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Łódź

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Łódź
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Łódź (gesprochen: Wudsch; deutsch: Lodz oder Lodsch) ist eine Stadt in Polen in der gleichnamigen Woiwodschaft. Łódź entwickelte sich im 19. Jahrhundert von einer Kleinstadt mit unter 1000 Einwohnern zu einer Millionenstadt, die vom Industriezeitalter, Historismus und Jugendstil (Secession) geprägt ist. Łódź ist außerdem das Zentrum des polnischen Films, daher der Spitzname HollyŁódź. Das touristische Zentrum liegt an der Piotrkowska-Straße.

Stadtteile[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der polnische Name Łódź wird Wudsch ausgesprochen (mit einem ‚w‘ wie im englischen window) und bedeutet übersetzt „Boot“. Auf Deutsch heißt die Stadt Lodz oder Lodsch (beides gleich ausgesprochen). Die angestammte Schreibweise, auch unter der deutschsprachigen Bevölkerung, war stets Lodz, hingegen kam Lodsch erst in den 1930er-Jahren in größeren Gebrauch und wurde 1939 offiziell. Auf jeden Fall vermeiden sollte man den pseudo-deutschen Namen Litzmannstadt. Anders als Warschau, Krakau, Breslau, Posen, die seit Jahrhunderten im Gebrauch und daher politisch unverdächtig sind, wurde Litzmannstadt ausschließlich während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg 1940–45 verwendet. Damit sollte Karl Litzmann, General im Ersten Weltkrieg und später NSDAP-Politiker, geehrt werden. Dieser Name ist also eindeutig dem Nazisprachgebrauch zuzuordnen und weckt Assoziationen von Krieg, Ghetto und Holocaust.

Die erste urkundliche Erwähnung von Łódź stammt aus dem Jahr 1332. Schon 1423 bekam der Ort das Stadtrecht verliehen. Bis ins 18. Jahrhundert blieb er aber eine unbedeutende Kleinstadt. Mit der zweiten polnischen Teilung kam Łódź 1793 zu Preußen, in der napoleonischen Zeit gehörte es zum Herzogtum Warschau, nach dem Wiener Kongress 1815 zu Kongresspolen, d. h. dem von Russland beherrschten Teil Polens.

In der Zeit der Industrialisierung entwickelte sich Łódź zu einem Zentrum der Textilindustrie – genannt das Manchester Polens – und erlebte ein rapides Bevölkerungswachstum. Hatte der Ort 1806 nur 767 Einwohner, waren es 1830 bereits über 4.000, im Jahr 1850 über 15.000, 1880 mehr als 77.000 und bei der Volkszählung 1897 war Łódź mit 315.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt im Russischen Reich. Unter den Zugezogenen waren zunächst viele Deutsche (1839: 78 % der Bevölkerung), deren Anteil sank jedoch später (1897: 40 %; 1913: 15 %), stattdessen stieg der Anteil der Juden (1897: 31 %) und der Polen (1913: 50 %). Prächtige Geschäftshäuser und Fabrikantenvillen dokumentierten den Reichtum der Industrie der Stadt, zugleich gab es aber große Armut und Elend in der Masse der Arbeiterschaft: Łódź bekam erst sehr spät eine Kanalisation, die Kinder- und Säuglingssterblichkeit lag zeitweise bei 70 % und noch um 1900 waren 80 % der Bevölkerung Analphabeten. Der Roman „Das gelobte Land“ des polnischen Literatur-Nobelpreisträgers Władysław Reymont von 1897/98 ist ein Zeugnis dieser Zeit.

Im unabhängigen Polen (1918–1939) war Łódź eine der größten Städte, industrielles und kulturelles Zentrum. Bildung und Gesundheitsversorung wurden deutlich verbessert. Im Zweiten Weltkrieges war die Stadt von Nazideutschland besetzt. Die große Bevölkerungsgruppe der Łódźer Juden wurde im „Ghetto Litzmannstadt“ eingesperrt, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten. Wer nicht schon an den erbärmlichen Lebensbedingungen starb, wurde von hier aus weiter in Vernichtungslager deportiert. Die Kriegszerstörung in Łódź war weit geringer als in den meisten anderen polnischen oder deutschen Städten. Da Warschau hingegen fast vollständig zerstört war, diente Łódź bis 1948 als Regierungssitz Polens. Es wurde sogar erwogen, die Hauptstadt dauerhaft hierher zu verlegen, dann entschied man sich aber für den Wiederaufbau von Warschau.

