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Curaçao

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Flagge
Flagge von Curaçao
Kurzdaten
HauptstadtWillemstad
Staatsformautonomes Land im Königreich der Niederlande
Währung1 Nafl., 100 Cent (Antillengulden), US-$ werden überall akzeptiert
Fläche444 km²
Bevölkerung140.794
SprachenNiederländisch (offiziell), Papiamentu, Englisch und Spanisch sind als Fremdsprachen weit verbreitet
Religionenüberwiegend katholisch, vereinzelt andere
Stromnetz110 V/60 Hz, vereinzelt in Hotels auch 220 V/50 Hz
Telefonvorwahl+599-9
Internet TLD.an
ZeitzoneMEZ-5h

Curaçao ist eine Insel der ABC-Inseln vor der Küste Venezuelas und ist ein eigenständiger Teil des Königreichs der Niederlande.

Regionen[Bearbeiten]

Die Insel Curaçao lässt sich grob in vier Regionen einteilen:

  • Der Nordwesten wird vom Christoffel-Nationalpark dominiert, dort kann man wandern.
  • Der Südosten ist praktisch unbewohnt und verkehrsmäßig nicht erschlossen. Das Land befindet sich in Privatbesitz, Regierungsauflagen verhindern jedoch einen Ausbau[1].
  • Teilt man die Insel etwa in der Mitte an der schmalsten Stelle, dann liegt im Nordwesten ehemaliges Plantagenland mit einer Reihe von kleinen Dörfern und mehr und mehr vom Verfall bedrohten Plantagenhäusern.
  • Entgegengesetzt im Südosten befindet sich der internationale Flughafen und die Stadt Willemstad mit ihren Industrieanlagen rund um das Binnenmeer Schottegat.

Städte[Bearbeiten]

Willemstad

Hintergrund[Bearbeiten]

Die vor der Nordküste des südamerikanischen Kontinents gelegene Insel gehört geologisch zum venezolanischen Bergland von Coro. In der Quartärzeit lag die Insel auf einem tieferen Niveau, es bildeten sich große Korallenriffe um den Kern. Bei der späteren Anhebung des Geländes blieben die Korallenkalke erhalten, dort wo die ringförmigen Strukturen durchbrochen wurden, haben sich tiefeingeschnittene Buchten, wie z. B. der Hafen von Willemstad gebildet. Bedingt durch das trockene Klima ist die Vegetation der Insel von Kakteen, Agaven und Dornensträuchern geprägt. Der das ganze Jahr über wehende Passatwind macht das Klima für Europäer angenehm. Während die Südküste feine Sandstrände aufweist, ist die Nordseite steinig mit Steilküsten. Einige der Badebuchten sind in Privatbesitz, haben sanitäre Anlagen und kosten geringe Eintrittsgebühr.

Curaçao ist 60 km lang und 3 bis 11 km breit. Bonaire ist ca. 48 km entfernt, Aruba 68 km, zum Festland von Venezuela sind es 56 km. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand eine riesige Erdölraffinerie der Royal Dutch Shell mit einer Kapazität von 370.000 Barrel pro Tag. Der Curacao Oil Terminal kann 1,2 Millionen Barrel Öl einlagern. Das Trockendock im Schottegat ist eines der größten in Amerika.

Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Tourismus gefolgt von der Erdölraffinerie, diversen Services, Transport (Hafen) und Finanzdienstleistungen.

Geschichte[Bearbeiten]

1499 wurde die Insel von Alonso de Ojeda, der als Vizeadmiral mit Kolumbus segelte, entdeckt. Da die Spanier keine Edelmetalle auf der Insel fanden, verschleppten sie die dort lebenden Caiquetio-Indianer vom Stamm der Arawak und verkauften sie als Sklaven überwiegend an die Kupferminen von Santo Domingo.

Der Holländer Johan van Walbeeck war im Auftrag der 1621 gegründeten Westindischen Handelsgesellschaft auf der Suche nach neuen Salzquellen. Salz wurde in Europa zum Einsalzen von Fisch, besonders Hering, gebraucht. 1634 landeten die Niederländer ohne auf großen Widerstand zu stoßen in der Santa Anna Bucht und gründeten den Ort Willemstad. 1642 bis 1665 war Peter Styvesant Inselgouverneur.

