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Bad Homburg v. d. Höhe

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Bad Homburg vor der Höhe
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Bad Homburg ist eine Kreis- und Kurstadt mit 52.000 Einwohnern im Vordertaunus im Rhein-Main-Gebiet nördlich von Frankfurt am Main, die zum bevorzugten Wohnsitz der Frankfurter Oberschicht geworden ist.

Blick auf die Innenstadt mit dem Hexenturm

Weiter Stadtteile sind: 1 Dornholzhausen Dornholzhausen in der Enzyklopädie Wikipedia Dornholzhausen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDornholzhausen (Q1245773) in der Datenbank Wikidata, 2 Gonzenheim Gonzenheim in der Enzyklopädie Wikipedia Gonzenheim im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGonzenheim (Q1315809) in der Datenbank Wikidata, 3 Kirdorf Kirdorf in der Enzyklopädie Wikipedia Kirdorf im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKirdorf (Q1743420) in der Datenbank Wikidata, 4 Ober-Erlenbach Ober-Erlenbach in der Enzyklopädie Wikipedia Ober-Erlenbach im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOber-Erlenbach (Q2008804) in der Datenbank Wikidata,5 Ober-Eschbach Ober-Eschbach in der Enzyklopädie Wikipedia Ober-Eschbach im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOber-Eschbach (Q2008804) in der Datenbank Wikidata

Hintergrund[Bearbeiten]

Bad Homburg vor der Höhe befindet sich vor der malerischen Kulisse der dicht bewaldeten, östlichen Ausläufer des Taunus, gleichzeitig ist die Stadt nahe an Frankfurt am Main gelegen und bietet eine gute Infrastruktur.

Kleine Chronik[Bearbeiten]

Das Landgrafenschloss war Sitz des Landgrafen von Hessen-Homburg sowie später die Sommerresidenz des deutschen Kaisers. Bad Homburg wurde 1912 zur Kurstadt und bietet Kurgästen zahlreiche Möglichkeiten.

Der Name der Stadt Homburg leitet sich von der Burg Hohenberg ab. Bad Homburg, ist urkundlich erstmals um 1180 erwähnt worden. Auch archäologische Studien haben eine Besiedlung in dieser Zeit nachgewiesen. 1335 erlaubte Kaiser Ludwig IV., den Herren von Eppstein, in dem zu ihrem Einflussbereich gehörenden "Dal und Burg zu Hoenberg" ebenso wie in Steinheim und Eppstein je 10 Juden anzusiedeln. Da Kaiser Ludwig den beiden Orten Steinheim und Eppstein bereits Stadtrechte verliehen hatte, kann man annehmen, dass auch Homburg Stadtrechte besaß. Im 15. Jhd. wurde Homburg nur noch Stadt genannt. 1486 verkaufte Gottfried X. von Eppstein die Stadt Homburg für 19.000 Gulden an Graf Philipp I. (den Jüngeren) von Hanau. 1504/1521 verlor Hanau Homburg wieder an den Landgrafen von Hessen. Durch Teilung nach dem Tod des Landgrafen Philipp I. fielen Burg, Amt und Stadt Homburg an den Großherzog von Hessen-Darmstadt und 1622 an die Nebenlinie Hessen-Homburg. Nach dem das Landgrafengeschlecht ausgestorben war, fiel Homburg 1866 an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt zurück, wurde aber wenig später Jahr als Folge des Preußisch-Österreichischen Kriegs preußisch. Der Kurbetrieb machte Homburg ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem international bekannten Bad. Dazu hat die Spielbank einen wichtigen Beitrag geleistet. Nach 1888 wurde Bad Homburg Sommerresidenz von Kaiser Wilhelm II.

