Teneriffa
| Teneriffa | |
| Region | Kanarische Inseln |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 955.063 (2024) |
| Höhe | 10 m |
| Tourist-Info | Turismo de Tenerife (dt.) Tenerife ON (dt.) |
Teneriffa | |
Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln. Sie hat eine Fläche von etwa 2.000 km² und rund 900.000 Einwohner. Das ganzjährig milde Klima lockt besonders Touristen aus England, Deutschland und Skandinavien an ihre Badestrände. Gut ausgebaute Wanderwege und malerische historische Städte sind attraktive Ziele. Beliebt ist die Insel außerdem bei Urlaubern vom spanischen Festland, besonders während der Osterzeit.
Regionen
[Bearbeiten]
Die Insel lässt sich in drei Zonen aufteilen:
Metropolregion
[Bearbeiten]Sie liegt im Nordosten der Insel, ist relativ dicht besiedelt. Etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt in diesem Gebiet. Es umfasst im Wesentlichen die Städte
- 2 San Cristóbal de La Laguna (kurz La Laguna) Zählt wegen des historischen Stadtbildes zum Weltkulturerbe.
Der Norden
[Bearbeiten]
Die Nordküste liegt wie die Metropolregion im Einfluss des Nordostpassats mit etwas unbeständigerem, frühlingshaften Wetter. Von Ost nach West sind hier die Orte:
- 5 Taganana Traditionelles Städtchen mit reicher Tradition im Zuckerrohr- und Weinanbau.
- 6 La Esperanza Dorf in der Gemeinde El Rosario, das von kastillianischen Siedlern gegründet wurde.
- 9 Puerto de la Cruz (kurz Puerto Cruz) Stadt mit vielen Bauten im Kolonialstil und einer riesigen, künstlichen Badelandschaft. Touristenzentrum mit dem Loro Parque und dem Botanischen Garten.
- 10 Icod de los Vinos In der Stadt befinden sich der älteste und größte Drachenbaum der Welt sowie die größte Vulkanhöhle in Europa.
Der Süden
[Bearbeiten]

Die Südwestküste ist die touristisch bedeutendste Region. Hier scheint die Sonne öfter und länger als in anderen Teilen der Insel. Die weitläufigen Badebuchten sind durch Molen geschützt und man findet dort schöne Sandstrände. Vom südlichsten Punkt am Punta de la Rasca nach Norden sind die Orte
- 13 Los Cristianos Touristenzentrum mit kleinem Hafen, von wo u. a. Ausflugsboote zu den Los Gigantes-Klippen und zur Nachbarinsel La Gomera abfahren.
- 14 Playa de las Américas Touristenzentrum, es gehört wie Los Cristianos zur landeinwärts gelegenen Stadt Arona
- 17 Santiago del Teide Zur Gemeinde gehören auch die an der Küste gelegenen Orte Puerto de Santiago, Playa de la Arena und Los Gigantes
Die Südostküste ist durch die starke Abholzung in den vergangenen Jahrhunderten stark mitgenommen worden. Dennoch hat gerade dieser Landesteil seine Reize, da hier nicht so viele Pauschaltouristen zu finden sind. Hier kann man das Hinterland sehr schön kennen lernen.
Sehenswerte Ziele
[Bearbeiten]

Auf 1 Teneriffa gibt es unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten:
- 2 Nationalpark El Teide (El Teide) Umfasst den mit 3.718 m Höhe höchsten Berg Spaniens und die Kraterlandschaft Las Cañadas. Jacke, lange Hose und evtl. eine Mütze sollten unbedingt mit ins Handgepäck, da es dort auch im Hochsommer sehr frisch und vor allem zugig ist. Der Nationalpark ist benannt nach dem.
- 3 Teide oder Pico de Teide, dem mit 3.718 Metern höchsten Berg Spaniens. Er ist ein Kegelvulkan und weist an seiner Spitze subpolares Klima auf. Zur Bergspitze fährt die.
- 1 Teleférico del Teide 1971 erbaute Seilbahn auf den Teide. Die Fahrt von der Talstation auf 2.356 m auf die Bergstation (3.555 m) dauert nur 8 Minuten. Mit einer speziellen Genehmigung kann man weiter auf den Gipfel wandern, von wo aus ein herrlicher Blick auf die Insel und das Meer möglich ist.
