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Zbąszynek

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Zbąszynek
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Zbąszynek (deutsch: Neu Bentschen) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lebus in Polen. Der Ort liegt auf der Lebuser Seenplatte im Grenzgebiet der historischen Regionen Neumark, Niederschlesien und Lebus.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Zbąszynek

Durch den Friedensvertrag von Versailles wurde ab Januar 1920 eine neue deutsch-polnische Grenze gezogen, so dass Bentschen als Zbąszyń Teil der Zweiten Polnischen Republik wurde. An der Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Poznań wurde auf deutscher Seite als Grenzbahnhof und neuer Knotenpunkt für die drei von Westen nach Zbąszyń führenden Strecken der neue Bahnhof Neu Bentschen erbaut. Der Güterbahnhof wurde 1925, der Personenbahnhof 1930 in Betrieb genommen. Da kein größerer Ort in der Nähe lag, in dem für das Bahnhofspersonal ausreichend Wohnraum hätte geschaffen werden können, legte die Deutsche Reichsbahn eine gesonderte Eisenbahnersiedlung an. Architekt war der auch für die Bahnhofsgebäude zuständige Hochbaudezernent der Reichsbahndirektion Osten, Wilhelm Beringer. Die Siedlung ist im Heimatstil der 1920er Jahre gehalten, besitzt aber auch Merkmale des Expressionismus. Neben der Eisenbahn wurde auch ein Zollamt und ein Postamt eingerichtet. Für deren Beschäftigte waren ebenfalls Wohnungen erforderlich. Die Siedlung umfasste schließlich 310 Wohnungen für Eisenbahner, 60 für den Zoll, 13 für Grenzpolizisten und 12 für die Post.[1] Die Reichsbahn errichtete außerdem sechs Geschäftshäuser, eine Gastwirtschaft, eine Schule, den Friedhof sowie eine evangelische und eine katholische Kirche. Sie musste zudem für die Gemeindeverwaltung Bauten errichten, darunter ein Feuerwehrhaus, eine Bücherei und die Gemeindeverwaltung selber. Die Dominanz der Bahn zeigte sich auch in den Straßennamen, diese wurden nach preußischen und deutschen Eisenbahnbeamten und Ministern wie etwa Karl von Thielen oder Rudolf Oeser benannt. 1933 hatte Neu Bentschen gut 1800 Einwohner.[2]

Während des Zweiten Weltkrieges gab es hier zwei Zwangsarbeiterlager. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Neu Bentschen dann durch die Westverschiebung der Grenze Teil Polens und erhielt den Namen Zbąszynek, eine Verkleinerungsform des Namens Zbąszyń. Ebenfalls noch 1945 erhielt der Ort das Stadtrecht. Durch eine Verwaltungsreform kam der Ort 1975 zur Woiwodschaft Zielona Góra. Mit einer erneuten Reform Ende 1998 wurde der Ort Teil der Wojewodschaft Lebus.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 1 Bahnhof Bahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof (Q1885966) in der Datenbank Wikidata von Zbąszynek liegt an der Eurocity-Strecke zwischen Frankfurt (Oder) und Poznan. Die Eurocity von Berlin Richtung Gdynia und Warschau sowie der Zug von Berlin nach Moskau halten dort. Wer sein Fahrrad mitnehmen möchte, benötigt in diesen Zügen auch eine Reservierung für einen Fahrradstellplatz. Weitere Strecken führen nach Guben, Gorzów Wielkopolski und Leszno (über Zbąszyń und Wolsztyn).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zbąszynek ist gut über die Autobahn A2 (Frankfurt-Posen) zu erreichen. Der Ort liegt südlich der Ausfahrt Symbol: AS Trzciel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen
Marienkirche

Sehenswert ist insbesondere die Altstadt mit Marktplatz und Kirchen.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Marienkirche Zbąszynek (Kościół Macierzyństwa Najświętszej Maryi Panny w Zbąszynku) Marienkirche Zbąszynek in der Enzyklopädie Wikipedia Marienkirche Zbąszynek im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMarienkirche Zbąszynek (Q11745081) in der Datenbank Wikidata
  • 2 Neugotische Peter-und-Pauls-Kirche (Kościół śś. Apostołów Piotra i Pawła), Kościelna 22, 66-210 Zbąszynek. Neugotische Peter-und-Pauls-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeugotische Peter-und-Pauls-Kirche (Q30135949) in der Datenbank Wikidata.
  • 3 Katholische Kirche „Geburt der Seligen Jungfrau Maria“ (Kościół Narodzenia Najświętszej Maryi Panny w Chlastawie). Katholische Kirche „Geburt der Seligen Jungfrau Maria“ in der Enzyklopädie Wikipedia Katholische Kirche „Geburt der Seligen Jungfrau Maria“ im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKatholische Kirche „Geburt der Seligen Jungfrau Maria“ (Q11745510) in der Datenbank Wikidata. Holzkirche, gelegen im östlichen Ortsteil Chlastawa. Zu dem Ortsteil führt ein Fussgängertunnel noröstlich des Bahnhofs.
  • 4 Kirche Kosieczyn (Kościół Świętych Apostołów Szymona i Judy Tadeusza w Kosieczynie). Kirche Kosieczyn in der Enzyklopädie Wikipedia Kirche Kosieczyn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKirche Kosieczyn (Q11746410) in der Datenbank Wikidata. Weitere interessante Holzkirche im südlich gelegenen Ortsteil Kosieczyn (Kuschten)

