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León (Spanien)

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León
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León ist eine Provinzstadt in Kastilien-León.

Hintergrund[Bearbeiten]

León liegt in 823 m Höhe am Rio Bernesga.

Hier soll sich im Jahre 70 n. Chr. das römische Heerlager Legio VII Gemina Pia Felix befunden haben. Diese Truppen hatten u.a. die Aufgabe, die Goldtransporte von Las Médulas zu sichern. Der Stadtname León ist vom römischen Legio (Legion) hergeleitet.

Der Maure Amansur eroberte 712 die Stadt und verwüstete sie. 856 konnte König Ordoño I. von Asturien die Stadt zurückerobern. Er machte León 914 zur Hauptstadt seines Königreichs. León war für die 200 folgenden Jahre die wichtigste christliche Stadt in Spanien. 987 zerstörten die Mauren die Stadt erneut. Alfons V. gewann sie bald zurück und baute sie wieder auf. Auf dem Höhepunkt seiner Macht – um 1030 – umfasste das Königreich León den gesamten Nordwesten der Iberischen Halbinsel, einschließlich Asturiens, Galiciens und des Nordens des heutigen Portugal (bis nach Coimbra). León ist seit dem 11. Jahrhundert eine wichtige Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Um 1230 vereinigten sich die Königreiche Kastilien und León und die Stadt verlor ihren Einfluss.

Vom 16. bis ins 19. Jahrhundert ging es der Wirtschaft schlechter und die Bevölkerung nahm ab. Erst ab 1960 wuchs León durch Zuzug aus der Umgebung wieder. Heute ist León Provinzhauptstadt und wirtschaftliches Zentrum im spanischen Norden.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

León hat einen Flughafen: 1 Aeropuerto de León Aeropuerto de León in der Enzyklopädie Wikipedia Aeropuerto de León im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAeropuerto de León (Q836666) in der Datenbank Wikidata (IATA CodeLEN). Dieser hat jedoch nur regionale Bedeutung, die einzige ganzjährig angebotene Direktverbindung ist mit Iberia Regional von/nach Barcelona. Aus dem deutschsprachigen Raum kommend, muss man also entweder in Barcelona umsteigen oder einen der größeren Flughäfen anfliegen. Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind Oviedo-Asturias (OVD; 170 km nördlich) und Madrid (MAD; 350 km südöstlich, aber schnelle Bahnverbindung).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 2 Bahnhof Léon Bahnhof Léon in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Léon im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Léon (Q3819662) in der Datenbank Wikidata ist ein wichtiger Knotenpunkt der Bahnlinien von Madrid Richtung Asturien und Galicien. Von Madrid-Chamartín fährt siebenmal pro Tag (aller 2–3 Stunden) ein Hochgeschwindigkeitszug (AVE oder Alvia) über Valladolid nach Léon. Die Fahrtzeit von Madrid beträgt im Schnitt 2:15 Std., von Valladolid 1:10 Std. In der Gegenrichtung fährt viermal am Tag ein Alvia-Zug von Asturien nach León (Fahrtzeit von Oviedo gut 2 Std., von Gijón 2½ Std).

Aus Galicien fahren drei Züge pro Tag (von Orense 3:45–4:20 Std., Santiago de Compostela 4:30–5:20 Std., A Coruña 5–6 Std., Vigo 6 Std). Jeweils einmal pro Tag gibt es eine Direktverbindung von Bilbao (4:45 Std.), Irun an der spanisch-französischen Grenze (5:20 Std.), Valencia (5:15 Std.) bzw. Alicante (6 Std.), zweimal pro Tag von Pamplona (gut 4 Std.), dreimal von Vitoria-Gasteiz (3:15 Std.) und Burgos (knapp 2 Std).

Auch von Barcelona gibt es am Tag zwei durchgängige Züge. Diese brauchen jedoch um die 8 Stunden – wesentlich länger als die Umsteigeverbindung über Madrid (unter 6 Std).