- 4 Anaga-Gebirge (Macizo de Anaga) Liegt im Nordosten der Insel, nur wenige Kilometer von der pulsierenden Hauptstadt entfernt. Man taucht in eine andere Welt mit dichtem Lorbeer-Urwald, vielen spektakulären Aussichtspunkten, grünen Wiesen und einer an Nordamerika oder die Alpen erinnernden Landschaft, in der an einigen wenigen Stellen Menschen noch in Höhlen wohnen wie zur Zeit der Guanchen.
- 5 Cumbre Dorsal Auf dem Bergrücken von der Nordostspitze der Insel bis zum Teide durchquert man fast alle Vegetationszonen der Erde. Zahlreiche Aussichtspunkte ermöglichen atemberaubende Blicke über die Insel und Fernblicke zu den übrigen Inseln der Kanaren.
- 6 Teno-Gebirge (Macizo de Teno) Befindet sich im Nordwesten mit seiner üppigen Vegetation, bizarren Felsschluchten und dem malerischen Bergdorf Masca. Eine Wanderung durch diese Schlucht (ein Weg: ca. 4,5 km und gut 600 Höhenmeter) ist sehr empfehlenswert. Die Tour ist kostenpflichtig (ca. 30 €/2025). Man muss sich vorher online registrieren, da der Zugang begrenzt ist. Man kann den Rückweg auf dem Wasser vornehmen und z. B. mit dem Bus nach Masca zurückfahren, falls dort das Auto steht - das will aber vorher geplant sein. Bei einer Schiffsfahrt zum Hafen vorbei an Los Gigantes kann man auf den einen oder anderen Delfin stoßen.
- 7 Puerto de Santiago Die malerische Bucht mit dem pechschwarzen Strand liegt nur wenige Kilometer nördlich der beeindruckenden Klippen von Los Gigantes.
- 1 El Médano Der bei Surfern beliebte Ort liegt direkt an dem felsigen Naturpark Montana Roja.
- 2 Las Teresitas Der an die Copacabana erinnernde Palmenstrand befindet sich in San Andrés nördlich der Hauptstadt Santa Cruz.
Hintergrund
[Bearbeiten]Geschichte
[Bearbeiten]Die ersten Bewohner der Kanaren waren die Guanchen. Dieses wahrscheinlich von den Berbern abstammende Volk hatte eine streng hierarchisch aufgebaute Herrschaftsform, an deren Spitze ein Mencey oder König herrschte. Zur Zeit der ersten Kontakte mit den Spaniern war dies der Mencey Tinerfe, von dem sich der Name der Insel Teneriffa ableitet und nach dem die Inselbewohner heute noch als Tinerfeños bezeichnet werden.
Nach ersten Missionierungsversuchen wurden die Inseln gewaltsam unterworfen, nach dem Sieg der Spanier bei La Laguna im Jahre 1496 wurde die Kultur der Guanchen fast völlig vernichtet. Die Kanaren wurden für die Spanier immens wichtig als Zwischenstation ihrer Schiffe auf dem Weg nach Amerika, auch andere Seefahrer erkannten die strategische Bedeutung dieser Inseln. So versuchte der englische Admiral Nelson 1797 vergeblich, Teneriffa zu erobern.
Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu Reformen kam.
Die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung. 1936 startete General Franco seinen Putsch von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren Bananen für das Festland. Nach der Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.
Übrigens besuchten 1885 zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und 2001 waren es 4,8 Millionen.
Flora und Fauna
[Bearbeiten]
Viele der auf Teneriffa wachsenden Pflanzenarten sind endemisch, d. h. sie sind nur lokal verbreitet. Dazu zählt die Kanarische Kiefer, der wohl wichtigste Nadelbaum der Kanaren, dessen Nadeln etwa 30 cm lang werden. Bekannt ist auch der Teide-Natternkopf, der nur im Nationalpark Teide vorkommt. Auch der Kanarische Drachenbaum, dessen bekanntestes Exemplar in Icod de los Vinos steht, gehört dazu, ebenso wie zahlreiche kakteenartige Wolfsmilchgewächse im Südwesten der Insel.
Allerdings wurden auch zahlreiche Pflanzen eingeschleppt und gehören heute selbstverständlich zum Bewuchs der Insel. Bekannt ist die kanarische Banane, heute einer der Hauptexportartikel. Sie wurde aus Südostasien angesiedelt, ebenso wie das Zuckerrohr, von dem heute noch verwilderte Reste in den Barrancos heimisch wurden. Beide Pflanzenarten wurden erfolgreich nach Amerika exportiert, dafür kamen aus der Neuen Welt andere Gewächse. Besonders erfolgreich haben sich die Opuntien auf den kargen vulkanischen Flächen verbreitet, ursprünglich wurden sie angebaut als Wirtspflanze der Cochenille-Schildlaus zur Gewinnung von Farbstoffen. Typisch für die Inseln sind auch die kleinen Kartoffeln Papas, die mehrmals im Jahr geerntet werden und als Papas con mojo gegessen werden.
