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Zalka

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georg. წალკა, arm. Ծալկա, gr. Τσάλκα, azer. Barmaqsız, (dt. Zalka, engl. Tsalka)
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Zalka წალკა, engl. Tsalka) ist eine Stadt und Verwaltungssitz des gleichnamigen Raiones in der georgischen Region Kwemo Kartli. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau direkt am Ufer des großen Chrami-Stausees und ist bekannt für zahlreiche historische Ausgrabungsstätten in der Umgebung. Die Stadt ist ethnisch gemischt, Armenier und Griechen stellen gemeinsam etwa 3/4 der Bevölkerung.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Hochplateau rund um Zalka war Kerngebiet der jungsteinzeitlichen Trialeti-Araxis-Kultur und bereits seit über 4000 Jahren permanent besiedelt. Wegen des kalten Klimas - Zalka liegt auf einem Hochplateau auf ca. 1500 m über dem Meer - war hier lange Zeit nur extensive Weidewirtschaft möglich. Im Winter wird teilweise bis heute mangels Baumbestand getrockneter Kot der Schafe und Rinder zum Heizen verwendet. Erst in den 1930er-Jahren kam das moderne Leben in die Gegend, am Fluss Chrami wurde in einer Schlucht einige Kilometer südlich von Zalka ein großes Wasserkraftwerk (Chramhessi) errichtet, nördlich von Zalka befindet sich heute ein großer Stausee. In den Folgejahren wurde Zalka zu einem regionalen Industriezentrum ausgebaut. Die lokale Industrieproduktion ist aber mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ebenfalls zum Erliegen gekommen. Die Gegend um Zalka lebt bis heute hauptsächlich von extensiver Vieh- und Weidewirtschaft.

Von den 22.000 Einwohnern des Raiones Zalka gehören 55 % zur armenischen Volksgruppe. 22 % der Bevölkerung sind pontische Griechen - einige davon turksprachig, sogenannte Urumen. 12 % der Bevölkerung sind Georgier und etwa 10 % Aseris. Urumen stellten bis 1990 die Bevölkerungsmehrheit in Zalka, sind jedoch in den letzten 20 Jahren vermehrt nach Griechenland ausgewandert. Die im Bezirk lebenden Georgier sind hauptsächlich Aussiedler aus Ratscha und Swanetien, die in jüngerer Vergangenheit durch Erdrutsche obdachlos wurden.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Zalka liegt an der Bahnlinie Tiflis-Achalkalaki, der Bahnhof befindet sich einige Kilometer westlich der Stadt. Auf dieser Bahnlinie findet (Stand Sommer 2014) kein Zugsverkehr statt; sie wird als Teilstück der Eisenbahnlinie Baku-Tiflis-Kars gerade ausgebaut und modernisiert. Ab Ende 2015 werden Züge von Aserbaidschan und Tiflis in die Türkei auch Zalka passieren. Ob Züge in Zalka halten werden, ist noch nicht bekannt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Marschrutkas fahren mehrmals täglich ab Tiflis vom Busbahnhof Isani. Auch ab Achalkalaki und Ninozminda fahren Minibusse nach Zalka bzw. über Zalka nach Tiflis.

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Durch Zalka führt die sehr gut ausgebaute Regionalstraße შ 31 Ninozminda-Manglissi-Koda. In Ninozminda hat man Anschluss an die Fernstraße ს 11 (Achalziche-Gjumri); in Koda an die Fernstraße ს 6 (Tiflis-Marneuli-Armenien). Die Regionalstraße შ 33 von Zalka nach Tetrizkaro bzw. Dmanissi ist in schlechtem Zustand, unasphaltiert und mit starken Steigungen und daher nur mit Geländewagen befahrbar. Gleiches, aber noch viel extremer, gilt für die Lokalstraße von Berta über den Burnascheti-Pass nach Bakuriani.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Am Fluss Chrami und am Zalka-Reservoir findet kein Schiffsverkehr statt.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit Taxis oder Minibussen in die umliegenden Orte. Für die Ortschaften abseits der Regionalstraße შ 31 ist ein Geländewagen empfehlenswert bis unbedingt notwendig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wasserkraftwerk Chramhessi (1930er-Jahre)
  • Archäologische Ausgrabungen von Beschtascheni. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Kloster von Berta (Oliangi). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Wasserkraftwerk Chramhessi. Typ ist Gruppenbezeichnung

Steinkreise, Menhire und Megalithen[Bearbeiten]

Zahlreiche vor- und frühchristliche Heiligtümer finden sich in der Region um Zalka, darunter Steinkreise, Megalithen, Menhire, zoomorphe behauene Steine usw.

Besonders ergiebig für Steinkreisfans sind dabei die Ortschaften Tedschissi (თეჯისი, Tejisi) und Bareti (ბარეთი) etwa 15 km östlich von Zalka (von der Hauptstraße in der Ortschaft Imera nach Norden abbiegen, Schotterstraße, Geländewagen empfehlenswert).

  • In der Ortschaft Bareti befindet sich ein kleiner Steinkreis in der Ortsmitte
  • Zwischen der Ortschaft Bareti und der Ortschaft Livadi befinden sich auf halbem Weg einige Steinkreise mitten im Feld
  • In der Ortschaft Tedschissi befindet sich im Ort eine kleine alte Kirche inmitten einer Steinumfriedung, die ein alter Steinkreis sein könnte - oder deren Steine von einem Steinkreis stammen.
  • Auf einem Hügel oberhalb des Friedhofes von Tedschissi befindet sich ein großer Steinkreis, dessen Zugänge nach den Sonnenauf- und -untergängen der Winter- und Sommersonnenwende ausgerichtet sind.
  • Gleich nebenan auf demselben Hügel befindet sich in der Mitte eines kleineren Steinkreises ein alter Menhir, in den später ein christliches Kreuz eingraviert wurde. Darum herum wurde eine kleine Kirche gebaut.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baden im Zalka-Reservoir

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Restaurants in Zalka und Umgebung sind Mangelware.

  • Im Kloster von Berta in der gleichnamigen Ortschaft (ehem.: Oliangi) gibt es eine ausgezeichnete Trinkwasserquelle. Das Wasser wird von den dortigen Mönchen geweiht und hat - wenn man daran glaubt - angeblich heilende Wirkung.

Unterkunft[Bearbeiten]

In und um Zalka gibt es keine Hotels.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die Gegend von Zalka gilt wegen der Höhenlage, gemeinsam mit dem benachbarten Raion Ninozminda, als Kälteeck Georgiens. Hier kann es im Winter sehr kalt sein, starker Wind tut sein übriges, um es unwirtlich werden zu lassen. Auch im Sommer kann es, speziell nachts, kalt werden, auch Frost ist möglich. Gleichzeitig ist wegen der Höhenlage auch die UV-Strahlung der Sonne deutlich stärker als im Tiefland.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

In den vergangenen Jahren kam es in der Region um Zalka vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen; speziell zwischen radikalen Anhängern der georgisch orthodoxen Kirche und den muslimischen Aseris. Diese Vorfälle sind lokal begrenzt und betreffen Ausländer nur wenig. Man sollte dennoch acht geben und größere Menschenmengen vermeiden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Kirche von Gochnari, 11. Jh.
  • Kirche von Gochnari (11. Jh.) - Raion Tetrizkaro direkt an der Regionalstraße შ 31 wenige Kilometer westlich von Manglissi
  • Kloster Poka - Raion Ninozminda
  • Über den Burnaschetipass zum Tabazkuri-See und nach Bakuriani.
  • Algeti-Nationalpark bei Manglissi.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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