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Fischland-Darß-Zingst

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Die Ferienregion Fischland-Darß-Zingst besteht aus einer 45 km langen Halbinsel, die im Norden von Mecklenburg-Vorpommern zwischen Rostock und Stralsund zu finden ist. Die Region ist eine der schönsten sowie abwechslungsreichsten Küstenlandschaften der Ostsee: Kilometerlange, weiße Sandstrände, tiefe Wälder, weite Wiesenlandschaften und die Wasserflächen von Ostsee und Bodden bieten dem Besucher ein einzigartiges Naturerlebnis.

Weststrand auf dem Darß

Regionen[Bearbeiten]

Den südwestlichen Abschnitt der kurz als FDZ bezeichneten Halbinsel bildet das an der schmalsten Stelle nur 300 Meter breite Fischland. Dieses geht bei Ahrenshoop ohne natürliche Abgrenzung in den Darß über. An diesen schließt sich – mit dem Prerower Strom als natürlicher Grenze – östlich der Zingst an. Seit kürzerer Zeit ist die einstige Insel Großer Werder östlich von Zingst durch Verlandung auch Teil der Halbinselkette. Ganz im Osten liegt die unbewohnte Insel Bock. Der nördlichste Punkt der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst heißt Darßer Ort.

Orte[Bearbeiten]

Ahrenshoop
Zingst
  • Ahrenshoop – Das Ostseebad beeindruckt durch die Unberührtheit und Schönheit der Natur zwischen Bodden und Meer, was schon den Maler Paul Müller-Kaempff vor mehr als 100 Jahren faszinierte.
  • Prerow – Im Norden der Halbinsel Darß befindet sich das Ostseebad Prerow. Mit bis zu 5 km langen und 100 m breiten Sandstränden, die steinlos, windgeschützt und kinderfreundlich sind, gilt es als einer der schönsten Ostseeorte.
  • Wieck auf dem Darß – Das ehemalige Fischerdorf, ein staatlich anerkannter Erholungsort, bietet dem Besucherauge einen romantischen Hafen und rohrbedeckte Dächer am Bodstädter Bodden.
  • Zingst – Zingst ist die östlichste Gemeinde zwischen Ostsee und Bodden. Das Ostseeheilbad liegt inmitten des Nationalparks. Bekannt für sein mildes Reizklima, entwickelte sich Zingst zum Ostseekurort, ohne den dörflichen Charakter zu verlieren.
  • Wustrow – Das Ostseebad Wustrow zeichnet sich durch seine weithin sichtbare, imposante Kirche, die üppigen Bauerngärten und Alleen hundertjähriger Linden aus.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist geprägt von kontrastreichen Landschaften: Steilufer und Flachküsten, Landzungen und Strandseen, Bodden, Dünen, Wälder, Moore, Salzwiesen sowie Schilfgürtel wechseln sich auf engstem Raum ab. Er reicht von Landflächen Vorpommerns im Bereich der Halbinsel Darß-Zingst bis zu westlich der Insel Rügen gelegenen Gewässern. Das Motto des Schutzgebietes, „Natur Natur sein lassen“, erlaubt eine natürliche Entwicklung und somit einen Einblick in den Kreislauf der Natur. Der Besucher ist Zeuge von unzähligen Arten, z.B. hunderttausenden von Zugvögeln, die diese Region alljährlich besuchen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Grenzpfahl in Ahrenshoop, der die einstige Grenze von Mecklenburg-Schwerin und der preußischen Provinz Pommern und damit den Übergang vom Fischland zum Darß markiert

Kontraste und abwechslungsreiche Landschaften bilden den Charakter der Halbinsel. Es ist ein Kronjuwel der Natur, welches durch den Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft" vor menschlichen Einflüssen streng geschützt wird. Vor allem Maler und Dichter, Wissenschaftler sowie Denker schätzten die Urwüchsigkeit dieser Region. Mit Pinsel und Farbe, in Gedichten und Geschichten, versuchen sie immer wieder die rauen Naturgewalten auf Leinwand und Papier einzufangen. Seither legt man großen Wert auf alles Ursprüngliche, auf die gewachsenen Dorfstrukturen und die regionale Baukultur. Sogar neue Häuser werden mit Schilf gedeckt, glatt verputzt, kräftig angestrichen und mit reich verzierten Türen versehen um den typischen Charakter zu erhalten. Wer einmal vom unwiderstehlichen Zauber dieser Region gefangen wurde, wird sich ihm schwer wieder entziehen können.

