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Kinabalu-Nationalpark

Welterbe in Malaysia

Gewählt zum Ziel des Monats April 2013
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Kinabalu Park / Taman Negara Kinabalu

Fläche: 754km²

Der Kinabalu-Nationalpark (malaiisch: Taman Negara Kinabalu) ist ein lediglich 754km² großer Nationalpark im malaysischen Bundesstaat Sabah im Norden der Insel Borneo.

Hintergrund

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Der 1 Kinabalu Park ist benannt nach dem im Nationalpark befindlichen Mount Kota Kinabalu , mit 4095 Metern der höchste Berg Malaysias. Das Wort Kinabalu stammt aus der Dusun-Sprache, wo „aki nabalu“ so viel bedeutet wie „Ort der Totenverehrung“.

Der Nationalpark ist geprägt durch die 2 Crocker Range im Westen, zu der auch der Mount Kinabalu gehört, durch den Regenwald des Maliau Basin und die heißen Quellen der 3 Poring Hot Spring .

Der touristische Reiz des Nationalparks besteht in seiner tropischen Hochgebirgslandschaft mit Granitfelsen und Wasserfällen und in seiner endemischen Flora und Fauna.

Geschichte

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In der Region des Nationalparks lebten die indigenen Dusun und Kadyan (Orang Sungai). Die Nachfahren der Dusun leben heute verstreut außerhalb der Parkgrenzen.

Der britische Kolonial-Offizier Sir Hugh Low bestieg am 7. März 1851 den aus Granit bestehenden Mount Kinabalu nicht ganz, weil er damals den Gipfel für unerreichbar hielt.[1] Seitdem hieß der Mount Kinabalu zunächst „Low’s Peak“, heute auch zur Unterscheidung von benachbarten Gipfeln. Als erster Besteiger gilt der Vogelkundler John Whitehead, den im dritten Versuch am 12. März 1888 der Aufstieg zum Gipfel gelang, wobei ihm die Kadyan-Helfer den Weg im Dschungel freischlugen.[2] Er zählte 300 Vogelarten, die er in seinem Buch zeichnete und beschrieb.

Zwischen 1961 und 1963 fanden unter der Leitung von Botaniker-Professor John Corner zwei Expeditionen statt, durch die die außergewöhnliche Ökologie der Gegend in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gelangte. Diese Expeditionen führten letztlich zur Gründung des Mount Kinabalu-Nationalparks am 16. Januar 1964. Er war der erste Nationalpark in Malaysia, im Dezember 2000 wurde er zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, 2023 zum UNESCO Global Geopark.[3]

Klima, Flora und Fauna

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Der Haarbuschdrongo (Dicrurus hottentottus)
Die Falsche Paradiesvogelblume (Heliconia Rostrata) - Häufig anzutreffen
Die Große Kannenpflanze (Nepenthes rajah) ist nur hier im Nationalpark zu finden

Der Kinabalu-Nationalpark liegt in den Inneren Tropen, so dass ganzjährig konstante Temperaturen innerhalb einer bestimmten Höhenlage zu verzeichnen sind. Die Höhe der Temperatur (das Temperaturniveau) hängt von der jeweiligen Höhenlage ab. Im Park gibt es vier Klimazonen. Im tropischen Tieflandregenwald (bis 900m Höhe) herrscht tropisches Klima mit ganzjährigen Tagestemperaturen von 25 bis 30°C, nachts liegen die Temperaturen um die 22°C. Im tropischen Bergwald bis 1824 Meter (wo sich auch das Hauptquartier befindet) sind es tags milde 15 bis 24°C, nachts 10-12°C. Es folgt der tropische Nebelwald, wo am Panalaban base camp (3.270m) die Tagestemperaturen zwischen 6 und 16°C schwanken, nachts sinken sie auf 3°C. Darüber schließt sich die alpine Region bis zum Gipfel (4095m) an, wo es auch tagsüber frieren kann bei -1°C bis 3°C. Für Schneefall reichen diese Temperaturen meist nicht aus, letztmals fiel eine bemerkenswerte Schneemenge im Februar 2022. Die tropische Trockenzeit liegt zwischen März und September, die Regenzeit im Zeitraum Oktober bis Februar. Am Berg kann es auch in der Trockenzeit meist nachmittags regnen.

