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Teneriffa

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Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln. Sie hat eine Fläche von etwa 2.000 km² und rund 900.000 Einwohner. Das ganzjährig milde Klima lockt besonders Touristen aus England, Deutschland und Skandinavien an ihre Badestrände, gut ausgebaute Wanderwege und malerische historische Städte sind attraktive Ziele. Beliebt ist die Insel außerdem bei Urlaubern vom spanischen Festland, besonders während der Osterzeit.

Regionen[Bearbeiten]

Teneriffa, vorn rechts die Westküste und der Flughafen Teneriffa Süd. Im Zentrum der Krater Las Cañadas mit dem Teide

Die Insel lässt sich in drei Zonen aufteilen

Metropolregion[Bearbeiten]

Sie liegt im Nordosten der Insel, ist relativ dicht besiedelt. Etwa die Hälfte der Inselbevölkerung lebt in diesem Gebiet. Es umfasst im Wesentlichen die Städte

  • Santa Cruz de Tenerife, kurz Santa Cruz, ist die Inselhauptstadt mit dem größten Hafen.
  • San Cristóbal de la Laguna, kurz La Laguna genannt, zählt wegen ihres historischen Stadtbildes zum Weltkulturerbe
  • El Rosario, südwestlicher Vorort von Santa Cruz
  • Tegueste, der Ort ist vom Stadtgebiet von La Laguna umschlossen
  • San Andrés , nordöstlicher Vorort von Santa Cruz mit großem Strand

Der Norden[Bearbeiten]

Am Playa Martiánez, Puerto de la Cruz

Die Nordküste liegt wie die Metropolregion im Einfluss des Nordostpassats mit etwas unbeständigerem, frühlingshaften Wetter. Von Ost nach West sind hier die Orte:

  • La Orotava, zum Stadtgebiet gehört fast der gesamte Nationalpark Teide
  • Puerto de la Cruz, kurz Puerto Cruz, mit vielen Bauten im Kolonialstil und einer riesigen, künstlichen Badelandschaft. Touristenzentrum mit dem Loro Parque und dem Botanischen Garten.
  • Icod de los Vinos, in der Stadt steht der älteste und größte Drachenbaum der Welt
  • Garachico, gut erhaltenes Hafenstädtchen
  • Buenavista del Norte im Teno-Gebirge mit dem kleinen Ort Masca und der malerischen Schlucht

Der Süden[Bearbeiten]

Hotelanlagen bei Costa Adeje

Die Südwestküste ist die touristisch bedeutendste Region. Hier scheint die Sonne öfter und länger als in anderen Teilen der Insel. Die weitläufigen Badebuchten sind durch Molen geschützt und man findet dort schöne Sandstrände. Vom südlichsten Punkt am Punta de la Rasca nach Norden sind die Orte

  • Los Cristianos - Touristenzentrum mit kleinem Hafen, von wo u.a. Ausflugsboote zu den Los Gigantes-Klippen und zur Nachbarinsel La Gomera abfahren.
  • Playa de las Américas - Touristenzentrum, es gehört wie Los Cristianos zur landeinwärts gelegenen Stadt Arona
  • Costa Adeje, Ferienort am Strand der im Hinterland liegenden Stadt Adeje
  • Guía de Isora mit dem an der Küste liegenden Playa de San Juan
  • Santiago del Teide und die an der Küste gelegenen Orte Puerto de Santiago, Playa de la Arena und Los Gigantes
Terrassenfelder bei Vilaflor

Die Südostküste ist durch die starke Abholzung in den vergangenen Jahrhunderten stark mitgenommen worden. Dennoch hat gerade dieser Landesteil seine Reize, da hier nicht so viele Pauschaltouristen zu finden sind. Hier kann man das Hinterland sehr schön kennen lernen.

  • Vilaflor, die höchstgelegene Gemeinde der Insel, liegt im Landesinneren
  • San Miguel de Abona,
  • Granadilla de Abona mit dem bei Surfern beliebten Ferienort El Médano
  • Güímar - rätselhafte Pyramiden
  • Candelaria - Marienwallfahrtsort, zu dem kanarische Katholiken pilgern
  • Der Flughafen Teneriffa Süd liegt zwischen den Städten San Miguel und Granadilla an der Küste.

