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Unesco-Welterbestätten in Europa
Gewählt zum Reiseziel des Monats „abseits der Touristenpfade“
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Arles

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2360.Blick vom Ufer der Rhone auf Arles-Provence.JPG
Arles
Region Bouches-du-Rhône
Einwohner
53.660 (2011)
Höhe
0 m, 57 m
Tourist-Info Web http://www.arles.org/
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Lage
Lagekarte von Frankreich
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Arles

Arles ist eine Stadt in der Provence im französischen Departement Bouches-du-Rhône. Zu der etwa 25 km vom Mittelmeer entfernten Stadt gehören auch weite Teile der Camargue, die Arles mit 760 km² zur flächenmäßig größten Gemeinde Frankreichs machen. Arles gehört zu den Top-Zielen der Provence, sehenswert sind insbesondere die seit 1981 zum Weltkulturerbe gehörenden Bauwerke aus der Antike sowie die Kirche St. Trophime. Von den 300 Sonnentagen wurde schon Vincent van Gogh angezogen, der hier mehr als 300 Bilder malte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Name Arles stammt vom keltischen Arelas oder Arelate und bedeutet Sumpfort. Die gallische Gründung ist aber nicht die erste größere Siedlung, sondern das ligurische Theline. Unter Julius Caesar wurde der Ort im Jahr 46. v. Chr. zur römischen Militärkolonie Colonia Julia Paterna Arelate Sextanorum.

Unter den Römern gewann der Ort an Bedeutung an der Kreuzung der Via Agrippa und Via Aurelia und konkurrierte im Handel mit Massilia (Marseille). Die Blütezeit erreichte Arles unter Kaiser Konstantin I., der Arles vergrößerte und den Beinamen Constantina gab. Im Jahr 395 wurde es die Hauptstadt Galliens und avancierte 402 mit der Verlegung der Praefectura Galliarum von Trier nach Arles zur Hauptstadt des römischen Westreiches.

Seit dem 3. Jahrhundert war es Sitz eines Bischofs und ab 400 Sitz eines Erzbischofs. Die attraktive Stadt wurde infolge dessen mehrfach durch die Westgoten und Sarazenen erobert und zerstört. Ab 536 gehörte sie zu Frankreich und wurde im Jahr 879 Hauptstadt des Königreichs Burgund. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt zunächst (1033) Teil des Heiligen Römischen Reiches, 1237 für nur zwei Jahre Reichsstadt, ab 1251 Teil des Reiches von Karl von Anjou, bis es schließlich 1481 mit der Grafschaft Provence an Frankreich fiel.

Arles blieb weiterhin ein bedeutender Hafenort an der Rhône. Mit Verbreitung der Eisenbahn im 19. Jahrhundert verschwanden große Teile des Flusshandels, und Arles Bedeutung sank.

Die Provinzialität machte die Stadt zu einem Anziehungspunkt für Vincent van Gogh, der am 21. Februar 1888 hierher kam und bis zum Mai 1889 blieb. Während seiner Zeit in Arles entstanden 300 Zeichnungen und Gemälde wie die Caféterrasse am Abend, das Das Nachtcafé und die Sternennacht über der Rhone. Das Café aus dem erstgenannten Bild wurde in den 1990er Jahren umgebaut, um dem Bild zu entsprechen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Nîmes-Arles-Camargue bei Garons in ca. 24 km Entfernung an der Straße nach Nîmes.

Weitere Flughäfen sind der Flughafen Marseille Provence, der Flughafen Avignon und der Flughafen Montpellier Méditerranée.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Arles liegt an der Bahnlinie Marseille - Paris und hat mit dem Gare d'Arles Verbindungen nach Avignon, Nîmes, Marseille, Paris, Bordeaux und zahlreiche weitere Orte. Über Avignon oder Marseille besteht Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz des TGV.

Zudem gibt es einen Nachtzug von Strasbourg nach Arles, der vor allem für Reisende aus Südwestdeutschland und der Schweiz interessant sein dürfte. Dauer: ca 9:30 h.

Wenn man tagsüber fährt, ist man von Stuttgart etwa 9-10 Stunden unterwegs, von Basel etwa 5:30 h bis 7 Stunden.

Man sollte jedoch daran denken, dass nicht nur TGVs, sondern auch Intercités reservierungspflichtig sind!

