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Manṣūra

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Damietta-Nilarm in el-Manṣūra am Abend
el-Manṣūra ·المنصورة
Gouvernement Daqahlīya
Einwohner
439.348 (2006)
Höhe
15 m
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Lage
Lagekarte des Nildeltas in Ägypten
Reddot.svg
Manṣūra

El-Mansura (auch (el-)Mansora, (el-)Mansoura, (el-)Mansourah, arabisch: ‏المنصورة‎, al-Manṣūra, „die siegreiche [Stadt]“) ist eine ägyptische Stadt im Nildelta mit etwa 439.000 Einwohnern und der Verwaltungssitz des Gouvernements ed-Daqahlīya. Geschichtlich ist sie aufs Engste mit dem Ausgang des fünften und sechsten Kreuzzugs 1221 bzw. 1250 verbunden. Zahlreiche Gebäude, insbesondere westlich des Bahnhofs, zeugen auch heute noch vom Aufstieg der Stadt als Handelszentrum und Zentrum der Getreide- und Baumwollverarbeitung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Hintergrund[Bearbeiten]

Lage und Bedeutung[Bearbeiten]

El-Manṣūra befindet sich 120 Kilometer nordwestlich von Kairo und 60 Kilometer südwestlich von Dumyāṭ (Damiette) im nordwestlichen Nildelta im Gouvernement ed-Daqahlīya, dessen Hauptstadt sie auch bildet. Sie liegt am rechten, hier südlichen, Ufer des Damiette- oder Phatnitischen Nilarms gegenüber ihrer Schwesterstadt Ṭalchā (arabisch: ‏طلخا‎) auf dem linken Ufer. Im Norden der Stadt zweigt vom Nilarm der Aschmūn- (‏بحر أشمون‎, Baḥr Aschmūn) oder kleine Kanal (arabisch: ‏البحر الصغير‎, al-Baḥr aṣ-Ṣughair) ab, der nach dem 25 Kilometer östlicher gelegenen Dorf Aschmūn er-Rummān (arabisch: ‏أشمون الرمان‎, auch Aschmūn Ṭannāḥ, arabisch: ‏أشمون طناح‎) benannt ist.

Die Stadt lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft, der Nahrungsmittel- und Textilproduktion, vom Handel, der Universität und der Verwaltung. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bescherten Handel und Getreideverarbeitung der Stadt bedeutenden Reichtum. Auf den Feldern im Umfeld der Stadt wurden und werden Baumwolle und Getreide angebaut, in der Vergangenheit auch Tabak, Flachs und Hanf.

Die Bevölkerung der Stadt nahm stetig zu. Während hier 1885 und 1917 etwa 16.000[1] bzw. 49.238[2] Einwohner lebten, waren es 1970, 1986, 1996 bzw. 2006 bereits 218.000, 317.508, 369.409 bzw. 439.348 Einwohner.[3] Damit ist el-Manṣūra die achtgrößte Stadt Ägyptens und nach Schubrā el-Cheima und el-Maḥalla el-Kubrā die drittgrößte Stadt im Nildelta.

Geschichte[Bearbeiten]

Ayyubiden-Sultane in Ägypten

Die Ayyubiden (in Ägypten 1171–1250) waren eine sunnitisch-muslimische Herrscherfamilie, die von Saladin (1137/1138–1193) begründet wurde. Ihr Name leitet sich von Saladins Vater, Naǧm ed-Dīn Aiyūb († 1173), einem kurdischen Soldaten, ab. Ihre Herrschaft erstreckte sich über große Teile der arabischen Halbinsel, Palästina, Ägypten und Libyen. Sultane regierten von Ägypten und Damaskus aus, weitere Emire u.a. in Aleppo, Hama, Homs, Kerak, Jemen und el-Dschazira.

  1. Ṣalāḥ ed-Dīn (Saladin, Regierungszeit 1171–1193)
  2. el-ʿAzīz ʿUthmān (1193–1198), Sohn des Saladin
  3. el-Manṣūr Nāṣir (1198–1200), Sohn des el-ʿAzīz ʿUthmān
  4. Abū Bakr el-Malik el-ʿĀdil I. (Saphadin, 1200–1218), Bruder des Saladin
  5. el-Kāmil Muḥammad el-Malik (1218–1238), Sohn des el-Malik el-ʿĀdil I.
  6. Seif ed-Dīn el-Malik el-ʿĀdil II. (1238–1240), Sohn des el-Kāmil Muḥammad el-Malik
  7. el-Malik eṣ-Ṣāliḥ Naǧm ed-Dīn Aiyūb (1240–1249), Sohn des el-Kāmil Muḥammad el-Malik
  8. el-Malik el-Muʿaẓẓam Tūrān Schāh (1249–1250), Sohn des el-Malik eṣ-Ṣāliḥ Naǧm ed-Dīn Aiyūb

El-Manṣūra ist eine arabische Stadtgründung im Hochmittelalter und damit eine erst recht junge Stadt. Sie wurde 1219, 616 AH, vom Ayyubiden-Sultan el-Kāmil Muḥammad el-Malik (um 1180–1238) als befestigtes Heerlager unter dem Namen Neu-Damiette, wie die Chronik des Jordan von Giano ausweist,[1] gegründet. Vorausgegangen war die Belagerung der Stadt Damiette während des fünften Kreuzzugs seit April 1218, die aber erst am 5. November 1219 erobert werden konnte. Das Heerlager wurde an strategisch günstiger Stelle fast in Insellage zwischen dem Damiette-Nilarm und dem Aschmūn-Kanal angelegt, um hier das mögliche Vordringen des Kreuzfahrerheeres nach Kairo unterbinden zu können.

