Pamplona (Spanien)
| Pamplona (Spanien) | |
| Provinz | Spanien |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 209.094 (2025) |
| Höhe | 450 m |
| Tourist‑Info | Turismo auf pamplona.es (engl.) |
| Social Media | |
Pamplona | |
Pamplona (baskisch: Iruñea oder Iruña) ist die Hauptstadt der nordspanischen Region Navarra und Wegpunkt des Camino Francés, der klassischen Route unter den Jakobswegen. Einige Bauten sind Teil des Weltkulturerbes des Camino Francés.
Hintergrund
[Bearbeiten]Pamplona liegt im Bett des Arga auf etwa 450 Metern. Die Umgebung der Stadt ist bergig bis zu 1353 Metern auf dem Peña Izaga. Hier mit behandelte Umlandgemeinden sind 1 Berriozar, 2 Ansoáin, 3 Villava-Atarrabia, 4 Mutilva, 5 Cendea de Cízur (Cendea de Cizur) mit dem Ortsteil Cízur Menor dessen romanische Kirche eine Station am Jakobsweg ist, 6 Orcoyen und seine Nachbargemeinde Cendea de Olza.
Die erste urkundliche Erwähnung des Bischofssitzes von Pamplona stammt aus dem Jahr 589. Karl der Große besuchte Pamplona im Jahr 778, der fränkische Einfluß blieb jahrhundertelang stark. Im Jahr 1276 wurde die Navarrería zusammen mit dem Stadtteil San Miguel während des Burgoskrieges komplett zerstört. In der Stadt war im Mittelalter bis 1512/4 die Residenz des Königreichs Navarra. Zunächst in Personalunion als separates Königreich verwaltet ging Navarra im spanischen Zentralstaat auf, Pamplona wurde eine Provinzstadt. Im 16. Jahrhundert wurde die Zitadelle mit ihren Mauern immer weiter ausgebaut. Bis 1915 blieb das bebaute Wohngebiet innerhalb davon. Nach Ende des Bürgerkriegs entstanden drei neue Viertel: Rochapea, Milagrosa und Chantrea. Industriegebiet ist Landaben.
Als Hauptstadt der Autonomen Region Navarra ist Pamplona seit 1982 wieder Verwaltungszentrum. Etwa 13,5% der Einwohner sprechen Baskisch, weitere zehn Prozent verstehen es. Ein Fünftel der Bewohner haben Migrationshintergrund. Die Wirtschaft trägt eine Autofabrik, das Werk eines Baumaschinenherstellers sowie seit einigen Jahren die Herstellung von Windkraftturbinen in Sarriguren, was zu überdurchschnittlichen Verdiensten und Preisen führt.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Mit der Bahn
[Bearbeiten]Mit dem Bus
[Bearbeiten]Auf der Straße
[Bearbeiten]Papmplona wird im Süden von einem Autobahnring eingefaßt. Die Strecken kreuzen nicht weit vom Flugplatz. Die Autovía A-15 (noch im Bau) bzw. Autopista AP-15 verbindet mit Irurzun (21 km als Autovía del Leitzaran) – Tudela – Saragossa (177 km). Die östliche Ortsumfahrung ist die PA-30. Die A-21/N-340 geht nach Jaca (110 km).
Seit Januar 2026 ist die Altstadt Umweltzone (ZBE), in die nur mit spanischen Umweltplaketten eingefahren werden darf.
Mit dem Fahrrad
[Bearbeiten]Die 44 km lange Bahntrassenstrecke Vía Verde del Plazaola, in Andoáin beginnend, hat ihren Endpunkt im Vorfort Noáin, nachdem man durch den Park am Fluß geradelt ist.
Zu Fuß
[Bearbeiten]Pilger auf dem Weg zum Grabe Jakobus in Santiago de Compostela aus Richtung Frankreich kommen durch die Stadt, wenn sie die Ruta Navarra des Camino Frances wählen. Diese Route beginnt in Saint-Jean-Pied-de-Port und endet in Puente la Reina, wo sich navarresische Zweig mit dem aragonesischen vereint.
Auf dem Weg durch die Stadt überqueren Pilger den Río Arga auf der mittelalterlichen 1 Puente Magdalena (Magdalenenbrücke), passieren die Festungsanlagen und kommen durch das 2 Portal de Francia („Frankentor“), erbaut 1553, in die Altstadt. Das 1 Oficina de turismo Ultreia an der C/ Mayor 20 kümmert sich speziell um sie (10–14, 15–18 Uhr, So, nur Vorm.).
