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Dili

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Marienstatue in Dili
Díli
Distrikt Dili
Einwohner 59.069 (ohne Vororte)
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Tourist-Info +670 331 0371, +670 333 9015
Turismo Timor-Leste
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Lage
Lagekarte von Osttimor
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Dili

Dili ist die Hauptstadt des südostasiatischen Staates Osttimors.

Die Stadt liegt an der Nordküste des Landes an der Bucht von Dili, im Distrikt Dili, in dem insgesamt 212.469 Menschen leben (2008).

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte und Bevölkerung[Bearbeiten]

Dili ist angeblich nach einer tropischen Frucht benannt. Der Name der Frucht soll das erste Wort gewesen sein, das die Portugiesen hörten, als sie 1520 erstmals die Bucht von Dili erreichten und hier einen kleinen Posten gründeten. 1769 wurde Dili zur Hauptstadt der Kolonie und 1864 erhielt es die Stadtrechte. Durch den Zweiten Weltkrieg, in dem Portugiesisch-Timor von den Japanern besetzt wurde, der Besetzung durch Indonesien (1975-1999) und den Zerstörungen an deren Ende, sind leider nur wenige Reste der Kolonialzeit erhalten. Die Indonesier bauten einige weitere Sehenswürdigkeiten und seit der Unabhängigkeit Osttimors 2002 entstanden diverse repräsentative Bauten.

Dili ist ein Schmelztiegel für die Bevölkerung des Landes. Auf der Suche nach Arbeit treffen hier aus allen Teilen des Landes Angehörige aller Volksgruppen zusammen. Entsprechend kam es in der Vergangenheit zu Spannungen, die 2006 in schwere Unruhen ausarteten, bei dem eine große Zahl von Wohnhäusern zerstört wurde und viele Einwohner des Landes auf der Flucht waren. Seitdem sorgt eine UN-Mission wieder für Ruhe in Stadt und Land. Daneben finden sich die Nachkommen von Einwanderern aus anderen Regionen der Welt. Nicht nur Portugiesen, die sich oft mit der einheimischen Bevölkerung vermischten, sondern auch Chinesen und Araber.

Die Chinesen trieben bereits im 10. Jahrhundert mit Timor. In Dili siedelten sie ab dem 17. Jahrhundert. Zeugnis von der lebendigen Gemeinschaft sind heute der Chinesische Tempel und die alte Chinesische Handelskammer. Vor der indonesischen Invasion lebten 12.000 bis 18.000 Chinesen in Dili. Unter der Besatzung mussten sie besonders leiden, weswegen viele das Land in dieser Zeit verließen. Seit der Unabhängigkeit kehrten aber viele wieder zurück, außerdem kommen in letzter Zeit neue, illegale Einwanderer aus China ins Land.

Ende des 19. Jahrhunderts siedelten Araber aus dem jemenitischen Hadramaut, die sich teilweise mit der südostasiatischen Bevölkerung vermischt hatten, sich in der Kolonie Portugiesisch-Timor an. Die Minderheit blieb klein. 1949 zählte man etwa 150 Arabischstämmige in der Kolonie. Ein Nachkomme ist der ehemalige Premierminister Marí Alkatiri. Ihr Viertel in Dili war Kampung Alor, wo sich auch die An-Nuur-Moschee befindet, Osttimors größtes muslimische Gotteshaus.

Geographie[Bearbeiten]

Anflug auf Dili
Der Distrikt Dili

Die Stadt liegt im Westen des Distrikts Dili ein und gruppiert sich um die Bucht von Dili auf einer kleinen Ebene. Bereits wenige Kilometer ins Inselinnere steigt das Land in das dahinter liegende Bergland an.

Der Distrikt Dili teilt sich in sechs Subdistrikte und 31 Sucos auf:

  • Atauro, die 30 Kilometer vor der Stadt in der Straße von Wetar gelegenen Insel (Sucos: Beloi, Biqueli, Macadade, Maquili, Vila Maumeta)
  • Cristo Rei, Ost-Dili (Sucos: Balibar, Becora, Bidau Santana, Hera, Camea, Culu Hun, Meti Aut)
  • Dom Aleixo, West-Dili mit dem Flughafen (Sucos: Bairro Pite, Comoro, Fatuhada, Kampung Alor)
  • Metinaro, östlich von Dili (Sucos: Sabuli, Duyung)
  • Nain Feto, Ost-Dili (Sucos: Acadiru Hun, Bemori, Bidau Lecidere, Gricenfor, Lahane Oriental, Santa Cruz)
  • Vera Cruz, Zentral-Dili mit dem Regierungspalast und dem Parlament und dem südlich gelegene Vorort Dare (Sucos: Caicoli, Colmera, Dare, Lahane Ocidental, Mascarenhas, Motael, Vila Verde)

Die Sucos werden noch weiter in Aldeias unterteilt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Dilis Flughafen Presidente Nicolau Lobato International Airport (IATA Code: DIL, ICAO Code: WPDL) liegt westlich des Stadtzentrums im Suco Comoro (Komoro) und wird international von Passagiermaschinen angeflogen. Die Airnorth fliegt seit dem 18. Januar 2000 die Strecke Darwin (Australien)–Dili und zurück, inzwischen täglich in zwei Stunden mit einer 2-Propeller-Embraer. Da die Maschine relativ klein ist, werden Gepäck UND Passagiere vor dem Flug gewogen. Es kann vorkommen, dass größeres Gepäck erst mit dem nächsten Flug transportiert wird, da die maximale Zuladung erreicht ist. An zwei Tagen der Woche wird die Strecke sogar zweimal bedient. Täglich fliegt die Sriwijaya Air von Denpasar auf Bali (Indonesien) nach Dili für etwa 100 US-Dollar oneway. Seit dem 1. August 2008 bietet Air Timor (ehemals Austasia Airlines) die Route von Singapur nach Dili und zurück dreimal die Woche an. Für die Strecke wird ein Airbus 319 der Silk Air verwendet. Für größere Maschinen ist der Flughafen Dili nicht ausgelegt. Ab dem 25. Oktober 2014 kam noch die Verbindung Denpasar − Dili dazu, die Air Timor mit Garuda Indonesia bestreitet. Die Route wird täglich mit einer Boeing 737-500 geflogen. (www.air-timor.com)

Vom Flughafen aus kommt man mit Bus oder Taxi in 10 Minuten in das Stadtzentrum. Kostenpunkt: Etwa 5 US-Dollar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Ein „relativ leerer“ Mikrolet

Busse (große Busse nennt man Biskota, Minibusse Mikrolét) sind das öffentliche Transportmittel in Osttimor. Dili ist mit allen größeren Orten des Landes und dem Grenzübergang zu Indonesien in Mota'ain verbunden. Viele Busse fahren in alle Richtungen des Landes von der Kreuzung am Fußballstadion von Dili ab (Camea Kode, Av. Bispo Medeiros/Av. 15 de Outubro), allerdings nicht nach festen Fahrplänen. Am besten man erkundigt sich bei Einheimischen oder im Hotel nach Abfahrtzeiten und aktuellen Fahrpreisen. In Tasitolu, westlich des Flughafens, liegt ein Busdepot, von dem Busse Richtung Westen losfahren. Vom Markt in Comoro am Flughafen starten ebenfalls Busse Richtung Balibo und Ermera. Nach Osten (Baucau, Viqueque, Lospalos) fahren Busse vom Markt in Becora los. Richtung Süden (Aileu, Maubisse, Ainaro und Cova Lima) fahren Busse von der Haltestelle in Balide.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Dili aus führen relativ gut ausgebaute Überlandstraßen nach Westen entlang der Küste Richtung Liquiçá, Balibo, Batugade und der Grenze zum indonesischen Westtimor, Richtung Osten entlang der Küste nach Manatuto, Baucau, Lautém, Com und Lospalos und nach Süden in die Berge nach Aileu, Maubisse und Ainaro.