Die Gunst der Stunde, mit dem geschwächten Sultan el-Kāmil zu verhandeln, wurde ausgeschlagen. Der päpstliche Gesandte Kardinal Pelagius von Albano (1165–1230) drängte auf die Einnahme Kairos. Aber noch rechtzeitig trafen Truppen des Sultans el-Muʿaẓẓam, el-Kāmils Bruder und Ayyubiden-Sultan über Syrien, ein, um zusammen mit el-Kāmils Truppen das Heer der Kreuzfahrer im August 1221 vor el-Manṣūra aufzuhalten und zu schlagen. Die einsetzende Nilschwemme, verstärkt durch künstliche Flutungen, wandelte weite Flächen zu Sumpfgebieten, was die Kampfhandlungen erschwerte und den Kreuzfahrer-Heeren den Rückzug versperrte. Nach Verhandlungen wurde Anfang September 1221 Damiette von den Kreuzfahrern wieder geräumt.

Anlässlich des triumphalen Einzugs el-Kāmils in Damiette am 8. September 1221 erhielt die Stadt den Namen el-Manṣūra, „die Siegreiche“, in der wenig später eine weitere Siegesfeier stattfand.

Aber el-Manṣūra sollte auch im folgenden sechsten Kreuzzug (1248–1254)[4] eine entscheidende Rolle spielen. Und als Ironie der Geschichte bedeutete dies auch das Ende der Siegermacht, der Ayyubiden-Dynastie, durch einen Staatsstreich.

1245 rief Papst Innozenz IV. den sechsten Kreuzzug aus, nachdem Jerusalem erneut von ayyubidischen Heeren eingenommen wurde. Der Papst konnte für diesen Kreuzzug aber nur den französischen König Ludwig IX. gewinnen, der den Kreuzzug drei Jahre lang vorbereitete. Im Juni 1249 landeten die Kreuzfahrertruppen an der ägyptischen Küste, konnten sich gegen das Ayyubiden-Heer unter Fachr ed-Dīn Yūsuf, Emir der Mamlukengarde, durchsetzen und Damietta kampflos einnehmen. Eine drohende Palastrevolte durch die aus Mamluken bestehende Leibwache hinderte den Sultan el-Malik eṣ-Ṣāliḥ daran, Fachr ed-Dīn Yūsuf für sein Versagen zu exekutieren. Damiette wurde in der Folge als Stützpunkt Ludwigs IX. genutzt. Ab dem 20. November 1249 drangen die Kreuzfahrertruppen weiter ins Landesinnere vor und langten vor el-Manṣūra am 20. Dezember an, wo sie ihr Lager errichteten. In der Zwischenzeit, in der Nacht vom 22. auf den 23. November, starb Sultan el-Malik eṣ-Ṣāliḥ. Zusammen mit einigen treuen Beamten gelang es Schadschar ed-Durr († 1257), der Witwe bzw. Lieblingssklavin des verstorbenen Sultans, die Regentschaft ihres Sohns Tūrān Schāh während seines Aufenthalts in Syrien wahrzunehmen und den Tod des Sultans geheimzuhalten. Als Oberbefehlshaber der Armee setzte sie den gerade in Ungnade gefallenen Heerführer Fachr ed-Dīn Yūsuf ein.

Robert von Artois fällt in der Schlacht von el-Manṣūra. Rechts daneben trauert sein Bruder Ludwig IX.

Die weiter vordringenden fränkischen Heere konnten die Schlacht von el-Manṣūra vom 8. bis zum 11. Februar 1250 unter großen Verlusten – es fielen 300 Soldaten, 285 Reiter und Ludwigs Bruder Robert von Artois (1216–1250) – noch für sich entscheiden. Aber Hunger und Krankheiten sowie die Zerstörung der fränkischen Flotte am 16. März 1250 schwächten die Kreuzfahrerheere. Die Friedensverhandlungen mit Schadschar ed-Durr scheiterten, weil die Schwächung der Kreuzfahrer bereits unübersehbar war. Am 5. April 1250 musste el-Manṣūra aufgegeben werden. Auf dem Rückzug nach Damietta wurde das Kreuzfahrerheer einen Tag später bei Fāraskūr von einem Heer unter der Führung durch den Sultan Tūrān Schāh und den Heerführer eẓ-Ẓāhir Rukn ed-Dīn Baibars el-Bunduqdārī (1223–1277), der die Nachfolge des gefallenen Heerführers Fachr ed-Dīn Yūsuf antrat, geschlagen. Ludwig IX., seine Brüder Karl von Anjou (1226–1285) und Alfons von Poitiers (1220–1271) sowie der Großteil des Heeres, etwa 10.000 Mann, gerieten in Gefangenschaft. Auf Tūrān Schāhs Geheiß wurden jede Nacht 300 der Gefangenen getötet und in den Nil geworfen. Der Historiker Muḥammad ibn Aḥmad edh-Dhahabī (1274–1348) gibt die Zahl der Getöteten mit 7.000 an.[5] Verschont blieben nur Fürsten und Barone, da sie ein Lösegeld versprachen. Ludwig IX., Karl von Anjou und Alfons von Poitiers wurden in Ketten am 7. April 1250 in das Haus des Fachr ed-Dīn Ibrāhīm ibn Luqmān (arabisch: ‏فخر الدين إبراهيم بن لقمان‎) gebracht und dort von einem Eunuchen namens Sobih el-Moazami bewacht. Ludwig IX. klagte in einem Brief über seine Gefangennahme:

