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Hagengebirge

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Der Gebirgsstock des Hagengebirges, manchmal auch als Hagen Gebirge geschrieben, ist ein Teil der Berchtesgadener Alpen und gehört damit zu den Salzburger Kalkalpen. Das Gebirge liegt zwischen dem Königssee und dem Tal der Salzach, nach den Flächenanteilen liegt die Region überwiegend im österreichischen Bundesland Salzburg (Tennengau und Pongau), das westliche Viertel liegt im deutschen Oberbayern.

links Göllstock, Mitte Torrenjoch, rechts Hagengebirge

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Talort im Berchtesgadener Land ( Oberbayern) ist Schönau am Königssee (630 m).

Talorte im Salzachtal (Salzburger Land):

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die größten Teile des Gebirges gehören zum österreichischen Naturschutzgebiet Kalkhochalpen, die westlichen Randbereich sind Teil des Nationalparks Berchtesgaden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Abmessungen im Grundriss betragen ca. 12 mal 10 Kilometer bei rund 100 Quadratkilometer Gesamtfläche. Die höchsten Gipfel sind das Große Teufelshorn (2.362 m) und der Kahlersberg (2.350 m), sie befinden sich an den Rändern des Gebirges. Da die Gipfel im Inneren niedriger sind, handelt es sich beim Hagengebirge um einen Plateaugebirge.

Umgrenzt wird das Hagengebirge im Westen vom [Königssee]], nach Norden schließt es über das Torrener Joch und den Einschnitt des Bluntautals an den Göllstock an. Im Osten wird es vom Tal der Salzach vom Tennengebirge abgetrennt, im Süden ist das Blühnbachtal die Grenze zum Hochkönig. Über die Teufelshörner ist das Hagengebirge im Südwesten mit dem Steinernen Meer verbunden.

Während die Seite zum Königssee mit der Jennerbahn gut erschlossen ist, gelten die übrigen Regionen im Hagengebirge als eher ruhig und einsam.

Geologie[Bearbeiten]

Das Hagengebirge ist wie seine Nachbargebirge aus Dachsteinkalk aufgebaut, das sind Ablagerungen von Meeresorganismen am Grunde des Urmeeres Tethys vor rund 200 Millionen Jahren. Im Kern besteht das Gebirge aus Ramsaudolomit, das ist ebenfalls ein Kalkgestein. Anschließend wurde das Gebirge mit der Auffaltung der Alpen angehoben.

Folge der Verwitterung des Kalks im Hagengebirge sind die das verkarstete Hochplateau und die steilen Flanken zum Königsse und zum Salzachtal hin. Eine weitere Folge der Verwitterung des Kalks sind die riesigen Höhlensysteme im Inneren des Gebirges, die 1947 entdeckte Tantalhöhle ist auf bisher 34 km erforscht und die größte bekannte Höhle im Salzburger Land.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick vom Schneibstein zum Watzmann

Der 1 Schneibstein ist ein beliebter Wanderberg. Er ist einer der technisch einfacheren Zweitausender in der Region. Als Bergwanderung und über Schrofen in ca. eineinhalb Stunde vom Torrenjoch (Stahlhaus, Schneibsteinhaus) aus erreichbar, von der Bergstation der Jennerbahn rund gute zwei Stunden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Sommer[Bearbeiten]

Im Winter[Bearbeiten]

  • Skigebiet in der Region ist das am nordseitig anschließenden Jenner mit der Talstation im Ort Schönau am Königssee.
  • Die Kleine Reibn ist eine der beliebtesten Skitouren in der Region, sie ist aber auch im Sommer als Wanderung möglich. Die Runde führt in der Standartversion von der Bergstation des Jenner über das Torrener Joch, den Schneibstein (2.275 m), Windscharte (2.164 m), Windschartenkopf (2.211 m) Seeleinsee (1.850 m) und über die Priesbergalm (1.460m) auf dem Königsweg zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz Hinterbrand.