Siehe auch: Fernwanderweg GR-225
Mobilität
[Bearbeiten]Die Allee 2 Paseo de Sarasate ist Pamplonas stets belebte Hauptpromenade mit dem Monumento a los Fueros am Anfang. Ein mittiger Park zwischen zwei Straßen in dem verteilt sechs marmorne Denkmäler von Königen stehen. Eine Seite ist wegen der Außengastronomie abgesperrt. Hier sind auch Haltestellen fast aller Buslinien.
Der Busservice wird Villavesas genannt. Tagsüber verkehren 25 Linien (L) dazu gibt es Nachtbusse (N), siehe die interaktive Streckenkarte. Sonderfahrten zum Stadion, bei Veranstaltungen usw. haben ein R vor der Nummer.
Einzelfahrten kosten € 1,70 bzw. € 2 während der Fiesta (6.–15. Juli). Mit der Wertkarte Tarjeta de Transporte Monedero kostet die Fahrt Bonobús (mit Umsteigeberechtigung innert 45 Min.) 85 ¢ tagsüber und € 1,24 für den Nachtbus. (Stand: 2026)
Anrufsammeltaxis bestellt man 15 Min. bis 3 Std. vor Abfahrt unter ☎ 948 23 23 00 oder 948 35 13 35.
- für die Strecke zwischen der Busstation und dem Gefängnis
- vom/zum Flughafen, tagsüber stündlich ab Paseo Sarasate 1.
Parken
[Bearbeiten]Das Stadtgebiet ist in farbcodierte Parkgebiete mit unterschiedlichen Preisen für Nicht-Anwohner eingeteilt:
- grüne Zone: nur Anwohner
- blaue Zone: max. 2 Std. mit Parkschein
- orange Zone: max. 1 Tag mit Parkschein
- rote Zone: nur mit Parkschein
Werktags 20.00–8.30/9.00 Uhr, Samstag nach 14.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen benötigt man in den Zonen, die nicht für Anwohner reserviert sind keinen Parkschein.
Abgeschleppte Autos kann man im 2 Depósito Municipal Calle de S. Roque 4, auslösen. Bus 10 hält davor.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]
Die einen Kilometer lange Avenida Carlos III, die am Teatro Gayarre beginnt und bei der 1 Plaza de la Libertad mit seinem Monumento a los Caídos (Kriegerdenkmal der franquistischen Gefallenen des Bürgerkriegs) endet, ist verkehrsberuhigt. Entlang ihr sind zahlreiche Prachtbauten der ersten Hälfte des 20. Jhdts.
Navarrería
[Bearbeiten]Die 7 Ciudad de la Navarrería (Navarrería) ist das mittelalterliche Viertel im Osten der Altstadt in der der Bischof seit 1092 weitreichende weltliche Befugnisse hatte. Archäologische Grabungen im Umfeld der Kathedrale belegen den römischen Ursprung des ursprünglichen Stadtkerns von Pamplona (geschätzt um 75 v.u.Z.), der möglicherweise auf einer älteren Siedlung errichtet wurde. Im 20. Jahrhundert wurden im Viertel mehrere neue Plätze angelegt: 1945 die Plaza de Santa María la Real in der südöstlichen Ecke, direkt an der Stadtmauer, nach dem Abriß des alten Klosters Merced im Jahr 1945. Die Plaza de la Compañía am Ende der gleichnamigen Straße, neben der Javier-Straße, die durch den Abriss der 1953 in dem als Obstgarten des Herzogs von Alba bekannten öffentlichen Schulen Martín de Azpilicueta im Jahr 1994 entstand.
Nicht allgemein zugänglich, aber mit beeindruckenden Fassaden sind der Bischofspalast aus den 1730ern, das ehemalige Jesuitenkolleg, welches weiterhin als Ausbildungsstätte diente (heute wieder von Jesuiten) mit seiner zum Pflegeheim umgebauten Kirche und der Palast des Marquis von Rozalejo mit prächtigem Portal.
5 Palast der Könige von Navarra (Palacio de los Reyes de Navarra) Dieses Gebäude entstand im 12. Jahrhundert. Nach einer königlichen Schenkung wurde es die Bischofsresidenz. Nach der Eroberung Navarras im 16. Jahrhundert amtierten hier die kastilischen Vizekönige. In neuerer Zeit beherbergte es dreißig Jahre lang das Generalkapitanat (Provinzverwaltung) und danach bis 1971 die Militärverwaltung. Nach einer langen Phase des Verfalls im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wurde es ab 2003 renoviert und zum Staatsarchiv. Zusätzlich ist heute hier ein Kunstmuseum mit Werken von Gustavo de Maeztu (Eintritt frei).
