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Köln/Innenstadt

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Die Kölner Innenstadt ist der historische Stadtkern, in ihr sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt auf engem Raum zu finden. Verwaltungstechnisch ist es der Stadtbezirk 1, er umfasst die linkrheinischen Stadtteile Altstadt Nord und Altstadt Süd, weiterhin die Stadtteile Neustadt Nord und Süd sowie das rechtsrheinisch gelegene Stadtviertel Deutz. Sprechen Kölner und Besucher von der Altstadt, dann meinen sie eher das Martinsviertel zwischen Fußgängerzone und Rheinufer, das in Teilen seinen alten Charme bewahrt hat.

Linkes Rheinufer und Hohenzollernbrücke mit Dom und Groß St. Martin

Anreise[Bearbeiten]

Köln Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Mülheim Kalk Porz
Lage des Bezirks Innenstadt in Köln

Zur Anreise mit Bahn, Bus und Flugzeug siehe Artikel Köln#Anreise.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Innenstadt

Die historische Altstadt war umgeben von einer Stadtmauer, die nach 1880 abgerissen wurde und an deren Stelle die Kölner Ringe die Grenze der Altstadt markieren. Die Neustadt entstand nach 1880 und erstreckt sich von den Ringen bis zum Inneren Grüngürtel. Die Einteilung in Nord und Süd ist rein verwaltungsmäßig und willkürlich, die Grenze verläuft entlang der Straße vom Rudolfplatz zur Deutzer Brücke. Nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau sind baulich keine großen Unterschiede zwischen Alt- und Neustadt zu erkennen.

Noch immer erkennbar und in ihrer jahrtausendealten Funktion geblieben sind die Hauptstraßen des römischen Kölns: Die Nord-Süd-Verbindung, welche im Norden weiter nach Neuss, im Süden nach Bonn führt, ist die heutige Hohe Straße. Rechtwinklig davon zweigt die Ost-West-Verbindung ab, die heutige Schildergasse. In ihrer Verlängerung führt sie als Aachener Straße schnurgerade nicht etwa nach Aachen, sondern nach Jülich.

Altstadt Nord[Bearbeiten]

Zwischen der Deutzer Brücke und der Hohenzollernbrücke sind am Rheinufer Anlegestellen, hier steigen die Passagiere der Flussschiffe aus, um die touristisch bedeutenden Teile der Altstadt rund um Alter Markt, Heumarkt, Fischmarkt an Groß St. Martin und dem Dom zu Fuß zu erkunden. Der Stadtteil erstreckt sich nach Norden bis zur Bastei, westliche Grenze ist der Rudolfplatz mit der Hahnentorburg und der daran anschließende Hohenzollernring

Bauwerke[Bearbeiten]

Südansicht Kölner Dom
Details Kölner Dom
Detail Hauptportal
Details Kölner Dom
Ansicht des Doms von Westen

Kölner Dom[Bearbeiten]

1 Kölner Dom Die Hohe Domkirche ist das längste und mit 157 m Höhe das zweithöchste deutsche Gotteshaus, jedoch bei weitem nicht das älteste. Sein Grundstein wurde 1248 gelegt, fertiggestellt wurde er jedoch erst im Jahr 1880. Mittelalterlich ist im Wesentlichen der Chor bis zum Beginn des Querschiffs. Der Rest stammt aus dem 19. Jahrhundert, wobei der Plan für die Hauptfassade im Mittelalter gezeichnet wurde und die Türme auch begonnen wurden. Er ist Kathedrale des katholischen Erzbistums Köln und gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Dom ist geöffnet Nov.-April 6-19:30 Uhr, Mai-Okt. 6-21 Uhr.

  • Besichtigung des Innenraums: Das Gotteshaus ist öffentlich zugänglich, eine Besichtigung ist außerhalb der Gottesdienste möglich. Das Hauptschiff hat eine Länge von 144 m, sein Gewölbe erreicht eine Höhe von 43 m. Sehenswert sind die Glasfenster, von denen ein Teil aus dem Mittelalter stammt, auch Chorgestühl, Seitenaltäre und der Dreikönigenschrein hinter dem Chorraum. Kostenlos ist auch der Zugang zur Krypta mit den sterblichen Überresten früherer Erzbischöfe. Es gibt Führungen Mo - Sa um 11, 12:30, 14 und 15:30 Uhr, So, Feiert. 14 und 15:30 Uhr, Preis: 7,- €, ermäßigt: 5,- €.
  • Turmbesteigung: Neben dem Südturm führt zunächst eine Treppe in die Tiefe. Über sie erreicht man das Parkhaus unter der Domplatte, ein öffentliches WC und den Zugang zur Turmbesteigung. Durch ihn gelangt man zum Domshop. Insgesamt 533 Stufen führen – zunächst über eine steinerne Wendeltreppe – hinauf zur Glockenstube in 53 m Höhe. In ihr hängen 8 der 11 Glocken des Doms. Die größte davon ist der dicke Pitter, mit 24 Tonnen die größte frei schwingende Glocke der Welt. Aus Lärmschutzgründen bleibt der Glockenstuhl an Sonn- und Feiertagen bis 12:30 Uhr geschlossen, empfindliche Personen haben schon beim Stundenschlag ihre Probleme. Die Steintreppe führt weiter bis in 70 m Höhe, dann geht es weiter auf einer normalen eisernen Treppe, die letzten Meter auf einer etwas engeren Wendeltreppe. Dann hat man die Aussichtsplattform auf 97 m Höhe erreicht, die einen grandiosen Blick auf die Altstadt und das Umland bietet. Beim Fotografieren hat man mit Objektiven mit einem Durchmesser >50 mm seine Probleme, enger Maschendraht umgibt die Plattform und stört die Aufnahmen. Preis 4,- €, erm.: 2,- €.
  • Domschatzkammer:Der Eingang zur Schatzkammer befindet sich an der Nordseite des Doms, sie ist ganzjährig (außer Karfreitag) geöffnet von 10-18 Uhr, Eintritt: 6,- €, ermäßigt: 3,- €. mit Turmbesteigung: 8,- € / 4,- €.

