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Baucau

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Baucau (Baukau, ehemals Vila Salazar) ist die zweitgrößte Stadt Osttimors. Sie hat einige koloniale Gebäude und einen schönen Strand zu bieten. Einige der Gebäude sind allerdings in einem bedauernswerten Zustand. Touristen bietet sich Baucau als attraktiver Zwischenstopp auf dem Weg von der Landeshauptstadt Dili nach Osten an.

Baucau
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Hintergrund[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten im Distrikt Baucau
Reisfelder im Distrikt Baucau

Baucau ist die Hauptstadt der Distrikts Baucau, der sich in die Subdistrikte Baguia, Baucau, Laga, Quelicai, Vemasse und Venilale teilt. Der Ort ist eine sehr auseinandergezogene Stadt. Das gilt auch für die Altstadt in Bahu, wo die Überbleibsel der kolonialen Zeit zu finden sind. Folgt man den Weg zum Strand hinunter sind die meisten Häuser einfache Hütten zwischen vielen Palmen und einfachen Gärten mit Gemüse und Blumen. Zwei Kilometer den Berg hinauf liegt die Neustadt (Vila Nova, Kota Baru) mit modernen, einfallslosen Gebäuden aus Beton. Sie stammen zumeist aus der indonesischen Besatzungszeit.

Die Landschaft der Umgebung ist reizvoll. Felsklippen überragen die Altstadt, einige haben kleine Grotten. Reisfelder prägen in vielen Teilen des Distrikts das Bild.

Der Distrikt liegt zumeist auf einer Meereshöhe zwischen 100 und 500 m. Nur direkt an der Küste fällt das Land schnell auf Meereshöhe ab. Zwischen den größeren Flüssen hebt sich das Land über 500 m zu den Massiven des Monte Mundo Perdido (südwestlich von Baucau im Distrikt Viqueque) und des Matebian im Südosten Baucaus. Der Matebian ist mit 2.316 m der dritthöchste Berg Osttimors. Im Westen des Distrikts münden die Flüsse Laleia und Manuleiden in die Straße von Wetar. Östlich des Ortes Baucau sind es die Flüsse Seiçal, Borauai, Lequinamo, Binagua und weitere kleine Flüsse. Nur der Seiçal führt ganzjährig Wasser, da er aus Viqueque im Süden gespeist wird.

Einwohner[Bearbeiten]

Die Einwohner der Stadt sind ausgesprochen freundlich. Sie sprechen als Muttersprache Makasae, aber man findet immer wieder Leute, mit denen man Englisch oder Portugiesisch sprechen kann. Die Amtssprache Tetum ist weiter verbreitet. Bahasa Indonesia sprechen noch viele Leute, die Sprache der Besatzer ist aber nicht gerade beliebt. In anderen Teilen des Distrikts werden die Nationalsprachen Waimaha, Mideki, Galoli, Kairui und Naueti gesprochen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Großteil des Distrikts Baucau war früher Teil des Königreichs von Vemasse oder stand unter dessen Einfluss. Laut mündlichen Überlieferungen waren die Mitglieder der Herrscherfamilie Topasse, die aus Larantuka, an der Ostspitze der Insel Flores stammen. Ende des 19. Jahrhunderts schlossen die Kleinkönige (Liurai) der Region Vasallenverträge mit den Portugiesen, doch noch 1912 kam es hier zu einen Aufstand gegen die Kolonialherren. Von ihnen zeugen noch heute mehrere Gebäude in der Stadt Baucau und in Venilale. In Vemasse stehen die Reste einer Festung der Portugiesen.

1942 besetzten die Japaner die eigentlich neutrale portugiesische Kolonie. Tunnel im Süden des Distrikts bei Venilale zeugen noch heute davon. Nach dem Krieg übernahmen die Portugiesen wieder die Kontrolle über ihre Kolonie, die 1975 in die Unabhängigkeit entlassen werden sollte. Allerdings kam es zu einen kurzen Bürgerkrieg zwischen den beiden größten Parteien UDT und FRETILIN. Die FRETILIN ging als Sieger hervor und rief einseitig die Unabhängigkeit Osttimors aus, doch nur neun Tage später begann Indonesien das Land zu besetzen. Am 9. Dezember 1975 landeten auch in Baucau indonesische Truppen.

