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En Gedi

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En Gedi oder Ein Gedi (hebr. עין גדי „Quelle des Zickleins“) ist ein Kibbuz in Israel an den südwestlichen Küstenabschnitten des Toten Meers. Bekannt ist allerdings weniger der Kibbuz, sondern der 1972 eröffnete Naturpark in der Nähe des Ortes: En Gedi ist eine der größten Oasen im umgebenden Wüstengebiet. Im Bereich von En Gedi kann man zudem im Toten Meer baden und Thermalbäder genießen; entsprechende Einrichtungen sind vorhanden.

En Gedi, Ein Gedi
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Hintergrund[Bearbeiten]

Die Oase von En Gedi mit dem Kibbuz auf der Hügelflanke
En Gedi: Sonnenaufgang über dem Toten Meer

Die Oasen von En Gedi waren bereits vor der Zeitenwende besiedelt; bei Ausgrabungen wurden Siedlungen aus verschiedenen historischen Perioden entdeckt. Auch in der Bibel wird En Gedi mehrfach erwähnt: So wird beispielsweise im 1. Buch Samuel berichtet, dass sich der spätere König David in der fruchtbaren und unzugänglichen Gegend versteckte, als er auf der Flucht vor Saul war (1 Sam 24 EU).

Nachdem seit der Spätantike in En Gedi keine dauerhafte Siedlung mehr bestand, wurde das Gebiet des heutigen Ortes 1949 neu besiedelt, zunächst als Militärposten, später wurde hier ein Kibbuz gegründet. Die Oase ist bekannt für die Truthahnzucht, den Anbau von Dattelpalmen und Pomelos und das hier abgefüllte gleichnamige Mineralwasser sowie für den Naturpark, in dem unter anderem Steinböcke leben.

En Gedi liegt noch im israelischen Kernland, die Grenze zum Westjordanland verläuft aber nur knapp nördlich des Ortes, Teile des Naturparks liegen bereits jenseits der grünen Linie. Geographisch gehört der Ort zur Judäischen Wüste.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv; von dort erreicht man En Gedi mit dem Mietwagen oder mit dem Bus via Jerusalem. Für einen Tagesausflug ist Ein Gedi auch von Eilat aus erreichbar.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Es gibt keine Bahnverbindungen an das Tote Meer, En Gedi ist daher nicht mit dem Zug erreichbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

En Gedi und das Tote Meer sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten von Jerusalem aus anzufahren; es gibt eine einigermaßen regelmäßige Busverbindung. Einzelne Busse fahren von En Gedi auch nach Eilat und Be'er Scheva (Beerscheba). Zu beachten ist, dass es im Bereich von En Gedi mehrere Ziele (und Bushaltestellen) gibt:

  • Die nördlichste Haltestelle (von Jerusalem kommend die erste an der Hauptstraße/Straße 90) ist 1 „En Gedi Field school“; hier befindet sich die Jugendherberge „Beit Sarah“, man kann in wenigen Minuten zum Naturparkgelände am Nachal David laufen;
  • eineinhalb Kilometer weiter südlich zweigt die Straße zum Kibbuz (mit Hotel) ab; hier gibt es eine 2 Haltestelle an der Hauptstraße, zwei weitere im Ort;
  • fast vier Kilometer sind es schließlich bis zum Badekomplex 3 „En Gedi Spa“; hier gibt es eine Haltestelle an der Abzweigung und eine direkt am Bad.

Manche Buslinien bedienen nicht alle Haltestellen; wenn man ganz sicher gehen will, sollte man sich vor der Fahrt nochmals genau erkundigen, wo der Bus hält bzw. welchen zusätzlichen Fußweg man für ein bestimmtes Ziel in En Gedi einkalkulieren muss.

