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Mühldorf am Inn

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Mühldorf am Inn
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Mühldorf am Inn liegt im Osten Oberbayerns und an einer Flussschleife des Inns. Die Kreisstadt kann einen hervorragend erhaltenen historischen Stadtkern mit Bauwerken im Inn-Salzach-Stil aufweisen.

Karte von Mühldorf am Inn

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Inn bei Mühldorf

Bereits unter den Römern befindet sich hier ein Flußübergang über den Inn.

Die erste urkundliche Erwähnung von Mühldorf erfolgte im Jahre 935. Im Mittelalter liegt Mühldorf am Schnittpunkt des Verkehrswegs Straße von München nach Passau mit dem "Handelsweg Inn" und entwickelt sich wegen dieser günstigen Lage zu einen wichtigen Handels- und Umschlagplatz.

Entscheident für die weitere Entwicklung war dann das Jahr 1190: König Heinrich VI. verlieh dem Salzburger Erzbischof Adalbert III. das Recht in Mühldorf eine Salzniederlage zu errichten. Für 1239 sind die Stadtrechte belegt, als Handelszentrum gelangt Mühldorf zu Wohlstand.

In der "Schlacht von Mühldorf" am 28. September 1322 in Ampfing bei Mühldorf (daher auch "Schlacht von Ampfing") wurde der seit 1314 andauernde Streit um die deutsche Reichskrone zugunsten König Ludwigs des Bayern entschieden. Der Wittelsbacher bezwang den Habsburger Gegenkönig Friedrich den Schönen der mit einigen seiner Gefolgsleuten von Ludwig noch bis 1325 in Haft gehalten wurde. Ludwig selber wurde anschließend am 17. Januar 1328 zum deutschen Kaiser gewählt. Die Schlacht gilt heute als die letzte Ritterschlacht ohne Feuerwaffen, das Gelände für die Schlacht wird im Nordosten von Mühldorf beim Ort Erharting vermutet, der Chronist Peter von Zittau berichtet von 1.100 Toten.

Münchner Tor: Bayerisches Wappen, Wappen der Stadt Mühldorf, Wappen Salzburgs

Wegen seiner strategischen Bedeutung ist Mühldorf auch selber wiederholt der Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen die von den Bayern gegen die lange Zeit als eine Enklave zu Salzburg gehörende Stadt geführt werden, Mühldorf wird mit einem Mauergürtel, Türmen und Toren befestigt. Erst ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts beginnen sich die politischen Verhältnissse in Mühldorf zu entspannen.

Auch von Stadtbränden blieb Mühldorf nicht verschont, Brandjahre waren 1285, 1495 und 1640.

Im Jahre 1802 gelangte dann Mühldorf nach Bayern, im Jahre 1871 wurde die Bahnlinie München-Mühldorf-Simbach eröffnet, in Folge kommt zwar die Innschifffahrt zum Erliegen, aber Mühldorf wird ein Eisenbahnknotenpunkt.

Im Zweiten Weltkrieg war Mühldorf das Ziel von zwei Luftangriffen, rund 40 % der Stadt werden zerstört.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (Straßen-km)
Altötting13 km
Burghausen27 km
Salzburg71 km
München80 km
Berchtesgaden90 km
Passau91 km
Regensburg91 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nächster größerer internationaler Flughafen ist der Flughafen München (auch "Franz Josef Strauß", 67 km, ca. eine Autostunden). Schnell erreichbar ist auch der Flughafen Salzburg (77 km, ca. eine gute Autostunde).

In Mühldorf selbst gibt es einen kleinen Motor- und Segelflugplatz mit einer Landebahn von 850 m Länge, der für Flugzeuge bis 3.0 t zugelassen ist.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Mühldorf ist ein wichtiger Eisenbahnknoten an den Bahnstrecken München–Mühldorf, Mühldorf–Simbach, Mühldorf–Burghausen, Mühldorf–Rosenheim, Mühldorf–Neumarkt Sankt-Veit und Mühldorf–Freilassing und Station für mehr als 100 Regionalbahnen täglich.

Nach München gibt es eine Anbindung im Stundenentakt.

Der Bahnhof befindet sich einen knappen Kilometer nördlich des Stadtzentrums.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mühldorf a. Inn ist auch heute ein Schnittpunkt meherer Hauptverkehrswege, hier kreuzen sich Autobahn A 94 (München-Passau) und die parallel verlaufende Bundesstraße B 12 (von Lindau über München bis Passau) in West- Ost- Richtung mit der Bundesstraße B 299 (Landshut - Altenmarkt an der Alz in Nord-Süd Richtung.