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Busbahnhof befindet sich in der Av Paulin Talabot (Tel.: ++33 (0)490 493801) beim Bahnhof resp. in Altstadtnähe am 24 Bvd Clémenceau. Hier gibt es Linienbusverbindungen nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer (Linie 20), nach Salin-de-Giraud und der Plage Piémanson (Linie AGGLO 10), nach Nîmes (Linie 21), nach Salon de Provence (Linie 18 und 29) mit Anschluss nach Marseille. Eine gute Übersicht mit Fahrplanauskunft bietet die französische Website zum öffentlichen Verkehr im Departement Bouches-du-Rhône.

Straße[Bearbeiten]

Arles liegt an der Europastraße E80 (Lissabon - Gürbulak) respektive an der nördlichen Spitze des Rhônedeltas ziemlich genau zwischen den beiden Autobahnen A9 (Orange - Nîmes - Montpellier - Spanien im Westen und der A7 (Autoroute du Soleil) von Lyon über Orange nach Marseille.

Die beiden mautpflichtigen Autobahnen werden von der A54 verbunden, die südliche Stadtumfahrung von Arles ist als nicht mautpflichtige Schnellstraße N113 / N572 ausgeführt, die Autobahn A54 ist also nicht ganz durchgehend.

Von Avignon im Norden aus erreicht man Arles auf der gut ausgebauten D570n, aus Nîmes auf der D6113, eine Alternative ist die D15 bis Beaucaire/Tarascon, die Städtchen sind mit der D986 mit Remoulins in der Nähe der A9 (und der Region um den Pont-du-Gard) verbunden.

In die Camargue führen die D570 nach Saintes-Maries-de-la-Mer und die D36 östlich nach Salin-de-Giraud. Nach Port-Saint-Louis-du-Rhône östlich der Rhône führt die D35, über die große Rhone führt die mautpflichtige Fähre Bac de Barcarin bei Salin-de-Giraud.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet von Arles und der Umgebung verkehren Busse der Envia, EInheitstarif 0.80€ (1 Stunde, Stand 2013).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Arles hat gleich zwei Einträge in der Liste des Unesco Welterbes. Zum einen befinden sich viele der antiken Denkmäler bereits seit 1981 auf der Liste, zum anderen gehört seit 1998 auch die Kirche Saint-Honorat auf dem Alyscamps als Teil des französischen Jakobswegs zum Welterbe. Doch es gibt noch mehr zu entdecken.

Bauwerke der Antike[Bearbeiten]

Antike Theater in Arles
Amphitheater
Antike Bauwerke in Arles
Alyscamps
Antike Bauwerke um Arles
Aquädukt: Pont de Crau
  • 1 Amphitheater von Arles / Amphithéâtre. Das Bauwerk stammt aus der Zeit um 90 n. Chr. und misst 140 × 103 m. Ursprünglich bot das dreigeschossige Gebäude mit seinen 180 Arkaden etwa 25.000 Zuschauern Platz. Im Mittelalter erfuhr das Theater einen Aus- und Umbau zur Festung, wovon noch die drei Vierecktürme aus dem 12. Jahrhundert und die vermauerten Arkaden zeugen. Im 19. Jahrhundert wurden ab 1825 zunächst die Häuser in und um das Amphitheater entfernt und 1846 mit der Wiederherstellung des Urzustandes begonnen. Heute wird das Amphitheater für Aufführungen und Stierkämpfe genutzt. Besichtigt werden kann die Arena (mit neuzeitlichen Sitzreihen) und der Nordturm, von dem aus sich eine gute Aussicht über die Stadt ergibt. Preis: 6.50 / 5.00€ (Studentenausweis muss vorgelegt werden!).
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Antikes Theater: Das in Teilen erhaltene Theater wurde um das Jahr 25 v. Chr. errichtet. Von der einstigen Größe sind noch die ersten 33 Sitzreihen, die Orchestra, zwei korinthische Säulen und ein Turm, an dem die ursprünglich dreigeschossige Architektur noch erkennbar ist, erhalten. Die im Louvre ausgestellte Venus von Arles wurde hier 1651 gefunden, eine Nachbildung ist im Hôtel de Ville zu besichtigen.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Alyscamps: Die Elysischen Felder (Elisii campi) sind eine etwas außerhalb der Altstadt gelegene Nekropole aus römischer Zeit. Der Alyscamps bildete den letzten Abschnitt der Via Aurelia, bevor diese die Stadt erreichte. In der Antike war sie eine der bedeutendsten Grabstätten der Region. Neben den wohlhabenden Bürgern der Antike wurden hier auch Sankt Genius (303 n. Chr.) und Sankt Trophimus, der legendäre erste Bischof von Arles, bestattet. Auf dessen Sarkophag soll sich ein Knieabdruck Christi befinden, da dieser selbst zur Beerdigung erschien. Insgesamt diente dieser Ort über 1500 Jahre als Hauptbeerdigungsstätte von Arles. So ist es nicht verwunderlich, dass sich selbst Dante in seinem Inferno und Ariosto in seinem Orlando furioso hierauf beziehen. Die Beliebtheit dieses Platzes für Bestattungen brachte Platzprobleme mit sich. So wurden die mehreren Tausend Sarkophage drei Schichten tief gestapelt. In der Renaissance zog der Bestattungsort von so vielen reichen Persönlichkeiten Plünderer an, die den Alyscamps systematisch ausräumten. Im 19. Jahrhundert wurde er durch die Eisenbahn und den Kanal weiter beschädigt. Doch der Alyscamps behielt seine Attraktivität: Im Oktober 1888 malten hier Vincent van Gogh und Paul Gaugin erstmals zusammen. Heute ist er eine Art Freilichtmuseum, wobei die besser erhaltenen Sarkophage im Musée dépertemental Arles Antique ausgestellt sind.
  • Forum Romanum und Kryptoportikus: Reste des Forum Romanum (Colonnes de Saint-Lucien) sind an einer Wand an der 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Place du Forum noch zu sehen: Der unterirdisch gelegene 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Kryptoporticus (Bogengang) aus dem Jahr 40 v. Chr. findet sich bei der Kapelle des Jesuitenkollegs, das zusammen mit dem Hôtel de Ville darüber errichtet wurde.

