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Bad Königshofen

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Bad Königshofen im Grabfeld
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Bad Königshofen ist eine Kurstadt im nördlichen Unterfranken im Grabfeld.

Karte von Bad Königshofen

Hintergrund[Bearbeiten]

Königshofen wurde 741 erstmals urkundlich erwähnt und hat seine Anfänge als ehemaliger karolingischer Königshof. Um das Jahr 1315 entstand die Stadtmauer und 1320 erhielt Königshofen die Stadtrechte.

Im Jahre 1525 wird die Stadt im Bauernkrieg zerstört, 1562 durch einen Großbrand verwüstet, 1634/35 herrscht eine Hunger- und Pestepidemie.

Ab ca. 1650 wird Königshofen unter Bischof Johann Philipp von Schönborn von Würzburg zur Festung ausgebaut, die Anlagen wurden am Anfang des 19. Jahrhunderts bis auf wenige Teile (Keller und Gewölbe) wieder abgetragen.

Die Geschichte als Heilbad beginnt im Jahre 1896: bei der Suche nach Trinkwasser werden die Heilquellen entdeckt und von da an zur Behandlung von gesundheitlicher Störungen eingesetzt. Den offiziellen Titel Bad führt Königshofen seit 1974.

Stadtteile von Bad Königshofen sind Althausen, Aub, Eyershausen, Gabolshausen, Ipthausen, Merkershausen und Untereßfeld, allesamt Dörfer im Umfeld der Stadt.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (Straßen-km)
Bad Neustadt21 km
Bad Kissingen36 km
Schweinfurt36 km
Bamberg66 km
Würzburg92 km
Frankfurt am Main164 km
München291 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächste internationale Flughäfen sind der Großflughafen in Frankfurt am Main, 175 Kilometer entfernt und in rund zwei Autostunden erreichbar, sowie der Flughafen in Nürnberg in 120 km Entfernung und in ca. eineinhalb Autostunden erreichbar. Schnell erreichbar ist auch der Flughafen in Erfurt in ca. 130 km Entfernung und ebenfalls in ca. eineinhalb Autostunden erreichbar.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der nächste Bahnhof ist Bad Neustadt an der Bahnstrecke Schweinfurt - Erfurt, weiter mit dem Bus.

Die ehemalige Bahnstrecke nach Bad Königshofen ist stillgelegt. Sie ist teilweise als Radweg befahrbar.

Es besteht eine Busverbindung von Bad Königshofen nach Bad Neustadt. Siehe beispielsweise Reiseauskunft der Bahn

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Bad Königshofen liegt an der Bundesstraße B 279 von Bad Neustadt nach Bamberg und ist über diese gut zu erreichen. Anschlussstelle der B 279 an die Autobahn A 71 (Thüringer-Wald Autobahn): Abfahrt Bad Neustadt.

Der Parkplatz im Zentrum am Marktplatz ist gebührenpflichtig, zentrumsnah sind aber weitere gebührenfreie Parkmöglichkeiten ausgewiesen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

  • Von Bad Neustadt auf dem Radweg entlang der fränkischen Saale. Abkürzung des Radweges in OpenStreetMap FSAR
  • Von Coburg über Gauerstadt , Heldburg , Gombertshausen und dann weiter auf dem Radweg entlang der fränkischen Saale .
  • Von Haßfurt über Königsberg, Hofheim , Wetzhausen, Oberlauringen, Sulzfeld.
  • Aus dem Werratal im Norden über Rotschenhausen, Bibra, Behrungen und den MzR Radweg (Main zur Rhön).

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Mariä Himmelfahrt

1 Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. erbaut 1442 bis 1520, erbaut 1442 bis 1520. Im Turm gibt es das Turmmuseum, vom Turm findet sonntags das Türmerblasen statt.

2 Wallfahrtskirche Mariä Geburt (im Stadtteil Ipthausen). Erbaut mit Rokokoausstattung von 1749 - 1754 nach Plänen des Königshöfer Maurermeisters Johann Michael Schmitt. Ziel der im 20. Jahrhundert aufgegebenen Wallfahrt war eine in der Kirche aufbewahrte Pieta aus dem 17. Jahrhundert.