Sehenswerte Ziele[Bearbeiten]

Der alte Drachenbaum neben einer kanarischen Palme in Icod de los Vinos
  • Der Teide, mit 3.718 m Höhe Spaniens höchster Berg und die Kraterlandschaft Las Cañadas. Jacke, lange Hose und evtl. eine Mütze sollten unbedingt mit ins Handgepäck, da es dort auch im Hochsommer sehr frisch und vor allem zugig ist.
  • Das Anaga-Gebirge im Nordosten der Insel liegt nur wenige Kilometer von der pulsierenden Hauptstadt entfernt. Man taucht in eine andere Welt mit dichtem Lorbeer-Urwald, vielen spektakulären Aussichtspunkten, grünen Wiesen und einer an Nordamerika oder die Alpen erinnernden Landschaft, in der an einigen wenigen Stellen Menschen noch in Höhlen wohnen wie zur Zeit der Guanchen.
  • Der Bergrücken Cumbre Dorsal, auf dem man von der Nordostspitze der Insel bis zum Teide fast alle Vegetationszonen der Erde durchquert. Zahlreiche Aussichtspunkte ermöglichen atemberaubende Blicke über die Insel und Fernblicke zu den übrigen Inseln der Kanaren.
  • Das Teno-Gebirge im Nordwesten mit seiner üppigen Vegetation, bizarren Felsschluchten und dem malerischen Bergdorf Masca. Eine Wanderung durch diese Schlucht (ein Weg: ca. 4,5 km und gut 600 Höhenmeter) ist sehr empfehlenswert. Man kann den Rückweg auf dem Wasser vornehmen und z.B. mit dem Bus nach Masca zurückfahren, falls dort das Auto steht - das will aber vorher geplant sein. Bei einer Schiffsfahrt zum Hafen vorbei an Los Gigantes kann man auf den einen oder anderen Delfin stoßen.
  • Die malerische Bucht von Puerto Santiago mit dem pechschwarzen Strand, wenige Kilometer nördlich die beeindruckenden Klippen von Los Gigantes
El Medano
  • Der bei Surfern beliebte Ort El Médano mit dem felsigen Nationalpark Montana Roja
  • Der an die Copacabana erinnernde Palmenstrand Las Teresitas nördlich der Hauptstadt Santa Cruz

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Bewohner der Kanaren waren die Guanchen. Dieses wahrscheinlich von den Berbern abstammende Volk hatte eine streng hierarchisch aufgebaute Herrschaftsform, an deren Spitze ein Mencey oder König herrschte. Zur Zeit der ersten Kontakte mit den Spaniern war dies der Mencey Tinerfe, von dem sich der Name der Insel Teneriffa ableitet und nach dem die Inselbewohner heute noch als Tinerfeños bezeichnet werden.

Nach ersten Missionierungsversuchen wurden die Inseln gewaltsam unterworfen, nach dem Sieg der Spanier bei La Laguna im Jahre 1496 wurde die Kultur der Guanchen fast völlig vernichtet. Die Kanaren wurden für die Spanier immens wichtig als Zwischenstation ihrer Schiffe auf dem Weg nach Amerika, auch andere Seefahrer erkannten die strategische Bedeutung dieser Inseln. So versuchte der englische Admiral Nelson 1797 vergeblich, Teneriffa zu erobern.

Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu Reformen kam.

Die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung. 1936 startete General Franco seinen Putsch von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren Bananen für das Festland. Nach der Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.

Übrigens besuchten 1885 zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und 2001 waren es 4,8 Millionen.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Teide-Natternkopf

Viele der auf Teneriffa wachsenden Pflanzenarten sind endemisch, d.h. sie sind nur lokal verbreitet. Dazu zählt die Kanarische Kiefer, der wohl wichtigste Nadelbaum der Kanaren, dessen Nadeln etwa 30 cm lang werden. Bekannt ist auch der Teide-Natternkopf, der nur im Nationalpark Teide vorkommt. Auch der Kanarische Drachenbaum, dessen bekanntestes Exemplar in Icod de los Vinos steht, gehört dazu, ebenso wie zahlreiche kakteenartige Wolfsmilchgewächse im Südwesten der Insel.