Ziel Buslinien Verbindungsdichte tagsüber Dauer ca. Preis NIS Hinweise
Jerusalem 421, 444, 486, 487 unregelmäßig, ca. alle 1-2 Std. 1:30 36,00 444 hält nur entlang der Straße 90, 487 von Jerusalem kommend nur im Kibbuz
Be'er Scheva 384 3-4 Verbindungen täglich 2:15 47,00
Eilat 444 5 Verbindungen täglich 3:30 65,00 444 hält nur entlang der Straße 90
Arad 384 3-4 Verbindungen täglich 1:30 33,00
Masada 384, 421, 444, 486 unregelmäßig, etwa stündlich 0:15 18,30 444 hält in En Gedi nur entlang der Straße 90
Hinweise: Teilweise sind hier nicht alle Linien zum Zielort genannt (z.B. bei vielen verschiedenen Linien zwischen zwei Städten oder sehr wenigen Fahrten auf einer Linie).
Die angegebene Taktdichte bezieht sich aber auf alle verfügbaren Verbindungen. Links in der Tabelle führen zu den Mobilitätsinformationen des jeweiligen Ortes.
Quellen: Egged und Otobusim.co.il; Stand: 08/2010 - * Linien mit Stern werden nicht von Egged, sondern von einer anderen Gesellschaft bedient.

Auf der Straße[Bearbeiten]

En Gedi liegt am Westufer des Toten Meeres südlich der Grenze zum Westjordanland. Nach En Gedi gelangt man nur über die Straße 90.

Von Jerusalem nach En Gedi nimmt man die Straße 1 in Richtung Osten über Jericho und wechselt dann auf die Straße 90 weiter nach Süden. Dabei durchquert man das Westjordanland, was in der Regel ohne Probleme möglich ist. Wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte man sich vorher kundig machen, ob Einschränkungen für Fahrten in die palästinensischen Gebiete bestehen bzw. welche.

Wenn man von Süden kommt, muss man das Westjordanland nicht durchqueren. Man wählt dann ebenfalls die Straße 90, aber in Richtung Norden (z.B. von Eilat). Wichtige Zubringer zur Straße 90 im Süden sind die Straße 31 von Arad bzw. die Straßen 60 und 31 von Be'er Scheva (Beerscheba).

In En-Gedi wurde die Route 90 durch zwei riesige Einsturztrichter ("Sinkholes") zerstört. Seit September 2015 besteht eine neugebaute Fahrbahn etwa 100 m westlich der alten. Die alte Straße 90 ist in En-Gedi vollständig gesperrt, auch für Fußgänger. Der Badestrand und der Campingplatz sind deshalb nicht erreichbar und unbefristet, d.h. für immer, geschlossen. Durch den absinkenden Meeresspiegel haben sich überall gefährliche Einsturztrichter gebildet. Nächste sichere Bademöglichkeit im Toten Meer ist 30 km südlich in En-Boqeq (En-Bokek).

Mobilität[Bearbeiten]

Im Kibbuz Ein Gedi selbst bewegt man sich zu Fuss, Fahrzeuge sind nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt. Zum Strand des Totes Meers bei En Gedi Spa ist es zum Laufen zu weit, Kibbuz - Gäste werden mit einem eigenen Bus transportiert, der stündlich verkehrt.

Zwischen Ein Gedi "Field-School"/Youth-Hostel, Ein Gedi-Kibbutz Hotel und Ein Gedi-SPA sind die Distanzen vor allem an heissen Sommertagen nur mühsam zu bewältigen, ein eigenes Fahrzeug (Mietwagen) ist hier kein Luxus, zumal man von Jerusalem oder Arad, bzw. Beer Sheeba kommend sonst auf die öffentlichen Busse (oder Taxi) angewiesen ist. Der öffentliche Badestrand von Ein Gedi am Toten Meer, der früher von der "Field School" zu Fuss erreicht werden konnte, ist aufgrund der Sinkholes nicht mehr zugänglich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturpark "En Gedi Nature Reserve"[Bearbeiten]

Nachal David
Fussweg ins Nahal David
Nachal Arugot
Nachal Arugot: Weg ins Wadi Arugot
Nachal Arugot: gähnender Klippschliefer
Ein Gedi: nubischer Steinbock

Die wichtigste Sehenswürdigkeit in En Gedi ist der ausgedehnte Naturpark "En Gedi Nature Reserve" nördlich des eigentlichen Ortes. Der Park umfasst zwei Bachläufe, nämlich den sogenannten Nachal (oder „Nahal“, hebr. für „Bach“) Arugot und den Nachal David. Beide Bäche verlaufen in tief eingekerbten Tälern und führen ganzjährig Wasser, daher die üppige Vegetation.

