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Tarascon

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Tarascon (Schloss)
Tarascon
DépartementBouches-du-Rhône
Einwohner
15.056 (2015)
Höhe17 m
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Tourist-Info+33 (0)4 90 91 03 52
www.tarascon.org
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Lage
Lagekarte von Frankreich
Reddot.svg
Tarascon

Tarascon ist eine an der Rhône gelegene französische Stadt im Département Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt Tarascon liegt am östlichen Rhôneufer, ziemlich genau zwischen Arles und Avignon. Die Distanz zu den beiden Städten beträgt je rund 20 Kilometer. Auf der gegenüberliegenden Flussseite befindet sich das Städtchen Beaucaire, die Zwillingsstädte sind über eine Rhônebrücke verbunden.

Die Stadt wurde im Jahre 48 von den Römern gegründet. Die Stadtgeschichte wird von der Legende des Drachens Tarasque geprägt, der an den Ufern der Rhône die Reisenden verschlungen haben und der dann von der Heiligen Martha gebannt worden sein soll (Die Legende um Martha und Tarasque). Diese Legende gab der Stadt auch ihren heutigen Name, vorher soll der Name Nerluc gelautet haben.

Im Ortsteil Saint-Gabriel, befand sich das römische Ernaginum am bedeutenden Kreuzungspunkt der Via Domitia, kurz bevor diese die Rhône überquert, mit der hier endenden Via Aurelia.

Politisch gehört die Stadt zum Arrondissement Arles, und ist Verwaltungssitz des Kanton Tarascon.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die beiden Flughäfen 1 Typ ist Farbbezeichnung Nîmes-Arles-Camargue / Garons und 2 Typ ist Farbbezeichnung Avignon - Provence liegen 25 km entfernt. Der Flughafen von Marseille liegt in 80 km Entfernung.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Stadt besitzt einen eigenen Bahnhof, hier halten allerdings nur Regionalzüge, der nächste TGV-Bahnhof liegt in 3 Typ ist Farbbezeichnung Avignon.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Tarascon kann erreicht werden von der Autobahn A9 - La Languedocienne über die Symbol: AS Remoulins (23), dann über die D986 bis Beaucaire und über die Rhônebrücke (17 km), von Südwesten her über die Symbol: AS Nîmes (24) und dann die D999 bis Beaucaire oder von der Autobahn A7 - Autoroute du Soleil über die Symbol: AS Avignon (23), gefolgt von der N7r und der N570 oder weiter südlich über die Symbol: AS 25 und weiter auf der D99 vorbei an St-Rémy-de-Provence.

Ab Avignon im Norden wird die N570/D570 genommen, ab Arles im Süden und der A54 die D570n und die D970 oder die Nebenstrecke D15 am rechten Rhôneufer über Fourques und Beaucaire.

In der Altstadt, innerhalb der alten Stadtmauern, gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten. Parkplätze gibt es jedoch am Rande de Altstadt, von denen diese in nur wenigen Minuten erreicht werden kann: (grün=gebührenfrei, rot=gebührenpflichtig)

  • 1 Typ ist Farbbezeichnung Route de Vallabrèques
  • 2 Typ ist Farbbezeichnung Boulevard Joseph Desanat (Busse + PKW)
  • 1 Typ ist Farbbezeichnung Boulevard Itam
  • 2 Typ ist Farbbezeichnung Boulevard Gambretta
  • 3 Typ ist Farbbezeichnung Boulevard du Viaduc
  • 3 Typ ist Farbbezeichnung Boulevard Victor Hugo
  • 4 Typ ist Farbbezeichnung Place des Anciens Combattants d'Indochine
  • 5 Typ ist Farbbezeichnung Place de Colonel Berrurier
  • 4 Typ ist Farbbezeichnung Cours Aristide Brand
  • 6 Typ ist Farbbezeichnung Avenue de la République

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Tarascon verfügt nicht über einen Seehafen, auch die Handelsschifffahrt auf der Rhône wurde eingestellt. Motor- resp. Hausboote können in Beaucaire anlegen, wo der Canal du Rhône à Sète endet, von dort aus kann Tarascon problemlos besucht werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Tarascon