Die historische Grenze zwischen dem Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin (bzw. von 1934 bis 1945 dem Land Mecklenburg) und der preußischen Provinz Pommern verlief auf der Halbinsel. Der Darß und der Zingst gehören demnach zu Vorpommern, Fischland dagegen zu Mecklenburg. Vom preußischen Festland auf die ebenfalls preußischen Teile der Halbinsel kam man also nur auf dem Seeweg über den Bodden oder durch das mecklenburgische Ausland. Früher betätigten sich viele Fischer auch als Schmuggler und brachten Waren, die in dem jeweils anderen Land weniger besteuert waren, über den Saaler Bodden, was unter anderem im Werk De Darßer Smuggler des Heimatdichters Johann Segebarth und den alljährlichen Darß-Festspielen thematisiert wird. In der Gegenwart hat die Differenzierung zwischen Mecklenburg und Pommern aber keine praktischen Auswirkungen mehr; die gesamte Halbinsel gehört nach heutiger Verwaltungsgliederung zum Landkreis Vorpommern-Rügen. Lediglich einige ältere Bewohner hissen noch lokalpatriotisch im Fischland die blau-gelb-rote Flagge Mecklenburgs mit dem Stierkopf, während man auf dem Darß und Zingst vereinzelt das blau-weiße Greifenbanner Pommerns sehen kann.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • In Barth befindet sich der kleine "Ostseeflughafen Stralsund-Barth", der überwiegend Rundflüge anbietet.
  • Nächster Regionalflughafen ist Rostock-Laage

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Sowohl in Ribnitz-Damgarten (West) wie auch in Velgast halten alle zwei Stunden Intercity-Züge aus Hamburg/Rostock und Stralsund (einzelne Züge auch durchgängig von Stuttgart – Kassel – Hannover oder Koblenz – Köln – Bremen). Von Berlin kommend, muss man in Rostock umsteigen. In Velgast kann man umsteigen in die Usedomer Bäderbahn nach Barth.

Ab Barth und Ribnitz-Damgarten fährt die Buslinie 210 der Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern auf die Halbinsel (Fahrradtransport ist möglich). Sie hält in allen Orten der Halbinsel. Fahrzeiten siehe Fahrplan auf www.vvr-bus.de (Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen)]. Mit Stand Sommer 2019 gibt es auf der Linie 210 sonn- und feiertags trotz Hochsaison täglich allerdings nur 8 Fahrten pro Richtung. Werktags wird immerhin ein Stundentakt angeboten.

Von Berlin aus ist man insgesamt knapp 5 Stunden unterwegs, von Hamburg 3½ bis 4 Stunden.

Für die Zukunft gibt es umstrittene Pläne, auch die Darßbahn wieder auf die Halbinsel bis nach Zingst oder gar bis Prerow verkehren zu lassen. Derzeit endet die Strecke in Barth auf dem Festland. 2017 drohte sogar auf dem verbliebenem Teilstück Barth-Velgast die Einstellung des Zugverkehrs. Weiter Infos (auch zur Reaktivierung) siehe Wikipediaartikel Darßbahn.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der OstseeExpress fährt während der Sommersaison (Mitte Mai – Mitte September) jeden Samstag ohne Umsteigen von Dresden nach Wustrow, Ahrenshoop, Born, Prerow und Zingst. Die Hin- und Rückfahrt kostet 97 €. Fahrplan

Auf der Straße[Bearbeiten]

Hauptstraße der Halbinsel ist die L21, die bei Ribnitz-Damgarten von der B 105 (Rostock – Stralsund) abgeht, durch alle wichtigen Orte der Halbinsel führt und über eine Brücke bei Barth wieder aufs Festland kommt. In den Ferienzeiten kommt es vor allem an Samstagen (An- und Abreisetag der meisten Ferienwohnungen) oft zu längeren Staus.