„Die Saracenen überfielen mit ihrer gesamten Macht und in unendlicher Menge auf unserem Rückzuge das christlicher Heer, und es geschah, dass wir mit göttlicher Bewilligung und wie es unsere Sünden verdienten, in die Hände der Feinde geriethen; wir selbst, unsere Brüder, die Grafen Alfons von Poitiers und Karl von Anjou, und alle, welche mit uns zu Lande zurückkehrten, fielen nicht ohne grossen Verlust an Todten und das Vergiessen christlichen Blutes in Gefangenschaft, und keiner entrann.“[1]
Hinrichtung des Sultans Tūrān Schāh

Die Waffenstillstands- und Lösegeldverhandlungen wurden anfänglich noch mit Tūrān Schāh geführt. Es ging um größenordnungsmäßig 1.000.000 Goldbesanten (europaweit gängige Goldmünzen, Golddinare, zu jener Zeit) und die Aufgabe von Damiette. Aber es kam nun ganz anders. Nach der Schlacht von Fāraskūr versuchte Tūrān Schāh den Einfluss der Mamluken am Hof zurückzudrängen und sich ihrer Anführer zu entledigen. Schadschar ed-Durr konnte sie aber rechtzeitig warnen. Unter Führung des Mamlukenkriegers eẓ-Ẓāhir Rukn ed-Dīn Baibars el-Bunduqdārī griffen sie Tūrān Schāh am 2. Mai 1250 in seinen Gemächern in Faraskur auf, bekämpften ihn auf der Verfolgung mit Schwertern und Pfeilen und enthaupteten ihn schlussendlich. Damit war die Ayyubiden-Dynastie in Ägypten am Ende, und es begann die Epoche der Mamlukensultane. Da man sich noch nicht auf den Thron einigen konnte, wurde Schadschar ed-Durr de jure zur ersten Sultana (Regierungszeit 1250–1257 bis zu ihrer Ermordung), ihr angetrauter Ehemann el-Muʿizz ʿIzz ed-Dīn Aibak († 1257) de facto der neue Herrscher. Der bereits genannte Baibars stieg 1260 zum Sultan von Ägypten auf, und er unterwarf in der Folge auch das restliche Ayyubidenreich.

Mit dem gemeinsamen Feind, den noch in Syrien ansässigen Ayyubiden, wuchs natürlich auch der Verhandlungsspielraum für Ludwig IX. Das Lösegeld wurde auf zweimal 200.000 Goldbesanten reduziert. Nachdem am 6. Mai 1250 Gottfried von Sergines Damiette freigab, wurde Ludwig IX. mit seinem Gefolge bereits am Tag darauf freigelassen und konnte Ägypten am 8. Mai 1250 in Richtung Akkon verlassen.

Aus der Zeit nach den Kreuzzügen ist nur wenig über el-Manṣūra überliefert worden. In mamlukischer Zeit gehörte el-Manṣūra zur Provinz ed-Daqahlīya, deren Hauptstadt aber das bereits erwähnte Aschmūn Ṭannāḥ bildete. Der ägyptische Statthalter des osmanischen Reiches, Sulaimān Pascha el-Chādim, verlagerte 1527 das Provinzgericht von Aschmūn Ṭannāḥ nach el-Manṣūra und erhob el-Manṣūra zur Hauptstadt der Provinz ed-Daqahlīya. Seit 1871 ist el-Manṣūra ein Regierungsbezirk mit 60 umgebenen Dörfern.[6]

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich el-Manṣūra zum Umschlagplatz für Baumwolle. Und der Charakter der Stadt änderte sich. Es zogen immer mehr europäische Ausländer in die Stadt, die diese auch architektonisch, fast kosmopolitisch prägten. Einen Eindruck von dieser Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts gab ʿAlī Pascha Mubārak:

„Die Gebäude von el-Manṣūra und der Reichtum der Menschen gediehen. Sie [die Stadt] verfügt über einen Verwaltungsrat, einen Gemeinderat und ein Gericht. Es gibt auch ein Krankenhaus und Geburtskliniken, Läden für Feldfrüchte, viele Gebäude, etwa 50 Basare mit Geschäften, wo man Kleidung aus Seide, Wolle und Baumwolle findet, sowie andere Bestandteile wichtiger Städte. Die Stadt verfügt über Cafés mit Blick auf den Nil, wo sich ausländische Kaufleute und andere treffen, um Waren auszutauschen. Es gibt Cafés und Pubs und schöne Straßen, die mit schönem Wetter beschenkt werden. Der Khedive [Vizekönig] Ismail Pascha hat die Eröffnung einer neuen Straße [damals Ismail-Straße, heute El-Sikka el-Gadida St.], die vom Verwaltungsrat zum Bahnhof führt, verfügt…
Unmittelbar am Nil stehen vier Paläste in bestem Zustand sowie Residenzen und ein gigantischer Palast mit einem Garten von 40 Feddan Fläche, der dem Khediven Ismail Pascha gehört.“[7]

Zu den hiesigen Gemeinden zählten Griechen, Franzosen, Italiener, Briten und andere. Von besonderer Bedeutung wegen ihrer Größe war die griechische Gemeinde, meist Christen, aber auch mit wenigen Juden. Nichtsdestotrotz konnte el-Manṣūra besser als Alexandria und Port Said seinen lokalen Charakter bewahren. Mit der Revolution von 1952 wurde auch dies jedoch Geschichte.

