El Palmar (Vejer)

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Am Strand von El Palmar
El Palmar de Vejer
Provinz Cádiz
Einwohner 920
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Höhe
10 m
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Lage
Lagekarte von Andalusien in Spanien
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El Palmar

El Palmar ist eine Ortschaft in der andalusischen Probinz Cádiz und gehört zum Gemeindebereich von Vejer de la Frontera.

Hintergrund[Bearbeiten]

El Palmar ist bis heute ein kleines Dorf geblieben, das am Rande eines 4,2 km langen, meist breiten Sandstrandes liegt, der sich nach der Mündung des Rio Salado südlich an die Strände von Conil anschließt. Bis zum Bau der Verbindungsstraße A-2233 von Conil nach Vejer und Zahara war es mangels Verkehrsverbindung praktisch abgeschieden. Die Bewohner lebten vom Fischfang und der Bewirtschaftung des umliegenden Schwemmlandes.

Die Strände gelten aber neben Tarifa als hervorragendes Surfrevier, so dass der Ort jetzt nahezu ausschließlich von Sportlern und hauptsächlich im Juli und August vom Strandtourismus lebt. Mehrere Versuche, hier große Hotelanlagen aufzuziehen, sind bisher zunächst an der das ganze Land erschütternden Immobilienkrise gescheitert, es macht sich aber auch zunehmender Widerstand der Residenten und Naturschützer breit. So wird der Ort zumindest für die nächste Zeit abgesehen von den Höhepunkten der Bade- oder Surfsaison in ziemlicher Abgeschiedenheit verbleiben, auch die gastronomische Infrastruktur geht außerhalb dieser Zeiten gegen Null.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Den Ort kann man über die Flughäfen Jerez de la Frontera (ca. 75 Kilometer), Sevilla (160 Kilometer), Málaga (180 Kilometer) oder Gibraltar erreichen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der nächste Bahnhof befindet sich in San Fernando, von wo aus sich die Anschlüsse an das Fernbahnnetz aus Cádiz realisieren lassen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die spanische Wikipedia beschreibt eine tägliche (Mo-Fr) Busverbindung des Betreibers Comes von Cádiz nach El Palmar. Diese konnte aber im Februar 2014 nicht verifiziert werden. Möglicherweise wird diese nur zur Saison betrieben.

Auf der Straße[Bearbeiten]

El Palmar wird von der entlang der Küste führenden A-2233 (bzw. CA-2144) erschlossen, die von Conil über Zahora nach Barbate führt. Über die Autobahn A48 Cádiz-Vejer-(Tarifa) ist diese bequem zu erreichen. Von Norden kommend über die Ausfahrt Conil, von Süden kommend über die Ausfahrt am derzeitigen Autobahnende bei Vejer. Von Osten aus den Bergen bzw. der AB A-381 Jerez-Algeciras kommend führt die A-393 von Medina Sidonia nach Vejer (von der Einmündung in die N-340 aus ca. 1 km Richtung Conil halten bis zum Beginn der Autobahn).

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die nächsten Seehäfen sind Cadiz und Tarifa. Sporthafen in benachbarten Conil.

Mobilität[Bearbeiten]

Eine lange Straße mit Kreisverkehren führt am Strand von El Palmar entlang. Die Fußwege sind teilweise schlecht begehbar und mit dem Kinderwagen muss man des öfteren auf der Straße fahren. Mit dem Auto kommt man teilweise bis an den Strand heran. Allerdings muss dort teilweise das Parken bezahlt werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der alte Verteidigungsturm gilt als besonderes Merkmal des Strandes. Dazu gehört ein Bunker der Schießscharten aufweist. Er kann zum Teil noch Betreten werden, gilt in der Regel jedoch als Windschutz für Sonnenbadende.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wassersport[Bearbeiten]

Windsurfen, Kitesurfen oder Bodysurfen sind das Aushängeschild von El Palmar. Einige Surfschulen leben davon, die hier eigene Camps eingerichtet haben. Die breiten Strände der Playa Virgen werden in der spanischen Hochsaison Juli/August durchaus stark frequentiert, dann öffnen auch die nachgelagerten Felder in ihrer Funktion als (bezahlter) Parkplatz. Sonst ist es eher ruhig. Ruhiges und familiäres Baden eher im nördlichen Strandabschnitt, zu dem jeweils Holzplankenwege durch die Dünen führen, der sportliche Teil findet im Süden beim Wachturm (La Torre) statt. Die Hochsaison der Windsurfer läuft von Ende Oktober bis März.

Der ganze Ort lebt mehr oder weniger vom Tourismus. Es werden also überall auch Bootstouren, Fischertouren, Kayakfahren und dgl. angeboten oder zumindest vermittelt.

Die derzeit bekanntesten örtlichen Anbieter sind LaLuzSurf, Aframe und das NEXO Surfcamp, die Kombinationen mit Unterkunft und teilw. Yoga als Paket anbieten. Individualtouristen werden aber keinerlei Schwierigkeiten haben, hier zur Saison Unterstützung zu finden.

Hiking & Biking[Bearbeiten]

Bei Strandwanderungen entlang der Küste finden sich auch aufgegebene Salzfelder und seltene Dünenpflanzen. Wanderungen oder Radtouren in den benachbarten Naturpark La Breña über das Kap Trafalgar sind problemlos möglich. Reittouren werden vermittelt.

Örtliche Feste und Feiern[Bearbeiten]

siehe die Nachbarorte Conil und Vejer

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Surfer sind keine Kinder von Traurigkeit. Solange sie die ansässigen Surfschulen frequentieren, dürfte es in den Bars an der Waterfront hoch hergehen, ansonsten herrscht tiefe Dunkelheit.

Unterkunft[Bearbeiten]

In den Gassen hinter der Strandstraße sind aus den ehemaligen Dorfhütten viele Ferienwohnungen neu erstanden oder zumindest aufgehübscht worden, die teilweise von den ansässigen Surfschulen oder privaten Vermietern betrieben werden. Zumindest bis 2013 glich das "Wegenetz" hinterhalb der Küstenlinie aber teilweise noch einem Truppenübungsplatz. Für ein Standquartier zum Baden und Erkunden des Umlands gibt es also von der Infrastruktur her sicher bessere Alternativen im nahen Umfeld.

Camper, Wassersportler und Menschen, die ihre Ruhe haben wollen finden hier aber durchaus angenehme Wohnmöglichkeiten.

Ohne Wertung oder Anspruch auf Vollständigkeit:

Pensionen[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]