Weitere Stätten des antiken Welterbes sind die Reste der römischen 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Konstantin-Thermen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr., eines Palastes von Konstantin I., der auf der 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Place de la République stehende Obelisk (gefunden im römischen Zirkus beim heutigen Museum im Südwesten der Stadt), die Ruinen des Aquädukts 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Pont de Crau sowie die außerhalb, auf dem Gebiet von Fontvieille liegenden, wenige Kilometer entfernten Mühlen von Barbegal mit dem 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Aquädukt von Barbegal.

Kirchen und sakrale Bauten[Bearbeiten]

Kirchen von Arles
Kathedrale St. Trophime (Fassade)
  • 10 Kathedrale St-Trophime d'Arles, Place de la République, 13200 Arles. Geöffnet: Kirche: tägl. 8:30-18:30 Uhr; Kreuzgang: Nov-Feb: tägl. 10-17 Uhr; Mär, Apr, Okt: täglich 9-18 Uhr; Mai-Sept: tägl. 9-19 Uhr. Preis: Kirche: frei; Kreuzgang: €3 Erw.

Die nach dem ersten Bischof von Arles und späteren Heiligen Trophimus (Saint Trophime) benannte, überwiegend romanische Kathedrale ist das bedeutendste sakrale Bauwerk von Arles. Die Gebeine des Heiligen Trophimus ruhen nach mehreren Umbettungen seit 1152 wieder in ihr. Die ehemalige Kirche der Benediktinerabtei wurde von 1152 bis 1180 als Basilika auf den Mauern (Basis der Seitenschiffe) eines aus dem 9. Jahrhundert stammenden karolingischen Baus errichtet. Die aus dieser Zeit stammenden Kirchenteile Langhaus, Turm und Fassade sind im romanischen Stil erbaut. Am 30. Juli 1178 war die Kathedrale Krönungsort von Friedrich dem I., genannt Barbarossa, der durch den Erzbischof von Arles zum König gekrönt wurde. Im Jahr 1190 wurde das berühmte Eingangsportal der Westfassade vorgeblendet. Mit seinem Tympanon, das Christus als Weltenrichter zeigt, gilt es als bedeutendstes Kunstwerk der provenzalischen Hochromanik. Der Umgangschor schließlich stammt aus den Jahren 1454 bis 1465 und ist im gotischen Stil gehalten. Das heutige Aussehen des Innenraumes geht auf die Restauration der Chefarchitekten Prosper Mérimee von 1870 zurück, der die Kirche re-romanisierte; seit 1981 gehört sie zum Welterbe.