Der botanische Garten von Puerto de la Cruz war ein Versuch, fremdartige Pflanzen aus aller Welt anzusiedeln, um sie später nach Europa weiter zu verbreiten.
Umweltschutz
[Bearbeiten]
Der wichtigste Wirtschaftszweig der Insel, der Tourismus, hat bereits zu einer großflächigen Schädigung der Umwelt Teneriffas beigetragen. Hierbei wirken sich besonders die übermäßige Bebauung, der Müll und die Frischwasserversorgung der Menschenmassen negativ auf die Flora und Fauna aus. Das im Jahre 1987 erlassene „Ley de Espacios naturales de Canarias“ („Gesetz zur Deklaration der Kanarischen Naturschutzgebiete“) sieht vor, dass ökologische Verbrechen schärfer geahndet werden und weniger Baugenehmigungen ausgestellt werden sollten. Das Gesetz blieb letztlich ohne große Wirkung, da es sich nicht durchsetzen konnte. Eine Trendwende aber fand im Bewusstsein der Inselbevölkerung statt: Aufklärungsmaßnahmen und Aktionen von Umweltschutzorganisationen wie der „Coordinadora Ecologista de Tenerife“ tragen erste Früchte, die Mitgliederzahlen dieser Vereine wachsen stetig. Ein weiterer Schritt zur Erhaltung der Natur ist die Schaffung von Zugangsbeschränkungen für Nationalparks.
Aktuell zeichnet sich eine Diskussion ab, inwieweit der Nationalpark Teide noch für Wanderer und Naturfreunde zugänglich gemacht werden soll. Jährlich mehr als 2,5 Millionen Entdeckungsreisende besuchen den Park. Allein 400.000 von ihnen nutzen die Seilbahn Teleferico, um in den Gipfelbereich zu gelangen. Um den Bereich mehr zu schützen, wurde der Teide-Park bereits vor einiger Zeit von 13.571 auf 19.522 Hektar vergrößert (Rang fünf in Bezug auf die Ausdehnung spanischer Nationalparks), indem neue Regionen um die Cañadas ergänzt wurden. Da nämlich die Regionen um den Teide am wenigsten vom Tourismus profitieren, dafür jedoch den größten Schaden zu tragen haben, wurde ihnen mehr Einfluss zugemessen. Es wird nun darüber diskutiert, ob der Park kostenpflichtig werden sollte, man keine Autos hinter den Cañadas zulassen sollte und stattdessen Busse die Touristen durch die Vulkanlandschaft chauffieren lassen sollte.
Bislang ist noch nicht abzusehen, ob bzw. wann diese Pläne in (naher) Zukunft umgesetzt werden.
Sprache
[Bearbeiten]Auf der Insel wird Spanisch gesprochen. In den Touristenzentren kommt man mit Englisch und Deutsch überall gut durch. Es gibt Lokale, bei denen die Speisekarte in zehn verschiedenen europäischen Sprachen abgefasst ist.
Anreise
[Bearbeiten]Teneriffa besitzt zwei Flughäfen:
- 2 Flughafen Teneriffa Süd (Aeropuerto de Tenerife Sur, Aeropuerto Reina Sofia, IATA: TFS) Der Flughafen im Süden der Insel wird von den meisten Ferienfliegern angesteuert.
- 3 Flughafen Teneriffa Nord (Aeropuerto de Tenerife Norte, IATA: TFN) Von hier aus starten vor allem Flugzeuge zu den anderen kanarischen Inseln.
Mobilität
[Bearbeiten]Als billigstes Verkehrsmittel gelten die grünen, meist klimatisierten Linienbusse der Transportes Interurbanos de Tenerife S.A.U.] (kurz TITSA), hier auf den Kanaren üblicherweise Guagua genannt. Sie fahren jede Ortschaft auf der Insel an und sind, insbesondere mit den praktischen TenMas-Sparkarten (früher BonoBus), sehr günstig. Die Fahrten über kleine Ortschaften dauern aufgrund der zahlreichen Zwischenhalte aber selbst bei kurzen Strecken meist recht lang. Zwischen Playa de las Américas und Santa Cruz fahren allerdings Direktbusse (ca. 50 Minuten). Für ganz Bequeme gibt es zu den touristisch interessanten Zielen auch organisierte Ausflüge, angeboten z. B. von Viajes Teide.
