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Weesp

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Weesp
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Weesp ist eine Stadt an der Vecht in der Vechtstreek in der Provinz Noord-Holland.

Hintergrund[Bearbeiten]

In Weesp wurden Besiedlungsreste aus dem 6. Jh. v. Chr. gefunden. Im Aetsveldsche Polder südlich von Weesp wurde ein Fundort aus der Mittleren und Späten Eisenzeit entdeckt. Daraus wurde geschlossen, dass um 300-200 v.Chr die Vechtufer schon intensiv bewohnt wurden. Das erste Mal wurde Weesp um 1150 als Wisepe oder Wesopa erwähnt, seine Bedeutung ust "Gelände am Wasser". Dieses Wasser ist der Fluss Vecht, in jener Zeit eine wichtige Verbindung zwischen der Zuiderzee und dem Rhein. Bis ins 13. Jh. steht der Ort unter Herrschaft des Bistums Utrecht. An der Grenze zwischen Utrecht und Holland gelegen hat es einen großen strategischen Wert und wechselt daher auch öfters den "Eigentümer". Ab 1317 gehört es definitiv zu Holland. Danach entwickelt es sich in raschem Tempo zum Handels- und Verwaltungszentrum der Region. Graf Willem V von Holland erkennt das Gewicht von Weesp und verleiht dem Ort 1355 Stadtrechte. Im 14. und 15. Jh. unterliegt Weesp einer Entwicklung, die für die meisten holländischen Städte galt. In dieser Zeit entsteht auch die Verwaltungsorganisation, die bis zum Ende des 18. Jhs. erhalten bleibt. Die 31 reichsten Bürger wählen jedes Jahr am 2. Februar 14 notabelen (Hpnorationren). Der Raad van Holland wählt aus diesem 14 Männern sieben aus, von denen drei als Bürgermeister gewählt, die einander jedes Jahr abwechseln. Auch die Handelsbeziehungen entwickeln sich. Die wichtigste Handelsware von Weesp in jener Zeit ist das Tuch. Dieses Wachstum stagniert während der Streitigkeiten zwischen den Hoeken und den Kabeljouwen (1350-1490), in die Weesp, da es auf der Grenze zwischen Holland und Utrecht liegt, verwickelt wird. Zum Ende des 15. Jhs. gerät Weesp daher auch in eine Periode vom Armut und Verfall. Diese Wirtschaftskrise von Weesp dauert bis in die fünfziger Jahre des 16. Jhs. In jener Zeit entwickelt sich vor allem das Brauerhandwerk. Die Brauereien läuten den wirtschaftlichen Aufschwung von Weesp ein vor allem der Export nach Amsterdam bringt Weesp viel ein und die Bierbrauereien bilden den Mittelpunkt des Weesper Wirtschaftslebens. Neben den Bierbrauereien entstehen zu Beginn des 17. Jhs. auch Genever- und Branntweinbrennereien. Die Folgen des Kriegs mit Spanien machen sich in Weesp erst spät bemerkbar. Weesp unterstützt anfangs den spanischen König, entkommt aber nicht dem Druck der Generalstaaten. Weesp ist mehrheitlich katholisch und der Übergang zum Protestantismus kommt nicht von Herzen. Darüber hinaus bedeutet der Aufstand gegen Spanien zusätzliche Steuern.

Für Weesp ist diese Zeit eine des erneuten wirtschaftlichen Rückgangs. Die Brauereien sind alle in katholischen Händen. Nach dem Westfälischen Frieden (1648) bleiben nur fünf Brauereien über. Auch die Branntweinproduktion bricht nach dem Frieden mit Spanien ein. Dies zieht viel Armut nach sich. Das Armen- en Gasthuis kann die zugenommene Armut schon seit den zwanziger Jahren des 18. Jhs. nicht mehr verarbeiten. Das kommt auch durch die große Zahl von Fremden, die in die Stadt kommt. Städtische Beamte werden beauftragt, unerwünschte Fremde aufzustöbern und aus der Stadt zu entfernen. Die Gasthuizen haben die Aufgabe, sich um die einheimischen Armen zu kümmern. Das St. Bartholomeusgasthuis ist für die Alten und Invaliden. Die vielen Waisen werden im Burgerweeshuis untergebracht, wo die Kinder Berufe wie Zimmermann, Schneider oder Maurer erlernen. 1660 ändert sich diese Lage mit der Gründung eines Armenwaisenhauses. Die Kinder aus diesem Waisenhaus werden in der Tuchweberei eingesetzt, die auf diese Weise - mit billigsten Arbeitskräften - wieder in Gang gesetzt wird.

