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Marneuli

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მარნეული - Marneuli - Borçalı
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Marneuli (georgisch: მარნეული, aserisch: Borçalı) ist eine Stadt in der Region Kwemo Kartli etwa 70 km südlich von Tiflis. Sie ist eine wichtige Transitstadt am Weg nach Armenien. Etwa 80 % der Bewohner sind ethnische Aseris.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt ist zu über 80 Prozent von ethnischen Aseris bewohnt. Der Aserische Name der Stadt, Borçalı, war bis 1947 auch die georgische Bezeichnung der Stadt: ბორჩალო, Bortschalo. 1947 wurde die Stadt in Sarvan umbenannt, der Name ist in historischem Kontext bis heute gebräuchlich. 1952 erhielt die Stadt ihre heutige Bezeichnung, welche international gebräuchlich ist. Nur in turksprachigen Ländern wird die Stadt als Borçalı oder ähnlich benannt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Verkehrsflughafen befindet sich in Tiflis. Am südlichen Stadtrand von Marneuli befindet sich ein Militärflughafen der georgischen Armee, der aber nicht zivil genutzt wird. Bei einem Bombenangriff der Russischen Streitkräfte im Ossetienkrieg am 8. August 2008 kamen vier Menschen am Flughafen ums Leben.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Züge zwischen Tiflis und Jerewan (an geraden Tagen ab Tiflis, an ungeraden ab Jerewan) halten auch in Marneuli. Mit nur einer Verbindung alle zwei Tage ist die Bahn für eine Anreise also nahezu unbrauchbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • Minibusse fahren mehrmals stündlich ab Tiflis (Isani und Ortatschala) nach Marneuli. Auch Busse Jerewan-Tiflis (mindestens drei pro Tag) passieren Marneuli. Mit Minibussen ist Marneuli weiters gut an die benachbarten Orte und Städte angebunden, so auch an Tetrizkaro und Bolnissi. Ebenso verkehren häufige Minibusse zu den Grenzübergängen nach Armenien in Guguti und Sadachlo, wo man die Grenze zu Fuß überqueren kann und auf der anderen Seite der Grenze erneut Minibusse in die nahegelegenen Städte erwischen kann (z.B. Spitak, Wanadsor, Dilischan, Alawerdi).

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Ab Tiflis führt die Fernstraße ს 6 ab dem Stadtteil Ortatschala direkt nach Süden. Bei Ponitschala muss man rechts abzweigen (Marneuli ist ausgeschildert), geradeaus ginge es nach Rustawi und Aserbaidschan. Fahrzeit ab Tiflis (Stadtzentrum) ca. eine Stunde.
  • In Marneuli verzweigt sich die Fernstraße ს 6 an einem großen Kreisverkehr am Rande des Zentrums. Geradeaus geht es über die ს 8 zur armenischen Grenze bei Sadachlo - das ist der schnellste Weg nach Jerewan. Rechts führt die ს 6 weiter über Bolnissi und Dmanissi zum Grenzübergang Guguti - das ist der schnellste Weg nach Gjumri.
  • Ab diesem Kreisverkehr beginnt auch die gut ausgebaute Regionalstraße nach Tetrizkaro.
  • Querverbindungen von Marneuli zur ს 7 (Rustawi-Aserbaidschan) sind durchwegs in katastrophalem Zustand und ein Geländewagen ist empfehlenswert! Möchte man von Rustawi nach Marneuli fahren, fährt man am besten über Tiflis (Ponitschala). Möchte man von Aserbaidschan nach Marneuli fahren, biegt man am besten direkt nach dem Grenzübergang "Rote Brücke" (Ziteli Chidi) links ab und fährt über Kiratsch-Mughanlo, Araplo und Schaumiani (Schulaweri) nach Marneuli. Diese Strecke ist asphaltiert und in gutem Zustand.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Marneuli

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rote Brücke (Ziteli Chidi) an der Grenze zu Aserbaidschan

In Marneuli:

  • Festung Marneuli.
  • Großes Monument, nördlich der Stadt auf einem Hügel.

