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Ätolien-Akarnanien

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Ätolien-Akarnanien (griechisch Αιτωλοακαρνανία, Etoloakarnanía) liegt im Westen Griechenlands in der geographischen Region Mittelgriechenland.

Die Region grenzt im Westen an das Ionische Meer, im Norden bildet der Ambrakische Golf die Grenze zur Region Epirus, im Süden bilden der Golf von Patras und der daran anschließende Golf von Korinth die Grenze zur Halbinsel Peloponnes. Im Osten liegt die Region Fokida (Phokis).

Lage der Provinz Ätolien-Akarnanien in Westgriechenland

Orte[Bearbeiten]

Karte von Ätolien-Akarnanien
  • 1 Amfilochia Amfilochia in der Enzyklopädie Wikipedia Amfilochia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAmfilochia (Q470461) in der Datenbank Wikidata, Kleinstadt am Ambrakischen Golf.
  • 2 Agrinio Website dieser Einrichtung Agrinio in der Enzyklopädie Wikipedia Agrinio im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAgrinio (Q396807) in der Datenbank Wikidata, größte Stadt der Region, traditionelles Zentrum der Tabakverarbeitung
  • 3 Mesolongi Website dieser Einrichtung Mesolongi in der Enzyklopädie Wikipedia Mesolongi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMesolongi (Q642810) in der Datenbank Wikidata, Hauptstadt der Region.
  • 4 Nafpaktos Website dieser Einrichtung Nafpaktos in der Enzyklopädie Wikipedia Nafpaktos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNafpaktos (Q782278) in der Datenbank Wikidata (historisch Lepanto), kleine Hafenstadt am Golf von Korinth, gehörte einst zur Republik Venedig, Ort der Seeschlacht von Lepanto 1571.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Regionen Ätolien (auch Aitolien geschrieben; neugriechisch Etolia) und Akarnanien (Akarnanía) gab es bereits in der Antike. Ätolien ist der südliche und östliche Teil der Region, am Nordufer des Golfs von Patras und der Meerenge von Rio-Andirrio, die den Zugang zum Golf von Korinth „bewacht“. Akarnanien ist hingegen der westliche und nördliche Teil, am Ionischen Meer und der Südseite des Ambrakischen Golfs. Die traditionelle Grenze zwischen Ätolien und Akarnanien bildet der Fluss Acheloos.

Die Insel Lefkada (Leukas) gehört historisch auch zu Akarnanien, wird jedoch sowohl nach der modernen Verwaltungsgliederung als auch für die Zwecke dieses Reiseführers separat betrachtet und zu den Ionischen Inseln gezählt.

Nach der Unabhängigkeit Griechenlands wurden Ätolien und Akarnanien 1833 zur Präfektur Ätolien-Akarnanien zusammengefasst – der flächengrößten Präfektur des Landes. Seit der Verwaltungsreform 2011 hat sie den Status eines Regionalbezirks. Ätolien-Akarnanien ist mit rund 5.500 km² etwa so groß wie der Kanton Wallis oder doppelt so groß wie das Saarland, hat aber nur 210.000 Einwohner.

Antike[Bearbeiten]

Die Stadtstaaten (poleis) Akarnaniens bildeten im 5. Jahrhundert v. Chr. die Akarnanische Liga. Deren Hauptstadt war Stratos, die auch ein bedeutendes Heiligtum des Zeus hatte. Diese ist folglich die wichtigste antike Stätte der Region. Im Peloponnesischen Krieg stand Akarnanien auf der Seite Athens, während das gegenüberliegende Ambrakia aufseiten der Spartaner kämpfte. In der Schlacht von Olpai 426 v. Chr. siegten die Athener und Akarnanier. Der Ätolische Bund wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet und erlangte erst im 3. Jahrhundert v. Chr. historische Bedeutung.

In hellenistischer Zeit stellten sich sowohl Ätolien als auch Akarnanien um 200 v. Chr. auf die Seite der Römischen Republik, die sie vor der Expansion des Königreichs Makedonien schützen sollte. Nach dem Tod Julius Cäsars kam es im Krieg um die Vorherrschaft in Rom 31 v. Chr. vor der Küste Akarnaniens zur Seeschlacht bei Actium, die mit einem entscheidenden Sieg Octavians über Marcus Antonius und Kleopatra von Ägypten endete. Anschließend übernahm Octavian die Macht im ganzen Römischen Reich, nahm den Namen Augustus an und wurde erster römischer Kaiser. In der gleichen Zeit wurden Ätolien und Akarnanien (die bis dahin pro forma noch unabhängig waren) in die römische Provinz Achaea eingegliedert.

Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch des Byzantinischen Reichs 1204 in der Zeit der Kreuzzüge, gehörten Ätolien und Akarnanien zum Despotat Epirus. Dessen letzte Hauptstadt – vor der Annexion durch das Osmanische Reich – im 15. Jahrhundert war Angelokastro (heute nur noch ein Dorf in der Gemeinde Agrinio).

Die Republik Venedig besaß im 15. Jahrhundert einen Stützpunkt in Nafpaktos (italienisch Lepanto). Im 16. Jahrhundert waren die Küsten der Gegend zwischen dem Osmanischen Reich und christlich-europäischen Mächten (namentlich Venedig und Spanien) schwer umkämpft. Dies fand seinen Höhepunkt 1571 in der Seeschlacht von Lepanto, der letzten großen und äußerst blutigen Galeerenschlacht im Mittelmeer.

In der Phase um 1800 gehörte das Gebiet zum Herrschaftsbereich des Ali Pascha von Ioannina, der zwar formal ein Statthalter Konstantinopels war, sich faktisch aber weitgehend unabhängig machte.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Bei Preveza, im nordwestlichsten Zipfel der Region, gibt es den mittelgroßen 1 Flughafen Aktion-Preveza Flughafen Aktion-Preveza in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Aktion-Preveza im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Aktion-Preveza (Q1430743) in der Datenbank Wikidata (IATA CodePVK). Dort landen zumindest saisonal auch Direktflüge aus den deutschsprachigen Ländern, u. a. mit Condor, Easyjet oder Austrian Airlines.

Für den Süden der Region liegt hingegen der kleinere Flughafen Araxos/Patras (GPA) näher (ca. 70 km von Nafpaktos, 90 km von Messolongi), der saisonal z. B von TUI fly aus Deutschland angflogen wird.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Die Region erreicht man vom Peloponnes im Süden über die Rio-Andirrio-Brücke bei Patras, sie verbindet die A8 (Olympia Odos) mit der in Bau befindlichen A5 (Ionia Odos).

Im Norden führt die N18 von Igoumenitsa zum Ambrakischen Golf und unterquert dann bei Preveza in einem Tunnel die Meerenge. Eine Alternative ist künftig die im Bau befindliche A5, sie kommt von Ioannina und geht im Landesinneren durch die Region in Richtung Patras.

Vom Landesinneren im Osten führen nur wenige Straßen nach Etoloakarnania, die wichtigste kommt von Delphi und geht an der Küste des Golfs von Korinth entlang.

Mobilität[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel sind in der dünn besiedelten Region rar gesät. Busse der regionalen Verkehrsgenossenschaft KTEL Aitoloakarnanias fahren selbst zwischen den größeren Orten maximal 4–5 mal pro Tag, am Wochenende nur einmal oder gar nicht. Deshalb ist ein Auto sehr empfehlenswert, wenn nicht gar unabdingbar, um Ausflüge innerhalb der Region zu machen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Antikes Theater von Stratos

Antike Ruinen[Bearbeiten]

  • 1 Kalydon Kalydon in der Enzyklopädie Wikipedia Kalydon im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKalydon (Q750313) in der Datenbank Wikidata (10 km östlich von Mesolongi): Ruinen der antiken Stadt, u. a. Stadtmauer, Tempel der Artemis Laphria, weitere Heiligtümer. Handlungsort der antiken Sage vom Kalydonischen Eber.
  • 2 Stratos Stratos in der Enzyklopädie Wikipedia Stratos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStratos (Q1795792) in der Datenbank Wikidata: In der Antike Hauptstadt der Akarnanische Liga und bedeutendes Heiligtum des Zeus. Zu sehen gibt es Überreste der 7,5 Kilometer langen Stadtmauern, des Zeustempels und des Theaters, das einst 7.000 Zuschauer fasste.
  • 3 Thermos Thermos in der Enzyklopädie WikipediaThermos (Q1762696) in der Datenbank Wikidata: Überreste des antiken Apollon-Heiligtums, Versammlungsort des Ätolischen Bundes.

