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Ayamonte

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Ayamonte
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Ayamonte ist eine spanische Stadt in der Provinz Huelva, in der Autonomen Region Andalusien an der Grenze zu Portugal.

Karte von Ayamonte

Hintergrund[Bearbeiten]

An der Mündung des Río Guadiana in den Atlantik gab es bereits zur Zeit des zweiten Punischen Krieges (200 v. Chr.) eine griechische Siedlung mit dem Namen Anapotaman (über dem Fluss), später bewachte eine römische Burg die Mündung des Ostium Fluminis Anae. Von dort führte eine wichtige Handelsstraße in den Norden nach Mérida. Man vermutet, daß Ayamonte in dieser Zeit eine strategisch wichtige Stellung einnahm.
In neuerer Zeit wurden hinweise auf eine Besiedlung der Gegend schon in der Kupfersteinzeit (4300 - 2200 v. Chr) entdeckt (Dolmen von Cabezo del Romeral).

Ayamonte im 17. Jahrhundert

Aus der Zeit der maurischen Herrschaft gibt es keine erhaltenen Zeugnisse, im Jahre 1239 wurde die Mauren durch Truppen des Königs Sancho II. von Portugal vertrieben und der Ort dem Santiagoorden unterstellt. 1263 legte man den Guadiana als Grenze zwischen Portugal und Spanien fest, und die Ortschaft kam unter die Hoheit der kastilischen Krone. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kam Ayamonte zusammen mit Lepe in den Besitz der Familie Guzman. 1471 wurde dem Herzog von Béjar, Pedro de Zúñiga, der Titel Conde de Ayamonte verliehen, 1521 verlieh König Carlos I Francisco de Zúñiga y Guzmán II den Titel Marqués y señor del estado de Ayamonte. Im 16. Jahrhundert gelangte der Hafen von Ayamonte zu einiger strategischer Bedeutung, da hier auch große Schiffe einlaufen konnten. 1664 erhielt Ayamonte von König Philipp IV. den Titel muy noble y real ciudad, also die Stadtrechte.
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gewinnt der Tourismus an Bedeutung und vorwiegend spanische Touristen entdecken die von der Stadt etwa 7KM entfernten Strände Playa de Isla Canela und Playa de Punta del Moral, es entstehen die beiden Urbanisationen Isla Canlea und Punta del Moral.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächstgelegen Flughäfen sind der Aeroporto Internacional de Faro (IATA: FAO) (Entfernung 60 km) in Portugal und der Aeropuerto de Sevilla (IATA: SVQ) (Entfernung 140 km). Die meisten Pauschalreisen zu den Hotels in Isla Canela werden mit Zielflughafen Faro angeboten.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die nächstgelegene Bahnstation ist in Vila Real de Santo António in Portugal, die Endstation der Bahnlinie Lagos–Faro–Vila Real, ein Anschluß an das spanische Eisenbahnnetz befindet sich in Huelva (Entfernung 50 km)

Boote am Ufer des Guadiana, im Hintergrund die Ponte Internacional do Guadiana

Ayamonte kann mit Überlandbussen der Gesellschaft DAMAS mehrmals täglich von Sevilla, Isla Cristina und Huelva (üb. Isla Cristina) sowie Malaga (1 * täglich) erreicht werden. Die Gesellschaft Socibus fährt mehrmals täglich von und nach Madrid.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Ausfahrt 131 der Autobahn A-49 (Autovía del Quinto Centenariovon) Sevilla-Ayamonte (weiter über die Ponte Internacional do Guadiana als A22 Richtung Faro und Lagos)

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Nach Vila Real de Santo António in Portugal am gegenüber liegenden Ufer des Río Guadiana verkehrt tagsüber alle 30 - 40 Minuten eine alte Fähre.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerhalb des Städtchens kann man alle Strecken gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, für Ausflüge empfiehlt sich ein Mietwagen oder Fahrrad.
Mietwagenverleih: Autos Golf, Avda. de las Garzas, s/n.

