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Rhön-Saale

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Nordheim vor der Rhön, der pittoreske Treppenaufgang fehlt in keinem Reiseführer zur Region

Die Region Rhön-Saale liegt im nördlichen Unterfranken und umfasst den bayerischen Teil der Hochrhön und das Gebiet südlich und östlich davon (Vor-Rhön).

Regionen[Bearbeiten]

Die Region reicht im Süden von der Maingegend nahe bei Hammelburg bis zum nördlichsten Zipfel Unterfrankens und Bayerns bei Fladungen. Nordwestseitig schließt sich die Hessische und Thüringische Hochrhön an, ostseitig das Grabfeld.

Die hier behandelte Region entspricht damit dem gesamten Landkreis Bad Kissingen und dem Landkreis Rhön-Grabfeld ohne das unterfränkische Grabfeld (Altlandkreis Königshofen), welches sich als Landschaft und auch kulturell mit einer gewissen Eigenständigkeit etwas abgrenzt.

Bestimmend für das Landschaftsbild sind das Mittelgebirge Rhön und die entwässernden Flusstäler von Fränkischer Saale, Sinn, Streu, Brend, Lauer und Els.

Die Mittelgebirgslandschaft der Rhön wird im eigenen Artikel für die drei Anteile aus Hessen, Thüringen und Unterfranken gemeinsam behandelt.

Orte[Bearbeiten]

Anekdote Rhöner Kreis

Mellerschd hat’s Feld ...Mellrichstadt hat viele Fluren

Mürschd hat’s Geld .....die Münnerstädter Bürger sind reich

Fladungen hat’s Holz .....Fladungen ist waldreich

Neuschd hat’n Stolz .....die Neustädter sind etwas hochnäsig

Kissingen hat’s Salz .....Kissingen hat das Heilwasser

Königshofen hat’s Schmalz .....die Bauern aus Königshofen haben viele Sauen

Böscheme hat’n Fleiß .....in Bischofsheim wird gearbeitet

So hast den Rhöner Kreis

Uraltes Gedicht zu den Städten der Region (frei übersetzt)
Bad Kissingen: Kurgarten;
Bad Neustadt:Salzburg;
Münnerstadt: Zehntscheune;
Ostheim: Kirchenburg

In und an der Rhön:

  • Oberelsbach - Marktgemeinde und staatl. anerkannter Erholungsort.
  • Wildflecken - mit dem Informationszentrum "Haus der Schwarzen Berge" im Ortsteil Oberbach;

im Tal der Saale und an der Lauer:

  • Bad Neustadt an der Saale - Bayrisches Staatsbad am Fuß der Rhön.
  • Bad Bocklet - Bayrisches Staatsbad im Tal der fränkischen Saale.
  • Aschach zwischen Bad Bocklet und Bad Kissingen mit Schloss Aschach und Museen.
  • Bad Kissingen - Bayrisches Staatsbad und bekanntester Kurort Deutschlands.
  • Hammelburg - nördlichste Weinstadt Frankens, im Saaletal am südwestlichen Rand des Naturparks Bayerische Rhön.
  • Münnerstadt - am südöstlichen Rand des Naturparks, prächtige Fachwerkbauten, besonders sehenswerte Kirche.

im Tal der Streu:

  • Fladungen - mittelalterlich romantisches Fachwerkstädtchen.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Maria Bildhausen, ehemaliges Zisterzienser-Kloster in der Nähe von Münnerstadt;
  • Wechterswinkel, ehemaliges Zisterzienser-Kloster und Kultur- und Veranstaltungszentrum des Landkreises Rhön-Grabfeld.
  • Das Grüne Band ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt und entstand entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens, der in der Zeit des Kalten Krieges das benachbarte Südwestthüringen undurchdringlich abtrennte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Brauchtum[Bearbeiten]

