Erioll world 2.svg
Artikelentwurf

Brandenburg an der Havel

Aus Wikivoyage
Welt > Eurasien > Europa > Mitteleuropa > Deutschland > Brandenburg > Havelland > Brandenburg an der Havel
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Brandenburg an der Havel
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Brandenburg an der Havel ist eine Stadt im gleichnamigen Bundesland Brandenburg. Sie liegt 70 km westlich von Berlin und wird durch die Havel, die 4 km unterhalb den Plaueschen See bildet, in die Alt- und Neustadt geteilt; einen dritten Teil bildet der sog. Dom oder Burg Brandenburg auf einer Insel des Flusses. Alt- und Neustadt waren früher getrennte Städte, wurden aber 1715 unter einen Magistrat vereinigt.

Blick über die Neustadt mit St. Katharinen und Paulikloster

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Burg Brennaburg wurde im Winter 927 auf 928 von König Heinrich I. den Hevellern abgenommen. Otto I. stiftete hier 948 ein Bistum, das zuerst dem Erzbischof von Mainz untergeordnet, 968 dem neu errichteten Erzbistum Magdeburg zugeteilt, aber schon 983 durch die heidnischen Wenden wieder vernichtet und dann durch Albrecht den Bären 1153 von neuem hergestellt wurde. Nachdem 1539 der Bischof Matthias von Jagow zur evangelischen Kirche übergetreten und 1544 der katholische Gottesdienst im Dom eingestellt worden war, wurde das Bistum bis 1598 vom Kurfürsten administriert, dann aufgehoben und die Stiftsgüter teils in kurfürstliche Domänen verwandelt, teils an Adlige veräußert. Doch blieb das Domkapitel, welches erst 1810 gesetzlich aufgehoben, aber 1826 wieder erneuert wurde. Von den zwölf Domherrenstellen, welche sämtlich vom König verliehen wurden, gehörten seitdem neun dem Adels- und drei dem geistlichen Stande. Im November 1848 wurde der Sitz der preußischen Nationalversammlung nach Brandenburg verlegt, wo sie am 27. November eröffnet und am 5. Dezember 1848 wieder aufgelöst wurde.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen
Magdeburg82 km
Dessau-Roßlau79 km
Lutherstadt Wittenberg75 km
Berlin71 km
Stendal63 km
Potsdam39 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Brandenburg hat selber keinen Flughafen mit Linienverkehr. Die nächsten Flughäfen sind Berlin-Tegel und Schönefeld. Mit dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln kann man die Stadt von beiden Flughäfen in ca. 1 bis 1,5 Stunden erreichen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Eine sehr gute Bahnanbindung besteht von Berlin (Fahrtzeit vom Hauptbahnhof ca. 45 Minuten) und Potsdam (Fahrtzeit ca. 20 Minuten). Züge verkehren tagsüber zweimal pro Stunde. Aus Richtung Magdeburg (Fahrzeit ca. 50 Minuten) fährt stündlich ein Zug. Brandenburg liegt im Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg.
  • Brandenburg wird vom Regionalverkehr und einigen IC angefahren. Direktverbindungen bestehen unter anderem aus Hannover.
  • Vom 1 Hauptbahnhof erreicht man die Innenstadt am besten mit der Straßenbahn der Verkehrsbetriebe Brandenburg (Linie 6 bis Neustädtischer Markt).
  • Weitere Bahn-Haltepunkte sind 2 Brandenburg-Altstadt und 3 Görden (auf der Strecke nach Rathenow).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Aktuelle Fahrpläne www.regiobus-pm.de

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto erreicht man Brandenburg über die Autobahn A 2, Anschlussstelle Brandenburg. An dieser Stelle sei vor den beiden stationären Blitzern gewarnt, die auf dem Weg in die Stadt an der Straße stehen. Wer aus Richtung Hannover/Magdeburg kommt, sollte die A 2 schon an der Anschlussstelle Wollin verlassen und durch den Ort Wenzlow-Grüningen in Richtung Brandenburg fahren.

Auch die Bundesstraßen B 1 PotsdamMagdeburg und B 102 RathenowJüterbog führen durch die Stadt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Da die Stadt vom Wasser umgeben ist, kann man natürlich auch per Schiff anreisen. Linienverkehr gibt es zwar nicht, es legen jedoch regelmäßig Flusskreuzfahrtschiffe in der Stadt an.

Mit dem eigenen Boot kann man ebenfalls anreisen, entlang der Havel gibt es diverse Anlegemöglichkeiten, auch im Innenstadtbereich.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Stadt wird von den Bahnen und Bussen der Verkehrsbetriebe Brandenburg bedient.

