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Rhein-Radweg (Mittelrhein): Mainz − Bonn

Fahrrad
Brauchbarer Artikel
Aus Wikivoyage

Der Mittelrhein-Radweg ist ein Abschnitt des Rhein-Radweges und führt von Mainz bzw. und dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel über Rüdesheim, Bingen und Koblenz nach Bonn.

Dieser Radreiseführer beschreibt die Strecke vom Stadtzentrum Mainz bis zum Stadtzentrum Bonn, weil dies gute Einstiegspunkte sind. Mit der Bahn werden beide Städte mindestens stündlich mit InterCitys angefahren, die auch reservierungspflichtige Fahrräder mitnehmen.

Blick von der Loreley auf den Rhein Richtung St. Goarshausen

Achtung: Im Mittelrheintal gibt es bisher nur linksrheinisch zwischen Bingen und Koblenz einen durchgehenden Radweg. Rechtsrheinisch zwischen Rüdesheim und Koblenz bestehen noch ein paar Lücken. Hier muss aktuell teilweise noch die Bundesstraße genutzt werden. Es besteht der Plan, bis zur Bundesgartenschau 2029 diese Lücken zu schließen.

Streckenprofil

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  • Länge: etwa 160km.
  • Ausschilderung: Logo mit gelben Euroradler auf blauem Grund und der Bezeichnung „Rhein“, in Hessen „RHEIN RHIN“. Zwischenwegweiser bestehen in Rheinland Pfalz aus einem grünen Pfeil auf weißem Grund und sind oft schwer auszumachen. In Hessen ist der Rheinradweg nur bis Oestrich-Winkel ausgeschildert. Ab der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen in Bad Godesberg und Bad Honnef wird der Rheinradweg als „Elebnisradweg Rheinschiene“ ausgeschildert.
  • Steigungen: keine
  • Wegzustand: gut, fast immer asphaltiert, ausgenommen Alternativwege
  • Verkehrsbelastung: häufig neben stark befahrener Bundesstraße, an einigen Stellen auf der Bundesstraße. Rechtsrheinisch zwischen Rüdesheim und Koblenz noch kein durchgehender Radweg. Bis zur BUGA 2029 besteht der Plan die Lücken zu schließen.
  • Geeignetes Fahrrad: 3-Gang
  • Familieneignung: ja, aber an einigen Stellen erhebliche Verkehrsbelastung
  • Inlinereignung: teilweise ja

Hintergrund

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Geografisch gehört der Rheingau noch zum Oberrhein. Erst ab Bingerbrück am Zufluss der Nahe bzw. an der Stromschnelle Bingerloch beginnt der Mittelrhein im beliebten Mittelrheintal. Das Mittelrheintal endet in Bad-Godesberg bei Bonn.

Wie bereits erwähnt: Dieser Radreiseführer beschreibt die Strecke vom Stadtzentrum Mainz bis zum Stadtzentrum Bonn, da dies gute Einstiegspunkte in den Abschnitt des Mittelrheins sind.

Vorbereitung

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Zeitlich lässt sich die Strecke Problemlos in zwei bzw. drei Tagesetappen an einem verlängertem Wochenende bewältigen. Allerdings verpasst man dann viel. Um den Streckenabschnitt auch kulturell zu erkunden, kann man inklusive Aufenthaltstagen durchaus eine Woche einplanen.

Anreise

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Mit der Bahn

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  • Mainz Hauptbahnhof (barriefrei)
  • Mainz Römisches Theater − nur S-Bahn (S8) und Regionalbahnen (Treppen!). Von der Unterführung über den Zebrastreifen, durch das Haus und rechts in die Dagobertstraße bis vor die Brücke zum Winterhafen, dort aber links am Rheinufer stromabwärts.
  • Mainz-Kastel − S-Bahn (S1, S9) und StadtExpress aus Frankfurt oder Wiesbaden Hbf (Wiesbaden-Frankfurt: Treppen, über Bahnschranke möglich aber verboten!). Der Bahnhof liegt fast direkt am rechtsrheinischen Rheinradweg (Schranke überqueren, oder auf den Brückenkopf der Theodor-Heuss-Brücke und die Rampe runter).