- 6 Rathaus (casa consistorial de Pamplona)
- 1 Martinskirche (Basílica de San Martín), calle Calderería, 13 Die einschiffige Kirche beherbergt einen spätromanischen Altaraufsatz, der in der Mitte ein ähnliches Bild wie an der Fassade zeigt: Martin, der einem Bettler die Hälfte seines Mantels anbietet. Das 1755 errichtete Portal mit Stuckverzierungen ist eine Nische, mit einer Reiterstatue des heiligen Martin eingerahmt. An der Giebelwand der Apsis befindet sich ein Altarbild des Heiligen Martin das 1982 aus Napal in die Basilika gebracht wurde, um ein älteres, neogotisches zu ersetzen. Die besitzende Bruderschaft hatte hier bis 1973 ein Altersheim für Witwen betrieben, das wegen Baufälligkeit schloß. Geöffnet: nur bei wenigen Anlässen geöffnet z. B. am Martinstag.
- 2 Augustinerkirche (Iglesia de San Agustín), C. de San Agustín, 1, 31001 Pamplona, Calle San Agustín, 1. Der Augustinerorden war seit dem 14. Jhdt. in der Stadt. Die eigene Gemeindekirche baute man ab 1897–1900 komplett um. Im Inneren fallen zwei barocke Altarbilder auf, eines dem Schutzengel und das andere dem Heiligen Josef gewidmet. Geöffnet: tgl. zu Abendmesse, ab Feiertagen auch tagsüber.
- 3 Kathedrale von Pamplona (Catedral de Santa María). Die Räume des Komplexes stammen aus verschiedenen Epochen und Stilen; einige romanische Bereiche sind erhalten, doch die gotischen Bauten (darunter Kirche und Kreuzgang) aus dem 14.–16. Jahrhundert überwiegen. Grundsteillegung des gotischen Kirche war 1394, als Ersatz für einen eingestürzten Vorgängerbau von 942. Die Kirche ist ein einzigartiges kirchliches Architekturensemble und der vollständigste erhaltene Kathedralenkomplex Spaniens. Der Kirchenbau besteht aus drei Schiffen, dem mittleren mit größeren Abmessungen (12,2 m breit, 25,3 m hoch) und zwei Seitenschiffen (7 m breit und 12,8 m hoch), die sich auf sechs Abschnitte verteilen, wobei der letzte, der der Fassade am nächsten liegt, Ende des 18. Jahrhunderts zusammen mit ihr errichtet wurde. Die Schlußsteine der Gewölbe und Querbögen sind mit geformten und polychromen Wappenmotiven verziert. Die Marienskulptur „Santa María la Real de Pamplona“ wird auf die Zeit vor 1175/85 datiert. Die Kapellen ihrerseits sind mit schlichten Rippengewölben überspannt. Die Westfassade im neoklassizistischen Stil wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Ventura Rodríguez errichtet. Die schön geschnitzten Chorgestühle entstanden zwischen 1539 und 1541. Aus dem Barock stammen viele der Kunstwerke in der Kirche selbst. Die heutigen Buntglasfenster entstanden fast alle im 20. Jahrhundert. Nur vier originale Fenster von guter Qualität sind aus dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben. Es gibt drei Orgeln, alle neueren Datums. 1992–94 wurde der komplette Innenraum renoviert. Neben den üblichen Bauwerken wie Kirche, Kreuzgang und Sakristei, sind auch Keller, Refektorium, Kapitelsaal und Schlafsaal erhalten, alles Gebäude, die für das gemeinschaftliche Leben des Domkapitels wichtig waren aber in anderen spanischen Kathedralen im Laufe der Jahrhunderte abgerissen wurden. Zu den herausragenden Elementen zählen der Kreuzgang (zwischen etwa 1280–1360 erbaut), der als Meisterwerk europäischer Gotik wohl als der gelungenste des 14. Jahrhunderts gelten kann, sowie die Küche, die eines von nur drei erhaltenen Beispielen gotischer Küchen in ganz Europa ist. Sie besteht aus zwei Räumen: dem Vorraum, dessen Breite dem ersten Joch des Refektoriums entspricht, mit rechteckigem Grundriß und Holzdach; und der eigentlichen Küche, deren Länge dem zweiten und dritten Joch des Refektoriums entspricht. Örtlicher Festtag ist Mariä Himmelfahrt, 15. August. Kreuzgang usw. sind als „Museo Catedral de Pamplona“ gegen Eintritt zu besichtigen. Geöffnet ist Mo.-Sa. 10.30–18 Uhr.
- Das Reliquiar des Heiligen Grabes (88 × 38,5 × 24,5 cm) ist ein außergewöhnliches Werk französischer Goldschmiedekunst und stammt höchstwahrscheinlich aus pariser Werkstätten. Es ist ein Unikat und stellt das wertvollste Stück im Domschatz dar. Das Reliquiar des Lignum Crucis (65 × 40 × 30 cm) scheint ebenfalls pariser Ursprung aus dem frühen 14. Jahrhundert zu sein.