  • Aus Richtung Berlin: auf A24 in Richtung Hamburg fahren, am Dreieck Wittstock/Dosse auf die A19 Richtung Rostock wechseln, an der Ausfahrt 6/ Rostock-Ost auf die B105 Richtung Ribnitz-Damgarten wechseln, nach 18 km links abbiegen auf die L21 Richtung Flischland-Darß-Zingst. Fahrtzeit von Berlin ca. 3 Stunden.
  • Aus Richtung Hamburg: auf der A20 in Richtung Rostock fahren, am Kreuz Rostock auf die A 19 Richtung Rostock-Überseehafen/Kessin wechseln, bei der Ausfahrt 6/ Rostock-Ost auf die B105 Richtung Ribnitz-Damgarten fahren, dann weiter wie oben. Fahrtzeit von Hamburg 2½ bis 3 Stunden.
  • Aus Richtung Stralsund kommt es darauf an, ob man auf Zingst/Darß oder nach Fischland möchte: für ersteres ist es kürzer, die B105 bereits bei Löbnitz zu verlassen und über Barth zu fahren, für letzteres bleibt man bis Ribnitz-Damgarten auf der B105.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Rund um die Boddengewässer befinden sich Häfen und Anlegestellen. Auf der Ostseeseite gibt es zwischen Rostock und Rügen nur den Hafen am Darßer Ort, welcher nur im Notfall angelaufen werden darf. Linienverkehr gibt es unter anderem von Stralsund nach Zingst (2½ Stunden).

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der Ostseeküsten-Radweg erschließt auch die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Mobilität[Bearbeiten]

Die mit Abstand meisten Urlauber reisen mit dem eigenem PKW an. So steht das KFZ auch für Ausflüge in der Region zur Verfügung.

Eine vor Ort gerne genutzte Form der Mobilität ist das Fahrrad. Der Ostseeküsten-Radweg verbindet alle Orte der Region. Der führt landschaftlich schön am Bodden entlang. Zum Teil sind Sehenswürdigkeiten wie die Landspitze "Darßer Ort" im Nationalpark auch nur per Fahrrad bzw. zu Fuß erreichbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern Rügen (VVR) verkehrt auf der Linie 210 mehrmals täglich zwischen Ribnitz-Damgarten (Bahnaschluss) - Wustrow - Ahrenshoop - Born - Prerow - Zingst - Barth (Bahnaschluss). Allerdings ist der Sommerfahrplan der Linie 210 zum Teil recht dünn. So verkehren zum Beispiel an Sonntagen trotz Hochsaison gerade einmal 8 Fahrten täglich pro Richtung. Werktags gibt es immerhin einen Stundentag. Weiteres siehe Fahrplan auf www.vvr-bus.de (Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen)].

Es können Einzeltickets erworben werden oder auch das Touristenticket Nordvorpommern, welches berechtigt von Samstag bis Sonntag der Folgewoche die Busse der VGN auf allen Linien beliebig oft zu benutzen. Der Preis beträgt 25,00 € pro Person bzw. 15,00 € ermäßigt.

Des Weiteren bieten verschiedene Reedereien Touren auf dem Bodden an. Abfahrtsorte sind beispielsweise Prerow, Ahrenshoop oder Born.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Darßer Ort mit Leuchtturm und Natureum[Bearbeiten]

Blick auf den Leuchtturm
Blick vom Leuchtturm auf die Nordspitze des Darß

Die wilde Nordspitze des Darßes ist ein gerne besuchtes Tagesziel. Die Küstenlinie ist hier noch starken Veränderungen ausgesetzt. Am Weststrand wird vor allem zur Zeit der Herbst- und Winterstürme Sand abgetragen und nordöstlich der Landspitze wieder angelandet. Die Landspitze ist heute großflächig durch den Nationalpark geschützt. Im Herbst kann die Hirschbrunft beobachtet werden.

An der Ostküste des Darßer Orts liegt der "Nothafen Darßer Ort". Der Hafen wurde in den 1960 Jahren als Militärhafen für die Marine der DDR errichtet. Private Yachten dürfen den Hafen nur in Notfällen anlaufen. Teilweise ist der Hafen wohl von Versandung bedroht. Wenn der neue Ostseehafen von Prerow realisiert ist (unklar), soll der Hafen angeblich vollständig geschlossen werden.

Hintergrund siehe auch Wikopediaartikel "Darßer Ort.