1672 wird Weesp von französischen Truppen belagert. Sobald diese Bedrohung abgewehrt ist, wird beschlossen, Weesp zur Festungsstadt zu machen. Zusammen mit Naarden wurde Weesp die Aufgabe zuteil, die Stadt Amsterdam zu schützen. Zuerst wurde eine Gracht gegraben, wodurch eine Insel in der Vecht entsteht: der Ossenmarkt (Ochsenmarkt). Die Pläne umfassen allerdings acht Bastionen, von denen vier realisiert werden, zwei auf der Insel und zwei an der Südseite der alten Stadt. Die übrigen vier sind wohl entworfen, wurden aber aus finanziellen Gründen niemals angelegt. Zwei Singels markieren heute noch die Stellen, an denen sie gebaut werden sollten. Die Probleme zwischen Frankreich und der Republik bringen Weesp in der zweiten Hälfte des 17. Jhs. wirtschaftlichen Aufschwung. Hintergrund ist das Importverbot für französischen Wein und Branntwein von 1688. Die goldenen Zeiten für die Brenner sind allerdings schon zehn Jahre später wegen schlechter Getreideernten vorbei. 1698 beendet ein Brennverbot diese Industrie.

Weesp wird eine Stadt der Gegensätze. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist arm und wirtschaftlich geht es nie wirklich gut. Doch ist ein kleiner Teil der Bevölkerung außerordentlich wohlhabend. Es entsteht in Weesp ein wichtiger Regentenstand, der viele Ämter zu vergeben hatte. Die Bürgermeister uns vroedschappen (Magisträte) hatte rund 200 Stellen zu vergeben, von denen sie selbst nur wenige ausübten. Ab 1740 beginnt wieder eine Zeit des wirtschaftlichen Verfalls und steigt die Armut in Weesp. Nur die Ansiedlung einer Porzellanfabrik 1757 bringt etwas Erleichterung. Sie wurde mit Hilfe von aus Deutschland eingewanderten Spezialisten, sog. Wanderarkanisten, aufgebaut.

Der Übergang vom 18. zum 19. Jh. steht im Zeichen der Fremdherrschaft. Der Widerstand gegen Oranien wächst in Weesp. Der Stadthalter (Willem V) erreicht den Beliebtheitsgrad seines französischen Kollegen. Um sich und seine Familie zu schützen, holt er 1787 preußische Truppen (20.000 Mann) ins Land. Immerhin ist er mit Wilhelmina von Preußen verheiratet, einer Nichte Friedrich des Großen. Sie bleiben bis 1795, als sie von revolutionären französischen Truppen vertrieben werden. Diese werden vom Volk jubelnd begrüßt. Die Begeisterung verschwindet nach vielen Maßnahmen Napoleons, vor allem der Aufruf zum Militärdienst von 1806 löst in Weesp viel Unruhe aus.

Nach dem Abzug der Franzosen 1815 brach für Weesp eine schwere Zeit an. Die Stadt war verarmt und viele Häuser standen leer oder waren baufällig. Nur Projekte wie der Bau der Lutherischen Kirche und der Aufbau einer Tabakindustrie brachten etwas Erleichterung. Vor allem die vierziger Jahre waren sehr schlecht: Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln und Cholera führten sogar zu Aufständen. Eine Lösung für diese schwierige Periode kam erst nach 1850 mit Van Houten. Ab diesem Zeitpunkt brach für Weesp eine Periode von Aufschwung und Industrialisierung an.

