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Comiso

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Comiso
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Comiso ist eine Stadt in der Provinz Ragusa auf Sizilien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Comiso ist eine Stadt, die 22 km westlich von Ragusa in der gleichnamigen Provinz im Südosten Siziliens liegt. Nach heftigen Zerstörungen durch das Erdbeben von 1693 wurden etliche Gebäude im Stil des sizilianischen Barocks wieder aufgebaut. Wirtschaftlich ist die Stadt durch die Landwirtschaft in der Umgebung und etwas Handwerk geprägt.

Karte von Comiso
Duomo Santa Maria delle Stelle
Duomo Santa Maria delle Stelle - Kuppel
Basilica Maria SS. Annunziata
Comiso: Chiesa di San Giuseppe
Comiso: Chiesa di San Biagio
Chiesa di S. Francesco all'Immacolata
Comiso: Castello dei Naselli d'Aragona

Geschichte[Bearbeiten]

Neben Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedelung war das Stadtgebiet sicher schon in der Zeit der römischen Herrschaft bewohnt, ob ein Zusammenhang mit der Vertreibung der Bewohner der griechischen Stadt Kasmenai im ersten punischen Krieg besteht, ist noch Gegenstand von Spekulationen. Unter byzantischer Herrschaft wurden nach 330 n.Chr. erste Kirchen erbaut, das Stadtgebiet war auch unter arabischer Herrschaft bewohnt.

1393 wurde Comiso Teil der Grafschaft von Modica unter der Familie Cabrera, 1453 wurde es an die Fürsten von Naselli verkauft. Im 16. Jhdt erlebte die Stadt einen Aufschwung, zahlreiche Kirchen, Klöster und öffentliche Bauten wurden errichtet, von denen ein Grossteil im verheerenden Erdbeben von 1693 zerstört im Stil des Sizilianischen Barocks neu aufgebaut wurde.

Zumindest eine Fussnote in der Weltgeschichte konnte Comiso für sich verbuchen, als es sich gegen das Regime von Marschall Badoglio wendete, der im Herbst 1943 auf die anglo-amerikanische Seite gewechselt war. Im Aufstand gegen die Alliierten resp. die Regierung Badiglio wurde die Repubblica Indipendente di Comiso (Unabhängige Republik Comiso) gegründet, die allerdings nur eine knappe Woche Bestand hatte.
Gegen einen Entscheid im Jahre 1981, im nahen Militärflughafen Cruise missiles der NATO zu stationieren, kam es ebenfalls zu heftigen Reaktionen der Bevölkerung. Bis heute wurde der Flughafen für zivile Zwecke umgenutzt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der modernisierte und zur zivilen Nutzung umgebaute Flughafen Aeroporto Civile di Comiso nahm 2013 den Flugbetrieb auf und wird von ein paar Low-Cost-Carriern angeflogen. Er soll auch die Erreichbarkeit des Südostens von Sizilien als Ausweichflughafen sicherstellen, wenn der Flughafen von Catania aufgrund vulkanischer Aktivität des Etna seinen Betrieb einstellen muss.

Der häufiger angeflogene Flughafen von Catania ist mit Bussen der Etnatrasporti, Catania, angebunden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eisenbahnverbindungen der Trenitalia bestehen nur über Syrakus, die Linie Siracusa - Gela - Canicatti wird über Comiso geführt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busverbindungen Richtung Catania werden u.a. von AST sichergestellt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Autobahn A18 Messina - Syrakus welche derzeit bei Rosolini endet und die bis Gela weitergeführt werden soll, ist Comiso über die SS115 Sud Occidentale Sicula erreichbar, welche sich über Modica - Ragusa - Comiso - Vittoria von der Küste entfernt und dann ab Gela wieder der Südküste entlang über Agrigent nach Westen führt.
Die SP20 verbindet Comiso mit Santa Croce Camarina und den Badeorten an der Küste.
Nach Norden bestehen Verbindungen über die SS114 SS114 Richtung Francofonte - Lentini nach Catania und über die von der SS114 nach Westen abgehende SS683 nach Caltagirone.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Sehenswürdigkeiten innerhalb von Comiso können auch vom am westlichen Stadtrand gelegenen 1 Bahnhof aus problemlos zu Fuss oder mit dem Taxt erreicht werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Als Hauptstrasse durchzieht der 1 Corso Vittorio Emanuele III die Stadt von Süden nach Norden, im Zentrum liegt die neu gestaltete 2 Piazza Fontana Diana zwischen der Chiesa Madre und dem Rathaus im 3 Palazzo comunale .