Im Nationalpark gibt es mindestens 100 Säugetierarten, darunter Borneo-Elefanten, Nasenaffen, Orang Utans, Borneo-Gibbons, Schlank- und Stummelaffen sowie zwei nachtaktive Arten, die Plumploris und Koboldmakis. Über 326 Vogelarten wurden registriert, darunter 8 Nashornvogelarten. Es gibt 189 Arten von Amphibien und Reptilien, darunter alleine über 100 Schlangenarten. Unter den Insekten gibt es über 850 Arten von Schmetterlingen.

Bis zu 6000 Pflanzenarten werden geschätzt. Alleine 711 Orchideen-Artensind registriert, 27 Rhododendron- und 9 Kannenpflanzenarten. Die 2 Arten von Rafflesien bringen die weltweit größte – aber auch übel riechende – Blüte hervor. Im Regenwald wachsen über 160 Baumarten (darunter 81 Palmenarten), 621 Farnarten und 6 Arten von Bambus (die am schnellsten wachsende Pflanzenart mit 30 cm innerhalb von 24 Stunden). Die Arten von Flora und Fauna verteilen sich auf die vier Vegetationszonen, die mit den oben beschriebenen Klimazonen identisch sind.

Reisevorbereitung

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Beste Reisezeit – auch für die Besteigung des Gipfels – ist zwischen März und September. Für die anspruchsvolle Tour, die in der Regel zwei Tage dauert, ist eine gute Grundkondition erforderlich sowie eine frühzeitige Reservierung der streng limitierten Permits drei Monate vor Reisebeginn. Den Anstieg auf den Gipfel sollten nur psychisch und physisch robuste Touristen wagen. Rein technisch handelt es sich jedoch nicht um Bergsteigen, sondern um anspruchsvolles Trekking. Die meisten Reiseveranstalter in Kota Kinabalu wie Amazing Borneo Tours bieten die Besteigung im Programm an.

Die Kleidung muss den klimatischen Bedingungen angepasst werden. Erforderlich sind in der alpinen Zone regensichere Jacke mit Kapuze (Anorak), regensichere und kletterfeste Schuhe, 2 Pullover, Stirnleuchte, strapazierfähige lange Hosen und Schutzhelm.

Anreise

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Am besten ist die Anreise von 1 Kota Kinabalu , einer Großstadt mit 460.000 Einwohnern und Hauptstadt des Bundesstaats Sabah. Hier befindet sich der Flughafen 1 Kota Kinabalu International Airport (IATA: BKI) , der von allen malaysischen Städten erreicht werden kann.

Von Kota Kinabalu sind es mit dem Auto bis zu den Kinabalu Park Headquarters (bei 2 Tenompok ) über die Malaysia Federal Route 89km. Die Federal Route 22 ist Teil des Pan Borneo Highways. Wer mit dem Mietwagen aus Kota Kinabalu anreist, kann die Parkplätze des Nationalparks nutzen. Busse starten am Padang Merdeka in Kota Kinabalu und kosten RM 15,00 bis 19,00. Sie fahren bis ins 106km entfernte Ranau. Die Busse aus Sandakan benötigen für die Strecke ca. 6 Stunden.

Erste Anlaufstellen im Nationalpark sind die 1 Kinabalu Park Headquarters auf einer Höhe von 1520 m, das 2 Visitor Center und nach Registrierung im Park-Headquarter das 3 Timophong Gate (1866m hoch).

Streckenverlauf

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Der Nationalpark kann nicht per Auto erschlossen werden, sondern nur zu Fuß.

Übersicht

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Auf dem Summit Trail mit Blick auf den Mount Kinabalu

Beschrieben wird der 8,72km lange 1 Summit trail , der am Timpohon Gate beginnt und am Gipfel des Mount Kinabalu endet.

geografischer Ort Entfernung
in Meter
4 Timpohon Gate 0
1 Orang-Utan Viewpoint 1500
1 Pondok Mempening 1500
Panalaban base camp 3000
4 Mount Kinabalu 2720
Gesamtstrecke8720

Der Summit trail ist der Hauptwanderweg. Daneben gibt es weitere markierte Wanderwege, die ohne Guide erschlossen werden können.

Einzelheiten

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Karte
Karte von Kinabalu-Nationalpark
Der Mount Kinabalu
Die zum Park-Hauptquartier führende Straße
Das Park-Hauptquartier

Nur der Südteil des Nationalparks ist zugänglich, so dass der Mount Kinabalu nicht vom Norden her erreicht werden kann.

