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Annapurna Circuit/Kagbeni-Marpha

Aus Wikivoyage
Karte
Vom Kagbeni über Jomsom und Dhumba nach Marpha

Dieser Abschnitt des Annapurna Circuits führt von Kagbeni über Jomsom, Thini(gaun), Dhumba und Chhairo nach Marpha. Der Weg ist rot/weiß markiert, wobei die Markierung zwischen Jomsom und Chhairo spärlich ist (GPX-Track zum Download auf OpenStreetMap). Die Gehzeit für 21 Kilometer beträgt etwa acht Stunden. Zwischen Thini und Chhhairo gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten.

Zwischen Kagbeni und Jomsom läuft man im Flussbett des Kali-Gandaki

Der Weg führt von Kagbeni aus zunächst zweieinhalb bis drei Stunden am Kali-Gandaki entlang. Man kann dabei entweder auf der Jeep-Piste laufen oder wenn der Wasserstand es zulässt auch bis nach Jomsom im trockenen Teil des Flussbetts. Ein Übergang zwischen Flussbett und Straße ist an vielen Stellen möglich. Unterwegs kommt man an einer Hängebrücke in Eklebhatti vorbei, die auf die westliche Seite des Flusses führt. Hier kann man über Pakling nach Jomsom wandern. Dieser Alternativweg ist blau/weiß markiert und dauert einen ganzen Tag.

Der Ort Jomsom ist nur wegen seines Landeplatzes (जोमसोम विमानस्थल, ​IATA: JMO) bedeutsam. Jeden Morgen starten und landen zwei Flüge mit einfachen Propellermaschinen aus und in Richtung Pokhara. Der Flughafen ist wegen der starken Winde im Kali-Gandaki-Tal berüchtigt. Hotelbesitzer in Jomsom profitieren massiv davon, dass Flüge oft mehrere Tage hintereinander wegen des Windes ausfallen.

Die “Leopard Cave” liegt oberhalb von Thini

In Jomsom kann man auf das rechte, westliche Flussufer des Kali-Gandaki (Stadtteil “New Jomsom”) wechseln und entlang der Straße in knapp zwei Stunden nach Marpha wandern. Der hier beschriebene Weg ist wesentlich ruhiger und verläuft bis Chhairo auf der Ostseite des Flusses, ohne Straße, braucht dafür aber auch dreimal so lang. An der ersten Brücke die Old Jomsom am Ostufer mit New Jomsom am westlichen Ufer des Flusses verbindet biegt man links ab. Der Weg steigt langsam an und man läuft einen Kilometer am Zaun oberhalb des Flugplatzes entlang. Bald erreicht man das malerische Dorf Thini. In Thini ist eine 1 „Leopardenhöhle“ (चितुवा गुफा, ​Leopard Cave) ausgeschildert, die auf einem Hügel kurz hinter dem Ortsausgang liegt. In der Höhle, die lange Zeit von einem Mönch bewohnt wurde, sollen schon mehrmals Schneeleoparden gesichtet worden sein. Von der Höhle aus hat man auch einen guten Blick auf den Ort und das Kali-Gandaki-Tal.

Zwischen Dhumba und Chhairo läuft man weit oberhalb des Flusses auf einem ausgesetzten Pfad

Nach der Höhle überquert man auf einer von zwei möglichen Brücken einen Zufluss des Kali-Gandaki (Thini Khola) und erreicht wenig später den Ort Dhumba. Der gleichnamige 2 Dhumba-See liegt zwischen den beiden Ortsteilen und einem Kloster von dem aus man wieder einen guten Rundumblick hat. Der See selbst ist eher ein größerer Teich und leider eingezäunt. Am Ufer des Sees kann man sich entweder links halten und kurz steil ansteigen oder nach rechts entlang einen Schlenker über zwei Serpentinen und das Kloster 1 Kutsab Terenga Gumba (कुत्सब तेरेंगा गुम्बा) gehen, es gehört zur Nyingma und ist 9–16 Uhr zugänglich. Anschließend führt der Weg wieder bergab in das Flussbett eines weiteren Zuflusses des Kali-Gandaki (Dhumba Khola). Die Wegmarkierungen sind hier nur spärlich. Man läuft durch das Dorf senkrecht auf das Flussbett zu und durchquert dieses auf geradem aber nicht offensichtlichen Weg. (Die genannten Zuflüsse des Kali-Gandaki sind auch im Höhenprofil dieses Abschnitts als deutliche Einkerbungen zu erkennen.)

Anschließend geht es noch einmal den Hang hinauf, wo der “Cliff Trail” beginnt – ein Weg der seit dem Straßenbau am Westufer des Kali-Gandaki an Beliebtheit gewinnt. Man wandert weit oberhalb des Tals; Links steigt der Fels so steil an, wie er rechts des Weges mehrere Hundert Meter in die Tiefe abfällt. Ab hier geht es wieder abwärts bis man den Ort Chhairo und das dort gelegene Tibetan Refugee Camp erreicht. In Chhairo gibt es mehrere Unterkünfte. Um in den größeren Ort Marpha zu gelangen überquert man eine Brücke und läuft noch eine halbe Stunde in die entgegengesetze Richtung an der Straße entlang.

Vollbildkarte