Kirchen und sakrale Bauten[Bearbeiten]

  • die 4 Chiesa Madre oder Duomo Santa Maria delle Stelle wurde auf Ruinen von Vorgängerbauten aus dem 12. / 14.Jhdt. dank grosszügiger Unterstützung durch das Fürstenhaus Naselli nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 wieder aufgebaut und konnte 1699 wieder geweiht werden. Die Holzdecke wurde vom berühmten Freskenmaler Antonio Alberti "Barbalonga" mit Szenen aus dem Alten Testament ausgemalt, eine Statue der Madonna del Carmelo wird der Schule von Gagini zugeschrieben. Der Hochaltar und das Grabmal des Fürsten Baldassarre V Naselli sind in mehrfarbigem Marmor ausgeführt und datieren aus dem 17. / 18. Jhdt.
  • die 5 Basilica Maria SS.Annunziata wurde ebenfalls nach dem Erdbeben von 1693 auf dem Grund von Vorgängerbauten aus dem 15. Jhdt. errichtet, der vom Palermitaner Architekten G. B. Cascione Vaccarini prjektierte Bau wurde 1773 begonnen und mit Vollendung der Kuppel und der beiden Campanile erst Ende des 19. Jhdts. abgeschlossen. Im Innern sind ein Gemälde Assunzione di Maria von Narcisus Guidonius aus 1605, ein Holzkruzifix von Fra’ Umile da Petralia aus dem 18. Jhdt. und zwei Gemälde des in Comiso geborenen Malers Salvatore Fiume zu sehen.
  • die 6 Chiesa di San Francesco all'Immacolata wurde auf einer Vorgängerbaute aus der Chiaramontezeit finanziert durch das Haus Naselli 1549/71 im gotisch - katalanischen Stil errichtet. Im Innern finden sich unter anderem das Marmormausoleum von Gaspare Naselli, dem "Conte Rosso", ein Werk von Antonio Gagini, der Sarkophag von Pietro Periconetto Naselli hinter dem Alter und zeitgenössische Gemälde aus dem 16. Jhdt.
  • die 7 Chiesa di San Giuseppe an der Piazza San Giuseppe
  • der Bau der 8 Chiesa di San Biagio wurde bereits im 16. Jhdt. begonnen, nach dem Erdbeben musste ein Neubeginn im Jahre 1700 erfolgen, es wurde eine einschiffige Basilica mit romanischen Zügen errichtet.
  • die ehem. Chiesa del Gesù resp. Chiesa di San Filippo Neri aus dem 17. Jhdt. wurde 1866 nach Auflösung der kirchlichen Orden entweiht.
  • die Chiesa 9 S. Maria delle Grazie (Chiesa dei Cappuccini) ebenfalls aus dem 17. Jhdt. gehörte zu einem Kapuzinerkonvent.
  • der 10 Palazzo Naselli d'Aragona wurde auf Vorgängerbauten aus dem 14. Jhdt. im Jahre 1497 erbaut.
  • der Palazzo comunale an der Piazza Fontana Diana wurde 1872/87 im neoklassizistischen Stil erbaut.

Museen[Bearbeiten]

  • Museo Civico di Storia naturale di Comiso. Das Museum führt als naturhistorisches Museum zwei Abteilungen:
  • Sezione Zoologica e paleontologica, Via degli Studi, 9. E-Mail: . prähistorische Funde Geöffnet: 9.30-13.00/16.00-19.30 Di-So, Mi,Fr.So nachmittags geschlossen. Preis: 3.50/2.00€.
  • Sezione Cetacei e Tartarughe marine, Piazza delle Erbe, 13. Sammlung über über Wale und Meeresschildkröten

Parks[Bearbeiten]

  • der Stadtpark 11 Boschetto Comunale liegt etwas nördlich der Chiesa Madre.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage in dieser Kleinstadt ist wie im übrigen Südsizilien unproblematisch, die üblichen Sicherheitshinweise sind trotzdem zu beachten.

Gesundheit[Bearbeiten]

  • das 1 Ospedale Regina Margherita

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Postämter finden sich u.a. an der 2 Via Papa Giovanni XXIII (mit Geldautomat) und an der 3 Via Architetto Mancini 8

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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