Romanische Kirchen[Bearbeiten]

In der Innenstadt befinden sich zwölf große romanische Kirchen, die alle nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs wieder aufgebaut wurden:

Romanische Kirchen
Fischmarkt mit Groß St. Martin und Treppenturm des Stapelhauses
  • 2 Groß St. Martin − die Kirche im romanischen Stil wurde im 12. Jahrhundert auf den Resten römischer Bauwerke errichtet. Ihr Turm ist 75 m hoch. Das Gotteshaus steht mitten in der dicht bebauten Altstadt oberhalb des Fischmarkt. Die im Inneren heute recht schlichte Kirche gehört zur Gemeinschaft von Jerusalem. Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg nahezu gänzlich zerstört und erst 1984 wieder aufgebaut.
    Die Krypta mit den Ausgrabungen aus römischer Zeit kann gegen Gebühr besichtigt werden.
  • 3 St. Andreas, Komödienstraße 4-8
  • 4 St. Aposteln, romanische Basilika aus dem 11. Jahrhundert am Neumarkt. Neumarkt 30
  • 5 St. Gereon, Gereonsdriesch 2-4
  • 6 St. Kunibert, Kunibertsklostergasse 2
  • 7 St. Ursula, Ursulaplatz 24
  • 8 St. Maria in Lyskirchen, An Lyskirchen 12
  • 9 St. Maria im Kapitol, Kasinostr. 4
  • 10 St. Pantaleon, Am Pantaleonsberg 2
  • 11 St. Cäcilien, heute Ausstellungsraum des Schnütgen-Museums
  • 12 St. Severin, Severinstraße

Sonstige Kirchen[Bearbeiten]

  • Alt St. Alban · Ruine als Mahnmal · Quatermarkt 4
  • St. Kolumba · nur Vorhalle wiederaufgebaut · Tunisstraße 4
  • St. Maria Ablass · (kleine Kapelle, von der russisch-orthodoxen Gemeinde genutzt)· Maria-Ablass-Platz 14
  • St. Mariä Himmelfahrt · (barock) · Marzellenstraße 26
  • St. Mariä Empfängnis (Minoritenkirche) · (gotisch) · Kolpingplatz
  • St. Maria in der Kupfergasse · (barock) · Schwalbengasse 1
  • St. Maria vom Frieden · (barock) · Vor den Siebenburgen 6
  • Ursulinenkirche (St. Corpus Christi) · Machabäerstraße 75
  • Antoniterkirche · (gotisch, seit 1805 evangelische Kirche) · Schildergasse 57 - Plastik "Der Schwebende" von Ernst Barlach
  • St. Peter · (gotisch) · Jabachstraße 1 - viele Kunstausstellungen, Bild "Kreuzigung Petri" von Rubens
  • St. Mauritius · (neugotisch und 1950er Jahre) · Mauritiuskirchplatz
  • Kartäuserkirche · (gotisch, seit 1922 evangelische Kirche) · Kartäusergasse 7
  • Trinitatiskirche · (neuromanisch) · Filzengraben 4

Reste der Stadtbefestigungen[Bearbeiten]

Eigelsteintorburg Altstadtseite
  • Römerturm, Zeughausstraße 33, der am besten erhaltene Rest der römischen Stadtmauer, direkt angebaut ist ein Wohnhaus im neugotischen Stil.
  • 13 Eigelsteintorburg, Eigelstein 135 − mächtiges Stadttor im Norden aus dem frühen 13. Jahrhundert. Zur Altstadtseite ist in einer Nische die Figur der "Kölschen Boor" als Repräsentant der Stadt.
  • 14 Hahnentorburg, Rudolfplatz − Mittelalterliches Stadttor im Westen, ursprünglich als Torburg errichtet.

Sonstige Gebäude, Paläste[Bearbeiten]

  • Gürzenich − Das ehemalige Kauf- und Tanzhaus wurde 1441 - 47 durch den Rat der Stadt Köln errichtet. Es wurde 1855 - 57 umgebaut und erweitert. Im zweiten Weltkrieg wurde es 1943 im Innern zerstört und 1952 - 55 unter Einbeziehung der Ruine Alt St. Alban wiederaufgebaut. 1996-97 wurde es modernisiert und erweitert. Im Spätmittelalter war es das größte Kölner Kaufhaus und Ort glanzvoller Feste für Kaiser, Könige und Bürger. Im 19. Jahrh. endete die Kaufhausnutzung und die Festhaustradition wurde wiederbelebt. Seither ist Gürzenich traditionsreicher Veranstaltungsort mit dem Gürzenich-Orchester, Karnevalsfesten, Empfängen, Kongressen und Festivitäten verschiedenster Art.
  • Altes Rathaus − Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts ist ein erstes Rathaus der Stadt Köln überliefert. Um 1330 entstand ein Bau im gotischen Stil. Die Gaffeln, die Ständevereinigung der Kölner Handwerker und Kaufleute, ließen 1407 bis 1414 als Zeichen ihrer Macht den 61 Meter hohen Rathausturm mit seinem umfangreichen Figurenschmuck errichten. Die Laube im Renaissance-Stil am Alten Markt wurde 1569 bis 1573 errichtet. In den letzten zwei Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde das Rathaus stark beschädigt. Der Turm wurde 1975 fertiggestellt, seinen neuen Figurenschmuck – nur fünf alte Figuren sind darunter – erhielt er zwischen 1985 und 1995.
    Die Renaissance-Laube mit dem Rathauseingang wird ab Frühjahr für dreieinhalb Jahre gesperrt, weil dann davor mit dem Bau des Jüdischen Museums begonnen werden soll. Der Rathauseingang wird sich dann auf dem Alter Markt befinden.
  • Glockengasse 4711 (Echt Kölnisch Wasser), Glockengasse 4, 50667 Köln (neben der Oper). Tel.: +49 (0)221 270999 10. Geöffnet: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 9-18 Uhr. Im Stammhaus Glockengasse steht neben der Eingangstür ein Brunnen mit Kölnisch Wasser, an der Außenfront des Hauses ist stündlich ein Glockenspiel mit historischen Figuren. Die Duftwässerchen bieten sich auch als nettes Souvenir an.
  • Hansahochhaus, Hansaring 97 - 1924/25 als erstes Hochhaus Kölns errichtet. Bei der Fertigstellung das höchste Haus Europas.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Heinzelmännchenbrunnen nach der Sage der Kölner Hausgeister, in der Seitengasse Am Hof 12 südlich des Doms.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Heumarkt - Hier wird am 11.11. um 11.11 Uhr der Karneval eröffnet.
  • Fischmarkt − Der Fischmarkt liegt zwischen der ehemaligen Frankenwerft und der romanischen Kirche Groß St. Martin. Nach Verlegung der Durchgangsstraße unter die Erde und dem Abbau der Rheinuferbahn Köln-Bonn wurde der Rheingarten angelegt, der in den Fischmarkt übergeht und ein beliebter Platz zum Flanieren und Speisen geworden ist.
  • Alter Markt