Der Kurbetrieb ging als Folge der beiden Weltkriege stark zurück. Bad Homburg wurde Sitz von Behörden und Verwaltungen. Im Nachkriegs-Deutschland wurde Bad Homburg Sitz der Verwaltungsstelle für Finanzen der Bizone. Am 23. Juli 1947 richtete der Wirtschaftsrat der Bizone zur Vorbereitung der Währungsreform die "Sonderstelle Geld und Kredit" ein, deren Leiter Ludwig Erhard wurde. Nach Gründung der Bundesrepublik verblieben in Bad Homburg die Bundesschuldenverwaltung (ab 2002 umbenannt in Bundeswertpapierverwaltung, seit 1. August 2006 Teil der Deutschen Finanzagentur), das Amt für Wertpapierbereinigung und das Bundesausgleichsamt. Die bekannte deutsche Motorradmarke der Horex wurde 1923 in Bad Homburg von Fritz Kleemann gegründet. Im 20. Jahrhundert wurde Bad Homburg zu einem bevorzugten Wohnsitz der Frankfurter Oberschicht.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Anspach, Wehrheim, Friedrichsdorf, Karben, Frankfurt am Main, Oberursel

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Bad Homburg liegt etwa 25 Autominuten nördlich des Rhein-Main-Flughafens.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bad Homburg ist über die S5 der S-Bahn-Rhein-Main im Viertelstundentakt an Frankfurt angebunden. Außerdem besteht über die Taunusbahn eine Verbindung in den Hintertaunus bis nach Brandoberndorf. Von Frankfurt fährt außerdem die U-Bahn-Linie U2 alle 10 min. bis in den Bad Homburger Stadtteil Gonzenheim.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Bad Homburg ist über die A5 und die A661, die sich am Bad Homburger Kreuz treffen, gut erreichbar. Die Innenstadt erreicht man über die Anschlussstelle "Bad Homburg - Stadtmitte". Parkplätze sind in der Innenstadt größtenteils kostenpflichtig, in den Stadtteilen dagegen kostenfrei und ausreichend Parkraum vorhanden. Es existieren eine Reihe von Parkhäusern im Umfeld der Haupteinkaufsstraße, der Louisenstraße.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Bad Homburg verfügt über ein ausgebautes innerstädtisches Busliniennetz. Knotenpunkte sind die Stationen "Kurhaus" und "Bahnhof". Es bestehen auch Busverbindungen zu anderen Orten, wie der 261 nach Oberursel-Kronberg-Königstein oder der Linie 50 zum Sandplacken und in den Hintertaunus.

An Wochenenden und vor Feiertagen verkehrt ab Frankfurt Konstablerwache die Nachtbuslinie N32 nach Bad Homburg und zurück. Von Bad Homburg fährt die Nachtbuslinie N34 nach Neu-Anspach und die Linie N35 nach Burgholzhausen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der Limes-Radweg verläuft oberhalb von Bad Homburg zwischen Sandplacken und der Saalburg, (siehe Übersicht Radrouten in Hessen). Um Bad Homburg herum führt ein Radrundweg mit 22 km Länge. Die Radwege im Stadtgebiet sind in einem schlechten Zustand, teilweise sind sie zu eng und die Verkehrsführung ist verwirrend.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Bad Homburg v. d. Höhe

Die wesentlichen Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt sind zu Fuß zu erreichen. Für weitere Strecken zu entlegeneren Höhepunkten empfiehlt sich für den Besucher ohne Auto die Fahrt mit dem Stadtbus (2,15 € die einfache Fahrt), z.B. mit der Linie 1 oder 11 zum Gotischen Haus oder Hirschgarten oder mit der Linie 5 zum Kastell Saalburg und Hessenpark. Alle Buslinien halten am S-Bahnhof sowie in der Innenstadt am Kurhaus.