Aus Deutschland oder der Schweiz führt der Weg in der Regel über Paris und Hendaye/Irun. Von Basel, Köln oder Frankfurt (Main) ist man beispielsweise 16–17 Stunden unterwegs, falls man keine Zwischenetappen einlegt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Das spanische Busnetz ist gut ausgebaut. Die Busgesellschaft ALSA bedient die Strecken im Norden Spaniens. Die wichtigste Verbindung nach León ist der Bus von Madrid, der über Valladolid fährt. Die Fahrt dauert je nach Verbindung zwischen 3½ und 4½ Stunden. Ein Ticket ist bei rechtzeitiger Onlinebuchung ab 14 €, bei stärker nachgefragten Verbindungen ist aber mit 25–33 € für eine Strecke zu rechnen. Andere Busse kommen von der Nordküste aus Oviedo (Fahrtzeit 1:30–1:45 Std., Ticket ab 8,80 €) und Gijón (gut 2 Std., ab 11 €) oder aus Galicien im Nordwesten Spaniens (z. B. von A Coruña in rund 5 Std). Die Busstation liegt im Süden der Stadt.

Eurolines bietet an drei Tagen in der Woche (Di, Do, Sa) eine direkte Fernbusverbindung von Zürich, Bern und Freiburg (Üechtland) nach León an. Die Fahrt dauert 21–23 Stunden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Autovía (mautfreie Autobahn) A-66 führt von Süden aus Richtung Madrid/Salamanca nach León (mautpflichtig ist jedoch der Abschnitt von Collado Villalba bei Madrid nach Arévalo über die Autopista AP-6 – wenn man Geld sparen will und es nicht so eilig hat, kann man aber auf die parallel verlaufende, kostenfreie Nationalstraße N-VI ausweichen).

Von Norden kommt die mautpflichtige Autopista AP-66 oder alternativ die Nationalstraße N-630 aus Oviedo. Aus östlicher Richtung führt die A-60 von Valladolid/Burgos nach León; aus westlicher Richtung die mautpflichtige AP-71 von Astorga/A Coruña (man kann aber wiederum auch die genau parallel verlaufende Nationalstraße N-120 nehmen).

Von Frankreich (und den deutschsprachigen Ländern) kommend, fährt man über Bayonne, das Baskenland (Donostia-San Sebastián und Vitoria-Gasteiz) sowie Burgos.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der internationale Fernradweg EuroVelo 3 („Pilgerroute“) führt durch León. Die nächsten Etappen sind Sahagún oder Carrión de los Condes im Osten bzw. Astorga oder Ponferrada im Westen.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Die Hauptroute des Jakobswegs (Camino Francés) führt durch León.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von León (Spanien)

León ist keine sehr große Stadt und deshalb gut zu Fuß zu erkunden.

Als öffentliche Verkehrsmittel gibt es ein Busnetz, das relativ gut ausgebaut ist. Die Fahrpläne sind allerdings gewöhnungsbedürftig weil die genauen Zeiten nicht angegeben werden, sondern nur die Zeiten wann der Bus an der Anfangshaltestelle losfährt. Es ist also Geduld beim Busfahren angebracht. Dafür sind die Busse sehr günstig, nur 0,90 € pro Fahrt. Mehrfahrtentickets, sog. "Bonobus"-Tickets, sind bei jedem Tabakladen erhältlich und noch günstiger.

Eine Alternative zu Bussen sind Taxis, die in León relativ günstig sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