- Unter den zahlreichen Gräbern in der Kirche sticht das von Grab von Karl III. dem Edlen und seiner Frau Eleonore von Trastámara hervor (errichtet 1413–19).
- In den beiden Türmen an der Westfassade sind elf Glocken, alle aus Bronze gefertigt ; die älteste ist die „Gabriela“ aus dem Jahr 1519. „Cimbalilla“ wurde 1609, „Juana“ 1792 gegossen. Alle Glocken wurden 2009/10 restauriert.
- Ein Nebengebäude ist die Barbazana-Kapelle von 1378. Sie beherbergt das Grab des Bischofs Arnaldo Barbazán. Hierher brachte man Mitte des 20. Jhdts. das prächtige Chorgestühl der Pfarrkirche San Juan.
- Das Refektorium befindet sich an der Südseite des Kreuzgangs, gegenüber der Kirche. Bauzeit 1328–35.
- Der Kapitelsaal, 1728 eingeweiht und 1765 prächtig ausgestattet, ist im hinteren Teil der Apsis der Kirche. Der Gang zur Rokoko-Sakristei selbst beherbergt zwei kleine Kapellen.
- Die Kathedrale besitzt zwei Sakristeien, ausgestaltet im 18. Jhdt., die sich hinter der Apsis der Kirche, zu beiden Seiten des erwähnten Kapitelsaals, befinden.
- Der Schlafsaal, 1408 gebaut und bis 1860 als solcher genutzt, befindet sich auf einer Holzplattform. Die Trennwände zwischen den Zimmern sind nicht erhalten, aber die Diaphragma-Bögen, die einst die Plattform trugen, noch vorhanden. Hinter dem Schlafsaal ist die romanische Kapelle Jesu Christi.
- Der Keller ist eines der wenigen erhaltenen romanischen Bauwerke. Es handelt sich um ein langes, schmales Gebäude, das ursprünglich zwei Stockwerke hatte. Er hat dicke Quadersteinwände und kleine, schießschartenartige Fenster in der Westwand.
- Die barocke Bibliothek hat man 1760 eingerichtet.
Burgo de San Cernin
[Bearbeiten]Das Viertel 8 Burgo de San Cernin (Burgo de San Cernín, umgangssprachlich „El Burgo“) ist der nordwestliche Teil der Altstadt. Die hier seit dem 12. Jhdt. siedelnden fränkischen Handwerker hatten bis ins 15. Jhdt. ihr eigenes Stadtrecht und Befestigung. Die Straßen und Plätze bergen, neben einigen alten Kirchen mehrere interessante städtebauliche Elemente:
- Der Recoletas-Brunnen auf dem gleichnamigen Platz wurde 1788 für den Rathausplatz entworfen, fand aber schließlich seine Aufstellung hier, umgeben von Gärten neben dem Portal de San Lorenzo; als jenes 1884 abgetragen wurde, verlegte man den Brunnen in die Mitte des Platzes.
- Der Descalzos-Brunnen, der sich an der Straße am Ende der Eslava-Straße befindet, versperrt den Weg zur alten Krippe. Er wurde 1856 von José María Villanueva geschaffen und stand ursprünglich vor der Dominikanerkirche am Hang; 1877 wurde er an seinen heutigen Standort versetzt.
- Die Skulptur des Heiligen Franziskus ist vom Bildhauer Argaya, heute auf der Plaza de San Francisco, wo sich das Franziskanerkloster befand, das 1895 einer Schule weichen mußte.
- 7 Museum von Navarra (Museo de Navarra), Santo Domingo, 47. Tel.: +34 848 42 64 92, E-Mail: museo@navarra.es 4-stöckiges Kunstmuseum im ehemaligem Spital mit Exponaten wie mittelalterliche Mosaiken, Porträts und alten Landkarten in chronologische arrangierter Sammlung. Die Fassade ist von 1556. In der alten Kapelle werden Vorträge und Veranstaltungen gehalten. Die Aula nutzt man für Wechselausstellungen.
4 Kirche San Saturnino (Iglesia de San Saturnino), Calle San Saturnino, s/n Ursprünglich erbaut 1180–1200 ist die heutige gotische Kirche mit zwei 55 Meter hohen Türmen wohl nach 1376 entstanden. Innen ist sie reich geschmückt, ungewöhnlicherweise mit Holzboden. Die Altäre sind Anfang des 20. Jahrhunderts restauriert worden.- 8 Cámara de Comptos de Navarra Es handelt sich um eines der ältesten öffentlichen Gebäude in Pamplona. Hier hatten in der frühen Neuzeit Richter und Finanzbeamte ihren Sitz. Das Gebäude steht seit 1856 unter Denkmalschutz und wurde seitdem von verschiedenen Behörden genutzt. Heute ist hier ein Staatsarchiv und der moderne Rechnungshof tätig.