1962 wurde in el-Manṣūra die medizinische Fakultät als Zweigfakultät der Kairo-Universität angesiedelt. 1972 wurde die East Delta University, die ein Jahr später in Mansura University umbenannt wurde, gegründet. Heute gehört sie mit 18 Fakultäten zu den größten Universitäten Ägyptens.

1973 wurde el-Manṣūra wieder Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Während des Jom-Kippur- oder Oktoberkriegs fand hier am 14. Oktober 1973 ab 15:15 Uhr Ortszeit die Luftschlacht von el-Manṣūra zwischen ägyptischen und israelischen Luftstreitkräften nördlich der Stadt statt. Die israelischen Streitkräfte versuchten mit 160 F-4-Phantom-II-Kampfflugzeugen die ägyptischen Militärflughäfen bei el-Manṣūra, Ṭanṭā und eṣ-Ṣāliḥīya zu zerstören. Zur Verteidigung boten die ägyptischen Luftstreitkräfte 62 MiG-21-Kampfflugzeuge auf. Diese Schlacht, die nur 53 Minuten dauerte, konnten die Ägypter nach israelischem Rückzug für sich entscheiden. Die ägyptischen Streitkräfte verloren in der Schlacht 6 Kampfflugzeuge, die israelischen 17 nach ägyptischer Darstellung[8] bzw. zwei nach israelischer.[9] Zum Gedenken an diese Luftschlacht wurde der Ehrentag der ägyptischen Luftstreitkräfte, der Air Force Day, auf den 14. Oktober gelegt. Für die Ägypter war el-Manṣūra erneut „die Siegreiche“.

Orientierung[Bearbeiten]

Am Südende des Bahnhofsgebäudes beginnt die 1 El Thawra St. (El Sikka el Gadida St.), die in westnordwestlicher Richtung verläuft und in die Port Said St. einmündet. Nach reichlich hundert Metern in südlicher Richtung in der Port Said St. erreicht man das Nationalmuseum. Am nördlichen Ende der Port Said St. gelangt man zur zweispurigen Uferstraße El Gumhuriya St. und zur Ṭalchā-Brücke über den Nil. 500 Meter westlich der Brücke trennen sich die beiden Spuren der El Gumhuriya St. auf, die nördliche Spur heißt nun El Mashaya el Sufliya St., die südlichere weiterhin El Gumhuriya St. Westlich hinter der Straßengabelung, im Norden, beginnt die Roseninsel. Weiter westlich, im Süden, noch vor der Nilbrücke der Ringstraße, erreicht man das große Areal der Mansura-Universität.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eisenbahnbrücke in el-Manṣūra

El-Manṣūra befindet sich an der Bahnlinie Kairo – Dumyāṭ. Die Stadt lässt sich so von Kairo (zweieinviertel bis drei Stunden), Ṭanṭā (eine Stunde), ez-Zaqāzīq, el-Maḥalla el-Kubrā (halbe bis eine Stunde) und Dumyāṭ (anderthalb Stunden) erreichen. Die Züge fahren etwa fünfmal täglich. Der 2 Bahnhof el-Manṣūra befindet sich östlich des Stadtzentrums.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Etwa 500 Meter östlich vom Bahnhof entfernt liegt der 3 Busbahnhof in der Gamal el-Din el-Afghani St., etwa im Bereich der Einmündung el-Guesh St. Von hier aus verkehren Busse nach Kairo (halbstündlich, 2 Stunden Fahrzeit), nach ez-Zaqāzīq (halbstündlich, anderthalb Stunden), nach Sues (sechs Mal täglich, dreieinhalb Stunden) und Scharm esch-Scheich (sechs mal täglich, sieben Stunden).

Ein weiterer Busbahnhof, etwa 1 Kilometer weiter südöstlich, ist für Service-Taxis nach Kairo und ez-Zaqāzīq bestimmt. Service-Taxis nach Alexandria, Dumyāṭ, Kafr esch-Scheich, el-Maḥalla el-Kubrā, Port Said und Ṭanṭā starten in der Schwesterstadt Ṭalchā auf dem gegenüber liegenden Flussufer.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Über die Autobahn 1 gelangt man von Kairo nach Ṭanṭā. Ab Ṭanṭā erreicht man über die Autobahn 5 el-Maḥalla el-Kubrā, el-Manṣūra und Dumyāṭ.

Mobilität[Bearbeiten]

In der Stadt verkehren weiß-rotbraune Taxis. Eine Taxifahrt kostet etwa LE 3 (Stand 8/2008).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nationalmuseum el-Manṣūra[Bearbeiten]

1 Nationalmuseum el-Manṣūra, Port Said St. Tel.: +20 (0)50 224 3763. Das Museum wurde am 7. Mai 1960 vom damaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abd el-Nasser eröffnet, um den Sieg über Ludwig IX. und sein Kreuzfahrerheer zu gedenken. Es wurde im Dār ibn Luqmān (arabisch: ‏دار إبن لقمان‎, „Haus des ibn Luqmān“), in dem Ludwig IX., seine Brüder und Getreuen nach seiner Gefangennahme in der Schlacht von Faraskur vom 7. April bis zum 7. Mai 1250 gefangen gehalten wurden, eingerichtet. Das Haus wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet und gehörte Fachr el-Dīn Ibrāhim ibn Luqmān (arabisch: ‏فخر الدين إبراهيم بن لقمان‎), einem Minister unter Sultan el-Kāmil Muḥammad. In seiner heutigen Form besteht das Museum nach umfangreichen Restaurationen seit 1997 bzw. 2015. (31° 2′ 43″ N 31° 22′ 48″ O)

