Zuoz

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Zuoz
Einwohnerzahl1.186 (2018)
Höhe1716 m
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Zuoz ist eine schweizerische Gemeinde im Oberengadin im Kanton Graubünden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Zuoz war früher der Hauptort des Oberengadin. Diese Vergangenheit ist immer noch an den vielen gut erhaltenen Gebäuden aus dem 16. und 17. Jahrhundert abzulesen. Zuoz war Sitz der mächtigen Familie Planta, ihr Wappenzeichen, die Bärentatze, ist allgegenwärtig (Planta = Bärentatze).

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1137/39 erwarb der Churer Bischof Konrad I. vom Grafen von Gamertingen-Achalm in zwei Kaufbriefen das Oberengadin, dem Bistum gehörte damals bereits der Hof Dorta in Zuoz. Nun begann eine über vierhundert Jahre dauernde Herrschaft das Bischofs über das Oberengadin, er übte auch die hohe Gerichtsbarkeit aus.

Im Jahre 1367 kam in Zernez der Gotteshausbund gegen die vom Tirol aus nach der Vormacht auch im Unterengadin strebenden Österreicher zustande. Im Jahre 1462 gab sich das Oberengadin mit dem Fünf-Siegel-Brief eine erste Verfassung, der Ort behielt die Gerichtsbarkeit. In den Schwabenkriegen 1499 zogen Eidgenossen und Bündner gegen das Heer der Kaisers Maximilian I, er drängte die Bündner zurück - in Zuoz zündete die Bevölkerung die eigenen Häuser an und floh in die Berge um dem kaiserlichen Heer die Versorgung mit Nahrung zu entziehen, so dass sich dieses zurückziehen musste.

1526 wurde das Oberengadin mit dem Gotteshausbund Teil der Drei Bünde, des heutigen Graubünden; 1552 wurde durch den den Zuozer Humanisten, Truppenführer und Statthalter Gian Travers die Reformation eingeführt. Im 17.-19. Jhdt. war ein Grossteil der handwerklich tätigen Bevölkerung zur Auswanderung zur Arbeitssuche vor allem in die italienischen Nachbartäler gezwungen, bekannt waren dort die Engadiner Zuckerbäcker.

In der Mitte des 19. Jhdt. ergab sich mit dem Aufkommen des Tourismus eine neue Einkommens- und Entwicklungsmöglichkeit und der Ort nahm an Einwohnerzahl und Bedeutung zu.

Anreise[Bearbeiten]

Bahnhof Zuoz

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die meisten Gäste reisen über den internationalen Flughafen Zürich Website dieser Einrichtung Flughafen Zürich in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Zürich im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Zürich (Q15114) in der Datenbank Wikidata (IATA: ZRH) an, auf dem 1 Flugplatz Samedan (Engadin Airport) wird nur Privatflugverkehr abgewickelt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Zur Anreise mit dem öffentlichen Verkehr nimmt man von Zürich her kommend die SBB-Verbindung bis Landquart und steigt dann auf die rote Schmalspurbahn der Rhätischen Bahn nach St. Moritz um. Üblicherweise fährt man über die Albulalinie und erreicht nach dem Befahren des Albulatunnels Bever weiter nach Osten bis Zuoz.

Die Bahnverbindung durchs Prättigau und durch den Vereinatunnel ist wintersicher ausgebaut, der Vereinatunnel erreicht bei Sagliains das Unterengadin, man nimmt den Zug in Richtung St. Moritz bis nach Zuoz.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Zürich oder St. Margarethen im Rheintal herkommend gelangt man auf der Autobahn A13 ins Bündnerland.

Nach Samedan gelangt man am besten über den Julierpass: man bleibt auf der Autobahn A13 über Chur bis Reichenau und verlässt die Schnellstrasse in Thusis, über Tiefencastel und den Julierpass erreicht man Silvaplana. Auf der Hauptstrasse H27 fährt man über St. Moritz und Samedan weiter bis Zuoz.

Einer Alternative, die vor allem bei Wintersperrung des Julierpasses zum Zug kommt, ist der Weg über das Prättigau und den Autoverlad durch den Vereinatunnel. Man verlässt die Autobahn A13 bei Landquart und nimmt die H28 in Richtung Davos. Bei winterlichen Verhältnissen benutzt man den Autoverlad ab Klosters durch den Vereinatunnel und gelangt bei Sagliains - Susch ins Engadin. Auf der Hauptstrasse H27 geht es dann in Richtung St. Moritz bis Zuoz erreicht ist.