Allerdings wurden auch zahlreiche Pflanzen eingeschleppt und gehören heute selbstverständlich zum Bewuchs der Insel. Bekannt ist die kanarische Banane, heute einer der Hauptexportartikel. Sie wurde aus Südostasien angesiedelt, ebenso wie das Zuckerrohr, von dem heute noch verwilderte Reste in den Barrancos heimisch wurden. Beide Pflanzenarten wurden erfolgreich nach Amerika exportiert, dafür kamen aus der Neuen Welt andere Gewächse. Besonders erfolgreich haben sich die Opuntien auf den kargen vulkanischen Flächen verbreitet, ursprünglich wurden sie angebaut als Wirtspflanze der Cochenille-Schildlaus zur Gewinnung von Farbstoffen. Typisch für die Inseln sind auch die kleinen Kartoffeln Papas die mehrmals im Jahr geerntet werden und als Papas con mojo gegessen werden.

Der botanische Garten von Puerto de la Cruz war ein Versuch, fremdartige Pflanzen aus aller Welt anzusiedeln, um sie später nach Europa weiter zu verbreiten.

Umweltschutz[Bearbeiten]

Die Gesteinsformation "Los Roques de Garcia" vor dem erhabenen Pico del Teide

Der wichtigste Wirtschaftszweig der Insel, der Tourismus, hat bereits zu einer großflächigen Schädigung der Umwelt Teneriffas beigetragen. Hierbei wirken sich besonders die übermäßige Bebauung, die Beseitigung des Mülls und die Frischwasserversorgung der Menschenmassen negativ auf die Flora und Fauna aus. Das im Jahre 1987 erlassene „Ley de Espacios naturales de Canarias“ („Gesetz zur Deklaration der Kanarischen Naturschutzgebiete“) sieht vor, dass ökologische Verbrechen schärfer geahndet werden und weniger Baugenehmigungen ausgestellt werden sollten. Das Gesetz blieb letztlich ohne große Wirkung, da es sich nicht durchsetzen konnte. Eine Trendwende aber fand im Bewusstsein der Inselbevölkerung statt: Aufklärungsmaßnahmen und Aktionen von Umweltschutzorganisationen wie der „Coordinadora Ecologista de Tenerife“ tragen erste Früchte, die Mitgliederzahlen dieser Vereine wachsen stetig. Ein weiterer Schritt zur Erhaltung der Natur ist die Schaffung von Zugangsbeschränkungen für Nationalparks.

Helfen Sie mit, die Natur Teneriffas zu bewahren, indem Sie nicht wie die meisten Touristen um die Mittagszeit den Nationalpark besuchen, sondern beispielsweise morgens anreisen und das Gebiet somit entlasten: jährlich mehr als 2,5 Millionen Entdeckungsreisende besuchen den Park, meist zur gleichen Zeit. Allein 400.000 von ihnen nutzen die Seilbahn Teleferico, um in den Gipfelbereich zu gelangen. Die Wanderung dorthin nimmt zwar einige Stunden in Anspruch, fördert aber die Kondition, kostet nichts und gewährt einmalige Einblicke in dieses besondere Gebiet. Im Sinne der Umwelt ist es daher empfehlenswert, die Seilbahn lediglich zu nutzen, falls dies unumgänglich ist.

Aktuell zeichnet sich eine Diskussion ab, inwieweit der Park noch für Wanderer und Naturfreunde zugänglich gemacht werden soll. Um den Bereich mehr zu schützen, wurde der Teide-Park bereits vor einiger Zeit von 13.571 auf 19.522 Hektar vergrößert (Rang fünf in Bezug auf die Ausdehnung spanischer Nationalparks), indem neue Regionen um die Cañadas ergänzt wurden. Da nämlich die Regionen um den Teide am wenigsten vom Tourismus profitieren, dafür jedoch den größten Schaden zu tragen haben, wurde ihnen mehr Einfluss zugemessen. Es wird nun darüber diskutiert, ob der Park kostenpflichtig werden sollte, man keine Autos hinter den Cañadas zulassen sollte und stattdessen Busse die Touristen durch die Vulkanlandschaft chauffieren lassen sollte.

Bislang ist noch nicht abzusehen, ob bzw. wann diese Pläne in (naher) Zukunft umgesetzt werden.

Sprache[Bearbeiten]

Auf der Insel wird Spanisch gesprochen. In den Touristenzentren kommt man mit Englisch und Deutsch überall gut durch, es gibt Lokale, bei denen die Speisekarte in 10 verschiedenen europäischen Sprachen abgefasst ist.

