Kloster im Teak-Wald“) – unmittelbar außerhalb der Stadtmauer gelegene Ruinen eines buddhistischen Tempels. Eindrucksvoller, gut erhaltener Chedi mit quadratischem Sockel im Mon-Stil.
  • Wat Phra That Chedi Luang (thailändisch: วัดพระธาตุเจดีย์หลวง) – Überreste des einstigen Haupttempels von Chiang Saen. Der achteckige Chedi ist mit 88 Metern Höhe immer noch das höchste Gebäude in Chiang Saen.
  • Nationalmuseum Chiang Saen (Thai: พิพิธภัณฑสถานแหงชาติ เชียงแสน) – kleines Nationalmuseum neben dem Wat Chedi Luang. Sammlung kunsthistorisch bedeutender Buddha-Statuen im Chiang-Saen-Stil.

Wat Phra That Pha Ngao[Bearbeiten]

Wat Phra That Pha Ngao

Gut drei Kilometer südlich des Stadtzentrums befindet sich der mindestens 700 Jahre alte Tempel Wat Phra That Pha Ngao. Noch wesentlich älter ist eine hier gefundene, teilweise freigelegte Buddhastatue im Chiang-Saen-Stil. Sehenswert ist auch die hübsche, goldfarben angestrichene Teakholz-Klosterbibliothek. Von der Pagode auf einem Hügel hat man einen weiten Ausblick über die Umgebung.

Goldenes Dreieck[Bearbeiten]

Etwa neun Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Chiang Saen befindet sich die Mündung des Flusses Ruak (Grenzfluss zwischen Myanmar und Thailand) in den Mekong (Grenzfluss zwischen Laos und Myanmar bzw. Thailand) und damit das Dreiländereck dieser drei Staaten. Dieser Ort wird in touristischen Kreisen als das „Goldene Dreieck“ bezeichnet und gilt als Attraktion. Einige Reiseautoren bezeichnen es allerdings als eine der größten Touristenfallen in Nordthailand.

Goldene Buddhastatue am Goldenen Dreieck

Das historische, berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck bezeichnete dagegen nicht einen bestimmten Ort, sondern das gesamte, etwa 950.000 km² umfassende Grenzgebiet von Laos, Myanmar (früher Birma) und Thailand, in dem während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 90 % der Welternte an Opium erzeugt wurden und verschiedene Kriegsfürsten operierten. Nachdem in den 1990er-Jahren der Opiumanbau ausgemerzt und die militanten Gruppen entwaffnet waren, entdeckte die thailändische Tourismuswirtschaft das Potenzial der „Marke“ Goldenes Dreieck und begann Reisen in das bis dahin unbedeutende Dorf Sop Ruak bei Chiang Saen zu bewerben und als das „Goldene Dreieck“ zu bezeichnen. Dieses liegt zwar unmittelbar am Dreiländereck, hatte aber nie eine besondere Rolle im Drogenanbau oder -schmuggel gespielt.

Wahrzeichen der thailändischen Seite des Dreiländerecks ist eine große goldene Buddhastatue auf einem dekorativen, aber nicht schwimmfähigen Schiff.

House of Opium

Interessant sind jedoch die beiden Museen über die Geschichte der Opiumproduktion und des Schmuggels in dieser Region:

  • The House of Opium. Täglich 7–19 Uhr. Eintritt 50 Baht. Das ältere und kleinere der beiden Opiummuseen am Goldenen Dreieck. Die Geschichte des Opiums, insbesondere in Südostasien, der Bergvölker und der in den Drogenschmuggel verwickelten Kriegsparteien wird anhand von Karten, Schaubildern und Gegenständen (etwa alten Opiumwaagen, -gefäßen, -pfeifen und Lampen) veranschaulicht und in verständlichen englischsprachigen Texten erklärt.
  • Hall of Opium. 8.30–17.30 Uhr. Eintritt 200 Baht. Hat eine andere Perspektive und ist wesentlich großzügiger angelegt und professioneller gestaltet als das kleinere und etwas amateurhaft wirkende „House“, weshalb sich die beiden eher ergänzen, als sich inhaltlich zu überschneiden. Hier wird die Geschichte des Opiums in einen breiteren Kontext gestellt, also auch der europäische Opiumhandel, die Auswirkungen des Imperialismus, die Opiumkriege mit China im 19. Jahrhundert usw. Der Eingang in die „Hall“ erfolgt recht spektakulär durch einen 137 Meter langen, nur schwach beleuchteten und mit Höllenszenen dekorierten Tunnel unter dem Berg hindurch. Dies soll die Folgen der Opiumsucht illustrieren. Es folgen Ausstellungsräume mit Videovorführungen, Schaubildern, Karten, Photographien und umfassenden, informativen Texten in einwandfreiem Englisch (keine Selbstverständlichkeit in thailändischen Museen). Am Ende folgt ein gut ausgestatteter Museumsshop und Café.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Motorbootfahrt auf dem Mekong zu einer Insel, die bereits zu Laos gehört (Reisepass mitbringen, Visum ist aber nicht erforderlich)

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Chinesisches Restaurant in Chiang Saen

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Ausflüge in das benachbarte Laos oder Myanmar sind vor allem unter Thailändern beliebt, weil es dort Casinos gibt, die in Thailand verboten sind.

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