  • Leuchtturm Darßer Ort. Das Bauwerk ist an der Nordspitze der Halbinsel Darß zu finden. Der Turm ist ein beliebtes Ziel für Radtouren durch den wilden Darßwald. Der 35,4 m hohe Turm kann über 134 Stufen bestiegen werden. Von oben hat man einen schönen Rundblick über die Landspitze "Darßer Ort", den Weststrand und über den weiten Darßwald. Geöffnet: Öffnungszeiten Museum. Preis: Museumseintritt.
  • 1 Natureum Darßer Ort. Am Turm findet man das Natureum, eine Außenstelle des deutschen Meeresmuseums in Stralsund. Der Leuchtturm kann über das Museum bestiegen werden. Im Museum selbst ist eine naturkundliche Ausstellung zu sehen. Geöffnet: Juni bis August: täglich 10-18 Uhr; Mai, September und Oktober: täglich 10-17 Uhr; November bis April: Mi bis So 11-16 Uhr. Preis: 5 €, Kinder (4-16 Jahre) 3 €.
  • Rundwanderweg Darßer Ort: Ein 3,7 km langer Rundwanderweg erschließt die wilde Natur der Region. Strand, Dünen und Sümpfgebiete finden sich auf der Runde.
  • Gastronomie: Das Museumscafe ist nur für Besucher des Museums zugänglich.
  • Öffentliche Toiletten finden sich bei 1 (Gebühr).
  • Anreise: Am besten erreicht man den Leuchtturm per Fahrrad. Direkt gegenüber vom Turm findet sich der Radparkplatz mit Holzanlehnbügeln. Die Anfahrt per KFZ ist nicht möglich. Der nächste 1 Parkplatz findet sich in Prerow am Bernsteinweg. Ab Bernsteinweg in Prerow werden auch Kutschfahrten zum Turm angeboten (zwischen Mai und Anfang November, weitere Infos siehe www.kutschfahrten-bergmann.de).
  • Ab Parkplatz "Bernsteinweg" in Prerow verkehrt auch die Wegebahn "Darßbahn" bis zum 2 Nothafen Darßer Ort (Fahrplan und Preise). Vom Nothafen gibt es einen attraktiven Wanderweg zum Leuchtturm (knapp 2 km einfach).

Darßwald und Weststrand am Darß[Bearbeiten]

Sumpf im Darßwald

Der urwüchsige Darßwald wird nach Westen zur Ostsee hin von einem etwa 9 km langen, recht wilden Natursandstrand begrenzt. Bekannt ist der 3 Weststrand auch für die Windflüchter. Die Bäume im Strandbereich haben ihren Wuchs an die vorherrschenden Winde landeinwärts angepasst. Dadurch sind bizarre Baumgestalten entstanden. Auf einer gemütlichen Radtour lassen sich alle Ziele des Darßes (Darßwald, Weststrand, Leuchtturm Darßer Ort mit Natureum) problemlos an einem Tag anfahren.

Anfahrt Darßwald / Weststrand: Zum Beispiel bis 2 Parkplatz Drei Eichen (gebührenpflichtig) an der Landstraße zwischen Ahrenshoop und Born. Hier findet sich auch ein Bushalt der Linie 210 (Name: Born, Drei Eichen).

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick von der Fischlandkirche Richtung Bodden.
  • 2 Fischlandkirche mit Aussichtspunkt - Das Gotteshaus in Wustrow wurde 1873 mit Merkmalen des neugotischen Stils erbaut. Der Turm des Gotteshauses kann bestiegen werden (schöner Rundblick über den Ort und die Boddenlandschaft). Öffnungszeiten siehe Artikel Wustrow
  • 3 Informationszentrum Darßer Arche - In Wieck auf dem Darß befindet sich die Darßer Arche. Sie informiert über den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und präsentiert selbst ein Musterbeispiel für modernes, innovatives sowie ökologisches Bauen. Außerdem beinhaltet die Arche eine Galerie mit Kreativwerkstatt auf dem Künstlerdeck. www.darsser-arche.de.
  • Heimatmuseum in Zingst - zeigt u. a. das Zingster Bernsteinzimmer.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kreuzotter in Sicht - Ruhe bewahren!
In den Strand- und Dünenbereichen der Region, ist teilweise die Kreuzotter, eine heimische gefährdete Giftschlange, heimisch. Besonders im Bereich des wilden Darßwaldes findet die Kreuzotter noch geeignete Lebensräume. Für Spaziergänge auf kleineren, naturnahen Wanderpfaden daher am besten festes, geschlossenes Schuhwerk verwenden. Beim Wandern verschwinden die Tiere in der Regel schon aufgrund der Bodenerschütterungen, bevor man sie sieht. Weiteres zum Thema siehe hier Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Abschnitt "Flora und Fauna".

