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Misiones

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Provinz Misiones

Die Provinz Misiones gehört wegen seiner üppigen subtropischen Urwaldvegetation zu den beliebtesten Reisezielen des argentinischen Mesopotamien. Hier befinden sich nicht nur die berühmten Wasserfälle von Iguazú, sondern auch sehenswerte Ruinen der Jesuiten-Reduktionen aus der Kolonialzeit, die ihr den Namen gaben.

Regionen[Bearbeiten]

Umschlossen wird die Region von den beiden Flüssen Paraná und Uruguay. Während das Ufer des Paraná dicht besiedelt und gut erschlossen ist, ist das Ufer des Uruguay noch weitgehend unberührtes Urwaldgebiet.

Orte[Bearbeiten]

Neben der Provinzhauptstadt gibt es zahlreiche Kleinstädte, die aus Einwandererkolonien aus aller Welt hervorgingen.

  • Posadas, 250.000 Einwohner, die Provinzhauptstadt von Misiones, eine subtropische Metropole mit heißen Nächten
  • Oberá, 55.000 Einwohner, bekannt als multikulturellste Stadt Argentiniens, geprägt von Einwanderern aus aller Welt
  • Eldorado, 50.000 Einwohner, ehemalige deutsche Kolonie, heute moderne agro-industrielle Stadt mit sehr reizvoller Umgebung
  • Puerto Iguazú, 40.000 Einwohner, Grenzstadt nach Brasilien und Paraguay und Ausgangspunkt für die Wasserfälle von Iguazú.
  • Puerto Rico, 30.000 Einwohner, Kleinstadt am Río Paraná

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Nationalpark Iguazú, Urwaldlandschaft mit den wasserreichsten und wohl beeindruckendsten Wasserfällen der Welt, den Cataratas del Iguazú. Leider inzwischen sehr touristisch.
  • Saltos del Moconá, nahezu unbekannte Wasserfälle im östlichen Misiones.
  • San Ignacio Mini, Ruinen einer bekannten Jesuiten-Reduktion aus der Kolonialzeit
  • Ruinen von Santa Ana, weitere ehemalige Jesuitenreduktion, weniger überlaufen als San Ignacio
  • Minas de Wanda, bekannteste Edelstein-Mine Argentiniens. Ideal für einen Zwischenstopp.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Bergland von Misiones ist eine der bekanntesten Kulturlandschaften Argentiniens. Einwanderer aus aller Welt haben sich hier niedergelassen, nicht nur aus den verschiedensten Staaten Europas, sondern auch aus Asien und selbst aus Afrika. Die rote Erde und die subtropische Vegetation geben der Region ein eigenes Flair.

Die Wirtschaft wird von der Landwirtschaft und insbesondere vom Yerba-Anbau bestimmt, des Krautes, das die Grundlage des Nationalgetränks Argentiniens, des Mate, ist. Auch der Tourismus ist von Bedeutung: die Wasserfälle von Iguazú stehen in der Beliebtheit in Argentinien direkt hinter der Atlantikküste, den Sierras de Córdoba und Bariloche an vierter Stelle.

Sprache[Bearbeiten]

Der Dialekt von Misiones zeichnet sich durch eine sehr hektisch wirkende Aussprache aus, aus der man neben verschiedenen europäischen "Akzenten" auch einige Worte der Sprache der Ureinwohner, der Guaraní, heraushört. Das Guaraní selbst ist heute nur noch wenig verbreitet, immerhin 3.000 Menschen beherrschen die Sprache aber noch.

Anreise[Bearbeiten]

Die Wasserfälle von Iguazú

Die beiden Hauptverbindungsstrecken zum Rest Argentiniens sind die Rutas Nacionales 12 und 14. Sie führen an den Flüssen Paraná und Uruguay entlang und sind beide sehr gut ausgebaut. Auf ihnen fahren Busse aus allen Großstädten Argentiniens, oft mit Direktverbindungen, entlang.