Für kürzere Strecken kommt man auch mit dem Taxi recht günstig durch die Gegend.
Alle großen und viele lokale Autovermieter sind auf Teneriffa vertreten. Das Straßennetz ist in gutem Zustand, kann in den Bergen sehr eng und kurvig sein (Straße nach Masca im Teno-Gebirge). Benzin ist billiger als in Deutschland (ca. 0,95–1,18 €/l (Stand: Aug 2025)). Bei der Übernahme sollte man den Zustand von Fahrzeug und Bereifung kontrollieren.
Themen- und Freizeitparks holen ihre Besucher kostenlos aus den Touristenzentren ab. Die Zubringerbusse fahren oft nur an bestimmten Wochentagen.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Neben der landschaftlichen Schönheit und Vielfalt bietet die Insel hervorragende Abwechslung bei Aktivitäten. Im Winter kann man zum Teide hochfahren und eine Schneeballschlacht veranstalten, danach in den Süden der Insel zurückkehren und sich am Strand sonnen oder im Meer schwimmen - und das alles im Rahmen von zwei Stunden. Es existieren einige wunderschöne Rundfahrtrouten mit atemberaubender Szenerie. Außerdem sind einige sehr gute Freizeitparks wie der Loro Parque bei Puerto de la Cruz vorhanden.
Mountainbikes und e-bikes sind äußerst empfehlenswert - Bergfitness vorausgesetzt (ansonsten ist die Mitnahme eines billigen Klapprades eine gute Idee) - und werden von den Fluggesellschaften für 20 bis 30 € pro Strecke - nach Voranmeldung mitgenommen. Fast verlustloser Privatverkauf eines preiswerten Gebrauchten (am besten an Dauertouristen) ist mit ein bisschen Talent auch möglich. Bei vielen Bussen kann man die Räder kostenlos im Gepäckfach transportieren - sie sollten relativ robust sein und an vermehrten Kratzern sollte man sich nicht stören. Die Einheimischen machen meist am Wochenende mit ihren Downhill-Rädern Ausflüge auf diese Art und Weise.
Wandern, Klettern, Tauchen, Mountainbike - Angebote organisierter Touren liegen in den meisten Hotels aus.
Wandergebiete und -routen
[Bearbeiten]- 8 Montañas de Anaga im Nordosten
- Macizo de Teno im Nordwesten
- 9 Malpaís de Güímar . 290 ha großes Naturschutzgebiet mit bizarr geformten Lavagestein. Anfahrt erfolgt über die TF-1, Ausfahrt Polígono Industrial („Industriegebiet“) in Arafo. Von dort 1,5 km.
- und die Berge um Las Cañadas mit der Teide-Besteigung. Ausgewiesene Wanderwege sind u.a.:
- PR-TF 43-3: Santiago del Teide → 10 Montaña Chinyero : 7,5 km Rundweg (↥ 514 m, ↧ 45 m
- PR-TF 65: Santiago del Teide ↔ Puerto de Santiago, 7,3 km (↥ 47 m, ↧ 818 m)
Seit 2024 verlangt man Eintritt für die 11 Masca-Schlucht (Barranco de Masca) . Zwingend vorgeschrieben ist die Anfahrt mit dem online zu reservierenden Shuttlebus ab Santiago del Teide, zunächst kostet das für Auswärtige 28 € Eintritt und 10 € für die Busfahrt. Wassertaxi extra.
Im 12 Parque Rural de Anaga braucht man seit Dezember 2024 eine Reservierung mit Zeitfenster für die Wanderwege von La Ensillada – Cabezo de Tejo – La Ensillada im Naturschutzgebiet El Pijaral (6,5 km, 2½ h, ↥ ↧ 574 m) sowie in der Schutzzone am Monte de Aguirre von La Asomada – Cruz de Afur (2,4 km, ↥ 391 m, ↧ 172 m). Buchungen sind max. 14 Tage im voraus für bis zu fünf Personen pro Gruppe erlaubt. Die Zahl der einfahrenden Privatwagen soll ebenfalls beschränkt werden. Auskünfte unter ☎ 901 501 901.