Łódź ist seit 1948 Sitz der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater. Sie ist eine der bedeutendsten Filmhochschulen der Welt. Hier studierten beispielsweise die Regisseure Andrzej Wajda und Roman Polanski. Die Łódźer Industrie spielte weiterhin eine wichtige Rolle, die Anlagen wurden jedoch kaum modernisiert. Die Bevölkerungszahl stieg weiter an, für die neuen Bewohner wurden großflächige Plattenbausiedlungen errichtet. 1971 kam es in Łódź zum ersten erfolgreichen Streik in der Geschichte der Volksrepublik Polen, 1981 zu Hungerprotesten. Die Einwohnerzahl erreichte 1988 mit knapp 855.000 ihren Höhepunkt.

Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft brach die Textilindustrie zusammen und die Stadt erlebte einen schweren wirtschaftlichen Niedergang und Massenarbeitslosigkeit. Die Bevölkerungszahl sank 2016 unter 700.000. Seit der Jahrtausendwende nimmt die Stadt jedoch wieder eine spannende Entwicklung. Viele brachliegende Fabrikgelände wurden zu Lofts, Veranstaltungsorten, Museen und Einkaufszentren umfunktioniert. In der steuerbefreiten Sonderwirtschaftszone Łódź siedelten sich große Unternehmen wie Dell, BSH (Bosch und Siemens Hausgeräte), Indesit, Gillette Poland International, Philips, Rossmann, ABB und Ceramika Tubądzin an.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Łódź

Łódź ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Zentralpolen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der 1 Flughafen Łódź-Lublinek „Władysław Reymont“ Flughafen Łódź-Lublinek „Władysław Reymont“ in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Łódź-Lublinek „Władysław Reymont“ im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Łódź-Lublinek „Władysław Reymont“ (Q764554) in der Datenbank Wikidata hat mit 250.000 Passagieren pro Jahr eher untergeordnete Bedeutung. Mo-Fr gibt es eine Direktverbindung mit Lufthansa von/nach München. Ansonsten ist noch Ryanair vertreten, die Verbindungen mit den Britischen Inseln (London-Stansted, Dublin, East Midlands) anbietet (Stand Winter 2018/19). Der Flughafen befindet sich etwa 6 Kilometer südwestlich der Innenstadt.

Die nächsten größeren Flughäfen sind Warschau „Chopin“ (WAW, zahlreiche Fluggesellschaften und internationale Ziele, 140 km entfernt) und Warschau-Modlin (WMI, nur Ryanair; 145 km).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Trotz seiner zentralen Lage erreicht man Łódź aus dem deutschsprachigen Raum relativ umständlich, da der Eurocity BerlinWarschau an der Stadt vorbeifährt. Von Berlin aus erreicht man Łódź mit Umstieg in Kutno in 6½ bis 7 Stunden. Von Wien kommt man mit Umstieg in Warschau oder Katowice (und ggf. weiteren Bahnhöfen) in 8–9 Stunden nach Łódź. Es gibt auch eine Über-Nacht-Verbindung mit dem Euronight und Umstieg in Krakau.

Innerhalb Polens fahren ungefähr stündlich Intercitys von Warschau nach Łódź, die Fahrt dauert etwa 1:20 Std. Aus Krakau kommt man viermal täglich umsteigefrei mit dem IC in 2½ bis 2:45 Stunden nach Łódź. Aus Katowice fährt dreimal am Tag ein IC (2:45 Std.) sowie einmal ein TLK (entspricht Interregio, gut 3 Std.) nach Łódź, jeweils mit Halt in Częstochowa (knapp 1½ Std.), weitere Verbindungen mit Umstieg in Koluszki oder Włoszczowa Północ.

Aus Posen kommt man viermal pro Tag mit dem IC direkt nach Łódź (3½ Std.), ansonsten muss man in Kutno oder Ostrów umsteigen. Von Breslau gibt es viermal pro Tag eine direkte IC-Verbindung (3:40 Std.), sonst mit Umstieg in Koluszki. Aus Danzig fährt viermal pro Tag ein IC (5:10 Std.) sowie zweimal ein TLK (5½ Std.), die Route führt jeweils durch Bydgoszcz (3:15–3½ Std.) und Toruń (2:40 Std).