  • Traditionellen Fasching als ein überliefertes Brauchtum mit geschnitzten Holzmasken und Faschingsfiguren gibt es in Bischofsheim an der Rhön (Maumer), in Oberelsbach und seiner Umgebung und auch im benachbarten Grabfeld (Junkershausen).
Rumpelskästen
  • Rumpelbuben (auch "Klapperbuben"):
Ein besonders in den kleineren und mittleren Ortschaften noch weit verbreiteter christlicher Brauch sind die "Ratschen- oder Rumpelbuben" in den Kartagen vor Ostern: Am Gründonnerstag und nach dem Gloria der Messe verstummen bis in die Osternacht die Glocken der Kirchen, die dann nach der Legende nach "nach Rom geflogen sind". Belegt ist diese Glockenruhe bereits für das 13.Jahrhundert.
Ersatz für die Glocken sind die Rumpelbuben, das sind die Ministranten des Dorfes, heute auch verstärkt durch die Mädchen. Sie ziehen mit Ratschen und Rumpelkisten, das sind 30 bis 50 Zentimeter große Resonanzkasten aus Holz, welche über eine Nockenwalze mit Kurbelantrieb und am Holzkasten gespannt fixierte Holzhämmer lautstark bearbeitet werden, durch die Straßen. Zum Lärm dieser Rumpelkisten und Ratschen kommt dann in Pausen noch mehr oder weniger melodiös vorgetragene und oft Jahrhunderte alte Liedtexte dazu, die Texte variieren von Ort zu Ort etwas. Das findet dann mehrmals täglich in Ersatz für den Glockenschlag um 06 Uhr in der Frühe, um 12 Uhr mittags, um 18 Uhr am Abend und auch vor den Gottesdiensten zur Erinnerung an die christliche Pflicht des Kirchganges.
Die Rumpelkisten sind ebenfalls manchmal recht alt, sie werden von Generation zu Generation weiter gegeben.
Am Karsamstag sammeln dann die Rumpelbuben (und Mädchen) an den betreuten Haushalten für ihre Arbeit, der allgemeine Spruch ist hier "Wir haben geklappert fürs heilige Grab und bitten um eine kleine Gab". Der Ertrag kommt sozialen Zwecken zugute.

Seen und Gewässer[Bearbeiten]

Fränkische Saale[Bearbeiten]

Der Flusslauf der Fränkischen Saale ist das wichtigste Gewässer der Region, im Volksmund wird sie auch "Dachrinne der Rhön" genannt. Das Quellgebiet befindet sich bei Sulzdorf an der Lederhecke und im benachbarten Grabfeld und in einer Höhe von rund 330 m, bei Gemünden (160 m) und nach rund 136 Flusskilometern mündet die Saale in den Main. Mit einem Einzugsgebiet von 2.700 Quadratkilometern ist die fränkische Saale nach dem Main der zweitgrößte Fluss Unterfrankens.

Wegen des geringen Höhenunterschieds von nur rund 170 Metern auf ganzer Länge zeigt sich die Saale als ein langsam und geruhsam fließendes Gewässer mit stellenweise recht breiten Flussauen als einer Wiesenlandschaft. Nach heftigen Regenfällen und nach Schmelzwasser im Frühjahr kann aber auch das überschüssige Wasser nicht schnell genug abfließen, überflutete Flussauen sind dann oft die Folge. Ein weiterer Grund für die Hochwässer sind verschiedene Flussbegradigungen Anfang des letzten Jahrhunderts.

Die Wasserqualität gilt mangels größerer und belastender Industrie als gut und soll durch weitere Renaturierungs-Vorgaben gesichert und verbessert werden.

In der Freizeitgestaltung wird die Fränkische Saale von Anglern, Wildwasserfahrern genutzt, sie ist befahrbar ab Bad Neustadt und bei Flusskilometer 96.5. Manchmal wird auch in ihr gebadet. Außerdem ist der Fluss die Heimat vieler schutzbedürftiger Lebewesen und Pflanzen.

Sprache[Bearbeiten]

In der Rhön wird ein unterfränkischer Dialekt gesprochen, mit Anklängen an das Hessische und den Henneberger Raum (Südthüringen). Sprachforscher zählen die Mundart der Ost- und Südost-Rhön zum Ostfränkischen, noch genauer: Unterostfränkischer Dialekt. Er ist für Außenstehende oft schwer verständlich. Zudem variiert der Dialekt sehr stark von Ort zu Ort.

Allgemein gilt: aus k wird g, aus p wird b, aus t wird d, das w wird oft auch zum b, Endungen werden gerne weggelassen und durch eine Vorsilbe ersetzt:

  • "Bie - Bu - Bann": Wie - Wo - Wann;
  • "gehelf": helfen, "Konnsde mir ämol gehelf ?".