Kakaostadt[Bearbeiten]

Coenraad Johannes van Houten, der Erdinder des Kakaopulvers, wollte seine Delfter Fabrik erweitern und kaufte 1850 die leerstehende Fabrik "De Adelaar" an der Oude Gracht in Weesp. Das war der Beginn einer Firma, die schließlich Weltruf erlangen sollte. Dank des Kakaos von Van Houten wurde Kakao ein Volksgetränk. Auf der ganzen Welt wollte man das Pulver aus Weesp mit Wasser oder Milch vermischen. Auch das Nebenprodukt, die Kakaobutter. war für die Firma gewinnbringend. Van Houten dehnte sich stark aus und drückte der Stadt seinen Stempel auf. Wegen der starken Zunahme von Arbeitsplätzen in der Fabrik stieg die Einwohnerzahl von Weesp gewaltig. In den Poldern um das alte Städtchen wurden neue Wohnviertel gebaut.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bei Anreise von West- und Süddeutschland mit dem ICE geht die Fahrt bis Amsterdam Centraal, dort in einen stoptrein in Richtung Hilversum umsteigen. Nach dem Bahnhof Diemen folgt der Bahnhof von Weesp.

Bei Anreise von Nord- und Ostdeutschland mit dem Intercity Berlin - Hannover - Rheine geht die Fahrt bis Amersfoort, dort Umstieg in einen stoptrein nach Amsterdam. Nach dem Bahnhof Naarden-Bussum folgt der Bahnhof von Weesp.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Weesp liegt etwas abseits der Autobahnen. Von Nord- und Ostdeutschland kommend (BAB 30) führt ab Grenzübergang Bad Bentheim die niederländische A1 Richtung Amsterdam. Kurz bevor ihr Amsterdam erreicht, geht es am Kreuz Diemen auf die A9 in Richtung Amstelveen und gleich wieder an der nächsten Ausfahrt (1) Gaasperplas auf die N236 Richtung Weesp - Bussum. Nach wenigen Kilometern erreicht ihr Weesp.

Von Süd- und Westdeutschland kommend (BAB3) führt ab Grenzübergang Elten/Bergh die niederländische A12 Richtung Utrecht, am Kreuz Oudenrijn auf die A2 nach Amsterdam fahren und an der Ausfahrt Holendrecht (2) auf die A9 Richtung Diemen. An der Ausfahrt Gaasperplas (1) führt die N236 Richtung Weesp - Bussum und nach wenigen Kilometern erreicht ihr Weesp.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

An der Vecht innerhalb der Festung Weesp befindet sich am Ossenmarkt der Jachthaven De Zeemeermin, Tel: 0294-431588 (während der Sommersaison).

Von Muiden kommend musst du erst durch Weesp fahren, unter der Zugbrücke durch und anschließend backbord hinter den "Hügel" am Ossenmarkt.

Von Utrecht aus fährst du zuerst an den beiden Mühlen von Weesp vorbei und hältst vor dem ""Hügel" steuerbord.

Passantentarife: je m € 0,90/Tag; Strom € 1/Tag; Dusche € 0,50; Wasser gratis; WLAN € 5,00/Tag.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Weesp

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Weesp hat einen Bahnhof an den Strecken

Auf dem Bahnhof Weesp halten nur stoptreinen bzw. sprinters.