Die landgräflichen Gartenlandschaften zwischen Schloss und Hirschgarten erkundet man am besten mit dem Fahrrad. In den Parkanlagen ist das Radfahren allerdings verboten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Landgrafenschloss
  • Schloss mit Schlosspark - Es wurde um 1770 erbaut. Am Schloss befindet sich auch der weiße Turm, das Wahrzeichen von Bad Homburg. Der Turm ist 48 m hoch. Er ist Teil der alten Burg, die nicht mehr steht. Sehenswert ist ferner der Schlossgarten. Der kostenlos zugängliche Park beherbergt einen schönen Teich, etwas Gartenkunst sowie viele seltene Bäume.
  • Die Englische Kirche wird heute als Museum und Konzertsaal genutzt. Die Engländer liebten das Kurbad Homburg. Nachdem der Prince of Wales, der spätere englische König Edward VII., häufig nach Homburg fuhr, wuchs der Anteil der Kurgäste aus England ständig. Ab 1876 kamen die Parlamentsabgeordnete nach Schluss der Parlamentssitzungen zur Kur in den Taunus. Bad Homburg erfüllte den Wunsch der Briten nach einem eigenen Gotteshaus und baute die Englische Kirche. Sie wurde 1868 durch den Lord Bischof von London geweiht und bis 1914 als Christ Church genutzt. In den 80er Jahren ließ die Stadt die Englische Kirche sorgfältig restaurieren und zu einem Kulturzentrum ausbauen.
Russische Kapelle im Kurpark

Kirchen[Bearbeiten]