Es ist möglich, sich ein Taxi für einen Tag zu mieten. 2004 lag der Preis dafür bei 40 US-Dollar.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Dili ist der wichtigste Hafen des Landes. Fähren verbinden ihn mit der osttimoresischen Exklave Oecusse im Westen Timors und der Insel Atauro.

Mobilität[Bearbeiten]

Abgesehen vom Bus zum Flughafen sind Taxis das beste Transportmittel. Das Zentrum Dilis ist allerdings nicht sehr groß und kann auch zu Fuß abgeklappert werden. Eine Taxifahrt im Zentrum kostet etwa ein bis zwei US-Dollar. Die überfüllten Mikrolets verlangen zwischen 10 Cent und 1 Dollar für eine Fahrt in der Stadt. Tipps zum fahren mit den Mikrolets und Routenpläne findet man unter www.dilimicrolets.com.

Mietwagen[Bearbeiten]

  • Rentlo, Av. dos Direitos Humanos, Fomento 1, östlich des Rio Comoro. Tel.: +670 723 5089, Fax: +670 332 5055. Rentlo vermietet PKWs, Vierradfahrzeuge und LKWs.
  • Thrifty, Av. dos Direitos Humanos, westlich des Hotel Timor. Tel.: +670 723 1900, Fax: +670 332 1078, E-Mail: . Thrifty vermietet PKWs, Vierradfahrzeuge und LKWs. Wenn man mit der Kreditkarte bezahlt kostet das einen ziemlichen Aufschlag. Geöffnet: Mo – Sa 8.00 – 17.00 Uhr.

Eine Tankstelle befindet sich in der Rua Bairro Pité in Vila Verde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dili wurde in seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. 1866 gab es ein großes Feuer, im Zweiten Weltkrieg zerstörten die Japaner fast alle größere Gebäude und 1999 fielen große Teile Dilis den wütenden Milizen zum Opfer. So sind auch die meisten repräsentativen Gebäude keine hundert Jahre alt.

Kirchen, Moscheen und Tempel[Bearbeiten]

Kathedrale von Dili

Die Bevölkerung ist in ihrer großen Mehrheit katholisch. Aber neben den vielen katholischen Kirchen finden sich in Dili auch Gotteshäuser und Tempel der religiösen Minderheiten des Landes.

  • Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis (Catedral da Imaculada Conceição), Rua Bairro Pité, Vila Verde. Die Kathedrale ist die größte Kirche in Südostasien und der Sitz des Bischofs von Dili. Einer der ehemaligen Amtsträger ist Carlos Filipe Ximenes Belo, der 1996 den Friedensnobelpreis erhielt. Der moderne Bau wurde 1988 vom indonesischen Präsidenten Suharto eröffnet und ein Jahr später von Papst Johannes Paul II. geweiht. 2009 wurde die Kathedrale renoviert. Die 1940 gebaute Kathedrale Sé de Díli wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.
  • Kirche San Antonio de Motael (Igreja San Antonio de Motael), Av. de Portugal, Motael. Die Kirche im portugiesischen Stiel ist die älteste, bestehende Kirche in Osttimor, auch wenn sie 1955 nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut werden musste. Während der indonesischen Besatzung wurde der Timorese Sebastião Gomes am 27. Oktober 1991 von indonesischen Sicherheitskräften angeschossen und verblutete in der Kirche San Antonio de Motael. Bei seinem Begräbnis kam es zu einer Demonstration für die Unabhängigkeit Osttimors. Folge war ein Massaker an den Demonstranten durch indonesische Sicherheitskräften, das sogenannte Santa-Cruz-Massaker. Während der Unruhen von 2006 diente die Kirche als Flüchtlingslager.
  • An-Nuur-Moschee (Mesquita An-Nuur), Kampung Alor. Osttimors größte Moschee befindet sich im ehemals arabischen Viertel Kampung Alor, etwa einen Kilometer westlich des Leuchtturms von Motael. Heute gibt es neben den alteingesessenen Arabern noch muslimische Zuwanderer aus Indonesien, doch insgesamt ist die muslimische Gemeinde in Osttimor verhältnismäßig klein (etwa 2.500). Zur Moschee gehört auch eine Schule. 2002 wurde die Moschee von Demonstranten niedergebrannt, danach aber wieder aufgebaut.
  • Chinesischer Tempel (Templos Chineses), Rua da Cidade de Lisboa. Der Chinesische Tempel liegt in direkter Nachbarschaft zum Regierungspalast. Chinesische Händler trieben bereits im 10. Jahrhundert Handel mit Timor. 1832 gab es bereits 300 chinesische Familien in Dili, doch während der indonesischen Besatzung floh ein Großteil der Timor-Chinesen. Ein Teil ist nach 1999 wieder zurückgekehrt. Dazu kommen nun Neueinwanderer aus der Volksrepublik China, mit der Osttimor enge Beziehungen hat. Die Buddhastatue im Tempel wurde 1926 aus China nach Dili gebracht.
  • Hinduistischer Tempel, nahe dem Markt von Taibessi (Mercado de Taibessi). Der etwas verlassen wirkende Tempel wurde in der Zeit der indonesischen Besatzung gebaut, wohl für Einwanderer aus Indonesien, denn eine traditionelle hinduistische Bevölkerung gab es nicht in Osttimor und auch heute gibt es weniger als 200 Hinduisten in Osttimor.