Timpohon Gate

Vom 1866m hohen 5 Timpohon Gate führt der Summit Trail direkt Richtung Norden zum Gipfel des Mount Kinabalu. Der alternative Mesilau trail wurde nach einem Erdbeben 2015 geschlossen. Wer den Gipfel nicht erreichen will, kann jederzeit zurückkehren.

Nacheinander gelangt man Richtung Norden unterwegs auf dem Summit trail zu folgenden geografischen Punkten:

  • 5 Carson Falls . 20m tiefer Wasserfall, 1815m hoch gelegen.
  • 2 Pondok Kandis . (malaiisch: pondok, „Hütte”), erste Hütte, 1981m hoch.
  • 3 Pondok Ubah . zweite Hütte, 2081m.
  • 2 Orang-Utan Viewpoint . hier auf 2260 Metern Höhe gibt es sehr selten Orang Utans zu sehen, da sie sich meist im Flachland aufhalten; 1,5km entfernt vom Timpohon Gate.
  • 4 Pondok Lowii . 2267m hoch, von hier an beginnt die Gefahr der Höhenkrankheit.
  • 5 Pondok Mempening . 2516m.
  • 6 Pondok Layang-Layang . 4km vom Timpohon Gate entfernt, 2702m.
  • 2 Mesilau Summit Trail . dieser Wanderweg ist seit 2015 geschlossen. Von hier an heißt der restliche Wanderweg Summit Trail.
  • 7 Pondok Vilosa . 2961m.
  • 8 Pondok Paka . 5,5km vom Timpohon Gate entfernt; 3008m.
  • 9 Waras Hut . 3244m.
  • 10 Panalaban base camp . das Basislager Panalaban liegt auf einer Höhe von 3272m. Hier wird übernachtet.
  • 11 Laban Rata . 3273m. Auch hier kann übernachtet werden.
  • 12 Gunting Lagadan Hut . 3323m.
  • 13 Sayat-Sayat Hut . letzte Hütte vor dem Gipfel mit Malaysias höchst gelegener Toilette, 3668m. Hier wird die Klettergenehmigung überprüft.
  • Mount Kinabalu (Gunung Kinabalu) . 4095,2m hoch, höchster Berg Malaysias.
Den Mount Kinabalu und den Summit trail flankieren 23 Berge, darunter
Im Westen
  • 6 South Peak . 3921m.
  • 7 St. John Peak . 4090m.
Im Osten
  • 8 Lion Head Peak . 4025m.
  • 9 Tunku Abdul Rahman Peak . 3948m.
  • 10 King Edward Peak . 4081m, zweit höchster Berg des Massivs.
  • 11 Donkey Ears Peak . 4054m.
  • 12 Ugly Sisters Peak . 4025m.

Weitere Wanderwege

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Die 3 Via ferrata (italienisch: „Eisenwweg“) ist ein mit Stahlstangen abgesicherter Wanderweg kurz vor dem Gipfel in zwei Alternativen:

  • für Anfänger: Walk the Torq beginnt auf 3520m Höhe, ist 430m lang und benötigt bis zu 3 Stunden oder
  • für Fortgeschrittene: Low’s Peak circuit: 1,2km lang, ist die weltweit höchste via ferrata (italienisch: Eisenstraße) auf 3776m mit 4-6 Stunden Wegedauer über die höchste Suspension bridge der Welt.
Wanderweg Länge Hinweg
in Meter
Liwagu trail5620m
Silau-Silau trail3057m
Mempening triail2516m
Kilau View trail2366m
Bukit Burung trail1082m
Bukit Ular trail997m
Pandanus trail598m
Bundu Tuhan View trail465m
Bukit Tupal trail343m
Mountain View trail150m

Wanderwege können kurzfristig gesperrt werden.

Sehenswürdigkeiten

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Blick vom Kiau Gap View
  • 6 Conservation Centre . hierin befindet sich die Kinabalu History Gallery. Diese Ausstellung erzählt von Flora, Fauna, Geologie und der Kultur des Nationalparks.
  • 13 Mount Kinabalu Botanical Garden . in dem tropischen Garten gibt es um 09:00, 12:00 und 15:00Uhr Führungen. Um 14:00Uhr (und am Wochenende zusätzlich um 19:30Uhr) wird das Video „A Beacon of Biodiversity“ im Liwagu visitors center gezeigt. Hier gibt es eine Ausstellung über die Parks des Bundesstaates Sabah mit dem Schwerpunkt auf dem Kinabalu-Nationalpark. Geöffnet: 09:00-16:00.
  • 3 Kiau Gap View : Blick auf den Mouint Kinabalu.
  • 14 Langanan waterfall : 120 Meter hoher Wasserfall.