3 St. Wendelin (im Stadtteil Eyershausen). Zur Osterzeit kann das lange verschollenen "Heilige Grab" besichtigt werden

Historische Bauwerke und Burgen[Bearbeiten]

4 Historischer Marktplatz mit drei Brunnen und dem alten Kornmessstein: in den halbkugeligen Becken mit verschiedenen Durchmessers konnten die Händler nach "gerütteltem und gestrichen Maß" das Getreide abfüllen.

Altes Rathaus am Marktplatz

5 Altes Rathaus (mit Glockenspiel) (am Marktplatz). Erbaut 1563/75 nach dem Stadtbrand. Die historische Stadtmauer aus der fürstbischöflichen Festungszeit mit früher insgesamt vier Stadttoren ist noch in Fragmenten erhalten, z. B. im Kurpark.

  • 6 Einziges erhaltenes Stadttor, in Privatbesitz;

7 Burgruine Wildberg. Im 12. Jahrhundert von den Grafen von Wildberg zunächst als Stammsitz der Grafen errichtet, sie gelangt 1368 an das Hochstift Würzburg und wurde dann im Bauernkrieg 1525 zerstört. Erhalten sind Ringgraben, Mauerreste und Kellergewölbe. Lage: in Sulzfeld bei Bad Königshofen

Museen[Bearbeiten]

8 Archäologisches Museum Bad Königshofen im Grabfeld, Martin-Reinhard-Straße 9, 97631 Bad Königshofen. Tel.: +49 (0)9761 40 934. Das Museum mit Museumsshop ist in der um 1690 erbauten historischen "Schranne", ein ehemaliger Getreidespeicher, untergebracht und zeigt Exponate zur Vor- und Frühgeschichte des Grabfelds und des östlichen Unterfrankens. Das 1988 eröffnete Museum ist eine Zweigstelle der Archäologischen Staatssammlung in München.

Museum für Grenzgänger (Geschichte der Grenze im Grabfeld zur DDR.), Martin-Reinhard-Str.9, 97631 Bad Königshofen (Zugang über das Archäologische Museum). Tel.: +49 (0)9761 40934. Entstanden ab 1966 aus der ehemaligen Grenzinformationsstelle in Breitensee, nach einigen Provisorien am 17. Juni 2006 mit 150 m² Ausstellungsfläche in Königshofen an jetziger Stätte als Museum eröffnet. Geöffnet: Di. 10 - 12 und 14 - 16 Uhr; Do. 10 - 12 und 17 - 19 Uhr; Sa. und So. 14 - 17 Uhr.

9 Turmmuseum (im 63 m hohen Turm der Stadtpfarrkirche). Eines der kleinsten Museen Frankens und im Jahre 2003 eröffnet. Zu sehen gibt es das 100 Jahre alte Turmuhrenwerk, Einblicke in die Türmerstube und in das Leben des historischen Türmers. Geöffnet: So. um 11 Uhr.

10 Alte Darre (Kulturzentrum, Kunst und Ausstellungen), Elisabethastraße 29, 97631 Bad Königshofen. Das Gebäude der alten Darre ist ein Überbleibsel des einstigen Brauhauses, es entstand um 1600 unter Fürstbischof Julius Echter. Von 2008 bis 2010 wurde das Gebäude zum Kulturarsenal und zum Ort der Städtepartnerschaft umgebaut und im Frühjahr 2011 wiedereröffnet.

Parks[Bearbeiten]

11 Kurpark (mit Wandelhalle). An der Stelle des Kurparks befand sich die Kapuzinerklosterkirche, sie wurde im Jahre 1665 mit dem Kloster erbaut. Die Klosteranlagen wurden 1971 abgerissen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

1 Frankentherme, Am Kurzentrum 1, 97631 Bad Königshofen. Tel.: (0)9761 9120 - 0. seit 2006 mit dem ersten Heilwassersee in Deutschland. 2 Märchenwald Sambachshof, Sambachshof 1, 97631 Sambachshof (in Sambachshof bei Bad Königshofen). Tel.: +49 (0)9761 2614. In idyllischer Lage, im Wandergebiet der Kurstadt Bad Königshofen und abseits des großen Autoverkehrs, erfreuen sich jung und alt über die beliebtesten Märchen der Gebrüder Grimm. Im umgebenden Stadtwald Sambachshof gibt es außerdem einen Waldlehrpfad, Wildgehege und Gasthaus. Geöffnet: täglich von 09 - 18 Uhr.