Museen[Bearbeiten]

Römisch-Germanisches Museum[Bearbeiten]

Römisch-Germanisches Museum
Ausstellungsstücke im Außenbereich
  • Römisch-Germanisches Museum, Roncalli-Platz 4, 50667 Köln (an der Südseite des Doms). Tel.: +49 (0)221 221 244 38, E-Mail: . Geöffnet: Di.-So. 10-17 Uhr, öffentliche Führung So. 11:30 Uhr (außer in den Ferien). Preis: Eintritt Erw.: 9,- €, ermäßigt: 5,- €, mit Praetorium: 10 € / 5,50 €.. Das Museum wurde errichtet über dem Dionysos-Mosaik einer römischen Stadtvilla. Es ist vom Roncalli-Platz aus zu sehen. Tipp: am besten Abends bei Dunkelheit kommen, dann kann man das beleuchtete Mosaik besonders gut sehen. Aus der Fülle der Exponate des römischen und germanischen Alltagslebens in der damaligen Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium sind hervorzuheben die Sammlung römischer Gläser und der Grabbau des Legionärs Publicius (Nachbau).

Museum Ludwig[Bearbeiten]

Museum Ludwig
  • Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln (zwischen Domplatte und Hohenzollernbrücke, neben dem Römisch-Germanischen Museum). Tel.: (0)221 221 26165, E-Mail: . Geöffnet: Di-So, Fei 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Preis: Eintritt: 11,- €, ermäßigt: 7,50 €, Familien: 22,- €. Audioguide 3,- € (+ Pfand). Kunst des 20./21. Jahrhunderts. Terrasse mit Restaurant, Café.

Wallraf-Richartz-Museum[Bearbeiten]

Wallraf-Richartz-Museum & Foundation Corboud (Wallraf das Museum), Obenmarspforten (am Kölner Rathaus), 50667 Köln. Tel.: (0)221 221-21119, E-Mail: . Geöffnet: Di - So, Feiertag 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Preis: Eintritt Erw. 8,- €, erm. 4,50 €. Das älteste Kölner Museum ist untergebracht in einem modernen Gebäude in der Nähe des Rathauses, es ist eine der bedeutendsten deutschen Gemäldegalerien. Exponate: Malerei des 13. - 19./20. Jahrhunderts, Grafik. Sonderausstellungen.

Archäologische Zone und Praetorium[Bearbeiten]

Museumshalle des Praetoriums
Ostfassade des Praetoriums
Ausgrabung des jüdischen Viertels beim Rathaus, Mai 2011
Mikwe im jüdischen Viertel

Archäologische Zone, Jüdisches Museum, Archäologische Zone, Heumarkt 64-66, 50667 Köln. Tel.: +49 (0)221 221 33422, Fax: +49 (0)221 221 6569315, E-Mail: . Geöffnet: Dienstag bis Sonntag, 10-17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr), 24. und 25. Dezember, Sylvester und Neujahr geschlossen. Preis: Für Erwachsene 3,50 Euro.

Seit 2007 wird die archäologische Zone Kölns eingerichtet, die eines der größten unterirdischen Museen Europas darstellt und sich westlich und nordwestlich des alten Rathauses befindet. Im Norden befindet sich das Praetorium, der römische Befehlshaber-, später Statthalterpalast, weiter südlich die Synagoge mit der Mikwe, einem jüdischen Reinigungsbad, und weiter südöstlich die Reste der römischen Stadtmauer mit der Marspforte. Teile des Praetoriums gehören heute zu einem Museum, das über die Kleine Budengasse erreicht werden kann.

Wichtigstes bauliches Zeugnis der römischen Zeit ist das Praetorium. Es diente ab 89 n. Chr. dem römischen Statthalter der Provinz Niedergermanien als Residenz. Später war der Palast auch Kaiserresidenz z.B. für die fränkischen und merowingischen Könige. Um 780 bis 790 wurde der Palast durch ein Erdbeben zerstört.

Zuerst gelangt man in eine kleine Ausstellungshalle. Zu den Ausstellungsstücken gehören ein Modell des ältesten römischen Bauwerks aus dem 5. Jahrhundert, dem Ubiermonument (Schlüssel zum Monument gibt es hier im Museum), die Bauinschrift für die Waffenkammer des Praetoriums und eine Weihinschrift für das Praetorium, verschiedene Weihaltäre, Grabsteine, Architekturfragmente, die Jupitersäule aus dem späten 2. Jahrhundert und Modelle des Kölner Kapitols und der Kirche St. Gereon. Das wohl kleinste Ausstellungsstück ist ein goldener jüdischer Hochzeitsring, der sich nur grob zwischen Mittelalter und 19. Jahrhundert datieren lässt.

