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Ciudad del Este

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Ciudad del Este
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Ciudad del Este ist die zweitgrößte Stadt Paraguays und eines der größten Handelszentren Südamerikas. Sie liegt an der Ostgrenze des Landes zu Brasilien und grenzt direkt an Foz do Iguaçu. Der Ballungsraum hat etwa 850.000 Einwohner und ist der größte der sogenannten Triple Frontera-Region, dem Dreiländereck zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien, in dem sich auch die Iguaçu-Wasserfälle befinden.

Attraktiv sind neben den Einkaufsmöglichkeiten vor allem die vielen Grünflächen mit tropischem Flair, die allerdings immer weiter zugebaut werden, sowie die Badestrände am Itaipú-Stausee. Architektonisch ist die Stadt dagegen abgesehen von wenigen Ausnahmen uninteressant.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ciudad del Este ist eine sehr junge Stadt. Sie wurde erst 1957 gegründet, zunächst unter dem Namen Puerto Flor de Lis. Bald darauf wurde sie nach dem Diktator Alfredo Stroessner in Puerto Presidente Stroessner umbenannt. Nach Stroessners Absetzung 1989 bekam sie ihren heutigen Namen.

Ihr explosives Wachstum verdankt Ciudad del Este vor allem zwei Tatsachen: einmal den Bau der Brücke der Freundschaft nach Brasilien (1965) und zum anderen der Itaipú-Staudamm, der 1982 eingeweiht wurde. Mit dem Wachstum der Stadt wuchs auch der Handel mit den Nachbarländern. Nur ein Teil davon ist legal; viele Schmuggler und Markenfälscher haben der Stadt ein negatives Image als Kriminalitätsschwerpunkt und - laut den USA - sogar als Versteck von Terroristen eingebracht. Doch die Bedeutung der Stadt für die Wirtschaft Paraguays ist enorm: 60% des Bruttoinlandsproduktes des Landes werden hier erwirtschaftet. Neben dem Handel sind die bedeutendsten Wirtschaftszweige die Stromerzeugung durch den Itaipú-Staudamm und die Agrarindustrie.

Einwanderer aus Asien und dem arabischen Raum machen die Stadt zu einer der multikulturellsten Südamerikas. So findet man heute neben den Kirchen auch Moscheen und thailändische Pagodas. Die taiwanesische Regierung finanzierte der Stadt ihr Rathaus (für die Unterstützung Paraguays für Taiwan in den Vereinten Nationen), während die japanische am Flughafen beteiligt war.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der erst 1996 eingeweihte Aeropuerto Internacional Guaraní wird von Buenos Aires, Asunción, São Paulo und Florianópolis angeflogen. Er liegt in der Nähe der Stadt Minga Guazú, 25 km vom Stadtzentrum entfernt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Zahlreiche Buslinien verbinden die Stadt mit dem brasilianischen Foz, aber auch mit Asunción und anderen Städten des Landes.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Asunción aus erreicht man die Stadt über die Nationalstraßen 2 und 7. Von den meisten Orten Brasiliens aus fährt man über die BR-277 nach Foz und Ciudad del Este über die Brücke der Freundschaft.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Lago de la República

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

  • Kathedrale San Blas. 1964 erbaut, in Form eines Schiffes. Der bemerkenswerte, von vielen europäischen Baustilen beeinflusste moderne Bau steht im Grünen in unmittelbarer Nähe des Paraná-Ufers, harmonisch in die Natur integriert und will so gar nicht in das Klischee der lateinamerikanischen Kirchenbauten passen.
  • Mezquita del Profeta Muhammad. Mohammed-Moschee, architektonisch zumindest äußerlich als Zweckbau wenig attraktiv, aber als angeblicher Sitz von islamischen Fundamentalisten und wegen seinen Dimensionen etwas für zeitgeschichtlich Interessierte.

Museen[Bearbeiten]

  • Museo El Mensú. Untergebracht in dem ältesten Gebäude der Stadt. Es werden Artefakte aus der Gründerzeit und die indigenen Kulturen der Gegend vorgestellt.

Parks[Bearbeiten]

  • Parque de Acaray. Schöne Grünfläche mit Picknick- und Bademöglichkeiten.
  • Lago de la República. Ein See, der direkt im Zentrum der Stadt ihre grüne Lunge darstellt.
  • Parque Chino. Zeigt den asiatischen Einfluss.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Itaipú-Staudamm. . Dieses riesige Wasserkraftwerk war bis zum Bau des Dreischluchtendamms in China das leistungsstärkste der Welt. Seine Stromproduktion (14 Gigawatt) reicht aus, um 90 % des paraguayischen und 19 % des brasilianischen Verbrauchs zu decken, wobei Paraguay den größten Teil der ihm zustehenden Elektrizität an Brasilien exportiert. Itaipu liegt in der Stadt Hernandarias, einem von Ciudad del Este administrativ getrennten Bezirk mit 80.000 Einwohnern. Es gibt geführte Touren und ein Besucherzentrum. Auf der paraguayischen Seite kann der Damm gratis besucht werden, während die brasilianische Eintritt erhebt, dort gibt es dafür auch geführte Besuche.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Grünflächen laden zum Picknick und zum Teil auch zum Baden ein. In der Umgebung der Stadt gibt es zudem einige geschlossene Sportparks.

