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Mesopotamia

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Mesopotamia, das Zwischenstromland, liegt im Nordosten Argentiniens, zwischen den Flüssen Río Paraná und Río Uruguay. Es ist eine feuchte, teils bewaldete Gegend mit tropischem Flair, die im Süden relativ flach, im Norden dagegen hügelig bis bergig ist und landschaftlich sehr dem südlichen Brasilien ähnelt.

Bekannt ist Mesopotamia für die Schönheit der Natur, die hier üppiger sprießt als anderswo im Land und deren absolutes Highlight die Iguazú-Wasserfälle darstellen. Ebenfalls beliebt sind die multikulturell angehauchten Städte mit ihrem Karneval.

Regionen[Bearbeiten]

Die Großregionen stimmen in etwa mit den Provinzen überein, die Anteil an Mesopotamia haben.

  • Die Hügellandschaft von Entre Ríos im Süden ist eine von Landwirtschaft geprägte Gegend mit guten Badestränden an den Flüssen. In dieser Region haben sich im 19. Jahrhundert viele (wolga)deutsche Einwanderer niedergelassen, die ihre Spuren in Architektur und Kultur hinterließen.
  • Nach Norden schließen die Sümpfe von Corrientes an, ein fast vollständig flaches, subtropisches Gebiet mit teilweise unberührter Flora und Fauna, das langsam vom Öko-Tourismus entdeckt wird.
  • Das bekannteste Reiseziel ist das subtropische Bergland von Misiones im Nordosten mit vielen urwaldhaften Gegenden, aber auch landwirtschaftlichen Kolonien. Hier liegen die berühmten Wasserfälle von Iguazú.

Orte[Bearbeiten]

Die größte Stadt Mesopotamias ist Corrientes (350.000 Einwohner), die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, mit einem beliebten Karneval und einigen Kolonialbauten. Etwas ruhiger wirkt Paraná (280.000 Einwohner), Hauptstadt der Provinz Entre Ríos, eine angenehme, grüne Stadt am Fluss mit einigen Bauten aus dem 19. Jahrhundert, aber auch zahlreichen Hochhäusern. Posadas (280.000 Einwohner) ist die schnell wachsende, tropische Hauptstadt der Provinz Misiones und von der Architektur her moderner als die anderen beiden Städte. Gualeguaychú (95.000 Einwohner) im Süden von Entre Ríos ist bekannt für seine Badestrände und besonders für den Karneval, der als aufwendigster Argentiniens gilt.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Lage von Mesopotamia in Argentinien

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Nordosten Argentiniens ist ein feuchtes, wasserreiches Gebiet. Er war lange Zeit vom Rest Argentiniens isoliert, da es lange Zeit keine Brücke über den Río Paraná gab. Er wurde daher recht spät besiedelt, meist von Einwanderern aus Osteuropa (darunter Polen, Russen und auch Wolgadeutsche) und Asien. Die Einwanderer vermischten sich schnell mit den Indianern, so dass der Anteil von Mestizen sehr hoch ist und die Landbevölkerung oft noch Guaraní spricht. In den Karnevalstraditionen, aber auch in der Musik der Region, dem Chamamé spürt man diese Mischung deutlich: Er ist eine abgewandelte, tropisch-fröhliche Art der Polka.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielten auch die Jesuiten, die in Misiones bereits im 17. Jahrhundert sogenannte Reduktionen einrichteten, in denen die indigene Bevölkerung missioniert und "zivilisiert" werden sollte und die auf einer gemeinschaftlichen Basis bewirtschaftet wurden. Bereits im 18. Jahrhundert wurden sie aber wieder vertrieben, da die spanischen Kolonialherren ihren Einfluss fürchteten.

Das Gebiet ist von der Landwirtschaft geprägt. Während in Corrientes und Entre Ríos insbesondere Getreide angebaut und Viehzucht betrieben wird, ist Misiones das Land der Yerba, dem Kraut, aus dem das argentinische Nationalgetränk Mate hergestellt wird, das in der gesamten Region sehr beliebt ist.

Sprache[Bearbeiten]

Die Sprache unterscheidet sich wenig vom Standard-Argentinisch, es gibt aber einige Ausdrücke, die aus der Guaraní-Sprache übernommen wurden.

Etwa 6.000 Menschen sprechen als Muttersprache immer noch Guaraní, insbesondere in ländlichen Gegenden.

Anreise[Bearbeiten]

Durch gute Straßen und Brücken ist das Zwischenstromland inzwischen mit dem Rest Argentiniens verbunden. In alle wichtigen Städte Ost- und Zentralargentiniens gibt es Busverbindungen.