Der Kirche unmittelbar angeschlossen ist der Kreuzgang des Benediktinerklosters. Der nördliche und der östliche Teil sind romanische und in den Jahren zwischen 1160 und 1180 entstanden, während westliche und südliche Teil erst im 14.-15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut wurden. Die Kapitel des Nordflügels sind mit Skulpturen zum österlichen Mysterium und von Heiligen aus Arles geschmückt. Hier ist unter anderem der Heilige Trophimus zwischen den Apostel Petrus und Johannes zu sehen. Im Ostflügel sind die Stationen im Leben Christi dargestellt, und im Südflügel wird das Leben des Heiligen Trophimus erzählt. Die Kapitel des westlichen Flügels haben kein einheitliches Motiv.

  • die gotische 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Eglise Ste Anne liegt auf der zentralen Place de la République gleich gegenüber, auf den Ruinen eines Vorgängerbaus wurde sie 1628/30 errichtet und nach der französischen Revolution als Ausstellungsraum (für das Musée lapidaire) umgenutzt.
  • die 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Eglise St.Julien wurde auf dem Boden eines romanischen Baus aus dem Jahre 1119 im 17. Jhdt. im Barockstil umgebaut und nach schweren Bombenschäden im Jahre 1944 restauriert und dient ebenfalls kulturellen Veranstaltungen.
  • die 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Eglise Notre Dame de la Major liegt etwas östlich des Amphitheaters

Etwas außerhalb von Arles liegt die gewaltige Klosteranlage der 14 Typ ist Gruppenbezeichnung Abbaye de Montmajour.

Burgen, Schlösser und Palais[Bearbeiten]

  • Das Rathaus 15 Typ ist Gruppenbezeichnung Hôtel de Ville liegt an der zentralen Place de la République.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Die Altstadt liegt nördlich des Boulevard Georges Clémenceau, der in den Boulevard des Lices übergeht. Die Rue Jean Jaurès verbindet mit der zentralen Place de la République, etwas nordwestlich liegt die Place du Forum mit dem nachgebildeten Nachtcafé, das dem Gemälde von Vincent van Gogh entsprechen soll. Östlich ist über die Rue des Arènes das Amphitheater erreichbar, vorbei am antiken Theater führt die Rue de la Calade zurück zur Place de la République mit dem Obelisken, der einst am römischen Zirkus gestanden hatte.

Museen[Bearbeiten]

  • 16 Musée de l'Arles et de la Provence antiques (Musée départemental Arles antique, kostenfreie Parkplätze), Presqu'île-du-cirque-romain BP 205 - 13635 Arles (Anfahrt ausgeschildert.). Tel.: (0)4 90 18 88 88, Fax: (0)4 90 18 88 93, E-Mail: . Der moderne Bau ist eine Sehenswürdigkeit an sich. Er wurde durch den peruanischen Architekten Henri Ciriani entworfen und 1995 fertig gestellt. Geöffnet: Täglich 10 bis 18 h; vom 2. November bis 28. Februar: täglich von 10 bis 17 h; Dienstag sowie am 1. Januar, 1. Mai, 1. November und 25. Dezember geschlossen. Preis: Erwachsene : 6 € - Ermäßigt : 4.5 € ; an Sonntagen und für Jugendliche bis 18 Jahren Eintritt frei (incl. Wechselausstellungen 7,50 und 5,50 Euro).
  • 17 Musée Réattu, 10, rue du Grand Prieuré. Tel.: (0)4 90 49 37 58, Fax: (0)4 90 49 36 97. am Rhoneufer zeigt im Haus/Atelier des lokalen Künstlers Jaques Réattu neben dessen Sammlung unter anderem Werke von Picasso und einen großen Fundus von Fotografien aus den Sechzigerjahren. Geöffnet: Di-So, 11.00-19.00h. Preis: 8.00/6.00€.
  • 19 Musée de la Camargue, Mas du Pont Rusty. Tel.: (0)4 90 97 10 82, E-Mail: . In einem Mas, einem typischen Landwirtschaftsgut in der Camargue und einem Erlebnispfad in der näheren Umgebung (Insektenschutz notwendig!) werden die Camargue und ihre Bewohner (u.a. das Handwerk der Gardians) dem Besucher näher gebracht. Geöffnet: 09.00-12.30 / 13.00-18.00h im Sommer..

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Arles hat zwei Theaterhäuser, das Théâtre d'Arles und das Théâtre de la Calade. Daneben beherbergt Arles mit der École Nationale Supérieure de la Photographie [1] - kurz ENSP - die einzige Hochschule für Fotografie in Frankreich.