Weitere Gebäude[Bearbeiten]

  • 5 Historische Gemeindeverwaltung (Urząd Miejski w Zbąszynku), Rynek 1, 66-210 Zbąszynek. Tel.: +48 68 384 91 40. Historische Gemeindeverwaltung im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHistorische Gemeindeverwaltung (Q88187941) in der Datenbank Wikidata.
  • 1 Kulturhaus Zbąszynek (Dom kultury w stylu modernistycznym.), 18, Wojska Polskiego, 66-210 Zbąszynek. Tel.: +48 68 384 96 07. Kulturhaus Zbąszynek im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKulturhaus Zbąszynek (Q30135953) in der Datenbank Wikidata. Gegenüber dem Kulturzetrum in der Grünfläche steht eine alte Dampflokomotive. Geöffnet: Mo-Fr 08:00-21:00.
  • 6 Schloss Groß Dammer (Dąbrówka Wielkopolska Palace), 66-210 Dąbrówka Wielkopolska. Schloss Groß Dammer im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchloss Groß Dammer (Q88268036) in der Datenbank Wikidata. Schloss und Park im nördlich gelegenen Ortsteil Groß Dammer.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Jezioro Błędno (Bentschener See). Der See liegt im Westlich des Ortes neben Zbąszyń und ist ein Teil des Flusses Obra. Es gibt ein Badestrand und Möglichkeiten zum Segeln, Bootsfahren, Paddeln und Angeln.
  • Nördlich und südlich des Ortes befinden sich weitere Seen und der Fuss Obra, die zum Wandern und Radfahren einladen. Selbst markierte Radwege sind meist keine asphaltierten Radwege, teilweise eher Wanderwege, landschaftlich aber durchaus reizvoll.

Einkaufen[Bearbeiten]

Eine Reihe von Supermärkten bietet Waren des täglichen Bedarfs, ein echtes Shopping-Center gibt es dagegen nicht. Das IKEA-Werk im Ort hat auch einen eigenen Markt.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Pizzeria Pepino Zbąszynek, Rynek 5, 66-210 Zbąszynek. Tel.: +48 889 889 677.Pizzeria Pepino Zbąszynek (Q88264570) in der Datenbank Wikidata. Einfach und rustikal eingerichtete Pizzeria mit einigen Außenplätzen. Geöffnet: Mo-Do 11:00-22:00; Fr 11:00-23:00; Sa 13:00-23:00; So 14:00-22:00.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben beschränkt sich im Ort auf den Besuch der hoteleigenen Bar. Die Villa Vier Jahreszeiten hat eine Kamin- und Weinstube und das Hotel Atrix eine einfache Bar.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Artix, Chlastawa 36, 66-210 Zbąszynek (In Chlastawa, neben der Tankstelle gegenüber von IKEA). Tel.: +48 68 347 80 03, +48 68 347 90 13, E-Mail: .Artix (Q88262640) in der Datenbank Wikidata. Einfaches, aber sehr sauberes und ordentliches Hotel mit 11 DZ/13 EZ und einer Bar. Rezeption spricht deutsch. Check-in: 14:00. Check-out: 12:00. Preis: ab 37 €.
  • 2 Villa Vier Jahreszeiten (Villa Cztery Pory Roku), Chlastawa 33, 66-210 Zbąszynek. Tel.: +48 68 384 95 1, +48 601 288 589, Fax: +49 (0)6838 495 12, E-Mail: .Villa Vier Jahreszeiten (Q88263787) in der Datenbank Wikidata. Das Hotel in einer Villa bietet Sauna, Restaurant, Kaminzimmer und Weinstube und einen Kinderspielplatz. Fünf weitere Zimmer gibt es in einem separaten Gebäude auf dem Grundstück. Preis: ab 42.