Die großräumige Anreise aus dem Westen und Norden erfolgt am besten über München und von da an über die in großen Teilen fertiggestellte Autobahn A94.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ein regelmäßiger Schiffsverkehr auf dem Inn findet nicht statt.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Historische Innfähre: Die letzte seilgebundene Innfähre bewegt sich ohne eigenen Antrieb in der Strömung durch Querstellen des Schiffes. Der Ablegesteg des Kahns befindet sich an der Innstraße gegenüber dem Sümo-Parkplatz an der B12. Die Saison reicht von Karfreitag bis Allerheiligen an jedem Wochenende und Feiertagen (außer bei Dauerregen) von 10 - 19 Uhr. Telefon: 08631 1843-0;

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Fassade am Stadtplatz

Wichtigste Sehenswürdigkeit in Mühldorf ist der Stadtplatz mit den historischen Bürgerhäusern und ihren Arkadengängen im Erdgeschoss und den hochgezogenen Blendfassaden im Inn-Salzach-Stil mit vorgetäuschtem Flachdach. Der rund 500 Meter lange Platz mit den beiden Stadttoren an den Enden ist auch das kulturelle Zentrum der Stadt mit Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und den Märkten.

Markant für das Stadtbild sind auch die Schwibbögen in den zum Stadtplatz einmündenden recht engen Gassen. Sie dienten im Mittelalter zur Stabilisierung der Außenmauern bei einer fehlenden Nachbarbebauung.

Einen Überblick über die Stadt kann man sich vom Stadtberg im Nordwesten vor der Stadtmauer verschaffen.

Kirchen[Bearbeiten]

Kirchplatz
Stadtpfarrkirche St. Nikolaus
  • 1 Stadtpfarrkirche St. Nikolaus Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in der Enzyklopädie Wikipedia Stadtpfarrkirche St. Nikolaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadtpfarrkirche St. Nikolaus (Q1283867) in der Datenbank Wikidata:
Das Gebäude hat einen romanischem Turm mit barocker Turmspitze (64 Meter Höhe), der Zentralbau des Langhauses ist frühgotisch. Die Kirche war die Stiftskirche des 1610 vom damaligen Salzburger Erzbischof gegründeten Kollegiatstift. Das Stift wurde 1803 im Zuge der bayrischen Säkularisierung aufgelöst, die Kirche zur Pfarrkirche.
Sehenswert im Inneren ist die barocke Einrichtung: der Hochaltar stammt aus dem Jahre Hochaltar 1774, die Nebenaltäre sind von 1762 und die Rokoko-Kanzel wurde 1772 angefertigt.
Lage: südöstlich vom Stadtplatz.
  • Kapelle St. Johann Baptist (Johanniskapelle) an der Stadtpfarrkirche;
Das Bauwerk entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts und war bis 1874 die Friedhofskapelle. Das Äußere wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des Historismus architektonisch eher unglücklich "verrestauriert". Im Inneren sehenswert ist die Einrichtung aus dem Mittelalter und die Bemalung aus der Zeit der Renaissance. Die Kapelle ist heute auch Gedächtnisstätte für die Weltkriegstoten.
Frauenkirche, innen
Frauenkirche, Stadtplatz
  • 2 Frauenkirche am Stadtplatz, enstanden im Jahre 1643 als Klosterkirche der Kapuziner.
Der Kirchturm entstand 1856 im Stil des Historismus, von 1891 bis 1977 diente die Kirche als Franziskaner-Klosterkirche.
Das Innere ist eher einfach gehalten, zu sehen ist ein Fresko der Schlacht von Mühldorf, geschaffen 1901 von Joseph Widmann (1855-1941).
  • 3 St. Katharina in der Katharinen-Vorstadt
  • 4 Maria-Eich-Kapelle Maria-Eich-Kapelle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMaria-Eich-Kapelle (Q41163892) in der Datenbank Wikidata im Osten außerhalb des historischen Stadtbereiches gelegen und 1699 erbaut.
  • 5 St. Laurentius St. Laurentius in der Enzyklopädie Wikipedia St. Laurentius im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Laurentius (Q56697784) in der Datenbank Wikidata im Stadtteil Altmühldorf, eine hohe dreischiffige Hallenkirche aus Backstein

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • 6 Ehemaliges fürstbischöfliches Schloss Ehemaliges fürstbischöfliches Schloss im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEhemaliges fürstbischöfliches Schloss (Q41163794) in der Datenbank Wikidata:
Um 1539 als fürstbischöfliches Pflegschloß erbaut und später als königlich bayerisches Rentamt genutzt. Heute ist das Finanzamt hier untergebracht.
Lage: Katharinenplatz 16,

