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Messina (Provinz)

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Die Messina (Provinz) ist die nordöstlichste Provinz der dreieckförmigen Insel Sizilien.

Regionen[Bearbeiten]

Karte der Provinz Messina
Messina: Stretto
Messina: der Stretto abends, vom Festland her gesehen

Die Provinz Messina umfasst in etwa die nordöstliche Spitze der dreieckfömigen Insel Sizilien, von der Provinzhauptstadt Messina mit ihrem grossen Naturhafen an der Strasse von Messina zieht sie sich nach Süden bis zu den nordöstlichen Ätnagebieten und grenzt dort an die Provinz Catania und an der steilen Nordküste von Sizilien entlang nach Westen, entlang der Berge der Nebrodi. Ebenfalls zur Provinz gehören die Äolischen Inseln.

Orte[Bearbeiten]

Neben der Provinzhauptstadt Messina ist die an der Strasse von Messina gelegenen Städte Taormina und Giardini Naxos einen Besuch wert, an der Nordküste Milazzo, von dem die Fährverbindungen nach den Äolischen Inseln abgehen, und Sant'Agata di Militello.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Von historischer Bedeutung ist neben den Archäologischen Parks von Taormina und Naxos das antike Tyndaris sehenswert.

Naturfreunde werden neben der Schlucht Gola dell'Alcantara mit einem Besuch im Naturpark der Nebrodi und der Riserva Naturale Orientata Fiumedinisi e Monte Scuderi auf ihre Rechnung kommen, sofern dafür irgendwie Zeit freigemacht werden kann, ist der Besuch des Ätna für den Sizilienbesucher fast ein Muss.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Provinz Messina erstreckt sich auf einem Landstreifen um die nordöstliche Ecke der Insel Sizilien, die wichtigsten Städte liegen alle in Meernähe, das bergige Hinterland ist dünn besiedelt und oftmals schlecht erschlossen. Bademöglichkeiten ergeben sich vor allem im Nordosten, gegen Palermo ist die ohnehin steile Nordküste Siziliens oftmals eine bergige Steilküste, in der die Autobahn in Tunnels geführt werden muss.

Die Meerenge Strasse von Messina resp. der Stretto ist aus der Odyssee her bekannt, wo die Fahrt zwischen den Felsen von Scilla und Charybdis durchführt, mit dem hundeköpfigen Ungeheuer Skylla, welches Seefahrer verschlingt auf der kalabreser und Charybdis, die dreimal täglich das Meerwasser mitsamt Schiffen einsaugt, um es wieder auszuspeien, auf der sizilianischen Seite.

An der Meerenge sieht man noch die Pylonen einer inzwischen abgebauten Hochspannungsleitung, die Projektarbeiten an der Strassenbrücke über den Stretto sind infolge nicht gesicherter Finanzierung einmal mehr eingestellt.

Messina ist für alle Sizilienbesucher, die den Weg über den ganzen Stiefel von Italien bis nach Kalabrien gemacht haben und von Villa San Giovanni oder Reggio di Calabria über die Meerende der Strasse von Messina, den sogenannten Stretto übersetzen, der Ankunftspunkt auf der Insel und Ausgangsort für das Kennenlernen von Sizilien. Schon vor der Ankunft in Messina und spätestens beim Weg von der Fähre lohnt es sich, zu überlegen, ob man den Südostteil der Insel (Catania, Siracusa und die Barockstädte im Val di Noto besuchen will und nach Süden fährt, oder ob eher Cefalù, Palermo, Trapani oder gar Marsala im Westen das Reiseziel sind und die Fahrt der Nordküste entlang nach Westen gehen soll.
Die Durchquerung der sizilianischen Insel in der Diagonale mag mit dem eigenen Motorfahrzeug reizvoll sein, ist auf jeden Fall zeitaufwendig und benötigt etwas Freude an kurvigen Landstrassen, der öffentliche Verkehr ist fast nur entlang der oben beschriebenen Achsen ausgebaut.

Sprache[Bearbeiten]

Auf der Insel wird als Amtssprache Italienisch verwendet, gesprochen wird meist der sizilianische Dialekt, der unterschiedliche regionale Färbungen hat.

Anreise[Bearbeiten]

Die meisten Besucher lernen Messina mit der Fährverbindung von Villa San Giovanni oder Reggio di Calabria aus kennen, die Fähren verkehren tagsüber stündlich und müssen nicht im Voraus gebucht werden (Hin- und Rückfahrt für einen vollbeladenen PW ca. 50€).

