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Modica

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nächtliches Modica
Modica (lokal: Muorica)
RegionRagusa (RG)
Einwohner
54.546 (2016)
Tourist-Info Tel+39 0932 759634
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Lage
Lagekarte von Sizilien in Italien
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Modica

Modica ist eine Stadt in der Provinz Ragusa auf Sizilien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Modica: Duomo di San Giorgio
Modica: Duomo di San Pietro
Modica: Chiesa S. Maria dell'Soccorso
Modica: Chiesa di S. Maria del Carmelo / dell' Annunziata
Modica: Chiesa di San Domenico
Modica: Chiesa di S. Maria di Betlem
Modica: Chiesa di S. Maria di Betlem, Capella Cabrera

Die Stadt Modica liegt an den Südhängen der Monti Iblei und gehört zu den "Perlen des Sizilianischen Barocks" und wurde in diesem Zusammenhang im Jahre 2002 mit weiteren Städten des Valle di Noto zum Weltkulturerbe ernannt. Geographisch teilt sich Modica in die Unterstadt (Modica bassa), welche sich Y-förmig in den Tälern westlich und östlich eines Felsvorsprungs erstreckt und der Oberstadt (Modica superiore) dazwischen. Zum Gemeindegebiet gehört auch der Küsten- und Badeort Marina di Modica.
Wirtschaftlich dominiert in der Region die Landwirtschaft mit dem Anbau von Wein, Oliven, Getreide und Johannisbrot und Zucht von Modica - Rindern, zunehmend nimmt auch der Tourismus an Bedeutung zu.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region war schon vorgeschichtlich besiedelt, von Ansiedlungen der Sikaner, der Karthager und der Siculer sind kaum mehr Spuren vorhanden, jedenfalls wurde die Stadt in der Zeit der griechischen Herrschaft als Motouka und unter den Römern als Motyca und später Mutica bezeichnet, in der Geschichtsschreibung finden sich Hinweise, dass die Römer Modica als Verbündete von Syrakus 213/212 v. Chr. belagert hatten und es dann einnehmen konnten. Cicero besuchte Modica auf einer Inspektionsreise durch Sizilien.

Nach einer Zeit unter byzantinischer Herrschaft, frühe Zeugnisse christlicher Kultur finden sich u.a. in der nahegelegenen Cava d'Ispica, kam Modica nach kurzer Belagerung 844/45 unter arabische Herrschaft. Mit dem Einmarsch der Normannen nach 1090 unter Ruggero (Roger) I de Hauteville wurde die Stadt Modica zu einem Lehen. Um 1270 ging die Herrschaft an das Haus Anjou über, nach den Kämpfen der Sizilianischen Vesper an die Herren von Aragon, eine Grafschaft wurde 1296 errichtet. Die Grafen von Chiaramonte hatten über Jahre die Herrschaft über die wohlhabendste und mächtigste Grafschaft im Süden Siziliens inne. Abgelöst wurden sie vom Grafen Bernardo Cabrera der die Herrschaft mit Unterstützung des Katalanischen Königshauses übernahm, nachdem der letzte Conte di Chiaramonte unter Anschuldigung des Hochverrats geköpft worden war.

Ein schwerer Schlag für die blühende Stadt war nach früheren Erdstössen von 1542 und 1613 das schwere Erdbeben im Val di Noto des Jahres 1693, dem wenn auch weniger Menschenleben als in anderen Städte im Südosten Siziliens, doch zahlreiche Gebäude zum Opfer fielen: die Bauten wurden im Barockstil wieder aufgebaut.