  • 2 Bahnhof Łódź-Fabryczna (im Osten der Innenstadt). Bahnhof Łódź-Fabryczna in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Łódź-Fabryczna im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Łódź-Fabryczna (Q801687) in der Datenbank Wikidata. Hauptbahnhof der Stadt. Der historische Kopfbahnhof wurde 2011–16 vollkommen umgebaut und modernisiert und hat jetzt unterirdische Durchgangsgleise.
  • 3 Bahnhof Łódź-Widzew (am östlichen Stadtrand, 7 km vom Stadtzentrum). Bahnhof Łódź-Widzew in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Łódź-Widzew im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Łódź-Widzew (Q1940317) in der Datenbank Wikidata. Intercity Warschau–Łódź–Breslau und Danzig–Łódź–Katowice/Krakau, Regionalzüge aus Koluszki
  • 4 Bahnhof Łódź-Kaliska (2 km westlich des Stadtzentrums). Bahnhof Łódź-Kaliska in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Łódź-Kaliska im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Łódź-Kaliska (Q2025255) in der Datenbank Wikidata. Regionalzüge aus Kutno, Pabianice

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der IC-Bus der Deutschen Bahn fährt direkt von Berlin Hbf, Südkreuz und Flughafen Schönefeld nach Łódź (Bahnhof Kaliska). Die Fahrt geht über Nacht und dauert 6½ Stunden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die A2 verbindet Łódź mit Posen und Frankfurt (Oder), sie bildet die Verlängerung der deutschen A12 von Berlin. In östlicher Richtung führt sie weiter nach Warschau. Von Berlin sind es etwa 480 km, für die man eine reine Fahrtzeit von fünf Stunden braucht.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Obwohl Łódź auf Polnisch Boot heißt, gibt es in der Stadt keinen schiffbaren Fluss.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Stanislaus-Kostka-Kathedrale
  • 1 Stanislaus-Kostka-Kathedrale (Bazylika archikatedralna św. Stanisława Kostki), ul. Piotrkowska 265 (Tram "Piotrkowska/Plac Katedralny"). Stanislaus-Kostka-Kathedrale in der Enzyklopädie Wikipedia Stanislaus-Kostka-Kathedrale im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStanislaus-Kostka-Kathedrale (Q1140861) in der Datenbank Wikidata. Kathedrale des katholischen Erzbistums Lodz, 1900–1911 im neogotischen Stil erbaut. Der 104 Meter hohe Turm wurde 1927 fertiggestellt und ist der vierthöchste Kirchturm in Polen.
  • 2 Alexander-Newski-Kathedrale (Sobór św. Aleksandra Newskiego), ul. Jana Kilińskiego 56 (Ecke Narutowicza; Tram "Narutowicza/Kilińskiego"). Alexander-Newski-Kathedrale in der Enzyklopädie Wikipedia Alexander-Newski-Kathedrale im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAlexander-Newski-Kathedrale (Q770458) in der Datenbank Wikidata. Orthodoxe Kathedrale im neobyzantinischen Stil, erbaut 1880-84 nach einem Befehl des Zaren Alexander II., der eine „Russifizierung“ Polens plante. Sie ist heute Bischofskirche der Diözese Łódź-Poznań der Polnisch-Orthodoxen Kirche.

Paläste[Bearbeiten]

Palais Izrael Poznański
  • 3 Palais Izrael Poznański (Pałac Izraela Poznańskiego), ul. Ogrodowa 15 (Ecke Zachodnia). Palais Izrael Poznański in der Enzyklopädie Wikipedia Palais Izrael Poznański im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalais Izrael Poznański (Q4578195) in der Datenbank Wikidata. Äußerst prächtiger Palast des Textilfabrikanten und Multimillionärs Izrael Poznański. Er wurde 1888–1903 in einem Mix aus Neorenaissance und -barock erbaut und trägt den Beinamen „Louvre von Lodz“.