Es ist das einzige Haus aus seiner Zeit und wurde seinerzeit am Nilufer errichtet, das heute 500 Meter entfernt verläuft. Das ganze Gebäude liegt heute unterhalb des Straßenniveaus und ist über eine moderne Treppe erreichbar. Das Haus ist mit einer einfachen Holztür verschlossen. Über der Tür befindet sich ein kleines vergittertes Fester und die moderne Kennzeichnung des Hauses als Dār ibn Luqmān. Über eine Vorhalle gelangt man zum Hof. Über eine hölzerne Treppe konnte der Wohnbereich im arabischen Stil mit dem Salamlek, dem Bereich für die Männer, und dem Haramlek, dem Aufenthaltsbereich für die Frauen mit ihren Kindern, erreicht werden. Unter dem Wohnbereich befanden sich Lagerräume. Der Wohnbereich des Hauses ist heutzutage nicht mehr zugänglich.

Eingang zum Haus des ibn Luqmān
Hof des Hauses des ibn Luqmān
Figurengruppe des bewachten Ludwig IX. in der Museumshalle
Museumshalle im Haus des ibn Luqmān

Gegenüber befindet sich der Eingang zum neu gestalteten Museum, das eigentlich eine Galerie darstellt. Sie besteht nur aus einer großen Ausstellungshalle. Zu den Ausstellungsstücken zählen zum einen historische Exponate wie der Bronzehelm Ludwigs IX., der Bronzehelm eines ägyptischen Kriegers, ein Kettenhemd sowie arabische und französische Schwerter. Der Großteil sind aber moderne Kunstwerke (in Klammern steht der Name des Künstlers).

Die sind zum einen Gipsbüsten der Schadschar ed-Durr (von Abd el-Kader Rezk), von Tūrān Schāh (Muhammad Mustafa) und Gamal Abd el-Nasser (Abd el-Hamid Hamdi), Gipsstatuen von Ludwig IX. (Abd el-Hamid Hamdi), eines ägyptischen Reiters (Muhammad Mustafa), der Frauenstatue der Stadt el-Manṣūra und der Frauenstatue der Arabischen Einheit (beide von Abd el-Kader Rezk) sowie die Figurengruppe der Bewachung des sitzenden Ludwig IX. durch den Wächter Sobih (Abd el-Salam Ahmad).

Zum anderen berichten Karten und Ölgemälde über den Verlauf der Geschichte wie die „Schlacht am Kleinen See“ (Kamil Mustafa), die „Schlacht von el-Manṣūra“ (Abd el-Aziz Darwisch), die „Schlacht von Faraskur“ (el-Husein Fawzi), „Ludwig IX. wird zum Dar ibn Luqman geführt“ (Kamil Mustafa), „Ludwig IX. in Gefangenschaft“ (el-Husein Fawzi) und die „Lösegeldübergabe“ (Muhammad Mustafa).

Offiziell ist das Museum die ganze Woche außer montags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt LE 3 (Stand 8/2008). Seit November 2015 ist das Museum nach fünfjähriger Restauration wieder zugänglich.

Unmittelbar nördlich dieses Hauses befindet sich die Moschee des Scheichs el-Muwāfī.

Moscheen[Bearbeiten]

El-Manṣūra verfügt noch über mehrere historische Moscheen. Diese sind:

  • 2 el-Muwāfī-Moschee (مسجد الموافي, Masǧid el-Muwāfī). Die Moschee ist eine Gründung des Sultans el-Malik eṣ-Ṣāliḥ Naǧm ed-Dīn Aiyūb und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Dār ibn Luqmān. Sie wurde nach dem Scheich ʿAbdullāh el-Muwāfī (arabisch: ‏الشيخ عبد الله الموافي‎), der ein religiöses Institut errichtet hatte, benannt. Die heutige Moschee ist ein moderner Neubau. (31° 2′ 43″ N 31° 22′ 47″ O)
  • 3 Moschee des eṣ-Ṣāliḥ Aiyūb (مسجد الصالح أيوب ، مسجد المحمودية, Masǧid aṣ-Ṣāliḥ Aiyūb, Masǧid al-Maḥmūdīya), el-Sagha St. Sie gilt als älteste und bedeutendste Moschee der Stadt. In der Moschee ist der 1249 verstorbene Sultan bestattet. (31° 2′ 48″ N 31° 22′ 44″ O)
  • 4 en-Naggār-Moschee (جامع النجار, Ǧāmiʿ an-Naǧǧār). Die Moschee befindet sich im alten Händlermarkt Sūq en-Naggār, ‏سوق النجار‎. (31° 2′ 41″ N 31° 22′ 53″ O)
  • 5 Sīdī-Ḥāla-Moschee (مسجد سيدى حالة, Masǧid Sīdī Ḥāla). Die 711 AH, 1311/1312, in der Mamlukenzeit errichtete Moschee befindet sich in der gleichnamigen Straße und ist immer noch weitgehend unverändert. (31° 2′ 48″ N 31° 22′ 36″ O)
  • 6 Sīdī-Saʿd-Moschee (مسجد سيدي سعد, Masǧid Sīdī Saʿd). Die Grabmoschee des Sīdī Saʿd wurde mehrfach umgestaltet. (31° 2′ 48″ N 31° 23′ 18″ O)
  • Scheich-Idrīs-el-Ḥināwī-Moschee (مسجد الشيخ إدريس الحناوي, Masǧid asch-Schaich Idrīs el-Ḥināwī).