Nationale Bahnverbindungen vom Festland aus werden über eine Eisenbahnfähre bis Messina und weiter nach Catania oder Palermo geführt, der Bahnverlad ist mit einigen Wartezeiten verbunden. Vom Bahnhof Villa San Giovanni kann der Fährhafen in wenigen Minuten zu Fuss erreicht werden, ein Rollkoffer oder Rucksack erleichtert das Umsteigen erheblich.

Innerhalb von Sizilien ist Messina von Westen von Palermo her über Cefalù - Sant'Agata di Militello - Milazzo aus ab Buonfornello mautpflichtigen Autobahn A20 erreichbar, parallel dazu führt die kostenfreie aber wesentlich anstrengender zu befahrende Küstenstrasse SS113 Settentrionale Sicula. Vom Süden her führt die ebenfalls mautpflichtige A18 aus der Richtung Syrakus - Catania der Küste entlang nach Messina, auch hier gilt es, dass die Küstenstrasse SS114 Orientale Sicula zwar mautfrei aber anstrengend zu befahren (Ortsdurchfahrten, Staugefahr) ist.
Die Provinz von der Strasse von Messina an die Nordküste quert die SS185 von Giardini Naxos zur SS113 nach San Biagio, etwas weiter südlich die SS120 bis Randazzo (eigentlich noch in der Provinz Catania) und weiter die SS116 ans Capo d'Orlando. Nach Sant'Agata di Militello führt die SS289 durch die Nebrodi südwärts nach Cesarò, weiter westlich davon ab Santo Stefano di Camastra die SS117 nach Nicosia (EN) ebenfalls bis zur SS120, welche sich bis kurz vor Termini Imerese in Ost-Westrichtung durch das bergige Hinterland schlängelt.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Bahnverbindungen bedienen die oben beschriebenen Achsen nach Palermo und Catania im Süden, das Hinterland ist nur durch Busverbindungen erschlossen, zum Besuch der Nebrodi muss auf das Privatfahrzeug oder einen gemieteten Roller zurückgegriffen werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Von den in den Ortsartikeln erwähnten sind Taormina mit dem Teatro Greco und die Gola dell'Alcantara die am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Gewandert werden kann in den Naturparkregionen der Nebrodi und am Ätna, Badestrände finden sich an den flacheren Küstenabschnitten im Nordosten der Provinz, an den Steilküsten sind die kleinen Badebuchten im Sommer oft überfüllt.

Küche[Bearbeiten]

Die sizilianische Küche lebt in Meernähe eher von Fisch und Seefrüchten, im Hinterland von Käse, Fleisch und Wurstwaren und selbstverständlich von den Dolci, dem Süssen in gebackener Form, oder auch von Eis und Granite.


Sicherheit[Bearbeiten]

Abgesehen von der Grossstadt Messina und Touristenmagneten wie Taormina, wo mit Taschendiebstahl und gelegentlichen Autoaufbrüchen gerechnet werden muss (auch hier gelten die übliche Empfehlungen, keine Wertsachen im Fahrzeug zurückzulassen, auf jeden Fall nicht von aussen sichtbar, und das Wohnmobil nicht nur mit dem Zündschlüssel in der Hand zu verlassen - dann weiss jeder erfahrene Beobachter, dass Fotokamera und Notebook mit Sicherheit noch an Bord sind), ist die Sicherheitslage in Sizilien problemlos. Einfluss organisierten Verbrechens ist für den Touristen nicht spürbar.

Klima[Bearbeiten]

In der Region herrscht vor allem in Küstennähe arides Mittelmeerklima, im Sommer können die Temperaturen weit über die Dreissiggradmarke ansteigen, in den Bergen der Nebrodi und in der Ätnaregion muss mit plötzlichen Wetterumstürzen vor allem im Frühjahr und Herbst gerechnet werden. Da im Winter Schneefälle überraschen können, auf die die Strassenräumen nicht immer vorbereitet ist, werden im Winter Schneeketten empfohlen (die entsprechenden Verkehrsschilder provozieren in der Sommerhitze gelegentlich ein Schmunzeln...)

Messina Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 14.5 14.8 16.0 18.3 22.4 26.4 29.7 29.9 27.2 22.9 18.7 15.7 Ø 21.4
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 9.8 9.6 10.7 12.5 16.1 19.9 23.0 23.5 21.1 17.4 14.0 11.3 Ø 15.7
Mittlere Wassertemperatur in °C 14 13 14 15 17 21 24 25 24 22 19 16 Ø 18.7
Niederschläge in mm 113 98 84 60 32 14 19 24 55 109 107 117 Σ 832
Regentage im Monat 12 11 9 8 4 2 2 3 5 9 10 12 Σ 87
Sonnenscheindauer pro Tag 3.7 4.6 5.5 6.9 8.3 9.8 10.7 9.9 8.0 6.1 4.6 3.6 Ø 6.8
Quelle: Wetterkontor

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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