  • Théâtre d'Arles (Stadttheater Arles), bd Georges Clemenceau, 13200 Arles. Tel.: (0)4 90 52 51 51 (Karten), (0)4 90 52 51 55 (Verwaltung), Fax: (0)4 90 52 51 59. Geöffnet: dienstags bis freitags 13h bis 18H30, samstags 14h bis 18h, sonntags und in den Ferien ab 15h. Preis: je nach Platzkategorie 2 bis 21 Euro.

Sport und Bewegung[Bearbeiten]

Camargue
Corrida in der Arena im Amphitheater von Arles
Course Camarguaise: der Raseteur entreisst dem Stier die Trophäe
  • Die Badestrände von Salin-de-Giraud gehören zum Gemeindegebiet, ebenfalls bei Saintes-Maries-de-la-Mer gibt es ausgedehnte Strände, in der Camargue wird auch Kitesurfen praktiziert, da oft günstige Windverhältnisse herrschen. Bei starkem Mistral ist das Badevergnügen in der stark dem Wind ausgesetzten Camargue eingeschränkt, man riskiert, "sandgestrahlt" zu werden (in der Regel sind das die Tage, an denen trotz schönsten Sonnenscheins die orange Fahne bei der Badeaufsicht hochgezogen wird).
  • die Camargue lädt ein zum Wandern, zum Beobachten von Vögeln (Vorsicht: Mückenschutz erforderlich), zum Reiten, je nach Windverhältnissen zum Fahrradfahren (in der ebenen Camargue kämpft man bei dem aus Norden wehenden Mistral oftmals heftig gegen den Wind), es werden auch Paddeltouren angeboten.
  • Besuch der in der Provence noch typischen Stierkämpfen: anlässlich der Feste der Férias werden Stierkämpfe durchgeführt. Bei der Corrida /Course de Taureaux wird der Stier durch den Matador nach strengen Regeln zuletzt mit einem Degenstoss getötet, bei der unblutigen Course Camarguaise werden dem Stier von den Raseteurs Trophäen (zwischen den Hörnern angebrachte Kokarden oder Schnüre) entrissen. Beim Abrivado (und ähnlich beim Bandido bei der Rückkehr der Stiere aus den Arenen auf die Weiden) werden die Stiere durch die Ortschaften getrieben, jugendliche Stierkämpfer reizen die Stiere, versuchen sie zum Ausreißen zu bewegen und müssen sich nach Verfolgung durch den Stier hinter großen Absperrgittern in Sicherheit bringen. Verkehrszeichen mit der Aufschrift Manifestation taurine und Absperrbarrikaden an den Straßen deuten auf eine baldige Abrivado hin.

Einkaufen[Bearbeiten]

Vincent van Gogh: Café de Nuit
Vincent van Gogh: Terrasse du café le soir

Eine der schönsten Einkaufsarten ist sicherlich der Einkauf auf dem Samstagsmarkt, der sich südlich der Altstadt vom Boulevard Georges Clémenceau über den Boulevard des Lices bis zum Boulevard Emile Combes hinzieht. Er gilt als einer der schönsten der Prôvence und ist mit zwei Kilometern Ausdehnung sicherlich der größte Wochenmarkt der Region. Hier findet man alles, was das Herz oder zumindest der Gaumen begehrt.

Etwas kleiner ist der Mittwochsmarkt nur auf dem Boulevard Emile Combes.

Am ersten Mittwoch im Monat wird der Flohmarkt Brocante auf dem Boulevard des Lices abgehalten.

In der Altstadt finden sich zahlreiche Geschäfte, von den touristischen Andenkenläden mit Camargue-Souvenirs beim Amphitheater über zahlreiche Geschäfte mit Provence-Spezialitäten bis zu teuren Boutiquen mit Designerbekleidung.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Arles und seine nähere Umgebung bieten Unterkünfte für nahezu jeden Geldbeutel. Hilfreich ist hier die lokale Tourismusgesellschaft. Diese bietet auch einen Führer für Gästezimmer zum Herunterladen als PDF an.

  • Hôtel Jules Cesar (in einem ehemaligen Carmelitenkloster aus dem 17. Jahrhundert, Bar, Restaurant), 9 Boulevard des Lices, BP 40116, 13631 Arles Cedex (direkt hinter der Touristinformation). Tel.: +33 (0)490-525252, Fax: +33 (0)490-525253, E-Mail: . Preis: kleines Doppelzimmer ab 160 Euro.