Ab 2026 kommt dies auch für die Besteigung des Teide, wobei die Zahl der Wanderer auf 300 pro Tag beschränkt wird, die online reservieren werden müssen. Privatautos und Reisebusse werden ebenfalls verboten. [veraltet] Heute sind am Teide schon die folgenden Wanderrouten reservierungspflichtig (max. 28 Tage im voraus): PNT 07: Montaña Blanca – La Rambleta; PNT 09: Teide – Pico Viejo – Mirador de las Narices del Teide; PNT 10: Telesforo Bravo; PNT 23: Los Regatones Negros; PNT 28: Chafarí.
Küche
[Bearbeiten]
Die einheimische Küche ist als deftig und äußerst schmackhaft zu bezeichnen. Typisch sind die in Salzlake gegarten Kartoffeln (Papas arrugadas), welche mit den Mojo genannten Saucen Mojo verde und Mojo picon serviert werden, daneben Garbanzos (Kicherebsen-Eintopf) usw. Gehen Sie etwas weg von der Küste, und suchen sich die Restaurants aus, wo die Autos der lokalen Arbeiter stehen, und nicht die Touristenbusse. Sie werden begeistert sein, was man Ihnen serviert!
In den Touristen-Zentren ist die Küche sehr stark an den Interessen der Touristen orientiert. Aber auch hier gibt es Oasen, in denen kanarische Küche angeboten wird. Man kann in den Restaurants sehr schöne Tapas bekommen. Wenn man aber wirkliche kanarische Küche genießen möchte, dann muss man in die kleinen Dörfer fahren, die noch nicht von den Touristen überflutet worden sind. Die Verständigung ist oft sehr schwierig, aber das Essen wird zur Belohnung.
Gofio
[Bearbeiten]Gofio war das Grundnahrungsmittel der kanarischen Bevölkerung vor der Einführung der Kartoffel. Es ist auch heute noch bei den Einwohnern der Inseln beliebt. Gofio ist ein Mehl aus gerösteten Körnern oder Hülsenfrüchten. In den Gofiomühlen wird Weizen, Mais, Garbanzos (Kichererbsen) usw. geröstet und dann zu Mehl gemahlen. Häufig werden verschiedene Grundprodukte zusammen zwischen den Steinen zu Mehl verarbeitet. Das Mehl wird dann entweder mit Honig, Rosinen und/oder gemahlenen Mandeln zu einer Masse verknetet oder mit einer Fleisch- oder Gemüsebrühe zusammen gegessen.
Auf Teneriffa wird die süße Version des Gofios in Scheiben oder die kräftige Version des Goffio als Vorspeise z. B. zu Conejo en Ajo (Kaninchen in Knoblauchsoße) oder Cabra (Ziege) serviert.
Es gibt verschiedene heute elektrisch betriebene Gofiomühlen die man besichtigen kann und bei denen man verschiedene Arten und Mischungen des Gofios auch in kleineren Mengen kaufen kann. z. B. in La Orotava ca. 100 Meter oberhalb des Hauses der Balkone direkt über dem Parque San Francisco oder 100 Meter unterhalb des Hauses der Balkone (La Maquina) direkt vor der Casa Lercaro. In der deutschen Küche eignet sich Gofio zur Andickung von Soßen, die dadurch einen etwas kräftigeren Geschmack bekommen.
Nachtleben
[Bearbeiten]Teneriffa hat nie zu, will sagen, irgendwo ist immer etwas los. Es gibt zahlreiche Bars, die rund um die Uhr geöffnet haben. Es gibt Discotheken die bis in den Morgen geöffnet haben und in denen immer etwas los ist. Es gibt für jeden Geschmack etwas. Das ist aber alles für die Touristen gemacht. Will man mit den Einheimischen feiern, muss man auf die kleinen Dörfer im Innenland der Insel ausweichen. Hier wird man sehr gastfreundlich aufgenommen und gehört zu jeder kleinen Fiesta dazu.
Feiertage
[Bearbeiten]

Der Feiertagskalender wird Jahr für Jahr von den einzelnen autonomen Regionen Spaniens neu festgelegt. Fällt beispielsweise ein Feiertag auf einen Sonntag, wird in manchen Fällen der darauffolgende Montag oder der vorangehende Freitag ebenfalls zum Feiertag bestimmt. Hier die Feiertage, die auf der gesamten Insel gelten.
- 1. Januar: Año Nuevo
- 6. Januar: Heilige Drei Könige, Los Reyes: An diesem Tag bekommen die Kinder in Spanien ihre Weihnachtsgeschenke, die die Drei Könige mitbringen.
- Februar/ März: Carnaval.
