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Goldenes Dreieck

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Wegweiser Dieser Name wird von mehreren Orten verwendet. Weitere Orte dieses Namens finden sich unter Goldenes Dreieck (Wegweiser)
Goldener Buddha am Dreiländereck von Thailand, Laos und Myanmar

Das Goldene Dreieck ist eine grenzüberschreitende Region in Südostasien. Dazu wird das Grenzgebiet zwischen Laos, Myanmar und Thailand gezählt, manchmal auch der äußerste Nordwesten Vietnams und Teile der südchinesischen Provinz Yunnan.

Die Region ist von schwer zugänglichem, dschungelbedecktem Bergland geprägt. Sie ist Heimat einer Vielzahl ethnischer Gruppen, die vereinfachend als „Bergvölker“ bezeichnet werden. Der Begriff „Goldenes Dreieck“ wurde in den 1970er-Jahren geprägt, als diese Region für 90 % der Weltopiumproduktion verantwortlich war. Der Drogenanbau hat seither aber massiv abgenommen.

In neuerer Zeit wird insbesondere in der thailändischen Tourismusbranche auch das unmittelbare Dreiländereck von Thailand, Laos und Myanmar (beim Dorf Sop Ruak in Chiang Saen) als das „Goldene Dreieck“ bezeichnet. Dieser Punkt ist jedoch nur ein kleiner Ausschnitt dieser viel größeren Region.

Regionen[Bearbeiten]

Landschaft in der Daen-Lao-Bergkette im Norden der thailändischen Provinz Chiang Rai
Landschaft in der Daen-Lao-Bergkette im Norden der thailändischen Provinz Chiang Rai

Es gibt keine allgemeinverbindliche Abgrenzung des Gebiets „Goldenes Dreieck“. Im weiteren Sinne umfasst es eine Fläche von ca. 950.000 km² (fast dreimal so groß wie Deutschland). Dazu können folgende Einheiten gezählt werden:

Landschaft am Pai-Fluss nördlich der Stadt Pai, Provinz Mae Hong Son
Im Urwald von Xishuangbanna
Tal des Schwarzen Flusses in der vietnamesischen Provinz Điện Biên
Laos
Myanmar
Thailand
VR China
Vietnam

Orte[Bearbeiten]

Laos
Myanmar
  • Kengtung, einstige Hauptstadt eines autonomen Tai-Fürstentums, wird heute manchmal als die „Hauptstadt“ des Goldenen Dreiecks bezeichnet
  • Panghsang, Grenzstadt zu China, faktische Hauptstadt des autonomen Wa-Staats und Hauptquartier der United Wa State Army, lange Zeit bedeutendes Zentrum des Drogenschmuggels, heute Casino
  • Tachilek, Grenzstadt zu Thailand
Santikhiri und Umgebung
Thailand
VR China
  • Jinghong, historische Hauptstadt des Fürstentums Sipsong Panna der Tai Lü
  • Pu’er, bekannt für seinen hochwertigen Tee
Vietnam
  • Điện Biên Phủ, einstige Hauptstadt eines Fürstentums der „Schwarzen Tai“, der Legende nach Urheimat der Tai-Völker; Ort der entscheidenden Schlacht im Ersten Indochinakrieg (1954)
  • Lai Châu, einstige Hauptstadt eines Fürstentums der „Weißen Tai“

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Wat Phra That Doi Tung (Tempel auf dem Berg)

Hintergrund[Bearbeiten]

Opium rauchender Akha

Die Bergländer im Norden Südostasiens – zusammengefasst zum Südostasiatischen Massiv – sind aufgrund ihrer schwer zugänglichen Lage sehr dünn besiedelt, weisen aber eine große ethnische Vielfalt auf, das heißt hier leben viele verschiedene Völker und Stämme. Diese haben sich – teils aufgrund der Abgelegenheit, teils aufgrund ihrer eigenen (für manche Außenstehende rückständig wirkenden) Lebensweise – bis ins 20. Jahrhundert hinein weitgehend der Kontrolle der angrenzenden Staaten entzogen und in ihren eigenen Gesellschaftsformen gelebt.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts blühte hier der Opiumanbau, die Droge wurde hauptsächlich nach China und Europa, aber auch in die südostasiatischen Länder verkauft. Die Schlafmohnproduktion wurde für viele Angehörige der Bergvölker zur Lebensgrundlage.