Zur Linken in der Ausstellungshalle führt ein langer Gang zum römischen Abwasserkanal, der Cloaca Maxima, die im Zuge der Errichtung der Stadtmauer in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts angelegt wurde und sich etwa unter der Kleinen Budengasse befindet. Der Kanal liegt knapp 10 Meter unter dem heutigen, in der Zeit seiner Errichtung etwa 5 Meter unter dem damaligen Straßenniveau. Der Kanal geriet in Vergessenheit und wurde 1830 wiederentdeckt. Danach wurde er an Brauereibesitzer als Kühlkeller vermietet. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzkeller.

Südlich der Ausstellungshalle gelangt man zu den Überresten des Praetoriums. Der zweigeschossige Palast, der sich einst am Ufer eines Rheinarmes befand, bestand aus dem Oktogon (einer zentralen, achteckigen Halle) und zwei Seitenflügeln und maß in seiner Länge etwa 94 Meter. Die ältesten Teile sind im ersten und zweiten Jahrhundert errichtet worden, die Fassade das Palastes stammt aus dem vierten Jahrhundert. Im Museum kann man den nördlichen Flügel und das Oktogon besichtigen (bis 2013 soll auch der südliche Flügel freigelegt werden). Am südlichen Ende gelangt man zum Oktogon, das etwa 25 Meter hoch und knapp 12 Meter breit war. Man weiß nicht genau, welchem Zweck es diente, man vermutet jedoch, dass hier die überlebensgroße Statue eines römischen Kaisers und später der Königsthron aufgestellt wurde. Nachdem man das Gebäude fast umrundet hat, blickt man die sog. nördliche Halle, die etwa 20 Meter lang und 13 Meter breit ist. Der Saal wurde wohl für Empfänge benutzt.

Weiter südlich kann seit Mitte Mai 2011 die Mikwe, ein jüdisches Kultbad aus dem Mittelalter, besichtigt werden, derzeit (2011/2012) wegen Bauarbeiten geschlossen.

Auf dem Rathausplatz werden zur Zeit Teile des jüdischen Viertels ausgegraben, die nur bei Führungen zugänglich sind (Stand Mai 2011).

Sonstige Museen[Bearbeiten]

15 Kölner Stadtmuseum, Zeughausstr. 1-3. hier gehts zu den aktuellen Führungen Das im Krieg zerstörte Zeughaus wurde 1958 wieder aufgebaut und das Stadtmuseum zog dort ein.Man sieht aber immer noch, dass es früher als Waffenkammer diente. Heute erfährt man vieles über die Stadtgeschichte und die Bevölkerung in "Kölle" ab dem Mittelalter. Für seine "Pänz" (Kinder) kann man eine spezielle Audioführung umsonst ausleihen. Im Shop gibt es Holzschwerter, Kinderrüstungen und Burgfräuleinhüte, die man nicht im Versand kaufen kann.

16 Museum für Angewandte Kunst − MAKK, An der Rechtschule, beim Wallrafplatz. Tel.: +49 (0)221 221 267 14, Fax: +49 221 221 238 85, E-Mail: . Sammlungen: Möbel und Raumkunst, Schmuck, Design, Keramik, Textil und Mode, Gemälde und Skulptur, Porzellan, Bildende Kunst des 20. Jahrhunderts, Glas, Metallkunst, Grafik und Plakat, Buchkunst. Die international renommierte Design-Sammlung gehört zu den qualitätvollsten und größten Kollektionen ihrer Art in Europa. Geöffnet: Di. - So. 11-17 Uhr. Preis: Eintritt Ständige Sammlungen: 6,- €, erm,: 3,50, Kombiticket: 8 - 12 €, erm.: 3 - 9 €.

Duftmuseum, Obenmarspforten 21. Im Stammhaus der Parfümerie Farina, dem ältesten Hersteller von Kölnisch Wasser, befindet sich ein kleines Museum zur Geschichte des Parfums und insbesondere des Eau de Cologne. Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-19 Uhr, So 11-16 Uhr. Wie zu erwarten gibt es auch ein Geschäft, wo man die Produkte der Firma käuflich erwerben kann.

Altstadt Süd[Bearbeiten]

Kranhäuser am Rheinau-Hafen
Das alte Hafenamt

Der südliche Teil der Altstadt umfasst die Fläche zwischen dem Bayenturm und der Deutz-Brücke, er erstreckt sich bis zum Rudolfplatz. Schwerpunkt ist das Severinsviertel oder besser auf Kölsch Vringsveedel. Ein weiterer touristisch interessanter Bereich hat sich in den letzten Jahren aus dem Rheinau-Hafen entwickelt. Aus dem ehemaligen Hafengelände wurde ein moderner Stadtteil mit attraktiven Wohn- und Bürohäusern.

Romanische Kirchen
St. Severin

Kirchen[Bearbeiten]

  • 17 St. Severin
  • 18 St. Pantaleon
  • St. Georg
  • St. Maria im Kapitol
  • St. Cäcilien − heute Museum Schnütgen

Bauwerke[Bearbeiten]

Stadtbefestigungen
Severinstorburg
  • Overstolzenhaus − älteste erhaltene Patrizierhaus Deutschlands, erbaut um 1230.

Reste der Stadtbefestigung[Bearbeiten]

In Nachbarschaft zu den (Straßen-)Ringen befand sich halbkreisförmig die mittelalterliche Stadtmauer mit 12 Toren und den Verteidigungsanlagen am Rhein. Davon bestehen heute noch 3 große Torburgen, die Ulrepforte und der Bayenturm am Rhein.

