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Iguaçu-Wasserfälle

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Als Iguaçu (portugiesisch) oder Iguazú (spanisch) wird eine Regenwaldgegend mit spektakulären Wasserfällen rund um das Mündungsgebiet des Río Iguazú in den Paraná im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Argentinien bezeichnet. In beiden Ländern wird die Landschaft duch Nationalparks geschützt.

Die Cataratas do Iguaçu, argentinische Seite

Hintergrund[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte von Brasilien
Iguaçu-Wasserfälle
Iguaçu-Wasserfälle

Die Cataratas do Iguaçu sind die größten Wasserfälle der Welt. Sie zählen zum Weltnaturerbe der UNESCO und liegen in dem Graben Foz do Iguaçu, der zwischen Brasilien und Argentinien verläuft. Nicht weit entfernt ist die Grenze nach Paraguay, dort liegt das Wasserkraftwerk von Itaipu, das von Brasilien und Paraguay gemeinsam genutzt wird.

Blick vom Hotel das Cataratas
Die Wasserfälle ...
... sind phantastisch

Geschichte[Bearbeiten]

Landschaft[Bearbeiten]

Die Cataratas do Iguacú bestehen aus 150 bis 270 Wasserfällen, die meist in 2 – 3 Stufen aus einer Höhe von 40 bis über 90 m donnernd in die Tiefe stürzen. Die Wassermenge schwankt jahreszeitlich bedingt zwischen 300 m³ und 7000 m³ pro Sekunde. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Fälle zu beobachten.

  • auf der brasilianischen Seite führt die Rodovia das Cataratas von Foz do Iguacú bis zu dem Hotel dos Cataratas. Vom Panoramaweg aus kann man den imposanten Garganta do Diabo (Teufelsrachen) sehr gut betrachten. Sprachliche Unterhaltung ist dabei aber nur eingeschränkt möglich. Wenn man das Hotel besucht, sollte man einen Blick aus dem kleinen Aussichtsturm werfen, es lohnt sich.
  • von der argentinischen Seite kommt man von Puerto Iguazú zu den Fällen. Innerhalb des Nationalparks sind Privatfahrzeuge nicht zugelassen, aber man kommt mit Hilfe des Wegesystems an verschiedene gut ausgebaute Aussichtspunkte. Der Teufelsrachen (hier heißt er Garganta del Diablo) lässt sich über die Park-Eisenbahn und dann über einen ausgebauten Steg gut betrachten.
  • Von unten wirken die Fälle ebenfalls gewaltig: es gibt motorisierte Schlauchboote, die die Stromschnellen hinauf bis unmittelbar unter die Fälle fahren. Sowohl die Fahrt als auch die (recht warme) Dusche sind ein Erlebnis der besonderen Art. Eine Fahrt von 12min kostet 100 Pesos und wird auf beiden Seiten angeboten, auf der argentinischen kommt man jedoch näher an die Fälle heran. Tickets lassen sich sowohl am Busbahnhof als auch im Park erwerben.

Die Fälle liegen zum größeren Teil auf argentinischem Staatsgebiet und das Wegenetz auf der argentinischen Seite ist etwas größer. Pauschal kann man sagen dass man auf der argentinischen Seite am nächsten an die Fälle herankommt, während man von der brasilianischen Seite einen sehr guten Gesamtüberblick erhält (aber auch hier wird man nass wenn man das möchte).

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Im Nationalpark gibt es auf der brasilianischen Seite noch den Parque das Aves. In ihm sind südamerikanische Vögel, unter anderem Tukane, handzahme Papageien, Nandus und Kolibris zu sehen, darüber hinaus auch noch etliche Schlangen. Aber auch wer in den Wäldern des Parks spaziert, kann Tukane in den Bäumen sehen, oder man macht schnell Bekanntschaft mit Nasenbären, die in Mülleimern nach Futter suchen.

Klima[Bearbeiten]

Im Sommer schwül-heiß.

Im südamerikanischen Winter (umgekehrte Jahreszeiten auf der Südhalbkugel beachten) kann es vor allem nachts auch mal recht frisch (bis 10°C) werden, also unbedingt auch warme Klamotten mitnehmen.

Anreise[Bearbeiten]

Sowohl auf der brasilianischen wie auch auf der argentinischen Seite gibt es jeweils einen kleinen Flughafen. Der Brasilianische wird neuerdings auch direkt von Lima in Peru angeflogen.