Im Ort verkehren städtische Busse auf einer Linie von 7 bis 22 Uhr (Sonn- und Feiertags von 10 bis 20 Uhr).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Iglesia de Nuestra Señora de las Angustias. Die Iglesia de Nuestra Señora de las Angustias wurde im 16. Jahrhundert errichtet und nach der teilweisen Zerstörung durch das durch das Erdbeben von Lissabon von 1755 wieder aufgebaut. Sehenswert ist die Statue der Nuestra Señora de las Angustias, der Schutzheiligen der Stadt aus dem 16. Jahrhundert.
Iglesia de El Salvador
  • Iglesia de El Salvador. Die Iglesia de El Salvador wurde im 15. Jahrhundert auf den Grundmauern einer ehemaligen Moschee im Mudejarstil errichtet, später im barocken Stil erweitert. Sie steht im höchst gelegen und ältesten Teil der Stadt, dem Barrio de La Villa, nahe der ehemaligen maurischen Festungsanlagen.
  • Iglesia de San Francisco. Teil des ehemaligen, 1527 gegründeten Franziskanerklosters im Barrio de La Villa, ist ein Renaissancebau mit einem zierlichen Glockenturm. In ihrem Inneren befindet sich eine schön bemalte Decke und mit alten Inschriften verzierten Säulen.
  • Ermita de San Sebastián. Ebenfalls im Barrio de La Villa, wurde 1520 im Auftrag von Carlos I. (Karl V.) im sevillanischen Stil errichtet. Im spanischen Bürgerkrieg schwer beschädigt, wurde sie in den Jahren 1948 und 2000 restauriert. Heute dient sie als Kultur- und Ausstellungszentrum.
  • Plaza de la Laguna. Der zentrale Platz der Stadt. Er ist von reich mit Azulejos verzierten Bänken gesäumt. Hier steht auch das Rathaus (Ayuntamiento de Ayamonte), ein typischer Bau im sevillanischen Stil aus dem 18. Jahrhundert. (Besichtigung während der Bürozeiten möglich).
Plaza de la Laguna
  • Palacio del Marqués de Ayamonte. Die ehemalige Residenz der Markgrafen von Ayamonte wurde im 17. Jahrhundert von D. Manuel Silvestre de Guzmán dem Marqués de Ayamonte errichtet.
  • Torre de Canela. Ein knapp 18 Meter hoher Festungsturm aus dem 16. Jh. an der Straße Richtung Punta del Moral. Man findet Türme wie diesen an der ganzen Küste Andalusiens zwischen Ayamonte und Gibraltar, die insgesamt 44 Türme wurden auf Geheiß Philipps III. zum Schutz gegen Piraten errichtet.
Mausoleo de Punta del Moral
  • Marismas de Isla Cristina. Der Nationalpark umfaßt 2.145 ha der Salzmarschen, die sich um Isla Cristina erstrecken und bis Ayamonte reichen. In diesem Gezeiten-Marschland-Ökosystem zwischen den Mündungen der Flüsse Guadiana und Carreras leben 22 Vogelarten das ganze Jahr über (Löffler, Fischadler, Flamingos, Sumpfohreulen), 41 Zugvogelarten machen Station. Ebenso gibt es viele Amphibien und eine Population der Maurischen Bachschildkröte.
  • Mausoleo de Punta del Moral. Im Paraje Natural Marismas de Isla Cristina bei Punta del Moral wurde ein römisches Gräberfeld aus dem 4. bis 5. Jahrhundert freigelegt.
  • Puente Internacional del Guadiana. Die Puente Internacional (portugiesisch: Ponte Internacional do Guadiana), 1991 fertiggestellt, überquert den Río Guadiana und verbindet Ayamonte mit Castro Marim. Sie ist eine der größten Brücken Spaniens und die drittgrößte Portugals.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Semana Santa. Die Karwoche mit bedeutenden Prozessionen, ein "Fest von nationalem touristischen Interesse".
  • Ciudad de Ayamonte. Seit 1983 findet im August das Festival Internacional de Música statt.
  • Fiesta de la Nuestra Señora de las Angustias. Das einwöchige Fest zu Ehren der Stadtpatronin mit Stierkämpfen, Bootsrennen auf dem Fluss usw. findet Anfang September statt.
  • Plaza de Toros. Die 1852 erbaute und 1952 umgebaute Stierkampfarena liegt zwischen der C/ Martes und der C/ Sevilla.
  • Club de Golf de Isla Canela, Avda de la Playa, s/n. Der Club bietet eine 18 Loch Anlage mit Driving Range, Putting Green, Shop, Clubhaus, Fußballplätzen und Restaurant.
  • Club de Golf Costa Esuri. Der Club , A49 Sevilla Portugal km 131, liegt in der Urbanisation Costa Esuri am Ufer des Río Guadiana. Er ist etwa 6 km vom Zentrum entfernt und ein 18 Loch Platz (Erweiterung auf 36 Löcher ist geplant).
  • Marina Isla Canela. Sportboothafen mit kleinem Shoppingcenter außerhalb in Isla Canela.

