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Be'er Scheva

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Be’er Scheva
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Be'er Scheva (auch: Beerscheba, Beer Scheva, Beer Schewa u. ä.; hebr.: באר שבע „Brunnen der Sieben“ oder „Brunnen des Schwurs“) ist eine Stadt in der nördlichen Negev-Wüste in Israel. Be'er Scheva ist die größte und wichtigste Stadt im Süden des Landes, die Hauptstadt des israelischen Süddistrikts und das städtische Zentrum des Negev. Die gut 100 Jahre alte unter osmanischer Herrschaft erbaute Altstadt gibt an Sehenswürdigkeiten weniger her als die alten Städte im Norden Israels, sehenswert sind vor allem die Ausgrabungen auf dem Tel Be'er Sheva im Osten der Stadt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Beersheba, Abraham Well
Be'er Scheva um 1917

Be'er Scheva gilt im Alten Testament als die „Stadt der Patriarchen“, also als die Stadt, in der u. a. Abraham zeitweise gelebt haben soll.

Am Tel Be'er Scheva, etwas östlich der Stadt, wurde eine Siedlung aus der Zeit der Richter ausgegraben, die in etwa zur Zeit der Zerstörung des ersten Tempels unterging (Zeitraum 1000 - 600 v. Chr). In der Antike war der Ort weniger bedeutend, es wurde ein militärischer Stützpunkte der Römer mit einer Tempelanlage entdeckt, ein großer Palastbau aus der Zeit des Herodes führte dazu, dass durch die Fundamente die darunterliegenden Ruinen der israelitischen Stadt zerstört wurde.

Zur Zeit der römischen Herrschaft bestand hier an der Südgrenze, am Limes palaestinae, eine Festung zum Schutz gegen Einfälle der Nabatäer und Beduinen aus dem Süden. Mit der Hellenisierung war die Bedrohung weniger existent, es wurden zahlreiche Kirchenbauten errichtet. Mit der arabischen Eroberung der Stadt 636 n. Chr. begann der Niedergang, in der Kreuzfahrerzeit wurden nochmals Bauwerke in der Umgebung errichtet.

Über Jahrhunderte blieben dann die Brunnen von Be'er Scheva vor allem eine Anlaufstation der hier lebenden Beduinen.

Die heutige Stadt entstand mit der Gründung eines Verwaltungsstandorts der osmanischen Herrscher um 1900; einige Jahre später folgte der Bau der Altstadt mit ihrem schachbrettartigen Grundriss. 1915 wurde die Stadt an das türkische Eisenbahnnetz angeschlossen. Im Oktober 1917 war die Stadt Schauplatz der Eroberung durch britische Truppen, die Soldaten der australischen 4. leichten Kavalleriebrigade errangen hier einen Sieg gegen das Osmanische Reich. Durch das schnelle Vorpreschen konnten die australischen Truppen die osmanische Artillerie, die ihre Geschütze nicht rasch genug in Stellung bringen konnte, unterreiten und somit den wohl letzten Sieg einer Kavallerieeinheit in der britischen Heeresgeschichte erringen.

Nach der israelischen Staatsgründung 1948 und Rückeroberung von den ägyptischen Besatzungstruppen im Herbst 1948 wurde der Aufbau der Stadt weiter vorangetrieben; Be'er Scheva wuchs über die Jahrzehnte zu einer der größten Städte Israels und zur wichtigsten Stadt im Süden des Landes heran.

Anreise[Bearbeiten]

Be'er Sheva Central Station

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die Stadt hat keinen eigenen Flughafen. In der Regel wird man über den Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv anreisen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

1 Be'er Scheva ist die südliche Endstation der wichtigsten innerisraelischen Verbindung von Norden entlang der Küste über Tel Aviv bis in den Negev. Direktverbindungen gibt es u.a. von Naharija (69,50 NIS, 3 Std. Fahrzeit), Akko (63,50 NIS, knapp 3 Std. Fahrzeit), Haifa (56,00 NIS, ca. 2,5 Std. Fahrzeit) und Tel Aviv (28,00 NIS, 1,5 Std.). In Tel Aviv besteht Anschluss an das restliche Bahnnetz der israelischen Eisenbahn. Bis Tel Aviv wird ein Stundentakt angeboten, die Orte an der Küste weiter nördlich erreicht man ebenfalls fast stündlich, allerdings muss man bei manchen Verbindungen in Tel Aviv umsteigen, wodurch sich die Fahrzeit um eine halbe Stunde verlängern kann.