  • Russische Kapelle. Am Ende des 19. Jhd. kamen viele russische Kurgäste nach Bad Homburg. Der russische Staatsrat Proworoff war in der Stadt als "Rosenkavalier" bekannt, denn er ging oft mit einer Hand voll Rosen aus, die er einzeln an ihm begegnende Damen verteilte. Proworoff regte den Bau der Kapelle an und kümmerte sich um deren Finanzierung. Die Planung übernahm der Petersburger Architekt Prof. Louis Benois, der auch die Russische Kirche in Darmstadt entworfen hatte. Zur Grundsteinlegung im Oktober 1896 kam neben Prof. Benois auch das gerade in Darmstadt weilende Zarenpaar sowie aus Kronberg Viktoria Kaiserin Friedrich. Unter einem Baldachin stehend, legte Zar Nikolaus II. persönlich den Grundstein. Die Russische Kirche wurde drei Jahre später geweiht und dient noch heute der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde Bad Homburg als Gotteshaus.
  • Die Erlöserkirche erinnert an die Istanbuler Hagia Sophia. Aber es gibt noch andere Ähnlichkeiten. Das Innere ist im neubyzantinischen Stil gestaltet: Die Wände sind mit Marmor verkleidet, die Decke ist mit Goldmosaiken bedeckt. Das sechsarmige Lichtkreuz in der Kuppel ähnelt dem von San Marco in Venedig. Christus als über dem weißen Marmoraltar erscheint wie in Ravenna. Das mit Edelsteinen besetzte Altarkreuz hatte Kaiserin Auguste Viktoria ursprünglich für die Erlöserkirche in Jerusalem bestimmt. Sie war zusammen mit ihrem Gemahl Kaiser Wilhelm II. für die Gestaltung und Finanzierung der Erlöserkirche verantwortlich. Die evangelische Kirche wurde 1908 geweiht. Der Kaiser nahm, wenn er in Homburg weilte, in seiner Kaiserloge mit eigenem Zugang an Gottesdiensten teil. Die mächtigen, quadratischen Türme der Erlöserkirche bestimmen zusammen mit denen der nahen katholischen St. Marien-Kirche und dem Weißen Turm die Silhouette Bad Homburgs.
  • St. Marienkirche Die Erlöserkirche und St. Marien sind nur wenige Schritte voneinander entfernt. Die St. Marienkirche ist die katholische Hauptkirche der Stadt. Sie wurde 1895 geweiht. Der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker hatte sie im neugotischen Stil entworfen. Hohe Spitzbogenfenster zieren den Chor. Neben den geschnitzten Altären sind weitere Kunstwerke sehenswert. Eine um 1380 geschaffene mittelrheinische Pietà aus Lindenholz, eine niederrheinische Kreuzigungsgruppe aus Eichenholz aus der Zeit um 1450 und ein großes spätgotisches Triumphkreuz, das wahrscheinlich ein fränkischer Meister um 1500 gestaltet hat.
  • Die Schlosskirche war die evangelisch-lutherische Kirche in der Stadt. Nach der Fertigstellung der größeren Erlöserkirche 1908 wurde sie bedeutungslos. Erst eine Bürgerinitiative erinnerte wieder an sie. Das "Kuratorium Schlosskirche" sammelte Gelder für die Restaurierung und brachte kulturelles Leben in die historischen Mauern. Im Zuge der Sanierung rekonstruierte man auch die Bürgy-Orgel aus den 1780er Jahren. Diese Orgel ist eine der acht wertvollen Orgeln aus unterschiedlichen Zeitepochen, die den Ruf Bad Homburgs als Orgelstadt und des renommierten Internationalen Orgel-Festivals "Fugato" begründen. In der Schlosskirche finden heute oft Konzerte statt.
  • St. Martin Kirche. Ober Erlenbach ist älter als Homburg. Die Ortschaft wurde schon im Jahr 730 urkundlich erwähnt. Die letzten Herren waren bis 1803 die Grafen von Ingelheim. Ober Erlenbach verdankt ihnen die reich ausgestattete Barockkirche. Graf Johann Philipp von Ingelheim hat sie 1763 - 1765 errichten lassen. Der barocke Hochaltar sowie die beiden Seitenaltäre wurden 1808 aus dem Kloster Ilbenstadt erworben. Die Orgel hatte 1839 der bekannte Mainzer Orgelbaumeister Bernhard Dreymann geschaffen. Sie ist ein Glanzstück der Orgelbaukunst des 19. Jahrhunderts von denen nur noch wenige im Originalzustand erhalten sind. Der Patron der Kirche ist der Hl. Martin. Das Patroziniumfest findet am 11. November statt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Siamesischer Pavillon im Kurpark
  • Die Thai Salas in Kurpark (manchmal auch als Siamesische Tempel bezeichnet). Nachdem der siamesische König Chulalongkorn 1907 Genesung in Bad Homburg erlangte und eine neue Quelle nach ihm benannt wurde, schenkte er aus Dankbarkeit der Stadt eine Thai Sala. Dieser wurde in Bangkok angefertigt, in Einzelteile zerlegt und auf die Seereise nach Deutschland geschickt. Ende 1910 trafen die Teile leider unvollständig und beschädigt in Homburg ein. Zwei Drittel der glasierten Dachziegel waren zerbrochen. Erst am 22. Mai 1914 konnte die Sala in Anwesenheit des Prinzen Mahidol von Siam eingeweiht werden. Der Wunsch des Stifters, das vollendete Bauwerk zu sehen, hatte sich nicht erfüllt. König Chulalongkorn war schon 1910 gestorben. Mit der Stiftung der Sala war die Grundlage für eine enge Beziehung zwischen Thailand und Bad Homburg geschaffen. Später haben mehrfach Mitglieder des thailändischen Königshauses die Stadt besucht und 2007 schenkte die thailändische Regierung der Stadt Bad Homburg eine weitere Thai Sala. Jährlich finden an diesen Gedenkfeiern statt.
  • Das Sinclairhaus. Isaak von Sinclair (1775-1815) vertrat als Diplomat die kleine Landgrafschaft Hessen-Homburg auf dem Wiener Kongress und bewahrte ihre Souveränität. Er war ein Dichter und Philosoph und ein Freund Hölderlins. Nach ihm ist das Anfang des 18. Jhd. errichtete Barockgebäude gegenüber dem Schloss benannt. Die Bad Homburger Altana AG erwarb das verfallene und vom Abriss bedrohte Gebäude 1978 und ließ es restaurieren. Heute finden im Sinclair-Haus Kunstausstellungen statt, die weit über Bad Homburg hinaus Aufmerksamkeit finden.
  • Das Gotische Haus. Der Homburger Erbprinz Friedrich VI. Josef wünschte sich einen Salon für vierzig Personen im Großen Tannenwald, als er 1818 die englische Prinzessin Elizabeth heiratete. Fünf Jahre später, 1823, wurde mit dem Bau des herrschaftlichen Gotischen Hauses für Jagden, Ausflüge und Festlichkeiten des Landgrafenhofes begonnen. Dem Geschmack, dem Kunstsinn und auch der Mitgift Elizabeths ist es zu verdanken, dass ein außergewöhnliches Haus entstanden ist. Heute ist das Gotische Haus das Städtische Museum mit einem einzigartigen Hutmuseum. Es stellt die Kulturgeschichte der Kopfbedeckungen der Welt dar. Im Mittelpunkt steht natürlich der "Homburg-Hut". Andere Abteilungen geben einen Überblick über die Geschichte der Stadt. Das Münzkabinett präsentiert Münzen und Medaillen aus dem Homburger Land. Wechselnde Sonderausstellungen nehmen sich bedeutsamen Teilaspekte der deutschen Kulturgeschichte an. Im Gotischen Haus ist auch das Archiv Bad Homburgs, dessen Dokumente von jedermann kostenlos eingesehen werden können.
  • Das Kurhaus mit Kurtheater und Ladengalerie ist ein Neubau an der Louisenstraße.
  • Rathaus-, Hexen- und Stumpfer Turm in der Altstadt. Seit 2003 weist eine Gedenktafel am Turm auf die Opfer der Hexenverfolgung hin.
  • Herzbergturm: Aussichtsturm, der ca. 5 km westlich der Stadtmitte auf dem Taunuskamm liegt.
  • Kastell Saalburg liegt im Taunus am Weltkulturerbe Limes