  • 19 Severinstorburg − eine der 4 erhalten gebliebenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer. Neben der Kirche St. Severin ist das Tor auf dem Chlodwigplatz das Wahrzeichen des Severinsviertels.
  • 20 Ulrepforte − einst kleinstes Stadttor in der mittelalterlichen Mauer
  • 21 Bayenturm − einst ein Eckturm am Übergang der Kölner Stadtmauer zum Rhein. Er wird heute genutzt von der Stiftung FrauenMediaTurm
  • Malakoff-Turm − Der 1848 − 1858 erbaute Turm zur Preußischen Rheinuferbefestigung steht gegenüber der Spitze der Halbinsel des Rheinauhafens. In dem Turm verbirgt sich eine Hydraulik, die einst zum Schwenken der Stahlbrücke diente, die zum heutigen Schokoladenmuseum führt.

Gebäude der Neuzeit[Bearbeiten]

  • Hafenamt − Das Bauwerk steht am Südende des Hafenbeckens.
  • „Siebengebirge“
  • Kranhäuser

Museen[Bearbeiten]

  • Museum Schnütgen (Christliche Kunst des Mittelalters), Leonhard-Tietz-Straße 10, 50676 Köln (Cäcilienstr. 29-33, romanische Cäcilienkirche und Anbau (Kulturquartier am Neumarkt)). Tel.: (0)221 221-22310. Geöffnet: Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr. Preis: Eintritt Erw. 6,- €, ermäßigt 3,50 €.
  • Rautenstrauch-Joest-Museum (Kulturen der Welt), Leonhard-Tietz-Straße 10, 50676 Köln (Cäcilienstraße 29-33, Museum im Kulturquartier am Neumarkt). Tel.: +49 (0)221 221 313 56. Geöffnet: Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Mo geschlossen. Preis: Eintritt Erw. 7,- €, erm. 4,50 €.. neben Schnütgen-Museum, Tiefgarage Cäcilienstraße
  • Imhoff-Stollwerk Schokoladenmuseum − Es befasst sich mit allen Einzelheiten der Kulturgeschichte der Schokolade. · Geöffnet: Di. - Fr. von 10 - 18 Uhr, Sa./So./Feiertags von 11 - 19 Uhr · Eintritt. 9,- €, ermäßigt: 6,50 €, Kinder unter 6 J. frei, Familienkarte: 25,- € · Tel.: 0221 - 931 888-0 · Am Schokoladenmuseum 1a, direkt auf dem Rhein.
    Im Museum wird die Geschichte der Kakaobohne gezeigt und es gibt dort auch die industrielle Herstellung von Schokoladenprodukten zu sehen, die man direkt auch im Museeumsshop erwerben kann.
  • Deutsches Sport und Olympiamuseum, Im Zollhafen 1, 50678 Köln (direkt hinter dem Schokoladenmuseum). Tel.: +49 (0)221 33 609 0. Geöffnet: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa, So, Fei 11-19 Uhr, an Karneval geschlossen. Preis: Eintritt 6 €.. Exponate vom antiken Olympia über Turnvater Jahn zu den sportlichen Highlights der Gegenwart
  • Kölner Senfmuseum, Holzmarkt 79-83, 50676 Köln. Tel.: +49 (0)221 2053 2340. Geöffnet: Museum und Shop Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa, So, Fei 11-19 Uhr.. Exponate zur Geschichte des Gewürzes in einer historischen Senfmühle Anno 1810. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verkauf der qualitativ hochwertigen Senf-Produkte, Eintritt frei.

Neustadt Nord[Bearbeiten]

  • Belgisches Viertel
  • St. Agnes
  • Media-Park
  • Colonius-Fernsehturm
  • Bastei

Neustadt Süd[Bearbeiten]

  • Museum für Ostasiatische Kunst
  • Kwartier Lateng
  • Aachener Weiher

Deutz[Bearbeiten]

Hochhaus KölnTriangle

Der Stadtteil Deutz wurde weltberühmt durch die Motorenwerke, die durch keinen geringeren als den Vater des Benzinmotors w:Nikolaus Otto mitbegründet wurden. Deutz liegt auf der rechten Rheinseite und wurde 1888 von Köln eingemeindet. Seit 1975 gehört Deutz zum Bezirk Innenstadt und ist mit der linken Rheinseite über die Hohenzollernbrücke, die Deutzer Brücke und die Severinsbrücke verbunden. Von touristischer Bedeutung sind nur einige wenige Bauwerke, dafür ist jedoch Deutz nach Victor Hugo der Ort mit dem schönsten Blick auf Köln.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • KölnTriangle. Geöffnet: Okt-Apr Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa, So Fei 10-18 Uhr, Mai-Sept Mo-Fr 11-22 Uhr, Sa, So, Fei 10-22 Uhr. Preis: Auffahrt 3,- €, Kinder bis 12 J. frei..
    Der Turm hat eine Höhe von 103 m, die Aussichtsplattform ist über einen Fahrstuhl erreichbar. Das letzte Stockwerk erreicht man über eine Treppe, für Behinderte gibt es einen Aufzug. Bei schlechtem Wetter ist die Aussichtsplattform gesperrt. Die Aussichtsplattform ist umgeben mit eine Glasscheibe, auf der die Umrisse markanter Bauwerke mit Namen verzeichnet sind. Zum Fotografieren empfiehlt es sich, ein Tuch zum Säubern mitzunehmen, um Fingerabdrücke von den Scheiben zu wischen und um störende Reflexe abzumildern.
Lanxess-Arena und Stadthaus
  • Der Rheinpark liegt nördlich der Hohenzollernbrücke am Rheinufer, auf dem Gelände der Grünanlage fand 1957 und 1971 die Bundesgartenschau statt.
  • Die KölnMesse, Messeplatz 1, 50679 Köln. . Das Gelände schließt an den Rheinpark an, jährlich finden hier mehr als 70 Veranstaltungen statt. Bekannt sind die Anuga, ArtCologne, imm (internatinale Möbelmesse) und die photokina. Die denkmalgeschützten alten Messehallen aus den 1920er Jahren wurden entkernt und zu Büros und dem Funkhaus des Fernsehsenders RTL umgebaut. Der 85 m hohe Messeturm direkt am Rheinufer steht zur Zeit leer.
  • Tanzbrunnen, ein 30.000 m² großer Kultur- und Freizeitpark am Rheinpark mit Open-Air-Bühne und Theater
  • Stadthaus Deutz, direkt an der Lanxess-Arena