Mit Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Curaçao Umschlagplatz für afrikanische Sklaven. Alleine in den Jahren 1635-45 wurden dort etwa 25.000 von ihnen ausgeladen. Erst 1863 wurde der Sklavenhandel verboten. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Insel abwechselnd von Engländern und Niederländern beherrscht, während die Franzosen vergeblich versuchten, sie zu erobern. Seit dem Friedensabschluß von Paris 1815 war Curaçao fest in niederländischer Hand. Im Jahre 1876 versuchten einige Niederländer ihre karibischen Besitzungen an die Regierung des 1830 neu entstandenen Staates VENEZUELA zu verkaufen. Im Parlament im Haag erhielten sie dafür aber keine Mehrheit.

1936 erhielten die Kolonien in der Karibik ein neues Parlament, genannt Staten. Es hatte zunächst 15 Mitglieder. Die drei Inseln Saba, Sint Eustatius und Sint Maarten konnten zusammen nur ein Mitglied dorthin entsenden. Ab 1942 wurde der koloniale Status schrittweise neu geregelt. Willemstad wurde Hauptverwaltungssitz für alle niederländischen Besitzungen in der Karibik. Bis 1948 hatten auf den Inseln nur etwa 5 % der Gesamtbevölkerung ein Wahlrecht, danach wurde das allgemeine Wahlrecht eingeführt.

1954 erhielten die Kolonien ihre vollständige Selbstverwaltung. Das Parlament Staten wurde auf 22 Mitglieder erhöht. 1985 wurde es erneut umgeformt. Neuwahlen wurden durchgeführt, die gewählten Vertreter hießen jetzt Senatoren. Zum ersten Mal erhielten Saba und Sint Eustatius dort einen eigenen Sitz. Gleichzeitig konnte sich jede Insel eine eigene Nationalfahne- und -hymne wählen.

Politischer Status[Bearbeiten]

Seit dem 10. Oktober 2010 ist Curaçao ein eigenständiger Bestandteil des Königreichs der Niederlande, neben den eigentlichen Niederlanden, Aruba und Sint Maarten. Staatsoberhaupt ist König Willem-Alexander der Niederlande.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Dr. Albert Plesman Flughafen, Hato, IATA Code – CUR, ICAO Code TNCC. Landebahn 11/29, 11.188 x 197 Feet (3410 x 60 m), Asphalt. Etwa 1 Million Passagiere jährlich. Seit August 2003 wird der Curaçao International Airport von CAP (Curaçao Airport Partners) betrieben. Seit Januar 2009 wird dieses Konsortium von der brasilianischen Firma „A-Port S.A.“ angeführt.
  • Es gibt regelmäßige Flüge von und nach Europa mit KLM und TUI Airlines, sowie regelmäßige Linienflüge nach Nordamerika, Kolumbien und Venezuela sowie zu den anderen Inseln der Niederländischen Antillen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Es gibt zurzeit keine Fährverbindung zu den benachbarten Inseln Aruba und Bonaire.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Von der Hauptstadt Willemstad aus gibt es einen regelmäßigen Busverkehr nach Fahrplan in alle Inselteile. Die Kleinbusse haben bis zu neun Sitzplätze, die Fahrpreise bewegen sich zwischen 1 und 1,5 US-$ pro Person. Die Fahrer geben ein Hupzeichen an Passanten, bei Interesse kann man einen Bus auch außerhalb von Haltestellen durch Handzeichen anhalten.
  • Man findet dort mehrere Taxi-Unternehmen.
  • In der Hauptstadt, am Flughafen und in mehreren Hotels kann man Autos mieten.
  • Es herrscht Rechtsverkehr! Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 40 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften 60 km/h. Die meisten Hauptstraßen haben einen Teerbelag. Das Mindestalter zum Anmieten von Autos beträgt 23 Jahre.
  • Der Gebrauch von Handys beim Fahren ist verboten. Auf zweispurigen Straßen ist Überholen rechts und links erlaubt. Durchgehende Straßen haben Vorfahrt. Kommt man an eine T-Kreuzung, dann hat das Fahrzeug Vorfahrt, welches sich auf der durchgehenden Straße befindet, auch wenn es von links kommt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Überall auf der Insel findet man Plantagenhäuser, man nennt sie dort Landhuis. Einige sind gepflegt und gut erhalten, dienen als Minimuseum oder Restaurant.
  • Es gibt zwei Nationalparks ausserhalb von Willemstad.
  • in Willemstad befinden sich einige sehenswerte Museen. Die holländisch anmutende Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Auf der Insel findet man fast jede Art von Wassersport, insbesondere wird Tauchen angeboten, es gibt aber auch medizinisch sinnvolle Schwimmstunden mit Delphinen. In zwei Nationalparks gibt es die Möglichkeit zum Radfahren oder Wandern.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Curaçao (Likör)
  • handgearbeitete Puppen
  • Holzschuhe
  • Keramik: Abbildungen von historischen Gebäuden
  • Schmuck aus Schwarzer Koralle - die Einfuhr nach Deutschland ist verboten!