Kirchen[Bearbeiten]

  • 8 Kathedrale der hl. Jungfrau Maria und des Erzengels Michael (كاتدرائية السيدة العذراء مريم ورئيس الملائكة ميخائيل, Kātidrāʾīya as-Saiyida al-ʿAḏrāʾ Maryam wa-Raʾīs al-Malāʾika Michāʾīl). Bischofskirche. (31° 2′ 47″ N 31° 23′ 1″ O)
  • 11 Kirche der hl. Jungfrau (كاتدرائية السيدة العذراء مريم, Kanīsat as-Saiyida al-ʿAḏrāʾ Maryam). (31° 3′ 15″ N 31° 23′ 54″ O)

Paläste[Bearbeiten]

Von den einstigen Palästen in el-Manṣūra sind noch fünf Palaste erhalten: der Palast des Khedive (Vizekönigs) Ismail, der Palast von Muḥammad Bey esch-Schinnāwī, der von Maḥmūd Sāmī, der von Ibrāhīm esch-Schinnāwī und der Iskandar-Palast. Die meisten Paläste sind heutzutage nicht zugänglich. Eine Ausnahme bildet der Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī, weil sich hier der Amtssitz der Antikenverwaltung für koptische und islamische Altertümer befindet und somit zu den Dienstzeiten von sonntags bis donnerstags von 9 bis 14 Uhr zugänglich ist. Dann benötigt man nur noch etwas Verhandlungsgeschick. Es ist geplant, dass der Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī zukünftig das Nationalmuseum aufnehmen soll.

13 Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī (قصر محمد بك الشناوي, Qaṣr Muḥammad Bek asch-Schinnāwī), Tala'at Harb St. Der Palast, unter den Einheimischen auch als Beit el-Umma bekannt, wurde 1928 von einem italienischen Architekten für Muḥammad Bey esch-Schinnāwī (arabisch: ‏محمد بك الشناوي‎), einem Mitglied der Wafd-Partei, Mitglied des Oberhauses des ägyptischen Parlaments und Großgrundbesitzer in el-Manṣūra, errichtet. Bereits sein Vater, dessen Geschäfte er weiterführte, war mit der Verarbeitung und dem Handel von Baumwolle, Reis, Zucker und mit Tischlereien und Eisenwerkstätten reich geworden. Muḥammad Bey esch-Schinnāwīs Reichtum machte ihn zu einer der angesehensten Persönlichkeiten der Stadt, der sein Haus auch immer wieder für öffentliche Veranstaltungen öffnete. Zu seinen Gästen zählten die Politiker Saʿd Zaghlūl Pascha und Muṣṭafā en-Naḥḥās Pascha, aber auch König Fārūq. Zu den Künstlern gehörte der bedeutende ägyptische Sänger und Komponist Muḥammad ʿAbd al-Wahhāb. Bei der Hochzeit von Muḥammad esch-Schinnāwīs Sohnes Saʿd sang sogar die ägyptische Sängerin Umm Kulthūm.[10] (31° 2′ 42″ N 31° 22′ 3″ O)

Das Haus wurde im italienischen Stil von Italienern errichtet. Er wird nicht selten als schönster italienischer Palast außerhalb Italiens bezeichnet. In das Haus gelangt man über eine große Freitreppe. Über der Treppe befindet sich ein Balkon. Der Oberteil des Hauses und der Giebel sind mit Stuckverzierungen und Vasen versehen.

Eingang zum Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī
Erdgeschoss im Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī
Springbrunnen im Garten des Palasts
Veranda im Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī

Im Erdgeschoss befinden sich der Empfangssaal und der Salon. Hinter dem Empfangssaal befindet sich der Speisesaal, von dem man einen weiteren Salon für den nachmittäglichen Kaffee oder Tee erreicht. Vom Speisesaal aus erreicht man die rückwärtige Veranda, von der man einen herrlichen Blick auf den Garten genießen kann. Einst reichte der Blick auch bis zum Nil. Die Räume sind mit Säulen, mit Stuckdekoration eingefassten Tapeten, Stuckdecken, Kronleuchtern und großen Teppichen ausgestattet. In den Salons wurde zudem edle Holztäfelung aus Palisander-, Teak- und Sandelholz angebracht.

Das zweite Geschoss erreicht man über ein großes Treppenhaus vom Empfangssaal aus. Auch hier gibt es einen weiteren Salon und einen weiteren Speisesaal, von dem man den Balkon über dem Eingang erreicht. Im Obergeschoss befinden sich zudem das Kinderzimmer, zwei Schlafzimmer und zwei Bäder.

Im Garten befinden sich Mangobäume und ein Springbrunnen.

Beispiele für Kolonialzeitarchitektur[Bearbeiten]

Staßennamen in el-Manṣūra
neu alt
el-Thawra St. Ismail St.
el-Sikka el-Gadida St.
el-Gumhuriya St. Fu'ad el-Awwal St.
el-Bahr St.

Die el-Gumhuriya St., einst die Fu'ad el-Awwal St., bildet das Finanz- und Verwaltungszentrum. Die meisten Bewohner waren schon immer Ägypter. In der Straße befinden sich u.a. das Gebäude des Stadtrats, das Kaufhaus Banzayon, die Bank of Alexandria (früher Anglo Bank, Italian Bank und Barclays Bank), das Andrea-Café, die ehemalige griechische Schule bzw. das spätere griechische Konsulat, ein Haus, das aber schon sichtbar dem Verfall preisgegeben ist, und der bereits beschriebene Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī.