In Auswahl ein paar Ausdrücke aus dem Wortschatz der Region:

  • "Bfugge": Hautpickel, Mitesser, Akne;
  • "Boudse": Rüben;
  • "Gaggel": die Fettschicht auf der abgekochten Frischmilch, auch für geleeartige Konsistenz, als "Gaggele" wie im schwäbischen auch für ein kleines Ei.
  • "Foggediefes": Tunichtgut, Taugenichts;
  • "Häschegluäs": der Nikolaus, oder, je nach Ort, auch sein Assistent, der Knecht Ruprecht.
  • "Kobbeleskas": Speisequark;
  • "Nachde - fürnachde - uänzichnachde": gestern - vorgestern - vorvorgestern;
  • "Odse": (Essens-) Reste, aber allgemein oft auch mit einer positiver Bedeutung: Das "Odsefest" (auch: "Broggefest") als Nachfeier zur Resteverwertung ist allgemein sehr beliebt.
  • "Roddbänn": Radbahre, hölzerne Schubkarre;
  • "Waachscheißer" (Wegscheißer): Gerstenkorn, Augenentzündung;
  • "Wissd" und "Hodd", auch "Wissdrömm" und "Hoddrömm": links und rechts oder linksrum und rechtsrum, von den Kommandos an das Pferd oder die Kuh beim Ackern auf dem Feld ("Hü und Hott");

Siehe auch den Abschnitt Sprache im Artikel zum Mittelgebirge Rhön.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächste internationale Flughäfen befinden sich in Erfurt, Frankfurt Main und in Nürnberg;

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • von Westen/ Norden: auf der Autobahn A7 (Kassel - Würzburg), RWBA Autobahnausfahrt.svg Fulda Nord, dort Richtung Bad Neustadt und über Gersfeld und die Rhön in die Region;
  • von Süden und Nordosten: über die Autobahn A71 (Schweinfurt - Suhl) in die Region;

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Bahnhöfe Münnerstadt, Bad Neustadt und Mellrichstadt liegen an der Bahnlinie Würzburg - Erfurt.

Mobilität[Bearbeiten]

Liniennetze Busverkehr: Stadt Mellrichstadt Kreis Rhön-Grabfeld

Saisonbus[Bearbeiten]

Die Regionalbusse fahren in der Sommersaison von Anfang Mai bis Ende Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen tagsüber mehrmals täglich zu attraktiven Sehenswürdigkeiten und Zielen der Region.

  • Hochrhönbus, Linie 8260: Der Wanderbusse fährt tagsüber viermal täglich durch die Wanderregion der Hochrhön mit vierzig Haltestellen in den Orten der Rhön und an Ausgangspunkten für Spaziergänge und Wanderungen. Das Areal umfasst im fränkischen die Orte Bischofsheim, Bad Neustadt, Oberelsbach und Fladungen bis in das hessische Gersfeld.
  • Sinntalbus: die Route führt durch das Sinntal rund um Bad Brückenau.

Weiter Infos und Fahrpläne siehe www.hochrhoenbus.de, www.baederlandbus.de/, www.sinntalbus.de und www.streutalbus.de;

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kreuzberg (Rhön): Kreuzigungsgruppe am Gipfel;
  • Kreuzberg (Rhön), heiliger Berg der Franken, mit Franziskanerkloster und Klosterbrauerei;

Kirchenburgen[Bearbeiten]

Ostheim: Kirchenburg (vo.li.) und Lichtenburg/ Bergfried (hi.re.)
Heustreu, Kirchenburg

Kirchenburgen sind eine Besonderheit in der fränkischen Vor-Rhön: Entstanden sind in den unruhigen Zeiten des späten Mittelalters zum Schutz der Dorfbewohner in ländlichen Regionen ohne größere Festungsbauten. Damals wurden die Kirchen mit Wehranlagen, den "Gaden" umgeben, die dann in Friedenszeiten als Lager für die landwirtschaftlichen Produkte und in Kriegszeiten als Zuflucht dienten.

Insbesondere die Dörfer an der Streu konnten sich solch eine Kirchenburg errichten.