Bauwerke[Bearbeiten]

Weiße Fabrik
  • Ehemalige 4 Textilfabrik Poznanski (Fabryka Izraela Poznańskiego w Łodzi). Textilfabrik Poznanski in der Enzyklopädie Wikipedia Textilfabrik Poznanski im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTextilfabrik Poznanski (Q9257569) in der Datenbank Wikidata. Auf einer Fläche von 38 Fußballfeldern verfügte die Fabrik des „Baumwollkönigs“ Izrael Poznański über Webereien, Spinnereien, Färbereien und Bleichen, ein eigenes Kraftwerk und eine Feuerwache. Sie entstand zwischen 1872 und 1892. In der sozialistischen Ära produzierte hier der volkseigene Betrieb Poltex. Dieser wurde 1992 geschlossen und das Gelände lag brach. Es entstand die Idee, den denkmalgeschützten Komplex umzunutzen und die Fabrik wurde 2002–06 zum Einkaufszentrum Manufaktura, einem Kino, zwei Museen sowie den Nobelhotel Vienna House Andel’s umgebaut.
  • 5 Weiße Fabrik (Biała Fabryka Ludwika Geyera, Fabrik Ludwig Geyer), ul. Piotrkowska 282, ul. Piotrkowska 282, Łódź (Ecke Milionowa; Tram "Piotrkowska/Czerwona"). Weiße Fabrik in der Enzyklopädie Wikipedia Weiße Fabrik im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWeiße Fabrik (Q4574844) in der Datenbank Wikidata. 1835–37 erbaute Textilfabrik des aus Berlin stammenden Unternehmers Ludwig Geyer. Sie ist im klassizistischen Stil gehalten und zeichnet sich durch ihre weiß gestrichene Fassade aus. Hier stand die erste mechanische Baumwollspinnerei und -weberei von Łódź, die von der ersten Dampfmaschine der Stadt angetrieben wurde. Heute beherbergt sie das Zentrale Textilmuseum.
  • 6 Villa Edward Herbst (Willa Edwarda Herbsta, Muzeum Pałac Herbsta), ul. Przędzalniana 72, ul. Przędzalniana 72, Łódź (Ecke Tymienieckiego; Bus 55 "Przędzalniana/Tymienieckiego "). Villa Edward Herbst in der Enzyklopädie Wikipedia Villa Edward Herbst im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsVilla Edward Herbst (Q4993998) in der Datenbank Wikidata. 1875–1877 erbaute Neorenaissance-Villa, entworfen vom Architekten Hilary Majewski für den Textilfabrikanten Edward Herbst. Sie beherbergt heute ein Kunstmuseum.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • 7 Tadeusz-Kościuszko-Denkmal (Pomnik Tadeusza Kościuszki), Plac Wolności. Tadeusz-Kościuszko-Denkmal in der Enzyklopädie Wikipedia Tadeusz-Kościuszko-Denkmal im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTadeusz-Kościuszko-Denkmal (Q4573440) in der Datenbank Wikidata. Denkmal für den polnischen Nationalhelden, in der Mitte des zentralen Freiheitsplatzes, am nördlichen Ende der Piotrkowska-Straße. Es ist mit Sockel 17 Meter hoch und wurde 1930 eingeweiht. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde es 1939 zerstört, aber 1960 wiedererrichtet.

Museen[Bearbeiten]