Die el-Thawra St., einst die Ismail St., war die erste Straße, in der Gebäude nach westlichem Vorbild errichtet wurden. Die Straße wurde bereits mit elf Metern Breite angelegt. An der Straße wurden hauptsächlich Wohnbauten angelegt, die aber auch Gewerbeflächen enthielten. Diese Häuser wurden ebenfalls meist von Ägyptern bewohnt. In der Straße gab es zudem auch ein Hotel, ein Theater und ein Filmtheater sowie Bars und Cafés.

In der Farida Hassan St. wurden die Mädchenschule und die Franziskaner-Mädchenschule errichtet. In der Tala'at Harb St. befindet sich die frühere italienische Schule, die später als französischen Lyzeum und heute als Mädchen-Grundschule genutzt wird.

Weitere Ausflugsziele[Bearbeiten]

Weitere Ausflugsziele sind:

  • Nil-Corniche, die unmittelbar am rechten Ufer des Nils entlang führt.
  • 15 Schagarat-ed-Durr-Park (حديقة شجرة الدر, Ḥadīqat Schaǧarat ad-Durr). Mit Statuen berühmter Einwohner der Stadt. Der Park befindet sich auf der Gazīrat el-Ward (arabisch: ‏جزيرة الورد‎, „Roseninsel“), nördlich der Corniche im Bereich des Universitätsviertels. (31° 2′ 48″ N 31° 21′ 50″ O)

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

  • 3elbt Alwan Gallery, El Shafay St. (hinter Marshal El Gazira Hotel). Mobil: +20 (0)101 856 0510.

Sport[Bearbeiten]

In el-Manṣūra gibt es mehrere Sportstätten:

Einkaufen[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es mehrere Supermärkte wie den 1 „El-Wekala“ (31° 3′ 3″ N 31° 23′ 39″ O), dreimal in der Stadt, z.B. in el-Muchtalaṭ, 2 „Metro Market“ (31° 2′ 44″ N 31° 21′ 10″ O) im Universitätsviertel neben dem Ramada el Mansoura Hotel, „Hypermart“ im Wohngebiet Toriel und die 3 „Awadh Allah Markets“ (31° 1′ 38″ N 31° 22′ 19″ O) in der Qanat el-Suweis St. Die beliebtesten Märkte sind „El-Wekala“, auch wenn sie etwas teurer sind.

In der wichtigsten Straße, der el-Thaura St. oder el-Sikka el-Gadida St., gibt es mehrere Schmuck- und Bekleidungsgeschäfte. Weitere Einkaufsstraßen sind die el-Gumhuriya St. (el-Bahr St.) und die Port Said St.

Zudem ist ein Besuch der traditionellen Basare möglich.

Küche[Bearbeiten]

Wichtigste Standorte für Cafés und Restaurants sind das Westende der Qanat el-Suweis St. (Suez Canal St.) und die El Gumhuriya St. Insbesondere nördlich des Universitätscampus gibt es Restaurants in großer Dichte.

Fastfood-Restaurants[Bearbeiten]

  • King Pizza, Montaser St., El Galaa' St. Pizzas.
  • Yam Yam Hot, 4 El Mahatta Sq. (neben Marshal El Mahata Hotel). Tel.: +20 (0)50 231 1444. Fastfood.

Restaurants[Bearbeiten]

  • Fish Corner, 117 El Gomhoureya St. Fischrestaurant.

Cafés[Bearbeiten]

  • El Malky, 10 El Nour Tower, El Gomhoureya St. (Universitätsviertel, vor der Juristischen Fakultät). Tel.: +20 (0)50 234 5570, +20 19017. Facebook. Süßspeisen, Eiscafé.
  • Meringues, Hosny Mubarak St., El Mashaya (neben Marshal El Gezirah Hotel). Tel.: +20 (0)50 225 2443. Backwaren.

Bars[Bearbeiten]

Bars mit Alkoholausschank gibt es in wenigen Hotels.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

1-Stern-Hotels[Bearbeiten]

2-Sterne-Hotels[Bearbeiten]

  • 3 Marshal el-Mahatta Hotel (فندق مارشال المحطة, Funduq Mārschāl al-Maḥatta), Mohamed Sabry Abu Alem St. (westlich vom Bahnhof). Tel.: +20 (0)50 233 3920, (0)50 233 3922, Fax: +20 (0)50 233 3921. 2-Sterne-Hotel mit 75 zumeist Zweibettzimmern. Zimmer mit Klimaanlage. Bei Anfragen bitte darauf hinweisen, dass man das Hotel am Bahnhof meint, und nicht das Marshal el Gezirah Hotel! (31° 2′ 43″ N 31° 23′ 15″ O)

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • 7 Mansoura University Hotel (ehemals Ramada el Mansoura Hotel), El Gomhuria St. Tel.: +20 (0)50 237 3820, (0)50 237 3829, Fax: +20 (0)50 237 3827, E-Mail: . 4-Sterne-Hotel mit 86 Zweibettzimmern befindet sich in Nilnähe, die Übernachtung mit Frühstück kostet für eine Einzelperson 60 $. Die Zimmer im sauberen Hotel verfügen über einen Balkon, TV, Telefon, Minibar und Bad. Zur weniger gepflegten Außenanlage gehört ein Pool, der möglicherweise nicht befüllt ist. Das Frühstück ist reichhaltig in der Auswahl und wird zum Teil frisch zubereitet. (31° 2′ 41″ N 31° 21′ 6″ O)

Lernen[Bearbeiten]