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Regierungspalast
  • Regierungspalast (Palácio do Governo), Av. Dr. António da Câmara. Der aus den 1950er Jahren stammende Palast ist der Sitz des Premierministers und der Regierung. Er wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut und orientiert sich in seinem Aussehen am Praça do Comércio, dem Hauptplatz in Lissabon. Der Regierungspalast steht nicht weit vom Ufer der Bucht entfernt. Dazwischen befindet sich eine kleine Parkanlage mit dem Denkmal für Heinrich den Seefahrer. An der Ufermauer liegen noch ein paar alte portugiesische Kanonen. Die Straße, die am Palast vorbei führt, ist das Handelszentrum Dilis.
  • Nationalparlament (Parlamento Nacional de Timor-Leste, Rua da Cidade de Lisboa. Das Parlamentsgebäude befindet sich auf der Rückseite des Regierungspalastes. Das moderne, runde Gebäude wurde während des UN-Mandats über Osttimor (1999-2002) gebaut. Eine Besichtigung ist möglich. Im Plenarsaal hängen links und rechts an der Wand jeweils 13 Tais, je einer für einen Distrikt des Landes. Durch den direkten Vergleich dieser gewebten Tücher kann man so schön die Unterschiede im Webstil der verschiedenen Regionen erkennen.
  • Präsidentenpalast (Palácio Presidencial), Av. dos Direitos Humanos, Bairro Pite. Das zwischen 2007 und 2009 gebaute Gebäude wurde komplett von der Volksrepublik China finanziert. Zuvor befand sich hier ein Hubschrauberlandeplatz der Internationalen Stabilisierungskräfte (ISF). Das Gebäude trägt den Namen Nicolau Lobato nach dem ehemaligen Präsidenten und Volksheld. Der zentrale Bereich des Palastes trägt ein steil ansteigendes, blaues Dach, das dem timoresischen Stil nachempfunden ist. Das Gebäude verfügt über den ersten Fahrstuhl des Landes. In der Eingangshalle des Palastes befindet sich eine Dinosaurierausstellung mit dem Skelett eines Tarbosaurus bataar, eines Verwandten des Tyrannosaurus. Das Skelett wurde in der Mongolei ausgegraben und ist eine Leihgabe der Monash University, als Unterstützung für die Bildung von Schulkinder. Oftmals werden Gäste und neue Botschafter vor dem Dinosaurierskelett begrüßt.
Die ehemalige portugiesische Tranqueira und heutige Casa Europa
  • Casa Europa, Avenida Presidente Nicolau Lobato, Acait. Das Gebäude ist die ehemalige Tranqueira der alten portugiesischen Festung Dili aus dem Jahr 1769. Damit istes wohl eines der ältesten Gebäude Dilis, wenn nicht sogar ganz Osttimors. Das Lagerhaus selbst wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Es diente ab 1895 als Baracke der portugiesischen Infanterie, nach dem Zweiten Weltkrieg der Artillerie und in den 1960ern gehörte es der Companhia de Intendência, dem Quartiermeister. Nach der Invasion übernahm das indonesische Militär das Gebäude. Zwischen 2000 und 2002 wurde das Gebäude renoviert und 2007 der Europäischen Kommission übergeben. Das bis dahin Uma Fukun genannte Gebäude erhielt seinen neuen Namen: „Europahaus“. In der Vertretung der Europäischen Union finden regelmäßig Veranstaltungen statt, wie Ausstellungen und Filmvorführungen. 2008 wurde das strahlend gelbe Casa Europa nach einer erneuten Renovierung offiziell eingeweiht.
  • Lahane. Folgt man der Estrada de Lecidere ins Landesinnere, vorbei am Friedhof Santa Cruz, liegt das Stadtviertel von Lahane. Gouverneur Afonso de Castro baute hier zwischen 1858 und 1862 eine Residenz (Palácio de Lahane) und ein Krankenhaus (Antigo Hospital Português). Da die Ebene von Dili malariaverseucht war, zog man sich in das gesündere Bergklima oberhalb der Stadt zurück. Zeitweise überlegte man sogar, die ganze Hauptstadt hierher zu verlegen. Die Residenz ist ein einstöckiges, rosa Gebäude mit achteckigen Türmen an den vier Ecken. Der schöne Bau wurde restauriert, nachdem er in der letzten Gewaltwelle der indonesischen Besatzung 1999 niedergebrannt worden war. Damals waren nur die Mauern stehen geblieben. Die Restauration wird aber teilweise kritisiert. Zwar ist die rosa Farbe nicht unästhetisch, aber die Originalfarbe war Grau. Außerdem wurden die Innenwände entfernt, um einen Festsaal für formelle Anlässe zu schaffen. Auf der Rückseite wurde eine Terrasse angeschlossen und ein Keller wurde gebaut. Kritisiert wird auch der Fußweg, der in portugiesischen Stil gepflastert ist, denn zur kolonialen Zeit gab es einen solchen nicht. Der Symmetrie kommt der Bau des vierten Turms entgegen, der vom Eingang aus gesehen hinten links im Original fehlte. Auch die spitzen Dächer der Türme gab es früher nicht, zumindest sieht man sie in einem Film von 1954 nicht.
  • Leuchtturm von Motael (Farol) und Hafen (Porto), Av. de Portugal, Motael. Der Leuchtturm von Motael besteht aus einer grün-weißen Basis auf der ein weißes Stahlgerüst steht. Er befindet sich am westlichen Eingang der Bucht von Dili. Folgt man der Küste Richtung Stadtzentrum, kommt man zum Hafen von Dili. Auffällig ist das Hafengebäude mit dem steilen Dach, dass dem traditionellem Stil nachempfunden ist.
  • Residenz des Bischofs, Av. de Portugal, Lecidere (östlich des Denkmals Mutter Gottes. Hier lebte Bischof Belo, der 1996 zusammen mit José Ramos-Horta den Friedensnobelpreis erhielt. Nach dem Unabhängigkeitsreferendum von 1999 spielten sich hier dramatische Szenen ab, als pro-indonesische Milizen die Flüchtlinge hier angegriffen und schließlich das Haus niederbrannten.
  • Chinesische Handelskammer, Av. de Portugal, Lecidere. Läuft man vom Denkmal Mutter Gottes entlang des Ufers Richtung Regierungsdenkmal, kommt man zur alten Chinesischen Handelskammer, einer schönen Villa aus der portugiesischen Kolonialzeit. Das rot-weiße Gebäude ist eine weitere Hinterlassenschaft der einst großen chinesischen Minderheit in Dili, die weite Teile des Handels der Kolonie kontrollierten.
  • Lehrsaal Dr. Francisco Machado (Liceu Dr Francisco Machado), Rua da Cidade de Lisboa, Colmera. Das pinke Gebäude in neoklassischem Stil war früher eine Schule, heute befindet sich hier ein Büro der Regierung. An der gegenüberliegenden Straßenecke befinden sich noch die alten Lagerhäuser (godowns) und Büros der Sociedade Agricola Patria e Trabalho (SAPT), die eine Vormachtstellung in der Wirtschaft der portugiesischen Kolonie inne hatte.
  • Stadtmarkt (Mercado Municipal), Ecke Rua de Caicoli und Av. Bispo Medeiros. Der Stadtmarkt ist ein weiteres Gebäude aus den letzten 20 Jahren der portugiesischen Kolonialzeit. Allerdings blieb nach der Gewaltwelle von 1999 nur das Eingangsportal stehen, so dass das Gebäude fast komplett neu aufgebaut werden musste. Auf ihn ist das portugiesische Wappen abgebildet. Heute wird das rot-weiße Bauwerk nicht mehr als Markt verwendet, sondern ist ein Messe- und Konferenzzentrum.

Denkmäler[Bearbeiten]