Die beste Stelle für Fotos und Videos vom Mount Kinabalu befindet sich außerhalb des Parks in 3 Pekan Nabalu auf einer eigens hierfür errichteten Plattform.

Bilder

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Aufstieg zum Gipfel

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Der Zeitplan sieht folgende Phasen vor:[4]

Tag 1

09:00Uhr Registrierung in den Park-Headquarters (1866m hoch) und Ausstellung der Klettergenehmigung, 10:00Uhr Beginn der Wanderung am Timpohon Gate, 12:00-13:00Uhr mitgebrachte Lunch-Pakete (3 Sandwich, Ei, Hühnerfleisch, Obst) werden als Mittagessen verspeist. Nach Wanderung zwischen 6 und 8 Stunden durch dichten Regenwald und Nebelwald wird gegen 16:00Uhr das Basislager Panalaban (3.270m) erreicht. Hier erfolgt das Check-in für die Übernachtung. 17:00-19:00Uhr Abendessen im Basislager, 20:00Uhr Beginn der Nachtruhe.

Tag 2

Nach 02:00Uhr beginnt der Aufstieg im Dunkeln mit Stirnleuchte. Über steile Felsen und mit Hilfe von über 100 Treppenstufen erreicht man gegen 04.00Uhr den Sayat-Sayat-Checkpoint, wo die Klettergenehmigung kontrolliert wird. Danach werden die letzten knapp 800 Höhenmeter zum Low's Peak überwunden, der gegen 05:30Uhr erreicht wird. Die Luft wird dünner, die Atmung fällt schwerer. Gegen 05:45Uhr beginnt der Sonnenaufgang. Gegen 07:00Uhr beginnt der Abstieg, um 09:00Uhr gibt es ein Frühstück im Laban Rata, nach 09:30Uhr Fortsetzung des Abstiegs, der gegen 13:30Uhr am Timpohon Gate endet. Um 14:00Uhr gibt es ein Mittagessen im 1 Balsam Cafe .

Aktivitäten

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Klettern und Trekking am und auf den Mount Kinabalu