Anreise[Bearbeiten]

Teneriffa besitzt zwei Flughäfen, Aeropuerto Reina Sofia im Süden, der von den meisten Ferienfliegern angesteuert wird, und Teneriffa Nord, von wo Flugzeuge zu den anderen kanarischen Inseln starten.

Mobilität[Bearbeiten]

Als billigstes Verkehrsmittel gelten die grünen, meist klimatisierten Linienbusse der Transportes Interurbanos de Tenerife S.A.U. (kurz TITSA), hier auf den Kanaren üblicherweise Guagua genannt. Sie fahren jede Ortschaft auf der Insel an und sind, insbesondere mit den praktischen "Bono-Bus"-Sparkarten, sehr günstig, die Fahrten über kleine Ortschaften dauern aufgrund der zahlreichen Zwischenhalte aber selbst bei kurzen Strecken meist recht lang. Zwischen Playa de las Américas und Santa Cruz fahren allerdings Direktbusse (ca. 50 Minuten). Für ganz Bequeme gibt es zu den touristisch interessanten Zielen auch organisierte Ausflüge, angeboten z. B. von Viajes Teide

Für kürzere Strecken kommt man auch mit dem Taxi recht günstig durch die Gegend.

Alle großen und viele lokale Autovermieter sind auf Teneriffa vertreten. Das Straßennetz ist in gutem Zustand, kann in den Bergen sehr eng und kurvig sein (Straße nach Masca im Teno-Gebirge). Benzin ist billiger als in Deutschland (Januar 2013: ca. 1,08 €/l). Bei der Übernahme sollte man den Zustand von Fahrzeug und Bereifung kontrollieren.

Themen- und Freizeitparks holen ihre Besucher kostenlos aus den Touristenzentren ab, die Zubringerbusse fahren oft nur an bestimmten Wochentagen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Neben der landschaftlichen Schönheit und Vielfalt bietet die Insel hervorragende Abwechslung bei Aktivitäten. Im Winter kann man zum Teide hochfahren und eine Schneeballschlacht veranstalten, danach in den Süden der Insel zurückkehren und sich am Strand sonnen oder im Meer schwimmen - und das alles im Rahmen von zwei Stunden. Es existieren einige wunderschöne Rundfahrtrouten mit atemberaubender Szenerie. Außerdem sind einige sehr gute Freizeitparks wie der Loro Parque bei Puerto de la Cruz vorhanden.

Mountainbikes und e-bikes sind äußerst empfehlenswert - Bergfitness vorausgesetzt (ansonsten ist die Mitnahme eines billigen Klapprades eine gute Idee) - und werden von den Fluggesellschaften für 20 bis 30 € pro Strecke - nach Voranmeldung mitgenommen. Fast verlustloser Privatverkauf eines preiswerten Gebrauchten (am besten an Dauertouristen) ist mit ein bisschen Talent auch möglich. Bei vielen Bussen kann man die Räder kostenlos im Gepäckfach transportieren - sie sollten relativ robust sein und an vermehrten Kratzern sollte man sich nicht stören. Die Einheimischen machen meist am Wochenende mit ihren Downhill-Rädern Ausflüge auf diese Art und Weise.

Wandern, Klettern, Tauchen, Mountainbike - Angebote organisierter Touren liegen in den meisten Hotels aus.

Küche[Bearbeiten]

Eine Schild einer Tapas Bar auf Teneriffa

Die einheimische Küche ist als deftig und äußerst schmackhaft zu bezeichnen. Typisch sind die in Salzlake gegarten Kartoffeln (Papas arrugadas), welche mit den Mojo genannten Saucen Mojo verde und Mojo picon serviert werden, daneben Garbanzos (Kicherebsen-Eintopf) usw. Gehen Sie etwas weg von der Küste, und suchen sich die Restaurants aus, wo die Autos der lokalen Arbeiter stehen, und nicht die Touristenbusse. Sie werden begeistert sein, was man Ihnen serviert!

In den Touristen-Zentren ist die Küche sehr stark an den Interessen der Touristen orientiert. Aber auch hier gibt es Oasen, in denen kanarische Küche angeboten wird. Man kann in den Restaurants sehr schöne Tapas bekommen. Wenn man aber wirkliche kanarische Küche genießen möchte, dann muss man in die kleinen Dörfer fahren, die noch nicht von den Touristen überflutet worden sind. Die Verständigung ist oft sehr schwierig, aber das Essen wird zur Belohnung.