- 19. März: San José
- Gründonnerstag: Jueves Santo
- Karfreitag: Viernes Santo, 3. April 2026
- Ostersonntag: Pascua
- 1.Mai: Día del Trabajo
- 30. Mai: Día de las Islas Canarias,Tag der Kanaren
- Pfingsten: Pentecostés, 24. Mai 2026
- Fronleichnam: Corpus Christí, 4. Juni 2026
- Christi Himmelfahrt: Ascensíon del Señor, 14. Mai 2026
- 25. Juli: Santiago Apóstel, Apostel Jakobus
- 15. August: Maria Himmelfahrt: Asunción
- 12. Oktober: Tag der Entdeckung Amerikas, Día de la Hispanidad
- 1. November: Allerheiligen, Todos los Santos
- 6. Dezember: Día de la Constitución, Tag der Verfassung
- 8. Dezember: Maria Empfängnis, Immaculada Concepción
- 25. Dezember: Weihnachten, Navidad
Die Gemeinden können zusätzlich zu den normalen gesetzlichen Feiertagen zwei weitere Tage ihrer Wahl zu örtlichen Feiertagen erklären, wobei einer zumeist dem Schutzpatron oder der Schutzpatronin des Ortes gewidmet ist. So erklären sich auch die vielen örtlichen Feiern auf den Inseln.
Unterkunft
[Bearbeiten]Seit 2025 sind private Vermietungen in Wohngebäuden genehmigungspflichtig (zusätzlich zum landesweiten NRUA ), was zur Einschränkung des Angebots geführt hat.
Ebenso wurde die Höchstaufenthaltsdauer auf den medianías genannten Wohnmobilstellplätzen auf 72 Stunden beschränkt. Pernoctar also im Wohnmobil schlafen, ohne ein Lager aufzuschlagen bleibt auf entsprechenden Parkplätzen gestattet. In Schutzgebieten (Strände und Wälder) ist das wilde campen und Feuer machen verboten, Strafen 600–1500 €.
Der durchschnittliche Lohn auf den Kanaren liegt am unteren Rand in Spanien und ist besonders in Beherbergungsbetrieben miserabel. Der Mindestlohn ist 39,47 Euro pro Tag im Jahre 2025. Beim Trinkgeld für das Zimmer„mädchen” (meist Frauen mittleren Alters) sollte man bei offensichtlich guter Leistung etwas großzügiger sein.
Sicherheit
[Bearbeiten]Bewaffnete Kriminalität ist auf Teneriffa kaum ein Problem. In Acht nehmen sollte man sich in den Ballungszentren allerdings vor Taschendieben, auch sollte man Wertsachen nicht offen liegen lassen. Auch der Kauf eines vermeintlich günstigen Ferienhauses auf Teneriffa durch unseriöse Händler sollte unterlassen werden.
Es wird empfohlen, keine Sachen im Auto zu lassen und zusätzlich das Handschuhfach geöffnet zu lassen, um möglichen Dieben zu signalisieren, dass sich etwaige Einbrüche nicht lohnen.
“Sex & drugs” gibt es in den Partyzonen. Vorsicht ist auch vor Taschendieben am Strand geboten.
Mittlerweile gibt es auch Bandenkriminalität auf Teneriffa, die vom europäischen Festland importiert wurde. Auf Teneriffa sind 2024 so viele Flüchtlinge angekommen wie nie zuvor. Ein großes Lager ist am Flugplatz das Centro de inmigrantes Las Raíces. Das Anmieten des Hotelsafes ist auf jeden Fall wichtig. Lassen Sie keine Wertsachen offen im Zimmer liegen, da die meisten Hotels für jeden frei zugänglich sind und die Zimmertüren der Hotels keinen wirksamen Schutz darstellen. Die Notrufnummer ist 112.
Die Policia Local zeigt sehr stark Präsenz, dazu fährt auch die Guardia Civil Streife, gerade an den Brennpunkten, wo sich viele Touristen aufhalten. Das suggeriert zwar Schutz, ist aber in den wenigsten Fällen wirksam. Dazu haben viele Polizisten kaum Fremdsprachenkenntnisse. Benötigt man die Polizei wegen einer Anzeige, sollte man das örtliche Revier aufsuchen.
Offiziell ist der Alkoholgenuß in der Öffentlichkeit auf Bars und Restaurants beschränkt, aber (noch) nicht strafbewehrt.
Seit Jahresanfang 2026 sind Zigaretten auch untersagt auf Terrassen von Bars und Restaurants, Bushaltestellen, Spielplätzen, Sportanlagen usw.