Das Busnetz in und um Tarascon wird von Envia unterhalten, kurze Distanzen können zu Fuss zurückgelegt werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Château de Tarascon
Schloss Tarascon
Eglise Collégiale Ste Marthe
Collégiale Ste Marthe
Eglise St-Jacques
Abbaye Saint-Michel-de-Frigolet
Chapelle St-Gabriel
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Schloss von Tarascon (Château de Tarascon) wird auch das Schloss des Königs René (Château du Roi René) genannt.
Als Ausgangsbasis für ihre Aktivitäten im Mittelmeerraum (Neapel, Sizilien) erbauten die Herzöge von Anjou Louis II. und Louis III. im Dreieck zwischen Arles, Avignon und Marseille an der Rhône nahe der Mündung ihr festungsähnliches Schloss in den Jahren 1400-1435. Vom künstlerisch begabten und heute noch verehrten König René I. wurde das Innere ausgebaut. Nach seinem Tode 1481 diente das Schloss den königlich-französischen Truppen als Garnison und später (bis 1926) als Gefängnis. Als Ort für Gefangenenmassaker zur Zeit der französischen Revolution kam das Schloss zu einem unrühmlichen Platz in der Geschichte.
Sehenswert sind der Zugang über den Schlossgraben, der Innenhof, der Ehrenhof um die königlichen Gemächer und verschiedene Festsäle, von der Dachterrasse aus ergibt sich ein schöner Ausblick über die Altstadt von Tarascon und nach Beaucaire.
2 Château de Tarascon, Boulevard du Roi René. Tel.: +33 (0)4 90 91 01 93. Geöffnet: Nov.-Jan.: 09:30-17:00 h, Feb.-Mai + Okt.: 9:30-17:30 h, Juni-Sept.: 9:30-18:30 h; geschlossen am 1. Jan., 1. Mai, 1. und 11. Nov. und 25. Dez. Preis: Eintrittspreise: Alter: < 10 J. gratis, 10-17 J. 3,50 €, 18-24 J. 5,50 €, ab 25 J. 7,50 €.Gruppen ab 15 P. 6,50 €/p.P.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Die Statue der Tarasque von P. Demaument steht unmittelbar neben dem Schloss. Von einer Terrasse nahe der Rhônebrücke hat man einen schönen Blick über die Rhône.
  • 4 Stiftskirche Collège Royale de Sainte-Marthe, 1, Place de la Concorde. Tel.: +33 (0)4 90 91 09 50. Geöffnet: Geöffnet: 08:00-18:00 h, Messe Sa. um 18:00/18:30 h, So. 10:30 h.. Der im Stil der provenzalischen Romanik ausgeführte Bau aus dem 11/12. Jahrhundert wurde 1197 der Hl. Martha von Bethanien (die nach der Sage den schildkrötenähnlichen menschenverschlingenden Drachen "La Tarasque" am Rhôneufer bezwungen haben soll) geweiht. Die Kirche mit einem im provenzalisch-romanischen Stil ausgeführten Seitenportal wurde vom 14. bis 18. Jahrhundert immer wieder erneuert und erlitt 1944 Bombenschäden. In der Krypta befindet sich das angebliche Grab der Hl. Martha.