Khun Sa, in den 1980er-Jahren einer der aktivsten Drogenbarone des Goldenen Dreiecks

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Herausbildung moderner Nationalstaaten zogen sich verschiedene bewaffnete Gruppen in das dicht bewaldete Bergland zurück, etwa Teile der aus der Volksrepublik China geflohenen nationalistischen Kuomintang, die diversen separatistischen Gruppen der Shan (Shan State Army, Shan United Army, Shan United Revolutionary Army, Tai Revolutionary Army) und Wa (Wa National Army, United Wa State Army) in Birma (heute Myanmar) sowie die antikommunistische Hmong-Guerilla in Laos. Sie übernahmen in den jeweils von ihnen kontrollierten Gebieten auch den Drogenhandel und kämpften – teils mit der Unterstützung des amerikanischen Geheimdienstes CIA – gegen die jeweilige Regierung. Ihre Anführer wurden zu „Drogenbaronen“ und „Kriegsfürsten“. Die CIA half sogar beim Opiumhandel, um den von ihr unterstützten Gruppen Waffen verkaufen zu können, ohne hierfür vom Parlament Gelder genehmigt zu bekommen.

Teeplantage bei Santikhiri

Seit den 1980er-Jahren hat ein gewisses Umdenken eingesetzt und die USA bekämpfen nun den Drogenanbau und -handel. Vor allem auf thailändischer Seite wurde der Schlafmohnanbau erfolgreich zurückgedrängt, indem den Bewohnern mit alternativen Anbauprodukten wie Kaffee, Tee oder Erdbeeren – deren Verkauf unter Schirmherrschaft der Königsfamilie vermarktet wird – sowie Tourismus andere Einkommensquellen gesichert wurden. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur ausgebaut, wovon sowohl die soziale Entwicklung der Bevölkerung (Gesundheitsversorgung, Bildung) als auch die Sicherheitskräfte profitierten. In Thailand sind auch alle militanten Gruppen entweder entwaffnet oder vertrieben. In Laos und Myanmar wird der Umgang mit Opium noch etwas mehr toleriert.

Nach der Entwaffnung der Shan United Revolutionary Army 1996 und Friedensabkommen der Shan State Army–South sowie der United Wa State Army mit der myanmarischen Regierung 2012 bzw. 2013 kann auch der myanmarische Teil der Region als weitgehend befriedet gelten. Insgesamt hat das Goldene Dreieck in der internationalen Opiumproduktion massiv an Bedeutung verloren – zu Gunsten des „Goldenen Halbmonds“ (Afghanistan–Iran–Pakistan). Heute wird in illegalen Laboren im myanmarischen Grenzgebiet eher synthetisches Methamphetamin hergestellt, das mit Koffein vermischt in Thailand als Ya ba („verrückte Droge“ oder „Droge des Wahnsinns“) verkauft wird und vor allem in den Nordprovinzen ein ernstes soziales Problem darstellt.

Sprache[Bearbeiten]

Die jeweiligen Amtssprachen (Birmanisch, Laotisch, Thailändisch, Chinesisch, Vietnamesisch), zahlreiche Sprachen der Minderheiten (v. a. Shan). Englisch zum Teil als Lingua franca.

Anreise[Bearbeiten]

Aufgrund der unwegigen Lage ist das Verkehrsmittel der Wahl das Flugzeug. Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen befinden sich in Chiang Mai und Chiang Rai (Thailand), Luang Prabang (Laos) sowie Jinghong (Xishuangbanna Gasa) in China.

Kleinere Flughäfen mit Linienverbindungen sind in Ban Houayxay, Luang Namtha, Muang Xay (Laos); Kengtung, Monghsat, Tachilek (Myanmar); Mae Hong Son, Pai (Thailand); Pu’er (China) sowie Điện Biên Phủ (Vietnam).

Der dem Goldenen Dreieck am nächsten gelegene Bahnhof ist in Chiang Mai. Von dort ist es noch eine mehrstündige Busfahrt bis in diese Region.

Vor allem die Orte im thailändischen Teil sind gut mit Fern- oder Regionalbussen erreichbar. Empfehlenswert ist der Anbieter Greenbus, der mit recht modernen und komfortablen Bussen von Bangkok, Chiang Mai und Chiang Rai nach Mae Sai, Chiang Saen und zum „Goldenen Dreieck“ am Dreiländereck fährt. Auch Fahrten von Chiang Rai nach Bokeo (Laos) und von dort weiter nach Luang Namtha sowie nach Kunming in China sind im Angebot. Von Chiang Rai oder Mae Sai nach Fang gibt es Minivanverkehr.