  • En Gedi Naturpark. Tel.: (08) 658-4285. Geöffnet: Apr-Sept 8-17 Uhr, Okt-Mär 8-16 Uhr, letzter Einlass im Winterhalbjahr: 15 Uhr Nachal David, 14 Uhr Nachal Arugot. Preis: Erwachsene 25 NIS, Kinder 13 NIS; es gibt verschiedene Ermäßigungen, Eintrittskarte gilt für beide Täler. Beim Zugang ins Nachal Arugot wird von der Aufsicht kontrolliert, ob man akzeptables Schuhwerk und ausreichende Wasservorräte auf die Wanderung mitnimmt.

Für mit dem Individualfahrzeug Reisende empfiehlt es sich, das Fahrzeug nicht unter einem der Schattenbäume beim Parkplatz zu parkieren, die Steinböcke steigen sonst gern aufs Wagendach und versuchen über das Dach ins Geäst der Bäume zu gelangen - Steinbockspuren auf dem Dach des Mietwagens können bei der Rückgabe zu Dikussionen führen.

  • Das 1 Nahal David ist der nördlichere der beiden Wasserläufe; dieses Bachtal wird sehr häufig von Touristenbussen im Rahmen einer Kurzvisite und von israelischen Schulklassen aufgesucht, ist daher relativ überlaufen. Der 2 Shulamit - Wasserfall kann schon nach einem relativ kurzen Fußweg (ca. 30 min einfache Strecke) erreicht werden, im Teich unter dem Wasserfall kann gebadet werden. Unter dem Andrang kann das Naturerlebnis deutlich leiden; etwas verloren hat die Natur auch durch einen großen Erdrutsch vor einigen Jahren, bei dem ein längeres Hangstück abgerutscht ist.
Hier zweigt sich der Weg in der Art einer Einbahnregelung auf, entlang des nördlichen Ufers wird bis zum David Waterfall aufgestiegen, auf der Gegenseite geht es wieder zurück. Entlang des Nachal David gibt es verschiedene kleine Wasserfälle und Tümpel, in denen in der Sommerhitze fleissig gebadet wird, teils im Bikini und teils in der vollständigen Tracht der orthodoxen Juden.
Der Weg endet am 3 David Waterfall, ein Teil des Wassers fliesst hier durch ein Felsenloch, ein anderer stürzt daneben 10 - 15 m in die Tiefe. Im Teich unterhalb dieses Wasserfalls besteht ein Badeverbot, auf dem Rastplatz darf man nicht picknicken, nur Getränke darf man zu sich nehmen. Unterhald des David Waterfall führt der mit Treppenstufen und Geländern gut gesicherte Weg am südlichen Ufer des Nahal David zurück zum Parkeingang.
Wer noch Energie hat, kann vor dem David - Wasserfall in südlicher Richtung zum Chalkolithischen Tempel aufsteigen und von dort zum 4 Felsenfenster oberhalb des Wasserfalls gelangen.
  • Deutlich ruhiger geht es im 5 Nachal Arugot weiter südlich zu; der Wanderweg ist etwas steiler und stellt gewisse Anforderung an die Wandertauglichkeit. Auf dem rot - weiss markierten Weg wandert man in das Canyon - artige Tal, den Bach zunächst zur Linken.
Bei einer 6 Abzweigung kann auf einem blau - weiss markierten Weg, der dem Bach entlang führt, welcher teils auf Trittsteinen überquert werden muss, zum 7 "Hidden Waterfall" gelangen.
Von der Abzweigung aus führt der rot-weiss markierte Weg weiter ins Wal, dass sich teilweise weitet; teils wandert man an der Talflanke, teils wird auf der Talsohle auf Trittsteinen der Bach überquert. Der Weg endet in einem 8 kesselartigen Felsen, wo der Bach als Quelle entspringt.