Brunnen[Bearbeiten]

Elisabethenbrunnen im Kurpark
  • Der Elisabethenbrunnen ist die bedeutendste Heilquelle der Stadt. Sie wurde am 27. Juni 1834 von dem Bad Homburger Arzt Dr. Christian Trapp wiederentdeckt. Er erkannte ihre Heilkraft zur Linderung von Magen- und Darmerkrankungen. Der Brunnen wurde nach der englischen Landgräfin Elisabeth benannt. Er war immer der Mittelpunkt des geselligen Kurlebens. Er wurde mehrfach umgestaltet, aber 1918 erhielt er unter reger Anteilnahme von Kaiser Wilhelm II seine endgültige Form.
  • Der Stahlbrunnen fördert Wasser, das reich an kohlensaurem Eisen ist. Schon Justus Liebig stellte 1841 einen Eisengehalt von 0,758 Gramm fest, genau soviel wie der Schwalbacher Stahlbrunnen. Die Heilquelle war früher von einem Gusseisengitter in ovaler Form umgeben. Sie wurde Mitte der 1960er Jahre neu gefasst. Das Wasser wirkt tonisierend und wird gegen Blutarmut angewandt.
  • Der Ludwigsbrunnen liegt in einem verschwiegenen Winkel des Kurparks. Sein Heilwasser hat eine besondere Bedeutung für die Bad Homburger Kur. Die Quelle wurde 1809 durch zwei im Bach badende Jungs wiederentdeckt. Bei genauem Hinsehen entdeckte man Funde aus der Römerzeit. Die Quelle wurde offenbar schon früher genutzt. Das Wasser ist ein wohlschmeckender Säuerling mit geringem Mineralgehalt und reich an Kohlensäure. Teile der heutigen Einfassung stammen noch von 1871.
Durstbrunnen im Kurpark
  • Der Durstbrunnen ist ein Kunstwerk. 1910 hatte sich der Berliner Bildhauer Hans Dammann mit diesem Kunstwerk an der großen Kunstausstellung seiner Heimatstadt beteiligt. Der Brunnen stellt eine weibliche Gestalt dar, die mit verschränkten Beinen dasitzt und eine Schale in den erhobenen Händen hält. Über den Rand der Schale fließt Wasser in ein Becken zu ihren Füßen. An ihren Seiten sitzen zwei schwarze Bronzepanther, die zu der Schale empor lechzen. 1914 kaufte der in Bad Homburg lebende ehemalige Landrat Helmut von Brüning den Brunnen und machte ihn der Stadt für den neuen Jubiläumspark zum Geschenk. Der Park wurde dem 25. Regierungsjubiläum Wilhelms II. gewidmet. Demzufolge hatte der Kaiser natürlich ein Mitspracherecht. Bei einem Besuch sprach er dem Künstler und dem Stifter des Brunnens seine große Anerkennung aus.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Kaiser Friedrich III. und seine Ehefrau Victoria Kaiserin Friedrich an der Kaiser-Friedrich-Promenade am Südrand des Kurparks
  • Landgrafendenkmal in der Nähe der Wandelhalle im Kurpark

