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Grimmsteig

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Wegzeichen

Der Grimmsteig ist ein 84 km langer Rundwanderweg durch die Söhre, den Kaufunger Wald und über den Hohen Meißner. Er verläuft sowohl über bewaldete Höhenzüge, als auch durch landwirtschaftlich geprägte Täler mit insgesamt stolzen 2.049 Höhenmetern, weshalb der Namensbestandteil "Steig" durchaus seine Berechtigung hat. Auch die Wegbeschaffenheit erfordert teilweise gutes Schuhwerk, da der Grimmsteig insgesamt nur über wenige befestigte Wege verläuft.

Streckenprofil[Bearbeiten]

Namensgeber des Wanderwegs sind die Brüder Grimm
Karte von Grimmsteig
  • Länge: 80 km. Es gibt noch weitere Zubringer und Stichwege mit einer Gesamtlänge von 43 km. Diese erlauben zusätzlich zum Beispiel vorzeitige Ausstiege sowie Erweiterungen oder Quereinstiege in den Leitweg des Grimmsteigs.
  • Höhenmeter: 2.049 Höhenmeter. Teilweise kann man Höhenmeter sparen, indem man einzelne Etappen in die entsprechende Richtung geht, um bergab zu gehen. Dies macht besonders für Mountainbiker Sinn, aber auch für normale Wanderer.
  • Etappen: 5 Etappen mit durchschnittlich 15,4 km. Die Länge der Etappen liegt ungefähr im mittleren Bereich, allerdings sind diese durch die vielen Höhenmeter konditionell nicht zu unterschätzen.
  • Markierung: Der gesamte Grimmsteig ist mit einem weißen G auf grünem Grund markiert, welches die Silhouette der Brüder Grimm enthält. Teilweise ist die Wanderroute aber auch nur mit einem einfachen weißen G markiert.
  • Ausschilderung: Theoretisch kann man die Ausschilderung des Grimmsteigs als gut bezeichnen, da sie an vielen Stellen angebracht wurde. Praktisch fehlen aber vereinzelt Markierungen durch Vandalismus; eine Wanderkarte mitzunehmen ist deshalb auf jeden Fall empfehlenswert.
  • Geeignetes Schuhwerk: Am besten knöchelhohe Wanderschuhe, mit denen man aber auch gut über längere Asphalt- oder Schotter-Abschnitte laufen kann. Die Schuhwahl kommt aber auch auf die entsprechende Etappe an.
  • Familieneignung: Ja, durchgehend.
  • Mountainbike-Eignung: Ja, zum Schutze der Natur sollte aber an einigen Passagen lieber geschoben werden. Auch sollte man immer auch beachten, dass der Grimmsteig für Wanderer und nicht für Mountainbiker konzipiert wurde.
  • Beste Jahreszeit: Ganzjährig begehbar. Nicht befahrbar für Mountainbiker bei nasser Witterung oder bei Schnee.

Hintergrund[Bearbeiten]

Glasbläserskulptur am Forsthaus Buntebook im Gläsnertal

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm wurden 1785 bzw. 1786 in Hanau geboren. Weltweit bekannt sind sie als Sprachwissenschaftler und Sammler von Märchen, sowie als „Gründungsväter“ der Deutschen Philologie und Germanistik. So sollen auch einige ihrer Märchen ihren Ursprung im Werra-Meißner-Land oder anderen nordhessischen Regionen haben.

Am 29. Dezember 2011 wurde der Grimmsteig als Qualitätswanderweg vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet. Er erfüllt damit strenge Kriterien, wie zum Beispiel, dass höchstens 10% an befahrenen Straßen verlaufen dürfen und ein Drittel der Strecke naturbelassen sein muss. Weitere Infos zu den Kriterien im Wikivoyage-Artikel Wanderwege mit Prüfsiegel.

Jährlich finden die die GrimmsteigTage statt. Aktionen sind unter anderem eine Wanderung über den kompletten Grimmsteig an einem Tag und eine Marathonwanderung ab Hasselbach über rund 40 km, neu zum Programm hinzugekommen war eine Familienwanderung. Start und Ziel ist die Königsalm bei Nieste.

Anreise[Bearbeiten]

Evangelische Kirche in Wellerode

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Quentel, ein Stadtteil von Hessisch Lichtenau, leicht im Dunst

Das Werra-Meißner-Land ist verkehrstechnisch relativ gut angebunden an die Bundesstraßen B7, B451 und B487, die A44 wird gerade gebaut. Auch verlaufen mehrere deutsche Ferienstraßen, wie die Deutsche Märchenstraße, durch das Gebiet.