Im Muzeum Sztuki
  • 8 Muzeum Sztuki w Łodzi (MSL; Kunstmuseum Lodz), ul. Więckowskiego 36 (Ecke Gdańska; Bus "Więckowskiego/Gdańska"). Muzeum Sztuki w Łodzi in der Enzyklopädie Wikipedia Muzeum Sztuki w Łodzi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuzeum Sztuki w Łodzi (Q1141934) in der Datenbank Wikidata Muzeum Sztuki w Łodzi auf Instagram Muzeum Sztuki w Łodzi auf Twitter. Traditionsreiches Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (seit 1931). Bedeutende Sammlung von Werken der polnischen Künstlergruppe a.r. um Władysław Strzemiński und Katarzyna Kobro. Das Museum verfügt auch über Ausstellungsräume in der ehemaligen Poznanski-Fabrik (Manufaktura-Gelände, ul. Ogrodowa 19), genannt MS2.
  • 9 Centralne Muzeum Włókiennictwa (Zentrales Textilmuseum), ul. Piotrkowska 282 (Ecke Milionowa; Tram "Piotrkowska/Czerwona"). Centralne Muzeum Włókiennictwa in der Enzyklopädie Wikipedia Centralne Muzeum Włókiennictwa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCentralne Muzeum Włókiennictwa (Q5061472) in der Datenbank Wikidata.
  • 10 Museum der Kinematographie (Muzeum Kinematografii, Kinomuzeum), pl. Zwycięstwa 1 (Tram "Piłsudskiego/Targowa"). Museum der Kinematographie in der Enzyklopädie Wikipedia Museum der Kinematographie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuseum der Kinematographie (Q1954551) in der Datenbank Wikidata. Sammlungen von Filmen, Werbeplakaten, Elementen der Szenografie, technischen Geräten (alte Projektoren, Kameras), sowie Dokumentation zur Geschichte der polnischen Kinematographie. Das Museum besitzt auch ein originales und funktionstüchtiges Fotoplastikon.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Ulica Piotrkowska
  • 11 Ulica Piotrkowska (Petrikauer Straße). Ulica Piotrkowska in der Enzyklopädie Wikipedia Ulica Piotrkowska im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUlica Piotrkowska (Q1095484) in der Datenbank Wikidata. Zentrale Geschäfts- und Prachtstraße der Neustadt. Sie ist gesäumt von zahlreichen repräsentativen Bauten im Gründerzeit- und Jugendstil. Gegen Ende der kommunistischen Ära war sie in einem traurigen Zustand. Seit den 1990er-Jahren wurden aber die meisten Baudenkmäler restauriert und die Piotrkowska zur Fußgängerzone erklärt, wodurch sie sich zum schönsten und bekanntesten Aushängeschild der Stadt entwickelte. Insgesamt ist die Straße über 4 Kilometer lang; besonders interessant zum Promenieren und Schaufensterbummeln ist aber der 2 km lange Abschnitt nördlich der aleja Adama Mickiewicza bis zum Plac Wolności.
  • 12 Plac Wolności (Freiheitsplatz, Rynek Nowego Miasta). Plac Wolności in der Enzyklopädie Wikipedia Plac Wolności im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPlac Wolności (Q4575342) in der Datenbank Wikidata. Zentraler Platz der im 19. Jahrhundert entstandenen Neustadt, am nördlichen Ende der Piotrkowska-Straße. An der Südseite des Platzes stehen das klassizistische Rathaus und die Pfingstkirche. In der Mitte des Platzes befindet sich das 1930 eingeweihte Denkmal für den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszki. Auf der Nordseite ist nur wenig von der historischen Bebauung erhalten, der Rest wurde durch Plattenbauten aus sozialistischer Zeit ersetzt.
  • 13 Stary Rynek (Alter Markt). Stary Rynek in der Enzyklopädie Wikipedia Stary Rynek im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStary Rynek (Q9344350) in der Datenbank Wikidata. An dieser Stelle befand sich der ursprüngliche Ortskern des alten Łódź (Stare Miasto). Bis ins 19. Jahrhundert war er von Holzhäusern gesäumt, auch das Rathaus war ein Holzbau. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Holzgebäude durch Backsteinhäuser im klassizistischen Stil ersetzt. Seinerzeit lebten rund um den Alten Markt fast ausschließlich Juden. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg gehörte das Viertel zum Ghetto Litzmannstadt. Im Zuge der Auflösung des Ghettos und Deportation der ansässigen Juden wurden die Gebäude um den Alten Markt zum Teil zerstört. Der Abriss wurde nach 1945 in der Volksrepublik Polen planmäßig fortgesetzt, um den Platz völlig neu gestalten zu können. Er ist nun von dreigeschossigen Gebäuden im Stil des sozialistischen Klassizismus aus den 1950er-Jahren gesäumt. Im Süden schließt sich der Park Staromiejski (Altstädter Park) an.

