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Córdoba (Provinz Argentinien)

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Provinz Córdoba

Córdoba ist eine Provinz im Zentrum Argentiniens. Mit mehr als 3 Millionen Einwohnern ist sie von der Einwohnerzahl die zweitwichtigste Argentiniens.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

  • Córdoba, 1,4 Mio. Einwohner, die Hauptstadt und zweitgrößte Stadt Argentiniens. Die koloniale Altstadt gehört zum Weltkulturerbe.
  • Río Cuarto, 150.000 Einwohner, im Süden der Provinz.
  • Villa Carlos Paz, 80.000 Einwohner, bekanntester Touristenort
  • Cosquín, Festivalstadt, in der das größte Folklorefest Argentiniens stattfindet
  • Villa General Belgrano, "alpine" Enklave mit einem bierseligen "Oktoberfest"

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Tradition und Moderne in der Hauptstadt Córdoba
Der Cerro Los Gigantes in den Sierras de Córdoba

Das „Herz Argentiniens“ wie Córdoba oft genannt wird, ist eine Provinz der Kontraste. Von der weiten Pampa-Ebenen im Südosten über die heiße Chaco-Savanne im Norden (mit dem südamerikanischen Hitzepol Villa de María) bis hin zu lieblichen Berglandschaften und rauhen Hochebenen bietet die Provinz auch touristisch einiges. Und dann ist natürlich da noch die Hauptstadt mit ihren Kolonialbauten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.

Wirtschaftlich liegt die einst reiche Provinz heute im unteren Mittelfeld Argentiniens, mit einem Bruttosozialprodukt, das 20 % unter dem Landesdurchschnitt liegt. Dennoch ist die Infrastruktur insbesondere in den Sierras und der Umgebung der Hauptstadt gut ausgebaut. Insbesondere wer sich aber in die abgelegenen Gebiete im Nordwesten der Provinz wagt, wird extreme Armut und Hunger kennenlernen. Hauptwirtschaftszweige sind die Industrie in der Provinzhauptstadt (insbesondere Automobilwerke) sowie die Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung, der Tourismus spielt nur lokal eine Rolle, insbesondere in der Boomregion des Punilla-Tals.

Sprache[Bearbeiten]

Das Spanisch der Provinz Córdoba hat einen etwas eigenwilligen Akzent, die tonada cordobesa. Die vorletzte Silbe (in einigen Fällen auch die drittletzte) wird gedehnt und betont, zudem werden einige Konsonanten wie J und Y ähnlich wie im iberischen Spanischen ausgesprochen.

Anreise[Bearbeiten]

Einen internationalen Flughafen gibt es in Córdoba. Dieser erholt sich langsam von der für die argentinische Luftfahrt verheerenden Argentinienkrise und bietet inzwischen z.B. wieder Flüge nach Panama-Stadt an.

Gute Straßen existieren in alle Richtungen. Nach Westen die Ruta Nacional 20, nach Süden die Ruta 36, nach Osten die Ruta 19 sowie als Querachse von Buenos Aires über Córdoba bis in den Nordwesten die Ruta 9.

Mobilität[Bearbeiten]

Das dichteste Netz bieten die Busgesellschaften, die nahezu jede Ecke der Provinz erreichen und zwischen den Hauptreisezielen in einem dichten Taktverkehr fahren.

Es gibt weiterhin zwei Zugstrecken: den Tren de las Sierras im Nordwesten, eine reizvolle Schmalspurstrecke, und die Strecke Córdoba-Rosario-Buenos Aires.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Attraktiv, aber leider etwas heruntergekommen, sind die Bauten der Jesuiten der Hauptstadt Córdoba sowie der mittleren Stadt Alta Gracia, die um einen Gutshof herum angelegt wurde. Diese zum Teil prachtvollen Kirchen und Klöster teilen sich insbesondere in der Hauptstadt selbst den Platz mit modernen Hochhäusern.

In den Städten der Sierras de Córdoba findet man zum Teil eigenwillige Architekturstile wie den alpinen Stil in Villa General Belgrano oder den englischen Landhaus-Stil in La Cumbre.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Sierras laden zum Wandern und zu anderen Arten von Bergsport oder einfach nur zum Baden in meist kristallklaren Flüssen und Wasserfällen ein. Ebenfalls bietet die Provinzhauptstadt ein reichhaltiges Kulturangebot.

Küche[Bearbeiten]

Typisch für Córdoba ist die arabisch-argentinische Küche, insbesondere die empanadas árabes, dreieckige Teigtaschen mit Hackfleisch-Zwiebel-Zitronenfüllung.

Weiterhin ist die Produktion von alfajores, mit Kokosflocken bestreuten, mit Karamellcreme (dulce de leche) gefüllten Keksen, typisch für die Sierras.

Nachtleben[Bearbeiten]

Während in der Hauptstadt Córdoba fast jeden Tag nachts Rummel herrscht (Montag und Dienstag ausgenommen) und man auch mal auf internationale DJ-Größen stoßen kann, ist das Nachtleben in den Sierras auf die Sommer- und Wintermonate beschränkt. "Dorfdiskos" gibt es in jeder Kleinstadt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Bezug auf die Sicherheit liegt Córdoba im argentinischen Mittelfeld. In Außenbezirken der Provinzhauptstadt kann es zu Überfällen kommen, im Zentrum kann man sich dagegen auch nachts frei bewegen. Man muss dazu aber auch sagen, dass die Medien die Vorfälle oft etwas aufbauschen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima von Córdoba ist subtropisch bis gemäßigt. Im Norden der Provinz sind die Sommer extrem heiß (hier liegt der südamerikanische Hitzepol, 40°C sind keine Seltenheit), während insbesondere auf den Hochebenen der Sierras auch im Hochsommer angenehme Kühle herrscht. Mehrere Orte haben Mikroklimate, die als besonders gesund gelten. Die Provinzhauptstadt Córdoba sollte dagegen im Sommer eher gemieden werden, da es dann nicht nur heiß, sondern auch recht regnerisch und schwül ist.

Im Winter kann es in den Bergen schneien, für Wintersport reicht es allerdings nicht.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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