Das Hessenticket für bis zu 5 Personen gilt rechtsrheinisch bis Lorchhausen und im gesamten Mainzer Stadtgebiet bei kostenloser Fahrradbeförderung.

Unterwegs

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Linksrheinisch:

  • InterCity, stündlich durchgehende Verbindung mit Halt in Koblenz und einzelnen Halts in Bingen Hbf oder Boppard (Fahrradreservierungspflicht).
  • RegionalExpress: Frankfurt − Mainz − Bingen − Koblenz (nur Mo.-Fr. alle 1 - 2 Stunden), sowie
    RE1: Koblenz − Andernach − Bonn − Köln − Emmerich (stündlich)
  • Regionalbahn Mittelrheinexpress: Mainz − Bingen − Koblenz − Bonn Hbf − Köln − Köln-Deutz

rechtsrheinisch:

  • Regionalbahn Rheingauliner: Frankfurt − Wiesbaden − Rüdesheim − Lahnstein − Koblenz Hbf − Neuwied, mindestens stündlich.
  • Regionalbahn: Koblenz Hbf − Koblenz Stadtmitte − Neuwied − Bonn-Beuel − Köln, stündlich
  • RegionalExpress RE8: Koblenz Hbf − Koblenz-Ehrenbreitstein − Neuwied − Bonn-Beuel − Köln − Mönchengladbach.

Die Fahrradmitnahme ist in Rheinland-Pfalz ab 9 Uhr und am Wochenende ganztags kostenlos. Beim Übergang von einem anderen Bundesland muss ein Fahrradtageskarte zu 5,- € gelöst werden. Im hessischen RMV-Verbund ist die Fahrradbeförderung generell kostenlos. RMV-Fahrkarten und Hessenticket gelten auch in Mainz.

Das Rheinland-Pfalz-Ticket zu 21€ − 37€ für 1 - 5 Personen gilt linksrheinisch über Rolandseck hinaus bis Bonn Hbf und rechtsrheinisch auch über Wiesbaden und Rüdesheim bis vor die Grenze zu NRW in Unkel.

Mit dem Fahrrad

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Linksrheinisch (Innenstadt Rheinufer):

Rechtsrheinisch (Mainz-Kastel)

Auf der Straße

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Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen.

Wer mit dem Auto anreist kommt allerdings per Bahn recht einfach zurück zum Wagen.

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten

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Karte
Karte von Rhein-Radweg (Mittelrhein): Mainz − Bonn

1. Etappe: Mainz / Wiesbaden - Bingen / Rüdesheim: etwa 35 bis 40km

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Der von Süden kommende Rhein macht am Zufluss des Mains einen Knick nach Westen. Der Strom verzweigt sich und fließt wieder zusammen, langgestreckte Inseln und Auen auch am Ufer bilden ein fast natürliches und abwechslungsreiches Gewässer. Aufgrund dieses breiten Stroms wird der Rhein hier auch als "Inselrhein" bezeichnet.

Am nördlichen Ufer, also rechtsrheinisch, breitet sich auf den Taunushängen der Rheingau aus. Südlich des breiten Stroms grenzt Rheinhessen hier an das linksrheinische Ufer.

Linksrheinisch in Rheinhessen: Mainz − Ingelheim − Bingen: 35km

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Unterwegs in Rheinhessen
Vom Fähranleger Budenheim geht geradeaus vor dem Sommerdeich ein schöner Weg durch Streuobstwiesen und später am Altrhein entlang.

Zwischen 1 Mainz und Bingen ist der offizielle Rheinradweg meist recht eintönig. Wer aber einfach "Strecke" machen möchte, ist hier richtig.