Gofio[Bearbeiten]

Gofio war das Grundnahrungsmittel der kanarischen Bevölkerung vor der Einführung der Kartoffel. Es ist auch heute noch bei den Einwohnern der Inseln beliebt. Gofio ist ein Mehl aus gerösteten Körnern oder Hülsenfrüchten. In den Gofiomühlen wird Weizen, Mais, Garbanzos (Kichererbsen) usw. geröstet und dann zu Mehl gemahlen. Häufig werden verschiedene Grundprodukte zusammen zwischen den Steinen zu Mehl verarbeitet. Das Mehl wird dann entweder mit Honig, Rosinen und/oder gemahlenen Mandeln zu einer Masse verknetet oder mit einer Fleisch- oder Gemüsebrühe zusammen gegessen. Auf Teneriffa wird die süße Version des Gofios in Scheiben oder die kräftige Version des Goffio als Vorspeise z.B. zu Conejo en Ajo (Kaninchen in Knoblauchsoße) oder Cabra (Ziege) serviert. Es gibt verschiedene heute elektrisch betriebene Gofiomühlen die man besichtigen kann und bei denen man verschiedene Arten und Mischungen des Gofios auch in kleineren Mengen kaufen kann. z. B. in La Orotava ca. 100 Meter oberhalb des Hauses der Balkone direkt über dem Parque San Francisco oder 100 Meter unterhalb des Hauses der Balkone (La Maquina) direkt vor der Casa Lercaro. In der deutschen Küche eignet sich Gofio zur Andickung von Soßen, die dadurch einen etwas kräftigeren Geschmack bekommen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Teneriffa hat nie zu, will sagen, irgendwo ist immer etwas los. Es gibt zahlreiche Bars, die rund um die Uhr geöffnet haben. Es gibt Discotheken die bis in den Morgen geöffnet haben und in denen immer etwas los ist. Es gibt für jeden Geschmack etwas. Das ist aber alles für die Touristen gemacht. Will man mit den Einheimischen feiern, muss man auf die kleinen Dörfer im Innenland der Insel ausweichen. Hier wird man sehr gastfreundlich aufgenommen und gehört zu jeder kleinen Fiesta dazu.

Feiertage[Bearbeiten]

Innenhof Casa de los Capitanes Generales

Der Feiertagskalender wird Jahr für Jahr von den einzelnen autonomen Regionen Spaniens neu festgelegt. Fällt beispielweise ein Feiertag auf einen Sonntag, wird in manchen Fällen der darauffolgende Montag oder der vorangehende Freitag ebenfalls zum Feiertag bestimmt. Hier die Feiertage, die auf der gesamten Insel gelten.

  • 1. Januar: Año Nuevo
  • 6. Januar: Heilige Drei Könige, Los Reyes: An diesem Tag bekommen die Kinder in Spanien ihre Weihnachtsgeschenke, die die Drei Könige mitbringen.
  • Februar/ März: Carnaval.
  • 19. März: San José
  • Gründonnerstag: Jueves Santo
  • Karfreitag: Viernes Santo
  • Ostersonntag: Pascua
  • 1.Mai: Día del Trabajo
  • 30. Mai: Día de las Islas Canarias,Tag der Kanaren
  • Pfingstsonntag: Pentecostés
La Orotava, Bild aus Vulkanerde zum Fronleichnamsfest
  • Fronleichnam: Corpus Christí
  • Christi Himmelfahrt: Ascensíon del Señor
  • 25. Juli: Santiago Apóstel, Apostel Jakobus
  • 15. August: Maria Himmelfahrt: Asunción
  • 12. Oktober: Tag der Entdeckung Amerikas, Día de la Hispanidad
  • 1. November: Allerheiligen, Todos los Santos
  • 6. Dezember: Día de la Constitución, Tag der Verfassung
  • 8. Dezember: Maria Empfängnis, Immaculada Concepción
  • 25. Dezember: Weihnachten, Navidad

Die Gemeinden können zusätzlich zu den normalen gesetzlichen Feiertagen zwei weitere Tage ihrer Wahl zu örtlichen Feiertagen erklären, wobei einer zumeist dem Schutzpatron oder der Schutzpatronin des Ortes gewidmet ist. So erklären sich auch die vielen örtlichen Feiern auf den Inseln.