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Auf der Lossetalbahn zwischen Kassel und Hessisch Lichtenau verkehrt die Straßenbahnlinie 4 mit Anschlüssen an die überregionalen Buslinien in Kaufungen, Helsa und Hessisch Lichtenau, mit welchen man den Grimmsteig in der Regel gut erreichen kann. Alle Haltestellen die am Grimmsteig oder in unmittelbarer Umgebung liegen, wurden mit einem Foto verlinkt. Zudem sind auch alle dort verkehrenden Straßenbahn- und Buslinien aufgeführt, die Fahrpläne können direkt als PDF heruntergeladen werden.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der neue Flughafen Kassel-Calden hat im April 2013 seinen Betrieb aufgenommen. Von ihm aus erreicht man den Grimmsteig mit der Buslinie 100 über die Innenstadt von Kassel und von dort aus mit der Lossetalbahn. Weitere Flughäfen in der Nähe sind der Flughafen Paderborn Lippstadt, der Flughafen Frankfurt und der Flughafen Hannover. Von beiden Letzteren fährt man innerhalb von 1 1/2 Stunden mit dem ICE nach Kassel-Wilhelmshöhe.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

1. Etappe
Der Rodebachteich bei Wellerode
Der Sender Söhrewald ist schon von weitem zu sehen

Der Grimmsteig ist in 5 Etappen aufgeteilt, die durchschnittlich 15,4 km lang sind. Dadurch kann man den Grimmsteig bequem in Halb- oder Tagestouren erwandern. Bei der Streckenplanung wurde versucht, den Wanderweg so wenig wie möglich über Straßen zu leiten, weshalb der Wanderer teilweise aber längere Umwege in Kauf nehmen muss und so der Grimmsteig nicht auf direktestem Wege verläuft. Auch verläuft die Wanderroute viel über naturnahe Wege, welche oft besonders im Sommer bis auf einen kleinen Pfad zugewachsen sind und den Eindruck vermitteln, nicht sonderlich gut gepflegt zu werden. Für eine detaillierte Wanderkarte bitte einfach auf die POIs klicken, die sofort an die jeweils beschriebene Position leiten.

1. Etappe: Wellerode - Hessisch Lichtenau 16,7 km[Bearbeiten]

An der Informationstafel bei den Bäumen ist das unscheinbare Etappenziel, nach HeLi selbst führt nur ein Zubringer
Die Innenstadt von Hessisch Lichtenau
Aber man hat einen schönen Panoramablick auf Hessisch Lichtenau

Schon die erste Etappe des Grimmsteigs kann durchaus als anspruchsvoll angesehen werden, geht es doch an einigen Stellen schon ganz schön steil bergauf oder bergab. Von der HaltestelleHaltestelle Kirche (Linie 37) in Söhrewald-Wellerode wandert man zunächst die Fahrenbachstraße am Wahlebach entlang und die Diebgrabenstraße bergauf (Markierung M) bis zum 1 Sportplatz Wellerode, wo man eine große Übersichtstafel des Grimmsteigs findet und auch die erste Etappe beginnt. Man folgt der Markierung des Grimmsteigs in den Wald hinein und bald nach rechts an einer kleinen BMX-Strecke vorbei zurück an den Waldrand, bevor man über geschotterte Forstwege den 2 Rodebachteich erreicht. Dessen Zulauf, dem Rodebach, folgt man nun ein Stückchen, bevor man diesen überquert und einen Pfad einen geschotterten Forstweg erreicht, welchen man nach links folgt und kurz darauf wieder in einen anderen Pfad nach rechts abbiegt. Später wendet sich der Grimmsteig dann wieder nach Süden und man erreicht nach dem Ende des Pfades über einen weiteren geschotterten Forstweg einen kleinen Hain mit jungen Bäumen, welchen man durchquert und an dessen Ende nach links zum 3 Waldfriedhof Wattenbach wandert. Läuft man von hier nach Westen an der Landesstraße 3460 entlang erreicht man die HaltestelleHaltestelle Forsthaus (Linie 37), der Grimmsteig aber verläuft nach Osten über asphaltierte und geschotterte Wirtschaftswege zum Waldrand und über eine Wiese an diesem entlang. Kurz darauf geht es dann weiter auf einem geschotterten Weg an den 4 Windrädern vorbei, bevor der Grimmsteig nach einer Weile nach links in den Wald hinein abbiegt. Am Ende dieses Weges nach rechts und kurze Zeit später erneut nach links auf einem Anfang April 2014 noch ziemlich kaputt gefahrenen Forstweg am Hang entlang bergab, bis man wieder einen 5 festeren Weg erreicht. Diesem folgt man dann nach Süden in ein immer breiter werdendes Tal teilweise am Waldrand entlang bergab bis zur 6 Landesstraße L3228 ins Mühlmischtal, nicht weit entfernt vom Campingplatz Grundmühle entfernt. Nun geht es wieder in östlicher Richtung auf einem geschotterten Wirtschaftsweg bergauf, erst nur wenig, später aber teilweise sehr steil hinauf zur 7 Baumartenallee der Waldinteressenten Quentel aus dem Jahre 2011. Verschiedenste Arten von Bäumen wurden hier angepflanzt. Weiter zusammen mit der Franzosenstraße (F) hinab zum Schwedenkreuz, einem mittelalterlichen Steinkreuz, und über geschotterte Forstwege mit Blick auf Quentel zur 8 Landesstraße L3228. Wer nach Quentel zur HaltestelleHaltestelle Dorfgemeinschaftshaus (Linie 209.1) will, folgt statt dem Grimmsteig einfach weiter der Franzosenstraße.