Es geht von Mainz-Stadtmitte erst durchs Industriegebiet mit viel Kfz-Verkehr. Dann wird es ruhiger, geht aber durch Schrebergärten und Obstplantagen meist hinter dem Deich entlang. Die Strecke ist auf asphaltierten oder betonierten Wirtschaftswegen zwar meist gut fahrbar, aber Blicke auf den Rhein sind selten.

Der historisch bedeutsame Stadtkern von Ingelheim liegt abseits der Strecke. Aber ab 1 ist ein Abstecher zur Kaiserpfalz im alten Ortskern von 1 Nieder-Ingelheim problemlos möglich (zwei Kilometer einfach). Es sind von der Kaiserpfalz noch frei zugängliche Mauerreste vorhanden. Ferner gibt es ein Museum.

Alternativwege näher am Rheinufer: Auf dieser Seite gibt es Alternativwege, die direkt oder in der Nähe des Ufers entlang laufen und bei trockenem Wetter gut befahrbar sind: Vom Mombacher Kreisel geht es an der Autobahnzufahrt rechts vorbei, ab der Autobahnbrücke auf dem Sommerdeich direkt an den Auwäldern entlang nach Budenheim. Ab der "Sonntags-Fähre Budenheim" sollte man nicht mehr dem ausgeschilderten Rheinradweg folgen, sondern den Weg rechts des Sommerdeichs nutzen. Hier erlebt man die Natur der Streuobstwiesen und Auenwälder. Wenn der breite Weg einen Linksknick macht, weiter geradeaus den Pfad nehmen, man kommt kurz darauf auf breitem Weg am Altrheinarm an und landet dann in Heidenfahrt. Auch hier wieder am Ufer bleiben bis zum Hafen in Ingelheim Frei-Weinheim. Zwischen Hafenbecken und Deich geht wiederum in Rheinnähe ein breiter Weg bis Bingen. Sonntags wird es am Rhein allerdings sehr eng. · Details siehe auch: Radreise-Wiki

Fähre Rüdesheim − Bingen

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  • Von Bingen Brücke 5 fährt eine Personenfähre nach Rüdesheim Brücke 19 montags bis freitags stündlich bis 18 Uhr. Im Sommer (1. Mai - 31. Okt.) fährt sie täglich alle 40 min. bis ca. 22 Uhr. · Fahrplan − empfohlene Fähre

Rechtsrheinisch im Rheingau: Mainz-Kastel − Eltville − Rüdesheim: 34km

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Ufer bei Wiesbaden
Noch schnell ein Sonnenbad in Mainz-Kastel, bevor es auf die Reise zur kühlen Nordsee geht. Nach Biebrich geht es unter die Theodor-Heuss-Brücke.
Unterwegs im Rheingau
Weinprobierstand am Rhein in Walluf

Das Stadtzentrum von 2 Wiesbaden liegt abseits des Rheinufer. Wer Zeit für einen Aufenthaltstag in Mainz bzw. Wiesbaden hat: Eine Besichtigung lohnt. Tipp: Unbedingt den Neroberg besuchen.

