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Ragusa (Provinz)

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Ragusa (Provinz) liegt im südöstlichen Sizilien.

Regionen[Bearbeiten]

Karte Provincia di Ragusa
Blick über Ragusa Ibla und die Monti Iblei

Die Provinz Ragusa mit der Hauptstadt Ragusa teilt den südöstlichen Zipfel der dreieckigen Insel Sizilien mit der östlich gelegenen Provinz Syrakus. Die Provinz zieht sich vom der sizilianischen Südküste mit ihren oft flachen Badestränden ins hügelige Hinterland, die Ibleische Hochebene liegt auf einer Höhe von 400 - 600 m.ü.M., die höchsten Erhebungen mit einer Höhe um 1000 m.ü.M. liegen im Norden, wo die Provinz an die Provinz Catania grenzt.

Im Südwesten der Provinz (gegen Gela hin) wird im Hinterland, oftmals bis fast zur Küste, intensiver Landbau betrieben. Unter Kilometern von einfachen mit Plastikplanen gedeckten Treibhäusern wird im Winter und Frühjahr Gemüse angebaut; die Tomaten, Zucchini, Auberginen, aber auch Tafeltrauben und Blumen werden auf Lastwagen nach Mitteleuropa spediert. Die Anbaugebiete, wie auch Reste von Plastikfolien aufgegebener Betriebe und bei Herbstgewittern ins Meer geschwemmte Reste trüben das Bild der Region aus Sicht des Touristen vor allem im Südwesten.

Orte[Bearbeiten]

Gezeichnet ist die Provinz von den Folgen des verheerenden Erdbebens von 1693, in dessen Gefolge die Städte im Stil des Sizilianischen Barocks neu aufgebaut wurden. Zu den Barockstädten im Val di Noto, welche 2002 zum Weltkulturerbe ernannt wurden, gehören im Berich der Provinz die Städte Ragusa, Modica und Scicli, dazu weitere Städte der Nachbarprovinz Syrakus.
Neben den genannten Städte sind die bereits in prähistorischen Zeiten besiedelte Schlucht Cava d'Ispica und das Schloss Castello di Donnafugata Reiseziele.
Da die Barockstädte im hügeligen Hinterland erbaut wurden, die Küstennähe wurde wegen der Malaria und der Gefahr von Piratenangriffen über Jahrhunderte gemieden, sind die Küstenstädtchen und Badeorte in der Regel jüngeren Datums: Marina di Ragusa, Marina di Modica.

Die wichtigsten Ortschaften sind

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Beim Besuch der Barockstädte im Val di Noto sind auch die Städte in der benachbarten Provinz Syrakus zu berücksichtigen: Noto, etc.
Nicht weit entfernt liegen die antiken Stätten des Valle dei Templi bei Agrigent und die Villa Romana del Casale bei Piazza Armerina.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Provinz Ragusa teilt sich mit der benachbarten Provinz Syrakus die schönsten sizilianischen Barockstädte.

Sprache[Bearbeiten]

Italienisch als Amtssprache, lokal wird als Dialekt Sizilianisch gesprochen.

Anreise[Bearbeiten]

Von der Autobahn A18 Messina - Syrakus welche derzeit bei Rosolini endet und die bis Gela weitergeführt werden soll, ist Ragusa über die SS115 Sud Occidentale Sicula erreichbar, welche sich über Modica - Ragusa - Comiso - Vittoria von der Küste entfernt und dann ab Gela wieder der Südküste entlang über Agrigent nach Westen führt.
Die teils als Schnellstrasse ausgebaute SP25 verbindet Ragusa mit dem Küstenort Marina di Ragusa.
Nach Norden bestehen Verbindungen über die SS194 SS194 über Francofonte - Lentini nach Catania und etwas westlich über die SS514 SS514 gegen Norden, nach Westen geht die SS683 nach Caltagirone ab, nach Osten mündet sie ebenfalls in die SS514.

Eisenbahnverbindungen bestehen nur über Syrakus, die Linie Siracusa - Gela - Canicatti wird über Ragusa geführt. Eine nach Norden führende Schmalspurbahnlinie Ragusa - Bivio Giarratana - Vizzini / Siracusa wurde 1956 stillgelegt.

Der modernisierte und zur zivilen Nutzung umgebaute Flughafen Aeroporto Civile di Comiso liegt bei Comiso, ca.15 km von Ragusa entfernt. Er hat einige Flüge von Low-Cost-Carriern und ist im Übrigen zur Versorgung des Südostens von Sizilien und als Ausweichflughafen vorgesehen, wenn der Flughafen von Catania aufgrund vulkanischer Aktivität des Etna seinen Betrieb einstellen muss.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Barockstädte sind mit der Eisenbahnlinie Siracusa - Gela erreichbar, für alle andern Verbindungen ist man auf die Regionalbusse angewiesen, am problemlosesten ist man mit dem eigenen Auto oder Roller unterwegs.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben den Städten des Sizilianischen Spärbarocks sind die Schlucht Cava d'Ispica und das Castello di Donnafugata einen Umweg wert.

Aktivitäten[Bearbeiten]

In den warmen Monaten herrscht in den Küstenorten ein lebhafter Badebetrieb, Wandern und Fahrradfahren ist besser auf das Frühjahr oder den Herbst zu planen.

Küche[Bearbeiten]

Die sizilianische Küche lebt in Meernähe von Fisch und Meeresfrüchten, in den Bergregionen kommen auch Trockenfleisch, Würste, Käse und Milchprodukte auf den Tisch.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

In den überschaubaren Städten ist die Kriminalitätsrate weit von den teils üblen Befürchtungen entfernt, von Machenschaften des organisierten Verbrechens spürt man als Tourist nichts, die üblichen Sicherheitshinweise sollten beachtet werden.

Klima[Bearbeiten]

In der Region herrscht arides Mittelmeerklima mit im Hochsommer für Mitteleuropäer oft schwer zu ertragender Hitze (das Baden kann in vollen Zügen genossen werden, Stadtbesichtigungen und Einkaufsbummel sollten auf die Morgenstunden oder den frühen Abend verlegt werden, nicht umsonst ist auf Sizilien die Siesta "heilig"). Im Frühjahr und Herbst sind die Temperaturen oft angenehm, im Winter wird der Gefrierpunkt nur selten erreicht (die sizilianischen Häuser sind in der Regel dafür nicht eben gut beheizt, so dass man im Winter frieren kann).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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