Der Bahnhof hat neben Fahrkartenautomaten auch einen Verkaufsschalter. Außerdem gibt es einen Aufzug, eine Telefonzelle, ein Wc und einen Warteraum sowie einen bewachten Abstellplatz für Fahrräder mit Werkstatt und Vermietung (0294-411690).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Vom Bahnhof Weesp verkehren Regionalbusse der Verkehrsgesellschaft Connexxion:

  • 106 über Nederhorst den Berg, Horstermeer, Kortenhoef und 's-Graveland, nach Hilversum NS. Der Bus fährt mo-so alle 60 Minuten. Der letzte Bus ab Weesp NS fährt um 23.15 h, ab Hilversum NS um 22.34 h.
  • 110 über Muiden, Muiderberg, Hakkelaarsbrug und Naarden nach Bussum NS. Der Bus fährt mo-fr bis 19 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; sa bis 18 h alle 30 Minuten, danach alle 60 Minuten; so alle 60 Minuten. Der letzte Bus fährt ab Weesp NS um 23.16 h, der letzte Bus ab Bussum NS um 22.45 h.
  • 122 über Driemond, Nigtececht und Loenen a/d Vecht, Kerkwijk nach Vreeland, Singel. Der Bus fährt mo-sa alle 60 Minuten. Der Bus verkehrt nicht am Sonntag! Der letzte Bus ab Weesp NS fährt mo-fr um 18.57 h, sa um 17.57 h, ab Vreeland, Singel um 18.23 h, sa um 17.23 h.

OV-Taxi[Bearbeiten]

Das OV-Taxi teilt man mit anderen Passagieren, die die gleiche Strecke fahren. Der Preis ist daher niedriger als bei einem normalen Taxi. Das OV-Taxi muss mindestens eine halbe Stunde vor Beginn der fahrt angemeldet werden: 0900-8734682 (€ 0,35/Minute). Die Vorhaltezeit beträgt 15 Minuten. Am Bahnhof hält das OV-Taxi an der blau-wei0en Säule.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weesp liegt ein wenig von den ausgetretenen Touristenpfaden um Amsterdam ab, hat aber nichtsdestotrotz einen dichten Bestand an denkmalgeschützten Gebäuden.

Kirchen und Synagoge[Bearbeiten]

