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Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen

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Wegzeichen und Logo des Eco Pfads Kulturgeschichte Wolfhagen

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen führt durch die nordöstlich von Wolfhagen gelegene Wolfhager Schweiz und soll dazu anregen, sich mit der Geschichte der ältesten Stadt im Landkreis Kassel zu beschäftigen und diese vor dem Vergessen zu bewahren. Auch landschaftlich ist der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen sehr attraktiv, da man immer wieder schöne Ausblicke in das Wolfhager Land, zum Beispiel vom Schützeberg oder vom Aussichtsturm auf dem Ofenberg, hat.

Streckenprofil[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen
Start und Ziel des Eco Pfads ist am Bahnhof Wolfhagen
  • Länge: 8 km. Den Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen kann man gut mit einer Radtour auf dem Historischen Radwanderweg verbinden.
  • Markierung: Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen ist wohl mit einer Darstellung des Schützeberges markiert, betrachtet aus der Vogelperspektive.
  • Ausschilderung: Die Ausschilderung des Wanderweges ist als sehr gut zu bezeichnen, das Wanderzeichen findet man an Bäumen und Holzpflöcken.
  • Geeignetes Schuhwerk: Da die Wanderroute über eine Mischung aus befestigten und unbefestigten Wegen verläuft, ist je nach Witterung festes Schuhwerk empfehlenswert.
  • Familieneignung: Ja, der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen ist auch mit kleineren Kinder begehbar.
  • Mountainbike-Eignung: Ja, alle vom Wanderweg benutzten Wege sind auch mit einem Mountainbike befahrbar.
  • Beste Jahreszeit: Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen ist ganzjährig begehbar.

Hintergrund[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten am Eco Pfad
Das Judenbad an der Schützeberger Straße nördlich des Bahnhofs

Die Eco Pfade in Nordhessen sollen dazu anregen, sich mit der wechselhaften und interessanten Geschichte der Region zu beschäftigen. Es wurden insgesamt 32 Eco Pfade im Landkreis Kassel und zwei im Schwalm-Eder-Kreis eingerichtet.

Seit November 2010 verstärkt der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen das umfangreiche Netz der Eco Pfade. Inzwischen wurde der acht Kilometer lange Eco Pfad vom HWGHV als "Geprüfter Wanderweg" ausgezeichnet

Anreise[Bearbeiten]

Unterwegs auf dem Eco Pfad
Wiesenweg nördlich des Schützebergs

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Die Stadt Wolfhagen ist gut über die B450 (Bad Arolsen-Wolfhagen-Fritzlar) zu erreichen, nächste Autobahn-Anschlusstelle ist die 67 "Zierenberg" der A44 (Kassel-Dortmund). Parkplätze findet man auf dem neu gestalteten 1 Bahnhofsvorplatz des Bahnhofes Wolfhagen, oder alternativ in den Seitenstraßen von Wolfhagen.

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Der 2 Bahnhof Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke Obervellmar-Volkmarsen (KBS 612), die sowohl von der RegioTram 4, als auch dem RegionalExpress 4 der Kurhessenbahn befahren wird. Vom Bahnhofsvorplatz, HaltestelleHaltestelle Bahnhof, verkehren teilweise mit Anschluss zum Zug die Buslinien 110, 111, 112, 113, 114, 120, 142 und 144.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Das Wasserschloss Elmarshausen
Der Aussichtsturm auf dem Ofenberg
Kurhessenbahn im Bahnhof Wolfhagen

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen ist in beide Richtungen markiert, nachfolgend ist der Rundweg im Uhrzeigersinn beschrieben. Für eine detaillierte Wanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. Start des Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen ist am Bahnhof von Wolfhagen, HaltestelleHaltestelle Bahnhof, von welchem man die Bahnhofsstraße nach Osten vorbei an einer Informationstafel für Wanderwege bergab geht zur HaltestelleHaltestelle Abzw. Bahnhof. An dieser biegt man nach Nordosten in die Schützeberger Straße ab, unterquert die Bahnstrecke Obervellmar-Volkmarsen und erreicht das