1860 war Modica bei der Befreiung von der Burbonenherrschaft bereits in den ersten Tagen dabei, am 17. Mai 1860 wurde die italienische Trikolore gehisst. Modica blieb als eine der bedeutendsten Städte Siziliens Provinzhauptstadt, bis diese Ehre auf Betreiben des Mussolini nahestehenden Ragusaner Faschisten Filippo Pennavaria im Jahre 1927 an das gemessen an der Einwohnerzahl kleinere Ragusa übertragen wurde.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der modernisierte und zur zivilen Nutzung umgebaute Flughafen Aeroporto Civile di Comiso liegt bei Comiso, ca. 40 km von Modica entfernt. Er hätte in der zweiten Jahreshälfte 2011 den Betrieb aufnehmen sollen und ist zur Versorgung des Südostens von Sizilien und als Ausweichflughafen vorgesehen, wenn der Flughafen von Catania aufgrund vulkanischer Aktivität des Etna seinen Betrieb einstellen muss.
Bislang ist der Flughafen von Catania der nächste Flughafen, Busse der Etnatrasporti, Catania, stellen die Verbindung sicher.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eisenbahnverbindungen der Trenitalia bestehen nur über Syrakus, die Linie Siracusa - Gela - Canicatti wird über Modica geführt. Die 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Station der Trenitalia liegt im Südwesten der Altstadt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busverbindungen der Provinz Ragusa und bis nach Palermo und Catania werden vorwiegend von der AST Agenzia Modica, Via Sorda Sampieri, 57. Tel.: +39 0932 767301, Fax: +39 0932 762331, E-Mail: . Typ ist Gruppenbezeichnung mit dem Regionalsitz in Modica sichergestellt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Autobahn A18 Messina - Syrakus welche derzeit bei Rosolini endet und die bis Gela weitergeführt werden soll, ist Modica über die SS115 Sud Occidentale Sicula erreichbar, welche sich ab Ispica über Modica - Ragusa - Comiso - Vittoria von der Küste entfernt und dann ab Gela wieder der Südküste entlang über Agrigent nach Westen führt.
Die ausgebaute SS194 und die ältere SP43 verbinden Modica mit dem Küstenort Marina di Modica.
Nach Norden bestehen Verbindungen über die SS194 SS194 über Francofonte - Lentini nach Catania, die SP42 führt aus der Oberstadt und die SP54 aus der Unterstadt südwestlich nach Scicli und von dort weiter zu Küste.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der nächste Hafen auch mit Schnellbootverbindungen nach Malta ist Pozzallo.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Modica

In der Altstadt von Modica ist man am einfachsten zu Fuß unterwegs, von der AST wird auch ein Stadtbusnetz betrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Hauptflanier- und Einkaufsstraße im historischen Modica ist der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Corso Umberto I, der von der 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Piazza B.Buozzi den von Süden her gesehenen Stamm und linken Schenkel des Y der Altstadt von Modica hinaufzieht, den rechten Schenkel bildet die 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Via Marchese Tedeschi.
  • Modica Alta liegt auf der Anhöhe dazwischen, im Bereich vom Duomo s. Giorgio entlang des Corso della Regina Margherita bis zur Piazza S. Giovanni, der 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Belvedere Pizzo liegt im Westen der Oberstadt.

Kirchen und sakrale Bauten[Bearbeiten]

