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Nationalpark Teide

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El Pilón, der Gipfel des Teide, gesehen von der Bergstation der Seilbahn

Der Nationalpark Teide umfasst die Kraterregion Las Cañadas und die Gipfelregion des Pico del Teide im Zentrum der kanarischen Insel Teneriffa.

Hintergrund[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte der Insel Teneriffa
Nationalpark Teide
Nationalpark Teide

Der Pico del Teide ist mit 3.715 m der höchste Berg der Kanaren und gleichzeitig von Spanien. Der Rand des Gebirges wird gebildet durch einen Krater mit einem Durchmesser von über 16 km, seine gezackten Ränder sind die Cañadas und liegen in einer Höhe von 2.000 - 2.500 m Höhe. Darüber erheben sich das Vulkanmassiv des Teide und des Pico Viejo. Die kegelförmige Spitze des Berges ist im Winter schneebedeckt. Zweithöchster Berg des Massivs ist der westlich gelegene Pico Viejo oder auch Montaña Chahorra mit 3.135 m.

Der Teide ist ein Vulkan, der noch nicht erloschen ist. Es strömen immer noch Dämpfe aus dem inneren der Berges nach außen. Man sagt, er atmet, was ein gutes Zeichen ist, denn dann kann sich in seinem Inneren kein großer Druck aufbauen. Gefährlich wird es erst, wenn er aufhört zu atmen. Dann erhöht sich der Druck in seinem Inneren und es kann zum Ausbruch oder zu Explosionen führen.

Der Krater, in dem der Teide steht soll der zweitgrösste Krater der Welt sein. Er ist auf jeden Fall enorm gross. Man muss diese Tatsache erst einmal verinnerlichen, wenn man in diesem Krater ist. Man muss die imposante Landschaft auf sich wirken lassen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Karte des Nationalparks

Das Gebiet des Teide wurde im Jahr 1954 zum Parque Nacional de las Cañadas del Teide erklärt und umfasst eine Fläche von über 18.990 ha. Seit 2007 zählt es zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Die spektakulären Außenaufnahmen des Films Kampf der Titanen entstanden 2009 großteils im Teide-Nationalpark, teilweise auch in Guía de Isora und in Buenavista del Norte.

Aber auch für zahlreiche andere Filme, Videos und Werbespots war der Teide der Schauplatz der Dreharbeiten. Die spektakuläre Landschaft bietet fantastische Szenarien.

Landschaft[Bearbeiten]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Die Insel Teneriffa liegt im Bereich des Nordost-Passat, die feuchte Luft dieser Winde bringt dem Nordosten der Insel im Winter und Frühjahr häufig Wolken und Regen. Diese Vorgänge spielen sich jedoch meist nur in Höhen von 1.500 m bis 2.000 m ab. Der höher liegende Nationalpark und der Südwesten der Insel sind jedoch meist wolkenfrei.

Anreise[Bearbeiten]

Blick vom Parque Corona Forestal zum Teide

Der Teide ist mit jährlich über 3,5 Millionen Besuchern wohl das begehrteste Ziel auf Teneriffa. Man erreicht ihn

  • aus dem Süden: die TF 21 führt von Granadilla über Vilaflor zum Pass Boca Tauce und quer durch den Nationalpark Richtung Puerto Cruz.
  • aus dem Westen: die TF-38 zweigt bei Chío nahe Guía de Isora von der TF-82 ab und trifft bei Boca Tauce auf die TF-21.
  • aus dem Norden: die TF-21 führt von Puerto Cruz über La Orotava zum Besucherzentrum El Portillo im Osten des Parks
  • aus dem Osten: die TF24 führt von La Laguna über La Esperanza nach El Portillo. Von Güímar gelangt man auf der kurvigen TF-523 ebenfalls zur TF-24 und zum Nationalpark.