  • Grote of Laurenskerk, Nieuwstraat 1. In ihrer heutigen Form wurde die Große Kirche 1462 dem Märtyrer und Diakon Laurentius und der Maria Magdalena geweiht. (Der Kirchturm ist wesentlich älter, er stammt aus dem 12. Jh.) Um 1584 wurden die Katholiken auch in Weesp von der Macht vertrieben und wurde die Kirche protestantisch. Nach der jüngsten Renovierung wurde beschlossen die Große Kirche von Weesp einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Deshalb ist das Gebäude mo-sa als Veranstaltungsraum verschiedenster Art vermietet. Gottesdienste: So 10.00 Uhr.
  • Van Houtenkerk NPB, Oudegracht 69. Tel.: +31 (0)20 6230987. Gebaut wurde die Kirche 1906 in neo-romanischem und Jugendstil im Auftrag der Damen J. S. und H.C. van Houten und hat nach dem Rückzug des Kakaofabrikanten Van Houten aus Weesp als eines der letztem Relikte des Van-Houten-Zeitalters einen besonderen Wert. Restaurierung 1987-1994. Neben den Diensten der Freisinnigen Glaubensgemeinschaft NPB finden geregelt Konzerte in der Kirche statt. An jedem 3. Samstag eines Monats ist das Gebäude für einen Büchermarkt geöffnet.
  • Evangelisch-Lutherse Kerk, Nieuwstad 36. Tel.: +31 (0)294 414528. Hallenkirche mit hölzernem Glockentürmchen über dem Vordergiebel, 1818-1819 erbaut. Spitzbogenfenster und neoklassizistischer Eingang. Altes Inventar. Klavier-Orgel von 1779 von J.S. Strümphler. Die Kirche ist nicht mehr als solche in Betrieb und wurde verkauft.
  • St. Laurentiuskerk, Herengracht 17. Tel.: +31 (0)294 412530. Nachdem die Katholiken 1584 aus der Grote Kerk gesetzt wurden, waren sie auf schuilkerken angewiesen. 1662 hatten sie eine solche auf der Achtergracht 13. Dank einer Schenkung konnten sie 1687 diese Grundstücke zu einer katholischen Kirche umbauen. An der Vorderfassade durfte sie aber nicht als Kirche erkennbar sein. Dieses Gebäude existiert noch stets. 1790 wurde beschlossen, eine neue Kirche zu errichten. 1792 wurde eine leerstehende Brennerei an der Herengracht gekauft und 1703 der erste Stein gelegt. Allerdings durfte eine nicht-reformierte Kirche noch stets nicht als Kirche erkennbar sein. Die Religionsfreiheit kam erst nach der Batavischen Revolution 1795.Die katholische Kirche war kurz zuvor fertiggestellt worden und Geld, um eine "ordentliche" Fassade zu bauen, hatte man nicht mehr. Diese Kirche tat ihren Dienst bis 1874. Ein Jahr danach wurde der Grundstein für eine neue katholische Kirche gelegt und im Jahr danach eingeweiht und den Heiligen Laurentius und der Heiligen Maria Magdalena geweiht. Der Oberteil des Turms konnte aus finanziellen Gründen erst 1900 fertiggestellt werden. Von 1949 bis 1951 und von 1991 bis 1993 wurde die Kirche restauriert. Sehenswert sind die bleiverglasten Fenster von 1911 von F. Nicolas en Zn. aus Roermond und im Priesterchor sieben Fenster des Weesper Künstlers Pieter van Velzen aus den Jahren 1950-1960. Auch Triumphkreuz, Tabernakel, Taufbecken und die Malereien über der Orgelgalerie stammen von ihm. Die Adema-Orgel umfasst noch 5½ Register der ehemaligen 1772 von Strümphler für die schuilkerk gebauten Orgel. Die neogotische Inneneinrichtung wurde im Lauf der Jahre ersetzt. Messe: So 10.30 Uhr.
  • 1 Synagoge, Nieuwstraat 3. Das Gebäude, in dem sich die Weesper Synagoge befindet, hat eine reiche und bewegte Geschichte. Die Jüdischen Einwohner von Weesp nahmen 1774 eine Haussynagoge an der Korte Middenstraat in Gebrauch. Um 1840 war das Gebäude stark baufällig, außerdem war es zu klein geworden. 1840 konnte das heutige Gebäude an der Ecke Nieuwstraat und Hanensteeg eingeweiht werden.An der Nieuwstraat beim Groteplein gab es auch eine jüdische Schule. Während der deutschen Besatzung nahm die Bevölkerung von Weesp am Februarstreik am 25. und 26. Februar 1941 teil. Bis zum Ende jenes Jahres waren alle Weesper Juden deportiert. Weitaus die meisten von ihnen sind in den KZ umgekommen. Die Synagoge wurde geplündert. Nur die Heilige Arche ist erhalten geblieben. 1947 wurde die jüdische Gemeinde von Weesp mit der von Bussum zusammengefügt. Die Synagoge wurde anfangs als Garage benutzt und später, nach einer Restaurierung 1986, war das Arbeitsamt hier untergebracht. Zur Erinnerung an die verschwundene jüdische Gemeinschaft wurde 1984 eine Plakette an der Außenmauer angebracht. Im April 1997 wurde das Gebäude wieder als Synagoge in Gebrauch genommen. Außerdem finden hier regelmäßig Kunstausstellungen statt.

Festungsbauten[Bearbeiten]

Seit 1672 war Weesp ein Bestandteil der Hollandse Waterlinie, die das holländische Kernland mit einer Barriere aus Wasser von der Zuiderzee bei Muiden bis zur Merwede bei Gorinchem schützte. Ab 1871 wurde die Nieuwe Hollandse Waterlinie, später die Stelling van Amsterdam aufgebaut. In Weesp sind folgende Festungswerke erhalten:

  • Bastions der Festung Weesp. Bakkerschans, Nieuwe Achtkant, Roozeboom, Draaierschans.
  • Fort bei Uitermeer, Uitermeer 1, Weesp. Zwischen der Vecht, der 's-Gravelandsevaart und der Provinzialstraße Bussum - Amsterdam (Loodijk) gelegen. Turmfort von 11845 zum Schutz der Zugangswege nach Amsterdam bei der Mündung der 's-Gravelandsevaart in die Vecht und der Bahnlinie Amsterdam - Hilversum. Erste Befestigung der Schleuse 1673.
  • Turmfort am Ossenmarkt, Ossenmarkt 44. Turmfort von 1859 bis 1861. Bombensicherer Turm vin einer Gracht umgeben. 1879 (wegen der Einführung der Brisantgranate verloren diese Art von Forts ihre Funktion) wurde die Gracht zugeschüttet und wurde ein Erdwall um das Fort angelegt. 1983 wurde die ursprüngliche Situation wieder hergestellt.
  • Verschiedene Bunker. 1939–1940 am Dammerweg, 's-Gravelandseweg, Gooilandseweg, Keverdijk, Kreugerlaan.

Gebäude[Bearbeiten]

  • 2 Rathaus, Nieuwstraat 41. Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q2623069) in der Datenbank Wikidata. Gebaut 1772–1776 in neoklassizistischem Stil nach einem Entwurf von J. Otten Husly. In dem ein wenig wie eine kleinere Kopie des Rathauses von Amsterdam (heute Königlicher Palast) aussehenden Gebäude wurde auch Recht gesprochen. Aus dieser Zeit sind noch die Vierschaar und die Kerker erhalten. Heute ist in dem Gebäude das Gemeentemuseum untergebracht.
  • Sint Bartholomeus Gast- en Armenhuis, Gasthuissteeg 1/Nieuwstraat 43. Ehemaliges Spital und Armenhaus von 1623. Im Gasthuissteeg ist das alte Tor mit geschnitzter Aufschrift und einem Bild des Heiligen, im Schoolsteeg wurde 1650 ein neuer Eingang angelegt. Im 20. Jh. diente es als Altenheim, heute wird es von der Stadtverwaltung genutzt.
  • Haus mit den 2 Löwen, Hoogstraat 21.
  • Altes Rathaus von Weesperkarspel, Hoogstraat 24. Die frühere Gemeinde Weesperkarspel (bis 1966) hatte ihr Rathaus in Weesp.
  • Frühere Porzellanfabrik, Kromme Elleboogsteeg 2. 1759-1770 wurde hier das Weesper Porzellan angefertigt.
  • Wohn- und Speicherhäuser. Vor allem auf Achtergracht, Achteromstraat, Binnenveer, Buitenveer, Het Grote Plein, Hoogstraat, Kerkstraat, Middenstraat, Molenpad, Nieuwstad, Nieuwstraat, Oudegracht, Slijkstraat.

Mühlen[Bearbeiten]

  • 3 't Haantje, Korte Stammerdijk 17. Tel.: +31 (0)294 430573. 't Haantje in der Enzyklopädie Wikipedia 't Haantje im Medienverzeichnis Wikimedia Commons't Haantje (Q2738496) in der Datenbank Wikidata. Kokerwindmühle mit Galerie (1820). Im Mai 2003 nach Restaurierung wieder in Betrieb genommen. Die Mühle ist nicht zu besichtigen.
  • 4 De Vriendschap, Utrechtseweg 11a. Tel.: +31 (0)294 417024. De Vriendschap in der Enzyklopädie Wikipedia De Vriendschap im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDe Vriendschap (Q2502756) in der Datenbank Wikidata. Achteckiger Galerieholländer (18.Jh./1900). Die Getreidemühle ist in Betrieb und Sa 10.00 – 14.00 Uhr und nach Absprache zu besichtigen.
  • De Eendragt, Utrechtseweg 13. Tel.: +31 (0)294 412043. Galerieholländer (1691). Diese Sägemühle ist in Betrieb, aber nicht zu besichtigen.