Sicherheit[Bearbeiten]

Bewaffnete Kriminalität ist auf Teneriffa kaum ein Problem. In Acht nehmen sollte man sich in den Ballungszentren allerdings vor Taschendieben, auch sollte man Wertsachen nicht offen liegen lassen. Auch der Kauf eines vermeintlich günstigen Ferienhauses auf Teneriffa durch unseriöse Händler sollte unterlassen werden.

Es wird empfohlen, keine Sachen im Auto zu lassen und zusätzlich das Handschuhfach geöffnet zu lassen, um möglichen Dieben zu signalisieren, dass sich etwaige Einbrüche nicht lohnen.

Vorsicht ist auch vor Taschendieben am Strand geboten.

Mittlerweile gibt es auch Bandenkriminalität auf Teneriffa, die vom europäischen Festland importiert wurde. Das Anmieten des Hotelsafes ist auf jeden Fall wichtig. Lassen Sie keine Wertsachen offen im Zimmer liegen, da die meisten Hotels für jeden frei zugänglich sind und die Zimmertüren der Hotels keinen wirksamen Schutz darstellen. Die Notrufnummer ist 112.

Die Policia Local zeigt sehr stark Präsenz, dazu fährt auch die Guardia Civil Streife, gerade an den Brennpunkten, wo sich viele Touristen aufhalten. Das suggeriert zwar Schutz, ist aber in den wenigsten Fällen wirksam. Dazu haben viele Polizisten kaum Fremdsprachenkenntnisse. Benötigt man die Polizei wegen einer Anzeige, sollte man das örtliche Revier aufsuchen. Auch gibt es eine Polizeihotline, die mit Dolmetschern besetzt ist. Hier kann man seine Anzeige sogar telefonisch aufgeben.

Klima[Bearbeiten]

Inselklima allgemein[Bearbeiten]

Teneriffa am Abend

Es gibt auf Teneriffa kein einheitliches Klima. Die Lage der Insel im Atlantik und die Höhe ihrer Berge sind dafür verantwortlich, dass auch auf relativ engem Raum unterschiedliche Witterungen herrschen. Teneriffa weist wie alle anderen Inseln des Kanarenarchipels ganzjährig milde Temperaturen auf. Zum einen ist daran die Temperatur des umgebenden Meeres verantwortlich. Das Wasser des Atlantiks hat in diesen Breiten eine Temperatur, die zwischen 18°C im Februar/März und 23°C im August/September schwankt und damit ganzjährig ein Baden im Meer ermöglicht. Zum anderen sind dies die Passatwinde. Diese Winde haben ihren Ursprung im Azorenhoch, das sich im Winter über Madeira befindet, im Sommer jedoch weiter nach Norden zu den Azoren wandert. Dann haben die Passatwinde auch genügend Platz, um sich bis Teneriffa mit Atlantikwasser vollzusaugen. Während sie nachts von der Insel ferngehalten werden, ziehen sie tagsüber bis an das Teidemassiv heran. Es bilden sich in etwa 1.000 bis 1.500 m Höhe Wolken, die beim Kontakt mit den dortigen Lorbeer- und Kiefernwäldern zu feinem Nieselregen kondensieren. Dieser Umstand bringt in den sonst ausgesprochen trockenen Sommermonaten der Landwirtschaft auf der Nordseite der Insel entscheidende Vorteile. Er ist aber auch dafür verantwortlich, dass der Südwesten der Insel ein wärmeres und trockeneres Klima hat als der Nordosten.

Klima im Nordosten der Insel[Bearbeiten]

Zur Erläuterung die Klimatabelle des Aeropuerto Tenerife Norte

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr
max.Temperatur in (°C ) 15,5 16,4 17,4 18,0 19,4 21,5 24,4 25,4 24,5 22,1 19,3 16,7 20,0
min. Temperatur (°C) 10,1 10,1 10,5 10,7 11,9 13,7 15,6 16,4 16,4 15,0 13,2 11,3 12,9
Niederschlag (Tage) 8 7 8 6 4 3 1 1 3 7 8 9 66
Niederschlag (mm) 98 69 65 54 22 12 6 5 20 48 70 87 557
relative Feuchte (%) 65 65 62 62 60 60 57 60 64 66 66 67 63
Wolkenlose Tage 3 4 4 3 3 3 6 6 5 3 4 3 46
Sonnenstunden 152 169 183 198 232 237 265 272 220 197 168 153 2444

Der Flughafen Aeropuerto Tenerife Norte (TFN) liegt auf einer Höhe von etwa 600 m bei der Stadt La Laguna. In den tieferliegenden Städten Puerto de la Cruz und Santa Cruz sind die Durchschnittstemperaturen geringfügig höher, die Niederschläge teils deutlich geringer.