Ausflüge[Bearbeiten]

Weitere Gebäude
Das 1925 errichtete Schulgebäude
  • Die Stadt 1 Zbąszyń Website dieser Einrichtung Zbąszyń in der Enzyklopädie Wikipedia Zbąszyń im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZbąszyń (Q168905) in der Datenbank Wikidata (Bentschen) liegt an der Obra ein paar Kilometer östlich der Stadt an einem See und bietet ein paar Sehenswürdigkeiten sowie Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern.
  • Die Bunker der 7 Festungsfront Oder-Warthe-Bogen Festungsfront Oder-Warthe-Bogen in der Enzyklopädie Wikipedia Festungsfront Oder-Warthe-Bogen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFestungsfront Oder-Warthe-Bogen (Q313960) in der Datenbank Wikidata (Ostwall) aus dem Zweite Weltkrieg ziehen sich entlang einer Linie 35 Kilometer westlich der Stadt. Beim Örtchen Pniewo (36 km nordwestlich von Zbąszyń) gibt es auch ein Museum sowie die Möglichkeit an einer Führung duch einen Teil der unterirdischen Anlagen teilzunehmen.
  • 2 Świebodzin Świebodzin in der Enzyklopädie Wikipedia Świebodzin im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŚwiebodzin (Q387463) in der Datenbank Wikidata (Schwiebus) befindet sich 35 Kilometer westlich und ist bekannt für die 36 Meter hohe und damit weltgrößte Christus-Statue. Sie wurde im Jahre am 21. November 2010 eingeweiht. Darüber findet man Reste eine mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 14.-16. Jahrhundert, ein altes Schloss, welches im 19. Jahrhundert neu errichtet wurde sowie einige hiostorische Holzhäuser in der Altstadt.
  • 3 Łagów Website dieser Einrichtung Łagów in der Enzyklopädie Wikipedia Łagów im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŁagów (Q345189) in der Datenbank Wikidata befindet sich von Zbąszyń aus gesehen noch 20 km hinter Schwiebus und liegt malerisch zwischen zwei Seen, die zum Wandern und Umrunden per Fahrrad einladen.
  • 4 Zielona Góra Website dieser Einrichtung Zielona Góra in der Enzyklopädie Wikipedia Zielona Góra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZielona Góra (Q104720) in der Datenbank Wikidata (Grünberg), Regierungssitz der Woiwodschaft Lebus, ist weithin bekannt für das größte Weinfest Polens (Winobranie). Es findet jedes Jahr im September statt. Die Stadt liegt ca. 60 Kilometer südwestlich.
  • 5 Wolsztyn Website dieser Einrichtung Wolsztyn in der Enzyklopädie Wikipedia Wolsztyn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWolsztyn (Q852363) in der Datenbank Wikidata (Wollstein) liegt 25 südöstlich des Ortes zwischen zwei Seeen. Die Eisenbahnlinie Wolsztyn–Zbąszyń wurde 1884 gestartet und das Bahnbetriebswerk mit seinen vielen Dampfloks noch heute Hauptanziehungspunkt des Ortes, besonders unter Eisenbahnfreunden. Jährlich am letzten Aprilwochenende findet auch eine große Dampflokparade statt. 6 Kilometer vom Ort entfern befindet sich auch das Zisterzienserkloster Obra.
  • 6 Międzyrzecz Website dieser Einrichtung Międzyrzecz in der Enzyklopädie Wikipedia Międzyrzecz im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMiędzyrzecz (Q639241) in der Datenbank Wikidata (Meseritz) liegt nortwestlich der Stadt. Sehenswert sind eine Reihe von Kirchen, Klöster und historische Gebäude.
  • 7 Gorzów Wielkopolski Website dieser Einrichtung Gorzów Wielkopolski in der Enzyklopädie Wikipedia Gorzów Wielkopolski im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGorzów Wielkopolski (Q104731) in der Datenbank Wikidata (Landsberg an der Warthe), Woiwodensitz von Lebus, befindet 100 Kilometer nordwestlich von Zbąszyń. Es gibt eine Reihe historischer Gebäude, wie beispielsweise der Dom St. Marien, die Konkordienkirche und das historisches Speichergebäude. An der Warthe lädt eine Uferpromenade zum Verweilen ein.
  • Die deutsch-polnische Grenze ist ca. 100 Kilometer entfernt Die Städtepaare Frankfurt (Oder)/Słubice und Guben/Gubin liegen in einer Reichweite vonn 100 bzw. 115 Kilometer.


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Preuß: Unweit von Posemukel. Die Geschichte des Bahnhofs Neu Bentschen. In: Eisenbahn Geschichte Nr. 5, Sommer 2004, ISSN 1611-6283, S. 36–39
  2. Peter Bock: D 1 Berlin – Königsberg. Im Transit durch Danzig und durch den "polnischen Korridor". EK-Verlag, Freiburg 2012. ISBN 978-3-88255-737-4, S. 38

Weblinks[Bearbeiten]

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