Flughäfen gibt es in Posadas und Puerto Iguazú, wobei letzterer wegen dem Tourismus immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Die günstigste Form der Anreise aus Buenos Aires und den Zwischenstationen ist wohl der Zug nach Posadas.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut, man kann die vielen Orte alle problemlos erreichen. Auf der Hauptstrecke Posadas-Iguazú verkehrt alle 30 Minuten ein Bus - selbst nachts.

Mit Ausnahme des Nordostens der Provinz ist auch das Straßennetz sehr gut ausgebaut. Die Erdwege in dieser abgelegenen Gegend sind jedoch wegen der häufigen Regenfälle oft nicht befahrbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ruinen von Santa Ana.

Aktivitäten[Bearbeiten]

In dem Bergland kann man relativ gut wandern, auch wenn der Wald streckenweise undurchdringlich ist. Deshalb sollte man sich von Einheimischen beraten lassen, wo gute Trekkingrouten zu finden sind. Die Wege im Nationalpark Iguazú sind fast das ganze Jahr über von Touristen überfüllt.

Im Nationalpark Iguazú werden einige Aktivitäten angeboten, z.B. Schlauchbootfahrten, Fotosafaris und Mountainbike-Touren. Diese sind jedoch verglichen mit anderen Gegenden Argentiniens ziemlich teuer.

Küche[Bearbeiten]

Ebenso wie im subtropischen Urwald von Tucumán oder Salta kann man in der Region häufig in den Genuss typischer Tropenfrüchte wie etwa Mangos kommen, die frisch in der Gegend kultiviert werden.

Puerto Iguazú hat eine Vielzahl von Restaurants mit internationalem Niveau, viele davon in den besseren Hotels.

Nachtleben[Bearbeiten]

In allen Orten wird man auf ein einfaches, aber lebhaftes Nachtleben treffen - kein Wunder bei den hohen Nachttemperaturen. Posadas, Oberá und Eldorado sind dabei besser als Puerto Iguazú selbst.

Sicherheit[Bearbeiten]

Einziger nennenswerter Kriminalitätszweig, vor dem man auf der Hut sein sollte, ist das Umtauschen von gefälschten Banknoten im Grenzgebiet, sowohl in der Gegend rund um Puerto Iguazú als auch bei Posadas / Encarnación. Deswegen insbesondere Dollars nur in den offiziellen Wechselstuben kaufen!

Im Urwald gibt es zahlreiche giftige Schlangen, weshalb man dort immer mit festem Schuhwerk unterwegs sein sollte, auch der Biss der Spinne Schwarze Witwe kann für Allergiker und Kinder gefährlich werden, zu beachten ist dabei, dass die Symptome erst 2-3 Tage später auftreten. Größere Tiere wie Pumas und Jaguare nehmen vor dem Menschen meist Reißaus (Hinweise zum Verhalten bei einer Puma-Attacke siehe Sierras Pampeanas).

Klima[Bearbeiten]

Das ganze Jahr über herrscht ein subtropisch-feuchtes Klima, im Sommer gibt es jedoch etwas mehr Regen als im Winter. Etwa alle 3-4 Tage muss man mit Regen rechnen. Die Temperaturen am Tag erreichen im Sommer um 32 °C, im Winter bei mehr Sonnenstunden um 23 °C - daher ist der Winter die beste Reisezeit, in dem man sogar in den Flüssen baden kann. Die Nachttemperaturen liegen nur 8-10 °C unter den Tagestemperaturen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Ideal ist eine Weiterreise nach Brasilien und Paraguay. Hat man einmal die lebhaften Grenzstädte mit ihrem basarartigen Handel, wie etwa Foz do Iguacu und Ciudad del Este passiert, gelangt man schnell in ursprüngliche, naturbelassene Gegenden. Ideal für Fotoliebhaber ist etwa die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle, da man dort die Wasserfälle von Gegenüber aus sieht und sehr gute Panoramafotos "schiessen" kann.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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