Weiter geht es am Waldrand entlang bis zu einer 9 kleinen Waldkreuzung mit Sitzbänken, wo man auch wieder auf die Franzosenstraße (F) von Quentel her trifft, und an dieser dann nach Osten auf der Sälzer Straße, einem geschotterten Wirtschafts, bzw. Forstweg in leichten kurven und an kleinen Waldlichtungen vorbei zum 10 Feuerlöschteich. Ab diesem dann zusammen mit dem Riedforstweg (R) ebenfalls auf einem geschotterten Forstweg leicht bergauf durch den Wald bis oberhalb von der Förster Goldmann's Born, einem kleinen netten Rastplatz mit Brunnen, und steil bergauf hinauf zur 11 Günsteröder Höhe an der Landesstraße 3147, wo man sich auf einer Sitzbank ausruhen kann. Nun wandert man weiter auf einem Pfad durch den Wald und später wieder auf einem befestigten Forstweg bergab bis zum Waldrand, wo die 12 Christoph-Hansen-Hütte steht, von welcher man einen schönen Panoramablick auf Hessisch Lichtenau, das Etappenziel, hat. Dieses erreicht man dann auch, nachdem man zuvor aber noch einen Schlenker über Feldwege macht. Von der großen 13 Informationstafel, dem eigentlichen Etappenziel, sind es dann noch gut 1,5 km über einen asphaltierten Wirtschaftsweg bis nach Hessisch Lichtenau hinein zur HaltestelleHaltestelle Bürgerhaus (Linien 4, 200, 205, 206, 207, 290 und 400).

Der überdachte Bergfried der Burgruine Reichenbach

2. Etappe: Hessisch Lichtenau - Hoher Meißner 17,8 km[Bearbeiten]

2. Etappe
Über den ehemaligen Standortübungsplatz
Die Seesteine am Hohen Meißner

Die zweite Etappe beinhaltet die größte und längste Steigung, nämlich von Hasselbach hinauf zum Hohen Meißner. Von der 1 Informationstafel des Grimmsteigs wandert man zunächst auf einem typischen halbgeschotterten Feldweg bergab zur Bundesstraße B487, die vorsichtig überquert wird. An ein paar Gärten vorbei erreicht man dann wieder den Wanderweg Franzosenstraße (F), der von Hessisch Lichtenau kommt und identisch mit dem Grimmsteig hinauf zur Burgruine Reichenbach verlaufen wird. Doch zunächst läuft man über den 2 ehemaligen Standortübungsplatz durch ein Tal nach Glimmerode; die Wohnhäuser erinnern noch an die ehemalige Zeche Glimmerode. Folgt man hier der Wohngebietsstraße erreicht man die HaltestelleHaltestelle Im Bruchbach (Linien 206 und 209.3). Bergauf durch den Wald erreicht man dann weiter auf dem Grimmsteig auch die letzten Überbleibsel dieser, zuvor kann man über einen unmarkierten Pfad noch einen 3 Abstecher zum Hellkopfsee machen. Weiter geht es dann immer bergauf erst rechts, dann links durch den Wald bis zum ARS Natura-Kunstwerk Besuch bei Frau H. Von diesem ist es dann über eine Treppe nicht mehr weit bis zum Bergfried der 4 Burgruine Reichenbach mit mehreren Sitzgelegenheiten.