Einkaufsmöglichkeiten[Bearbeiten]

In Willemstad gibt es Filialen der aus Holland bekannten großen Supermärkte, zum Beispiel Albert Heijn, Vreugdenhil/Spar und Centrum. Im Nordwesten der Insel wird die Versorgung dürftiger — wer hier als Selbstversorger wohnt, sollte sich entsprechend in Willemstad mit reichlich Vorräten eindecken. Der nächste größere Supermarkt (California) befindet sich in Tera Corá, gute 20 km von Westpunt entfernt. Für das Nötigste gibt es noch kleinere Kioske, sogenannte Minimarkets, entlang der Hauptstraßen; unter anderem in Soto, Barber und Westpunt. Es empfiehlt sich, die Einheimischen nach den Öffnungszeiten zu fragen.

OpenStreetMap bietet eine (unvollständige) Karte der Geschäfte.

Wer frischen Fisch kaufen will, kann das direkt am Strand tun, wenn die Fischer ihre Boote anlanden. Die Einheimischen haben gute Tipps für Wann und Wo genau.

Obst und Gemüse erhält man auf dem sogenannten Floating Market in der Alstadt (Ortsteil Punda). In unmittelbarer Nähe kann man auch in einer Vielzahl von Souvenirläden diverse Mitbringsel erwerben. Eine günstigere Alternative bieten die meist dominikanischstämmigen Marktfrauen im angrenzenden Nieuwe markt, hier kann man mit etwas Spanisch (oder mit Händen und Füßen) sehr gute Preise für die üblichen Souvenirs heraushandeln. Wer es lieber etwas eleganter in schicken Boutiquen mit englischsprachiger Beratung liebt, sollte dem Rif Fort auf der gegenüberliegenden Seite der Queen Emma Bridge einen Besuch abstatten. Hier sind in einer alten Festung direkt am Meer zahlreiche Geschäfte und Restaurants untergebracht.

Küche[Bearbeiten]