Aktivitäten[Bearbeiten]

Bierbike an der Rheinpromenade

Führungen[Bearbeiten]

Rundfahrten, Sonstiges[Bearbeiten]

Kletteranlage Hohenzollernbrücke in Köln
Kletteranlage in Deutz
Ziemlich einmalig ist die Möglichkeit, in einer deutschen Großstadt kostenlos unter freiem Himmel zu klettern. Rechtsrheinisch an der Hohenzollernbrücke betreibt der Alpenverein Sektion Köln seit 1998 eine Kletteranlage. Rund 70 Routen von Grad III+ bis Grad VIII- stehen von März bis Oktober während Tageslicht herrscht zur Verfügung. Die Kletterausrüstung muß selbst mitgebracht werden. Private Nichtmitglieder sollen sich vor Nutzung nach Durchsicht der Kletterregeln Online eintragen. Gesichert wird Toprope mittels Bandschlinge an bereits angebrachten Bohrhaken. Da die Brücke unter Denkmalschutz steht, dürfen nur Chalkballs benutzt werden, um die Verunreinigung gering zu halten. Die Benutzung der aus Muschelkalk bestehenden Wände ist kostenlos. Der Überhang direkt an der Rheinpromenade trägt den Namen Tausend Augen: Kletterer, die diese Route wählen, sind sich der Aufmerksamkeit von 500 Menschen sicher. Auf Grund von Bauarbeiten kann es immer wieder zu zeitlich begrenzten Sperrungen einzelner Routen kommen. Unbedingt vorher die Nutzungsordnung des Kletteranlage lesen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Eingang Globetrotter

Die so genannte Altstadt (alles wurde nach 1945 neu aufgebaut) bietet sehr gute Einkaufsmöglichkeiten. Die angeblich meist besuchte Shopping-Meile Europas ist eine Fußgängerzone in L-Form: Der Weg vom Dom durch die Hohe Straße hin zur Schildergasse führt an zahlreichen Fachgeschäften vorbei. Rechts in die Schildergasse abbiegend bis zum Neumarkt durchquert man eine einzige vielfältige Einkaufsmeile. Etwas ruhiger, aber nicht minder geschäftsreich geht es auf der parallel zur Schildergasse verlaufenden Breite Straße zu. (Sie heißt wirklich Breite Straße, in allen Deklinationen. Das gleiche gilt für die Hohe Straße.)

Spiegelt man das Einkaufs-L und biegt am Ende der Hohe Straße nicht rechts Richtung Neumarkt, sondern links ab, erreicht man den völlig verbauten und unübersichtlichen Heumarkt und dahinter den Rhein. Die Geschäftsdichte nimmt hier ab.

In unmittelbarer Nähe des Neumarkts befinden sich die beiden großen Kaufhäuser Karstadt und Galeria Kaufhof, in der Neumarkt-Passage und der Neumarkt-Galerie findet man gut sortierte Fachgeschäfte. Zu erwähnen sind Einkaufszentren wie der Olivandenhof (direkt daneben Globetrotter), das Dumont-Carré und die ziemlich ruhigen Opern-Passagen. Die größte Buchhandlung am Ort ist die Mayersche am Neumarkt. Sie hat Filialen überall in der Stadt, die den kleinen Buchhandlungen schwer zu schaffen mach(t)en, aber auch große Buchhandlungen, wie Thalia, ebenfalls am Neumarkt, inzwischen in die Stadtränder verdrängt, in die Knie zwangen. Sehr zentral und relativ groß und erlesen ist die Buchhandlung Walther König (Breite Straße 79). Um die Shopping-Straßen des Stadtkerns herum verteilen sich zahlreiche kleinere Buchhändler, unter anderem nördlich die Agnes-Buchhandlung (Neusser Straße 63), Alibi Krimi (Limburger Straße), Ömer Özerturgut (Eigelstein 126) oder, südlich, die Buchhandlung am Chlodwigplatz und Der Andere Buchladen (Ubierring 42). Wer die großen Farbbände des Taschen-Verlags liebt, sollte sich die Ehrenstraße entlang nach Westen begeben (Hohenzollernring 28).

In der Mittelstraße zwischen Neumarkt und Rudolfplatz findet man etliche exklusive Marken, ähnliches gilt für die Glasgalerie im Hotel Maritim am Heumarkt bei der Deutzer Brücke.

Wer im Hochsommer unbedingt ein Karnevalskostüm braucht, wird fündig bei Dieters in der Gürzenichstraße. Oder vielleicht tut es auch die Maus aus dem WDR-Shop...