Einkaufen[Bearbeiten]

Das 2007 eröffnete Einkaufzentrum Centro Comercial La Plaza, Crta. de la Constitucion, mit 80 Geschäften und Restaurants liegt an der N-447 am östlichen Stadtrand.
An der Marina von Isla Canela befindet sich das kleine Einkaufszentrum Centro Comercial Marina Isla Canela mit Geschäften und Restaurants.
In den letzten Jahren hat aber auch hier leider die Krise ihre Spuren hinterlassen, so dass viele Geschäftsräume mittlerweile leer stehen.

Supermärkte: In der Stadtmitte unweit der Marina findet man das Eroski Center, Avda Ramon y Cajal, 2, außerhalb, am östlichen Stadtrand einen DIA, C/ del Parador, s/n.

Restaurants[Bearbeiten]

  • Bar Cafetería Pupas, zentral an der Plaza de La Laguna gelegen.
  • Restaurante Casa Barberi, Paseo de la Ribera, 13.
  • Restaurante Mesón la Vitola-Casa Chiqui Barberi, José Pérez Barroso, 14. Seit 1917 andalusische Küche. Preis: Menü 15-25€.
  • Bar Restaurante Contrabando, Punta del Moral. Schlichtes, aber gutes Resaturant, Fisch- und Reisgerichte.

Unterkunft[Bearbeiten]

Ein Großteil der Badeurlauber sind Spanier, man findet reichlich Apartmenthäuser, die außerhalb der Sommerwochenenden und der Hauptsaison (August) jedoch verwaist sind. Die meisten Hotels sind Ferienhotels bekannter Ketten und befinden sich in Punta del Moral und Isla Canela etwa 7 km von Ayamonte entfernt. Diese sind außerhalb der Saison pauschal mit Flug und evtl. Mietwagen recht günstig zu buchen. Allerdings sollte man sich dann darüber im klaren sein, daß die üblichen "touristischen Einrichtungen" wie Strandbars und Restaurants zu dieser Zeit nur eingeschränkt geöffnet sind.
Buchung von Appartements in Punta del Moral und Isla Canela z.B. über Leo Alojamientos Turísticos.
Hotels & Pensionen in Ayamonte:

  • Hostal Playa Ilugo *, Avda. Alcalde Narciso M. Navarro. Tel.: +34 959 471 239. Preis: DZ 38–64 €, auch 3- und 4-Bettzimmer.
  • Parador de Ayamonte ****, Avda. de la Constitución. Tel.: +34 959 320 700. Modernes, geschmackvoll eingerichtetes Gebäude mit Schwimmbad in exklusiver Aussichtslage auf einem Hügel über der Stadt. Sehr gutes, nicht billiges Restaurant mit lokalen Spezialitäten. Preis: DZ 104–247 €.

in Punta del Moral:

in Isla Canela:

Die Preise sind Stand Mitte 2008, der höchste Preis ist i.d.R. der Preis im Monat August. Die großen Hotels in Isla Canela und Punta del Moral sind pauschal mit Flug über einen Reiseveranstalter oft günstiger als individuell gebucht.

Ausflüge[Bearbeiten]

Mit der kleinen Fähre nach Vila Real de Santo António in Portugal.
Ayamonte ist der Ausgangspunkt der Via Verde Litoral, einer 1987 eingestellten Bahnlinie, die nach Gibraleón führte und nun als Rad- und Wanderweg dient.
Einen Tagesausflug mit dem Bus (verkehrt wektäglich 10 mal, Samstags und Sonntags 5 mal) oder Mietwagen kann man in die "kleine" Provinzhauptstadt Huelva unternehmen.
Über die kostenfreie Autobahn A-49 ist Sevilla in etwas über 1 Stunde Fahrzeit gut zu erreichen.
Etwa 100 Kilometer östlich liegt der bekannte Nationalpark Parque Nacional de Doñana.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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