Wenn man Glück hat, kann man in beiden Tälern übrigens nicht nur eine beeindruckende Vegetation, sondern auch verschiedene Tiere sehen. Im Naturpark gibt es u.a. nubische Steinböcke, Füchse und Leoparden (letztere sind aber nur nachts unterwegs), vielleicht kreuzt der an ein Murmeltier erinnernden Klippschliefer den Weg des Wanderers. Diese etwa kaninchengroßen, in En Gedi sehr zahlreich vorhandenen Tiere sehen zwar aus wie Nagetiere, ihre nächste Verwandten sind jedoch Elefanten und Seekühe.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Chalkolithischer Tempel
Ein Gedi Synagogue
Antike Synagoge

Im flachen Küstenstreifen zwischen den beiden Bachtälern liegen die Überreste einer 9 Synagoge; hier sind schöne Mosaiken erhalten geblieben.

Weiter oben am Hang, ebenfalls zwischen Nachal David und Nachal Arugot liegen die Überreste eines 10 Chalkolithischen Tempels; dieser Tempel dürfte weit über 5000 Jahre alt sein. Im Chalkolithikum wurde hier möglicherweise der Mond angebetet. Nicht weit entfernt liegt die Ruine einer alten Wassermühle. In der Umgebung des Tempels entspringen zudem zwei weitere Quellen am Hang: die Schulamit- und die En-Gedi-Quelle.

Sehenswert ist schließlich der Botanische Garten beim En Gedi Country Hotel im Ort selbst.

Aktivitäten[Bearbeiten]

En Gedi Beach - Totes Meer
Ein Gedi Beach
En Gedi Spa - Totes Meer
Ein Gedi Spa
Das Tote Meer 2009 bei En Gedi, Tafel zeigt Küstenverlauf von 2004
  • die meisten Tagesbesucher kommen zum Wandern nach Ein Gedi. Im Naturpark sind Karten erhältlich, in denen nicht nur die Touren in den beiden Bachtälern "Nahal David" und "Nahal Arugot", sondern auch Wege in die umgebende Wüste eingezeichnet sind. Die längsten Touren dauern mehrere Stunden und führen aus den Bachtälern weit hinauf bis auf die Hochfläche der Judäischen Wüste. Vor solchen Wanderungen sollte man sich jedoch detailliert informieren, eine gute Ausrüstung und das Mitnehmen von ausreichend Trinkwasser ist zwingend nötig.
  • mit der durch Absenkungen und Einbruch des Uferbereichs bedingten Schliessung des Ein Gedi Beach ist das Baden am Toten Meer hier schwierig geworden:
    • 1 En Gedi Beach: der kleine Strand direkt in der Küstenstraße 90 wurde aufgrund von Einbrüchen des Untergrunds (die Anlagen wurden nahezu "vom Erdboden verschluckt") definitiv geschlossen und steht nicht mehr zu Verfügung.
    • Ein ganzes Stück südlich von En Gedi (etwa 4 km) liegt das kostenpflichtige und leider recht teure 2 Ein Gedi Spa (ca. 100 NIS pro Person!). Ursprünglich (1985) unmittelbar an der Küste gelegen, ist es jetzt einen guten Kilometer von der aktuellen Küstenlinie entfernt. Das Thermalzentrum verfügt über Thermalquellen, deren Schwefelanteil von Weitem zu riechen ist. Das Thermalbad hat eine Temperatur von ca. 37°C und eine Salzkonzentration ähnlich der des Toten Meeres. Angeschlossen sind ein Massageraum und ein Ruheraum, es gibt ein Restaurant mit einem einfachen Buffet sowie einen Kiosk, man kann auch Handtücher und Bademäntel leihen. Im Freien ist ein Swimmingpool angeschlossen. Ein besonderer Spaß besteht darin, sich im Garten mit dem Uferschlamm des Toten Meeres einzureiben und danach die warmen Duschen zu benutzen.
Gäste im Hotel - Kibbutz von Ein Gedi, die in "En Gedi Spa" im Toten Meer baden wollen, können sich von einem kostenlosen Shuttle-Service bis zu den Liegestühlen am Wasser bringen lassen. Badeschuhe nicht vergessen, im Uferbereich kristallisiert das Salz aus, was zumindest unangenehm ist. Das Betreten des Ufergebiets außerhalb der Markierungen sollte vermieden werden, Tafeln warnen vor Erdeinbrüchen in der Uferregion.
    • Eine Alternative für diejenigen, die mit einem Mietfahrzeug unterwegs ist, bietet ein Pfad mit Zugang zum Strand des Toten Meeres unmittelbar südlich des Checkpoints an der Strasse 90 nördlich von Ein Gedi. Das Fahrzeug kann oberhalb der Strasse abgestellt werden. Süsswasserquellen ermöglichen das Abwaschen des salzhaltigen Wassers nach dem Bad.
    • für die meisten dürften die Strände von Ein Bokek die beste Alternative sein.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Kibbuz selbst gibt es einen Lebensmittelladen; die Öffnungszeiten sind in der Lobby angeschlagen. Es gibt dort so ziemlich alles, was man braucht (die Obst und Gemüseauswahl ist eingeschränkt). Auch wer Toilettenartikel zu Hause vergessen hat, kann das nötigste kaufen. Es gibt eine große Getränkeauswahl. Die Preise für Touristen sind etwas höher als die für die Kibbuzniks.