Von 2 Be'er Scheva Nord / Universität zweigt eine Nebenstrecke in den Negev ab; von hier verkehren Personenzüge bis Dimona. Es gibt nur wenige Verbindungen täglich, die Fahrzeit beträgt ca. 25 Minuten (11,50 NIS). Stand der Angaben: 08/2010

Weiter in den Süden ist eine Schnellbahnverbindung bis Eilat für Personen- und Güterverkehr in Planung, die Umsetzung wird sich noch etwas hinziehen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

3 Busverbindungen durch den Negev bis Eilat und über Arad bis Ein Gedi am Toten Meer beginnen in Be'er Scheva; die Central Bus Station (zentraler Busbahnhof) liegt gleich neben dem Bahnhof.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Aus dem Großraum Tel Aviv (Gusch Dan) führt die Straße 40 über Kirjat Gat bis Be'er Scheva. Auf diese Straße gelangt man auch, wenn man der gebührenpflichtigen Autobahn 6 bis zu ihrem Südende folgt. Südlich der Stadt führt die Straße 40 weiter durch den Negev; über Mitzpe Ramon kann man so auf die Straße 90 und weiter nach Elat gelangen.

Von der südlichen Küstenebene, also z. B. von Aschdod oder Aschkelon, gelangt man über die Straßen 4, 34 und 25 nach Be'er Scheva. Mit dem Toten Meer ist die Stadt über die Straße 31 verbunden, die im Norden in einem weiten Bogen um Be'er Scheva herum führt.

Mobilität[Bearbeiten]

Lokal bewegt man sich zu Fuß oder mit den Stadtbuslinien von Metrodan Beer Sheva (Website in flüssigem Hebräisch ...). Auf www.bus.co.il finden sich englischsprachige Fahrpläne von Metrodan.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Turkish Railway Station
Performing Arts Center

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • die 1 Altstadt wurde ab 1906 unter osmanischer Herrschaft von deutschen und Schweizer Architekten entworfen und fällt durch die schachbrettartig angelegten Straße mit einstöckigen Gebäuden auf, nur die Polizeiwache war zweigeschossig, von dort aus konnte die Altstadt überblickt werden. Im Altstadtbereich finden sich Ladengeschäfte und Kneipen.
  • in der Nähe des bereits auf der Aufnahme von 1917 erkennbaren Parks, der in 2 Allenby-Park umbekannt wurde und den eine Statue des britischen Generals ziert, liegen die wenigen Gebäude aus osmanischer Zeit, die Polizeistation (die heute noch von der Polizei genutzt wird) und der heute als Museum genutzte Gouverneurspalast.
  • 3 Turkish Railway Station: das Stationsgebäude der osmanischen Eisenbahnlinie aus dem Jahre 1915 wurde zwischenzeitlich renoviert und bietet im Obergeschoss Raum für Ausstellungen, derzeit werden historische Photographien aus der Geschichte der Stadt ausgestellt. Auf den Gleisanlagen sind die Dampflokomotive 70414 und restaurierte Salonwagen der osmanischen Eisenbahn ausgestellt. Im Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes ist ein Restaurant eingerichtet.
Einen Straßenzug weiter nördlich steht inmitten der modernen Hochhäuser die ovale Ruine des Wasserturms der Eisenbahn aus osmanischer Zeit.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 4 Abraham's Well International Visitors' Center, 2 Derech Hevron, Be'er Sheva. Tel.: +972-(0)8 623 4613. : eine neu geschaffene Rekonstruktion eines Brunnens aus Abrahams Zeit mit einer Multimediashow
  • das 5 Performing Arts Center, Yitskhak Rager 41. Tel.: +972 (0)8 626-6400. ist eine moderne (Konzert-)Halle, in der die Israel Sinfonietta Be'er Sheva und das Be'er Sheva Theatre ihre Aufführungen haben.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • das 6 Negev Brigade Memorial mit gewaltigen Betonskulpturen liegt im Nordosten des Stadtzentrums an schöner Aussichtslage.