Klima
[Bearbeiten]Inselklima allgemein
[Bearbeiten]
Es gibt auf Teneriffa kein einheitliches Klima. Die Lage der Insel im Atlantik und die Höhe ihrer Berge sind dafür verantwortlich, dass auch auf relativ engem Raum unterschiedliche Witterungen herrschen. Teneriffa weist wie alle anderen Inseln des Kanarenarchipels ganzjährig milde Temperaturen auf. Zum einen ist daran die Temperatur des umgebenden Meeres verantwortlich. Das Wasser des Atlantiks hat in diesen Breiten eine Temperatur, die zwischen 18 °C im Februar/März und 23 °C im August/September schwankt und damit ganzjährig ein Baden im Meer ermöglicht. Zum anderen sind dies die Passatwinde. Diese Winde haben ihren Ursprung im Azorenhoch, das sich im Winter über Madeira befindet, im Sommer jedoch weiter nach Norden zu den Azoren wandert. Dann haben die Passatwinde auch genügend Platz, um sich bis Teneriffa mit Atlantikwasser vollzusaugen. Während sie nachts von der Insel ferngehalten werden, ziehen sie tagsüber bis an das Teidemassiv heran. Es bilden sich in etwa 1.000 bis 1.500 m Höhe Wolken, die beim Kontakt mit den dortigen Lorbeer- und Kiefernwäldern zu feinem Nieselregen kondensieren. Dieser Umstand bringt in den sonst ausgesprochen trockenen Sommermonaten der Landwirtschaft auf der Nordseite der Insel entscheidende Vorteile. Er ist aber auch dafür verantwortlich, dass der Südwesten der Insel ein wärmeres und trockeneres Klima hat als der Nordosten.
Klima im Nordosten der Insel
[Bearbeiten]Zur Erläuterung die Klimatabelle des Aeropuerto Tenerife Norte
| Aeropuerto Tenerife Norte | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mittlere höchste Lufttemperatur in °C | 15.5 | 16.4 | 17.4 | 18.0 | 19.4 | 21.5 | 24.4 | 25.4 | 24.5 | 22.1 | 19.3 | 16.7 | Ø | 20.1 |
| Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C | 10.1 | 10.1 | 10.5 | 10.7 | 11.9 | 13.7 | 15.6 | 16.4 | 16.4 | 15.0 | 13.2 | 11.3 | Ø | 12.9 |
| Wolkenlose Tage im Monat | 3 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 6 | 6 | 5 | 3 | 4 | 3 | Ø | 3.9 |
| Niederschläge in mm | 98 | 69 | 65 | 54 | 22 | 12 | 6 | 5 | 20 | 48 | 70 | 87 | Σ | 556 |
| Regentage im Monat | 8 | 7 | 8 | 6 | 4 | 3 | 1 | 1 | 3 | 7 | 8 | 9 | Σ | 65 |
| Relative Feuchte in % | 65 | 65 | 62 | 62 | 60 | 60 | 57 | 60 | 64 | 66 | 66 | 67 | Ø | 62.8 |
| Sonnenscheindauer pro Monat | 152 | 169 | 183 | 198 | 232 | 237 | 265 | 272 | 220 | 197 | 168 | 153 | Σ | 2446 |
Der Flughafen Aeropuerto Tenerife Norte (TFN) liegt auf einer Höhe von etwa 600 m bei der Stadt La Laguna. In den tieferliegenden Städten Puerto de la Cruz und Santa Cruz sind die Durchschnittstemperaturen geringfügig höher, die Niederschläge teils deutlich geringer.
Der Passatwind kommt nun aus dem Nordosten und drückt die Wolken gegen die Berge insbesondere des Teide-Massivs. Man kann hier unterscheiden zwischen den Gebieten
- unterhalb der Wolke, das sind insbesondere die großen Städte Santa Cruz, La Laguna und Puerto Cruz und ihr Umland mit einem ganzjährig subtropischen Klima.
- in der Wolke, dies sind die Regionen um 1000 m - 1500 m Höhe. Dazu zählt das Anaga-Gebirge im äußersten Nordosten der Insel, der langgezogene Bergrücken Cumbre Dorsal, der sich von La Laguna in Richtung des Teide erstreckt und große Teile der Corona Forestal, dies ist eine vor allem mit Kiefern bewachsene Waldzone rings um den Teide. Hier fallen die meisten Niederschläge der Insel.
- über der Wolke, das ist hauptsächlich das Teide-Massiv. Die relativ trockene Luft ermöglicht starke Temperaturschwankungen, in der Höhe von über 2000 m kann es in den Wintermonaten durchaus schneien.