Die Route über den Flüelapass über Davos nach Susch ist im Winter in der Regel mit einer Wintersperre belegt.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Reformierte Kirche St.Luzi
Kapelle San Bastiaun
Baselgia Sta Chatrina
Chesa Planta

Zuoz gilt als eines der schönsten Engadiner Dörfer, sind doch viele alte Häuser mit ihrem Charakter erhalten geblieben.

  • Die 1 Reformierte Kirche St. Luzi Reformierte Kirche St. Luzi in der Enzyklopädie Wikipedia Reformierte Kirche St. Luzi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsReformierte Kirche St. Luzi (Q2137146) in der Datenbank Wikidata wurde erstmals im 12. Jhdt. urkundlich erwähnt, im Jahre 1507 wurde das Gotteshaus im spätgotischen Stil umgebaut. Sehenswert sind die Buntglasfenster, die u. a. von Augusto Giacometti und Gian Casty stammen.
  • 2 Kapelle San Bastiaun, San Bastiaun 12, 7524 Zuoz Kapelle San Bastiaun in der Enzyklopädie Wikipedia Kapelle San Bastiaun im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKapelle San Bastiaun (Q1715240) in der Datenbank Wikidata. Die Kapelle San Bastiaun stammt wohl aus dem 13. Jhdt, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1472. Im Chor befinden sich alte Fresken u. a. mit Christus Pantokrator, während die modernen Fenster zu den Themen Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Christi von Gian Casty (1957) stammen.
  • Die 3 Kapelle Santa Catharina oder Baselgia Sta Chatrigna wurde 1446 erstmals erwähnt, im Rahmen der Schwabenkriege zerstört und 1509/10 im spätgotischen Stil wieder aufgebaut. Die Kapelle wird seit 1930 von der katholischen Kirchgemeinde genutzt und ging 1999 in deren Eigentum über.

Im Ortszentrum stehen verschiedene sehenswerte Patrizierhäuser:

  • Das 4 Planta-Haus Planta-Haus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPlanta-Haus (Q29785282) in der Datenbank Wikidata resp. Chesa Planta besteht aus einem oberen und unteren Hausateil, es ist das Stammhaus der Engadiner Patrizierfamilie Planta. Gleich gegenüber liegt der Turm 5 Tuor Planta Tuor Planta in der Enzyklopädie Wikipedia Tuor Planta im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTuor Planta (Q29785287) in der Datenbank Wikidata, der als Gemeindearchiv genutzt wird.
  • Der Hauptplatz mit dem Gasthaus zum Weißen Kreuz mit seinem Wappenschmuck

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Sommer[Bearbeiten]

  • Im Sommer gibt es viele gut markierte Wander- und Bergwanderwege.
  • Der 1 Golfplatz Zuoz-Madulain ist eine 18-Loch-Anlage im flachen Tal des Inn.

Im Winter[Bearbeiten]

  • Das übersichtliche Zuozer 2 Skigebiet besteht aus 2 Sesselbahnen und 3 Skiliften und umfasst 10 Pisten.
Name Telefon Höhenlage Anzahl Klein- und GroßkabinenbahnenAnzahl Klein- und Großkabinenbahnen Anzahl SessellifteAnzahl Sessellifte Anzahl SchlepplifteAnzahl Schlepplifte Pistenkilometer leichtPistenkilometer leicht Pistenkilometer mittelPistenkilometer mittel Pistenkilometer schwerPistenkilometer schwer Pistenkilometer FreestylePistenkilometer Freestyle Σ
Skigebiet Zuoz +41 (0)81 830 00 00 1.716 – 2.340 m 3 2 16 8 8 32 km
  • Zuoz liegt an der Strecke des Engadin Skimarathon, an diesem grössten Langlaufsportanlass können Elite- und auch Amateursportler teilnehmen. Gestartet wird auf 1820 m Höhe in Maloja, das Ziel liegt bei S-Chanf. Das Ereignis zieht jeweils Tausende Teilnehmer und Zuschauer an. Die Strecke ist Teil des grossen Oberengadiner Langlauf - Loipennetzes.
  • Am 1. März findet der Chalandamarz statt. Der im Buch Der Schellenursli anschaulich geschilderte Volksbrauch ist eine Feier zum römischen Jahresanfang und ist zugleich ein Brauch zum Austreiben des Winters.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Lyceum Alpinum
  • das 3 Lyceum Alpinum ist eine 1904 gegründete Internatsschule; das Gymnasium wird heute von ca. 100 externen und 200 internen Schülern besucht, die Internatsschüler haben eine sehr internationale Herkunft. Das Gymnasium kann mit der Schweizer Maturität, dem deutschen Abitur oder dem englischsprachigen International Baccalaureate abgeschlossen werden und führt zur Hochschulreife.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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