Küche[Bearbeiten]

An den touristisch interessanten Orten (Strand, En Gedi Spa, Zugang zum Nachal David) gibt es jeweils einen Kiosk, meist auch ein kleines Restaurant. Das Kibbuz-Hotel verfügt über ein eigenes 1 Restaurant.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben ist in En Gedi weniger aufregend. Es gibt im Kibbuz eine Bar, die i.d.R. erst dann schließt, wenn der letzte Gast geht. Sonstige Veranstaltungen werden am Schwarzen Brett angeschlagen.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Jugendherberge En Gedi „Beit Sarah“, D.N. Dead Sea 86980. Tel.: +972-2-5945600 (Nationale Reservierungsnummer: 1-599-510-511), Fax: +972-8-6584445, E-Mail: . Geöffnet: Rezeption besetzt: So. - Fr.: 08:00 - 20:00 Uhr. - Während der Hochsaison muss für mindestens zwei Nächte und im Voraus gebucht werden (z.B. in der Pessachzeit). Die Gästehäuser liegen auf einem Hügel in direkter Nachbarschaft zum Nachal David. Mehrere hundert Meter südlich liegt der öffentliche Strand, der von der Jugendherberge aus zu Fuß erreichbar ist.
  • 2 Ein Gedi Hotel, M.P.DEAD SEA 86980 Israel. Tel.: +972-8-6594230, Fax: +972-8-6584231, E-Mail: . - Das „Ein Gedi Hotel“ mit Zimmern in Einzelbungalows liegt auf dem Plateau des Kibbuz En Gedi; aufgrund der erhöhten Lage hat man von En Gedi aus schöne Blicke auf das Tote Meer.
  • Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit besteht in der „En Gedi Field School“ der SPNI (Society for protection of nature in Israel) oberhalb der Jugendherberge: 3 En Gedi Field School. Tel.: +972-8-6584288.