Von Wassersport bis Tierbeobachtungen öffnet sich dem Besucher ein breites Feld an Aktivitäten. So bieten Schulen u.a. Tauch-, Segel- oder Kite-surf-Kurse an. Weiterhin besteht die Möglichkeit an Zeesenboot- oder Kanufahrten teilzunehmen. Wer lieber aufs Auto verzichtet, kann die Natur zu Fuß, auf dem Rad, zu Pferd oder in der Kutsche erkunden.

Ein unvergleichliches Naturschauspiel bietet sich, wenn die Kraniche alljährlich im Frühjahr sowie Herbst trompetend durch die Luft gleiten. Doch auch Jäger und Angler kommen auf Fischland-Darß-Zingst auf ihre Kosten.

Ein Höhepunkt ist jedes Jahr auch die Wustrower Zeesenbootregatta auf dem Saaler Bodden am 1. Samstag im Juli. Eröffnet durch ein Hafenfest am Vormittag, beginnt die eigentliche Regatta erst mittags. Ein anschließender Tanz mit Live-Musik rundet den Abend ab.

Küche[Bearbeiten]

Die regionale Küche der Halbinsel setzt sich aus den verschiedensten, heimischen Produkten zusammen: exklusiver Fisch aus dem Bodden sowie der Ostsee und frisches Wild aus den Wäldern des Darß bzw. der südlichen Boddenküste bilden einen Bestandteil. Kräuter der Natur, Produkte von Sanddorn, Honig, Ziegenkäse oder andere Milchprodukte ergänzen die Palette. Aus diesen Zutaten entstehen traditionelle oder auch experimentelle Gerichte und bieten Gaumenfreuden auf höchsten Niveau.

Beispiele: Roulade vom Ostsee-Dorsch, geräucherte Gänsekeule nach Pommernart, Mecklenburger Rippenbraten nach altem Hausrezept oder Terrine von Daskower Ziegenkäse.

Mehr zum Thema Küche findet man unter: Essen und Trinken in Mecklenburg-Vorpommern

Nachtleben[Bearbeiten]

Unzählige Konzerte, Freilichttheater, Ausstellungen und andere Veranstaltungen locken den Besucher auf die Halbinsel. Ein Höhepunkt sind die Darßer-Festspiele, welche auf die Akzeptanz des Plattdeutschen zielen. So werden die Stücke wechselweise in hochdeutsch/ missingsch und auf platt gespielt (Festspielseite).

Sicherheit[Bearbeiten]

Baden[Bearbeiten]