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Auf dem Gipfel das Mt. Kinabalu
  • Besteigung des Mount Kinabalu: Der ultimative Ausflug dürfte die Besteigung des Mount Kinabalu sein. Die Besteigung des Mt. Kinabalu ist in 2 Tagen zu schaffen. Empfehlenswert ist eine 3-Tages-Tour. Dies gewährt mehr Zeit für die Anpassung an die Höhe und die Beobachtung der einmaligen Flora und Fauna. Der Ausflug erfordert keine speziellen Kletterfähigkeiten, aber eine gewisse körperliche Kondition und Robustheit. Die Tour darf nur mit einem Parkführer unternommen werden, ein Gepäckträger wird empfohlen. Führung und Träger können bei der Parkverwaltung gebucht werden. Der Weg führt durch einen märchenhaft knorrigen Wald mit viel Nebel und voller Flechten und Moose. Oft sieht man wilde Orchideen und andere einzigartige Pflanzen. Die (kurze) Nacht wird in einer der beiden Berghütten verbracht. Am Berg montierte Seile helfen, den Weg durch die Dunkelheit zu finden. Kurz vor Sonnenaufgang erreicht man die Spitze des Berges. Der Sonnenaufgang über dem Mount Kinabalu ist ein ergreifendes Erlebnis. Allerdings sollte man sich vor dem kalten Wind auf der Spitze schützen (Handschuhe und warme Kleidung). Entlang der Strecke gibt es Wasserstellen, die von natürlichen Quellen gespeist werden. Das Wasser ist als unbehandelt ausgewiesen, aber folgenlos trinkbar.
  • Weitere Gipfel: Der Park bietet einige weitere interessante Gipfel, so zum Beispiel der South Peak und der St. John Peak. Beide können als Tagestour bestiegen werden, erfordern aber tiefergehende Klettererfahrungen, besonders der St. John Peak. Weitere Kletterziele sind Ugly Sisters, 15 Alexandra Peak (3.998m) und 16 Victoria Peak (4.090m).
  • Western Plateau: Ist eine durch frühere, heute nicht mehr existierende Gletscher gebildete steinige Ebene. Die Besteigung erfordert Seile und einige Klettererfahrung. 20 Minuten vom Low’s Peak entfernt befindet sich auf die 3.839m Höhe die Gurkha-Hütte. Sie eignet sich für Kletterer, die mehr Zeit rund um das Plateau zubringen wollen und entsprechend für längere Touren ausgerüstet sind.
  • 17 Mount Tambuyukon : Der 2.580m hohe Berg befindet sich im Zentrum des Parks nicht allzu weit vom Mount Kinabalu entfernt. Seine Erreichbarkeit ist recht beschränkt, was ihn zu einem interessanten Forschungsgebiet macht und Möglichkeiten für einen sanften Ökotourismus bietet. Der Aufstieg führt durch einige interessante Höhenlagen mit einer interessanten Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten.
  • Via Ferrata Im Juni 2010 kam sie in das Guiness Buch der Rekorde als höchster Klettersteig der Welt. Die Rekordtour startet bei 3.411m und endet in 3.776m Höhe. Am Berg gibt es mittlerweile einige Klettersteige mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Wer sich für die Touren in den Bergen interessiert, kann auch Kletter- und Tourpakete buchen. Die längsten Touren beinhalten einen der Klettersteige, Sportklettern sowie den Aufstieg zum Gipfel - das Ganze mit drei Übernachtungen auf einer der Hütten (www.mountaintorq.com).
  • 4 Mount Kinabalu International Climbathon : Seit 1984 findet jedes Jahr im September/Oktober der Mount Kinabalu International Climbathon statt. Ursprünglich war er ein interner Wettbewerb der Bergungsteams. Seit 1987 sind auch Außenstehende zugelassen. Ein Jahr später wurde er zu einem internationalen Wettbewerb, bei dem auf 21km Länge ein Anstieg von 2.250m zu bewältigen ist. Die Qualifikationszeit beträgt 4 Stunden. Der derzeitige Rekord liegt bei 2:42:07 Stunden bei den Männern (Iamn Holmes, UK) und 3:18:36 bei den Frauen (Hasny Salagan, MY). Die Strecke für die Frauen wurde zwischenzeitlich gekürzt, nun aber wieder auf die volle Distanz zurückgesetzt.

Wandern

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Canopy Walk bei der Poring Hot Spring
  • Wanderungen durch den Nationalpark: Es gibt eine ganze Reihe ausgewiesener Wanderwege durch den Regenwald des Nationalparks. Eine Karte ist am Eingang erhältlich. Täglich um 11:00 Uhr startet eine geführte Wanderung an der 1 Kinabalu Multipurpose Hall .
  • Canopy Walks: Es gibt im Gebiet des Parks und seiner Umgebung zwei Hängebrückensysteme. Die Brücken im Kinabalu Park selbst bieten eine schöne Sicht auf die umgebende Landschaft, die bei Poring Hot Springs befindet sich mehr in den Baumkronen. Hier kann man besser Flora und Fauna beobachten.
    • Kinabalu-Nationalpark Die Tour beginnt mit einem 400m langen und etwas steilen Aufstieg. Am Ende der 400 Meter beginnt der Canopy Walk, welcher ein einmaliges Erlebnis ist. Auf einer Länge von 157,80m und auf 41m Höhe, läuft man über (abgesicherte) Hängebrücken auf Höhe der Baumkronen durch den Regenwald. Die Aussicht von den Hängebrücken ist atemberaubend, und schnell ist die Mühe des Aufstieges vergessen.
    • Poring Hot Springs: Der Ort befindet sich am Ostrand des Parks und ist per Autofahrt über Ranau zu erreichen. Man durchquert das Areal der heißen Quellen, am Ende beginnt der Weg zum Canopy Walk. Hierbei sind einige Höhenmeter zu überwinden. Der eigentliche Canopy Walk besteht aus fünf Brücken, die zwischen den Baumkronen befestigt sind. Die längste Brücke misst 48m, die höchste befindet sich 43m über dem Erdboden. Für die Nutzung von Fotoapparaten ist eine Gebühr von RM 5.00 zu entrichten, für Videokameras RM 30.00.

Wellness

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  • Poring Hot Springs: Nach dem Abstieg vom Canopy Walk besucht man noch die Poring Hot Spring in Poring, welche eine stark schwefelhaltige Quelle ist, die angeblich zur Heilung diverser Krankheiten beiträgt. Man hat die Möglichkeit, in der Quelle zu baden, daher sollte man die Badesachen nicht vergessen.