Karte von Brandenburg an der Havel

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Steintorturm

Kirchen[Bearbeiten]

  • Zu den bedeutenden Kirchen zählt die 1 Katharinenkirche. Katharinenkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Katharinenkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKatharinenkirche (Q1303552) in der Datenbank Wikidata. in der Neustadt, ein gotischer Backsteinhallenbau. Langhaus 1381-1401, Chor um 1410, Turm der Westseite 1583-85 erbaut, mit einer Fronleichnamskapelle an der Nordseite, einem Holzschnitzaltar (1410), einem ehernen Taufbecken (1440) und mehreren Denkmälern. Die Ziergiebel an den Kapellen der Nord- und Südseite gehören zu den am reichsten verzierten Bauwerken der Backsteingotik.

Erwähnenswert sind weiterhin:

  • 2 Domkirche (St. Peter und Paul), Burghof 9, 14776 Brandenburg an der Havel. Domkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Domkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDomkirche (Q1236555) in der Datenbank Wikidata. Ursprünglich romanische Pfeilerbasilika, um 1170 erbaut, mit einer vor 1235 vollendeten Krypta im Übergangsstil. Im 14. Jh. in einen gotischen Gewölbebau umgewandelt, 1834 von Schinkel neu eingerichtet, mit gutem Altarbild (1465) auf Goldgrund, einer wertvollen Barockorgel, an den Wänden aufgestellten Grabsteinen, u. a. dem des Bischofs Theodorich von Schulenburg (gestorben 1393), Altarleuchtern (Engelsstatuen) von 1441 und einer großen Sammlung mittelalterlicher Messgewänder.
  • 3 St.-Petri-Kapelle. St.-Petri-Kapelle in der Enzyklopädie Wikipedia St.-Petri-Kapelle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt.-Petri-Kapelle (Q2322822) in der Datenbank Wikidata. frühgotisch (14. Jh.), auf der Dominsel.
  • 4 St.-Gotthardt-Kirche. St.-Gotthardt-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia St.-Gotthardt-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt.-Gotthardt-Kirche (Q1513292) in der Datenbank Wikidata. Eine Hallenkirche der Backsteingotik mit Umgangschor aus der Zeit um 1456 unter Verwendung von romanischen Bauteilen aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
  • 5 Nikolaikirche. Nikolaikirche in der Enzyklopädie Wikipedia Nikolaikirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNikolaikirche (Q1455753) in der Datenbank Wikidata. lange Zeit leer stehend, jedoch inzwischen grundsaniert und aktiv benutzt, Kirche im romanischen Stil (12. und 13. Jh.), seit den 1990er Jahren zur katholischen Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit gehörend.
  • 6 Johanniskirche. Johanniskirche in der Enzyklopädie Wikipedia Johanniskirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJohanniskirche (Q1149422) in der Datenbank Wikidata. Die Klosterkirche der Backsteingotik wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und erst nach 1990 gesichert und schließlich im Äußeren wiederhergestellt. Sie wird als Ausstellungshalle genutzt.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 7 Altstädtisches Rathaus. Altstädtisches Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Altstädtisches Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAltstädtisches Rathaus (Q19594119) in der Datenbank Wikidata. Ein prächtiges Bauwerk der Backsteingotik mit reichen Verzierungen, davor die Figur des Rolands von Brandenburg. Unmittelbar daneben steht das gotische 8 Ordonnanzhaus Ordonnanzhaus in der Enzyklopädie Wikipedia Ordonnanzhaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOrdonnanzhaus (Q1635329) in der Datenbank Wikidata.
  • 9 Neustädtischer Mühlentorturm Neustädtischer Mühlentorturm in der Enzyklopädie Wikipedia Neustädtischer Mühlentorturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeustädtischer Mühlentorturm (Q1343854) in der Datenbank Wikidata
  • 10 Plauer Torturm Plauer Torturm in der Enzyklopädie Wikipedia Plauer Torturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPlauer Torturm (Q2098950) in der Datenbank Wikidata
  • 11 Rathenower Torturm Rathenower Torturm in der Enzyklopädie Wikipedia Rathenower Torturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathenower Torturm (Q2132701) in der Datenbank Wikidata
  • 12 Steintorturm Steintorturm in der Enzyklopädie Wikipedia Steintorturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSteintorturm (Q2341729) in der Datenbank Wikidata

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • 13 Archäologisches Landesmuseum Brandenburg. Archäologisches Landesmuseum Brandenburg in der Enzyklopädie Wikipedia Archäologisches Landesmuseum Brandenburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArchäologisches Landesmuseum Brandenburg (Q636865) in der Datenbank Wikidata. Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster zeigt etwa 10000 Funde aus 50000 Jahren menschlicher Kulturentwicklung. Es befindet sich im Paulikloster Brandenburg, das nach schweren Zerstörungen eigens zu diesem Zweck wieder aufgebaut wurde.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Altstädtischer Markt
  • Neustädtischer Markt

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Fontane-Klub.jpg

Aktivitäten[Bearbeiten]

1 Fontane-Klub, Ritterstraße 69. Der Fontane-Klub ist malerisch an der Jahrtausendbrücke in der Altstadt Brandenburgs gelegen. Im Haus befinden sich eine Kleinkunstbühne, ein Programmkino, eine Gaststätte und eine Bar. Das im Haus ansässige event-theater betreibt die Kleinkunstbühne und das vielfach mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnete Fontane-Kino.