Der Passatwind kommt nun aus dem Nordosten und drückt die Wolken gegen die Berge insbesondere des Teide-Massivs. Man kann hier unterscheiden zwischen den Gebieten

  • unterhalb der Wolke, das sind insbesondere die großen Städte Santa Cruz, La Laguna und Puerto Cruz und ihr Umland mit einem ganzjährig subtropischen Klima.
  • in der Wolke, dies sind die Regionen um 1000 m - 1500 m Höhe. Dazu zählt das Anaga-Gebirge im äußersten Nordosten der Insel, der langgezogene Bergrücken Cumbre Dorsal, der sich von La Laguna in Richtung des Teide erstreckt und große Teile der Corona Forestal, dies ist eine vor allem mit Kiefern bewachsene Waldzone rings um den Teide. Hier fallen die meisten Niederschläge der Insel.
  • über der Wolke, das ist hauptsächlich das Teide-Massiv. Die relativ trockene Luft ermöglicht starke Temperaturschwankungen, in der Höhe von über 2000 m kann es in den Wintermonaten durchaus schneien.

Klima im Südwesten der Insel[Bearbeiten]

Zur Verdeutlichung die Klimatabelle des Flughafens Teneriffa Süd:

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr
max.Temperatur in (°C ) 21,6 22,0 23,1 22,9 23,7 25,3 27,5 28,4 27,9 26,5 24,7 22,7 24,7
min. Temperatur (°C) 15,2 15,2 15,7 16,0 17,0 18,7 20,1 21,0 20,9 19,9 18,2 16,4 17,9
Niederschlag (Tage) 2 2 2 1 0 0 0 0 1 1 2 3 14
Niederschlag (mm) 11 14 18 7 1 0 0 0 3 9 27 23 117
relative Feuchte (%) 64 66 64 66 69 70 68 68 70 69 67 67 67
Wolkenlose Tage 9 10 9 7 6 9 19 17 10 7 7 7 116
Sonnenstunden 195 201 218 215 241 249 287 268 203 209 197 199 2670

Auf der Südseite existiert ein beständiger Sommer mit wenig oder gar keinem Wind und hervorragendem Badewetter. Die meisten Touristen zieht es deswegen auf die Südseite. Die Nordseite ist etwas feuchter und vermittelt mehr einen ganzjährigen spanischen Frühling. Das Wetter ist hier weniger konstant, meistens jedoch auch sehr angenehm.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Schulze: Teneriffa DuMont Reise-Taschenbuch. DuMont Reiseverlag, 2013 (3. Auflage), ISBN 9783770172528; 288.
  • Klaus u. Annette Wolfsperger: Teneriffa, Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. Bergverlag Rother, 2010 (8. Auflage), ISBN 978-3-7633-4016-3; 223 (deutsch). Preis 12,90 € [D]
  • Alfred Gebauer: Alexander von Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799. Sein Leben, sein Wirken. Zech-Verlag, Oktober 2009, ISBN 978-84-934857-6-4, S. 208. mit Teilen aus dem historischen Reisebericht; Preis: 22,90€ / Auf den kanarischen Inseln steuerfrei: EUR 12,80
  • Michael Szönyi: Geoland Teneriffa, vdf Hochschulverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-7281-3242-0.
  • Kompass Wander- Bike- Freizeit- und Straßenkarte Teneriffa, ISBN 978-3-85491-038-1, Maßstab: 1:50.000, Preis: 8,95 Euro (Stand 04-2007).
  • Auto- und Freizeitkarte Teneriffa Maßstab 1 : 50 000. freytag & berndt, 2009, ISBN 978-3-7079-1061-2. Preis 7,95 €
  • Bernd F. Gruschwitz: Teneriffa. Dumont Reiseverlag, 2003 (4. Auflage), ISBN 3-7701-3726-4; 318 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

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