Cristo Rei
Der Zugang zu Cristo Rei und die Kapelle
Denkmal für Johannes Paul II.
  • Jesusstatue (Cristo Rei, Chritu Rei), Kap Fatucama. Die große Jesusstatue überblickt Dili vom östlichen Ende der Bucht, dem Capa Fatucama. Sie hat auf den ersten Blick eine große Ähnlichkeit mit jenen in Lissabon und Rio de Janeiro, wurde aber nicht von den Portugiesen errichtet, sondern 1988 von den indonesischen Besatzern, die sich so beim Volk beliebt machen wollten. Papst Johannes Paul II. weihte die Statue bei seinem Besuch 1989. Ihre Höhe von 27 Metern spielt darauf an, dass Osttimor als 27. Provinz in Indonesien eingegliedert wurde. Auffällig sind die übergroßen Füße und die Bewohner Dilis sehen in den ausgebreiteten Armen der Statue weniger eine beschützende Geste, als einen Ausdruck von Resignation, weswegen die Statue im Volksmund Jesus - „Was kann ich tun?“ genannt wird. Da die Jesusstatue nach Westen ausgerichtet ist, gibt es die Interpretation, dass sie nicht über Dili, sondern über die indonesische Hauptstadt Jakarta die Arme ausbreitet. Die Statue kann man mit dem Taxi erreichen. Ein Kreuzweg mit 14 Stationen führt hinauf zur Plattform zu Füßen der Statue, von wo man einen schönen Blick auf Dili und Atauro hat. Unterhalb der Statue befindet sich eine kleine Kapelle.
  • Denkmal für Papst Johannes Paul II.. 2008 wurde eine sechs Meter hohe Monumentalstatue von Papst Johannes Paul II. eingeweiht. Sie steht auf einen Hügel an der Westseite der Bucht von Dili, in Tasitolu und bildet so ein Gegenstück zur Jesusstatue auf der Ostseite. Neben der Papststatue befindet sich eine Kapelle, die ebenfalls an ihn erinnert. Johannes Paul II. besuchte Osttimor am 12. Oktober 1989 und brachte damit den Konflikt im besetzten Land wieder ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Die Idee zur Statue entstand nach dem Tod Johannes Pauls im April 2005. Der ehemalige Premierminister und Muslim Marí Alkatiri übernahm 2007 die Schirmherrschaft für den Bau des Denkmals, der durch indonesische Bildhauer durchgeführt wurde.
  • Denkmal Mutter Gottes (Monumentu Nosa Señora, Monumento a Nossa Senhora, auch Monumento da Imaculada Conceição), Av. de Portugal, Bidau Lecidere. Das Denkmal Mutter Gottes wurde unter Gouverneur César Maria de Serpa Rosa ab 1954 errichtet und 1956 eingeweiht. Die Planung des Baus übernahm Alberto Simões. Seit der Erichtung des Denkmals ist der Largo de Lecidere der Ort religiöser Zeremonien in Dili, wie zum Beispiel die Weihe von Alberto Ricardo da Silva zum Bischof von Dili 2004. Während der indonesischen Besatzungszeit betete eine Gruppe von Menschen unter der Führung von Margarida Soares jeden Tag am Denkmal für den Frieden in Osttimor. Das Denkmal steht im Zentrum eines Gartens am Largo de Lecidere, östlich vom Platz vor dem Regierungspalast. Unterhalb der Statue von Maria, die von Engeln umringt ist, kann man das koloniale Wappen von Portugiesisch-Timor sehen. Am Sockel befinden sich mehrere Christuskreuze.
  • Denkmal für Heinrich den Seefahrer, Av. Dr. António da Câmara. Vor dem Regierungsspalast befindet sich das Denkmal für Heinrich den Seefahrer, das 1960 zum Gedenken des 500. Todestages Heinrichs aufgestellt wurde. Es besteht aus dem Wappen Portugals, dem Christuskreuz, einer Windrose, einem Sextanten und der Inschrift Por Mares Nunca Dantes Navegados (Auf nie zuvor befahrenen Meeren).
  • Denkmal für die Opfer der japanischen Besetzung Timors. Während der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde die portugiesische Bevölkerung interniert. Portugiesische Quellen listen die Namen von 75 Portugiesen und ihren Verwandten auf, die durch die Besatzung starben. Mindestens zehn starben im Gefecht, 37 wurden ermordet, weitere acht starben in Gefangenschaft. Noch mehr Opfer hatte jedoch die chinesische und timoresische Bevölkerung zu beklagen. Insgesamt starben zwischen 40.000 und 70.000 Einwohner Osttimors im Krieg. Ein hoher Blutzoll bei einer Gesamtbevölkerung von 450.000 vor dem Krieg, zumal Portugal eigentlich ein neutrales Land war. Das Denkmal wurde 1946 im Viertel Taibesse aufgestellt. Es besteht aus dem Wappen Portugals und zwei gekreuzten Gewehren.
  • Unabhängigkeitsdenkmal (Monumento à Independência), Av. de Portugal, Motael. Das Denkmal befindet sich gegenüber der Kirche von Motael, am Ufer der Bucht. Es mag wie Ironie erscheinen, dass der Boden des kreisrunden Fundaments im Stil portugiesischer Bürgersteige mit einem schwarz-weißen Muster gepflastert ist, doch die ehemaligen Kolonialherren waren starke Unterstützer für die Befreiung Osttimors von der indonesischen Besatzung. Die Steine für das Pflaster kamen aus Portugal und lagen erstmal ein Jahr im Hafen von Dili, weil es an kundigen Handwerkern fehlte. Diese kamen schließlich aus Portugal. Übriggebliebene Steine wurden von ihnen auf dem Friedhof von Santa Cruz verlegt.
  • Integrationsdenkmal, südlich des Hafens beim Zusammentreffen Av. dos Direitos Humanos/Av. de Portugal. Das Denkmal auf einer zehn Meter hohen Säule zeigt einen Timoresen in traditioneller Tracht, mit gesprengten Ketten und gezogenem Schwert. Angeblich soll es Dom Boaventura darstellen, den Liurai (König) von Manufahi, der zwischen 1911 und 1912 den größten Aufstand gegen die portugiesischen Kolonialherren anführte. Doch das Denkmal soll weniger die Freiheit Osttimors symbolisieren, als die „Befreiung“ von den Portugiesen durch die Indonesier. Es war von den indonesischen Besatzern errichtet worden und sollte wohl die Europäer als gemeinsamen Gegner darstellen, um die Integration Osttimors in Indonesien voranzutreiben.
  • Kreisverkehr Präsident Nicolau Lobato (Rotunda Presidente Nicolau Lobato). Wenn man vom Flughafen in das Zentrum Dilis fährt, kann man den Namensgeber des Flughafens überlebensgroß inmitten des Kreisverkehrs in Comoro stehen sehen. Das Denkmal wurde 2014 eingeweiht und stellt Nicolau Lobato, den ersten Premierminister und späteren Präsidenten Osttimors dar. Er starb 1978 im Kampf gegen die indonesischen Invasoren.

Museen[Bearbeiten]

  • Nationalmuseum des Widerstandes (Museu Nacional da Resistência), Rua da Cidade de Lisboa. Das Museum zeigt Fotos, einige Gegenstände, wie Waffen und Ausrüstungsgegenstände und Artikel aus der Zeit der indonesischen Besatzung. Dabei werden sowohl der Kampf der FALINTIL-Guerilla gegen Indonesien, als auch die Massaker der Besatzungsmacht dargestellt. Der Großteil der Beschriftung ist in Portugiesisch, Tetum und Englisch. Der Ausstellungskatalog (10 US-$) beschreibt die Geschichte ausführlich. Geöffnet: Di – Sa 9.30 – 17.30 Uhr, So 13.30 – 17.30 Uhr. Preis: Eintritt: 1 US$.
  • Arte Moris Kunstschule, Rua Martires da Patria, Comoro. Tel.: +670 723 3507. Arte Moris (Tetum für Lebende Kunst) ist die erste Kunstschule Osttimors. Sie wurde im Februar 2003 gegründet. Ihr Hauptziel sollte Kunst als ein Baustein im psychologischen und sozialen Wiederaufbau von einem Land, das von Gewalttätigkeit verwüstet worden ist, mit besonderer Betonung auf die Hilfe seiner jungen Bürger. Die Idee zu diesem Projekt hatten die Schweizer Luca und Gabriela Gansser. Die bei Arte Moris entstehende Kunst, Gemälde und Skulpturen, ist vom Stil her sehr breit gefächert, oft aber surrealistisch und zeigt kulturelle Aspekte aus den unterschiedlichen Regionen des Landes. Kunstwerke können hier auch erworben werden. Die Kunstschule hat auch eine Theatergruppe. Über Auftritte informiert die Kunstschule.
  • Xanana Reading Room (Biblioteca Xanana Gusmão), Rua Belarmino Lobo, Bidau Lecidere. Tel.: +670 332 2831. Wer sich über das Land und seine Hintergründe informieren will, ist in diesem rot-weißen Kolonialgebäude richtig. Die Mischung aus Museum und Bibliothek ist nach Xanana Gusmão benannt, einem der Väter der osttimoresischen Unabhängigkeit, der zur Zeit Premierminister des Landes ist. Neben Büchern finden sich hier Fotos und Filmmaterial. Einige traditionelle Handarbeiten werden hier verkauft. Geöffnet: Mo – Fr 9.00 – 17.00 Uhr, Sa 9.00 – 15.00 Uhr.
  • Gefängnis Comarca. Balide: Das ehemalige Gefängnis Comarca stammt noch aus der portugiesischen Kolonialzeit. Während der indonesischen Besetzung wurden hier tausende politische Gefangene gefoltert. Die letzten Insassen wurden im September 1999 befreit. Unter der Verwaltung durch die UN wurde das verlassene Gebäude ab Januar 2002 renoviert und ab dem 17. Februar 2003 zum Sitz der Empfangs-, Wahrheits- und Versöhnungskommission von Osttimor (CAVR). 65 Graffitis von osttimoresischen Künstlern erzählen von der Zeit der Besatzung. Die acht Einzelhaftzellen wurden im Originalzustand belassen. Außerdem gibt es eine Bibliothek und ein Dokumentationszentrum. Seit Ende der Arbeit der CAVR führt die Erinnerungsstätte die Vereinigung ehemaliger politischer Gefangener (ASSEPOL).