Die FRETILIN führte 24 Jahre lang einen Guerillakrieg gegen die Besatzer. Der Matebian diente bis 1978 als eines der letzten großen Widerstandszentren. In der Stadt Baucau kam es in den als Gefängnis benutzten Nebengebäuden der Pousada de Baucau zu Folter und Mord. 1999 entschieden sich die Osttimoresen in einem Referendum für die Unabhängigkeit. Um dieses Referendum herum kam es zu einer letzten Gewaltwelle durch pro-indonesische Milizionäre. Das Land kam unter UN-Verwaltung, bis es 2002 in die Unabhängigkeit entlassen wurde.

Anreise[Bearbeiten]

Flughafen Baucau

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nahe Baucau liegt der Baucau Airport (ehemals Cakung Airport, IATA code: BCH). Er wird allerdings nicht von Linienmaschinen angeflogen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Baucau treffen mehrere gut ausgebaute Überlandstraßen aufeinander. Von Westen aus Dili (122 km), von Osten aus Lautém, Com und Lospalos und aus Süden aus Venilale und Viqueque.

Entweder man mietet ein Auto in Dili oder man fährt mit dem Bus nach Baucau. Die großen Varianten, die Biskota, verbinden Baucau mit Dili (3 Stunden), Lautém, Lospalos (3,5 Stunden) und Viqueque (2 Stunden) in wenigen Stunden. Kleinbusse, die Mikroléts, sorgen für den Verkehr mit den kleineren Nachbarorten. Die Busse stoppen am Kongresszentrum, dem alten Marktgebäude. Am besten man fragt Einheimische, wo und wann welcher Bus abfährt. Der Fahrpreis beträgt wenige US-Dollars.

Tankstellen gibt es in der Neustadt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Baucau hat keinen ausgebauten Hafen, doch wer mit seinem eigenen Boot kommt, kann an der Küste vor dem Osolata Beach ankern und mit dem Beiboot anlanden.

Mobilität[Bearbeiten]

Wer nicht den Luxus eines eigenen Autos hat, wird zu Fuß die Stadt erkunden. Mit dem Rad die einzelnen Ortsteile zu erkunden, ist mühselig, da vom Strand bis zur Neustadt das Land teilweise steil ansteigt. Die Altstadt liegt bereits auf einer Meereshöhe von 336 Metern.

Eine andere Möglichkeit ist, ein kleines Motorrad zu mieten oder ein gebrauchtes zu kaufen. Bevor man weiterfährt, verkauft man es wieder.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Santo António, die Kathedrale
  • Kongresszentrum (Centro de Convenções)/Stadtmarkt (Mercado Municipal). Das imposante Gebäude stammt noch aus der portugiesischen Kolonialzeit und wurde Ende 1932 unter dem Kolonialverwalter Armando Pinto Correia eröffnet. 2014 endete die lange angekündigte Renovierung und Umbau zu einem Kongresszentrum. Unter anderem sollen hier eine kleine Bücherei mit Internetanschluss und verschiedene Ausstellungen einen Platz finden. Wieder hergerichtet wurde auch der kleine Park unterhalb des Gebäudes. Wie viele andere Kolonialgebäude in Osttimor nach der Renovierung, erscheint der Mercado Municipal nun, wie in einen Farbtopf gefallen. Er ist nun gelb und blau angestrichen, ein monumentales Wandgemälde ziert nun die Front. Kunst? Kitsch? Lebensfreude? Es liegt im Auge des Betrachters hier ein Urteil zu fällen.
  • Pousada de Baucau. Die rosafarbene Herberge etwas unterhalb des Marktes (nordwestlich) fällt sofort ins Auge. Sie wurde 1960 im Kolonialstil errichtet und erlangte als Hotel Flamboyant traurige Bekanntheit. In der Zeit der indonesischen Besatzung (1975 bis 1999) war sie eine indonesische Kaserne. In den Nebengebäuden einer ehemaligen Seifenfabrik war ein Gefängnis eingerichtet, in dem Gefangene auch gefoltert wurden und verschwanden. Heute ist sie das beste Hotel im Ort. Das gehobene Ambiente lässt die Schrecken vergessen, die nebenan geschahen.
  • Santo António. Die Kathedrale von Baucau ist ein moderner Bau, der mit portugiesischen weiß-blauen Fliesenbildern, so genannten Azulejos, an der Vorderseite geschmückt ist. Sonntags ist die Kirche überfüllt, so dass viele Gläubige den Gottesdienst vor der Kirche mitverfolgen.
  • Schule. Eine der Schulen der Stadt liegt auf halbem Weg zwischen Altstadt und Strand. Sie ist im Kolonialstil erbaut mit einem Eingangsportal und Seitenflügeln.
  • Moschee. In der Neustadt gibt es eine Moschee für die muslimische Minderheit.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Der Strand liegt nördlich der Stadt. Mit dem Auto ist er von der Altstadt zehn Minuten entfernt. Zu Fuß braucht man eine halbe Stunde zum Strand, zurück in die Altstadt deutlich länger, denn die asphaltierte Straße führt den Berg teils in Serpentinen, teils steil hinauf. Über 300 Meter Höhendifferenz müssen überwunden werden. Der Strand ist es aber wert. Unten angekommen passiert man einige Fischer mit ihren Einbäumen. Die nächste Bucht ist ein tropischer Traum: Weißgelber Sand, eine sanfte Dünung und Palmen. Die nächste Bucht bietet ebenfalls einen schönen Sandstrand, einige heruntergekommene Betonpavillons, aber keine Palmen mehr. Betreffs der Badebekleidung sind Frauen Badeanzüge empfohlen, da außerhalb Dilis selbst Bikinis verpönt sind. Grundsätzlich muss man mit Krokodilen im Meer rechnen.
  • Wer nicht den Weg hinab zum Stand gehen möchte, kann in der Altstadt in das öffentliche Schwimmbad des Ortes (Piscina) gehen, das von einer Quelle gespeist wird. Es stammt noch aus der Kolonialzeit und bietet eine kühle Erfrischung in der timoresischen Hitze. Gäste der Pousada de Baucau haben freien Eintritt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Um das alte Marktgebäude gibt es kleine Stände mit verschiedenen Waren. In der Neustadt gibt es einige Geschäfte.