Das viel urigere Shoppen bietet sich in der Altstadt Süd (der Kölner nennt sie einfach die Südstadt) an. Man erreicht sie zu Fuß, indem man die Hohe Straße immer weiter nach Süden geht. Nach etwa 5 Minuten überquert man die Cäcilienstraße und kommt in eine ruhige, enge Straße mit Sexshops, Bistros, einem Asienladen und einer Postfiliale. Die nächste große Straße, die quert, ist die Sternengasse. Links (hier heißt sie Stephanstraße) gibt es einen kleinen Sushi-Imbiss, rechts ein Modelleisenbahngeschäft. Wir gehen aber weiter geradeaus und durchqueren das traurigste Gebiet der aktuellen Stadtgeschichte: den Trichter des eingestürzten Historischen Archivs der Stadt Köln, eines der ältesten Archive weltweit. In dieser ca. 500 Meter langen Zeile namens Waidmarkt kämpfen die wenigen Geschäfte seitdem ums Überleben, viele gingen ein. Unterstützenswert ist die Besitzerin des kleinen Kiosks direkt vor der Baugrube links, Waidmarkt 2. Hier gibt es auch Tageszeitungen anspruchsvollerer Auswahl. Die Gegend sollte man sich vor dem Einkaufsspaziergang auf Google Maps ansehen, wo das Kartenmaterial von 2008 noch eine baustellenreiche, aber intakte Straße zeigt. An der nächsten Ecke (Löwengasse) ist Schneider, der trotz aller Baustellen weiter schneidert; sein Schaufenster ist voll mit Garn. Wenig später, etwa 10 Minuten zu Fuß ab der Fußgängerzone der Altstadt beginnt die Severinstraße.

Die Severinstraße ist eine der ältesten Einkaufsstraßen der Stadt. Auch sie wurde im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört und zeigt heute eine Architektur der 1950er Jahre. Seit 2011 ist die Straße nach holländischem Vorbild ein Shared Space geworden, also eine Straße, in der die Verkehrsteilnehmer sich mischen, Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer, wo kaum Verkehrsschilder aufgestellt sind, die Bordsteine fehlen und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h greift.

In dieser etwa 2 km langen Straße finden sich Geschäfte aller Art, jedoch nicht die großen Marken. Ganz zu Beginn links befindet sich, seit Jahren hinter einer Großbaustelle, die Boutique Dorothee mit einer großen Auswahl an Sportschuhen. Wer ein gebrauchtes Mobiltelefon für 10 Euro braucht, wird in dieser Einkaufsmeile ebenso fündig, wie der Jeans Suchende. Etwa in der Mitte der Straße auf unseren linken Seite (also östliche Straßenseite) befindet sich einer der ältesten Fischgeschäfte der Stadt, Fisch Hembs. Hier empfehlen sich die Matjes oder der Backfisch mit hausgemachtem Kartoffelsalat für plusminus 5 Euro, die man auch im Geschäft im Stehen verzehren kann. Etwas weiter südlich auf derselben Straßenseite bei Hausnummer 47 befindet sich ein schon weithin würzig riechbares indisches Restaurant, das Indien Curry House (Indien, statt Indian, sehr charmant). Schließlich erreicht man den Severinkirchplatz mit dem Biomarkt am Dienstag und Freitag und dann den Chlodwigplatz mit alten Kölsch-Kneipen und türkischen Restaurants. Vom Chlodwigplatz kann man mit der U-Bahn (die hier über Tage fährt), über die Ringe wieder Richtung Innenstadt fahren und zum Beispiel am Rudolfplatz aussteigen. Von da ist es ein kurzer Weg zum Neumarkt und zurück zum Dom.

Köln ist eine rund angelegte Stadt und weist einige bemerkenswerten Symmetrien auf. Dazu gehört die Altstadt Nord, die ein Spiegelbild der Altstadt Süd ist. Geht man vom Dom nach Norden, sollte man die Marzellenstraße wählen, denn sie führt direkt in die Straße namens Eigelstein, quasi das Pendant zur Severinstraße im Süden, nur kürzer und viel türkischer. Hier findet man sogar türkische Hochzeitskleider. Was der Choldwigplatz im Süden ist, ist der viel verkehrsreichere Ebertplatz in der Nordstadt.

Küche[Bearbeiten]

Zu Köln gehört das Kölsch, ein helles obergäriges Bier. Ausgeschenkt wird es in kleinen schmalen Kölsch-Gläsern mit 0,2 l Inhalt. Die Kellner tranportieren diese Stangen in einem Kranz. Für Ortsfremde gibt es auch 0,3 l-Gläser. Am besten genießt man es in einer urigen Kneipe am Alten Markt oder am Heumarkt, zusammen mit einer der Kölner Spezialitäten wie Himmel un Äd. Siehe auch hier. Am einfachsten ist es, man geht in die Altstadt und sucht sich eines der zahlreichen Lokale. Man wird schnell fündig am Heumarkt, am Alter Markt und an der Rheinpromenade zwischen der Deutz-Brücke und dem Dom. Allerdings sind diese Angebote teilweise sehr auf Touristen zugeschnitten. Im Folgenden nur eine kleine Auswahl von Gaststätten.

Brauhäuser und Kneipen[Bearbeiten]

Die meisten namhaften Kölsch-Brauereien sind in der Altstadt mit einem Brauhaus vertreten und sind alle einen Besuch wert. Weitere Kölsch-Brauereien sind z.B. Früh am Dom, Sion Unter Taschenmacher, das Gaffel-Haus am Alter Markt, das Brauhaus Em Kölsche Boor Eigelstein (alle Innenstadt, Haltestellen: Dom/ Hauptbahnhof oder Heumarkt), Päffgen auf der Friesenstraße (Friesenviertel, Haltestelle: Friesenplatz) und der Stüsser auf der Neusser Straße (Haltestelle: Ebertplatz).

Einige der Brauhäuser liegen in der "Altstadt" (direkt am Rhein gelegen, Haltestellen: Dom/ Hauptbahnhof, Heumarkt), die auch sonst ein großes Angebot an Kneipen hat. Diese richten sich vorrangig an Touristen und an Gäste aus dem Umland und werden von den meisten Kölnern eher selten aufgesucht. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass ein Besuch in einer Altstadtkneipe mit Außengastronomie gerade im Sommer sehr reizvoll sein kann. Durch den touristischen Faktor ist das Preisniveau hier etwas höher als im Studentenviertel. In allen Brauhäusern werden gute deftige Speisen serviert.