  • Stadtteile von Wiesbaden am Rheinufer:
    • Mainz-Kastel − Theodor-Heuss-Brücke
    • Mainz-Amöneburg − Über die Eisenbahnbrücke gelangt man zwar ans Mainzer Ufer, aber eingezäunte Industriegleise versperren die Fahrt nach Westen.
    • Biebrich − Schloss Biebrich mit Schlossgarten, − Abzweig des Rheinradwegs zur Wiesbadener Innenstadt mit unvollständiger Ausschilderung.
    • Schierstein − Hafen mit vielen Gartenlokalen.
  • Walluf − Sonnstagsfähre nach Budenheim, Weinprobierstand, es folgt der schönste naturnahe Abschnitt des Rheins wenn man weiter geradeaus fährt. Folgt man der Beschilderung, wird man über die stark befahrene Landstraße geschickt. In Eltville gibt es keine Radwege.
  • Eltville am Rhein − Rosengarten der Kurfürstlichen Burg, Weinprobierstand am Rheinufer.
    • Erbach
    • Hattenheim − Weinprobierstand am Rheinufer
  • Oestrich-Winkel
    • Oestrich − Alter Kran
    • Mittelheim − Auto-Fähre nach Ingelheim Frei-Weinheim
      Offizielles Ende des rechtsrheinischen Rheinradwegs. Empfehlung: Weiterführung am Rhein auf dem neuen Hess. Radfernweg R3 bis Rüdesheim und dort die Fähre nach Bingen nehmen.
    • Winkel
  • Geisenheim
  • Die Ausschilderung endet hinter dem Brückenbogen der ehemaligen Hindenburgbrücke. Von hier geht es links zum Rüdesheimer Ufer und dann am Schwimmbad vorbei.
  • Rüdesheim − Die Personen- und Autofähren nach Bingen sind am Ende der Stadt in Höhe des Bahnhofs.

Höhenvariante im Rheingau mit Kloster Eberbach

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Variante für Pedelecnutzer: Ab Eltville zweigt eine Variante des Hessischen Radfernwegs R3 als "R3a" Richtung Kloster Eberbach ab. Die Strecke verläuft als bergige Panoramaroute durch die Weinberge. Teilweise werden allerdings Landstraßen genutzt. Ankerpunkt des R3a ist das zurecht viel besuchte 2 Kloster Eberbach . Bei Rüdesheim kommt man wieder zurück an das Rheinufer.

2. Etappe Bingen / Rüdesheim - Koblenz: etwa 65km

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Oberer Mittelrhein

Bisher floss der Rhein mit geringem Gefälle durch eine flache Talebene und hat ein Breite bis zu 800m eingenommen. AB Bingen stellte sich das Mittelgebirge dem Rhein entgegen. Der Strom hat sich hier ein Schroffes Druchsbruchstal geschaffen. Es wird eng, beidseitig wurden Eisenbahnen und Straßen angelegt. Verkehrslärm ist meist zu hören. Das Tal bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten.

Wer mehr erleben möchte, sollte die Etappe halbieren und z.B. in St. Goar oder auch St. Goarshausen noch einmal übernachten. Oder gleich einen Aufenthaltstag einlegen und die Loreley besuchen.

Der offizielle Rheinradweg der D-Route 8 verläuft im oberen Mittelrheintal als baulich durchgehende Strecke linksrheinisch. Dies ist die empfholene und bisher in der Regel auch meist genutzte Variante. Wer auf die Loreley möchte kann von St. Goar einfach mit der Fähre übersetzen.

Linksrheinisch Bingen − Boppard − Koblenz

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Wie bereits erwähnt gibt es hier bereits Seit Jahrzehnten eine durchgehende Radroute. Die linke Rheinseite ist auch belebter. Hier findet sich z.B. die Stadt Boppard.

Oberes Mittelrheintal: linksrheinisch
Blick auf die Nahemündung in Bingen

3 Bingen Start der Etappe am Rhein-Nahe-Eck. Der Hauptbahnhof von Bingen ist nicht weit.

~ ~> Auf den 13km zwischen Bingen und Bacharach verläuft die Strecke als Uferweg schön direkt am Rhein. Von den Abgasen der Straße ist man so durch die Bahn getrennt. Der Weg ist meist gepflastert und geschätzt gute zwei Meter breit. Begegungen mit üblichen Kinderhängern und mehrspurigen Rädern sollten bis 0,9m Breite kein Problem darstellen (Bild Mapillary). An den Ortskernen von Trechtingshausen und Niederheimbach fährt man am Ufer vorbei. Durch Bahnunterführungen sind Abstecher möglich. Hier im Bereich der Ortspromenaden bitte als Radfahrer entsprechend auf Fußgänger Rücksicht nehmen. Achtung: Die Strecke liegt im direkten Hochwasserbereich. Die Streckensperrungen bitte beachten. Dann bleibt leider nur die Nutzung der bedeutend höher liegenden, aber stark befahrenen Bundesstraße B 9 übrig.
  • 4 Trechtingshausen - Hier südlich des Orts die alte Clemenskapelle und ein etwas spartanischer Rastplatz.
  • 5 Niederheimbach - Südlich findet sich hier Burg Sooneck. Aufgang / Auffahrt zur Anlage aus dem Bereich Niederheimbach. Burg wurde im 13. und im 17. Jahrhundert zerstört und im 19. Jahrhundert als Jagdburg wieder errichtet.
Fachwerkromantik in Bacharach