Die Klosterkirche in Reichenbach
Die Sendetürme des hr auf dem Hohen Meißner

Nachdem man die schöne Aussicht vom überdachten Bergfried genossen hat, wandert man weiter nun zusammen mit dem 5 Premiumwanderweg P10 teilweise am Waldrand entlang über unbefestigte Wege leicht bergab bis zu einen Parkplatz kurz vor Reichenbach, einem Ortsteil von Hessisch Lichtenau mit der sehenswerten Klosterkirche und HaltestelleHaltestelle Reichenbach (Linien 206 und 209.3), von welchem man wieder bergauf zur 6 Wacholderheide wandert. Über einen teilweise schmalen Pfad geht es nun über den 524 m hohen Kindelberg mit schönen Ausblicken, bevor man am Waldrand wieder ein kurzes Stückchen zurück und dann eine Wiese hinab wandert. Hier zweigt der Grimmsteig wieder vom 7 Premiumwanderweg P10 ab und führt hügelig über eine Hochfläche in einer Kurve zum gegenüberliegenden 8 Waldgebiet, in dieses hinein und auf einem steinigen Weg bergab und bergauf zu einer kleinen Lichtung, von welcher es nicht mehr weit bis zum 9 Hochbehälter mit mehreren Sitzbänken ist. Bergab mit einer schönen Aussicht auf den Ortsteil von Waldkappel wandert man durch die Lessingstraße, die Schillerstraße und die Goethestraße in der Nähe der HaltestelleHaltestelle Hasselbach (Linie 200) zur Bundesstraße 7, hinter welcher zur Zeit auch die neue Autobahn 44 gebaut wird.

Schöne Aussicht vom Meißnerhaus hoch über der Nebeldecke
Die sagenumwobene Kitzkammer

Ab hier folgt dann der längste Anstieg des Grimmsteigs hinauf zum Hohen Meißner. Zunächst wandert man noch über einen asphaltierten Wirtschaftsweg an einer 10 Schutzhütte vorbei gemächlich bergauf. Später erreicht man dann einen kleinen See, von welchem man nun auf geschotterten Wegen weiter bergauf läuft. Während der Wanderweg -22 geradeaus den Hang hinauf läuft, zweigt der Grimmsteig zwischendurch noch einmal nach 11 Osten ab und an einer Lichtung in der Nähe von Rodebach wieder nach Norden bergauf. Der zuerst geschotterte Weg wird mit der Zeit zum Wiesenweg und beim Eintreten in den Wald schließlich zu einem Pfad, bis man wieder einen 12 befestigten Forstweg erreicht. Diesem folgt man dann nach Westen und später wieder mit dem Wanderweg -22 zusammen nun auf kleineren Waldwegen bergauf nach Norden. Kurz darauf kommt auch der Frau-Holle-Pfad (X4) hinzu, und alle drei Wanderwege verlaufen gemeinsam über einen netten Pfad mit kleinen Steinstufen bis zu den 13 Seesteinen. Nun ist der Anstieg bald geschafft, man läuft weiter auf einem fein geschotterten Forstweg leicht bergauf bis kurz vor den 14 Skilift, wo man zusammen mit dem Premiumwanderweg P1 auf einem schmalen Pfad in Serpentinen bergauf zum befestigten Winterwanderweg kommt. Das letzte Stück der 2. Etappe verläuft dann ohne weiteren Steigungen zum 15 Berggasthof Meißner mit HaltestelleHaltestelle Hoher Meißner (AST-Haltestelle) (Linien 209.2 und 229.1); auch an diesem Etappenziel findet man eine große Informationstafel des Grimmsteigs. Die HaltestelleHaltestelle Großparkplatz (Linie 290) erreicht man, indem man weiter dem Frau-Holle-Pfad (X4) folgt, die HaltestelleHaltestelle Berggasthof (Linie 290), indem man weiter der asphaltierten Zufahrtsstraße des Berggasthofes folgt.