Das event-theater veranstaltet außerdem den Brandenburger Klostersommer, ein kleines Theaterfestival, das seit 2001 jährlich im Juni und Juli in Brandenburg an der Havel stattfindet und überregionale Beachtung genießt. Das Besondere ist, dass das event-theater die Stadt bespielt. Spielorte waren bisher u.a. das St. Paulikloster, der Dom zu Brandenburg, das Schloss Plaue und das Ausflugslokal Buhnenhaus. Der Brandenburger Klostersommer verbindet Operette, Musiktheater, Schauspiel mit kulinarischen und touristischen Angeboten und schnürt daraus Erlebnispakete. So wird 2016 das Musical "My Fair Lady" im Ausflugslokal Buhnenhaus aufgeführt. Das dazu buchbare Erlebnispaket umfasst eine Dampferfahrt von Brandenburg an der Havel zum Buhnenhaus und zurück, ein Kaffeegedeck vor und ein Grillbuffet nach der Vorstellung. Außerdem wird 2016 ein neuer Spielort erschlossen: Die Sankt-Johannis-Kirche, die noch 2015 zur BUGA als Blumenhalle diente. Hier ist das Programm "Sünde in Wort und Ton" mit einem optionalen kulinarischen Angebot von GenussCatering zu erleben.

Einkaufen[Bearbeiten]

Das zentrale Einkaufszentrum ist die 1 Sankt-Annen-Galerie

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 Bräuhaus Kneipe Pur, Lewaldstraße 23A, 14774 Brandenburg an der Havel. Tel.: +49 3381 403466. Es wird live gekocht, man kann zusehen und sich sein Gericht nach Laune und Gewicht auch selbst zusammenstellen. Es werden eigene Biere gebraut, auch ungewöhnliche Sorten, bis hin zu Knoblauchbräu (nur am Herrentag ) oder Lakritzbier. Geöffnet: Do, Fr, Sa ab 17.00 Uhr.
  • 1 Restaurant Remise, Burghof 2, 14776 Brandenburg an der Havel. Tel.: +49 3381 7943 120, E-Mail: . Empfehlenswertes Restaurant mit regionaler Küche, unmittelbar neben dem Dom

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Das Buchungsportal der Stadt Brandenburg bietet leider nur eine relativ kleine Auswahl.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Vorwahl für Brandenburg lautet 03381. Die Postleitzahlen sind 14770 bis 14778.

Ausflüge[Bearbeiten]

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

evtl. kombiniert mit dem Fahrrad:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada (Hrsg.): Brandenburg an der Havel und Umgebung. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Brandenburg an der Havel, Pritzerbe, Reckahn und Wusterwitz. Köln, Weimar, Wien: Böhlau, 2006 (= Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat, 69) ISBN 3-412-09103-0
  • Chronik der Stadt Brandenburg., Hrsg. Arbeitskreis Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e.V., Berlin: B. Neddermeyer, 2003, ISBN 3-933254-40-X
  • Marcus Alert, Wolfgang Kusior (Hrsg.): 45 namhafte Brandenburger. Berlin: B. Neddermeyer, 2002, ISBN 3-933254-34-5
  • Wolfgang Kusior: Die Stadt Brandenburg im Jahrhundertrückblick. Streiflichter durch eine bewegte Zeit. Berlin: Verlag B. Neddermeyer, 2000, ISBN 3-933254-28-0
  • Hermann Breckow: Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde – Eine Chronik von Kirchmöser. Erster Teil: Von den Anfängen bis 1. Weltkrieg. Hrsg. Helmut Borstel, Brandenburg an der Havel 2007
  • Wolfhard Gerlach: "Gruß aus dem Elysium…". Historische Ansichtskarten aus Brandenburg/Havel. Aus dem Nachlass hg. von Irene A. Diekmann und Anke Richter. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg 2007, ISBN 978-3-86650-210-9
  • Friedrich Grasow: Brandenburg die tausendjährige Stadt, Ein Gang durch Kultur und Baukunst vergangener Jahrhunderte, Im Selbstverlage der Stadt Brandenburg, 1928, Reprint Verlagsgesellschaft Schmidt-Römhild mbH, Brandenburg 1992, ISBN 3-7950-1503-0
  • Otto Tschirch: Geschichte der Chur- und Hauptstadt Brandenburg an der Havel. 2 Bde., Brandenburg (Havel): Buch- und Kunstdruckerei J. Wiesike, 1928
  • Stadtplan Brandenburg (Havel) 1942. (Reprint). Mehrfarbig, Maßstab 1:14 000, Guben: Niederlausitzer Verlag, 2007, ISBN 978-3935881-45-6

Weblinks[Bearbeiten]

https://www.stadt-brandenburg.de/ – Offizielle Webseite von Brandenburg an der Havel

Erioll world 2.svg
ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.