6 Bacharach - Kleiner aber sehenswerter Stadtkern. Hier lohnt in jedem Fall ein Abstecher bzw. erster Stopp: Historische Gebäudeensembles, eine intakte Stadtmauer, die Kirche St. Peter und die Ruinen der gotischen Kapelle St. Werner prägen die Stadt. Über der Stadt liegt die Burg Stahleck (heute Jugendherberge).

~ ~> Nun wechselt die Radroute nach oben an die Bundesstraße. Es gibt aber einen Grünstreifen mit sicherer Barriere zur Straße hin. Der Weg selbst dürfte geschätzt mindestens 2,5m bis oft sogar 3,5m bis 4m Breit sein. Wegmotiv von Mapillary

7 Oberwesel - 3km zum Teil begehbare mittelalterliche Stadtmauer mit 16 von 21 erhaltenen Wehrtürmen. Ruine Schönburg aus dem 12. Jh., Liebfrauenkirche (auch "rote Kirche" genannt) von 1308.

~ ~> Zwischen Oberwesel und St. Goar Radweg ohne Barriere zur Bundesstraße. Der Bordstein wurde aber immerhin durch zwei weiße Linien hervorgehoben. Achtung trotzdem bei Fahrrad-Gegenverkehr, da Radweg geschätzt um die 2m bis 2,3m breit. Wegmotiv von Mapillary

8 St. Goar - Sehenswerte Stiftskirche. Die Ruine der Burg Rheinfels erhebt sich hoch über dem Rhein. Fähre nach St. Goarshausen, von dort die Loreley erreichbar.

~ ~> Auf den 12km außerorts zwischen St. Goar und Boppard ist der geräumige Radweg entweder durch einen Grünstreifen von der Straße getrennt (Bild Mappillary) oder durch eine sichere Barriere (Wegmotiv von Mapillary). Es gibt aber auch Bereiche wo die Strecke vermutlich nur per Borstein getrennt ist und geschätzt nur um die 2 bis 2,3m Breit ist (Bild Mapillary).
Ab Hirzenach wird die Radroute auf 6km fast zu einer Art Radschnellweg: Gut asphaltiert, Barriere zur Straße. Eine weiße Trennlinie zeigt den Gehbereich zum Rhein hin an. Wenn man hier mal eine Rheinimpression knipsen möchte, gibt es also keinen Stress mit anderen Radfahrern (Bild breiter Radweg Höhe Bad Salzig).
Vor Boppard dann allerdings wieder Radweg um die 2 bis 2,3m nur mit Bordstein. In Boppart geht es schön entlang es Ufer. Hier in Boppard Verkehrsberuhigter Bereich – also langsam fahren.
Der Vierseenblick besteht aus 4 Teilen der Bopparder Rheinschleife

9 Boppard − lebendige Stadt und Uferpromenade mit vielen schönen Häusern. Die Gastronomie lädt zur Einkehr ein. Ruinen der römischen Garnison Bodobriga, kurfürstliche Burg von 1327, Kirche St. Severus (12.-13. Jh.). Wer möchte kann mit dem Sessellift zum 4-Seen-Blick auffahren. Oben gibt es Gastronomie.