  • 1 Judenbad , welches an dieser Stelle von 1834 bis 1859 stand, bevor es nach 25 Jahren Benutzung abgerissen wurde und ein neues in der Judenschule, Gerichtsstraße 3, erbaut wurde. Das Baden in einer Mikwe, genauer das dreimalige vollständige Untertauchen, diente der geistigen Reinigung und durfte nicht verschmutzt werden, weshalb man sich bereits vor dem Bad einer gründlichen Körperreinigung unterziehen musste. Am Judenbad muss man nach Norden in die Landsberger Straße abbiegen und darf nicht weiter der Schützeberger Straße zur HaltestelleHaltestelle Raiffeisen (Linien 111 und 120) folgen. Man überquert über eine kleine Brücke das Mühlenwasser und erreicht kurz darauf auch schon die Station
  • 2 Wüstung Langel an der Landsberger Straße. Das Dorf Langel wurde erstmals in einer Urkunde von 1015 erwähnt, letzte urkundliche Erwähnung war im Jahre 1554 als Langeln. Zwischendurch wurde das Dorf auch als Langele (1074), Langelach (1151) und Lanchele (1268) bezeichnet. Auch die Mühle, heute ein Wirtschaftshof auf der anderen Straßenseite, gehörte zum Dorf. Die Gründe der Wüstwerdung des Dorfes Langel sind derzeit nicht bekannt. Von der Wüstung Langel wandert man nun bis Elmarshausen auf der Kreisstraße 94. Dies ist nicht weiter schlimm, da die kleine alte Straße nur sehr wenig befahren wird. Von einer kleinen Anhöhe, über welche auch die Straße verläuft, hat man einen schönen Blick auf das
  • 3 Wasserschloss Elmarshausen , welches man schließlich nach überqueren der Erpe erreicht. Während der Ort bereits 1123 als Egelmareshusun erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist das Wasserschloss erst im 16. Jahrhundert aus dem ehemaligen Gut im Stil der sogenannten Weserrenaissance entstanden. Damit ist das Wasserschloss Elmarshausen das südlichste Bauwerk in diesem Baustil. Man verlässt Elmarshausen auf der Kreisstraße 94 in östlicher Richtung und folgt der mit vielen Apfelbäumen gesäumten Straße vorbei an der Wüstung Renlevessen (kleine Informationstafel am Straßenrand). Später folgt man einem Wiesenweg leicht bergauf zu einem kleinen Jägerstand, an dem man nach Süden abbiegt und nun auf den Schützeberg zuläuft. Den Gipfel des Berges erreicht man über einen Stichweg, nachdem man die Landesstraßen 3214 und 3390 passiert hat.
  • 4 Die Kirche St. Peter auf dem Schützeberg war wohl die älteste im Wolfhager Land und wurde 724 von Bonifatius gegründet. Nachdem die Kirche noch bis 1570 bewohnt war, wurde sie in der Folgezeit nicht mehr benötigt und von der umliegenden Bevölkerung als Steinbruch benutzt, sodass heute keine Überreste mehr erhalten sind. Der benachbarte Friedhof wird allerdings bis heute benutzt. Man wandert den Stichweg auf den Schützeberg kurz zurück, bevor man über einen kleinen Wiesenweg die Neue Mühle erreicht, wo sich die insgesamt dritte Informationstafel zum Schützeberg befindet. Folgt man hier dem Erpetal flussabwärts erreicht man die Oleimühle mit HaltestelleHaltestelle Oleimühle (Linie 120), der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen aber folgt zusammen mit dem Kassel-Edersee-Radweg der Erpe flussaufwärts unter der Bahnstrecke Obervellmar-Volkmarsen hindurch zur Station
  • 5 Papiermühle Schützeberger Hof , die sich unter anderem mit der Papierherstellung in der Schützeberger Mühle beschäftigt. Diese wurde um 1670, auf jeden Fall vor 1672 gegründet und war bis in die 1830er Jahre in Betrieb. Durch maschinell hergestelltes Papier aus Holz wurde die Papiermühle schließlich unrentabel und in einen landwirtschaftlichen Hof umgewandelt. Der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen führt nun auf einem Schotterweg zusammen mit dem Märchenlandweg (M) und dem Studentenpfad (X 13) in Kurven durch den Wald bergauf. Dem Waldrand folgend erreicht man die Station
  • 6 Kolonien mit schöner Aussicht Richtung Philippinenthal und Philippinenburg. Diese beiden Kolonien wurden zusammen mit der Kolonie Philippinendorf nordwestlich von Wolfhagen 1778 von Landgraf Friedrich II. von Hessen erbaut und nach dessen zweite Ehefrau Philippine von Preußen benannt. Nach einheitlichem Bauplan waren alle neu errichteten Häuser 18 mal 13 Meter groß und wurden entlang der Straße mit einem Garten zur Rückseite errichtet. Kurz hinter der Informationstafel der Station Kolonien trennen sich die zwei anderen Wanderwege und der Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen. Letzterer folgt weiter auf Wiesenwegen dem Waldrand mit schöner Aussicht in die Wolfhager Schweiz, während Märchenlandweg und Studentenpfad auf direkterem Wege auf den Ofenberg mit Ofenberg-Turm und Gaststätte Wolfsschänke führen. Eine Besteigung des Aussichtsturms von 1963/1964 mit insgesamt 101 Stufen ist empfehlenswert. Auf schmalen Waldpfaden wandert man weiter den Ofenberg nördlich bergab und dann in einer Schleife zur
  • 7 Gedenkstätte der Vertriebenen , die 1955 vom Bund der Vertriebenen errichtet wurde und aus drei Steinkreuzen, sowie zwölf Steinen, welche die Heimatländer der Vertriebenen symbolisieren, besteht. Zweites Thema der Station ist die Siedlung am Ofenberg, die im Zweiten Weltkrieg von der Stadtverwaltung errichtet wurde und als Notunterkunft für Opfer der Bombardierung Kassels diente. Entlang eines Kinderspielplatzes erreicht man die Ofenbergstraße, welcher man bergab vorbei an der HaltestelleHaltestelle Schöne Aussicht (Linie 112) folgt. Über die Friedrichstraße erreicht man schließlich wieder nach acht Kilometern den Ausgangspunkt des Eco Pfads Kulturgeschichte Wolfhagen, den Bahnhof von Wolfhagen mit HaltestelleHaltestelle Bahnhof.