3. Etappe: Hoher Meißner - Wickenrode 17,5 km[Bearbeiten]

Blick vom Langen Steinberg auf Velmeden
3. Etappe
Panoramablick vom Berggasthof Meißner
Die Pfarrkirche von Velmeden

Die dritte Etappe des Grimmsteigs verläuft, sofern man sie in die unten beschriebene Richtung begeht, weitestgehend bergab, während bei umgekehrter Begehung auch größere Anstiege zu meistern sind. Von der 1 Informationstafel am Berggasthof Meißner wandert man zunächst über einen Wiesenweg hinab zum NaturFreunde Meißnerhaus mit HaltestelleHaltestelle NaturFreunde Meißnerhaus (Linie 209.2) und auf einem weiteren Wiesenweg hinab zu einem mittlerweile verwachsenen Sportplatz. Westlich von diesem hält man sich rechts und zweigt zusammen mit dem Premiumwanderweg P1 in den Wald ab, um kurz darauf noch einmal nach rechts in einen Pfad abzubiegen und durch eine Furt einen kleinen Bach überquert. Hier 2 kann man einen kurzen Abstecher zur Kitzkammer, einer sagenumwobenen und sehenswerten Felsspalte machen; der Grimmsteig selbst verläuft nicht an dieser vorbei sondern auf einem schmaleren Waldpfad bergab zur Wissenborn mit Schutzhütte am Ortseingang von Hausen. Nachdem man nun ein Stückchen die Meißnerbergstraße bergab gelaufen ist, folgt man der Markierung des Grimmsteigs nach links in die Kaiserstraße und kurz darauf wieder nach rechts die Straße zur Hausener Hute hinab. Würde man dieser weiter folgen, käme man zur HaltestelleHaltestelle Gänsemarkt (Linien 205 und 209.2), stattdessen läuft man aber weiter auf dem Grimmsteig und den asphaltierten Wegen Zum Schilf und Gelengenweg bergab bis zu einem Holzwegweiser, wo man schließlich die Landesstraße L3249 erreicht. Anstatt auf dieser nun für kurze Zeit weiter bergab zu verlaufen, ist der Grimmsteig über einen zugewachsenen und sehr schlecht begehbaren Pfad (es besteht die Gefahr umzuknicken) markiert, um wenige Meter später wieder auf die 3 Landesstraße zu treffen. Hinter einer Kurve verlässt man diese aber dann endgültig; der Wanderweg führt auf einem zunächst geschotterten, dann unbefestigten Wirtschaftsweg bergauf zum Langen Steinberg. Oben angekommen rechts und weiter auf einem asphaltierten Weg unmerklich bergab, später dann bei einem Holzwegweiser des Grimmsteigs stark nach links und kurz darauf wieder nach rechts einen geschotterten Weg bergab. Von diesem hat man eine schöne Aussicht auf Velmeden, welches man schließlich auch über die Straßen Auf dem Bruchland und Auf dem Schlage erreicht. Nun folgt man der Hausener Straße am Landhotel Hubertus vorbei bis zur 4 HaltestelleHaltestelle Kirche (Linien 205, 209.2 und 290), an der man nach links abbiegt, die Witzenhäuser Straße überquert und nach rechts über die Gilsbergstraße bergauf Velmeden verlässt, den Ortsteil von Hessisch Lichtenau verlässt.

Die alte Eisenbahnbrücke südlich von Rommerode: 150 Meter lang und bestehend aus 5 Vollwandträger in Fischbauchform und 4 Betonträger; Steinholz-Hirschhagen

Nachdem man die ehemalige Bahnstrecke Walburg-Großalmerode West überquert hat, folgt man dem Grimmsteig nach Norden an der GrimmSteigRast (mehrere Sitzbänke) vorbei entlang der Bahnstrecke. Nach einer Weile wird der anfangs geschotterte Wirtschaftsweg zum Wiesenweg und man wandert am Waldrand mit einer schönen Aussicht auf Laudenbach entlang. Dann zweigt die Wanderroute nördlich des 5 Gülsbergs nach rechts ab und folgt dem nächsten befestigten Weg wieder nach Westen. Diesem geschotterten Wirtschaftsweg folgt man dann an einigen Gärten vorbei bis zur alten 6 Eisenbahnbrücke über das Wohratal südlich von Rommerode, die vom Grimmsteig zusammen mit dem Gelster-Radweg unterquert wird. Folgt man weiter der Walburger Straße kommt man zu den beiden HaltestelleHaltestelle Schule und Mitte (Linien 205 und 210), folgt man dem Grimmsteig wandert man weiter bergauf oberhalb der ehemaligen Bahnstrecke Steinholz-Hirschhagen bis zum Waldrand, einem kleinen Aussichtspunkt, von welchem man über das Hessisch-Lichtenauer Becken blickt. Weiter geht es bergauf durch den Wald und kurz nach dessen Ende nach rechts zu einer 7 Schutzhütte, von welcher es nicht mehr weit über die Lindenallee nach Friedrichsbrück mit HaltestelleHaltestelle Friedrichsbrück (Linien 207 und 209.1) ist.