Von Boppard fährt eine Bahn in den Hunsrück nach Emmelshausen. Von dort kann man auf einer ehemaligen Bahntrasse auf dem Schinderhannes-Radweg nach Simmern radeln.
Blick rheinaufwärts: Breiter Radweg zwischen Boppard und Spay: Separation vom Fußverkehr und sichere Barriere zur Straße
~ ~> Zwischen Boppard und Spay wieder Radweg mit Barriere und oft auch schön breit.

10 Spay - Kleines Dorf mit ein paar Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, Campingplatz südlich des Ortes.

~ ~> Ab Ortseingang Spay schön idyllisch abseits des Kfz-Verkehrs direkt am Ufer entlang. Die Wege liegen teils im direkten Hochwasserbereich. Sie sind gut fahrbar gepflastert aber wohl in Teilen nur um die 2m Breit. Bei Begegnungen acht geben (Bild Mapillary Blick stromaufwärts). Es gibt schön Blicke hinüber zur Marksburg bei Braubach.
Gastronomie im Ortskern Rhens

11 Rhens - Wer vor dem Trubel an der Rheinpromenade in Koblenz noch ein ruhigeres Ziel sucht, kann einen Abstecher in den historischen Kleinstadtkern machen. Es finden sich schmucke Fachwerkhäuser und auch Reste einer Stadtmauer. Einkehrmöglichkeiten am prachtvollen Fachwerkbau des Alten Rathauses. Am nahen Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung findet sich auch eine E-Bike-Ladestation. Knapp 1,5km südlich des Ortskerns liegen ein Campingplatz und Lebenmittelmärkte für die Verpflegung.

~ ~> Nördlich Rhens rückt 12 Schloss Stolzenfels in den Blickpunkt. Die Anlage kann gegen Eintritt besichtigt werden. Der Rhein-Radweg bleibt zwischen Rhens und Koblenz direkt am Ufer. Teilweise etwas gröberes Pflaster, aber noch eingermaßen fahrbar. Im weiteren Verlauf auch wassergebundene Feinschotterdecken. Bald ist die belebte Rheinpromenade in Koblenz erreicht. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum 3 Deutschen Eck , dem Endpunkt dieser Etappe.

13 Koblenz - Deutsches Eck an der Moselmündung, Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein.

Rechtsrheinisch: Rüdeheim - St. Goarshausen - Koblenz

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Oberes Mittelrheintal: rechtsrheinisch
Burgruine Ehrenfels am Historienweg zwischen Rüdesheim und Assmannshausen unterhalb des Niederwalddenkmals mit Blick auf Bingen

Zwischen Rüdesheim und Lahnstein gibt es bisher keinen durchgehenden Radweg. Große Teile der Strecke wurden als aufwendige, über den liegende Betonkostruktion aber bereits errichtet. Trotzdem gibt es immer noch einige längere Abschnitte, auf denen man auf die stark befahrene Bundesstraße muss. Ziel ist es bis 2029 zur Bundesgartenschau im Mittelrheintal auch hier eine sichere durchgehende Route zu bauen.

Der Abschnitt Rüdesheim - Lorch - Kaub ist mittlerweile sicher fahrbar. Lediglich bei Rüdesheim noch kurze 300m lange Lücke, die aber mit Überholverbot für Kfz und Tempolimit abgesichert ist.

14 Rüdesheim - weltbekannte viel besuchte Stadt am Rhein mit Drosselgasse, Seilbahn zum Niederwald-Denkmal, viele Einkehrmöglichkeiten.