Im Winter und in der Nebensaison kann es durchaus vorkommen, dass mehrere Zufahrten zum Teide gesperrt sind. Oft sind Steinschläge nach Regenfällen die Ursache. Ein Anruf bei einer Tourist-Information erspart unter Umständen unnötige Wege.

Mit dem öffentliche Bus der TITSA ist der Teide ebenfalls zu erreichen.

  • Linie 342: Abfahrt 9:15 Uhr in Las Américas, Rückfahrt von der Seilbahnstation 15:40 Uhr
  • Linie 348: Abfahrt 9:15 in Uhr Puerto Cruz, Rückfahrt Hotel Parador 16:00 Uhr

Außerdem werden praktisch an jedem Ort Sonderfahrten zum Teide angeboten.

Seilbahn zur Bergstation[Bearbeiten]

Ankunft einer Gondel an der Bergstation

Mit der Seilbahn Teleférico del Teide kann man in rund 8 Minuten von der Hochebene des Kratergebiets aus 2.356 m Höhe die nächsten 1.199 Höhenmeter überwinden und in 3.555 m Höhe aussteigen. Die Fahrt kostet pro Person 27 Euro (Stand Januar 2017). Jacke, lange Hose und evtl. eine Mütze sollten unbedingt mit ins Handgepäck, da es dort auch im Hochsommer sehr frisch und vor allem zugig ist.

Die Basisstation der Seilbahn liegt wenige Meter oberhalb der TF-21 an einer Stichstraße, die gleichzeitig als Parkplatz dient. Bei durchschnittlich 10.000 Besuchern am Tag kann man sich leicht ausrechnen, dass man recht früh an der Seilbahn sein sollte, deren Betrieb morgens um 9 Uhr beginnt, um sich in die Schlange der Wartenden einzureihen, die Karten zum Preis von 25 € pro Erwachsenen erwerben möchten. Danach geht es durch einen Warteraum zur Gondel. Pro Fahrt werden in den Kabinen 38 Personen mit rund 8 m/sec nach oben transportiert, das sind etwa 200 Personen pro Stunde. Die letzten Auffahrt ist um 16 Uhr, dle letzte Abfahrt um 17 Uhr.

Beim Ausstieg ist man dann auf 3.555 m angelangt, es ist einige Grade frischer und vor allem windiger als unten an der Basisstation. Auch ist die Luft dünner, die Sonnenstrahlung dafür intensiver. Neben der Bergstation ist eine Aufenthaltshütte mit WC. Man befindet sich jetzt am alten Teide-Krater La Rambleta, der einen Durchmesser von rund 850 m hat, aus dem sich der Kegel des neuen Kraters, genannt El Pilón erhebt. Auch wenn man den Gipfel nicht besteigen darf, hat man eine großartige Aussicht über Teneriffa und zu den anderen Inseln der Kanaren. Es gibt bei nicht vereisten Wegen die Möglichkeit zu kurzen Wanderungen zum Aussichtspunkt Mirador de Fortaleza im Osten oder zum Mirador Pico Viejo im Westen.

Die Bergstation liegt immer noch ein gutes Stück unterhalb des Gipfels, auch wenn der Teide mit 3.718 m Höhe nun zum Greifen nah erscheint, aber die letzten Meter darf man ohnehin nur mit Sondergenehmigung zurücklegen. Diese erhält man kostenfrei entweder online oder in Santa Cruz im Büro des Nationalparks bei der Plaza de España unter Vorlage einer Ausweiskopie. Die Genehmigung gilt nur für maximal zwei Stunden innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (9.00 bis 17.00 Uhr) an dem Tag, für den sie ausgestellt ist - falls die Bahn an dem Tag nicht fährt, gilt die Genehmigung auch an dem nächsten folgenden Tag, an dem die Bahn fährt. Auf einer Gruppengenehmigung dürfen nur eine bestimmte Maximalanzahl von Leuten, die sich ausweisen müssen und nur zusammen auf dem Gipel dürfen, stehen. Als Alternative zur Genehmigung wird ein Marsch zur Schutzhütte angeboten.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten entlang der Straße[Bearbeiten]