  • Nordheim vor der Rhön: Kirchenbefestigung mit wuchtigem Rundturm; Untergeschoss des Rundturms aus dem 14. Jahrhundert.
  • Kirchenburg Ostheim: Die größte Kirchenburganlage Deutschlands mit einem doppelten Mauerring und fünf Türmen, der ehemalige Graben ist nicht mehr erhalten, entstanden in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
  • Oberstreu: Einst die größte Anlage in Unterfranken. An der ehemaligen Ostseite der Anlage sind die Kirchgaden als steinerne Fachwerkbauten mit einer Einlasspforte in sehr gutem Zustand erhalten.
  • Mittelstreu: Erstmalige urkundliche Erwähnung von "Gaden" im Jahre 1358 (gemeinsam mit dem Unterbau der Kirche), die heute erhaltenen Bereiche aufgrund der Bauformen vermutlich aus dem 16.Jahrhundert.
  • Heustreu: Friedhofsbefestigung mit Wassergraben, Rundtürmen und angebauten Gaden noch teilweise erhalten.
  • Hollstadt: Friedhofsbefestigung um die Kirche mit erhaltenem Torturm und Gadenturm aus dem 16. Jahrhundert.
  • Mauerschedel: uralte Ruine bei Filke, (nördlich von Ostheim). Aufgrund von Ähnlichkeiten im Grundriss vermutlich der Rest des Wehrturms einer ehemaligen Kirchenburg. Die Ruine einer Wüstung wird bereits 1424 erwähnt. Die vorhandenen Stilformen der Ruinenreste lassen auf das 12.Jahrhundert schließen.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Burgen und Schlösser
Wasserschloss Roßrieth
  • Osterburg (in Nähe Kreuzberg), bereits im 15. Jahrhundert zerstört und dann lange "vergessen".
  • Wasserschloss Roßrieth erstmals erwähnt 1140, und derzeit im Inneren noch im stark renovierungsbedürftigem Zustand;

Museen[Bearbeiten]

Das Graf-von-Luxburg-Museum im Schloss zeigt Kunstgegenstände, Möbel und Kleider aus dem Besitz der gräflichen Familie.
Im weitläufigen Park des Schlosses befinden sich das Schulmuseum und das Brauchtumsmuseum des Bezirks Unterfranken.

Museen mit heimatkundlichem Bezug sind:

  • Das Fränkische Freilandmuseum in Fladungen zeigt auf einem Museumsgelände mit 7 Hektar die ländliche Baukultur und für das dörfliche Wohnen und Wirtschaften in Unterfranken;
  • Das Museum Obere Saline zeigt die Themen „Salz und Salzgewinnung“ und „Das Heilbad Kissingen“;
  • Das Bismarckmuseum erinnert an den historischen Wohnort des bekanntesten Stammgastes im Staatsbad;
  • Das Julius-Kardinal-Döpfner-Museum im Kissinger Stadtteil Hausen ist dem hier geborenen langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München gewidmet;

Aktivitäten[Bearbeiten]

Bocke(r)le am Bahnhof Ostheim
  • Die Museumsbahn Rhönzügle des Freilandmuseums in Fladungen fährt im Sommer auf der Trasse der ehemaligen Streutalbahn, Haltestellen sind Fladungen, Ostheim vor der Rhön und Mellrichstadt. Die Dampflokomotive „98 886“ mit dem Spitznamen „Bocke(r)le“ stammt aus dem Jahre 1924 und wurde von Krauss-Maffei in München/Allach gebaut, sie steht unter Denkmalschutz, wird bis zu 40 Stundenkilometer schnell und ist eine Leihgabe der Stadt Schweinfurt an das Museum.

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • SaaleMusicum: Sommer-Kulturfestival mit mehreren Dutzend musikalischen Veranstaltungen an den Orten entlang der Fränkischen Saale und ihrer Zuflüsse. Die Bandbreite reicht von Blasmusik über Big Bands und Chöre bis zu moderner Musik und Klassik. Die Darsteller stammen überwiegend aus der Region, Veranstalter ist die Bayerische Musikakademie Hammelburg.

Wandern[Bearbeiten]

  • Zu den Wanderrouten in der Rhön siehe das Kapitel Wandern im Artikel zur Rhön;

Themenpfade[Bearbeiten]

  • In Aschach gibt es einen Bildstockwanderweg und einen Naturlehrpfad.

Wintersport[Bearbeiten]

Winter auf der Hochrhön
  • Informationen zu Ski-Alpin und Skilanglauf in der Rhön sind im Artikel Wintersport in der Rhön zu finden. Hier werden, unter anderem, die wichtigsten Skigebiete und Loipenzentren in der Mittelgebirgslandschaft der Rhön beschrieben.
  • Der offizielle Wintersportbericht für die Rhön ist hier zu finden.