  • Als Vorspeisen isst man taco, kleine Portionen Käse oder Schinken, tequenos sind fritierte Käseteigstäbchen. Tortillas kennen Sie aus Mexiko, es sind gefüllte Maisteigfladen und pastechis sind Pastetchen mit einer scharf gewürzten Hackfleisch- und Gemüsefüllung.
  • Callalou Soup wird auf den ABC-Inseln aus Schweineschwänzen gekocht, mit Callaloo-Blättern, einem spinatähnlichen Gemüse.
  • Erwten Soep haben die Holländer auf den Inseln eingeführt, es ist Erbsensuppe. Sopi de bananas ist Brühe mit Kochbananen, Sopito ist eine scharf gewürzte Fisch- oder Gemüsesuppe, Sopi di Pisca ist Fischsuppe.
  • Pork ist Schweinefleisch, stoba di cabrito ein sehr scharfes Gulasch mit Muskat und Tabasco, Bitterbai sind fritierte Fleischbällchen.
  • Surf and Turf ist Fleisch und Hummer gemischt.
  • Balchi di pisca sind Fischbällchen, Lobster ist der karibische Hummer, hinter Salmon verbirgt sich Lachs (wird eingeführt), krokèchi sind Fischkroketten.
  • Carcó, concho oder caracol ist das Fleisch der Trompetenschnecke, man macht daraus Suppe oder ein Gulasch.
  • Kala sind Bohnenbällchen, hinter Aros Verde verbirgt sich Reis, der mit viel Petersilie und Erbsen angemacht wird und dadurch eine grüne Färbung erhält. Moro ist Reis mit Bohnen.
  • Funchi sind in Wasser gekochte Getreideklößchen.
  • Arepitas di pampuna sind kleine Pfannkuchen mit süßem Kürbis und Käse.
  • Keshi Yena ist gebackener Käse mit einer Hackfleischfüllung.
  • Als Nachspeise erhalten Sie Bolo di Rom was Rumkuchen ist, oder Kesio, ein Nachtisch aus Karamel und Merengue kisses, Spritzbaiser Törtchen, sowie Pudin di coco einen Kokosnuspudding.

Restaurants[Bearbeiten]

In Willemstad findet sich eine Vielzahl an Restaurants, aber auch außerhalb sind sehr gute Lokalitäten verstreut über die ganze Insel zu finden.

  • Sehr empfehlenswert ist das Trio Penotti, ein von Italienern geführtes Restaurant am Eingang des Christoffel-Nationalparks im Nordwesten der Insel. Hier gibt es äußerst hochwertige lokale Küche zu vergleichsweise sehr günstigen Preisen. Das Ambiente ist gemäßigt stilvoll, der Service herzlich und schnell. Lediglich die Lage nahe der Hauptstraße trübt den perfekten Gesamteindruck. Tel.: +5999 675 0151
  • Direkt am Strand gelegen, bietet das Kokomo Beach nicht nur eine wunderbare Aussicht aufs Meer, sondern auch leckere kleine und größere Gerichte in mittlerer Preisklasse. Sonntags gibt es Livemusik und eine Happy Hour von 17:00 bis 18:00, dann ist das Restaurant gut besucht.

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein "Nachtleben" findet nur im Großraum von Willemstad statt. Dort findet man Nachtbars, Discos und beim Flugplatz Hato sogar ein ganzes Dorf "fast" nur für den Herren.

Unterkunft[Bearbeiten]

Wer sich auf der Insel Curaçao einmietet, sollte bei den Preisangaben immer darauf achten bzw. nachfragen, ob die Preise für Strom und Wasser im Mietpreis enthalten sind. Man rechnet diese Kosten gerne und häufig gesondert ab.

Lernen und Arbeiten[Bearbeiten]

Die Insel ist im weitesten Sinne Teil der EU, sie gehört zu den Niederlanden. Es gibt dort eine kleine Universität. Freie Stellen oder Jobangebote findet man im Internet.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Post wurde privatisiert.

Die europäische Krankenversicherungskarte wird nicht anerkannt.

Kriminalität[Bearbeiten]

Mietwagen abschließen, Wertgegenstände mitnehmen und am Strand nicht unbeaufsichtigt lassen. Größere Gefahren durch Schwerkriminalität besteht aber nicht. Die kleinen Gassen von Otrobanda (Willemstad) sollte man nach Einbruch der Nacht meiden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, Merian live, Gräfe und Unzer Verlag, München, 1. Auflage 1994, ISBN 3-7742-0346-6
  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, KOBO Verlag Ingrid Kochs, 53454 Remagen, 1. Auflage, 1995, ISBN 3-930884-02-X
  • Aruba, Bonaire, Curacao, deutsch, Peter Meyer Reiseführer, 60316 Frankfurt / Main, 1996, ISBN 3-922057-28-4
  • Aruba, Bonaire, Curacao, Hunter Travel Guides, Lynne M. Sullivan, 2nd Edition, 2006, ISBN 1-58843-572-5

Landkarten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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