Wickenrode im Winter vom Hirschberg aus fotografiert
Rückblick vom steilen Anstieg auf Wickenrode

Friedrichsbrück verlässt man über die Straße Am Walde, an dessen Ende der Grimmsteig in einen 8 unbefestigten und schlecht begehbaren Waldpfad quer durch das Unterholz übergeht. Alternativ zu diesem kann man auch die Friedrichsbrücker Straße benutzen. Ist dieser passiert wandert man weiter über einen asphaltierten Wirtschaftsweg durch die Felder überwiegend ohne größere Steigungen zu einer weiteren 9 Schutzhütte westlich von Rommerode, an welcher eine Informationstafel über das dortige FFH-Gebiet Hirschberg- und Tiefenbachwiesen informiert, dem einzigen in Hessen bekannten Fundort der Scheinameise (Methocha ichneumonoides). Dieses erreicht man dann über einen hügeligen geschotterten Forstweg, teilweise durch den Wald, teilweise durch die offene Landschaft südwestlich des Hirschbergs. Nach einer Weile 10 wendet sich der Grimmsteig dann mit weiteren Wanderwegen nach Norden ab und führt über einen weiteren teilweise mit Schlaglöchern versehenen geschotterten Forstweg am Waldrand entlang stetig bergab Richtung Helsa-Wickenrode. Am Ortseingang des Ortes läuft man zunächst auf der Hirschbergstraße, später dann auf der Raiffeisenstraße an der freiwilligen Feuerwehr vorbei bis zur evangelischen Kirche, die man zur Hälfte an mehreren schönen Fachwerkhäusern vorbei auf der Straße Kirchplatz umrundet, bevor man die Berliner Straße (Bundesstraße B451), sowie die 11 HaltestelleHaltestelle Berliner Straße (Linie 210) erreicht.

4. Etappe: Wickenrode - Nieste 12,0 km[Bearbeiten]

4. Etappe
Im Wald wandert man nur noch gemächlich bergauf zur Helserborn
Ziel der 4. Etappe ist die Königsalm oberhalb von Nieste

Auf der vierten Etappe des Grimmsteigs läuft man fast ausschließlich durch den Kaufunger Wald, fernab von Straßen oder Ortschaften, dafür aber durch das schöne Gläsnertal. Von der 1 HaltestelleHaltestelle Berliner Straße (Linie 210) läuft man zuerst auf der Berliner Straße nach Osten, bevor man nach Norden in die Straße Giesenberg abbiegt. Man läuft diese teilweise gepflasterte Straße dann steil bergauf, dann hält man sich links und erreicht über die Weinbergstraße die Torstraße. Zusammen mit dem Märchenlandweg geht es nun weiter in einer Serpentine hinauf in den Wald hinein zu ein paar Wochenendhäusern, hinter welchen es noch einmal einen steilen Anstieg auf einem geschotterten Forstweg zu bewältigen gilt. Oben angekommen kann man sich an ein paar Sitzbänken ausruhen, bevor man weiter, nun nur noch mäßig an Höhe gewinnend, zur 2 Helserborn mit Schutzhütte wandert. An dieser hält man sich scharf rechts und wandert wieder gen Süden am Hang entlang. Schließlich ist man auf einer Höhe von rund 520 Höhenmetern angekommen, dem höchsten Punkt der vierten Etappe des Grimmsteigs. Kurz darauf erreicht man zudem eine Kreuzung im Wald mit einem Wegweiser. Der Grimmsteig verläuft hier weiter geradeaus den teilweise zugewachsenen Forstweg eine Lichtung hinab und biegt in den nächsten befestigten Forstweg nach links ab, der in einer Kurve zu einer leicht versteckten 3 Schutzhütte führt. Vor dieser hält man sich dann rechts und wandert auf einem geschotterten Forstweg immer zu bergab, zwischendurch an einem kleinen Teich vorbei, bevor man im Gläsnertal angekommen ist.

