Tscheljabinsk

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Tscheljabinsk
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Tscheljabinsk (russisch: Челябинск, engl: Chelyabinsk) ist eine Stadt im westlichen Sibirien und Hauptort des gleichnamigen Oblast am Ural. Direkt hinter der Grenze zwischen Europa und Asien gelegen hat die Millionstadt ihre Existenberechtigung als Verkehrsknoten und Zentrum der Schwerindustrie.

Die Zeitzone ist Moskau +1 bzw. MEZ + 4 Std.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der erste 1 Traktor Stalinez-60, seit 1933 hergestellt.

Tscheljabinsk war lange ein Handelsplatz für Karawanen, weshalb ein Trampeltier auch heute noch das Stadtwappen ziert. Mit dem Bau der Uralbbahn begann der Aufschwung. Um 1900 wohnten 70000 Menschen hier.

Tscheljabinsks Ausbau zum Schwerindustriestandort begann mit der Traktorenfabrik geplant im ersten Fünfjahresplan. Bedingt durch die Zeitumstände kam zehn Jahre später der Bau von Panzern hinzu. Seit 1942 gibt es auch ein Rohrwerk. Nach dem Krieg begann man auch Zink zu verarbeiten. Tscheljabinsk wurde in den Nachkriegsjahren seelenlos als Industriestandort ausgebaut. Es ist ohne Sehenswürdigkeiten aber dafür bis heute extremer Luftverschmutzung. Der Osten der Stadt heißt denn auch Traktorstroj, die Nordhälfte Metallurgitscheskij rajon. Deren Wohngebiete bestehen aus endlosen Khruschtschowka-Plattenbauten.

Der die Stadt durchfließende Miass (Миа́сс) wird im Westen der Stadt im 39 km² grossen Scherschni-Stausee aufgestaut.

Anreise[Bearbeiten]

Tscheljabinsk.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Flughafen Tscheljabinsk (Аэропорт Челябинск, IATA: CEK), Balandino (18 km nordöstlich. Flughafenbus 1 vom Hbf-Vorplatz vorbei am zentralen Markt. Weitere Busse: Linien 41, 45). Flughafen Tscheljabinsk in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Tscheljabinsk im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Tscheljabinsk (Q1322423) in der Datenbank Wikidata. Neues Terminal fertiggestellt 2019. Innerrussische Flüge, vor allem Moskau, St. Petersburg, Kasan, Krasnodar. Wenige internationale Flüge gibt es nach Duschanbe (Ural Airlines) und saisonale Charter nach Antalya und Phuket. Ein Taxischalter ist in der Ankunftshalle oder Tel. +7 (900) 028-16-98. Am Terminal ist auch das Airport Hotel (hotel@cekport.ru) ab 3150 R.

Wer abenteuerlich unterwegs ist kann den Flughafen über den Regionalbahnhof 2 Baladino (Баландино) und 1200 m Fussmarsch erreichen. Es fahren auf den beiden Linien in die Stadt aber nur je zwei Züge morgens und abends.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

3 Hauptbahnhof (Челябинск вокзал). Halt an der sibirischen Hauptstrecke. Direktzüge bis Adler oder Anapa am schwarzen Meer sowie Irkutsk und Tschita im tiefsten Sibirien. In Kasachstan visumspflichtige Reisende (die nicht im Transit bleiben wollen) sollten beachten, dass viele Züge nach Osten über Petropawl verkehren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

4 Fernbusbahnhof (Челябинский автовокзал), Prospekt Sverdlovskiy, 51. Schwer zu übersehender spät-sowjetischer Betonbau. Teil des Komplexes ist das Eisstadion Junost' (Юность). Im Sommer lassen sich Wartezeiten im wenig gepflegten Park am Flussufer überbrücken.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Autobahnring um Tscheljabinsk.

Aus Moskau fährt man 830 km über Nischni Nowgorod bis Kasan. Von dort entweder über Perm und Jekaterinenburg (gesamt 1400 km) oder die südlichere, kürzere Strecke über Ufa (960 km).

Die 150 km entfernte 1 Grenze nach Kasachstan (54° 0′ 14″ N 61° 37′ 53″ O) erreicht man über den Grenzort Troitsk auf der E123/A-310.

Über Kurgan und Ischim sind es 915 Straßenkilometer in die nächste Metropole Omsk.

Mobilität[Bearbeiten]

Streckennetzplan der „im Bau“ befindlichen U-Bahn. Baubeginn war 1992, bis Ende 2020 war ein Fünftel der Strecke vollendet. Geplante Eröffnung des ersten Abschnitts von 5,7 km mit 4 Stationen ist 2032.
O-Bus-Netz, Stand 2006.
Trambahnnetz, Stand 2007.

Der öffentliche Nahverkehr besteht vor allem aus Tram, O-Bussen und den unsäglichen Marshrutki (Minibussen). Deren wichtigster Standplatz ist am Bahnhofsvorplatz. Die Tramlinien 3, 5, 7, 8 und 16 wenden hier.

Regionalzüge fahren nicht im eigentlichen Bahnhof, sondern vom 5 Prigorodnyy Vokzal (Пригородный вокзал), knapp 200 m südlich.

Funktaxi: +7 (351) 721-73-73

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Explosion des Meteors von Tscheljabinsk, am 15.2.2013 (gefilmt in Kamensk-Uralski, etwa 200 km nördlich). Bruchstücke des Meteors, es gab etwa 1500 Verletzte, sind im Museum zu besichtigen.