Radfahren, Radwandern und Mountainbiken[Bearbeiten]

  • Der Rhöner Bierradweg soll im Frühjahr/Sommer 2015 eröffnet werden und dann die einheimischen Brauereien und die Mälzerei miteinander verbinden.

Flugsport[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Die historische Küche der Region ist eigentlich eine "Arme Leute Küche" mit Selbstversorgung aus dem Garten und vom Acker: viel Kartoffeln, Gemüse, Brot und Mehlspeisen, Fleisch und Wurst gab es meist nur am Sonntag und war rationiert, hinzu kamen Milch und Milchprodukte. Fleisch wurden durch Pökeln, Einkochen, Räuchern oder Dörren haltbar gemacht. Ab Sommer und bis in den Winter und in das Frühjahr hinein gab es auch Obst und Lagerobst (Äpfel, Birnen).

  • Kardoffeldätscher (eine Art Kartoffelpuffer) sind die regional verbreitete Variante des Fränkischen Dätscher (Detscher): der Teig eines Dätschers besteht allgemein aus Getreide oder Kartoffeln und wird vor dem Backen zu einem ca. zentimeterdicken Fladen breit gedrückt (dätschen steht für tatschen/drücken). Der Teig des Kardoffeldätschers besteht aus durch die Presse gedrückten und gesalzenen Pellkartoffeln mit nur wenig Mehl und wird ohne Belag im Ofen braun gebacken. Serviert werden die Kardoffeldätscher als Beilage zum Apfelbrei oder Zwetschgenmus. Varianten wie der mit Zwiebeln und Quark belegte Zwibbelsdätscher (wie im schwäbischen) oder auch als Apfeldätscher mit süßen Apfel sind gelegentlich ebenfalls üblich. Für Besucher am einfachsten erhältlich sind Dätscher bei Dorffesten.
  • Riebeskuchen ist ein im Ofen gebackener Napfkuchen aus ungesüßtem Teig der, in handliche Stücke geteilt, ähnlich wie ein Weck (= Semmel, Brötchen) als Beilage zur Hauptspeise diente. Fleischlose Hauptspeisen waren früher zum Beispiel Gemüse wie Spinat oder Wirsching. Als Beilage zu Sauerkraut und auf im gleichen Topf auf dem Sauerkraut gekochtem Schweinefleisch (oft gepökelt) und mit Erbsenbrei ist der Riebeskuchen heute Teil eines traditionellen Festtags- oder Kirmesessens.
  • Erbesgaler ist ein immer selbst hergestellter und auf Basis von "Hochprozentigem" angesetzter Likör mit Kümmel als der geschmacklichen Hauptnote, industriell hergestellt nicht erhältlich. Durch die (geheimen) Zusätze meist deutlich milder als ein reiner Kümmelschnaps. Eine Namensdeutung ist die der "Erbsengelben" Farbe.
  • Regionale Spezialitäten aus Obst wie z.B. Säfte, Fruchtweine, Schnäpse und Liköre gibt es bei der Kelterei Hartmann in Sondheim (bei Ostheim), Tel.: 09779 / 1531;
  • Mittlerweile international bekanntestes Produkt der Region ist die Bionade aus Ostheim vor der Rhön, eine "Lifestyle" Limonade hergestellt durch Fermentation.
  • Öko Bier & Apfel von der Brauerei Rhother Bräu in Roth ist eine Biermixgetränk mit 65% des Inhalts aus Öko Urtrunk Bier) und 35% Rhöner Apfelsaft aus biologisch kontrolliertem Anbau, Alkohol 3,1% Vol.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Roswitha Altrichter, Anette Faber, Reinhold Albert, Hannsfriedrich, Stefan Kritzer ; Kulturagentur des Landkreises Rhön-Grabfeld (Hg.): Kirchen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Rötter Druck, 2010 (1. Auflage), ISBN 978-3-939959-06-9; ca. 300. Kirchenführer, umfassende Darstellung der Kirchen.
  • Heinrich Mehl: Fränkische Bildstöcke in Rhön-Grabfeld. Würzburg : Echter, 1978, ISBN 3-429-00538-8, S. 135.

Weblinks[Bearbeiten]

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