Klima im Südwesten der Insel
[Bearbeiten]Zur Verdeutlichung die Klimatabelle des Flughafens Teneriffa Süd:
| Flughafens Teneriffa Süd | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mittlere höchste Lufttemperatur in °C | 21.6 | 22.0 | 23.1 | 22.9 | 23.7 | 25.3 | 27.5 | 28.4 | 27.9 | 26.5 | 24.7 | 22.7 | Ø | 24.7 |
| Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C | 15.2 | 15.2 | 15.7 | 16.0 | 17.0 | 18.7 | 20.1 | 21.0 | 20.9 | 19.9 | 18.2 | 16.4 | Ø | 17.9 |
| Wolkenlose Tage im Monat | 9 | 10 | 9 | 7 | 6 | 9 | 19 | 17 | 10 | 7 | 7 | 7 | Ø | 9.8 |
| Niederschläge in mm | 11 | 14 | 18 | 7 | 1 | 0 | 0 | 0 | 3 | 9 | 27 | 23 | Σ | 113 |
| Regentage im Monat | 2 | 2 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 2 | 3 | Σ | 14 |
| Relative Feuchte in % | 64 | 66 | 64 | 66 | 69 | 70 | 68 | 68 | 70 | 69 | 67 | 67 | Ø | 67.3 |
| Sonnenscheindauer pro Monat | 195 | 201 | 218 | 215 | 241 | 249 | 287 | 268 | 203 | 209 | 197 | 199 | Σ | 2682 |
Auf der Südseite existiert ein beständiger Sommer mit wenig oder gar keinem Wind und hervorragendem Badewetter. Die meisten Touristen zieht es deswegen auf die Südseite. Die Nordseite ist etwas feuchter und vermittelt mehr einen ganzjährigen spanischen Frühling. Das Wetter ist hier weniger konstant, meistens jedoch auch sehr angenehm.
Literatur
[Bearbeiten]- : Teneriffa DuMont Reise-Taschenbuch. DuMont Reiseverlag, 2025 (3. Auflage), ISBN 9783616000688; 288 Seiten.
- : 88 Touren auf der »Insel der Glückseligen« – die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. Bergverlag Rother, 2025 (23. Auflage), ISBN 978-3-7633-1400-3; 301 Seiten (deutsch). 94 Höhenprofile, 88 Wanderkärtchen im Maßstab 1 : 50.000 und 1 : 75.000, vier Übersichtskarten im Maßstab 1 : 400.000, GPS-Tracks zum Download
- : Alexander von Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799. Sein Leben, sein Wirken. Zech-Verlag, 2017, ISBN 978-84-934857-6-4, S. 208. mit Teilen aus dem historischen Reisebericht; Preis: 15,90€ / Auf den kanarischen Inseln steuerfrei
- Szönyi, Michael; Geoland Teneriffa; Zürich 2009 (vdf Hochschulverlag), ISBN 978-3-7281-3242-0
- Kompass Karte 233, Teneriffa; ISBN 978-3-99044-568-6, Maßstab: 1 : 50.000, Preis: 11,99 €
- Auto- und Freizeitkarte Teneriffa Maßstab 1 : 50 000. freytag & berndt, 2019, ISBN 9783707910612. Preis 12,90 €
- : Meridian Zero. indepently published, 2017, ISBN 978-1-5212-2861-6; 312 Seiten (deutsch). Die Kanarischen Inseln jenseits des Massentourismus, Reisebericht mit vielen Hintergrund-Infos auch zu Teneriffa
- : Teneriffa. Metzner Verlag, 2019 (2. Auflage), ISBN 978-1790936762; 83 Seiten (deutsch). Playa San Juan und der Südwesten Teneriffas
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Sep 2025)
- Turismo de Tenerife – Offizielle Tourismus-Webseite (automatische Maschinenübersetzung über Geo-API)
- Cabildo de Tenerife – Inselregierung von Teneriffa (sp.), Unterseite Turismo mit Liste aller Fremdenverkehrsinfos auf der Insel sowie zu “Fiestas” und den Nationalpark Teide.
- Transportes Interurbanos de Tenerife (TITSA) Öffentliche Busgesellschaft (spanisch und engl.)
- Große Sammlung an Wanderrouten auf Teneriffa
- Klimadaten der Agencia Estatal de Meteorología
- canarianweekly.com engl. Lokalnachrichten
- teneriffa-news.com Lokalnachrichten auf Deutsch