Durch malerische Altstadtgässchen mit Bürgerhäusern geht es zum

  • 1 Das Rathaus / Hôtel de Ville wurde ab 1648 im Barockstil errichtet.
  • 5 Rue des Halles, mit in der Provence außergewöhnlichen Bogenarkaden (ähnlich den Lauben in Bern) aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.
  • 6 Cabinet de curiosités de Tartarin, Place Frédéric Mistral. Tel.: +33 (0)4 90 91 38 71. Im ehemaligen Franziskanerkonvent (Cloître des Cordeliers) ist eine Ausstellung zur Geschichte der Romanfigur von Alphonse Daudet, Tartarin de Tarascon, der Karikatur eines aufschneiderischen Kleinbürgers, untergebracht. Geöffnet: Mo-Fr 10:00-12:30 h/13:30-18:00 h, Sa 13:30-18:00 h. Preis: Freier Eintritt. I
  • 7 Chapelle de la Perséverance, aus dem 18. Jahrhundert in der engen Rue Proudhon
  • 8 Église St-Jacques, 1740/50 im Barockstil erbaut.
  • 9 Souleiado - Musée du tissu provençal, 39, rue Charles Demery. Tel.: (0)4 90 91 08 80. Museum für provenzalischen Stoff Geöffnet: 10.00-19.00 im Sommer, 10.00-12.30/14.30-19.00 im Winter.
  • 1 Théâtre Municipal, 2, rue Eugène Pelletan. Tel.: (0)4 90 91 51 30. Das im italienischen Stil erbaute Théâtre Municipal wurde 1499 erbaut und umgebaut bis 1880.
  • 10 Das Stadttor Porte St-Jean
  • 11 Quartier Kilmaine, ehemalige Kasernenanlage, deren Bau 1718 begonnen wurde, mit einer enormen Reithalle und Stallungen und dient heute als Kultur- und Begegnungszentrum.
  • 12 Im Norden führt die Porte Jarnègues vorbei am Jardin public zum
  • 13 Monastère de la Visitation
  • 14 Das 1379 erbaute Stadttor Porte de la Condamine liegt am Ende der Rue Jean Jaurès.

In der Umgebung sind sehenswert

  • 15 Die Abtei Saint-Michel de Frigolet mit der aus dem 12. Jahrhundert datierenden und im 19. Jahrhundert renovierten Église St-Michel und dem romanischen Kreuzgang.
  • 16 Die Kapelle Saint-Gabriel etwas außerhalb von Tarascon an der D33A wurde um 1175 im provenzalisch-romanischen Stil erbaut.
  • 17 Chapelle St-Victor, romanische Kapelle aus dem 11./12. Jahrhundert, nördlich von Tarascon an der D35.

Aktivitäten[Bearbeiten]

La Tarasque mit den tapferen Rittern
  • Der Marché aux Fleurs ("Blumenmarkt") wird jeweils am Pfingstwochenende abgehalten.
  • Jeweils am letzten Juniwochenende werden die Fêtes de la Tarasque, die 1469 von König René I. von Anjou gestiftet wurden, mit Umzügen von Arlèsiennes (Frauen in lokaler Tracht aus Arles) und Gardians (Viehhüter in Camarguetracht hoch zu Pferd) gefeiert.
  • Am dritten Augustwochenende werden beim Schloss von Tarascon Mittelalter-Festspiele aufgeführt.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Jeweils am Dienstag wird der Wochenmarkt mit einem großen Angebot an Lebensmitteln, Textilien (provenzalische Stoffe), Kleidern, etc. abgehalten, ein kleinerer Lebensmittelmarkt findet am Freitag statt.
  • Im November und Dezember wird ein Marché aux Santons abgehalten, an dem die typischen provenzalischen Krippenfiguren, die Santons, angeboten werden, und ein Weihnachtsmarkt.

Küche[Bearbeiten]

  • In Tarascon laden zahlreiche Restaurants und Gaststätten ein, sie sind in einer Broschüre des Touristenbüros aufgeführt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • In Tarascon gibt es 11 Hotels, eine Jugendherberge und zwei Campingplätze.

Günstig[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • 1 Hôpitaux des Portes de Camargue (Tarascon), Route d'Arles. Tel.: +33 (0)4 90 91 56 00, Fax: +33 (0)4 66 02 63 00.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 3 Das Postamt (mit Geldautomat) befindet sich an der Place du Colonel Berrurier.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tarascon ist Herkunftsort des Tartarin von Tarascon: der Kleinbürger und Pantoffelheld in den von Alphonse Daudet geschriebenen Romanen geht u.a. auf Löwenjagd und erledigt einen alten, zahmen und blinden Löwen und wird nach seiner Heimkehr als Held gefeiert:
Die wunderbaren Abenteuer des Tartarin von Tarascon (Aventures prodigieuses de Tartarin de Tarascon) (1872)

Weblinks[Bearbeiten]

mit Informationen auch zum Schloss Tarascon, unter "Visiter > Nos documents" Stadtführer zum Download

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