  • 1 Bierhaus en d'r Salzgass (Wat sull dä Quatsch, jit et he kei'n Päffgen Kölsch?keiner da? dann mal auf zum Bierhaus am Rhein, das hat täglich ab 11 Uhr auf), Salzgasse 5-7. Tel.: +49 221 8001 900, E-Mail: . Biergarten im Innenhof Geöffnet: Mo-Do ab 16 Uhr,Fr ab 12 Uhr, Sa und So ab 11 Uhr.
  • 1 Peters Brauhaus, Mühlengasse 1. Tel.: +49 221 257 3950, E-Mail: . Außenbestuhlung auf dem Alter Markt, stilvolles Restaurant mit guter Küche Geöffnet: tägl. 11-24:30 Uhr.
  • 2 Früh am Dom, Hof 18 (Außenbestuhlung vor und am Heinzelmännchenbrunnen). Tel.: +49 221 2613 263. Geöffnet: Mo-Sa 11:30-24 Uhr, So 11-22 Uhr.
  • 3 Malzmühle, Heumarkt 6. Tel.: +49 221 210 117. Eine der letzten privaten Brauereien, deren besonders süffiges Kölsch etwas südlich der Altstadt nahe dem Heumarkt in einem kleinen gemütlichen hauseigenen Brauhaus ausgeschenkt wird. Geöffnet: tägl. 10-22 Uhr.
  • 4 Gaffelhaus, Alter Markt 20-22. Tel.: +49 221 257 7692. Geöffnet: tägl. 11-01 Uhr, Fr, Sa bis 03 Uhr.
  • 5 Brauhaus Päffgen, Friesenstr. 64-66. Tel.: +49 221 135 461. Geöffnet: So-Do 10-24 Uhr, Fr, Sa bis 00:30 Uhr.
  • 6 Lommerzheim, Siegesstraße 18. Tel.: +49 221 814392. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung Facebook. Die Kneipe hat den Ruf als kölscheste aller Kölschkneipen. Zu empfehlen sind die Koteletts mit 2 Rippen, etwa 4 cm hoch. Geöffnet: Mi bis Mo 11.00 -14.30 + 16.30-24.00 Uhr, Di Ruhetag.

Weitere Gaststätten[Bearbeiten]

  • Das kleine Stapelhäuschen (Hotel Restaurant), Fischmarkt 1-3, 50667 Köln. Tel.: +49 221 272 7777.
  • Kunibert der Fiese (Weinhaus anno 1234), Am Bollwerk 1-5, 50667 Köln. Tel.: +49 221 925468 0. Geöffnet: tägl. von 08-01 Uhr, Fr, Sa bis 03 Uhr. Hotel Restaurant, an der Rheinpromenade gelegen, bei Touristen beliebt, italienische Küche,
  • Restaurant Keule, Heumarkt 56-58. Tel.: +49 221 258 11 59.
  • El Inca (Lateinamerikanische Küche), Görresstr. 2 (in der Neustadt Süd am Rathenauplatz gelegen). Tel.: +49 221 245503. Geöffnet: tägl. 18-24 Uhr. Bier und andere Getränke aus Lateinamerika (Bolivien, Peru, Kolumbien) und Spanien. Der Eingang (Kellereingang) befindet sich etwas versteckt. Am Wochenende unbedingt vorher reservieren, da in der Regel ausgebucht.
  • 7 Steakhaus La Casona, Riehler Str. 105 (an der Zoobrücke) 50668 Köln. Tel.: +49 221 70211008, Fax: +49 (0)221 70211009, E-Mail: . Etwas abgelegen, aber eines der besten Steakhäuser in Köln.
  • Habibi, Zülpicher Str. 28. Tel.: +49 221 2717141. - In Köln seit 1997, Falafel mit Fladenbrot €1.90, Schawarma im Fladenbrot €2.50.
  • Al Salam (Orientalische und Arabische Gerichte), Hohenstaufenring 22. Tel.: +49 221 216713, Fax: +49 221 216713. Geöffnet: Di - Fr von 11.30 Uhr bis 1 Uhr Nachts, Sa/So von 18 - 24 Uhr. Preis: Hauptgerichte ab 10 €.
  • 8 Freddy Schilling (gute Burger und eine der besten Fritten der Stadt), Kyffhäuserstrasse 34. Tel.: +49 221 16894447.

Unterkunft[Bearbeiten]

Häufig gehen die Hotelpreise bei Messen und anderen Großveranstaltungen kräftig nach oben, es ist sinnvoll sich der Messekalender der Kölnmesse anzusehen.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 Hotel Pension Alexander, Tempelstraße 6 50679 Köln. Tel.: +49 221 829565 0. Ruhige Lage, die Innenstadt ist zu Fuß gut erreichbar, das Parken in der Umgebung ist schwierig. Preis: DZ ab 99,00 €, Frühstück extra.
  • 2 Hotel Glockengasse, Glockengasse 64-66, 50667 Köln. Tel.: +49 221 27096955. Hoterl garni mit 12 Zimmer, zentral gelegen, relativ ruhig, kein Aufzug, gutes Frühstück, Parkhaus nur wenige Meter entfernt.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 3 Dorint Hotel am Heumarkt (InterContinental), Pipinstraße 1, 50667 Köln. Tel.: +49 221 2806 0, Fax: +49 221 2806 1111, E-Mail: . Facebook. Das Hotel bietet 261 Zimmer sowie eine Präsidentensuite und beherbergt die stadtbekannte Harry’s New-York Bar. Preis: ab 129 € pro Zimmer/Nacht.
  • 4 Dorint An der Messe Köln, Deutz-Mülheimer Straße 22-24, 50679 Köln. Tel.: +49 221 80190-0, Fax: +49 221 80190-800, E-Mail: . Facebook Google Plus. Das Hotel bietet 313 Zimmer & Suiten, ein Vital-Spa sowie die rustikale Bierstube / das Restaurant „Düx“. Preis: ab 124 € pro Zimmer/Nacht.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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