Zahlreiche Busunternehmen bieten sehr komfortable Busreisen von zahlreichen Städten aus Brasilien und Argentinien an. In den manchen Bussen werden auch warme Gerichte serviert, alternativ halten die Busse an Rasthöfen mit einer recht großen Auswahl an Speisen. Busfahrten sind meist die günstigere Art der Anreise, jedoch lohnt sich ein Preisvergleich mit den brasilianischen Fluggesellschaften (je nach Saison/Auslastung kann auch das Flugticket günstiger sein) und Berücksichtigung der Gesamtkosten (die Busfahrt nach Rio dauert beispielsweise ca. 24 Stunden, verpflegt man sich nur an den vergleichsweise teuren Rasthöfen ist man allein für das Essen schnell bei dem Preis für ein günstiges Flugticket).

Die Anreise zum Busbahnhof in Puerto Iguacú (Argentinien) ist empfehlenswert, da dieser deutlich zentraler liegt als der in Foz do Iguacu (Brasilien).

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Die brasilianische Seite kostet pro Person 64 Reais Eintritt. Stand 13.2.2017.

Die argentinische Seite kostet pro Person 500 Pesos. Für Gäste des Sheraton-Hotels, ist der Eintritt im Zimmerpreis enthalten. Stand 13.2.2017.

Die Preise für Mercosur-Bürger, Argentinier und Brasilianer sind deutlich geringer. Wer ein Visum für eines der Länder hat, sollte es vorzeigen, da das häufig schon für eine Vergünstigung ausreicht (Rentner mit Visum zahlen nur 18 Reais). Wer die argentinische Seite noch einmal besuchen möchte, sollte sich beim Rausgehen einen Stempel auf seine Eintrittskarte geben lassen, um am nächsten Tag 50 % Rabatt zu erhalten. Die Kasse, an der das möglich ist, ist gekennzeichnet. Sie ist bis zur Schließung des Parkes geöffnet. Die Fähre auf die Insel San Martín ist kostenlos.

Mobilität[Bearbeiten]

Argentinien[Bearbeiten]

Am Busbahnhof in Puerto Iguazu (Argentinien) gibt es unzählige Busse um zu den Wasserfällen zu kommen. Die Fahrt dauert ca 40 min und kostet 330 Pesos pro Person in beide Richtungen. Die Busse fahren ca alle 20 Minuten ab. Die Tickets kauft man am Schalter direkt am Busbahnof.

Am Busbahnhof gibt es Shuttle Busse zum Nationalpark. Die Gebühr von 5 Pesos kann entweder an einem Schalter im Busbahnhof entrichtet werden, oder direkt im Bus bezahlt werden. Außerdem gibt es einen Shuttle Bus zum lokalen Busbahnhof in Foz do Iguacu (Brasilien, 3 Reais/ 6 Pesos)

Brasilien[Bearbeiten]

Es gibt in der Stadt Foz do Iguacu 2 Busbahnhöfe, den Fernbusbahnhof (für Busse aus anderen Städten, z.B. Rio oder São Paulo) und den lokalen Busbahnhof (Terminal de Omnibus). Alle Stadtbusse halten am Terminal de Omnibus, das Terminal ist zudem der einzige Punkt an dem man kostenfrei umsteigen kann (ansonsten muss im Bus erneut der Fahrpreis gezahlt werden). Auch das Fernbus-Terminal lässt sich mit einem Stadtbus (ca. 25 min) vom lokalen Busbahnhof erreichen.

Vom lokalen Busbahnhof gibt es eine halbstündliche Verbindung direkt über den Flughafen (Aeroporto) zum Nationalpark-Eingang. Im Park selbst fahren Gratis-Shuttlebusse.

Lohnenswert in der Umgebung ist auch der Itaipu-Staudamm (Itaipu Binacional), der sich ebenfalls über den lokalen Busbahnhof erreichen lässt.

Der Bus aus Argentinien hält allerdings gegenüber vom lokalen Busbahnof. Der Bus nach Puerto Iguacú (Argentinien) fährt hinter dem lokalen Busbahnhof ab. Wer schnell genug reagiert kann den Bus aber auch stets von der Straße heranwinken. Der Shuttle Bus hat ein Schild im Fenster "Argentinia" oder "Brasil", je nachdem welche Richtung er gerade fährt.

Grenzübergang[Bearbeiten]

An der argentinischen Grenze muss jeder aussteigen und nach den Formalitäten steigt man wieder in den selben Bus ein.

An der brasilianischen Grenze werden Reisende, die keine argentinische Staatsangehörigkeit haben, aufgefordert, den Bus zu verlassen um die gewöhnlichen Einreiseformalitäten zu erledigen. Auch hier wartet der Bus auf die Reisenden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Jeep-Touren in den Urwald und Schlauchbootfahrten bis nah an die Wasserfälle heran werden auf der argentinischen Seite organisiert angeboten.

Auf die Hubschrauberflüge sollte man als umweltbewusster Tourist verzichten! Dieser Unsinn, der nur von Brasilien aus möglich ist, wird seit Jahrzehnten scharf kritisiert, da durch den Lärm zahlreiche Tierarten verscheucht wurden und zudem durch die Vibrationen der Rotorblätter Vogeleier zu Bruch gehen können.