Die Kulturszene wächst wie die Stadt selbst weitgehend unorganisiert. So gibt es beispielsweise statt organisierten Theatern Veranstaltungen in wechselnden Sälen verschiedenster Stadtviertel. Unregelmäßig findet das Festival de las Tres Fronteras statt, dessen Veranstaltungen neben Ciudad del Este auch in Foz und in Puerto Iguazú stattfinden. Die Zeitung der Stadt heißt La Vanguardia.

Einkaufen[Bearbeiten]

Das Chaos in einer Einkaufsstraße im Zentrum...

Das Zentrum von Ciudad del Este gilt als eines der größten Einzelhandelszentren der Erde. Es hat in der Nähe der Märkte nahe der Freundschaftsbrücke den Charakter eines Basars, man findet aber auch moderne Shopping-Galerien mit guter Produktauswahl. Die Haupteinkaufsstraße ist die Avenida San Blas, die weiter landinwärts in die Avenida Monseñor Rodríguez übergeht. Besonders beeindruckend: der luxuriöse Monalisa Shopping, Av. Monseñor Rodriguez Ecke C. A. Lopez 525. , in dem beispielsweise den Parfüms vier ganze Stockwerke gewidmet wurden, dort befindet sich auch eines der besten Restaurants der Stadt.

Besonders Brasilianer und Argentinier kaufen in der Stadt ein, da einige Erzeugnisse wie Elektronik und Parfümerie hier billiger als in den Nachbarländern sind, dies liegt am Wegfall der Importsteuern (was übrigens für die meisten paraguayischen Grenzstädte gilt). Es wurde aber häufig auch von Touristen berichtet, die übers Ohr gehauen wurden und statt des ersehnten Markenprodukts eine Fälschung angedreht bekamen. Dies beschränkt sich jedoch weitgehend auf den Straßenhandel.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Zeitpunkt 2010: Es gibt keine gehobene Küche! Am Abend gibt es nur sehr geringe Möglichkeiten zu essen, wobei diese sich auf Schnellimbissbuden beschränken. Etwas ausserhalb vom Stadtzentrum findet man Pizzerias von amerikanischen Ketten.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben konzentriert sich auf die direkt an das Zentrum angrenzenden Stadtviertel. Im Zentrum selbst ist kaum etwas los, es sollte nachts auch deshalb gemieden werden.

  • Bunker, Calle Monday Ecke Eirete, Barrio Amambay. Tel.: +595 (0)61 571323.. Grosraumdiskothek mit VIP-Lounge, Mainstream-Musik.
  • Vaticano, Av. Alejo García 701. Diskothek in der Nähe des alten Flughafens, südlich des Zentrums.
  • Inside Bar & Lounge, Avda. Gral Garay Ecke Aca Caraya. Der derzeitige In-Place der Oberschichtjugend, teuer und stylish.
  • Coyote, Aca Caraya, Barrio Boqueron. Großraumdisco

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Casa Blanca Hotel Spa & Golf, Av. Botero Norte Nr 69. Paraná Country Club. Hernandarias. Tel.: +595 (0)61 571936.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Das Image von Ciudad del Este in Bezug auf Sicherheit könnte schlechter nicht sein. Der US-amerikanische Journalist Jeffrey Robinson bezeichnete es 1996 in einem Artikel unverhohlen als „Arsch der Welt“, in dem das Gesetz der Straße regiere, fundamentalistische Terrorgruppen aktiv seien und der Handel von skrupellosen, mafiösen Clans beherrscht werde. Von dieser organisierten Kriminalität, die zweifellos existiert aber auch übertrieben wird, werden Besucher höchstens aus der Zeitung etwas mitbekommen.

Sicher ist allerdings, dass nachts das dann fast verwaiste Zentrum nicht der angenehmste Ort ist, da die Institutionen des Nachtlebens und der Gastronomie woanders liegen (vor allem im Nachbarviertel Boquerón). Daher sollte man es nach Möglichkeit nach dem Schließen der Shoppinggalerien (ca. 22 Uhr) meiden. Im Rest der Stadt ist es nach zahlreichen Berichten von Einheimischen und Besuchern sogar eher sicherer als in vergleichbaren lateinamerikanischen Städten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Die üppige Natur der Umgebung von Ciudad del Este bietet zahlreiche Ausflugsziele, Neben den weltberühmten Iguaçu-Wasserfällen sind zahlreiche Reservate am Itaipú-Stausee angelegt worden. Die Monday-Wasserfälle, nur 10 km von der Stadt entfernt, sind immerhin 45 m hoch und können daher als kleine Brüder der Iguazú-Fälle angesehen werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielles Stadtportal

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