Museen[Bearbeiten]

ehem. Gouverneurspalast / Museum
ehem.Moschee
Hatzerim Air Force Museum
  • das Negev Museum 7 The Negev Museum of Art, 60 HaAtsmaut St., Be'er Sheva. Tel.: +972-(0)8-6993535, Fax: +972-(0)8-6993533, E-Mail: . Geöffnet: Mo, Di, Do 10.0-16.00h, Mi 12.00-19.00h, Fr,Sa 10.00-14.00h. im 1906 erbauten Palast des türkischen Gouverneurs zeigt Kunst aus Israel und dem Ausland, wechselnde Sonderausstellungen.
  • die ehemalige 8 Große Moschee wurde unter osmanischer Herrschaft 1906 erbaut und nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg in ein Museum für arabisch - islamische Kultur umgewandelt. Nach der Renovation ergab sich 2011/12 ein Disput, in dem muslimische Kreise verlangten, dass die Moschee wieder zu Kultuszwecken verwendet werden müsste.
  • 9 Carasso Science Park, 79 Ha’atzmaut St., Be’er Sheva 84100. Tel.: +972-(0)8 625-2600, Fax: +972-(0)8 625-2607. Preis: NIS 60 / Jugendl. 54. , ein 2013 eröffnetes Museum, in dem (vor allem Jugendlichen) technische und physikalische Aspekte nähergebracht werden; Restaurant, Picknickzone.
  • das 10 Israel Air Force Museum, P.O.Box 02832, IDF. Tel.: (0)8 9906 888, Fax: (0)8 9906 314. Geöffnet: SO-DO 08.30-16.00h, FR 08.30-11.30h. Preis: 30/15 NIS. liegt im Westen der Stadt bei HaTserim und wird über die 2357 erreicht (im Zentrum von Verkehrskreiseln aufgestellte ehem. Kampfflugzeuge weisen den Weg); zahlreiche Flugzeuge der israelischen Luftwaffe von Leichtflugzeugen und Varianten der Me109 und Spitfire bis zur F-15 und F-16 sind im Original ausgestellt und erfreuen das Herz von Aviatikfans. In einer ehemals von der Air Force eingesetzten Boeing 707 wird ein Film zur Geschichte der IAF in hebräischer und englischer Sprache vorgeführt.

In der Stadt existieren zahlreiche Kultureinrichtungen, in denen Ausstellungen und Events von jungen Künstlern aus dem Negev und Israel organisiert werden.

Parks[Bearbeiten]

  • am Nahal Be'er Sheva wurde der 1 Be'er Sheva River Park mit Möglichkeiten zum Spazieren, Biken und Picknicken eingerichtet. In den kommenden Jahren soll hier ein Naherholungsgebiet um einen der größten künstlichen Seen im Süden Israels entstehen.
  • 2 Negev Zoo. Tel.: +972 (0)8-641 4777. , zeigt 130 Tierarten, von denen die meisten in Israel vorkommen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besuch des Tel Beer Sheva Nationalpark (UNESCO Weltkulturerbe) (siehe "Ausflüge")

Einkaufen[Bearbeiten]

HaNegev Mall
auf dem Bedouin Market
  • die 1 HaNegev Mall befindet sich unmittelbar neben der Central Bus Station.
  • eine weitere große Einkaufsmall, die 2 Grand Canyon Mall liegt an der Straße 25 nach Westen, der dreistöckige Komplex ist voll klimatisiert.
  • die 3 BIG Mall mit ebenfalls zahlreichen um einen Hof mit Parkplätzen angeordneten Ladengeschäften liegt an der Ausfallstraße 60 in Richtung Hebron.
  • etwas südlich, ebenfalls in Gehdistanz befindet sich der große, teils gedeckte 4 Städtische Markt (Municipal Market): hier werden neben gewaltigen Mengen an Obst und Gemüsen auch Kleider und Gegenstände des täglichen Bedarfs angeboten, es gibt Imbissstätten und Lokale zum Rauchen der Wasserpfeife. Der von der Bevölkerung von Be'er Scheva genutzte täglich geöffnete Markt ist mindestens so authentisch wie der vielbeschriebene Beduinenmarkt.
  • jeweils am Donnerstagmorgen wird an der Ausfallstraße nach Eilat (406) auf einem unbeschatteten Parkplatz in der Nähe der türkischen Eisenbahnbrücke der vielbeschriebene 5 Beduinenmarkt abgehalten. Der 1905 gegründete Markt sich inzwischen etwas zum Touristenspektakel gewandelt, wenn auch an den Ständen mit Kleidern und Bedarfsartikeln viele Bewohner der Umgebung (und darunter auch Beduinen) ihren Bedarf decken. Kaum mehr angeboten werden echt von Beduinen angefertigte Handwerksgegenstände.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