Zitadelle
[Bearbeiten]Museen
[Bearbeiten]- 10 Museo Universidad de Navarra, Campus Universitario, s/n. Tel.: +34 948 42 57 00 Gegenwartskunst und Fotografie sowie Tanz-, Musik- und Theatervorführungen.
- Museo Jorge Oteiza, Calle la Cuesta, 7, 31486 Alzuza (Regionalbus Linie Pamplona–Sagaseta (4-5 tgl.), Haltestelle Alzuza Cruce). Tel.: +34948332074. Gute private Kunstsammlung und Info zur komplexen Beziehung zwischen den Bildhauern Eduardo Chillida (Teilnehmer der documenta 2, 3, 4 und 6) und Jorge Oteiza. Geöffnet: Di.-So. 11.00-15.00, nur mit im voraus gebuchter Führung.
- 11 Centro de Arte Contemporáneo de Huarte, C. Calvario, 2, 31620 Huarte Moderne Kunst; auch Kulturzentrum. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-19.00.
Parks
[Bearbeiten]- Jardines de la Taconera (Parque de Antoniutti). Weitläufige Parkanlage bekannt für freilaufende Pfaue und Rehe sowie Blick auf den Sonnenuntergang von der alten Stadtmauer. Der südliche Teil, Parque de Antoniutti, wird für Freiluftveranstaltungen genutzt.
- 2 Parque de la Insumisión („Park der Kreigsdienstverweigerung“; hinter dem Justizpalast) Das movimiento insumiso waren organisierte Kriegsdienstverweigerer die von den frühen 1970ern bis zur Abschaffung der Dienstpflicht 2001 aktiv waren. Den Widerständlern ist die steinerne Stele in der Mitte der Grünfläche gewidmet. Das freistehende barocke Tor ist alles was vom ehemaligen Provinzgefängnis erhalten.
- 3 Trinitarios-Bahnpark (Parque del Tren Trinitarios), Av. de Guipúzcoa, 1, 31014 Pamplona, Avenida de Guipuzcua, 1. 31014- Pamplona (Navarra) Miniatur-Eisenbahn mit 5-Zoll-Spurweite und kleinem Museum zur Eisenbahngeschichte mit Modellen. Geöffnet: April bis Oktober vormittags an Wochenenden.
- Im Park steht ein sehr abstraktes Denkmal, das Franz von Loyola darstellen soll.
- An der Nordwestseite ist das Planetarium mit auffälligem runden Turm. Es ist nach einem Brand im Februar 2025 bis auf weiteres geschlossen. Davor ist der gestaltete „Garten der Galaxie“ (Jardín de la Galaxia).
- Die graue Fläche des Denkmals Momento Espiritual dient vor allem Graffiti-Schmierern, um ihr „Kunstverständnis“ auszuleben.
Feste
[Bearbeiten]Die spanische Polizei langt in der aufgeheizten Stimmung während der Sanfermines auch öfter „etwas härter hin.“
Am Abend des 8. Juli 1978 kam es in der Stierkampfarena während der Sanfermines zu einer Beschießung friedlicher Demonstranten mit Maschinengewehren durch die Polizei. Bestraft wurde kein Verantwortlicher.
Bei der Caso Alsasua 2016 handelte es sich um eine Wirtshausschlägerei. Acht junge Männer fanden sich schnell als „Terroristen“ angeklagt, weil zwei der Verdroschenen Angehörige der Guardia Civil waren, die Staatsanwaltschaft forderte 16–62 Jahre Haft.
Demonstration während der Sanfermines 2018 zur Freilassung der Angeklagten von 2016:
Da Ernest Hemingway die Veranstaltung unter Amerikanern populär machte, ist es für viele College-Boys wichtig hier ihre „Männlichkeit“ zu zeigen. Dem Andenken des Literaturnobelpreisträgers sind Gedenktafeln gewidmet. Es gibt eine Hemingway-Stadtführung (Tel. +34646921384) und im zentralen 1 Café Iruña (Baujahr 1888) kann man, nicht ganz billig, mit seinem Geiste etwas geistiges trinken. Vor der Arena steht seit 1968 sein Denkmal am Paseo d'Heminway.
Auch ein 12 Denkmal des Stierlauf, entworfen 1994 von Rafael Huerta, mit fast lebensgroßen Bronzefiguren fehlt nicht.