In diesem überquert man die Nieste und gelangt über einen sehr grob geschotterten Weg zur Station 4 Große Niestehütte (Informationstafel) des Eco Pfads Archäologie Gläsnertal, der bis zum Forsthaus Buntebock mit dem Grimmsteig identisch verlaufen wird. Nun wandert man weiter auf einem netten teils schmalen Pfad am Rande des Gläsnertals entlang, auf dem besonders im Mittelteil eine größere Anzahl an Wurzeln zu überwinden sind. Schließlich kommt man wieder auf einen befestigten Forstweg und folgt diesem meist bergab an den Stationen Glashütte 1 (Informationstafel) und 5 Gläsnerzunft (Informationstafel) vorbei bis zur Station Glashütte 2 (Informationstafel). Hinter dieser muss man noch einmal kurz bergauf laufen, bevor der Grimmsteig und die anderen hier verlaufenden Wanderwege nach links in einen Pfad abbiegen, der erst durch einen Nadelwald, später dann durch einen Laubwald vorbei an der 6 Station Gläsnerei im Kaufunger Wald (Informationstafel) südlich der Landesstraße 563 bis zu einem wieder befestigten Forstweg. Hier trifft man auf den Kaufungerwaldweg (von Hedemünden), der nun zusammen mit dem Grimmsteig an einem Zaun entlang läuft und dann über eine Brücke den Endschlagbach überquert.

Folgt man hier dem Märchenlandweg kommt man zur HaltestelleHaltestelle Endschlagsiedlung (Linie 34), folgt man weiter dem Grimmsteig kommt man an einem Wanderparkplatz mit einer hölzernen Glasbläserskulptur vorbei und biegt schließlich am ehemaligen Forsthaus Buntebock nach rechts. Man wandert nun auf einem unbefestigten Weg Richtung Westen durch das Niestetal oberhalb von ein paar Teichen und an einer Schutzhütte vorbei, bis man die 7 Parkanlage Bleichwiesen am Ortseingang von Nieste erreicht. Wer weiter in die Ortsmitte von Nieste will folgt ab hier dem Kaufungerwaldweg, wer zur Königs-Alm will weiter dem Grimmsteig nach Süden die asphaltierte Straße Zur Blankschmiede hinauf bis diese in einen unbefestigten Wiesenweg übergeht. Diesem folgt man dann nur noch nach Westen oberhalb von Nieste entlang schnurgerade bis zur 8 Königsalm, an der sich auch die HaltestelleHaltestelle Königsalm (Linie 34) befindet.

5. Etappe: Nieste - Wellerode 13,0 km[Bearbeiten]

Die Stiftskirche in Kaufungen
Erst im Inneren bekommt man einen guten Eindruck über die Größe

Auf der letzten Etappe des Grimmsteigs sind noch einmal ein paar Höhenmeter zu bezwingen, besonders in der Söhre. Sie beginnt oberhalb von Nieste an der 1 Königsalm, die man in westlicher Richtung verlässt und über die Straße Tannenhütte zum Parkplatz mit HaltestelleHaltestelle Königsalm (Linie 34) geht. Von diesem wandert man dann am Waldrand entlang mit einer schönen Aussicht auf Kaufungen, zwischendurch kommt aus dem Wald der Kaufungerwaldweg hinzu, zu den Höfen 2 Im Hain und von diesen auf nun geschotterten Wegen zunächst wieder ein kurzes Stückchen bergauf, bevor man am Waldrand entlang die ersten Häuser von Kaufungen erreicht. Man folgt kurz der Straße Am Wolfsberg, bevor man nach links abbiegt und eine Treppe hinunter läuft, die in die Straße Am Roßgang mündet. Man kommt vorbei am sehenswerten 3 Bergwerksmuseum Roßgang und wandert weiter auf der Freudentalstraße in einem Bogen wieder zurück zur Straße Am Wolfsberg, in die man nach links abbiegt und am Ziegeleimuseum mit Sinnesgängen vorbei erst die BusHaltestelleHaltestelle Bahnhof (Linie 34) und dann die StraßenbahnHaltestelleHaltestelle Bahnhof (Linie 4) erreicht. Hier überquert der Grimmsteig die Straßenbahnschienen und folgt der Niester Straße vorbei an der Kirche St. Heinrich und über die Losse in den 4 Ortskern von Kaufungen, wo sich die HaltestelleHaltestelle Bürgerhaus Niester Straße (Linie 34) befindet.