Sicherheit[Bearbeiten]

In En Gedi bestehen keine besonderen Sicherheitsrisiken. Beachten sollte man allerdings die üblichen Vorsichtsmaßnahmen für diesen Bereich des Toten Meers sowie für die Wüste:

  • Da es am nördlichen Teil des Toten Meeres zu spontanen Erdeinbrüchen kommen kann, sollte man auf keinen Fall außerhalb der öffentlichen Strände baden (das sollte man ohnehin nicht tun, da man auch am Toten Meer ertrinken kann, wenn man z.B. aus Versehen Wasser schluckt und in Panik gerät).
  • Bei Wanderungen in der Wüste muss man auf jeden Fall an ausreichenden Sonnenschutz und genug Trinkwasser denken!
  • Auf den Parkplätzen bei den Nationalparkzugängen den (Miet)Wagen besser nicht unter Bäumen parken, da die Steinböcke das Wagendach als Aufstieghilfe zum Abfressen der Bäume nutzen, das Risiko solcher Beschädigungen ist grösser, als das durch Fahrzeugaufbrüche, dennnoch Wertsachen nicht offen im Fahrzeug liegen lassen.

Direkt nördlich von En Gedi liegt die Grenze zum Westjordanland. Einige Kilometer nördlich werden an einem Checkpoint an der Straße 90 Kontrollen bei der Einreise aus der Westbank durchgeführt, die für Touristen jedoch in der Regel nicht besonders zeitaufwändig sind, Pass mitführen!

Gesundheit[Bearbeiten]

Im Kibbuz gibt es einen Arzt. Dieser spricht auch englisch, russisch und versteht etwas deutsch.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

In der Regel spricht jeder Englisch. Für die deutschen Urlauber gab es bis vor wenigen Jahren ein extra Büro; heute ist nur noch gelegentlich EIN deutschsprachiger Mitarbeiter anzutreffen. Auch französisch und russisch wird verstanden. Im Kibbuz gibt es Führungen in verschiedenen Sprachen. Auch hier hilft das Schwarze Brett weiter.

In der Lobby des Guest House kann man seine Post aufgeben. Briefmarken und Postkarten erhält man zu den Öffnungszeiten des kleinen Andenkenladens, ebenfalls in der Lobby. Telefonkarten (Telecard) können auch im Andenkenladen gekauft werden. Zwei Fernsprecher stehen zur Verfügung. Wer im Guest House wohnt, kann auch von seinem Bungalow aus telefonieren oder dort angerufen werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Einot Tzukim / En Feshkha
Einot Tzukim: Teich
  • Nördlich von En Gedi liegt am Westufer des Toten Meers mit den Ausgrabungen von Qumran eines der wichtigsten touristischen Ziele in der Judäischen Wüste (35 km). Bekannt ist Qumran vor allem wegen der sehr alten Schriftrollen, die dort in Höhlen gefunden wurden.
  • 11 Enot Tsukim Nature Reserve, near Road 90. Tel.: (0)2994 2355, Fax: (0)2994 7815, E-Mail: . Naturschutzgebiet um Süsswasserquellen mit Schilfgürtel am Ufer des Toten Meers Geöffnet: Winter Sa-Do 08.00-16.00h, Fr 08.00-15.00h; Sommer Sa-Do 08.00-17.00h (Juli/August bis 19.00h), Fr 08.00-16.00h. Preis: 29/15 NIS.
Nur wenig südlich liegt die Enot Tsukim Nature Reserve (oder Ein Feshkha), eine Oase am Rand des Toten Meers mit einer hohen um Süsswasserquellen wachsenden Vegetation, mit Lehrpfad und Süsswasserteich zum planschen, kein Zugang zum Toten Meer! Im Bereich des Schutzgebiets auch archäologische Funde eines Landwirtschaftsguts der Essener und Wohngebäude aus der Zeit des Herodes.
  • Nochmals etwa 20 km weiter nördlich liegt die palästinensische Stadt Jericho; ein Besuch hier ist in der Regel ohne größere Probleme möglich; Jericho gilt als eine der ruhigsten palästinensischen Städte des Westjordanlands.
  • Südlich von En Gedi liegt die bekannte Felsenfestung Masada (20 km). Die große auf Herodes zurückgehende Anlage auf dem Gipfelplateau eines Berges gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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