Parks[Bearbeiten]

Markt im Jardim da beira mar, Lecidere
  • Jardim da beira mar, Lecidere. Der Jardim besteht aus einer Grünanlage und Uferpromenade in Front des Regierungspalastes, die Richtung Osten den Strand von der Uferstraße Avenida de Portugal trennt. Einige Kanonen aus der portugiesischen Kolonialzeit lehnen an der kleinen Mauer am Ufer. Banyan-Feigenbäume bieten einen willkommenen Schatten in der Mittagshitze, in dem man auf Parkbänken die Milch frischer Kokosnüsse trinken kann. Fischer haben ihre kleinen Boote am Strand, einzelne Händler bieten Obst, Gemüse und Fisch an.
  • Jardim Rogério Lobato. Ein kleiner Park direkt am Integrationsdenkmal.
  • Jardim Borja da Costa.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Friedhof Santa Cruz (Cemitério de Santa Cruz), Av. Audian, Santa Cruz/Bemori. Am 12. November 1991 entwickelte sich aus dem Begräbnis von Sebastião Gomes eine Massendemonstration gegen die indonesische Besatzung. Die Sicherheitskräfte reagierten mit einem der schlimmsten Massakern in der Geschichte des Krieges. Mehr als 200 Menschen wurden erschossen, erstochen, erschlagen oder kamen nach ihrer Festnahme ums Leben. Dank der Filmaufnahmen des Briten Max Stahl und der Berichte anderer Journalisten rückte Osttimor wieder in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit und die Proteste gegen Indonesien nahmen zu, was schließlich zum Unabhängigkeitsreferendum 1999 führte. Der Xanana Reading Room bietet das Filmmaterial zum anschauen. Das Santa-Cruz-Massaker war der Wendepunkt. Der Gedenktag ist ein nationaler Feiertag.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Strände[Bearbeiten]

Strand von Areia Branca mit der Jesusstatue im Hintergrund
  • Praia do dólar (One-Dollar-Beach). Dieser einsame Strand in der Nachbarbucht von Dili, der sich gut zum Schnorcheln eignet, befindet sich etwa 40 Meilen östlich von Dili. Ein-Dollar-Strand heißt er, weil die Taxifahrt dorthin früher ein Dollar gekostet hat. Man ist dort oft alleine. Daher sollte man sich vor der Fahrt dorthin erkundigen, wie die Sicherheitslage ist. Es gab bereits Gerüchte von Überfällen am Strand. Naja, Gerüchte sind ein Grundnahrungsmittel der Timoresen.
  • Areia Branca. Der Strand „Weißer Sand“ liegt am Ostende der Bucht, etwa drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, unterhalb der Jesusstatue am Kap Fatucama. Der weiß-gelbe Strand ist ein beliebtes Ausflugsziel der Einwohner Dilis und der wenigen Touristen im Land. Entlang der Küstenlinie gibt es einige Bars, Restaurants und Hotels. Hier kann man Baden, Schnorcheln oder einfach einen Cocktail oder eine frische Kokosnuss im Schatten eines Baumes genießen. Das Hinterland ist als Important Bird Area und Wildschutzgebiet ausgeschrieben. Eukalyptusbäume bilden hier einige kleine tropische Trockenwälder, die aber durch das Sammeln von Brennholz bedroht sind. Dazu gibt es einige kleine Feuchtgebiete. Hier leben neun Vogelarten, die nur auf Timor und der Nachbarinsel Wetar vorkommen. Eine Straße führt von hier ins Landesinnere. An ihr liegt das Wohnhaus von Präsident und Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta. 2008 war dies der Schauplatz eines Feuergefechts, bei dem Ramos-Horta und einer seiner Leibwächter schwer verletzt wurden, der Rebellenführer Alfredo Reinado und ein weiterer Rebell fanden den Tod. So tragisch die Ereignisse waren, der Vorfall war der Beginn des Endes der Rebellenbewegung und die Rückkehr des Landes zum Frieden. Ein kleines Mahnmal am Haus Ramos-Hortas erinnert an das Attentat.

Tauchen[Bearbeiten]

Ein Clownfisch versteckt sich in einer Seeanemone, Areia Branca

Wieviele Hauptstädte der Welt können von sich behaupten, gleich am Ufer von wundervollen Tauchgebieten zu liegen? Selbst in der Hafenbucht finden sich farbenprächtige Anemonen, Fische, Korallen und anderes Meeresgetier. Weiter draußen finden sich Delphine und Wale. Kein Wunder, gehört die Nordküste Timors doch zum Korallendreieck, einem der artenreichsten Regionen der Meere. Veranstalter bieten Tauchkurse und -exkursionen an, auch in die anderen Teile des Landes.

  • Cristo Rei. Direkt an der Christusstatue gibt es zwei lohnenswerte Tauchplätze. Der Zugang zum ersten liegt zwischen den beiden Parkplätzen. Bei Ebbe kann man über abgestorbene Korallen zu den tieferen Bereiche laufen. Im Riff findet man zwischen den Korallen unter anderen Muränen und sogar Schwarzspitzenriffhaie. Nah dem Kap kann die Strömung gefährlich werden, weiter nach Süden lässt sie nach. Direkt östlich von der Statue befindet sich eine kleine Bucht mit weißem Sandstrand. Nach dem Abstieg muss man ein gutes Stück laufen, bis das Wasser tief genug ist. In vier bis fünf Metern Tiefe liegt hier ein schöner Korallengarten, insgesamt geht es hier bis 20 Meter runter.
  • Pertamina Pier, Pantai Kelapa, nah der Botschaft der USA. Ein „Geheimtipp“ zum Schnorcheln und Tauchen.
  • Dili Rock. Zehn Kilometer westlich vom Stadtzentrum befindet sich dieser Tauchplatz in Tasitolu. Das Riff fällt hier bis auf eine Tiefe von 20 Metern und bietet eine Vielzahl von verschiedenen Riffbewohnern. 200 Meter weiter westlich liegt Dili Rock West. Hier können Strömung und aufwirbelnder Sand zu einem Problem werden.

Siehe auch: Strand Areia Branca und Atauro

  • FreeFlow Diving, Av. de Portugal (Beach Road), Fatuhada. Tel.: +670 332 1187, +670 723 4614. FFD befindet sich gleich neben dem Hotel Esplanada und bietet Tauchtouren an der Küste an. Preis: Eine Tagestour inklusive zwei Tauchgänge, Getränke und Mittagessen kostet 100 US-$. Bringt man seine eigene Ausrüstung spart man sich 25 US-$. Komplette Tauchkurse für verschiedene Stufen gibt es für 250 US-$.
  • Dive Timor Lorosae (DTL), Avenida De Portugal, Kampung Alor (in der Castaway Bar). Tel.: +670 723 7092, E-Mail: . Mit dem firmeneigenen Boot geht es in 45 Minuten meist nach Atauro. DTL verfügt auch über ein eigenes Hotel und einen Ableger in Com im Osten des Landes hat. Preis: Eine Tagestour mit zwei Tauchgängen, Getränken und Mittagessen kostet zwischen 165 und 200 US-$. Tauchexkursionen ohne Boot an der Küste kosten bei zwei Tauchgängen zwischen 40 und 110 US-$.
  • Dili Dive. Tel.: +670 723 4590. Osttimors erster Tauchanbieter eröffnete 2000 mit seinem Angebot von 24 Tauchplätzen im Umkreis von Dili. Außerdem werden Tauchtouren nach Atauro, Jaco und Oecussi angeboten.

