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Maria Gern

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Ort Maria Gern mit Wallfahrtskirche von Süden
Ort Maria Gern mit Wallfahrtskirche von Süden
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Maria Gern (Berchtesgaden)
Regierungsbezirk Oberbayern
Einwohner < 100
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Höhe 740 m
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Lage
Lagekarte von Deutschland
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Maria Gern

Der Ort Maria Gern liegt nordöstlich von Berchtesgaden. Die Wallfahrtskirche Maria Gern, malerisch mitten in der Hochgebirgswelt der Berchtesgadener Alpen gelegen, wird zu den allerschönsten Landkirchen in ganz Bayern gezählt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Ort Maria Gern liegt im Hochtal des Gerner Baches zu Füßen des Untersbergs mit Südblick auf Watzmann und die Hochgebirgskullise der Berchtesgadener Alpen.

Ort Maria Gern mit dem Untersberg

Der Name Gern wird von mittelhochdeutsch "gere", das ist ein dreieckiges keilförmiges Stück oder auch ein Speer oder Wurfspieß, abgeleitet. Die erste urkundliche Erwähnung einer Gnotschaft Gern ist ein Kaufbrief aus dem Jahr 1432, die Ortschaft zählt damit zu den Urgnotschaften im Berchtesgadener Land.

In der Säkularisation wird 1803 der bis dahin souveräne Kirchenstaat Berchtesgaden aufgelöst und Maria Gern wechselt mit dem Berchtesgadener Land zunächst zum Kurfürstentum Salzburg, dann zum Kaiserreich Österreich und kommt ab 1810 zum kurz zuvor im Jahre 1806 neu entstandenen Königreich Bayern.

Maria Gern war bis 1972 selbstständige Gemeinde und wurde erst in der bayerischen Verwaltungsreform ein Ortsteil von Berchtesgaden. Weitere Gemarkungen sind Vordergern, Obergern und Hintergern.

Anreise[Bearbeiten]

Der Ort liegt ca. 4 km Luftlinie nördlich vom Ortszentrum Berchtesgadens.

Entfernungen
Bischofswiesen 5,6 km
Berchtesgaden 5,8 km
Königssee 10 km
Bad Reichenhall 19 km
Salzburg 26 km
Rosenheim 96 km
München 154 km
Hamburg 932 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Nächster größerer internationaler Flughafen ist der Flughafen München (auch "Franz Josef Strauß", 194 km, ca. zwei gute Autostunden). Von hier bieten vor allem Lufthansa und ihre Partner der Star Alliance Verbindungen zu Städten in Deutschland, Europa und weltweit. Als zweitgrößter Flughafen Deutschlands ist er mit einer steigenden Anzahl von Städten verbunden.
  • Noch schneller erreichbar ist der Flughafen Salzburg (28 km, ca. eine knappe halbe Autostunde);

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Bischofswiesen und Berchtesgaden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das Berchtesgadener Land liegt im südöstlichsten Zipfel Deutschlands, die Anfahrt ist nur von Norden her möglich, für Fernreisende empfiehlt sich die Anfahrt über die Autobahn A8 (München-Salzburg):

  • RWBA Autobahnausfahrt.svg Bad Reichenhall (in D) und über die Bundesstraße 21 und ab Bad Reichenhall auf der Bundesstraße 20 bis Bischofswiesen und weiter nach Maria Gern.
  • Von Westen (München) kommend: RWBA Autobahnausfahrt.svg Traunstein-Siegsdorf , weiter auf der Bundesstraße 306 über Inzell und auf der Bundesstraße 305 auf landschaftlich äußerst reizvoller Strecke (Deutsche Alpenstraße) ab Ramsau auf der Staatsstraße nach Bischofswiesen und weiter nach Maria Gern.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Der RVO (Regionalverkehr Oberbayern / DB) betreibt die Buslinien in der Region;
Regionalverkehr Oberbayern GmbH, Hirtenstraße 24, D-80335 München; Tel.: +49 / (0)89 / 55164-0, Fax: +49 / (0)89 / 55164-199; Info;
Seit Dez. 2008 sind mit der Kurkarte der Gemeinden von Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Bischofswiesen, Ramsau und Marktschellenberg auf den Linien der RVO im Verbandsgebiet die Busfahrten mit einigen Einschränkungen kostenlos.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wallfahrskirche Maria Gern
Kircheninneres

Wallfahrtskirche Maria Gern[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert waren Hauptziele der Marienfwallfahrt im Berchtesgadener Land die Mariengnadenbildern in (Groß-)Gmain, in Dürrnberg und die Ährenkleidmadonna der Augustinerinnen in Berchtesgaden (in der heutigen Franziskanerkirche). Ein erstes Gnadenbild in Maria Gern war eine geschnitzte Madonna (heute Privatbesitz) in einem Bildstock am Platz der heutigen Angererkapelle. Diese Figur war Ziel einer ersten Wallfahrt im 17. Jahrhundert. Beleg für eine erste Kapelle in ist eine Votivtafel aus dem Jahre 1626, weitere nachfolgende Kirchengebäude sind durch Votivtafeln der Wallfahrt dokumentiert.

Die heutige Wallfahrtskirche entstand in den Jahren 1708 bis 1710 unter dem Druck der zunehmenden Wallfahrt aus dem Berchtesgadener Land und auch aus dem angrenzenden Österreich. Der Architekt ist unbekannt, die Ausführung erfolgte durch Berchtesgadener Künstlern und Handwerksmeister, namentlich dem Maurermeister Jakob Hilliprandt und der Hofzimmermeister Gabriel Wenig. Der Altar stammt von Kaspar Schneider. Der Kirchturm wurde erst 1724 im Jahr der Einweihung vollendet.

Im Inneren der Kirche besonders sehenswert ist der Hochaltar, der Stuck und die Fresken und die zahlreichen Votivtafeln hinter dem Altar, die Ältesten stammen aus den Jahren 1618 und 1628. Das heute verehrte Gnadenbild ist eine von Wolf Hueber aus Tirol geschnitzte Madonna aus dem Jahre 1666.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Bischofswiesen und Berchtesgaden.

Küche[Bearbeiten]

Tal des Gernbachs in Maria Gern
  • Gasthof Bachgütl

Nachtleben[Bearbeiten]

Wer Abends außer Haus und auf Tour gehen möchte, für den empfiehlt sich Berchtesgaden und Bad Reichenhall.

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Lawinenwarndienst für Bayern.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die nächsten Ärzte und Apotheken befinden sich in Bischofswiesen und in Berchtesgaden

Das nächste Krankenhaus zur Allgemeinversorgung ist die:

Kurzinfos
Telefonvorwahl 08652
Postleitzahl 83471
Kennzeichen BGL
Zeitzone UTC+1
Notruf 112 / 110
Bergwacht-Notruf 19222

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Karten[Bearbeiten]

  • Kompass Wanderkarte Blatt 14: "Berchtesgadener Land und Chiemgauer Alpen" (1:50.000, für Wanderer und Radfahrer);
  • freytag & berndt (1:50.000) Blatt WKD5 (Wanderer, Rad und Schitourenkarte).

Weblinks[Bearbeiten]

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