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Route der Industriekultur – Industrienatur

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Die Route der Industriekultur – Industrienatur listet Stationen der Route der Industriekultur auf, die sich besonders mit den Thema Natur auf ehemaligen Industriegeländen beschäftigen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Themenroute 24
Industrienatur
Einer der Ankerpunkte: Landschaftspark Duisburg-Nord
weiterführende Links
RIKThemenroute 24
WikipediaRIK#Route 24

Die Route der Industriekultur stellt als Ferienstraße im Ruhrgebiet besondere Industriedenkmäler und Bereiche der Industrielandschaft in Form von Straßenrouten für Kraftfahrtzeuge und auch für das Fahrrad vor. Neben den Ankerpunkten, die das Rückgrat der Route bilden, vermitteln die Themenrouten immer ein spezielles Themengebiet, einen lokalen Bereich oder eine Besonderheit in der Geschichte des Ruhrgebietes.

Die Themenroute mit der Nummer 24 "Industrienatur" zeigt das Natur und Industrie kein Widerspruch sind sondern eng miteinander zusammen hängen. Bereits während ein Industriegebiet genutzt wird findet die Natur Ecken und Nischen um sich anzusiedeln, nach Ende der Nutzung kann sich dies ungestört fortsetzen. Dabei haben sich oft die Bedingungen geändert: der Boden ist verdichtet, Reststoffe aus der Produktion verändern die Zusammensetzung und Beschaffenheit, Restgebäude wirken als Kulissen. Seltene Pflanzen und Tiere siedeln sich an und bieten dem Besucher eine kleine, abgeschlossene und ungewohnte Welt. Im Rahmen der Route der Industriekultur wurden einerseits an den Standorten gezielte Anpflanzungen vorgenommen, andererseits bestimmte Abschnitte sich völlig selbst überlassen. Außerdem kümmert sich der Ruhrverband um die Wegesicherung auf den Industriebrachen.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Das Ruhrgebiet bietet die Serviceeinrichtungen und Unterkunftsmöglichkeiten einer Großstadt. Wem das nicht reicht oder weil es aufgrund lokaler Veranstaltungen ausgebucht/teuer ist kann auf die umliegenden Regionen ausweichen: Niederrhein und Münsterland.

Informationen zu den einzelnen Stationen der Themenroute 24 bietet der offizielle Reiseführer der RIK (siehe Literatur), der jeweilige Ankerpunkt oder die entsprechende Webseite.

Zusätzlich hat der Ruhrverband eine Reihe an PDF-Dateien zu den Standorten (Übersicht) aufgelegt und bietet sie in dem Downloadbereich an. Die Flyer zeigen auf der ersten Seite die Route mit Anfahrt zum aktuellen Standort und auf der zweiten Seite eine Skizze des Standortes mit Hintergrundinformationen zur Landschaft, zu den Tieren und Pflanzen.

Die Ankerpunkte sind auch als erste Anlaufstelle für Informationssuchende zu verstehen:

  • Landschaftspark Duisburg-Nord (LaPaDu), Duisburg, Emscherstraße 71 (Straßenbahn 903, Bus 906/910: Landschaftspark Nord). Tel.: (0)203 4291919, Fax: (0)203 4291945, E-Mail: . Landschaftspark auf dem ehemaligen Hüttengelände, viel Natur, Lichtszenarien, Führungen durch die Industriekultur, Fahrradverleih, Nutzung der Hallen für Kulturveranstaltungen, anspruchsvolles Tauchrevier im Gasometer, Klettergarten im Erzlagerbunker, Hochseilparcours in der Gießhalle, Aussichtsturm auf dem Hochofen. Geöffnet: ganzjährig frei zugänglich bis auf besondere Veranstaltungen; Besucherzentrum: Mo-Fr 9:00 bis 18:00 Uhr, Sa, So & feiertags: 11:00 bis 18:00 Uhr.
  • Zeche Zollverein, 45309 Essen, Gelsenkirchener Straße 181 (Straßenbahn 107 bis "Kapitelwiese", "Zollverein" oder "Abzweig Katernberg", Parkplätze A1 und A2, Navi: Ernst-Schupp-Allee). Tel.: (0)201 246810, Fax: (0)201 2468242, E-Mail: . 2001 zum Weltkulturerbe erklärte, bekannte Ikone des früheren Bergbaus; Anlagen größtenteils erhalten und mit modernen Neubauten ergänzt, verschiedene Veranstaltungs- und Ausstellungshallen, Standort von Ruhrmuseum und red dot design museum, Denkmalpfad, Erich-Brost-Pavillon, RevierRad Station, Cafe Kohlenwäsche, Casino Zollverein. Geöffnet: Gelände ist ganzjährig frei zugänglich. Preis: Buchung von Führungen (4 € - 15 €, je nach Umfang) und Infomaterial im Besucherzentrum Ruhr.
  • Henrichshütte (Westf. Landesmuseum für Industriekultur), 45527 Hattingen, Werksstraße 31-33. Tel.: (0)2324 9247140, E-Mail: . 1987 wurde der letzte Hochofen ausgeblasen, heute ist er das Kernstück des Industriemuseums mit tollem Ausblick. Von April bis Oktober sind die Schaubetriebe aktiv, u.a. eine Schaugießerei. Viele Themenwege: Eisen, Stahl, Ratte (für Kinder), grüner Weg (Industrienatur). Außerdem Infos über die Menschen, die hier arbeiteten und auch sich gegen die Schließung zur Wehr setzten. Gebläsehalle wird für Veranstaltungen genutzt.
  • Zeche Nachtigall (Westf. Landesmuseum für Industriekultur), 58452 Witten, Nachtigallstraße 35. Tel.: (0)2302 936640, E-Mail: . Hier können die Anfänge des Bergbaus im Besucherbergwerk (nur mit Führung) und anhand einer Kleinzeche besichtigt werden. Außerdem: Bahnhof der Ruhrtalbahn, Ausstellung "Der Weg in die Tiefe", Dampfmaschine im Maschinenhaus, Ziegelei, die Ruhrschifffahrt wird mit Kohlenniederlage und Nachbau einer Ruhrnache thematisiert, das Museum ist auch Infopunkt des Geoparks und gleich dahinter fängt das Muttental an.
  • Kokerei Hansa, 44369 Dortmund, Emscherallee 11 (U47 ab Do-Hbf in Richtung Westerfilde bis "Parsevalstraße", danach 10 min Fußweg.). Tel.: (0)231 93112233. Ehemalige Großkokerei, erhaltene Gebäude teilweise schon renoviert und während einer Führung zugänglich, für das Gelände gibt es einen kostenlosen Audioguide. Sitz der Stiftung Denkmalpflege, Ausstellungen in der Kompressorenhalle, immer wieder Aktionstage wie Extraschicht, große Kletterhalle. Echter Geheimtipp sind die Montantrödelmärkte an Christi Himmelfahrt. Geöffnet: Mo geschl., April bis Okt. Di-So 10:00- 18:00 Uhr, ansonsten nur bis 16:00 Uhr. Preis: Gelände frei zugänglich (Teile wegen Unfallgefahr abgesperrt), Führungen 5-20 €.

Anreise[Bearbeiten]

Das Ruhrgebiets ist gut zu erreichen, naheliegende Flughäfen befinden sich in Düsseldorf oder Dortmund, beide haben Bahnanschluss. Das Angebot an Autobahnen, Bundesstraßen und Eisenbahnstrecken existiert in hoher Dichte. Wichtige Knotenpunkte mit Fernverkehrsanschluss sind die Hauptbahnhöfe in Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Hagen und Dortmund. Für das Kraftfahrzeug gibt es mehrere Autobahnen (A 1, A 2, A 3, A 40, A 42, A 43, A 44, A 45) mit entsprechenden Abfahrten, dabei wichtig: das Ruhrgebiet ist in weiten Teil eine Umweltzone, die nur die Einfahrt von Fahrzeugen mit bestimmten Plaketten erlaubt (akt. Stand befindet sich im jeweiligen Stadtartikel unter Anreise!).