Ein Filiale der BNU Bank (Öffnungszeiten: 8:30 bis 14:30 Uhr) befindet sich auf halbem Weg zwischen Alt- und Neustadt. Hier kann man Australische Dollars in US-Dollars tauschen. Western Union hat ein Büro im Sumber Laris Shop in der Neustadt (Tel: 724 5236).

Küche[Bearbeiten]

  • Amalia Restaurante. Das kleine, empfehlenswerte Restaurant neben dem Marktgebäude besticht durch seine Lage. Unter großen Bäumen sitzt man an seinem Tisch und kann das Leben an sich vorbeiziehen lassen. Nebenan waschen Frauen ihre Wäsche am Stadtbrunnen, während Kinder darin planschen.
  • Pousada de Baucau. Die Herberge bietet zum Abendessen in nobler Szenerie traditionelle timoresische Gerichte, portugiesische und internationale Küche. Dazu gibt es portugiesische Weine. Tagsüber gibt es jederzeit kleine Gerichte. Die Bar hat eine schöne Terrasse mit Blick hinab auf das Meer. Geöffnet: 7.00 – 22.00 Uhr. Bis 10.00 Uhr gibt es Frühstück.
  • Restaurant Terre Novas, gegenüber der Pousada de Baucau.
  • Perola de Timor. Ausführliche Speisekarte mit Gerichten für drei bis fünf US-Dollar östlich des Marktgebäudes.
  • Vitoria Losmen & Café, in der Altstadt.
  • Warung Nova, in der Neustadt.
  • Elita Sta Restorante, in der Neustadt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Pousada de Baucau
  • Pousada de Baucau. Sicher die komfortabelste, aber auch teuerste Möglichkeit in Baucau zu übernachten. Das Hotel hat sogar einen Tennisplatz. (In der w:Pousada de Baucau). Preis: Ein Zimmer kostet 65 US-Dollar die Nacht.
  • Diözese Baucau. Die Diözese Baucau bietet gleich neben der Kirche einige Zimmer an. Sie sind sauber, die Badezimmer aber timoresisch einfach. Das bedeutet, es gibt nur ein Becken, aus dem man Wasser rausschöpft, zum sich außerhalb Waschen. Die Preise sind deutlich billiger als bei der Pousada und für genügsame Menschen absolut ausreichend.
  • Baucau Beach Bungalows. Nah am Strand bieten diese Bungalows eine weitere Übernachtungsmöglichkeit für etwa 15 US-Dollar die Nacht.
  • Albergaria do Planalto. Die Herberge am Rand der Neustadt bietet acht saubere Zimmer mit Klimaanlage und Badezimmer für 30 US-Dollar die Nacht, ist aber ein bisschen abgelegen von den Sehenswürdigkeiten.