Parks[Bearbeiten]

Auf dem jüdischen Friedhof
  • 14 Alter Friedhof (Stary Cmentarz, Cmentarz Stary przy ul. Ogrodowej), ul. Ogrodowa 43 (Tram 7 "Srebrzyńska/Cmentarz Ogrodowa" oder "Cmentarna/Cmentarz Ogrodowa"). Alter Friedhof in der Enzyklopädie Wikipedia Alter Friedhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAlter Friedhof (Q4574095) in der Datenbank Wikidata. Der Alte Friedhof wurde 1855 angelegt. Seine Fläche von 21 Hektar ist in eine katholische, eine evangelische und eine orthodoxe Abteilung gegliedert. Hier sind einige der bedeutendsten Persönlichkeiten der Lodzer Geschichte beigesetzt, die zum Teil über aufwändig gestaltete Mausoleen oder Familienkapellen verfügen, so z. B. die Grabkapelle des Industriellen Karl Scheibler und das Grabdenkmal der Unternehmertochter Sophie Biedermann (beide evang.) oder das Mausoleum des Fabrikanten Julius Heinzel (kath.). Desweiteren findet man im evangelischen Teil das Grab des amerikanischen Schauspielers Ira Aldridge, im katholischen Teil die Gräber der Schauspieler Wojciech Frykowski und Leon Niemczyk sowie des Malers Władysław Strzemiński.
  • 15 Neuer Jüdischer Friedhof (Nowy cmentarz żydowski), ul. Bracka 40 (Bus "Sporna/Bracka"). Neuer Jüdischer Friedhof in der Enzyklopädie Wikipedia Neuer Jüdischer Friedhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeuer Jüdischer Friedhof (Q115094) in der Datenbank Wikidata. Er wurde 1892 angelegt, umfasst eine Fläche von 40 Hektar und 65.000 Grabmäler mit 180.000 Grabstätten. Damit ist er der größte erhaltene jüdische Friedhof Europas. Einige Grabplatten sind ungewöhnlich mit Jugendstil-Elementen gestaltet. Hervorzuheben ist auch das Mausoleum des Fabrikanten Izrael Poznański, das aufgrund seiner Größe das „letzte Palais Poznanskis“ genannt wird. Auf dem Friedhof sind auch etwa 43.000 Opfer des Ghettos Litzmannstadt beerdigt. Ein Denkmal in Form eines Obelisken und einer gebrochenen Eiche erinnert an die Opfer des Lodzer Ghettos und der Vernichtungslager.
  • 16 Zoo (Zoo w Łodzi), ul. Konstantynowska 8/10 (Tram "Konstantynowska/ZOO"). Zoo in der Enzyklopädie Wikipedia Zoo im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZoo (Q4574102) in der Datenbank Wikidata. Mit 667 verschiedenen Arten. Der Zoo Łódź ist der einzige in Polen, in dem der seltene Asiatische Löwe zu sehen ist. Moderne Volieren für Eulen- und Raubvögel. Spezieller Pavillon für Schmetterlinge. Ein "Orientarium" soll ab 2019 den Lebensraum Südostasien demonstrieren, mit Orang-Utans, Languren, Nebelpardern und Haien.
  • 17 Park Źródliska (Quellenpark), zwischen ul. Piłsudskiego, Targowa, Fabryczna und Przędzalniana (Tram "Piłsudskiego/Targowa" oder "Piłsudskiego - Przędzalniana"). Park Źródliska in der Enzyklopädie Wikipedia Park Źródliska im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPark Źródliska (Q4574091) in der Datenbank Wikidata. 17 Hektar großer, gepflegter öffentlicher Park in Gestalt eines Landschaftsgartens südöstlich des Stadtzentrums (Stadtteil Księży Młyn). Er wurde 1840 angelegt. Zum Baumbestand gehören Erlen, Stieleichen, Linden, Fichten, Pappeln und Ginkgo. In einem Teil des Parks befindet sich die ehemalige Fabrik und das Neorenaissance-Palais von Karl Scheibler, letzteres dient heute als Filmmuseum. In einem anderen Teil des Parks findet man das Palmenhaus.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Ehemalige Baumwollspinnerei Scheibler in Księży Młyn, heute als Lofts genutzt.
  • 18 Księży Młyn (Pfaffendorf), zwischen Al. Piłsudskiego, ul. Tymienieckiego, Kilińskiego und Przędzalniana, Tymienieckiego, Księży Młyn, Przędzalniana, Targowa. Księży Młyn in der Enzyklopädie Wikipedia Księży Młyn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKsięży Młyn (Q684754) in der Datenbank Wikidata. Südöstlich des Stadtzentrums gelegener Stadtteil und eines der größten zusammenhängenden Industriedenkmäler Europas. Die Siedlung um eine historische Mühle am Fluss Jasień entwickelte sich ab den 1820er-Jahren zum Industriegebiet und im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunders zu einer quasi autonomen Industriestadt mit Fabrikgaswerk, Bahnhof, Arbeiterwohnhäusern und Schule. Später kamen ein Krankenhaus, Grünanlagen, ein Lesesaal, Tanzsaal sowie ein Blasorchester für die Arbeiter hinzu. Der staatliche Baumwollbetrieb Uniontex geriet in der Wendezeit in die Krise. Mit der Filmhochschule, Museen und Parks hat der Stadtteil aber ein neues Image als Kulturzentrum bekommen. Einige ehemalige Fabrikgebäude werden heute als Lofts bewohnt. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 19 Montwiłł-Mirecki-Siedlung (Osiedle Montwiłła-Mireckiego), aleja Unii Lubelskiej, ul. Srebrzyńska, ul. Perla, Srebrzyńska, Perla, Daniłowskiego, Unii Lubelskiej (Bus "Srebrzyńska/Unii Lubelskiej" oder "Unii Lubelskiej/Praussa"). Montwiłł-Mirecki-Siedlung in der Enzyklopädie Wikipedia Montwiłł-Mirecki-Siedlung im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMontwiłł-Mirecki-Siedlung (Q11800349) in der Datenbank Wikidata. Modernistische Siedlung im Westen der Stadt, erbaut 1928–31 im Stil der Neuen Sachlichkeit, vergleichbar mit dem deutschen Bauhaus. Die Siedlung sollte eine Alternative zu den oft prekären Wohnverhältnissen in der Stadt bieten und bot mit Elektrizität, fließend warmem Wasser und Abwasserbeseitigung damals ungewöhnlich hohen Komfort. Arbeiter, für die die Siedlung eigentlich konzipiert war, konnten sich die Mieten aber kaum leisten; stattdessen zogen vor allem Intellektuelle, Ärzte, Beamte, PPS-Funktionäre, aber auch Künstler wie Władysław Strzemiński und Katarzyna Kobro ein. Im Jahr 1939 hatte die Siedlung fast 5000 Einwohner, heute sind es noch rund 2000. Typ ist Gruppenbezeichnung