Sportfischen[Bearbeiten]

2009 wurde erstmals ein internationaler Wettbewerb in Sportfischen vor der Insel Atauro durchgeführt. Es gibt aber auch Anbieter direkt in Dili, die über entsprechende Boote verfügen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Zum Karneval gibt es jedes Jahr einen kleinen Umzug. Manche verkleiden sich, andere präsentieren traditionellen Trachten, dazu gibt es einige Lastwagen, von denen Musik runterdröhnt. Man merkt, dass der Karneval noch seiner Identität sucht. (Video vom Karnevalsumzug 2011)
  • Der Dili-Marathon findet jährlich im Mai oder Juni statt (Wikipedia:Dili-Marathon, Webseite).
  • Die Tour de Timor, eines der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt startet und endet traditionell in Dili. Es findet jährlich im August oder September statt (Wikipedia:Tour de Timor, Webseite).

Einkaufen[Bearbeiten]

Tais und Silberschmuck auf dem Tais-Markt
  • Tais-Markt (Mercado dos Tais), Rua Sebastiao da Costa, Colmera. Hier finden sich die typischen timoresischen Souvenirs: Traditioneller Silberschmuck und die Tais, Osttimors farbenprächtige, gewebte Stoffe, die ebenso als Wandschmuck, wie als Kleidungsstück dienen können. Jeder Region des Landes hat ihren eigenen Stil. Die Qualität der Stoffe im Markt kann variieren.
  • Flughafen. Die letzte Gelegenheit für Souvenirs. Flaggen, T-Shirts, Tais und Kaffee. Das Übliche für den Touristen, der noch ein paar Dollars loswerden will.
  • Alola Esperansa, Mercado Lama, Mascarenhas. Tel.: +670 77236363. Der Laden von Alola Foundation, der wichtigsten, osttimoresischen Frauenrechtsorganisation bietet Tais, viele andere Handwerksarbeiten und timoresischen Kaffee an. Nicht nur schöne Souvenirs oder Mitbringsel, man unterstützt Projekte für Frauen und Kinder. Auch im Einkaufszentrum Timor Plaza hat Alola einen Laden. Geöffnet: täglich 9.00 – 19.00 Uhr.
  • Landmark, Avenida dos Martires de Patria, Comoro. An der Straße zum Flughafen finden sich hier eine Reihe von Geschäften in einem Komplex.
  • Hello Mister, Av. Mouzinho de Albuquerque. Der Supermarkt mit der landesüblichen Begrüßung für ausländische Reisende befindet sich in der Nähe des Regierungspalasts.
  • Lita, Avenida dos Direitos Humanos, Lecidere. Supermarkt.
  • Märkte. Märkte in den einzelnen Stadtteilen: Mercado de Becora, Mercado de Comoro, Mercado de Taibessi. Außerdem gibt es viele Händler an den Straßen um den alten Stadtmarkt und dem Fußballstadion.
  • Timor Plaza. Das erste Einkaufszentrum Osttimors befindet sich in Comoro, östlich des gleichnamigen Flusses. Seit Dezember 2013 gibt es dort für jene, die nicht ohne leben können, auch den ersten Burger King des Landes.

Küche[Bearbeiten]

Das Angebot an Essen ist in Dili breitgefächert. Neben internationalen Standards, wie Pizza und Hamburger, bekommt man indonesische, chinesische und portugiesische Küche. Besonders frisch sind die Meeresfrüchte, die hier direkt vor Ort gefangen werden. Erst seit den 1980er Jahren ist auch der Verzehr von Hundefleisch in Osttimor üblich, seit das erste Hundefleischrestaurant im Stadtteil Colmera aufmachte. Auch wenn gerne Witze über die aus Sulawesi stammende „Tradition“ gemacht werden, ist das Angebot an Hundefleisch nicht überall zu finden. Unliebsame Überraschungen auf dem Teller sind also eher unwahrscheinlich.

  • Castaway Bar, Avenida de Portugal, auf Höhe des Praia dos Coqueiros, Kampung Alor. Vom ersten Stock aus hat man einen netten Blick auf die Küste im Westen von Dili. Das Essensangebot besteht aus dem Backpacker-Standard Sandwiches, Pizzas und asiatische Küche. Ein Billardtisch steht für ein Spielchen bereit. Hier befindet sich auch der Tauchreisenveranstalter DTL. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Caz Bar, Praia Areia Branca. Eine Bar am beliebten Strand am Ostende der Bucht von Dili. Beliebt für Frühstück und für Abendessen mit Blick auf die untergehende Sonne. Bekannt für Partys bei Vollmond. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Depot Mie Bakso, Rua Formosa. Gegrilltes Huhn, scharfes Rindfleisch in Kokosnussmilch und Curry, Kartoffelauflauf: Frisches Essen wird in diesem offenen Pavillion im Zentrum Dili angeboten. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Kebab Club, Av. Belarmino Lobo, Bemori. Noch türkischer geht es nicht, so weit entfernt vom Bosporus. Humus und Kebap an der anderen Seite des Kontinents zu nicht gerade günstigen Preisen. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • One More Bar, Rua Governador Filomena da Camara, Bidau Lecidere. Direkt bei der Statue Mutter Gottes kann man vom ersten Stock aus auf die östliche Bucht blicken. Neben dem Standardangebot von Hamburgern, Pizzas und asiatischer Wokgerichte lohnt sich ein Blick auf die frischen Meeresgerichte. Es gibt Dart und Billard und abends ab und zu Live Musik. Typ ist Gruppenbezeichnung

Weitere Restaurants befinden sich in den verschiedenen Hotels der Stadt (siehe unten)

Nachtleben[Bearbeiten]

Dili bei Nacht

Bars, Nachtclubs, ja es gibt Möglichkeiten in Dili abends einen drauf zu machen. Ob man seinen Spaß dabei hat, ist wohl Geschmacksache. Die meisten Ausländer in Dili sind Entwicklungshelfer und ein paar Geschäftsleute. Einheimische traf man bis vor einigen Jahren in den Bars seltener. Problematisch ist nachts die Sicherheitslage. Selbst von der Nutzung von Taxis wird nach Anbruch der Dunkelheit abgeraten, vor allem für Frauen, die allein unterwegs sind. In einigen Nachtclubs arbeiten chinesische oder indonesische Frauen, die oft illegal im Land sind. Die Polizei geht inzwischen gezielt gegen diesen Missstand und auch illegalem Glücksspiel vor.

  • AAJ Bar, Avenida Bispo de Medeiros, Caicoli. Tel.: +670 732 4066. Hier treffen sich Einheimische und Ausländer, die in Dili leben. Die Bar befindet sich im ersten Stock des Gebäudes. Es gibt Musik und Karaoke. Geöffnet: 12.00 – 4.00 Uhr.

Weitere Bars befinden sich in den verschiedenen Hotels der Stadt (siehe unten).

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels sind im Vergleich zu anderen Ländern in Südostasien verhältnismäßig teuer. Grund dafür ist die Anwesenheit der UN-Mitarbeiter und internationaler Entwicklungshelfer. Die Preisangaben stammen vom Juni 2010.