Burgen[Bearbeiten]

Burg von Vonitsa
Festung Andirrio
  • 4 Burg Vonitsa Burg Vonitsa in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Vonitsa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Vonitsa (Q1727945) in der Datenbank Wikidata: Vonitsa liegt an der Südküste des Ambrakischen Golfs, etwa 16 km südöstlich von Preveza. Aufgrund seiner beeindruckenden Aussicht über den Golf und über einen kleinen natürlichen Hafen wurde der Hügel von Vonitsa von den Byzantinern und danach von den Venezianern und den Osmanen befestigt.
  • 5 Burg Grivas: Von der Burg hat man einen einzigartigen Blick auf das Ionische Meer, den Ambrakischen Golf und die Insel Lefkada. Erbaut wurde sie 1806 von Ali Pascha mit dem Ziel den Angriff auf Lefkada zu erleichtern. Die Pläne von Ali wurden im Juli 1807 abgebrochen, als die Franzosen nach einem Vertrag mit den Russen die Ionischen Inseln besetzten. Bald darauf gab Ali Pascha die Burg der Familie von Grivas, auch den Namen der Burg. Vor dem Bau des Schlosses gab es ein muslimisches Kloster, das 1668 gegründet wurde. Aus diesem Grund hieß der Ort Teke.
  • 6 Festung Agia Mavra (italienisch Santa Maura): Eines der beeindruckendsten mittelalterlichen Gebäude in Griechenland. Es wurde um 1300 für den lombardischen Herrscher Ioanni Orsini erbaut, nachdem er die Tochter des Herrschers des Despotats von Epirus Nikiphoros I. geheiratet und die Insel Lefkada (Leukas) als Hochzeitsgeschenk erhalten hatte.
  • 7 Festung Andirrio (altgriechisch Antirrhion): Andirrio spielte aufgrund seiner strategischen Position in der byzantinischen und postbyzantinischen Zeit eine wichtige Rolle. Andirrio folgte Nafpaktos’ Schicksal, als es 1499 im ersten Jahr des venezianischen Türkenkrieges aufgegeben wurde. Damals erkannte Sultan Bayezid II. die strategische Bedeutung der Meereng und sicherte den Eingang mit dem Bau von zwei Forts an beiden Kaps auf antiken Fundamenten. Die Festung Andirrio erlebte mehrere Zerstörungen und Restaurierungen. Die Burg liegt unweit der Rio-Andirrio-Brücke und lohnt einen Besuch.
  • 8 Festung Nafpaktos Website dieser Einrichtung Festung Nafpaktos in der Enzyklopädie Wikipedia Festung Nafpaktos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFestung Nafpaktos (Q782278) in der Datenbank Wikidata (italienisch Lepanto): Die gut erhaltene Burg von Nafpaktos ist eine der schönsten Burgen Griechenlands. Die malerischen Stadtmauern umschließen den kleinen Hafen. Die Festung durchlief viele Phasen, beginnend in der Antike, durchlief die venezianische Eroberung und ging schließlich an in Osmanen über.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Rio-Andirrio-Brücke
  • 9 Rio-Andirrio-Brücke Website dieser Einrichtung Rio-Andirrio-Brücke in der Enzyklopädie Wikipedia Rio-Andirrio-Brücke im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRio-Andirrio-Brücke (Q48353) in der Datenbank Wikidata: Die rund 2,9 km lange Schrägseilbrücke ist die einzige feste Straßenquerung über den Golf von Korinth, zwischen dem Peloponnes und dem griechischen Festland. Sie wurde 2004 eingeweiht und ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, da der Brückenbau hier mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war, lange Zeit gar als unmöglich galt.

Gewässer[Bearbeiten]

  • 10 Trichonida-See Trichonida-See in der Enzyklopädie Wikipedia Trichonida-See im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTrichonida-See (Q1422965) in der Datenbank Wikidata: großer natürlicher See zwischen Agrinio, Nafpaktos und Mesolongi.
  • 11 Kremasta-Stausee Kremasta-Stausee in der Enzyklopädie Wikipedia Kremasta-Stausee im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKremasta-Stausee (Q926593) in der Datenbank Wikidata

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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