In der Umgebung:

  • Rote Brücke. Der Grenzübergang zwischen Georgien und Aserbaidschan ist auf georgischer Seite nach dieser Brücke (georgisch: წითელი ხიდი, Ziteli Chidi, engl. Tsiteli Khidi; aser. Qırmızı Körpü) benannt. Die Brücke wurde im 17. Jahrhundert als Bogenbrücke aus roten Ziegeln (die der Brücke den Namen gaben) gebaut und beinhaltet im Untergeschoss eine Karawanserei. Die Brücke war bis 1998 für den gesamten Fernverkehr in Gebrauch, ehe nebenan eine neue Brücke über den Chrami erbaut wurde. Die Brücke befindet sich heute im Niemandsland zwischen den beiden Grenzposten und kann nicht besichtigt werden. Man kann sie nur aus einiger Entfernung von aserischer oder georgischer Seite bewundern, dabei wirkt sie nicht minder imposant.Von einem Übertritt über die grüne Grenze wird dringend abgeraten, denn in der Nähe befindet sich auf georgischer Seite ein Minenfeld, das die Aseris 1991 auf georgischer Seite legten, weil sie Angst vor einem armenischen Angriff durch Georgien hindurch hatten und gleichzeitig selbst wegen diverser Verträge kein Recht hatten in ihrem eigenen Territorium Minen zu legen.Also legten die Aseris 1991 Minen ohne die Georgier vorher zu fragen schlicht auf georgischer Seite, zumahl 1991 die Grenzbehörden Georgiens mit inneren Problemen beschäftigt waren.
  • Ehemalige Kaukasusdeutsche Siedlung Traubenberg, heute Tamarisi: 5 km südwestlich von Marneuli.
  • Der Gockel von Koda. Etwa 10 km nördlich von Marneuli befindet sich die Ortschaft Koda, die auch Heimat einer der größten Hühnerfarmen Georgiens ist. Am Zufahrtsweg zur Hühnerfabrik wurde zu Sowjetzeiten ein überdimensionaler steinerner Gockel auf einem Sockel aufgestellt.
  • Burgruine Opreti. Aus dem 5.-10. Jahrhundert, im gleichnamigen Dorf, das großteils von pontischen Griechen besiedelt ist.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Kumissi-See. Zum Baden nicht geeignet, wohl aber zum Fischen.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Nördlich des Stadtzentrums von Marneuli gibt es einen großen Markt.
  • Bei den Grenzübergängen gibt es kleine Duty-Free Shops.
  • Obst und Gemüse: Straßenverkauf (je nach Saison).
  • Berühmt war der Schmuggelmarkt beim Grenzübergang Ziteli Chidi auf georgischer Seite der Grenze. Er wurde 2006 von der Polizei geräumt und seither nicht mehr wiedereröffnet.

Küche[Bearbeiten]

  • Die Gegend um Marneuli ist für den intensiven Obst- und Gemüseanbau bekannt. Kartoffel aus Marneuli genießen in Georgien einen ausgezeichneten Ruf.
  • Je nach Saison wird an den Hauptstraßen Obst und Gemüse aus lokaler Produktion verkauft. Im Spätherbst sind Kaki (Karaljok) empfehlenswert.
  • In der Ortschaft Koda 10 km nördlich von Marneuli befindet sich die Geflügelfarm Koda. Gefrorene Hühner und Truthähne werden in ganz Georgien in Supermärkten verkauft.
  • Konservenfabrik Marneuli (Ketchup, Tkemali usw.)

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage ist in Georgien stets exzellent, v.a. wegen der extremen Polizeipräsenz ( am Tag 50 Streifenwagen zu erkennen ist in Tiflis durchaus keine Seltenheit ). Speziell im Grenzgebiet zw. Aserbaijan gilt zu beachten, dass die Azeris 1991 auf dem Höhepunkt des Berg - Karabach Konflikts mit Armenien wohlgemerkt auf georgischer Seite Minen legten, jedoch ohne vorher die Georgier zu fragen, da Aserbaijan befürchtete die georgische Polizei könne nicht gewährleisten, dass armenische Truppen Georgien NICHT durchreisen. Angesichts der damals in Georgien katastrophalen Sicherheitslage ist diese vorgelagerte aserbaijanische Verteidigungslinie verständlich, doch weshalb Aserbaijan im Jahr 2015 massiv intervenierte, als die georg. Regierung ihr dortiges Territorium von Minen befreien wollte, kann nur spekuliert werden. Denn heutzutage kontrolliert die georgische Grenzpolizei das Grenzland sehr wirkungsvoll.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Wegen Vorhandenseins von Minen zw. Georgien und Aserbaijan wird dringend angeraten die offiziellen Grenzübergangsposten zu nutzen.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Bolnissi. Bedeutendste kaukasusdeutsche Siedlung (Katharinenfeld) mit den berühmten Kirchen Bolnissis Sioni und Zughrughascheni in der Umgebung.
  • Dmanissi. Mit den humanoiden Skelettfunden und der Ruinenstadt Dmanissis Nakalakari.
  • Tetrizkaro. Mit den Kirchen Pitareti und Parzchissi sowie der antiken Stadt Samschwilde in der Nähe.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

https://jam-news.net/?p=94935

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