Museen[Bearbeiten]

Fachwerkhaus am Marktplatz
  • 1 Museum im Gotischen Haus (Hutmuseum), Tannenwaldweg 102. Tel.: +49 6172 37618, Fax: +49 6172-937216, E-Mail: . Museum zur Geschichte der Stadt Bad Homburg von der landgräflichen Zeit bis zum ersten Weltkrieg. Das Museum beherbergt auch das Bad Homburger Hutmuseum sowie eine Ausstellung zur Landgräfin Elizabeth. Geöffnet: Di.-Sa. 14:00-17:00 Uhr sowie Sonn- und Feritags 10:00-18:00 Uhr. Preis: Eintritt 2€, ermäßigt 1€, Kinder bis 14 Jahre frei.
  • 2 Horex Museum Bad Homburg, Horexstraße 6. Tel.: +49 6172-1013167, E-Mail: . Museum rund um den Bad Homburger Motorradhersteller Horex Geöffnet: Mi.: 10:00 - 14:00 Uhr, Sa.&So.: 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erwachsene: 2,50€; ermäßigt: 1,00€.
  • 3 Central Garage Automuseum, Niederstedter Weg 5. Tel.: +49 6172-5976057, Fax: +49 6172-5976058, E-Mail: . Privates Automobilmuseum mit wechselnden Ausstellung historischer Fahrzeuge Geöffnet: Mi.-So.: 10:00 - 16:30 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • Römisches Kastel Saalburg

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Louisenstraße ist die zentrale Einkaufsstraße
  • Waisenhausplatz, Platz in der Innenstadt an der Louisenstraße
  • Marktplatz, Platz in der Innenstadt an der Louisenstraße
  • Kaiser-Friedrich-Promenade mit vielen prachtvollen (Jugendstil-)Villen führt entlang der Südseite des Kurparks.
  • Tannenwaldallee, Verbindungsstraße zwischen dem Landgrafenschloss vorbei am Kleinen Tannenwald zum Gotischem Haus, nicht durchgängig befahrbar. Sie wird durch die Elisabethenschneise vorbei am Hirschgarten in den Taunus hinein verlängert

Parks[Bearbeiten]