Siehe auch den Themenartikel Wintersport in der Rhön

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Zur Osterzeit kann das 100 Jahre verschollenen Heilige Grab täglich zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr in der Kirche St. Wendelin besichtigt werden
  • Türmerblasen: Blasmusik von der Balustrade des 63 Meter hohen Turms der Stadtpfarrkirche, im Sommer jeden Sonntag um 11 Uhr und auch zu den kirchlichen Hochfesten.
Die Türmer spielen nach der Türmerordnung aus dem Jahre 1895 zur Jahreszeit passende Lieder. Die Türmergilde besteht aus rund zwei Dutzend Musikerinnen und Musikern aus Bad Königshofen und seinen Stadtteilen, gespielt wird meist solo, aber auch in der Gruppe.
  • Nordbayerischer Kunsthandwerkermarkt, frei von Massenproduktionen und mit kulturellem Rahmenprogramm, findet alljährlich an einem Wochenende im September auf dem Marktplatz statt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Bad Königshofen hat eine Auswahl an Fachgeschäften in der Innenstadt, Supermärkte sind mehrfach in den Gewerbegebieten (Industriestraße, Gewerbegebiet am Hohen Markstein) vertreten.

Küche[Bearbeiten]

am Marktplatz
  • 1 Biergarten-Hotel Ebner, Zeughausstraße, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 91190, E-Mail: .
  • 2 Bistro Kapuziner, Rathausstr. 5, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 5559.
  • 3 Fränkischer Hof, Marktplatz 33, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 2621.
  • 4 Café Mozart, Marktplatz 16, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 395968.
  • 5 Kurzentrum Café Restaurant, Am Kurzentrum 1, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 398362.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Hotel Ebner * * * (mediterrane Badelandschaft, Garten und Biergarten, Lift im Haus), Schottstraße 36, 97631 Bad Königshofen im Grabfeld (am Kurpark). Tel.: +49 (0)9761 9119-0, Fax: (0)9761 9119333.
  • 2 Hotel Schlundhaus * * * (Restaurant, Im historischen Schlundhaus mit Ursprüngen des Gebäudes bis in das Jahr 750), Marktplatz 25, 97631 Bad Königshofen im Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 1562.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • 1 Apotheke am Markt, Marktplatz 21, 97631 Bad Königshofen im Grabfeld. Tel.: +49 (0)9761 9123-0.
Kurzinfos
Fläche69,52km²
Telefonvorwahlen09761
Postleitzahl97631
KennzeichenNES
AltlandkreisKÖN
ZeitzoneUTC+1
Notruf112 / 110

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 4 Touristinformation (Kurverwaltung), Am Kurzentrum 1, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld (in der FrankenTherme). Tel.: +49 (0)9761 9120-0. Geöffnet: Öffnungszeiten: Mo – Fr 8.00 – 19.00 Uhr; Sa, So + Feiertags 10.00 – 17.00 Uhr.
  • Die Gästekarte Bad Königshofen gilt auch für die Nachbarbäder Bad Kissingen, Bad Bocklet, Bad Neustadt und Bad Brückenau (Bäderland Bayerische Rhön). Kostenfrei in Bad Königshofen und den anderen Bädern nutzbar sind u. a. die Kurkonzerte, Trinkkuren, verschiedene geführte Wanderungen, verschiedene Linienbusse und der Bäderlandbus. Für zahlreiche Kulturveranstaltungen gibt es Ermäßigungen.
  • Kurtaxe pro Person und Tag 2,10 € (vom Freistaat Bayern festgelegter öffentlich-rechtlicher Beitrag, Stand 2012).
  • 5 Filiale Deutsche Post, Marktplatz 16, 97631 Bad Königshofen im Grabfeld.
  • 6 Filiale Deutsche Post, Hindenburgstr. 26, 97631 Bad Königshofen im Grabfeld.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Nach Mainfranken zu Frankenwein und fränkischer Küche.

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Sagenschatz des Frankenlandes, und "Die Sagen des Rhöngebirges und des Grabfeldes", herausgegeben von Ludwig Bechstein, Voigt und Nocker, Würzburg (1842), Reprint im September 1979 durch Rainer Hartmann, Sondheim v.d.Rhön ---im Antiquariat.
  • Die Kunstdenkmäler von Bayern, III, Bezirksamt Königshofen; Verlag R. Oldenbourg, München 1915; Nachdruck München 1983, ISBN 3-486-50467-3;

Weblinks[Bearbeiten]

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