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sportfreunde finden in Łódź mit Widzew (Stadion Widzewa, al. Piłsudskiego 138) und ŁKS (Stadion ŁKS-u, Aleja Unii Lubelskiej 2) zwei große Fußballklubs mit stimmungsvollen Fankurven. Beide Stadien versprühen nostalgischen Charme, bei ŁKS wurde die baufällige Haupttribüne gesperrt. Für den Kartenkauf ist eine Fankarte (Karta Kibica) nötig, die ein paar Złoty kostet und vor dem Spiel ausgestellt werden kann. Wegen der umständlichen Formulare sind lange Wartezeiten zu erwarten, insbesondere bei Spielen zu Saisonbeginn.

Einkaufen[Bearbeiten]

Einkaufszentrum Manufaktura
  • 1 Ulica Piotrkowska Typ ist Gruppenbezeichnung – Zentrale Flaniermeile der Stadt, gesäumt von prächtigen Geschäftshäusern aus dem 19. Jahrhundert und Jugendstil. Es sind zahlreiche internationale Ketten vertreten, aber auch einige individuelle Läden. Hinzu kommen unzählige Restaurants, Cafés, Imbisse, Bars und Clubs.
  • 2 Manufaktura, ul. Drewnowska 58 (Tram "Zachodnia/Manufaktura" oder Bus 78 "Drewnowska/Zachodnia" oder Bus 87A, 87B "Ogrodowa/Gdańska"). Manufaktura in der Enzyklopädie Wikipedia Manufaktura im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsManufaktura (Q26658) in der Datenbank Wikidata. Das Gelände der ehemaligen Textilfabrik von Izrael Poznański wurde in den 2000er-Jahren zu einem großen Einkaufs- und Freizeitzentrum umfunktioniert. Zahlreiche Geschäfte und Restaurants, Bowlingbahn, Kino mit 14 Sälen und 3-D-Kino.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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