Genehmigungen / Permits

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Die Klettergenehmigung (englisch: climbing permit) von Sabah Parks wird von den Park Headquarters ausgestellt, gilt 2 Tage und ist stets mitzuführen. Die Guides werden nach Registrierung automatisch zugeteilt, 5 Touristen pro Guide. Die Übernachtungskapazitäten während der Besteigung sind auf 163 Personen begrenzt, so dass sich dieser Engpass auf die Erteilung der Permits überträgt. Ist das Kontingent pro Tag erschöpft, muss für den nächsten Tag gebucht werden. Nach der Registrierung wird der Reisende zum Timpohon Gate gefahren. Hier findet eine Einweisung durch den lizensierten Führer statt, danach kann der Aufstieg beginnen. Alle wichtigen Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite Mount Kinabalu.com

Gebühren

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Für den Besuch des Nationalparks sowie die Aktivitäten sind einige Gebühren fällig:

Notwendige Basisgebühren
  • Parkgebühr: RM 3,00/15,00 (Malaysier/Nicht-Malaysier), Kinder unter 18 Jahren: RM 1,00/10,00 (Malaysier/Nicht-Malaysier);
  • Gipfelgebühr: RM 30,00/120,00 (Malaysier/Nicht-Malaysier), RM 12,00/40,00 (Malaysier/Nicht-Malaysier) - Zusätzlich wird eine Kletterversicherung benötigt (RM 7,00);
  • Gipfelführer: RM 85,00-120,00 pro Gruppe. Die Gebühr ist abhängig von dem gewünschten Weg zum Gipfel.
Weitere Kosten
  • Souvenir certificate: RM 10,00 Es wird bei der Rückkehr vom Gipfel ausgestellt. Wer den Angestellten erklärt, keines zu benötigen, bekommt es vielleicht automatisch umsonst.
  • Wanderstöcke: RM 5,00. Sie können hilfreich bei den Wanderungen sein. Die angebotenen sind zurechtgeschnitzte Äste vom Baum. Hier sollte man nach einem stabilen Modell Ausschau halten.
  • Gepäckaufbewahrung: RM 10,00.

Wer seine eigenen Wanderstöcke mitbringt, auf das Souvenir verzichtet und sich eventuell mit anderen Reisenden zusammenschließt, kann einige der anfallenden Kosten reduzieren.

Küche / Einkaufen

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Am Parkeingang sowie in der Laban Rata-Hütte gibt es Restaurants und Snackbars. Die Preise in der Hütte sind verständlicherweise recht hoch, da alle Lebensmittel mit Trägern hinaufgetragen werden müssen. Man kann sich auch vor der Anreise in Kota Kinabalu mit ein paar einfachen Snacks versorgen. Es gibt Unterstände und Barbecue-Möglichkeiten zur eigenen Verwendung entlang der Wege und Straßen im Park.

Wer übernachtet, bezahlt das Essen mit dem Zimmerpreis (Halbpension). Wer den Aufstieg bucht, bekommt das erste Mittagessen als Lunchpaket für unterwegs mitgeliefert (3 Sandwich, Obst, Ei und etwas Hühnchen).

Unterkunft

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Die Rajah Lodge

Die Webseite Booking.com listet für das an den Parkgrenzen gelegene 4 Kundasang 84 Unterkünfte aller Kategorien auf.

Im Nationalpark

Außer den erwähnten Panalaban-Basislager und Laban Ratan gibt es im Park die 14 Kinabalu Lodge , nebenan die 15 Peak Lodge ; weiter im Park die 16 Nepenthes Lodge , die 17 Rajah Lodge und die 18 Hill Lodge . Alle Lodges werden einheitlich angeboten von

  • Sutera Sanctuary Lodges. Tel.: +60 (0)88-303917, Fax: (0)88-317540, E-Mail: auch das Sutera Harbour in Kota Kinabalu gehört dazu. Wer über sie eine Tour auf den Berg bucht und deshalb eine Übernachtung in der Laban-Rata-Hütte benötigt, kann durchaus auch eine Übernachtung in einer der Lodges am Parkeingang aufgenötigt bekommen. Die Preise dort sind höher als außerhalb des Parks und beinhalten obligatorisch auch die Verpflegung.

Es gibt zwei lizensierte Hostel, das 19 Grace Hostel und das 20 Rock Hostel .