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 7 Rathaus: spätgotischer Bau am Stadtplatz:
Im Inneren befindet sich eine unveränderte Hexenkammer aus dem Jahr 1749. Durch Dokumente belegt ist als einer der letzten Hexenprozesse der Fall der 16-jährigen Dienstmagd Maria Pauer, die ab August 1749 monatelang im Rathaus inhaftiert war, ehe das Todesurteil im Oktober 1750 in Salzburg vollstreckt wurde.
Im Obergeschoss des Rathauses befindet sich ein mächtiger Fletz (süddeutsch für Hausflur) und der Sitzungssaal im Stil der italienischen Renaissance mit einer prunkvollen Doppeltüre aus dem Jahr 1641, heute beliebter Saal für Trauungen.
Besichtigung von Stadtsaal und Hexenkammer auf Anfrage.
  • Stadtmauer: die Stadtbefestigung wurde ab dem 19. Jahrhundert teilweise abgetragen oder als Außenmauern für damalige Neubauten genutzt. Ein noch gut erhaltener Abschnitt befindet sich am Haberkasten.
Altöttinger Tor
Münchner Tor
  • Das Altöttinger Tor schließt die Altstadt nach Süden ab und ist benannt nach der historischen Straße zum Wallfahrtsort Altötting.
  • Münchner Tor (Nagelschmiedtor), eines der Wahrzeichen für die Stadt: der untere Teil des nordwestlichen Stadttors stammt teilweise noch aus dem 12. Jahrhundert. Das Vortor wurde 1828 abgebrochen, der 1877 geplante Abbruch des Torturmes konnte verhindert werden.

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Kreismuseum Mühldorf, Tuchmacherstr. 7, 84453 Mühldorf a. Inn (im Lodronhaus am Kulturzentrum Haberkasten). Tel.: +49 (0)8631 2351, E-Mail: . Heimatkundliche Sammlung zum Kreis Mühldorf, Themen von der Ur- und Vorzeit über das Mittelalter bis zum Dritten Reich. Geöffnet: Die bis Do und So.: 14 bis 17.00 Uhr.
  • Jagdmuseum, Stadtplatz 82, 84453 Mühldorf a. Inn (in nähe Altöttinger Tor). Tel.: +49 (0)8631 15109. Keine der üblichen Trophäernsammlungen, sondern nach Aussage des Museumsbesitzers Hans Kotter "eine Mischung aus Anti-Jäger- und Valentin-museum": Skurrile Objekte, bissige Karikaturen und exotischen Arrangements aus der Jägerszene.


Parks[Bearbeiten]

  • Der Stadtpark schließt im Norden an das Zentrum an.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kulturzentrum Haberkasten
  • 1 Kulturzentrum Haberkasten (ganzjähriges Kulturprogramm), Fragnergasse 3, 84453 Mühldorf am Inn (östlich vom Stadtplatz in Nähe St. Nikolaus). Tel.: +49 (0)86 31 61 22 27. Der Haberkasten entstand als Getreidespeicher für das Stift St. Nikolaus erbaut, war später Fronveste und ist seit 1999 Kulturzentrum.
  • Eisstadion, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 15, 84453 Mühldorf. Tel.: +49 (0)8631 1843-164. Geöffnet: von Mitte November bis Anfang März.

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Sommerfestival im Haberkasten-Innenhof, Anfang Juli;
  • Mühldorfer Traditionsvolksfest mit internationalem Schützen- und Trachtenzug, alljährlich am 1. Sonntag im September.
  • Die altbairische Tradition des Schäfflertanzes wurde im Jahre 1862 eingeführt und wird vom Sportverein TSV 1860 Mühldorf e.V. betreut. Spielzeit ist nach der Tradition in siebenjährigem Turnus die Zeit von Dreikönig bis Faschingsdienstag. Die aktuellen Spieljahre sind 2012 und nächstmalig 2019. Weitere Infos und Tanzplan der Schäfflertruppe bei www.schaeffler-muehldorf.de.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Brunnen am Stadtplatz
  • Lodronstube, Tuchmacherstr. 7, 84453 Mühldorf a. Inn (im Lodronhaus). Tel.: +49 (0)8631 164477.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • KingDomParc Discothek Dom - permanent geschlossen, Am Westring 6, 84453 Mühldorf (im Westen der Stadt im Gewerbegebiet). Tel.: +49 (0)8631 9889. Permanent geschlossen

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Städt. Musikschule Mühldorf am Inn, Luitpoldallee 23, 84453 Mühldorf a. Inn (Im Hans-Prähofer-Haus). Tel.: +49 (0)8631 612-281.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Kurzinfos
Fläche29,42 km²
Telefonvorwahl08631
Postleitzahl84453
Kennzeichen
ZeitzoneUTC+1
Notruf112 / 110
  • Apotheken, Allgemeinmediziner und Fachärzte sind in Mühldorf mehrfach vertreten.
  • 1 Klinik Mühldorf am Inn (Akutkrankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit der Versorgungsstufe I und zusätzlichen Schwerpunkten), Krankenhausstraße 1, 84453 Mühldorf a. Inn (ca. 400 Meter westlich des Zentrums). Tel.: (0)8631 613-0 (Zentrale), (0)8631 613-4401 (Notfall-Ambulanz).
Huterergassse mit typischen Schwibbögen

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Das nahe Altötting ist Deutschlands bekanntester Wallfahrtsort.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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