Weitere Unterkünfte in der Altstadt sind: Roberto Guest House, Melita Guest House, Amor Guest House.


Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Subdistriktsverwaltung befindet sich in der Nähe der Pousada de Baucau. Die Polizeistation (PNTL) befindet sich in der Neustadt, ebenso weitere Verwaltungseinrichtungen. Dienstleistungen findet man meist in der Neustadt. Hier hilft der Stadtplan (s. unten) oder man fragt in seiner Herberge.

Eine Post gibt es in der Neustadt. Sie ist montags bis freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Die Timor Telecom (9:00 bis 17:00 Uhr) an der Straße zwischen Alt- und Neustadt bietet eine langsame Internetverbindung.

Ausflüge[Bearbeiten]

Escola Reino de Venilale
Portugiesisches Fort in Vemasse
  • Venilale. Venilale, 28 km südlich von Baucau, war bei den portugiesischen Kolonialherren wegen seinen kühlen Temperaturen im Sommer und seinen natürlichen heißen Vaicana Quellen (nahe Uai Oli) und Wasserfällen sehr beliebt. Sehenswert sind die rekonstruierte, farbenprächtige Schule Escola Reino de Venilale aus dem Jahr 1933 und der alte Markt von Venilale. Im Markt mit seiner einmaligen portugiesischen Architektur können 30 bis 50 Händler ihre Ware anbieten. Um das Dorf herum liegen Terrassenfelder auf denen Reis angebaut wird. Östlich liegt der Matebian, westlich der Monte Mundo Perdido. Sieben Kilometer nördlich von Venilale liegen an der Straße Tunnel, die die Japaner im Zweiten Weltkrieg gruben. Von Venilale aus kann man weiter nach Ossu und Viqueque reisen. Begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten finden sich in dem von der katholischen Kirche geführten Waisenhaus bei der Schule. (Wikipedia:Venilale)
  • Vemasse. Das Königreich von Vemasse beherrschte bis in das 19. Jahrhundert hinein einen Großteil des heutigen Distrikts von Baucau. Heute erinnern an die portugiesische Kolonialzeit noch die Überreste einer Festung oberhalb von Vemasse. Ungewöhnlich ist das Aussehen der pastellfarbenen Kirche. Am Ostende des Ortes befindet sich das Restaurant Vitoria de Amor. (Wikipedia:Vemasse)
Osolata beach
  • Osolata Beach. Der Osolata Beach diente auch als Hafen Baucaus. Er besticht mit seinen pilzförmigen Felsgebilden. Beim Strand gibt es ein verlassenes Zollgebäude aus der Kolonialzeit (Alfandega). Unregelmäßig verbinden Mikroléts Osolata mit dem Stadtzentrum Baucaus.
  • Laga. In Laga, 19 km östlich von Baucau, existiert ein kleiner Markt, eine weiterführende Schule und ein Hafen. Viele Häuser der Fischer sind im traditionellem Stil der Makasae gebaut. Die Kirche Igreja de S. João Bosco de Laga ist ein moderner Bau, der sich am kolonialen, portugiesischen Stil orientiert. Zwei rechteckige Türme umrahmen die Betonfassade des Eingangs. Auf dem dazwischen gelegenen Giebeldach thront über den Eingang ein Kreuz, darunter ein Kachelbild. Ein portugiesisches Fort thront auf einem kleinen Hügel, südlich der Hauptstraße. Das quadratische Bauwerk hat an zwei Ecken kleine, runde Türme. Nahe dem Ort Laga gibt es einen Salzsee mit einer Fläche von 150.000 m². Weiter westlich, Richtung Lautém, gibt es einige schöne, einsame Strände. (Wikipedia:Laga)
  • Quelicai. Zwischen Baucau und Laga zweigt von der Küstenstraße die Straße nach Quelicai in den Bergen im Süden ab. Am Ort gibt es zweimal die Woche einen regionalen Markt. Auffällig ist die Kirche Igrja da Sta. Teresinha. Die weiß-rosa Fassade besteht aus zwei hohen Dreiecken. (Wikipedia:Quelicai)