Panorama: Du kannst das Bild horizontal scrollen.
Der Kurpark im Oktober vor dem Sonnenuntergang
Der Kurpark im Oktober vor dem Sonnenuntergang
  • Der Kurpark ist ein 44 Hektar großer englischer Landschaftsgarten mit einem alten Baumbestand. Man findet sowohl einheimische als auch viele exotische Gehölze aus Asien und Nordamerika. Der Kurpark ist einer der größten und schönsten in Deutschland. Den ältesten Teil, zwischen Schwedenpfad und Kisseleffstraße, schuf ab 1854 der bekannte Königlich-Preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné. Der östliche Teil entwarf ab 1867 sein Nachfolger in Potsdam, Ferdinand Jühlke. Der Jubiläumspark im Westen wurde 1913 zum 25. Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. durch die Frankfurter Firma Siesmayer angelegt. Das Zentrum des Kurparks bildet die mit Kastanien bepflanzte breite Brunnenallee. An ihr liegen die meisten Heilquellen, sowie das historische Kaiser-Wilhelms-Bad und das Brunnensälchen mit der Spielbank. Eine große Anzahl von Denkmälern zeugen von der Geschichte des einstigen Weltbades.
    Schlosspark im Oktober − Eichendamm
  • Schlosspark − ab 1679 erfolgte wurde ein repräsentativer barocker Obergartens vor dem Königsflügel des Schlosses angelegt. Die mächtigen Zedern wurden 1822 gepflanzt. Ab 1770 gestaltete man den tiefer gelegenen landschaftlichen Gartenbereich mit einem großen Teich.
  • Kleiner Tannenwald, wieder neu angelegter Park der landgräflichen Gartenlandschaft mit recht großem Weiher
  • Hirschgarten und Forstgarten, im Stadtwald westlich von Dornholzhausen, großes Wildgehege.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Ein Hut benannt nach Homburg. Der englische König Edward VII. und Konrad Adenauer trugen gerne den "Homburg". Der englische Prinz und spätere König Edward VII. traf in Homburg gelegentlich seinen Neffen, Kaiser Wilhelm II., der gerne eine besondere Jagduniform mit einem grünen Hut und seitwärts leicht nach innen gerollter Krempe trug. Edward war einer der best angezogenen Männer im ausgehenden 19. Jahrhundert, ließ sich den Hut von der Homburger Hutfirma Möckel in elegantem Grau anfertigen. Sie ließ sich den "Homburg" sogar patentieren. Der neue Hut eroberte schnell die modische Herren-Welt und verdrängte den bis dahin üblichen steifen Zylinder und die Melone. Der leichte, lässig-elegante "Homburg" entsprach der Zeit. Auch in Blau und Schwarz wurde der "Homburg" später gefertigt. Adenauer bevorzugte die Originalfarbe Grau.

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Laternenfest - Das 4-tägige Laternenfest Ende August/Anfang September ist ein sehr großes Stadtfest mit zahlreichen Veranstaltungen und einem großen Festplatz.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Seedammbad − Hallen- und Freibad mit 11 Schwimmbecken, Eintritt: 6,- €, Kinder unter 18 Jahre: 2,50 €.
  • Taunustherme − Eintritt mit Sauna für 2 Stunden: 13,- €, 4 Stunden: 17,- €, Tageskarte: 24,- €, am Wochenende 2,- € mehr. Kinder ab 3 Jahre zahlen den vollen Preis.
  • Kaiser-Wilhelms-Bad im Kurpark · Eintritt für 2 Stunden: 25,- €, Tageskarte: 60,- €.
  • Bad Homburger Spielbank
  • Gambrinus Diskothek am Bahnhof

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Louisenstraße ist die zentrale Einkaufsstraße in Bad Homburg.

Küche[Bearbeiten]

Eine größere Auswahl von Restaurants findet sich im oberen Abschnitt der Louisenstraße und in den Seitenstraßen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]


Arbeiten[Bearbeiten]

Zwar pendeln viele Einwohner Bad Homburgs täglich zum Arbeiten nach Frankfurt am Main, doch gibt es auch zahlreiche große bekannte Unternehmen vor Ort. Dazu gehören die Pharmaunternehmen Altana AG, Fresenius AG sowie Eli Lilly and Company, die in Bad Homburg ihren Hauptsitz haben. Weitere bekannten Unternehmen sind Hewlett Packard GmbH, Deutsche Leasing AG, Amadeus Germany sowie Feri Rating & Research AG.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die Kurstadt unterhält das historische Kaiser-Wilhelms-Bad (Kur Royal) mit heilsamen entspannenden Anwendungen.

Hochtaunuskliniken

Die ärtzliche Versorgung ist sehr gut. Neben Ärzten aller Richtungen dienen vor allem die kreiseigenen Hochtaunuskliniken der Gesundheit der Bewohner und Besucher. Als Kurstadt verfügt Bad Homburg darüber hinaus über zahlreiche private Reha-Kliniken, die sich in der Nähe des Kur- bzw. Jubiläumsparks befinden. Dazu gehören die Wickerklinik, die Klinik Dr. Baumstark, die Paul-Ehrlich-Klinik sowie die Wingertsbergklinik.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

benachbart:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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