Landwirtschaftliche Fakultät der Mansura-Universität
1 Mansura-Universität. Die 1972 gegründete Universität ist die drittgrößte Universität Ägyptens. An der Universität arbeiten etwa 5000 wissenschaftliche Mitarbeiter und Lehrkräfte, die etwa 125.000 Studenten unterrichten. Zur Universität gehören 18 Fakultäten, nämlich die Fakultäten für Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Medizin, Veterinärmedizin, Zahnheilkunde, Wirtschaftswissenschaften, Jura, Erziehungswissenschaften, Kindererziehung, Landwirtschaft, Sport, Informatik, Tourismus und Sozialwissenschaften. Die Universität ist berühmt für ihre Medizinausbildung. Der Campus befindet sich im äußersten Westen der Stadt. (31° 2′ 27″ N 31° 21′ 27″ O)

Gesundheit[Bearbeiten]

Neben den Kliniken der Universität Mansura gibt es weitere Krankenhäuser. Im Folgenden wird eine Auswahl gegeben:

Respekt[Bearbeiten]

El-Manṣūra ist keine Touristenstadt, und die Bevölkerung ist eher konservativ. Angemessene Kleidung ist angesagt. Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit wird alles andere als gern gesehen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Tourist-Information[Bearbeiten]

In el-Manṣūra gibt es keine keine Touristinformation.

Der Antikendienst für pharaonische Denkmäler befindet sich neben der Filiale von Egypt Air. Der Antikendienst für koptische und islamische Denkmäler ist im Palast des Muḥammad Bey esch-Schinnāwī, Tala'at Harb St., untergebracht. Beide Behörden sind auch für das Gouvernement Dumyāṭ zuständig.

Passstelle[Bearbeiten]

Eine Passstelle gibt es in der 6 Polizeistelle 2 in der Fakhr El Din Khaled St. (Tel.: +20 (0)50 231 8333.

Banken[Bearbeiten]

  • 8 National Bank Of Egypt (البنك الأهلي المصري, al-Bank al-Ahlī al-Miṣrī), 60 El Gomhoureya St. (auf dem Universitätsgelände). Tel.: +20 (0)50 221 3844, (0)50 225 0359, Fax: +20 (0)50 221 3844. Bankautomaten der Bank gibt es auch an weiteren Stellen in der Stadt. (31° 2′ 31″ N 31° 21′ 25″ O)

Postamt[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Im Artikel zum Gouvernement ed-Daqahlīya sind mehrere potentielle Reiseziele im Umfeld der Stadt angegeben.

Die bedeutendsten pharaonischen Stätten befinden sich in Tell er-Rubʿ und in Bahbīt el-Ḥigāra. Die Stätten sind nicht öffentlich zugänglich, so dass man für beide Stätten eine Sondergenehmigung der obersten Antikenbehörde in Kairo benötigt.

Bedeutende Klöster und Kirchen befinden sich in Daqādūs, Deir el-Qiddīsa Damyāna und Mīt Damsīs.

In geringer Entfernung befindet sich zudem die Stadt Samannūd im Nachbargouvernement el-Gharbīya.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ati, Abd el-Ghani M. Abd el- ; Halim, Sami A. Abd el- u.a.: Mansora National Museum. Kairo : Ministerium für Kultur, c. 1997. Im Museum erhältlich

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Baedeker, Karl: Ägypten : Handbuch für Reisende ; Theil 1: Unter-Ägypten und die Sinai-Halbinsel. Leipzig : Baedeker, 1885 (2. Auflage), S. 465 f.
  2. Baedeker, Karl: Ägypten und der Sûdan : Handbuch für Reisende. Leipzig : Baedeker, 1928 (8. Auflage), S. 176 f.
  3. Einwohnerzahlen nach dem ägyptischen Zensus von 2006, Central Agency for Public Mobilization and Statistics, eingesehen am 13. März 2015.
  4. Während in Deutschland in der Regel vom sechsten Kreuzzug gesprochen wird, ist dies in englischen und französischen Veröffentlichen bereits der siebente. Ursache hier hierfür ist, dass in Deutschland der Kreuzzug von Damiette (1218–1221) und der Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. (1228–1229) als fünfter Kreuzzug zusammengezählt werden.
  5. Ḏahabī, Muḥammad Ibn-Aḥmad aḏ-: Tārīḫ al-islām wa-wafayāt al-mašāhīr wa-'l-aʿlām ; [47]: Ḥawādiṯ wa-wafayāt : 641-650 h. Bairūt : Dār al-Kitāb al-ʿArabī, 1998, S. 51 (?).
  6. Halm, H[einz]: al-Manṣūra. In: Bosworth, Clifford Edmund (Hg.): The Encyclopaedia of Islam : Second Edition ; Bd. 6: Mahk - Mid. Leiden : Brill, 1991, ISBN 978-90-04-08112-3, S. 440.
  7. Mubārak, ʿAlī Bāšā: Al-Ḫiṭaṭ at-taufīqīya al-ǧadīda li-Miṣr al-Qāhira wa-mudunihā wa-bilādiha al-qadīma wa-'š-šahīra, Bd. 15. Kairo : Maṭbaʿat Dār al-Kutub, 2002 (3. Auflage), S. 260 f.
  8. David Nicolle, Sherif Sharmy: Battle of el-Mansourah, vom 24. September 2003, Website der Air Combat Information Group, eingesehen am 3. November 2013.
  9. Glik, Yifat: מר בטיחות (Mr. Sicherheit), Israeli Air Force Magazine, Ausgabe 148 vom 1. Dezember 2002, eingesehen am 3. November 2013.
  10. Elkerdany, D., Cosmopolitan Mansoura, a.a.O., S. 227.
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