Los geht's[Bearbeiten]

Haus Ripshorst
Garten im Bunker, LaPaDu
Schurenbachhalde
  • Haus Ripshorst (Informationszentrum Emscher Landschaftspark), 46117 Oberhausen, Ripshorster Straße 306. Tel.: (0)208 8833483, Fax: (0) 208 8833486, E-Mail: . Alter Gutshof nahe dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher, Informationen, Exkursionen und Veranstaltungen zum Landschaftspark, kleines Cafe, Radstation RevierRad mit Leihfahrrädern, 2km langer Gehölzgarten mit seltene Arten z.B. Amber- der Tulpenbaum.
  • Brache Vondern, Oberhausen, Arminstraße (nördlich) oder Einbeckstraße (östlich) oder Haus Ripshorst (südlich). Brachfläche auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Vondern, zwischen Emscher/Rhein-Herne-Kanal und der Autobahn 42. Wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Haus Ripshorst und Siedlung Vondern bzw. Burg Vondern. Nahe und ferne Kunstobjekte, Weg mit Blauem Band, Industriewald, Reste der abgerissenen Zechenanlagen.

(Flyer)

  • Gleispark Frintrop (Flyer)
Besonders interessant sind die Halden und Brachen zwischen Zeche und Kokerei, siehe auch der Flyer zur Industrienatur
  • Landschaftspark Mechtenberg (Flyer)
  • Halde Rheinelbe, Gelsenkirchen-Ückendorf, Leithestraße. Spitzkegel mit sehr guter Rundumsicht (40 Meter über Umgebung, oben keine Bäume) und der "Himmelstreppe" von Herman Prigann obendrauf sowie einem skurilen Skulpturenwald desselben Künstlers und der Forststation Rheinelbe, beide nördlich der Halde gelegen, Flyer.
  • Landschaftspark Hoheward, Zugänge in Herten. Am Handweiser / Ewaldstraße / Im Emscherbruch, in Recklinghausen . Cranger Straße. Großes renaturiertes Areal mit zwei Halden: Hoppenbruch (Windrad mit Skulpturen, MTB Cross Country / Freeride-Rundstrecke 3,5km) und Hoheward (Obelisk als Sonnenuhr, Horizontobservatorium, Drachenbrücke, umlaufender Balkonpromenade), letztere wird immernoch aufgeschüttet.
  • Zeche Hannover I/II/V - Park Königsgrube (Flyer)
  • Westpark in Bochum (Flyer)
  • Naturschutzgebiet Hallerey (Flyer)
  • Naturschutzgebiet Beversee (Flyer)
  • 'Halde Sachsen

Sicherheit[Bearbeiten]

Obwohl die Wege auf den Industriebrachen gesichert wurden und regelmäßig instandgehalten werden sollte man dort mit gesundem Menschenverstand unterwegs sein: auf unsichere Stellen und herumliegendes Material achten, die Wege nicht verlassen und nicht in den Gebäuderesten herumturnen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Birgit Ehses ; Regionalverbund Ruhr (Hg.): Industrienatur, Bd. 24. Essen, 2009 (1. Auflage), (Route Industriekultur), ISBN 978-3-932165-69-6.

Karten[Bearbeiten]

  • Regionalverbund Ruhr (Hg.): Atlas der Industriekultur, Ruhrgebiet. Essen, 2005 (2. Auflage), (Route Industriekultur), ISBN 3-932165-42-X; 182. Din A4, 89 Textseiten, 42 Einzelkarten 1:50.000, ausgewählte Innenstadtpläne 1:20.000
  • Regionalverbund Ruhr (Hg.): Route der Industriekultur per Rad. Essen, Juni 2010 (überarbeitete und aktualisierte. Auflage), (Route Industriekultur), ISBN 978-3-932 165-91-7. Ringbuch mit 28 Einzelkarten 1:50.000 und Textteil, ausgewählte Innenstadtpläne 1:20.000

Weblinks[Bearbeiten]

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