Keine Preisangabe[Bearbeiten]

Hotel Dili
  • Hotel Dili, Av. dos Direitos Humanos, Bidau Lecidere. Tel.: +670 331 3958, E-Mail: . Eine Ansammlung von sehr unterschiedlichen Gebäuden bildet das Hotel Dili, das wohl eine der besten Adressen für Geschäftsreisende im Zentrum Dilis ist. Die billigsten Zimmer haben kein eigenes Badezimmer, man teilt sich ein Gemeinschaftsbad. Dafür haben alle Internetzugang (für die hiesigen Verhältnisse sogar Highspeed) und Satellitenfernsehen. Die großen Zimmer befinden sich in älteren Bungalows, sehr große Zimmer in umgebauten Schiffscontainern. Die Preise unterscheiden sich entsprechend der Räume. Geführt wird das Hotel mit freundlichen Hotelmitarbeitern von den Söhnen des Besitzers, der 1975 vor der indonesischen Invasion geflohen war.
  • Casa Minha, Av. de Portugal, Motael. Tel.: +670 331 0252, E-Mail: . Das einfache Hotel liegt in der Nähe der Botschaft Neuseelands, direkt am Ufer der Bucht. Es bietet 15 Zimmer und einen Swimming Pool. Die Unterkünfte haben hier und da Mängel, sind aber ruhig. Die Einzelzimmer sind hell und haben eine Kochnische. Die Doppelzimmer sind groß, liegen aber im hinteren Bereich des Geländes und sind relativ dunkel. Das Restaurant ist gut. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Rocella, Rua Presidente Nicolau Lobato. Tel.: +670 723 7993. Das familiengeführte, einstöckige Hotel ist besser, als es von außen aussieht. Die acht kleinen, traditionellen Räume sind um einen Innenhof geordnet. Die Cafébar ist gemütlich. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Vila Harmonia, Avenida Liberdade Emprensa 418, Becora. Tel.: +670 723 8265, E-Mail: . Das Hotel gab es schon vor der Jahrtausendwende. Zehn Zimmer mit Badezimmer und Küchenmitbenüzung. Typ ist Gruppenbezeichnung

Günstig[Bearbeiten]

Café Tropical

Unter 25 US-Dollar

  • Dili Backpackers, Mandarin Almirante, Rua De Thomas Americo. Tel.: +670 723 8121. Fünf Minuten vom Regierungpalast entfernt liegt dieses Hostel mit elf Betten in zwei Doppelzimmern mit AC (je 20 US$) und einem Schlafsaal mit AC (10 US$), in freundlicher Atmosphäre, sehr zentral nahe dem Tais-Markt und Colmera. Es gibt eine Bar, Küche mit Selbstbedienung, TV Zimmer mit Couch und DVD Player und für täglich 10 US$ Motorräder zu mieten. Nebenan befindet sich ein indisches Restaurant, das frischen Lassi und verschiedenen Curries, Tandoori und Brot anbietet. Bei der Tankstelle 50 Meter westlich gibt es einen ATM und Pizza 24 Stunden am Tag. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Dili Guest House. Das Guest House war die erste Herberge für Rucksacktouristen in Dili. Die Belegschaft ist freundlich, die Lage zentral. Es befindet sich gleich beim Rondel des Mercado Municipal beim Fußballstadion. Preis: Eine Übernachtung kostet 5 US-Dollar. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Timor Lodge, Comoro, in der Nähe von Arte Moris. Das Hotel aus dem Jahr 2000, bietet einfache Räumlichkeiten. Das Personal ist hilfsbereit, neben dem Swimming Pool gibt es auch ein Restaurant und eine Bar. Daneben gibt es hier eine Autovermieter, einen hoteleigenen Parkplatz, einen Friseur und Schönheitssalon und einen Wäscheservice.

25 bis 49 US-Dollar

  • Tropical Hotel, CBD. Nahe der ANZ Bank und JJ International Travel bietet das Hotel einen ruhigen Hinterhof und ein Mittagsbüffet. Sonntags wird gegrillt. Außerdem gibt es hier ein Restaurant, eine Bar und Café, Internet, FAX, Fotokopiergerät, Wäscheservice.
  • Venture Hotel, Rua Filomena de Câmara, Bidau Lecidere. Tel.: +670 331 3276, E-Mail: . Das Gebäude hat nicht gerade viel Charme und die Zimmer sind spartanisch, aber viele Pflanzen und eine lebendige, große Bar und Restaurant sind Pluspunkte. Das Hotel bietet einen Swimming Pool, einen Spa und eine Freiluft-Lounge. Das hoteleigene Restaurant serviert internationale Küche, es wird auch gegrillt. Abends gibt es Livemusik. Die Räume, die aus alten Schiffscontainern gebaut wurden, bieten nur zum Teil ein eigenes Bad, die anderen Bewohner benutzen das Gemeinschaftsbad. Das Hotel verfügt über einen Konferenzbereich mit eigenen abgetrennten Garten. Außerdem gibt es einen Fitnessraum, FAX und Fotokopierer und einen Wäscheservice. Das Hotel lebt durch seinen Besitzer, der auch Veranstaltungen, wie „Modeschauen“ und Schaumparties organisiert.

Mittel[Bearbeiten]

50 bis 79 US-Dollar

  • Dili Beach Hotel, Beach Road, Pantai Kelapa, Comoro. Das 2006 eröffnete Hotel liegt gleich am Strand, zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Im Restaurant mit der angeschlossenen Bar werden Karaoke und Livemusik angeboten. Von seiner Terrasse hat mein einen schönen Blick auf das Meer, bei dem man die asiatische und internationale Küche des birmanischen Kochs genießen kann. Es gibt sogar einen holzbefeuerten Pizzaofen. Außerdem gibt es ein Kaffee, einen Swimming Pool innen und außen, Internet, einen hoteleigenen Parkplatz, Zeitungen und Magazine, Wäscheservice, Billard, Brettspiele, Transportservice zum Flughafen, Zimmerservice, Babysitting, medizinischer Notdienst und Währungswechsel. Einheimische und in Osttimor lebende Ausländer besuchen gerne die Bar und können Reisende gute Tipps geben.
  • Hotel Audian, Av. 15 de Outubro, Bemori. Tel.: +670 3323 080. Das Hotel mit 42 Zimmern mit Klimaanlage liegt nah dem Fußballstadion im Stadtzentrum. Die Räume sind komfortabel. Das chinesische Restaurant ist von 11.00 bis 14.30 Uhr + von 17.30 bis 22.30 Uhr geöffnet. Das Hotel bietet einen Konferenzraum, einen hoteleigenen Parkplatz, Bar und Café, Satellitenfernsehen, Internet, 24 Stunden Strom dank Notstromaggregat, Wäsche- und Übersetzungsservice, Transport zum Flughafen.

Gehoben[Bearbeiten]

Über 80 US-Dollar

  • Hotel Esplanada, Av. de Portugal (Beach Road), Fatuhada. Tel.: +670 331 3088, E-Mail: . Von dem kleinen, freundlichen Hotel, dass sich als Familienhotel bewirbt, hat man einen schönen Blick auf die Bucht. Allerdings liegt es auf halber Strecke zwischen Stadtzentrum und Flughafen, also bereits etwas weiter entfernt, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Die Zimmer sind komfortabel, aber die Qualität hat ihren Preis: 115 US-Dollar pro Nacht und Zimmer. Von dem Restaurant (offen von 9.00 bis 22.00 Uhr) mit angeschlossener Bar hat man einen schönen Meeresblick und bietet frische Küche. Es gibt außerdem ein Café, 24-Stunden Elektrizität dank Notstromgenerator, Internet, Zeitungen und Magazine, Wäscheservice, Transport zum Flughafen. Im Hotel kann man beim benachbarten PADI Dive Resort FreeFlow Diving Tauchkurse buchen. Das zweistöckige Gebäude hat einen Innenhof mit einem netten Swimming Pool.
  • Hotel Timor, Av. dos Direitos Humanos. Tel.: +670 3324 502, Fax: +670 3324 505. Nah dem Hafen liegt im Stadtzentrum das Hotel Timor. Das Restaurant bietet timoresische Küche mit starkem portugiesischen Einfluss und fernöstlichen Gewürzen. Beim Swimming Pool gibt es eine Bar. Außerdem hat das Hotel einen hoteleigenen Parkplatz, Internet, Wäscheservice, Zimmerservice, medizinischen Notdienst, Sekretariatsservice und Konferenzräume.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Einwohner Osttimors sind äußerst gastfreundlich, nur darf man nicht vergessen, dass Armut immer ein Auslöser für Kriminalität ist. Dili ist vor allem nach Einbruch der Dunkelheit nicht ungefährlich, das gilt dann auch für Taxis. Frauen sollten dann auf keinen Fall alleine auf die Straße. Das restliche Osttimor ist von der Kriminalität her weitgehend sicher, trotzdem sollte man die allgemeinen Regeln nicht außer acht lassen, wie keine Wertsachen herumliegen lassen, auch nicht im Auto.