Parks, Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Die Innenstadt ist grob schachbrettartig, aber weitläufig angelegt. Die Hauptverkehrsachse von Ost nach West durch die Stadtmitte ist der Prospekt Lenina. Fussgängerzone ist die Ul. Kirowa.

Die innerstädtische Flußpromenade wurde 2020/1 verschönert und lädt nun zum flanieren ein.

  • 2 Platz der Revolution (Площадь Революции) (Tram 3, 5, 7, 8, 16. O-Bus 5). Platz der Revolution in der Enzyklopädie Wikipedia Platz der Revolution im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPlatz der Revolution (Q4365735) in der Datenbank Wikidata. Zentraler Platz noch immer mit Lenionstatue. An der Nordostecke ist das Kunstmuseum (Музей изобразительных искусств, 10-18 Uhr). Im Süden steht das Theater, benannt nach Imeni Nauma Orlowa.
  • 3 Alleja Slawy (Аллея Славы). Etwa 400x100 m großer Platz zu beiden Seiten begrenzt durch sowjetzeitliche Denkmäler.
  • 4 Aloe pole (Алое поле, Stadtpark) (Tram 6, 17, 20). In der Mitte die orthodoxe Newsky-Kirche. Am Südeingang ein „Lenin-Mausoleum”-Denkmal.
  • 5 Gagarin-Park (Центральный парк Ю.А. Гагарина, Naherholungsgebiet). Mit Riesenrad, Dinopark, kleinem Zoo und Eissporthalle.

Museen[Bearbeiten]

  • 6 Eisenbahnmuseum (Музей истории Южно-Уральской железной дороги), Ulitsa Tsvillinga, 63 (Tram 3, 5, 7, 8, 16). Eisenbahnmuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Eisenbahnmuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEisenbahnmuseum (Q4508703) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: 9.00-18.00.
  • 7 Heimatmuseum (Челябинский областной краеведческий музей) (Tram-Halt Geologicheskiy muzey, Linien 6, 17, 20). Heimatmuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Heimatmuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHeimatmuseum (Q4508710) in der Datenbank Wikidata. in dem die Meteorreste zu sehen sind. Über die Straße ist das geologische Museum. Geöffnet: 10.00-18.00. Preis: 400 R.
  • 8 Kunstmuseum Tscheljabinsk (Челябинский музей изобразительных искусств) (Tram-Halt Geologicheskiy muzey, Linien 6, 17, 20). Gezeigt wird klassische europäische und russische Kunst. Nebenan ist die Philharmonie.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 1 Einkaufszentrum (Торговый центр), Ul. Kaslinskaya, 64. Einkaufszentrum in der Enzyklopädie Wikipedia Einkaufszentrum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEinkaufszentrum (Q4461059) in der Datenbank Wikidata. Zu Sowjetzeiten als das Einkaufzentrum der Region angelegt, ist heute hier wenig los. Sehenswert ist das renovierte Gebäude jedoch wegen seiner Architektur. Geöffnet: 10.00-20.00.
  • 2 Zentraler Marktbereich (Центральный рынок)

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 Berkana, ул. Гранитная, 17 (Ul. Granitnaya, 17). Tel.: +73517511062. Schlafsäle. Preis: Frühstück 200 R extra.

Mittel[Bearbeiten]

  • 2 Gostiniza Tscheljabinsk (Гостиница Челябинск), Ul. Stepana Razina, 4; 4. OG (Über den Bahnhofplatz und die Straße). Preis: ab 1500 R.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 3 Grand Otel' Widgof (Гранд Отель ВИДГОФ), Prospekt Lenina, 26а. 5* Laut Werbung das „beste Hotel in Tscheljabinsk“. Preis: ab 5900 R.
  • 4 Hotel Markstadt (Маркштадт), Ul. Karla Marksa, 131. Tel.: +73512465555. 4* Preis: Einzel 3500 R, Doppel 4300-6000 R; m.F.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Das Klima ist kontinental. Höchstwerte im Hochsommer von 35-40 ° C. Im Winter werden bis -40 °C gemessen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

In Schwierigkeiten geratene EU-Bürger können das 2 italienische Honorarkonsulat (Почетное консульство Италии) um Unterstützung bitten (Tel. +7 351 239-94-95).

Ausflüge[Bearbeiten]

D-W005 Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierenden Strahlen ty.svg

Die heute als Osjorsk bekannte Stadt, etwa 80 km nördlich, war wegen der dortigen atomaren Anlagen nur unter den Geheimnamen Tscheljabinsk-40 später dann Tscheljabinsk-65 bekannt. Hier kam es 1957 in der Nuklearanlage Majak zum bisher größten Atomunfall der Geschichte, etwas das bis 1987 geheim gehalten werden konnte. Einige Jahre zuvor hatte man hochradioaktive Abwässer in den 9 Karatschai-See Karatschai-See in der Enzyklopädie WikipediaKaratschai-See (Q827202) in der Datenbank Wikidata geleitet, der in den 1960ern austrocknete. Danach verteilte der Wind die Strahlung bis das Gebiet 2015 mit Beton versiegelt wurde. Die Region ist heute Sperrgebiet. Laut russischen Wissenschaftlern riskiert jeder, der sich in der Nähe des Sees aufhält, akute Strahlenkrankheit.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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