Portal-Detail der Catedral de Santa Maria de Regla
  • Die sehenswerte 1 Catedral de Santa Maria de Regla Catedral de Santa Maria de Regla in der Enzyklopädie Wikipedia Catedral de Santa Maria de Regla im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCatedral de Santa Maria de Regla (Q175874) in der Datenbank Wikidata aus dem 13. Jhd. mit ihren zwei Türmen und einer großen Fensterrosette über dem dreigeteilten Portal. Das dreischiffige Kircheninnere wird durch sehr schöne Glasfenster erhellt. Der Kreuzgang aus dem 13.-14. Jhd. ist sehenswert.
Die Öffnungszeiten wechseln ständig, vor allem Samstags/Sonntags. Die tagesaktuellen Abweichungen lassen sich für den aktuellen Monat auf der Homepage der Kathedrale finden. Eintritt: 6 €.
  • Die romanische 2 Basilika San Isidoro Basilika San Isidoro in der Enzyklopädie Wikipedia Basilika San Isidoro im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBasilika San Isidoro (Q383659) in der Datenbank Wikidata aus dem 11. Jhd. mit romanischen Fresken im Pantheon Real (königlicher Ehrentempel) im Bereich der sich anschliessenden Klosteranlage. Das Kloster ist ein Museum, hier findet man viele Kunstwerke des früheren Königreichs León und seiner Diözese. Zu den Ausstellungsstücken gehören der Kelch der Doña Urraca, eine Truhe aus Elfenbein und den Friedensträger des Pantokrators (alle aus dem 11. Jahrhundert). Zudem sind das Prozessionskreuz von Enrique de Arce und seine mittelalterlichen Monstranzen zu bewundern, sowie Stoffe und Elfenbeinarbeiten aus dem Mittelalter und römische Steintafeln. Ebenso eine Bibliothek mit herausragenden Codices einschl. des bekanntesten Werkes des Codex Biblicus Legionensis aus dem Jahr 960. Museum mit Pantheon können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Spanisch laufend nach Bedarf, in Englisch etwa halbstündlich.
Öffnungszeiten: Häufig wechselnd, je nach Jahreszeit und Lage spanischer Ferien und Feiertage können stets aktuell auf der Homepage des Museums eingesehen werden. Preise: Grundtarif: 5 €. Ermäßigter Eintritt: 4 € (Gruppen ab 20 Personen). Gratis: Kinder bis 12 J. und Do nachmittags.
  • 3 Ordenshaus der Santiagoritter San Marcos Ordenshaus der Santiagoritter San Marcos in der Enzyklopädie Wikipedia Ordenshaus der Santiagoritter San Marcos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOrdenshaus der Santiagoritter San Marcos (Q744455) in der Datenbank Wikidata. Das Gebäude diente früher als Kloster und Pilgerhospital. Der Konvent San Marcos beherbergt heute das Museum von León; die ehemalige Pilgerherberge ist nun ein Luxushotel, der Parador de Turismo. Es wurde früher von den Pilgern auf dem Camino de Santiago als Krankenhaus genutzt, daher sieht man an der plateresken Fassade des Gebäudes neben Medaillons mehrere Jakobusmotive. Die Kirche des Klosters hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Die Sakristei, ein Werk von Juan de Badajoz dem Jüngeren, weist 3 Sternrippengewölbe auf. Dieser Künstler schuf auch die Skulpturen des Renaissance- und Barock-Kreuzgangs, in dem auch die Blumenornamente von Juan de Juni zu erwähnen sind. Das Renaissance-Bauwerk stammt aus dem 16. Jhd.


Bauwerke[Bearbeiten]

Casa Botines von Gaudi
  • 4 Casa Botines Casa Botines in der Enzyklopädie Wikipedia Casa Botines im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCasa Botines (Q2547508) in der Datenbank Wikidata ist heute ein Geschäftssitz der Caja España. Es wurde im neugotischen Stil von Gaudi entworfen und 1969 zum historischen Denkmal erklärt. Antonio Gaudí begann das Projekt im Jahre 1891 im Auftrag der Textilhändler von León. Der katalanische Textilhändler Carlos Güell hatte Gaudí als Architekten für den neuen Sitz des Leoneser Textilhandels empfohlen. Das Ergebnis ist ein modernes Gebäude mit mittelalterlichem Aussehen. Die unteren Stockwerke dienen dem Geschäft. Oben wurden Wohnungen eingerichtet.
  • Ein Pilgerdenkmal steht auf dem Platz vor dem Parador San Marco.

Einkaufen[Bearbeiten]

Viele Boutiquen und einige bekannte Markenläden findet man in der Avenida Ordoño II. Etwas außerhalb gelegen befindet sich das Espacio de León, ein modernes Einkaufszentrum mit Restaurants, einem Kino und Geschäften jeder Preisklasse und den bekanntesten Modemarken. Das Espacio ist mit dem Bus zu erreichen oder ca. eine halbe Stunde Fußweg vom Zentrum entfernt.