Die alte Autobahnbrücke in der Söhre
Die Autobahn 44 ist übrigens immer noch nicht fertiggestellt
5. Etappe
Schöne Aussicht vom Waldrand auf Kaufungen

Weiter geht es durch die teilweise engen Straßen von Kaufungen am Regionalmuseum Alte Schule vorbei und über die Schulstraße zur Stiftskirche, an der man zusammen mit dem Kassel-Steig westlich vorbei und über die Tränkegasse und die Dautenbachstraße bergauf zur Bundesstraße B7 läuft. An dieser erst ein Stückchen entlang, dann unter dieser hindurch und an der Ziegelhütte vorbei am Waldrand bergauf. Hinter dem 5 RuheForst Stiftswald Kaufungen erreicht man schließlich die Eduard-Dilling-Hütte an einer großen Kreuzung, von wo man nun zusammen mit dem Fulda-Gelster-Weg (M) auf einem geschotterten Forstweg bergauf Richtung Belgerköpfe wandert. Während dieser Weg anfangs ziemlich gerade verläuft, geht man später in Kurven auf diesem bergauf, bevor man ihn verlässt und auf unbefestigten Wegen oberhalb des 6 Jugendheim weiter bergauf läuft. Auch für Mountainbiker ist dieser Pfad sehr schön, da er meist nicht über große Wurzeln verläuft. Nachdem man in das Gemeindegebiet von Söhrewald gekommen ist, wandert man auch wieder bergab, bis man an einer Schutzhütte herauskommt. Ganz in der Nähe von dieser befindet sich die alte Autobahnbrücke mitten im Wald, die sicher einen kurzen Abstecher wert ist. Man erreicht sie, indem man hinter der Schutzhütte 7 nicht dem Grimmsteig einem unbefestigten Weg folgt, sondern zunächst der Franzosenstraße (F) und dann links an der Lichtung entlang. Hält man sich hinter der alten Brücke weiter links auf befestigten Wegen, kommt man auch schließlich wieder zum Grimmsteig, der nun zusammen mit lokalen Rundwegen auf einem geschotterten breiten Forstweg südwestlich verläuft. Nach kurzer Zeit zweigt der Grimmsteig wieder nach Süden ab und man wandert über eine kleine Holzbrücke und hinter dieser nach rechts zu den 8 Fahrenbachteichen mit Schutzhütte. Am mittleren lädt ein Steg zum längeren Verweilen ein.

Von den Fahrenbachteichen geht man dann auf befestigten geschotterten Wegen bergab, folgt den Markierungen des Grimmsteigs an der nächsten Kreuzung nach links bergauf, bevor man wieder mit dem Fulda-Gelster-Weg (M) zusammen nach Westen abbiegt und über eine durch Stürme entstandene Lichtung auf einem Wiesenweg bergab läuft. Schließlich erreicht man den 9 Sportplatz Wellerode, an welchem eine große Informationstafel das Ende dieser Etappe markiert. Von dieser ist es noch ein guter Kilometer auf dem Fulda-Gelster-Weg am Wahlebach entlang zur Ortsmitte von Wellerode, wo sich auch die HaltestelleHaltestelle Kirche (Linie 37) befindet. Oder man startet eine neue Runde auf dem 80 km langen Grimmsteig...

Der Stellbergsee westlich von Wattenbach

Ausflüge[Bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Wellerode-Wald

Söhre[Bearbeiten]

Stellbergsee[Bearbeiten]

Der Stellbergsee (im Volksmund auch Mondsee) ist ein 1,4 ha großer Tagebaurestsee circa 6 km vom Sportplatz Wellerode entfernt. Obwohl die Wasserqualität nur als befriedigend eingestuft werden kann, ist er ein beliebtes Ausflugsziel, welches auch von Badegästen gerne aufgesucht wird, die rund um den See auf großen Liegewiesen Platz finden. Aber auch Angler und Modellbootbesitzer nutzen den See. Parkplätze findet man ungefähr 100 Meter westlich vom See, die nächste Haltestelle ist die HaltestelleHaltestelle Forsthaus (Linie 37), von welcher es allerdings immer noch rund 3,5 km zum Stellbergsee zu Fuß sind.

Söhrebahn[Bearbeiten]

Die Söhrebahn verkehrte von 1912 bis 1966 zwischen Kassel und Söhrewald-Wellerode Wald. Heute findet man auf der ehemaligen Bahntrasse einen schönen geschotterten Fuß- und Radweg. Folgt man diesem über Lohfelden bis zur Bundesautobahn 7 und von dort der Wildbahn (X3), einem Teilstück des ARS Natura Wanderwegs, kann man über schöne Wege abseits größerer Straßen bis in die Karlsaue von Kassel wandern. Die Streckenlänge beträgt einfach gut 12 km, ist also eher für Mountainbiker empfehlenswert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Grimmsteig Gesamtkarte - Rad- und Wanderkarte - Erschienen im GEO-Verlag Kaufungen.
  • MK Meißner-Kaufunger Wald Südliches Leinetal - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, ISBN 978-3-89446-318-2, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben von Werratal Tourismus Marketing GmbH und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012).

Weblinks[Bearbeiten]

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