In der Umgebung des Nationalparks
  • D'Villa Rina Ria Lodge (Etwa 500 Meter vom Eingang des Parks). Tel.: +60 (0)88-889282. Die Lodge bietet Standard-Zimmer sowie ein Restaurant mit guter lokaler Küche. Preis: ab RM 30,00.
  • Kinabalu Rose Cabin (Ein paar Minuten vom Eingang des Parks). Tel.: +60 (0)88-888233, E-Mail: Die Zimmer bieten einen schönen Blick auf den Mt. Kinabalu. Preis: ab RM 70,00.
  • Aristo Kinabalu Resort. Tel.: +60 (0)88-872719, E-Mail: Die Unterkunft startete 2009 und hat 21 Zimmer mit Bad und TV. Check-in: 14:00. Check-out: 12:00. Preis: RM 30,00-160,00.
  • Magic Mountain Country Home. Tel.: +60 (0)19-8214338. Die österreichisch-malaiisch betriebene Unterkunft in der Nähe des Mount-Kinabalu-Golfplatzes bietet "old-fashioned comfort". Der Zimmerpreis beinhaltet Frühstück und Abendessen. Sowohl Englisch und malaiisch als auch Deutsch und Chinesisch werden verstanden. Preis: RM 420,00.
  • Mesilau Nature Resort. Tel.: +60 (0)88-871519, Fax: (0)88-889091. Das Resort liegt im Mesilau Nature Park nördlich der Stadt. Es gibt einige schöne, allerdings nicht ganz billige Chalets (RM 650 bis 2.275,00 pro Einheit).
  • Es gibt auch Unterkünfte in den nahe gelegenen Orten Poring und Ranau.

Ausflüge

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Die Rafflesia - die größte Blüte der Welt

Auch die nähere Umgebung des Nationalparks bietet eine Reihe interessanter Orte in Tagesreichweite:

  • Südöstlich des Nationalparks liegt der Ort Kundasang. Hier steht eine bekannte Gedenkstätte zum Gedenken an die Todesmärsche von Sandakan. Darüber hinaus ist der Ort weithin bekannt für seinen Gemüseanbau.
  • Der 18 Mesilau Nature Park liegt einige Kilometer nördlich der Stadt Kundasang. Der Name ist abgeleitet von einem gelben Wasserfall (silou bedeutet gelb in der Sprache der Dusun). Der Park grenzt direkt östlich an den Kinabalu-Nationalpark und ist von Bergen umgeben und der höchste mit dem Auto erreichbare Ort der Region. Hier startet auch eine alternative Wanderroute auf den Gipfel des Mount Kinabalu - der mittlerweile gesperrte Mesilau Trail. Der Park selbst lädt zu Wanderungen ein. Erfrischungen bietet das Mesilau Nature Resort. Geöffnet ist das Areal von 09:00 bis 16:00 Uhr. Anfahrt ist über die Stadt Kundasang.
  • Richtung Osten geht es zu dem ein wenig größeren Ort Ranau. Nördlich davon liegen die Quellen von Poring. Hier kann man genüsslich baden. Etwas oberhalb befindet sich ein schöner Canopy Walk auf Hängebrücken in bis zu 40m Höhe, die mit Seilen an Bäumen befestigt sind. Unweit der Quellen befinden sich auch ein paar Wasserfälle, die sich bei einem kleinen Spaziergang erkunden lassen. Dazu gesellen sich auch eine Schmetterlingsfarm und ein Orchideenzentrum. Besonders am Wochenende ist der Ort sehr beliebt bei einheimischen Besuchern.
  • Rund um den Ort Poring gibt es eine viele seltene Rafflesien. Die riesigen Blüten brauchen fast ein Jahr bis zur Blüte. Danach blühen sie lediglich eine Woche. Sie strahlen einen Geruch aus, der eher an Verwesung erinnert. Die Größe der Blüten ist aber beeindruckend. Wer eine Blüte sehen möchte, kann vor Ort (Hotel, Shop oder Reiseleiter) nachfragen, ob und wo gerade eine blüht. In der Regel sind alle vor Ort darüber informiert. RM 20,00 könnten aber schon für die Besichtigung fällig werden. Immerhin hat der Rafflesien-Tourismus auch zum Schutz der Landschaften und Engagement für den Naturschutz geführt.