Die Eröffnungszeremonie El Chupinazo beginnt am 6. Juli um 10.30 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus. Üblicherweise kleidet man sich in weiße T-Shirts. Roter Wein fließt in Strömen. Für die Dauer des Festes ist das Zentrum Pamplonas keine saubere Stadt. Besoffene, ihre Kotze und Urinwolken gehören zum Angebot.
Die Abschlußfeier El Pobre de Mí wird ebenfalls auf jenem Platz um Mitternacht am 14. Juli abgehalten.
Die 1922 neu gebaute 1 Plaza de Toros hat Platz für knapp 19.000. Eintrittskarten sind für die Allgemeinheit schwer zu bekommen, da neun Zehntel von Jahreskartenbesitzern gehalten werden, die sie nach Lust oder Laune weiter verkaufen. Besonders begehrt sind Tickets für die Veranstaltung am 6. Juli, dem Rejoneo mit Reiterei. Wer kein Blut sehen mag, kann am Morgen des Wochenendes Recortadores besuchen. Das sind Stierkämpfe bei denen den Tieren vor der Nase herumgetanzt wird.
Die Arena kann während des Rest des Jahres von 10.30–19.30 Uhr besichtigt werden. Es gibt Audioguides oder vier Führungen täglich. Erwachsene zahlen (2026) € 8, erm. € 6.

Das Fleisch der sechs an jedem Abend rituell geschlachteten Stiere wird verkauft. Zum Festival spezialisieren sich darauf die Restaurants 2 Rodero (C. de Emilio Arrieta, 3), 3 El Burladero (direkt an der Stierkampfarena), die Casa Otano sowie das Restaurant des Gran Hotel La Perla.
Aktivitäten
[Bearbeiten]- 2 Navarra Arena, Pl. Aizagerria, nº 1, 31006 Pamplona (Bus L11) Halle für Sport- und Musikveranstaltungen. Platz ist je nach Arrangement für acht- bis elftausend Besucher; am Fronton für 3000.
- Das Fußballstadion ist nebenan.
- 3 Eissporthalle Huarte, Calle Itaroburua, 5, 31620 Huarte (am Rande des Gewerbegebiets mit Einkaufszentren) Geöffnet: Ende September bis Mitte April.
Schwimmbäder
[Bearbeiten]- 4 Freibad (Piscina Aranzadi), C. Vuelta de Aranzadi, s/n, 31014 Pamplona Teil des Sportparks Ciudad Deportiva Aranzadi, Teil der Parkanlage am Rio Arga. Geöffnet: Mo.-Sa. 9.00-21.00. Preis: € 5,72, erm. € 4,06.
- 5 Hallen- und Freibad (Piscina Pública Municipal de Burlada), C. Mayor, 2, 31600 Burlada. Tel.: +34948245310 Geöffnet: 9.00-22.00, So. bis 14.00; Sommerbetrieb Mi. Juni bis 1. Wochenende im Sept.
Einkaufen
[Bearbeiten]In der Stadt verteilen sich die nationalen spanischen Supermarktketten mit einer Filiale des Kaufhauses 3 El Corte Inglés an der C/ Estella.
Südlich von Mutilva Baja ist nahe dem Autobahnkreuz ein großes Einkaufs- und Gewerbegebiet um das 4 Centro Comercial La Morea wo die Straßen nur mit Buchstaben bezeichnet sin. Bus 11 fährt hierher. Es gibt drei Mittelklassehotels: Holiday Inn Express, Tel. +34948293293; Hotel Bed4u, Tel. +34948292808; Hotel Zenit, Tel. +34948292600.
Märkte
[Bearbeiten]- 5 Zentrale Städtische Markthalle (Mercado del Ensanche) ein Block an der C. Amaya (dort Halt zahlreicher Buslinien). Täglich außer Sonntag 9-14 Uhr.
- 6 Städtische Markthalle Udal Azoka (Mercado Municipal Udal Azoka) an der C. de Ermitagaña, Mo.-Sa. 8–14 Uhr, Fr. auch 17-20 Uhr. Nach hinten die gemütliche Bar Beer Garden - Terraza Chill Out 17.00-23.45 Uhr.
- 7 Mercadillo de Landaben, fliegende Händler mit Kleidung, Haushaltswaren Obst und Gemüse, nur Samstag Vormittag am Parkplatz hinterm Lidl.
Küche
[Bearbeiten]Gehoben
[Bearbeiten]- 4 Kabo, Avenida de Zaragoza 10. Tel.: +34948002773 Geöffnet: Di.-Do. u. So. 13.30-15.00, Fr. + Sa. auch 21.00-22.30, nur mit Reservierung. Preis: gehoben.