Besonders 2006 sind Jugendbanden in Erscheinung getreten, die sich gegenseitig bekämpfen und auch für Brandstiftungen und Plünderungen, hauptsächlich in Dili, aber auch in anderen Teilen des Landes, verantwortlich sind. Die Lage hat sich inzwischen wieder beruhigt, auch durch die internationalen Sicherheitskräfte. Trotzdem sollten politische Demonstrationen oder sichtbar aggressive Menschenansammlungen unbedingt gemieden werden. Es ist empfehlenswert, sich über die Situation an seinem Reiseziel zu erkundigen, entweder vor Ort bei der U.N. Polizei, den internationalen Streitkräften oder im U.N. Quartier in Darwin/Australien. Auch die Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amts sind zu berücksichtigen. Ausländer sind bisher nicht direkt bedroht, Streitigkeiten gibt es meistens nur unterhalb der Timoresen, die aber dann heftig ausfallen können. Die besten Tipps zur Sicherheitslage kann man sicher im Hotel bekommen.

Osttimor ist, wie auch ein Großteil Indonesiens, ein Erdbebengebiet. Regelmäßig kommt es zu kleineren Erschütterungen, die aber meistens keine Schäden hinterlassen. Trotzdem muss man auch mit schwereren Beben und Tsunamis rechnen. Die starken Niederschläge der Regenzeit führen auch in Dili zu Überschwemmungen und Erdrutschen, bei denen Häuser beschädigt und Verkehrswege unterbrochen werden. Die Straßen stehen dann auch oft unter Wasser.

Wenn es mal zu einen Streit kommen sollte, bitte daran denken: Die Mehrheit der männlichen Jugendlichen in Osttimor betreibt Kampfsport.

Gesundheit[Bearbeiten]

Eine Malariaprophylaxe ist vor allem in der Regenzeit unbedingt nötig, ebenso sind Impfungen gegen Gelbfieber und Japanische Endephalitis dringend empfohlen. Tuberkulose, Lepra und Denguefieber kommen in Osttimor noch vor, dann aber eher auf dem Land. AIDS ist noch wenig verbreitet, das Risiko wird allerdings durch die Anwesenheit von ausländischem UN-Personal und Truppen stark erhöht.

Wasser sollte nur aus abgepackten Flaschen oder desinfiziert getrunken, Gemüse und Obst nur geschält oder gekocht gegessen werden.

Bei freilaufenden Hunden besteht die Gefahr von Tollwut.

Krankenhäuser[Bearbeiten]

  • Clínica da Providência, Ecke Rua D. Fernando/Rua L. R. Noronha, Caicoli.
  • Clínica Esperança, Ecke Av. de Portugal/Av. Belarmino Lobo, Lecidere.
  • Hospital Nacional Dr. Guido Valadares, Estrada de Lecidere, Culu Hun. Tel.: +670 331 1008.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Ministry Tourism, Trade and Industry, National Directorate of Tourism, Rua Dom Aleixo Corte Real, Edificio Fomento-Mandarin. Tel.: +670 331 0371, +670 333 9015. Ein Büro mit Touristeninformation befindet sich im Timor Plaza in Comoro.
  • Botschaft Portugals in Dili (Embaixada de Portugal em Dili), Edificio Acait - Av. Presidente Nicolau Lobato. Tel.: +670 3312533, +670 3312534, +670 3312536, Fax: +670 3312526, E-Mail: . Kein deutschsprachiger Staat hat eine diplomatische Vertretung in Dili. Zuständig ist jeweils die Vertretung in Jakarta/Indonesien. Deutsche und Österreicher können sich bei Bedarf an die Botschaft Portugals wenden.
  • Reisebüro Harvey World Travel, Ecke Av. Mouzinho de Albuquerque/Rua Colmera, Colmera. Tel.: +670 331 1140.
  • Air North Airline Office, Nicolau Lobato International Airport. Tel.: +670 331 3136.

Banken[Bearbeiten]

  • Merpati Airline Office, Av. José Maria Marques. Tel.: +670 332 1880.
  • Banco Nacional da Ultramarino (BNU), Av. José Maria Marques. Tel.: +670 332 4301.
  • Australia & New Zealand Bank (ANZ), Av. José Maria Marques. Tel.: +670 332 4800. Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 15.30 Uhr.
  • Indonesian Bank Mandiri, Av. José Maria Marques. Tel.: +670 331 7777.

Notrufnummern[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Vorwahl Osttimor: +670
  • Postamt (Correios Timor Loro'sae), Av. Dr. António da Câmara, Lecidere. Geöffnet: Mo – Fr 8.00 – 17.00 Uhr.
  • Timor Telecom, Rua de Balide und Rua Antonio Heitor (nahe Hotel Timor). Tel.: +670 332 2245.
  • Sugar Internet Café, Av. Dr. António da Câmara, Lecidere.

Weitere Internetmöglichkeiten beim Xanana Reading Room und in den größeren Hotels, wie zum Beispiel das Hotel Timor. Inzwischen gibt es auch diverse Cafébars mit kostenlosen WLAN und am Ufern von Lecidere auch öffentlich unter einem Dach, das wie eine Welle geformt ist.

Ausflüge[Bearbeiten]

Kirche in Tasitolu
  • Atauro. Zur Insel, die in Sichtweite zu Dili liegt kann man mit einer der Fähren oder einem der Fischer fahren. Sie war Schauplatz des 1. internationalen Sportfischerwettbewerbs Osttimors. Außerdem gibt es hier Strände zum Baden und Schnorcheln und man kann das Inselinnere erkunden.
  • Hera. Hera bildet den östlichen Teil des Subdistrikts Cristo Rei. Er beginnt gleich hinter der monumentalen Cristusstatue am Ostende der Bucht. Dahinter liegt der Praia do dólar (siehe oben). Die nächsten 30 km Küste bilden Lagunen und Mangroven in der eine kleine Population von Salzwasserkrokodilen lebt, dem Nationaltier Osttimors. Im Ort Hera befindet sich der wichtigste Marinehafen des Landes. Neben Tetum wird in Hera auch Lolein gesprochen, ein Dialekt des Isní, den hier und in Dilis Stadtteil Becora nur etwa 500 Menschen sprechen. Die Menschen leben hier vom Fischfang, der Viehzucht und dem Anbau von Obst und Gemüse.
  • Tasitolu. Der Friedenspark von Tasitolu liegt im äußersten Westen des Distrikts Dili, etwa acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Neben dem Denkmal für Papst Johannes Paul II. findet sich hier eine kleine Kirche im Stil eines traditionellen, heiligen Haus mit den typischen steilen Dächern (Uma lulik). Doch die Hauptattraktion sind die drei Salzseen an denen sich Pelikane und andere Vogelarten finden. Das Gebiet ist als Important Bird Area ausgezeichnet. Der Dili Rock ist ein beliebter Tauchplatz.
  • Maubisse. Die Fahrt nach Maubisse, vorbei an Aileu führt durch die Bergwelt der Insel. Der Ort selber bietet einen farbenfrohen Markt, eine schöne Kirche und auch eine Herberge zum Übernachten. Der Tatamailau, Osttimors höchster Berg liegt in der Nähe.
  • Metinaro. An der Küste des östlichsten Subdistrikts Dilis finden sich Plätze zum Tauchen und Schnorcheln. Zum 10. Jahrestag der Unabhängigkeitsreferendums von 1999 wurden hier feierlich die sterblichen Überreste von 24 Freiheitskämpfern auf dem Heldenfriedhof von Metinaro beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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