  • der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Duomo di San Giorgio liegt auf der Anhöhe zwischen beiden Schenkeln des Y und ist vom Corso Umberto I über einen langen Treppenaufgang erreichbar. Der Wiederaufbau des im Erdbeben von 1693 zerstörten Gotteshauses begann 1702 und zog sich in verschiedenen Etappen bis 1777 hin. Im Innern finden sich mehrere Gemälde sizilianischer Meister aus dem 16./17. Jhdt., unter anderem ein Gemälde L'assunta von Filippo Paladini. Die gewaltige Orgel mit vier Manualen und 3000 Pfeifen wurde 1885/8 von Casimiro Allieri erbaut.
  • die 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa di San Giovanni Evangelista wurde bereits im 12. Jhdt. urkundlich erwähnt und wurde nach Beschädigungen in den Erdbeben von 1542 und wesentlich schwerer in dem von 1693 im 17./18. Jhdt. im Barockstil wiederaufgebaut.
  • die 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa S. Maria dell' Soccorso, eine einfachere Barockkirche ebenfalls aus dem 18. Jhdt. liegt etwas weiter am Corso Umberto I.
  • der 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Duomo di San Pietro stammt aus dem frühen 16. Jhdt., eine Maria S. l'immacolata geweihte Seitenkapelle hatte sogar das verheerende Erdbeben von 1693 überstanden, die Kirche wurde von Rosario Boscarino aus Modica und Mario Spada von Ragusa im Barockstil wieder aufgebaut. Bemerkenswert sind die Statuen der zwölf Apostel, welche den Treppenaufgang vom Corso Umberto I flankieren, die zweimanualige Orgel stammt aus dem Jahre 1924. Der Duomo di San Pietro als Kirche der Grafen von Modica und die obere Kirche San Giorgio teilen sich die Würde der Chiesa Madre.
  • die 5 Chiesa di San Nicolo Inferiore. Geöffnet: 10.00-13.00/16.00-19.00. Preis: 2.00/1.50€. Typ ist Gruppenbezeichnung an der Piazzetta Grimaldi gleich in der Nähe ist in einem aus dem Felsen geschlagenen Gewölbe entstanden und ist durch Fresken aus dem 12. - 16. Jhdt. in dieser Art für Sizilien einmalig.
  • die Chiesa S. Maria del Gesù mit dem anschliessenden Franziskanerkonvent stammt aus den Jahren 1478/81 und ist eines der wenigen Gotteshäuser, welches die Erdbeben im Val di Noto überstand. Nach Restaurationsarbeiten ist es seit 2011 wieder zur Besichtigung geöffnet.
  • das gewaltige 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Benediktinerkloster
  • die 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa Sant' Anna mit dem ehemaligen Franziskanerkonvent, hier ist heute ein Teil des Staatarchivs untergebracht.
  • das 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Portale de Leva im Stil der Chiaramonte - Gotik war wohl Eingang zu einem Kirchlein oder einer Privatkapelle eines Palazzo.
  • die Chiesa SS. Salvatore
  • die 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa di San Francesco e Convento dei Capuccini, die Kirche und das Kapuzinerkloster mit einem schönen Kreuzgang sind in gutem Erhaltungszustand
  • das 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Santuario della Madonna delle Grazie wurde um 1615 errichtet und nach dem Erdbeben von 1693 ebenfalls im Barockstil erneuert.
  • die 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa di Santa Maria del Carmelo (zuvor: Chiesa di Santa Maria dell'Annunziata) datiert aus dem 13./14. Jhdt., ihr Eingangsportal hat ebenfalls alle drei schweren Erdbeben überdauert, nur die obersten Teile der Fassade über der Rosette und der Campanile stammen aus dem Barock. Eine spätgotische Seitenkapelle mit Fresken aus dem 13. Jhdt. ist neben dem Hauptaltar zugänglich. Neben einer Skulptur, welche die Verkündigung darstellt, von Antonello Gagini ist auch die hölzerne Orgel aus dem Jahre 1774 erwähnenswert. Das zugehörige Karmeliter - Konvent diente nach 1860 als Carabinieri - Kaserne und wird nun wieder restauriert.
  • gleich in der Nähe liegt die kleine Barockkirche 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa di San Paolo.
  • die 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa di San Domenico stammt ursprünglich aus dem 15. Jhdt., die 1678 erneuerte Fassade hat da Erdbeben überstanden. Das an die Kirche anschliessende Dominikanerkonvent dient heute als Palazzo municipale.
  • die 14 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa di Santa Maria di Betlem liegt an der Via Marchese Tedeschi und wurde auf dem Grund eines Gotteshauses aus dem 14. Jhdt. errichtet. In dem nach dem Erdbeben von 1693 errichteten Barockbau hat die Seitenkapelle Capella Palatina oder Capella Cabrera das Erdbeben überstanden, der Bogen ist ein prächtiges Beispiel der Chiaramonte - Gotik auf Sizilien. Sehenswert ist auch die Krippenszene aus Terracottafiguren.
  • die einfache 15 Typ ist Gruppenbezeichnung Chiesa Madonna della Catena liegt an der Strada della Catena, welche sich von Osten nach Modica alta hochschlängelt.