Flughäfen gibt es in Paraná, Corrientes und Posadas sowie in Puerto Iguazú. Posadas und Corrientes werden auch vom paraguayischen Asunción aus angeflogen. Die Grenzstadt Foz do Iguacu in Brasilien, nahe Puerto Iguazú, wird von ganz Brasilien angeflogen und empfiehlt sich als Einreisepunkt, wenn man Argentinien vom Norden aus erkunden will.

Ein recht langsamer, aber günstiger Zug fährt seit 2004 von Buenos Aires nach Posadas.

Mobilität[Bearbeiten]

In der Region gibt es fast überall sehr gute und dichte Busnetze. Ausnahme sind einige abgelegenen Gegenden, wie die Sümpfe des Iberá und der extreme Nordosten von Misiones.

Das Straßennetz der Gegend ist als sehr gut zu bezeichnen, fast alle Straßen sind geteert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Ruinen von San Ignacio Mini sind die Überreste einer ehemaligen Stadt der Jesuiten inmitten subtropischer Vegetation.

Aktivitäten[Bearbeiten]

In den Sümpfen von Iberá kann man Bootstouren unternehmen, um die berühmten "schwimmenden Inseln" und die reiche Tierwelt kennenzulernen.

In Misiones gibt es zahlreiche organisierte Wandertouren durch den Regenwald. An den Wasserfällen von Iguazú werden ebenfalls Bootstouren und Dschungel-Safaris angeboten.

An den Flüssen Río Paraná und Río Uruguay kann hervorragend gebadet werden. In den Bergen von Misiones gibt es außerdem viele Wasserfälle.

Küche[Bearbeiten]

Wie im Rest Argentiniens wird auch im Nordosten am meisten Rindfleisch gegessen. Dennoch gibt es wegen der vielen Einwandererkulturen auch in kleineren Städten ein vielfältiges gastronomisches Angebot.

Der Mate ist noch populärer als im Rest Argentiniens. Er wird in dieser Region wegen der Hitze oft kalt, als Tereré mit Fruchtsaft getrunken.

Nachtleben[Bearbeiten]

Besonders nachtaktiv sind die Gegenden von Entre Ríos und Corrientes beim Karneval, der hier ähnlich wie in Brasilien mit Umzügen von Schlagzeuggruppen und leichtbekleideten Tänzerinnen gefeiert wird. Besonders beliebt in den Clubs der Region ist die Cumbia, aber auch Techno ist insbesondere in Misiones anzutreffen.

Sicherheit[Bearbeiten]

An den Flussläufen gibt es oft Überschwemmungen, die schon so manches Todesopfer gefordert haben. Touristen bekommen von diesen Problemen aber so gut wie nichts mit, da die reicheren Viertel der Städte fast immer etwas vom Fluss entfernt liegen.

In den ländlichen Gegenden, nicht nur in den Urwäldern, gibt es einige giftige Insekten und Spinnen, insbesondere die Schwarze Witwe (Latrodectus) und die Bananenspinne (Phoneutria). Der Biss beider Arten kann für Kinder, Allergiker und andere geschwächte Personen gefährlich werden, Todesfälle sind zwar äußerst selten, doch die gesundheitlichen Folgen können lange andauern. Deshalb bei Wanderungen festes Schuhwerk anziehen. Zwischenfälle mit dem Yacaré, einer kleinen Krokodilart, sind sehr selten.

Malaria ist so gut wie ausgerottet. Nur wenn man im Urwald von Misiones große wissenschaftliche Expeditionen plant, sollte man an Prophylaxe denken. Häufiger ist das Dengue-Fieber, bei einem längeren Aufenthalt sollte man Vorkehrungen treffen.

Der Grenzübergang bei Iguazú gilt als Schmuggler-Hochburg, hier sollte man besonders vorsichtig sein und nichts Illegales über die Grenze führen. Auch die Kriminalität ist in dieser Region höher als anderswo.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist subtropisch und das ganze Jahr über feucht, eine ausgeprägte Regenzeit gibt es nicht, wenn auch der Winter trockener als der Sommer ist. Am feuchtesten und wärmsten ist Misiones im Nordosten.

Die Tagestemperaturen liegen im Sommer um 30 °C - 40 °C, im Winter um 15 °C - 25 °C, wobei der Norden wärmer, aber auch regnerischer ist als der Süden. Beste Reisezeit ist im Norden das Winterhalbjahr, der Süden kann zum Baden an den Flüssen (z.B. in Gualeguaychú und El Palmar) auch im Sommer besucht werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Die Region eignet sich hervorragend zur Weiterreise nach Brasilien (über Foz do Iguacu und Paraguay (über Ciudad del Este bei Iguazú oder Encarnación bei Posadas).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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