~ ~> Radweg entlang der Bundesstraße B 42 nach Assmannshausen: Hier gibt es mittlerweile direkt an der B 42 einen fasst durchgehenden Radweg mit Barriere hin zur Bundestraße. Lediglich im Bereich der Fähre bei Rüdesheim besteht noch eine 300m lange Lücke. Die neue Strecke nach Assmannshausen verläuft als sogenannter Kragarm überhängend über dem Rhein. Diese aufwendige Betonkonstruktion war notwendig, da es hier keinen Platz für einen Radweg gab. Die Bauzeit für den 11km langen durchgehenden Radweg von Rüdesheim bis Lorch betrug 17 Jahre. Dabei wurde auch die Bundesstraße umfassend mit erneuert. Zur Bundesstraße hin ist der etwa 2,5m breite Rad- und Gehweg mit einer Barriere sicher abgetrennt. Die Strecke ist mit gängigen Fahrradanhängern, wie Kinderhängern von 0,9m Breite, befahrbar. Bei Gegenverkehr sollte, sofern alle etwas aufpassen, eine Begegung sicher möglich sein. Testvideo des HR auf Youtube mit Fahrt von Lorch nach Rüdesheim
Alternative Bergvariante Rüdeshein - Assmannshausen: Durch Weinberge und Wald nach Assmannshausen auf dem Historienweg
Der Historienweg startet links am Parkplatz P2. Dort steht auch eine große Tafel. Der Weg führt oberhalb des Ortes durch die Weinberge und wird auch als Panoramaweg bezeichnet. Der Weg ist asphaltiert, hinter dem Naturdenkmal Ramstein ist er dann geschottert. Man sollte rechts hoch fahren und den höher gelegenen Parallelweg weiter fahren. Beide Wege führen dann vereinigt oberhalb der Burgruine Ehrenfels vorbei und sind ab dort grob geschottert. Ein idyllischer Rastplatz mit zwei im Boden versenkten Wasser- und Weinschächten mit Gläsern warten auf die Verkostung der edlen Tropfen. Weiter geht es durch ein Waldstück, um dann in den Assmannshäuser Weinbergen zu landen. Der mittelschwere Anstieg wird belohnt mit wundervollen Ausblicken.
Blick auf Assmannshausen

15 Assmannshausen - GEmütliches, gern besuchtes Weindorf mit Einkehrmöglichkeiten. Sessellift auf die Höhe, von der Bergstation kann zu Fuß das Niederwalddenkmal erreicht werden.

~ ~> Auch zwischen Assmannhausen und Lorch besitzt die B 42 mittlerweile einen sicheren Radweg auf der Rheinseite. Ausbaubreite geschätzt 2,5m mit sicherer Barriere zur Straße hin.
Alternative zur Radweg an der B 42: Nach ca. 2km geht eine Bahnunterführung zum Natur-Campingplatz Suleika. Gleich hinter der Bahn beginnt links die asphaltierte Alternative zur Straße. Es geht zunächst erst mal leicht bergauf und kommt dann in Lorch an der Kirche an.

16 Lorch am Rhein - Kleinstadt mit schönem Ortskern am Markt.

~ ~> Zwischen Lorch und Kaub ebenfalls sicherer Radweg direkt über dem Rhein an der Bundesstraße. Unterwegs kommte man an 17 Lorchhausen vorbei. Das kleine Dorf gehört zur Stadt Lorch.
Zollburg Pfalzgrafenstein bei Kaub

18 Kaub Autofähre auf die linke Rheinseite, Zollburg Pfalzgrafenstein auf einer Rheininsel (Überfahrt per Boot möglich)

19 St. Goarshausen Hier liegt die bekannte Loreley

~ ~> Zwischen St. Goarshausen und Kestert gibt es auf den 5km außerorts keinen durchgehenden und sicheren Radweg an der B 42. Teilweise gibt in einem kurzeren Bereich rheinseitig einen Hochbordweg mit geschätzten 1,8 bis 2m Breite. Dieser besitzt allerdings zur Straße hin keine Barriere. Der Weg ist nicht als Radweg beschildert.