- 5 Asador Zubi ondo Erretegia, Av. Roncesvalles, 1, 31620 Huarte Grillrestaurant mit Anspruch. Geöffnet: 13.30-15.30, 20.45-22.30; Mo. Ruhetag.
Nachtleben
[Bearbeiten]- 6 Teatro Gayarre, Av. Carlos III, 1, Bajo, 31002 Pamplona
- The Gallipot, Calle Ermitagaña 2. Kneipe im Pub-Stil. Geöffnet: 11.00-1.00.
- 1 Billares Liverpool, C. Iturralde y Suit, 7, 31004 Pamplona Billardhalle. Mit Angebot günstiger Speisen: Frittiertes, Hamburger usw. Geöffnet: Di.-Sa. 18.00.23.00/1.00.
- 3 Discoteca Caney, C. Abejeras, 11, 31005 Pamplona Geöffnet: 23.00-6.30/7.00.
- 4 Los Portales Pub, Pl. Recoletas, 2, 31001 Pamplona Schwulenkneipe. Geöffnet: Mi.-So. 19.00/20.00-3.30, Sa. Frühschoppen.
- 7 Sala Totem, Pol. Ind. Landazabal, Calle, 2, Nave 9, 31610 Villava Konzerthalle. Die Dali Discoteca öffnet am Wochenende um Mitternacht bis 6.30 Uhr.
Unterkunft
[Bearbeiten]Die Zimmerpreise explodieren im Juli zur Sanfermines und 300 €/Nacht sind keine Seltenheit.
Camping
[Bearbeiten]- 1 Städtischer Wohnmobilparkplatz, Av. de San Jorge, 139, 31014 Pamplona (Zentrum in 20 min zu Fuß) Keine Toilette, Hundespielwiese und großer Park direkt daneben. Es wird empfohlen sich im städtischen Schwimmbad (polideportivo municipal) zu waschen. Preis: 24 h kostenlos.
- Auf der anderen Seite des Kreisverkehrs in Berriozar, neben der Feuerwache ist ein weiterer Stellplatz für 30 Fahrzeuge mit Müllentsorgung; Supermarkt und Tankstelle sind am Rande des Platzes. Kostenpflichtig von 5–15. Juli, dann max. 72 h. Das Gebäude dazwischen ist das örtliche Obdachlosenasyl Centro de Atención a Personas sin Hogar PSH.
Herbergen
[Bearbeiten]- 2 Pilgerherberge Casa Paderborn, Playa de Caparroso, 6, 31014 Pamplona. Tel.: +34948395423 26 Betten in 5 Zimmern. Geöffnet: check-in 13.00-22.00, check-out 8.00. Preis: 9,50 €, Frühstück € 3,50.
- 3 Albergue Municipal de Villava, C. Pedro de Atarrabia, 17-19 trasera, 31610 Villava (4,7 km zur Kathedrale von Pamplona). Tel.: +34948517731 Preis: € 20 im Schlafsaal, Bettzeug kostet extra.
- 4 Albergue Jesus y Maria, C. de la Compañía, 4, 31001 Pamplona (direkt bei der Kathedrale)
Hotels
[Bearbeiten]Mittel
[Bearbeiten]- 5 Casa Otano, C. San Nicolás, 5, 2º, 31001 Pamplona. Tel.: +34948225095
- 6 Hostal Navarra-Nafarroa, C. de Tudela, 9, 31002 Pamplona. Tel.: +34642118531
- 7 Hotel A Pamplona, C. Sancho Ramírez, 15, 31008 Pamplona (Südseite des Yamaguchi-Parks). Tel.: +34948272975 Im EG des Gebäudes ist das peruanische Restaurant D’Karlos.
Gehoben
[Bearbeiten]Die meisten Hotels in der Altstadt sind gehobene Mittelklasse (3- oder 4-Stern).
Sicherheit
[Bearbeiten]- 3 Policía Municipal de Pamplona, C/ Monasterio de Irache, 2, 31011 Pamplona. Tel.: +34948420640 Geöffnet: Mo.-Fr.8.30-14.00.
- 4 Policía Nacional, C. Beloso Alto, 3-5, 31006 Pamplona. Tel.: +34948299700
- 5 Brigada Provincial de Extranjería y Fronteras, Av. de Guipúzcoa, 40, 31012 Pamplona Ausländeramt. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-14.00.
Gesundheit
[Bearbeiten]- 1 Hospital San Juan de Dios, C. Beloso Alto, 3, 31006 Pamplona, Beloso Alto, 3 (Bus L10). Tel.: +34948231800, Fax: +34 948 01 21 60, E-Mail: hsjdpamplona@ohsjd.es Mit Ambulanz von Fachärzten. Geöffnet: Büro Mo.-Fr, 9.00-17.00.