Mobilität[Bearbeiten]

Grenzübergang Tachilek/Mae Sai

Der einzige für Touristen geöffnete Grenzübergang zum myanmarischen Teil des Goldenen Dreiecks ist TachilekMae Sai. Dieser kann mit einem gültigen Visum überschritten werden. Andere Grenzübergänge zwischen Thailand und Myanmar sowie sämtliche Übergänge zwischen China und Myanmar sind grundsätzlich nur für Einheimische vorgesehen. Um sie zu nutzen, benötigt man eine Ausnahmegenehmigung, die mindestens 14 Tage vor der Reise einzuholen ist. Um überhaupt entfernte Landesteile wie den Shan-Staat zu bereisen, benötigt man in der Regel eine Reisegenehmigung. Wer ohne sie angetroffen wird, muss unter Umständen sogar mit Haftstrafen rechnen. Am besten bucht man für diesen Teil des Goldenen Dreiecks bei einem staatlich zertifizierten Reisebüro oder -führer. Auch den Reisepass muss man in Myanmar ständig mitführen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gedenkstätte für die Märtyrer der Kuomintang
  • Dreiländereck Laos–Myanmar–Thailand in Sop Ruak bei Chiang Saen: goldene Buddhatatue auf einem dekorativen Schiff am Ufer des Mekong; zwei Museen über die Geschichte der Schlafmohnproduktion und des Opiumhandels (The House of Opium und Hall of Opium)
  • Santikhiri: Gedenkstätte für die Märtyrer der Kuomintang, Grab des General Tuan Xi-Wen (ehemaliger Drogenbaron und Warlord), Phra Boromathat Chedi und Princess Mother Hall (Tempel und Pagode zu Ehren der Prinzessinmutter Srinagarindra, Mutter des thailändischen Königs)
  • Tha Ton: Wat Thaton (große Tempelanlage, die sich über mehrere Hügel erstreckt)
  • Doi Tung: königliche Villa, botanischer Garten und Tempel auf dem Berg

Aktivitäten[Bearbeiten]

Ein Dorf der Akha in der thailändischen Provinz Chiang Rai
Schlauchboote zum Wildwasserrafting auf dem Taeng-Fluss im Norden der Provinz Chiang Mai
  • Trekking, mit Besuch von Dörfern der Bergvölker
  • Kajakfahren und Rafting auf den Wildwasserflüssen
  • Vogelbeobachtung im Nationalpark Doi Pha Hom Pok oder am Doi Ang Khang

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt im thailändischen Teil des Goldenen Dreiecks luxuriöse Unterkünfte, darunter ein Luxuszeltlager der Hotelkette Four Seasons (ab ca. 50.000 THB/ca. 1300 € pro Nacht) und ein Anantara Fünf-Sterne-Resort mit Elephantencamp (ab 34.000 THB/850 € pro Nacht). Einfachere Unterkünfte siehe in den Ortsartikeln.

Sicherheit[Bearbeiten]

In Teilen des nördlichen Shan-Staats in Myanmar schwelt immer noch ein bewaffneter Konflikt. Die meisten Rebellengruppen im Shan-Staat haben zwar einen Waffenstillstand oder gar ein Friedensabkommen mit der Regierung abgeschlossen, einige haben aber noch nicht ihre Waffen abgegeben, sodass die Lage noch angespannt ist. Vor allem in den Grenzgebieten Myanmars droht Gefahr durch nicht gekennzeichnete Minenfelder.

Auch im Grenzgebiet von Thailand und Myanmar kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen. Trekkingtouren sollte man generell nur gut vorbereitet und am besten in einer Reisegruppe unter sachkundiger Führung unternehmen.

Vor allem in Laos befinden sich viele Straßen in einem schlechten Zustand. In der Regenzeit können ganze Straßenabschnitte weggespült werden. Viele Fahrzeuge – nicht zuletzt die Überlandbusse – sind in einem schlechten technischen Zustand. Die Fahrer sind manchmal alkoholisiert.

Weite Teile des Goldenen Dreiecks sind Hochrisikogebiete für Malaria und Denguefieber. Man sollte sich daher tags wie nachts vor Mückensticken schützen, etwa durch lange, helle Kleidung und Insektenschutzmittel. Medizinische Versorgung ist außerhalb städtischer Zentren, vor allem in Laos und Myanmar stark eingeschränkt oder gar nicht vorhanden.

Klima[Bearbeiten]

Es herrscht tropisches Wechselklima. Es gibt drei Jahreszeiten: kühl und trocken (Dezember–Februar), heiß und trocken (März–April) sowie warm und regnerisch (Mai–November). Es kommt zu starken Temperaturschwankungen im Tagesverlauf: so können im Januar die Temperaturen nachts unter 10°C sinken, tags aber über 25°C steigen. Im März schwankt das Thermometer sogar zwischen 14 und 32°C.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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