20 Kestert - kleines Dorf mit Einkehr- und übernachtungsmöglichkeiten.

~ ~> Hier findet sich auf den 4km außerorts ein als benutzungpflichtig beschilderter Geh- und Radweg. Die Strecke ist geschätzt um die 2m breit. Allerdings fährt es sich nicht schön, wenn einem Kfz quasi direkt mit Tempo 100 entgegen kommen. Denn auch dieser Hochbordradweg besitzt keine sichere Barriere zur Bundesstraße hin. Bild Mapillary Radweg Kestert - Kamp-Bornhofen

21 Kamp-Bornhofen typischer Dorf mit Mittelrheintal. Zwei Burgen als feindliche Brüder"

22 Braubach - Markburg noch über dem Rhein, Ein Besuch lohnt. Es handelt sich hier um die beste noch fast vollständig erhaltene "Ritterburg" am Mittelrhein.

23 Lahnstein , Mündung der Lahn

Koblenz: Blick aus der Rheinseilbahn 2011

Koblenz , rechtsrheinisch liegt hier über dem Strom die Festung Ehrenbreitstein.

3. Etappe: Koblenz - Bonn (etwa 65km)

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Unteres Mittelrheintal

Nachdem Neuwieder Becken wird das Rheintal ab Andernach wieder enger und schroffer. Erst vor Bonn geben die Berge den Rhein wieder frei.

Ob man besser links- oder rechtsrheinnisch radeln sollte? Nun, eine eindeutlige Empfohlung lässt sich hier nicht aussprechen. Es z.B. davon ab welche Sehenswürdkeiten einem interessieren. Aber es bestehen einige Rheinquerungen per Brücke und Fähre, so dass problemlos die Flussseite gewechselt werden werden kann.

Linksrheinisch

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  • Koblenz - Etappenstart am Deutschen Eck
  • 25 Andernach Histstadt mit Resten der Stadtmauer, belebte Promenade. Wer möchte kann den Kaltwassergysir besuchen. Für die Schiffstour mit Besuch des Infozentrum ist allerdings ausreichend Zeit einzuplanen.

rechtsrheinsich

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Blick aus dem Bereich des Drachenfels auf Königswinter und Bonn, rechts das Schloss Drachenburg
  • Koblenz-Ehrenbreistein
  • Bonn-Beul - über die Kennedybrücke ist schnell das Zentrum der Stadt erreicht.

Sicherheit

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Bei den leider zum Teil engen Zweirichtungsradwegen ohne bauliche Barriere zu Straße bei Gegenverkehr acht geben. Teilweise ist hier nur ein Bordstein vorhanden. Wenn gerade dann noch LKWs entgegen kommen kann es hier durch den Sog heikel werden.

Sofern kein Gegenverkehr auf dem Radweg, sollte man sich auf dem Weg am besten eher links halten um entsprechenden Abstand zum entgegenkommenden Kfz-Verkehr halten zu können. Problematisch wird es aber wenn Radverkehr entgegen kommt und man nah an den Bordstein muss. Und dann noch ein entgegenkommender LKW direkt auf der Straße mit seinem Windschlag - sicher ist was anderes.

Weiter geht's

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Fahrrad:
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Bahn:
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  • Bonn Hauptbahnhof − InterCity mit Fahrradreservierung (mind. stündlich), Regional-Express und Regionalbahnen.
    • Stadtbahnen nach Köln und Siegburg, Sperrzeiten für Fahrräder beachten.
  • Bonn-Beuel − Regional-Express und Regionalbahn

Für die Fahrradmitnahme müssen in NRW immer Fahrradkarten gelöst werden, bei Fahrkarten des Rhein-Sieg-Verkehrsverbundes ist eine zusätzliche Fahrkarte der Preisstufe 1b (2,50 €) zu lösen.

Literatur- und Kartenhinweise

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Radwanderführer

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  • Bikeline Broschüre Rhein-Radweg Band 1 - 3
  • Leporellos Rhein-Radweg Rhein-Radwanderkarte Leporello 2 bis 5
    • Band 4: Radwanderkarte - Radwanderkarte - LeporelloRhein-Radweg 4 Speyer - Köln, 1:50.000, ISBN 978-3-89920-333-2

Digitale Karten

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Brauchbarer Artikel
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