  • die 1 Ben Gurion University of the Negev wurde 1969 gegründet und führt vor allem naturwissenschaftliche Fakultäten und eine medizinische Fakultät.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • das 3 Soroka Medical Center. ist eine Universitätsklinik mit Tertiärversorgung und einer Notfallaufnahme.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Tel Be'er Sheva National Park[Bearbeiten]

rekonstruierter Altar
Überblick mit Aussichtsturm
Treppenabgang ins Water System

Die archäologische Stätte erreicht man über die Hauptstraße 60 (Derek Hebron) und dann nach Kreuzung mit der aus Norden kommenden Haupstraße 40 über die Zufahrtsstraße nach Tel Sheva, kurz vor dem Eingang nach Tel Sheva zweigt das Sträßchen zum archäologischen Park rechts ab.

Auf dem Siedlungshügel Tel Be'er Sheva wurden Ruinen eines Städtchens, welches in der Zeit des Königreichs Juda Verwaltungssitz war, ausgegraben. Auf der wiederholt überbauten Anhöhe wurden die Ruinen der Stadt, wie sie bei Eintreffen der assyrischen Eroberer Ende des 8 Jhdt. v. Chr. bestanden hatte, anschaulich gemacht. 2006 wurde der Tel Be'er Sheva zusammen mit anderen biblischen Siedlungshügeln von der UNESCO als Welterbe anerkannt.

Ein Rundgang wird auf dem Prospekt vorgeschlagen, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten sind

  • ein rekonstruierter Altar mit vier Hörnern an den Ecken aus Fundsteinen (das Original steht im Israel-Museum in Jerusalem).
  • vor dem äußeren Torbereich war ein 70 m tiefer Ziehbrunnen ausgehoben worden, der Stadtbewohnern und Karawanen diente.
  • durch einen Hof gelangte man zum Haupttor, das von zwei Türmen flankiert war, und dann in die Stadt selbst.
  • auf der äußeren Ringstraße kann man durch die antike Stadt gehen. Die nach außen gelegenen Wohnbauten waren in die Stadtmauer integriert
  • in der Mitte der Stadt wurde eine römische Festungsbaute über den Fundamenten der verfallenen israelitischen Stadt angelegt, hier erlaubt ein moderner 12 Aussichtsturm einen Überblick über die antike Stadt.
  • der vorgeschlagene Weg verläuft nun vorbei an den Storehouses (Vorratsräume). Der Weg führt nun hinaus durch das 1993/95 ausgegrabene Water System, durch einen 17 m in die Tiefe reichenden Schacht mit Treppenaufgängen an den Seiten zu den mit einer Verputzschicht ausgekleideten Zisternen. Über den nach dem Bau der Anlage künstliche blockierten Verbindungsgang nach außen, der im Zuge der Ausgrabungsarbeiten wieder freigelegt wurde, verlässt der heutige Besucher die Anlage in Richtung Eingangsbereich.

Weitere Informationen zu den archäologischen Stätten im Artikel Tel Be'er Scheva.

andere Ziele[Bearbeiten]

  • Südlich von Be'er Scheva liegt mit Sde Boker der Kibbuz, in dem der israelische Staatsgründer David Ben Gurion lebte und bei dem er begraben wurde.
  • Fährt man noch weiter nach Süden, erreicht man die Ruinen der Nabatäerstädte Avdat und Shivta.
  • Die Kleinstadt Mitzpe Ramon, die mitten in der Wüste am Rand eines beeindruckenden Erosionskraters liegt.
  • Die Ausgrabungsstätte am Tel Arad liegt östlich von Be'er Scheva an der Straße nach Arad.
  • Folgt man der Straße an Arad vorbei weiter nach Osten, erreicht man bei Neve Zohar die israelischen Küstenabschnitte des Toten Meeres mit den dortigen touristischen Zielen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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