Der etwa 10 min Rundflug kostet 350 R$ (ca. 105 €) Stand 19.3.2015

YouTube liefert zahlreiche Filme vom Hubschrauber und von Drohnen aus (das schont jetzt die Umwelt und den Geldbeutel).

Zeitplan[Bearbeiten]

um die Wasserfälle zu erkunden benötigt man ein bis 3 Tage.

Wer nur einen Tag zur Verfügung hat sollte auf jeden Fall die argentinische Seite besuchen.

Wer 2 Tage hat kann an einem Tag die brasilianische Seite anschauen und eine Dammführung machen. Am zweiten kann man sich die Argentinische Seite anschauen. Man sollte berücksichtigen, dass die letzte Fahrt der Fähre zur Insel San Martín um 15:30 abfährt (Oktober 2011: Wegen Hochwasser verkehren seit 4 Monaten keine Boote). Der letzte Zug zum Teufelsrachen fährt um 16:00. Letzter Zugang zum Sendero Macuco um15:00.

Der Nationalpark schließt um 18:00.

Küche[Bearbeiten]

In den Orten Foz do Iguacu und Puerto Iguacú gibt es zahlreiche Restaurants sowie Snackbars.

In den Nationalparks gibt es vereinzelte Gelegenheiten Snacks oder Mahlzeiten einzunehmen, allerdings zu höheren Preisen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Sowohl Puerto Iguazú in Argentinien als auch Foz in Brasilien sind ausgesprochene Touristenstädte mit einer Menge Hotels aller Preisklassen. Das luxuriöseste davon liegt wohl in Brasilien direkt gegenüber der Wasserfälle selbst in einem palastartigen Bau. Allerdings sind die Unterkünfte auf der argentinischen Seite günstiger.

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den Großstädten Südamerikas ist Iguaçu ein verschlafenes Nest und relativ sicher. Organisierte Kriminalität existiert nicht wirklich. Direkt an den Wasserfällen sollte man auf seine Taschen und Geldbeutel achten - Rucksäcke immer vorne tragen! Wer in die Ciudad del Este nach Paraguay zum Einkaufen fährt (technische Geräte kosten dort halb so viel wie in Argentinien), muss aufpassen, dass ihm keine Fälschung angedreht wird. Wer wieder nach Argentinien zurückreisen will, darf pro Person nur Produkte im Wert von 300 US$ einführen. Die gewieften Geschäftsleute in Paraguay umgehen diese Hürde, indem sie die Produkte direkt ins Hotel liefern (natürlich erst nach der Bezahlung). Ohne Guide oder vertrauenswürdigem Taxifahrer sollten Sie diese Unternehmung keinesfalls wagen!

Ausflüge[Bearbeiten]

Der Staudamm Itaipú an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay ist nach dem Drei-Schluchten-Damm der zweitgrößte Damm der Welt. Er zählt des weiteren zu den modernen Weltwundern. Er erzeugt ca. 90 % von Paraguays Strom und 25 % von Brasilien, wobei Paraguay nur ca 7 % des produzierten Stroms benötigt. Ca. jede Stunde (teils öfter) findet eine Panorama-Tour mit dem Bus statt, wo man den Staudamm von außen besichtigen kann und zweimal über die Staumauer (einmal unten an den Einlässen zu den Turbinen und einmal oben über die Dammkrone zurück) fährt. Darüber hinaus gibt es 2-3 mal am Tag auch eine "technische Tour" über mehrere Stunden, wo man auch das Innenleben des Staudamms besichtigen kann. Am Stausee gibt es auch einige Badestrände, die Abkühlung von der schwülen Hitze versprechen.

Wer auf der argentinischen Seite übernachtet und etwas mehr Zeit mitbringt, kann einen Abstecher zu den Minen von Wanda, Ruta Nac. n°. 12, Tel.: (0 37 57) 47 01 81, machen. Diese sind ca. 40 km von Puerto Iguazú entfernt. Hier werden Halbedelsteine abgebaut. Es gibt auf englisch oder spanisch geführte Touren durch die Minen. Dabei werden nicht nur Abbaumethoden erklärt und gezeigt, sondern man erfährt auch, wie die Minen entstanden sind sowie detaillierte Fakten über (Halb)Edelsteine. Eintritt: 12 Pesos.

Die paraguayische Stadt Ciudad del Este wird ebenfalls oft als Tour angeboten. Dies lohnt sich jedoch nur, wenn man wirklich auf die Preise der Turnschuhe und Elektrogeräte in Paraguay scharf ist, denn die Stadt ist touristisch uninteressant.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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