Küche[Bearbeiten]

León ist berühmt für seine Tapas. Es ist im spanischen Norden die einzige Stadt in der man zu Getränken und sogenannten "cortos" (kleines 0.1 Bier) umsonst Tapas gereicht bekommt. Es ist Tradition dass man vor dem Abendessen, was in Spanien nicht vor 22 Uhr eingenommen wird, durch die Bars zieht und ein paar cortos mit Tapas zu sich nimmt. In León ist der beste Platz zum "tapear" der Barrio Húmedo, ein alter Stadtteil der direkt im Zentrum der Stadt an die Plaza Mayor angrenzt. Dieser Stadtteil besteht aus einem Gewirr winziger Gässchen und Plätzen und ist allein deshalb sehenswert. Hier findet das Leoneser Nachtleben statt, und man findet eine Tapasbar neben der anderen. Jede Bar hat ihre typische Tapa, deshalb zieht man von Bar zu Bar um möglichst viele auszuprobieren. Günstig ist es noch dazu, ein corto kostet ca. 0,80 €.

Günstig[Bearbeiten]

  • Competencia. In der Competencia gibt es die beste Pizza in León. Für ca. 10 € kann man hier sehr gut essen.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Ciudad de León. Zur gehobenen Küche lässt sich das Restaurant Ciudad de León empfehlen. Dort kann man aus der ganzen Vielfalt der spanischen Küche auswählen.

Nachtleben[Bearbeiten]

León bietet ein unterhaltsames Nachtleben. In Spanien ist es üblich, sehr spät auszugehen. Vor Mitternacht wird man kaum jemanden in den Clubs und Diskotheken antreffen. Man startet den Abend meistens gegen 22 Uhr mit Tapas und ein paar Drinks in den zahlreichen Bars, bis man dann gegen 1 oder 2 Uhr in die Clubs geht. Der Barrio Húmedo ist auch hier die erste Adresse. Fast alle Clubs haben freien Eintritt, und es ist üblich die Location öfters zu wechseln während eines Abends. Von Pop bis Alternative ist die Musikauswahl sehr groß.

Für Insider ist als Tipp das "Korova" zu empfehlen. Hier geht es aber erst um 4 Uhr richtig los. Das Korova ist bekannt für seine exzellente Musikauswahl und sein Retro-Design. Die meisten Clubs schließen im Húmedo gegen 5 Uhr. Dann ziehen die ganz hartgesottenen weiter in sogenannte "Afters", die in der Nähe der Plaza Santo Domingo liegen. Dort kann dann bis in den Morgen weiter gefeiert werden. In Spanien ist es normal, erst wenn es hell wird wieder nach Hause zu gehen, oder vielleicht vorher sogar noch in einer Bar zu frühstücken.

León hat mehrere Kinos und es finden regelmäßig Konzerte statt, sodass auch für die weniger partybegeisterten bestimmt etwas dabei ist.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Hotel Posada Asturiano. Preis: Übernachtungspreis 41 €.

Mittel[Bearbeiten]

  • Hotel Temple Riosol ***. Sehr gut bewertet. Preis: Übernachtungspreis 64 €.
  • AC Hotel San Antonio ****. Gut bewertet. Preis: Übernachtungspreis 50 €.
  • AC Hotel Ponferrada ****. Nicht so gut bewertet. Preis: Übernachtungspreis 70 €.

Gehoben[Bearbeiten]

Kreuzgang im ehemaligen Ordenshaus der Santiagoritter, heute Parador
  • Parador San Marco *****. In dem ehemaligen Ordenshaus der Santiagoritter San Marco. Dieses sehenswerte Hotel besitzt aus früherer Zeit einen schönen Kreuzgang mit lebensgroßen Skulpturen neben der Rezeption. Preis: Übernachtungspreis 114 €.

Lernen[Bearbeiten]

  • Universidad de León. An der Universidad studieren knapp 13.000 Studenten an 9 verschiedenen Fakultäten. Der Campus de Vegazana liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums im Nordwesten der Stadt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Wenn man die Goldminen von Las Médulas besuchen möchte, muss man von León über Astorga nach Ponferrada fahren. Die Strecke misst etwa 95 km.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.