  • Baguia. 38 km südlich von Laga liegt in den Bergen Baguia. Die ersten 12 km sind noch asphaltiert, doch dann muss man nach rechts abbiegen und die Straße besteht größenteils aus Schlaglöchern. Zwei Kilometer vor Baguia liegen die Ruinen der Schule Escola do Reino de Haudere. Nach dem Zweiten Weltkrieg zerfiel sie, so dass heute nur noch die Mauern stehen. Die Häuser in Baguia sind zumeist aus Bambus mit einem Strohdach. Im Ort steht ein portugiesisches Fort aus dem Jahre 1915. In ihm steht eine kleine Villa, die von den UN als Polizeistation verwendet wurde. Der kleine Turm des Forts diente früher als Gefängnis. Auf dem Turm der kleinen, blauen Kirche des Ortes steht eine Christusstatue. Im Berg neben dem Ort soll es Höhlen geben. In den unteren Lagen wird Reis auf Terrassen angebaut, weiter oben wachsen Mais und Bohnen. Wasserbüffel werden zum Pflügen des Landes verwendet. Die meisten Orte im Subdistrikt sind nur mit sehr schlechten Straßen angebunden und können deswegen nur zu Fuß erreicht werden. Die anderen Dörfer werden täglich von einem Bus oder Lastwagen angefahren, die Menschen und Waren transportieren. Auf diese Weise ist von Baguia auch die Distrikthauptstadt Baucau vier- bis fünfmal am Tag über Laga in vier Stunden zu erreichen. Unregelmäßig gibt es von Baguia aus einen Bus, der in sieben Stunden zur Landeshauptstadt Dili fährt. Telefon und Postdienst gibt es nur begrenzt. Nur der Hauptort Baguia verfügt über Strom aus einem Generator, der nur von sieben Uhr abends bis Mitternacht läuft. Eine Straße führt von Baguia aus nach Uatucarbau im Süden, sie ist aber in einem sehr schlechten Zustand. (Wikipedia:Baguia)
Matebian-Massiv bei Baguia
  • Matebian. Der Matebian (2.316 m) ist Osttimors dritthöchster Berg. Er liegt westlich der Ortschaft Baguia. Der Matebian hat zwei Gipfel: Den Matebian Mane und den Matebian Feto. Sein Name bedeutet Berg der Seelen oder Berg der Toten. Der Berg gilt als heilig. Hier sollen die Geister der Vorfahren leben. Auf der Spitze des Matebian Mane befindet sich eine Jesus-Statue (Cristo Rei), die jeden Oktober von Tausenden Pilgern besucht wird. Der Berg und seine Umgebung waren eines der letzten Zentren des Widerstands gegen die indonesischen Invasoren, bevor die Guerillakämpfer am 22. November 1978 überrannt wurden. Noch heute kann man Höhlen besichtigen, die den Widerstandskämpfern als Unterschlupf dienten. Seit 2000 sind die Gipfel des Matebian mit dem gesamten Gebiet über 2.000 Meter Höhe und dem umliegenden Wald ein Wildschutzgebiet. Man erreicht den Berg von Baguia aus. Die Straße ist anfangs nach Baguia ein Stück asphaltiert, wird aber dann schnell schlechter. Nach fünf Kilometer erreicht man das Dorf Osso Huna. Von hier läuft man 30 Minuten bis zum Ort Oeiburu, wo der Aufstieg zum Berggipfel beginnt. Zuerst führt der Weg stufenweise aufwärts, doch nach einer halben Stunde muss man für eine Stunde entlang der Bergflanke stückweise klettern. Zum Schluss folgt ein ziemlich anstrengender Aufstieg für eine Stunde. Vom Gipfel aus kann man bei gutem Wetter Nord- und Südküste sehen. Übernachten kann man in Osso Huna und drei Kilometer die Straße weiter in Afaloicai, wo der Sonnenaufgang aufgrund der Berge besonders spektakulär ist. In der Umgebung kann man noch das Fort von Benteng Daralari und die noch sehr ursprünglichen Dörfer Buibela und Lena besuchen. (Wikipedia:Matebian)

Weblinks[Bearbeiten]

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