Czerwieńsk

Erioll world 2.svg
Stub
Aus Wikivoyage
Welt > Eurasien > Europa > Mitteleuropa > Polen > Lebus > Czerwieńsk
Kosciol w czerwiensku wisniowy.JPG
Czerwieńsk
WoiwodschaftLebus
Einwohnerzahl
Höhe
Lagekarte von Polen
Reddot.svg
Czerwieńsk

Czerwieńsk (deutsch: Rothenburg an der Oder) ist eine Stadt im Powiat Zielonogórski der polnischen Woiwodschaft Lebus. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit fast 10.000 Einwohnern. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Neumark, Niederschlesien und Lebus. Die Stadt liegt in am Südufer der Oder, etwa 65 Kilometer nordwestlich von Głogów (deutsch: Glogau).

Hintergrund[Bearbeiten]

Neugotische Kirche in Rothenburg (bis 1945 evangelisch)
Bahnhof von Rothenburg

Im 13. Jahrhundert wurde auf dem Gebiet der späteren Stadt Rothenburg das Dorf Netkowe erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zur brandenburgischen Neumark und lag unmittelbar an der Grenze zu Schlesien. Mitte des 16. Jahrhunderts errichtete der adlige Besitzer von Nettkau oder auch Nettkow, Christoph von Rothenburg, ein Schloss und erweiterte den Ort. Während die alte Siedlung nun Polnisch-Nettkau genannt wurde, hieß die Erweiterung Neu-Nettkau. Der Dreißigjährige Krieg, unter dem die Region an der Oder besonders zu leiden hatte, hemmte die Entwicklung des Ortes. 1690 wurde Neu-Nettkau zur Stadt erhoben und in Rothenburg umbenannt.

Als die Habsburger nach dem Krieg im benachbarten Schlesien die Gegenreformation durchsetzten, wurde in Rothenburg 1654 eine Grenzkirche errichtet, zu der Protestanten aus dem Nachbarland zum Gottesdienst kamen. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich nicht zuletzt durch Auswanderer aus Schlesien das Tuchhandwerk. Alexander Rudolf von Rothenburg wurde von König Friedrich Wilhelm I. 1736 in den Grafenstand erhoben. Sein Sohn Graf Friedrich Rudolf von Rothenburg gehörte zu den engsten Freunden Friedrichs des Großen. 1788 erwarb der Herzog Peter von Kurland, dem das benachbarte Sagan gehörte, die Herrschaft über Rothenburg/Nettkow. Dessen Tochter Pauline brachte die Güter als Mitgift in die Familie der schwäbischen Hohenzollern, die hier auch nach der Aufhebung der Grundherrschaft große Güter besaßen und das Rothenburger Schloss bewohnten.

Rothenburg an der Oder gehörte bis zum 6. August 1816 zum Landkreis Crossen im Fürstentum Crossen in der Neumark.[1] 1816 wurde Rothenburg an die seit 1742 preußische Provinz Schlesien angegliedert. Die Anbindung an das Schienennetz erfolgte 1870 über die Strecken Guben–Bentschen–Posen der Märkisch-Posener Eisenbahn-Gesellschaft und Breslau–Stettin der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn-Gesellschaft.

1945 gehörte Rothenburg zum Landkreis Grünberg in Schlesien im Regierungsbezirk Liegnitz der preußischen Provinz Niederschlesien des Deutschen Reichs. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Nach Kriegsende zerstörten sowjetische Truppen das Schloss. Die Kriegsschäden in der Stadt waren ansonsten verhältnismäßig gering. Die deutsche Ortschaft Rothenburg an der Oder wurde in Czerwieńsk umbenannt und verlor das Stadtrecht. Im Jahr 1969 wurde Czerwieńsk zur Stadt erklärt.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Czerwieńsk
evangelische Kirche

Der Ort liegt östlich von Słubice Richtung Posen. Anreisen kann man mit der Bahn, dem Fahrrad oder dem Auto.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist insbesondere die Altstadt mit Marktplatz und Kirchen.

  • neugotische Adalbertkirche
  • neuromanische evangelische Kirche
  • historischer Gutshof

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wassersport, Wandern und Fahrradfahren sind beliebt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht aller Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien. Breslau 1830, S. 1008.
  • Siegismund Justus Ehrhardt: Presbyterologie des Evangelischen Schlesiens. Teuil II, 1. Hauptabschnitt, Liegnitz 1782, S. 666–667.
  • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2003, ISBN 3-520-31602-1, S. 514 f.
  • Przemyslaw Goralczyk: Wybrane aspekty historii miasta Czerwiensk na tle dziejow Zielonej Gory od XVI do poczatku XX wieku. In: Dawid Kotlarek, Przemysław Bartkowiak: Zielona Góra na przestrzeni dziejów. Przemiany społeczno-kulturowe. Pro Libris, Zielona Góra 2007, ISBN 978-83-88336-57-7, S. 196–206.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Knie (1830), S. 1008.
Lebus
Woiwodschaft Lebus – Orte, Landschaften und Reiserouten
Stub
Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch äußerst unvollständig („Stub“) und benötigt deine Aufmerksamkeit. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und überarbeite ihn, damit ein guter Artikel daraus wird.