Rot-gelbe Flagge – Baden erlaubt
Rot-gelbe und Gelbe Flagge – Bade­verbot für Kinder und ungeübte Schwimmer
Rote Flagge – Baden verboten
Die Badezonenkennzeichnung der DLRG
  • Allgemeine Baderegeln und Hinweise
    • Nie baden, wo Schiffsverkehr ist
    • Kinder nicht unbeaufsichtigt am Ufer und im Wasser spielen lassen
    • Luftmatratzen und Schwimmhilfen sind nicht sicher
    • Die Wellen ein- und auslaufender Schiffe sind größer
    • Ablandige Winde erschweren das Schwimmen zurück zum Ufer.
    • An Buhnen können unterhalb der Wasserlinie scharfkantige Muscheln wachsen
    • Springen und Baden an der Mole ist wegen hoher Verletzungsgefahr verboten
    • Auf die Hinweise an den Rettungstürmen achten
    • Weder mit sehr vollem noch mit sehr leerem Magen ins Wasser gehen
  • Rettung Telefonnummer 112
  • Bedeutung der Flaggen am Strand:
    • Eine rot-gelbe Flagge am Mast einer Wachstation zeigt Baden erlaubt, das Badegebiet wird von Rettungsschwimmern gesichert.
    • Eine rot-gelbe Flagge und eine gelbe Flagge signalisiert ein Bade­verbot für Kinder und ungeübte Schwimmer.
    • Eine einzelne rote Flagge zeigt an, Baden verboten, wegen Gefahren wie Strömung, hoher Wellengang oder Wasserverschmutzung.
    • Wenn es einen Wassersportbereich am Strand gibt, dann ist er mit schwarz-weißen Flaggen abgegrenzt. Baden und Schwimmen ist am Strandabschnitt zwischen den Flaggen nicht erlaubt.
  • Am Strand ist Sonnenschutz selbstverständlich, auch wenn es kühl ist und ein ständiger Wind die Temperatur niedrig hält, die UV-Strahlung ist sehr intensiv.
  • In der gesamten Ostsee trifft man auf Quallen, die meist harmlos sind. Der Kontakt mit einer Feuerqualle kann jedoch sehr unangenehm sein. Nach einem Kontakt mit einer Feuerqualle sollte man die betroffenen Stellen mit Essig oder Rasierschaum behandeln. Etwaige Fäden und Tentakeln vorsichtig abschaben, zum Beispiel mit einer Plastikkarte oder mit Sand oder Salzwasser abwischen. Auf keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol abwaschen. Danach eventuell Brandsalbe oder antiallergische Salbe auftragen und bei Unwohlsein oder allergischen Reaktionen zum Arzt gehen.
  • Beim Sammeln von Bernstein besteht Gefahr, da Bernstein mit dem gefährlichen Doppelgänger Phosphor verwechselt werden kann, der aus versenkter Munition stammt. Wenn der feuchte Phosphor trocknet, kommt es zu einer Selbstentzündung, deshalb soll man seine Fundstücke nicht in der Hosen- oder Jackentasche transportieren sondern in Metallbehältern. Besser ist es, den Fund auf einer feuerfesten Unterlage zu trocknen. Sollte die Kleidung Feuer gefangen haben, sofort ausziehen, Phosphorreste auf der Haut müssen schnell entfernt werden. Das Feuer lässt sich nicht mit Wasser löschen, es kann am besten mit feuchtem Sand erstickt werden.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Fast jeder Küstenort in der Region bittet die Urlauber und Tagesgäste zur Kasse. Die Kurtaxe (wird auch als Kurabgabe, Kurkarte, Kurbeitrag oder Tourismusbeitrag bezeichnet) wird zur Reinigung und Instandhaltung der Strände, Promenaden und touristischen Infrastruktur genutzt, oder für kostenfreie Unterhaltungsangebote, Urlaubershuttles, Bäderbahnen, Strand- und Badesicherheit usw. Die Preise liegen zwischen 1 € und 3 €. Die Kurabgabe wird beim Vermieter entrichtet, der auch die Kurkarte aushändigt. Eine weitere Möglichkeit ist die örtliche Tourist Information. Für Tagesgäste wird die Gebühr oft an Automaten an den Strandzugängen erhoben. Jeder Küstenort hat seine eigene Regelung was den Preis und und das Mindestalter, ab wann man bezahlen muss, angeht. Auch die Leistungen sind unterschiedlich, in manchen Orten sind die Toiletten kostenlos, in anderen nicht. Nähere Informationen dazu gibt es bei den örtlichen Tourist-informationen.

Klima[Bearbeiten]

Ganz Mecklenburg-Vorpommern bietet auf Grund frischer Brisen und geringer Emission die reinste und sauberste Luft in Deutschland, die seit Jahren unter den EU-Grenzwerten und sogar unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Das Klima, welches vor allem durch die Ostsee bestimmt wird, ist gut für Allergiker und vor allem für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Die heilsame Wirkung wird bestimmt durch das milde Reizklima, die salzige sowie feuchte Seeluft, die geringen Temperaturschwankungen, dem hohen Luftaustausch und der langen Sonnenscheindauer. Da alle Ostseebäder auf einen küstennahen Wald verweisen können, ist die Luft außerdem sehr sauerstoffreich.

Ausflüge[Bearbeiten]

Als interessante Ausflugsziele bieten sich die Hansestädte Stralsund, Rostock sowie evtl. auch Greifswald an. Außerdem ist die Halbinsel optimaler Ausgangspunkt für Touren auf die Insel Rügen.

Ein schönes Ziel besonders auch für Familien ist der großzügige Vogelpark Marlow (etwa 25 km landeinwärts nahe Marlow gelegen).

Einzelnachweise[Bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten]

  • Rad- und Wanderkarte Fischland, Darss, Zingst - M 1:50.000; ISBN 978-3929993332 (9. Auflage vom Mai 2009); erschienen für 4,95 € im Verlag Grünes Herz

Weblinks[Bearbeiten]

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