Küche[Bearbeiten]

Von ehemals 27 Almen im Hagengebirge werden heute nur noch zwei almwirtschaftlich genutzt. Im Sommer bewirtschaftete Almen mit Einkehrmöglichkeit, keine reguläre Unterkunft:

Almen
Königsbachalm
  • 1 Königsbachalm (1.191 m). Tel.: (0)8652 5551. Einfachster Zustieg: von der Jennerbahn-Mittelstation oder Parkplatz Hinterbrand (1120 m) auf dem Königsweg in rund zwei Stunden und vom von Ort Königssee in ca. 1,5 Std. über den Hochbahnweg.
  • 2 Priesbergalm (1.460 m).
Einfachster Zustieg: von der Jennerbahn-Mittelstation oder Parkplatz Hinterbrand (1120 m) auf dem Königsweg in rund drei bis vier Stunden.
  • 3 Enzian-Brennhütte. Ausgeschenkt wird in der hütteneigenen Brennerei produzierte Schnaps, auch die Enzianwurzeln sind vor Ort gesammelt. Gekühlt werden die Schnäpse im hütteneigenen Trogbrunnen.Die Hütte ist eine von mehreren Brennhütten der Berchtesgadener Enzianbrennerei Grassl. Einfachster Zustieg: von der Jennerbahn-Mittelstation oder Parkplatz Hinterbrand (1120 m) auf dem Königsweg in rund eins bis zwei Stunden, wie Priesbergalm vor.

Unterkunft[Bearbeiten]

Liste der Berghütten des deutschen Alpenvereins (DAV) und des österreichischen Alpenvereins (OeAV) sowie private Hütten für Wanderer und Bergsteiger. Die Hütten sind nur in der Sommersaison bewirtschaftet, wegen der hohen Belegung durch Wanderer und Bergsteiger ist eine Reservierung vorab und insbesondere an den Wochenenden generell sinnvoll.

Schneibsteinhaus

Die Anzahl der Unterkünfte im Hagengebirge ist recht übersichtlich:

  • Zum Stahlhaus im Torrenjoch siehe den Artikel zum unmittelbar nördlich an das Hagengebirge anschließenden Göllstock.
  • 4 Schneibsteinhaus (1.668 m, privat) (im Torrenjoch). Tel.: (0)8652 2596. Geöffnet: im Sommer von Anfang Mai bis Ende Oktober, im Winter auf Anfrage.
Ausstattung: 18 Betten, 58 Lager.
Einfachster Zustieg: von der Bergstation am Jenner in 45 Minuten, ca. zwei Stunden vom Parkplatz Hinterbrand (600 Höhenmeter) an der Straße aus Berchtesgaden zum Obersalzberg.
  • 5 Gotzenalm (1.685 m, Berggaststätte), Gotzenberg, 83471 Berchtesgaden (auf einer Hochalm über dem Königssee). Tel.: (0)8652 690900.
Der Ausichtspunkt Feuerpalven (10 Minuten von der Gotzenalm aus) ist bekannt für seine herrliche Aussicht über den Königssee.
Ausstattung: 56 Zimmer-Schlafplätze, 45 Lager;
Zustiege ab der Jennerbahn Mittelstation und dann über die Priesbergalm oder direkt von der Westseite des Königssees (Salet), jeweils um die vier Stunden.

Klima[Bearbeiten]

Schneibstein von Westen, vom Hohen Brett (Göllstock) aus

Allgemeine Ausführungen zum Klima siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu den Berchtesgadener Alpen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Siehe auch den Artikel Bergsteigen, er enthält Infos auch zum Thema Bergwandern;
  • Lawinenwarndienst für Bayern;

Literatur[Bearbeiten]

Karten[Bearbeiten]

  • Deutscher Alpenverein (DAV) (Hg.): Alpenvereinskarte Nr. 10/2 Hochkönig - Hagengebirge, Weg und Skirouten 1 : 25 000. 2008 (6. Auflage), ISBN 978-3928777100. 9,80 €.

Weblinks[Bearbeiten]

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