Burgen und Palazzi[Bearbeiten]

Modica: Castello dei Conti
Palazzi in Modica
Modica: Palazzo Polara
Modica: Teatro Garibaldi
  • vom 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Castello di Modica, in dem die Grafen von Modica residierten, ist neben dem von der Stadt her sichtbaren Uhrtum ein mehreckiger Turm erhalten, im Innern sind noch Zellen in dem später als Gefängnis genutzten Gebäude sichtbar.
  • der 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Palazzo Polara (17. Jhdt) liegt neben dem Duomo S. Giorgio auf der Anhöhe.
  • der 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Palazzo Rubino / Trombadore aus dem 17./18. Jhdt. weist bereits Rokoko-Elemente auf.
  • der 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Palazzo del Municipio liegt am Kreisel neben der Chiesa S. Domenico
  • der 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Palazzo Salemi (1631/40 )mit seiner aussergewöhnlichen Säulenhalle diente bis 1869 als Palazzo Comunale

Bauwerke[Bearbeiten]

  • das Geburtshaus des sizilianischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Salvatore Quasimodo liegt am steilen Aufgang von der Chiesa S.Maria di Betlem zum Duomo di S. Giorgio.

Museen[Bearbeiten]

  • in den Gebäuden des ehemaligen Ospedale Campailla / S. Maria della Pità ist das 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Museo Medico Tommase Campailla eingerichtet, im historischen Gebäude werden medizinische Gerätschaften des Arztes, der u.a. in der Syphilisbehandlung zur Berühmtheit gelangt ist, ausgestellt.

Parks[Bearbeiten]

  • ein ruhiger kleiner Park mit Palmen findet sich am Treppenaufgang zum Duomo S. Giorgio.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Modica ist bekannt für seine Schokoladengeschäfte, in denen es zahlreiche verschiedene Sorten einer eher herben Schokolade gibt.

  • Antica Dolceria Bonajuto, Corso Umberto I, 157. Tel.: 0932 941225.: Schokolade von Modica und allen Varianten und sizilianische Süßigkeiten
  • Antica Dolceria Rizza, Corso Umberto I, 268. Tel.: 0932 752550.: Schokolade von Modica in zahlreichen Variationen, Torroni
  • Caffé dell'Arte, Corso Umberto I, Modica, 114. Tel.: 0932 943257. Typ ist Gruppenbezeichnung: Schokolade von Modica in allen Variationen, Nucatoli, Quaresimali

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Der Einfluss des organisierten Verbrechens ist in Modica für den Touristen nicht merkbar und die Kriminalität wie in den meisten sizilianischen Kleinstädten gering, die üblichen Vorsichtsmassnahmen sollten trotzdem nicht unbeachtet gelassen werden.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • 1 Ospedale Maggiore, Via Resistenza Partigiana. Tel.: 0932-448111.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • das 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Ufficio Turistico findet sich am Corso Umberto I
  • ein 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Postamt mit Geldautomat liegt am Corso Nino Barone 210 in Modica Alta.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • die Cava d'Ispica, eine bereits vorgeschichtlich besiedelte Schlucht (Cava steht in Sizilien für eine Schlucht) mit Nekropolen, christlichen Katakomben und Höhlenkirchen und einer bis in jüngere Zeit bewohnten troglodytischen Siedlung.
  • die Cava Lazzaro zwischen Modica und Rosolini, mit der bronzezeitlichen Nekropole des Tomba Orsi.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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