Gesundheit

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Siehe auch: Tropenkrankheiten
Siehe auch: Höhenkrankheit
Der Aufstieg erfordert zwei oder drei Tage und führt durch mittelschweres Gelände. Berücksichtigt man die Höhe bei Beginn am Timpohon Gate (1866m), so werden bei einer Wegstrecke von 8,72km auf dem Summit trail insgesamt 260 Höhenmeter pro Kilometer überwunden (26% Steigung). Dies ist ein sehr anspruchsvoller Wert, Trittsicherheit und viel Kraft müssen vorhanden sein. Steilere Wegstrecken wurden durch Treppen entschärft. Die Anforderungen an die psychische und physische Leistungsfähigkeit sind hoch auch wegen der schnellen Änderung der Klimazonen von tropisch über gemäßigt bis subpolar und der mit zunehmender Höhe steigenden Gefahr der Höhenkrankheit.

Technische Fähigkeiten eines geübten Bergsteigers sind zwar nicht erforderlich (Klettern und Abseilen), doch sollte sich der Reisende noch vor Reiseantritt zuhause einem ärztlichen Gesundheitstest unterziehen. Die hohe Anstrengung senkt die Aufmerksamkeit, sodass auch einfachste Bewegungsabläufe zum Stolpern führen können.

Die extreme Höhenlage von mindestens 2500m kann zur altersunabhängigen Höhenkrankheit führen. Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, aber auch Atemnot, Kraftlosigkeit, Schwindelgefühle, kurze Blackouts oder Müdigkeit. In der Höhe wird auch ohne jede körperliche Anstrengung schneller geatmet, um die mangelnde Sauerstoffkonzentration auszugleichen. Die körpereigene Atemregulation wirkt dieser nicht entgegen, da sie vornehmlich auf den Kohlendioxidgehalt – den stärksten Atemantrieb des Blutes – reagiert. Zur Akklimatisation kommt es nur, wenn der Körper mehr rote Blutkörperchen produziert. Es braucht zwei bis drei Tage, bis der Anteil der roten Blutkörperchen so erhöht ist, dass auch einfachste Tätigkeiten wie Gehen ohne sofortige Erschöpfung durchgeführt werden können. Die Höhenkrankheit kann durch eine 3-tägige Besteigung mit der ersten Nacht am Fuß des Berges oder zwei Nächte am Berg (Panalaban Basislager) durch Akklimatisierung verhindert werden.

Es ist wichtig, stets viel Wasser zu trinken, sich so wenig wie möglich anzustrengen und auf gar keinen Fall Alkohol oder Kaffee zu trinken. Durch die Einnahme von Acetazolamid (Diamox®) können die Symptome vermindert werden. Bei ersten Symptomen der Höhenkrankheit sollte ein Arzt aufgesucht werden. Vom 2 Hubschrauber-Landeplatz nahe zum Panalaban-Basislager und Laban Rata können Notfälle nach Kota Kinabalu ausgeflogen werden.

Sicherheit

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Das Wandern und Klettern in den Bergen kann besonders bei schlechtem Wetter gefährlich sein. Man sollte nie allein in den Bergen unterwegs sein, nahe beim Bergführer bleiben und seinen Anweisungen Folge leisten. In der Höhenlage ist jederzeit mit einem plötzlichen Wetterumschwung zu rechnen.

Die erhöhten klimatischen Anforderungen an den Kreislauf aus der warmen und feuchten bis schwülen Luft im Regenwald und im Vergleich zu mitteleuropäischen Wanderregionen sollten nicht unterschätzt werden.

Bei einer zu schnell gewählten Aufstiegsgeschwindigkeit können bereits in Höhen über 2.500m gesundheitliche Probleme in Folge einer noch unzureichenden Höhenanpassung entstehen. Je nach der persönlichen Konstitution sollte, auch mit einer Top-Kondition als Sportler, der Tageszugewinn in diesen Höhen Werte von ca. 800 mH nicht mehr überschreiten. Allgemeine Ausführungen siehe auch im Kapitel Höhenanpassung des Artikels Bergsteigen.

In der Gipfelregion kann es sich bis zum Gefrierpunkt abkühlen. Man sollte daher auf entsprechende Kleidung achten. Wer die Berge besteigen will, sollte sich unbedingt mit einer Taschen- oder Kopflampe ausstatten.

Literatur

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  • Moritz Jacobi/Renate Loose/Stefan Loose/Mischa Loose, Stefan Loose Reiseführer E-Book Malaysia, Brunei und Singapore, MairDumont, 2025, S. 584 ff.; ISBN 978-3616036021.
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Einzelnachweise

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