Los Roques de Garcia

An der Straße durch die Hochfläche der Cañadas gibt es einige Aussichtspunkte, die man gefahrloses Anhalten ermöglichen. Von West nach Ost ist dies zunächst der Pass Boca de Tauce, hier trifft die TF-38 auf die TF-21. Von hier hat man einen Blick über die Schlackenfelder von Lavafeldern, weiter in Richtung Teide gelangt man durch die Ebene Llano de Ucanca. Dann geht die Straße etwas bergan, man kommt an blaugrün gefärbten Felsen vorbei, genannt Los Azulejos. Dann tauchen Gebäude auf, das eine ist die Kapelle Ermita de las Nieves, das andere ist das Hotel Parador Nacional de las Cañadas. Neben dem Hotel befindet sich ein Informationszentrum (Frühjahr 2010: zur Zeit geschlossen). An den Zufahrtsstraßen des Hotels gibt es Parkmöglichkeiten, ebenso bei den Felsen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Los Roques de Garcia sind wohl die bekannteste Felsformation des Teide-Parks. Etwa drei Kilometer weiter kommt man zur Basisstation der Seilbahn. Auf dem Weg bis zum Besucherzentrum El Portillo am östlichen Ende des Nationalparks sind noch etliche weitere Aussichtspunkte mit Parkplätzen angelegt. Eine Seitenstraße führt hoch zum Observatorio Astronómico del Teide.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Roque Chinchado, Wahrzeichen des Nationalparks
  • Wanderung um Los Roques de Garcia

Eine beliebte und recht einfache Tour ist die Wanderung um das Felsmassiv Los Roques de Garcia. Sie beginnt gegenüber dem Hotel Parador auf der anderen Straßenseite der TF-21. Wenn man um das Massiv herumwandern möchte, empfiehlt es sich, zunächst den kurzen gut befestigten Weg zu den ersten Felsen hochzugehen, von dort bekommt man eine Vorstellung, wie sich der Rückweg gestaltet. Für die Tour sollte man etwa zwei Stunden einplanen.

Der Pfad führt als Sendero 3 mit grünen Schildchen gekennzeichnet recht eben an der östlichen Seite der Felsen entlang. Wo die Markierung nicht zu sehen ist, helfen immer wieder auffällig aneinander gereihte Steine, den Weg zu finden. Einer der ersten besonders markanten Felsen ist gleich am Anfang der Steinerne Baum oder Roque Chinchado, oft auch als Finger Gottes bezeichnet. Am Ende der Felsformation zweigt dann ein Pfad quer durch ein Lavafeld ab hoch zum Pico Viejo. Wer schlecht zu Fuß ist, kehrt an dieser Stelle einfach um. Die eigentliche Wanderung führt nun etwa 150 Höhenmeter durch recht raues Gelände bergab. Dummerweise darf man diese Strecke auch bald wieder bergauf, der richtige Weg führt zwischen zwei Felsmassiven durch zum Ausgangspunkt, als Wegweiser kann hier wieder der Roque Chinchado dienen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Im Nationalpark gibt es nur wenige Möglichkeiten, das ist zum einen der Kiosk an der Basisstation der Seilbahn, und zum anderen das Café am Hotel Parador

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Altavista-Berghütte. Berghütte auf 3.270 m Höhe. Sie ist ausgelegt auf maximal 60 Personen, eine Voranmeldung ist notwendig, Lebensmittel sind mitzubringen. Sie ist gedacht für Bergwanderer, die frühmorgens den Sonnenaufgang erleben möchten.

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gutes Schuhwerk und Sonnenschutz sind absolut notwendig.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • C. Jörg Metzner: Teneriffa. Metzner Verlag, 2019 (2. Auflage), ISBN 978-1790936762; 83 Seiten (deutsch). Guía de Isora, Playa San Juan und der Südwesten Teneriffas


Weblinks[Bearbeiten]

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