Ausflüge[Bearbeiten]

Unterwegs zwischen dem Schützeberg und Altenhasungen

Wolfhager Schweiz[Bearbeiten]

Wer seine Wanderung auf dem Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen verlängern will, dem sei ein Abstecher zum Naturschutzgebiet Festberg bei Philippinenthal südlich von Wolfhagen-Altenhasungen angeraten. Von der Station Papiermühle Schützeberger Hof folgt man dazu den Wanderwegen Studentenpfad (X 13) und Hugenotten- und Waldenserpfad, sowie dem Kassel-Edersee-Radweg, die alle zusammen auf einem asphaltierten autofreien Wirtschaftsweg durch das Erpetal verlaufen. Vom Ortsausgang von Altenhasungen folgt dann der Anstieg hinauf auf den Festberg, genauere Streckenbeschreibung siehe Wikivoyage-Artikel Naturschutzgebiet Festberg bei Philippinenthal. Läuft man nur bis Altenhasungen, beträgt die Streckenlänge rund 2,5 Kilometer, bis auf den Festberg sind es einfach drei Kilometer. Die Rückfahrt nach Wolfhagen kann dann entweder mit der Stadtbuslinie 111 (HaltestelleHaltestelle Kirche Altenhasungen), oder mit der RT4 (Fahrtzeit 4 Minuten, Bahnhof liegt am Berg) erfolgen.

Eco Pfad Breuna - Erinnern und Gedenken[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Breuna - Erinnern und Gedenken ermöglicht dem Besucher einen Einblick in 3500 Jahre Bestattungskultur. Themen sind die Sankt Margarethen-Kirche mit Escheberger Grabkapelle, die Kriegsgräberstätte, die Hügelgräber, der Jüdische Friedhof, das Kriegerdenkmal und der Gemeindefriedhof. Zu erreichen ist der Eco Pfad Breuna - Erinnern und Gedenken über die Landesstraßen L 3214 und L 3312 oder mit der Buslinie 120 bis zur HaltestelleHaltestelle Kirchweg.

Eco Pfad Kloster Hasungen[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kloster Hasungen verläuft auf einer Länge von nur 2,8 km über den Burghasunger Berg. Stationen sind das Museum Kloster Hasungen, der Alte Hof, Steinbruch und Hundsborn, Bergbühne und Eselspfad, Heimerad auf dem Hasunger Berg, das Kloster Hasungen, sowie die Evangelische Kirche von Burghasungen. Zu erreichen ist der Eco Pfad Kloster Hasungen über die Bundesstraßen B450 und B251 oder mit der Buslinie 110 bis zur HaltestelleHaltestelle Burghasungen.

Eco Pfad Archäologie Naumburg[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Archäologie Naumburg ist im Streckenverlauf identisch mit der 18 km langen Extratour H8 des Habichtswaldsteigs „Im Tal der zwei Burgen“, man kann aber auch, wenn man die Weidelsburg auslässt, den kleineren nur acht Kilometer langen Rundweg laufen. Erreichbar ist der Eco Pfad Archäologie Naumburg über die Landesstraße L 3214 oder mit den Buslinien 142 und 144 bis zur HaltestelleHaltestelle Vor dem Tor (ehemals Friedhof) in Naumburg (Hessen); läuft man die große Tour kann man alternativ auch mit der Buslinie 110 bis zur HaltestelleHaltestelle Raiffeisen in Ippinghausen fahren.

Weblinks[Bearbeiten]

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