Camping[Bearbeiten]

  • 1 Camping L'ARLESIENNE (Mobile Home mit Terasse, Stellplätze, Zeltplätze), 145 draille marseillaise Pont de Crau 13200 ARLES (etwa 1,5 km außerhalb der Stadt südöstlich Richtung St. Martin de Crau). Tel.: +33 (0)490-960212, E-Mail: . Geöffnet: 4-11 (April - Oktober). Preis: Kurtaxe 0,50 Euro pro Person, Zelt 1,50 Euro + Personen (Erw. 3-4, unter 13 2-3 Euro).
  • CAMPING CITY, 67 Rte de la Crau 13200 Arles (etwas ausserhalb der Stadt südöstlich Richtung St. Martin de Crau). Tel.: +33 (0)490-930886, Fax: +33 (0)490-939107, E-Mail: . Geöffnet: 4-9 (April bis September). Preis: Stellplatz inclusive zwei Personen und Fahrzeug und/oder Zelt 19 Euro (incl. Steuer), Kinder bis 13 Jahren 3,50 Euro, Haustiere 2 Euro.
  • 2 Camping La Bienheureuse (keine Hunde im Mobile Home, keine Pitbulls, Rottweiler und Dobermänner), 13280 Raphel Les Arles (etwa 6 km von der Stadtgrenze (8km vom Pl. de la Rep.) in Richtung St. Martin de Crau kurz vor Raphéle-les-Arles). Tel.: +33 (0)490-984806, Fax: +33 (0)490-983762, E-Mail: . Geöffnet: ganzjährig. Preis: Stellplatz für Zelt/Caravan + 2 Personen 14,10 - 17 Euro, Kinder von 3 bis 10 Jahren 3,10 - 3,80, Haustier 2 Euro, Steuer 0,20 Euro p.P., zzgl. Strom. Akzeptierte Kreditkarten: VISA/Master.

Lernen[Bearbeiten]

  • École national Supérieure de la Photographie (ENSP, ERASMUS Teilnehmer), (16 rue des Arènes, BP 10149, 13631 Arles cedex. Tel.: +33 (0)490-993333, Fax: +33 (0)490-993359. International angesehene und in Frankreich einzigartige Hochschule für Fotografie. Im Rahmen des europäischen Studentenaustausches nimmt sie am Erasmus-Programm teil. Partner ist unter anderem die Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Wie überall in Südfrankreich sind vor allem in der Hochsaison und in den Touristenhochburgen wegen Taschendiebstählen und Autoaufbrüchen die üblichen Sicherheitsmassnahmen zu beachten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Hôtel de ville (Rathaus), Place de la République, Tel.: 0490-493636, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8h - 19h und Samstag: 8h30 - 12h
  • Polizei - Commissariat de Police, 1 Boulevard Lices (südöstlich des antiken Theaters), Tel.: 0490-184500,
  • Tourist Information (Office d'Tourism), Boulevard des Lices. Tel.: (0)490-184120, Fax: (0)490-184129, E-Mail: . Geöffnet: 01/01 bis 31/03/11 und 31/10 bis 31/12/11: 9h00-16h45 Montag bis Samstag und Sonn- und Feiertag 10h00 bis 13h00 - mit Telefondienst: 9h00/13h00 – 14h00/16h45; 03 bis 30/10/11: 9h00-17h45 Montag bis Samstag, an Sonn- und Feiertagen: 10h00 13h00 mit Telefondienst 9h00/13h00 – 14h00/17h45; 01/04 bis 02/10/11: ganztägig 9h00-18h45 mit Telefondienst: 9h00/13h00 – 14h00/18h00.
  • La Poste (Postamt), 5 Boulevard Lices 13200 Arles. Tel.: (0)490-184105.

Ausflüge[Bearbeiten]

Die vor den Toren der Stadt liegende Camargue bietet sich immer für Ausflüge an. Auch die in der Nähe liegenden Städtchen Aigues-Mortes und Les Saintes-Maries-de-la-Mer sind eine Reise wert.

Über die Städtchen Beaucaire und Tarascon kann ein Ausflug in Richtung Norden zum Pont-du-Gard unternommen werden, etwas nordöstlich liegt das mittelalterliche Städtchen Les Baux auf einer Bergklippe in den Alpilles.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Offizielle Homepage der Stadt Arles
  • Website der Tourismusorganisation mit Veranstaltungshinweisen, unter Plans stehen gut verständliche Pläne der Altstadt von Arles und der Camargue zum Download bereit.
  • Portalsite mit Links zu verschiedenen Websites über die Stadt und Region
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