- Centro de Salud San Juan, C. Obispo Irurita, S/N, 31011 Pamplona. Poliklinik, mit europäischer Krankenversicherungskarte besuchbar. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-20.00.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]- 8 Lavandería Catedral, C. Dormitalería, 8, bajo, 31001 Pamplona. Tel.: +34948198588 Münzwaschsalon. Geöffnet: 9.00-22.00.
Ausflüge
[Bearbeiten]
- 13 Castillo de Irulegi (Castillo de Irulegui; Am 893 m hohen Peña Laquidáin). Angelegt im Mittelalter über einem antiken Oppidum. Die rechteckige Burgruine, aufgegeben im späten 15. Jhdt. wurde 2007–17 archäologisch untersucht und teilrekonstruiert. Bemerkenswert ist der fünfeckige Bergfried an der Vorderseite

- 14 Castillo de Tiebas, Calle Mayor, 2A, 31398 (15 km sdl. Pamplona; Regionalbuslinie nach Figarol). Ruine einer französischen Burg aus dem 14. Jhdt.

- 6 El Molino de Urdániz, Crta, Nacional 135, km.16, 5, 31698 Urdániz (17 km von Pamplona). Tel.: +34948304109 Gehobene Sterneküche. Geöffnet: Mi., Do. So. 13.00-17.00, Fr., Sa. auch 20.00-24.00, Reservierung sinnvoll.
- 15 Museo Casa Jenaro, C. Isidoro Gil de Jaz, 16, 31400 Sangüesa Mischung aus Schulmuseum und Kuriositätenkabinett im Hinterzimmer. Wer Spanisch kann hat mehr davon. Geöffnet: 10.00-14.00, 16.00-19.30, So. nur Vorm. Preis: gratis.
- Siehe auch: Javier, Burg und Geburtsort des Hl. Franz Xaver
Montes de Valdorba
[Bearbeiten]Nationalpark Montes de Valdorba (Montes de Valdorba) Länge und/oder Breite fehlt erreichbar vom Dorf Pueyo (Regionalbuslinie nach Figarol), 30 km südlich Pamplona.
Fernwanderweg GR-225
[Bearbeiten]Dieser Weg erinnert an die Fluchtroute der Gefangenen aus dem Fort San Cristóbal (4 km von Pamplona) am Nachmittag des 22. Mai 1938. Gejagt von ihren Verfolgern und mit dem Gelände nicht vertraut, zogen sie nachts nach Norden, um die französische Grenze zu erreichen. Nur drei schafften es. Der GR-225 folgt dem Weg von Jovino Fernández, dem die Überquerung der Grenze bei Urepel gelang. 2017 markierte und beschilderte die Regierung von Navarra den Weg mit Hilfe von Freiwilligen. Seitdem wird er von vielen Menschen genutzt. Er ist auch zu einem Ort der generationsübergreifenden Erinnerung geworden. Unterwegs können mehrere Gedenkstätten besichtigt werden, darunter das Massengrab von Olave, das auch als historische Gedenkstätte Navarras vorgeschlagen wurde.
Der Wanderweg ist in vier Etappen unterteilt:
Literatur
[Bearbeiten]- Hemingway, Ernest; The Sun Also Rises; 1926 Scan; dt. als: Fiesta
- Blume, Lesley Everybody behaves badly: the true story behind Hemingway's masterpiece The Sun Also Rises; Boston 2016 (Houghton Mifflin Harcourt)
- Leimroth, Carol; Stevens, Susanna F.; Peak Experience at the San Fermin: The Definitive Study of American Participation in Pamplona’s Great Fiesta; San José, Calif. 1984 (Caislan Pr.)
- Cuadra Lasarte, Sabino; Sanfermines de 1978: los victimarios; 2025 (Txalaparta); ISBN 9788410246577; 2019 u.d.T:: No os importe matar: Sanfermines-1978: crimen de Estado
- Masats, Ramón; Garcia Serrano, Rafael; Los Sanfermines; Madrid 1963 (Espasa-Calpe); Bildband, Text span., franz., engl. u. dt.
- Sarasa Asiáin, Alfredo; Architecture guide of Pamplona and its region; Pamplona 2006; ISBN 84-611-3284-X
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Mai 2026)
- www.pamplona.es – Offizielle Webseite von Pamplona (Spanien)
- Offizielle Webseite von Burlada (sp.)
- erreka thematische Stadtführung
- visitpamplonairuna.com (sp.)
- „Kameraden, ihr seid frei!“ Geschichte und Beschreibung des Wanderweges GR-225 (2024)