Museen[Bearbeiten]

  • 5 Gemeentemuseum Weesp Website dieser Einrichtung, Nieuwstraat 41. Tel.: +31 (0)294 491 245. Gemeentemuseum Weesp in der Enzyklopädie Wikipedia Gemeentemuseum Weesp im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGemeentemuseum Weesp (Q501448) in der Datenbank Wikidata. Website auch in englisch. In Weesp wurde von 1759 bis 1768 das erste Porzellan in den Niederlanden produziert. Es ist eine umfangreiche Sammlung von Weesper und Amstel-Porzellan zu besichtigen. Des weiteren wird in der Ausstellung ein Bild von der Geschichte der Stadt und den Weesper Industrien gezeigt. In einer Dauerausstellung wird Werbematerial von Van Houten Cacao gezeigt. Die Van-Houten-Fabrik war von 1850 bis 1971 in Weesp angesiedelt. Geöffnet: Di – Do, Sa – So 13.30 – 16.30 Uhr. Geschlossen: 1.1., Ostersonntag, Pfingstsonntag, 22.8. (Weesper Triatlon), 28.8. (Schleusen und Brückenfest), 13.11. (Einzug Sinterklaas), 5.12. (Sinterklaas) und 25.–26.12. Preis: Eintritt: Erwachsene € 2,00; Senioren (65+) € 1,50; Kinder (12-18) € 1,00; Kinder (-12) frei.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Statuengarten/Offenes Atelier Dirk van Someren, Ossenmarkt 18. In diesem Ausstellungsgarten, der gegenüber vom Teegarten liegt, werden regelmäßig unterschiedliche bildende Künstler ausgestellt. Geöffnet: 23.5.–4.10.: Mi – Sa 11.00 – 17.00 Uhr. Bei gutem Wetter auch So. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 1 Automatenkabinett, Middenstraat 37. Jelle Zijlmans hat rund 500 Automaten gesammelt und ein Museum daraus gemacht. Automaten aus der ganzen Welt, die größtenteils auch funktionsfähig sind. Und sie sollen auch benutzt werden, die Schalen mit alten Münzen stehen bereit. Typ ist Gruppenbezeichnung

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Bootsfahrt auf der Vecht mit dem Salonschiff Moby Queen über Vreeland, den Amsterdam Rijnkanaal (Nigtevecht - Driemond) und die Smal Weesp.
Fahrten: Juni-August so 11.00 h (Rückkehr 15 h). Kosten € 19,50 p.P. (Kinder 4-11 € 14,50). Arrangement mit 2x Kaffee/Tee, 1x Kuchen und Lunch-Buffet € 37,50 (Kind € 27,50). Ohne Lunch-Buffet € 25,00 (Kind € 20)
Abfahrt. ab VVV-Anlegestelle an der Hoogstraat gegenüber Hausnummer 27 in Weesp. Die Anlegestelle befindet sich auf Laufabstand vom Bahnhof Weesp.
Reservieren: VVV-Serviceshop (Hoogstraat 10, Tel.:0294-415427) oder Reederei Tisset (Tel: 036-5317284/Mail: office@tisset.nl).

Einkaufen[Bearbeiten]

Markt[Bearbeiten]

  • Grote Plein/Nieuwstraat. Allgemeiner Warenmarkt mit 41 Ständen. Geöffnet: Di 8.00 – 13.00 Uhr.

Koopavond[Bearbeiten]

Fr 19.00 – 21.00 Uhr.

Küche[Bearbeiten]

Am VVV-Anleger in der Hoogstraat befindet sich ein Übersichtsplan mit der Lage verschiedener Geschäfte und Restaurants.

Günstig[Bearbeiten]

  • Lunchoom 't Carillon, Nieuwstraat 36.
  • Eissalon Nelis. Beste Eisdiele im Umkreis mit ausschließlich frischen Zutaten. Geöffnet: Mo 11.00 – 23.00 Uhr, Di 9.30 – 23.00 Uhr, Mi – Sa 10.00 – 23.00 Uhr, So 11.00 – 23.00 Uhr.

Mittel[Bearbeiten]

  • Spijslokaal Rubens, Herengracht 33. Tel.: (0)294 414726. Terrasse am Wasser. Jeden 1. Sa im Monat Live-Musik. Reservieren empfohlen. Geöffnet: Küche: Mo – So 17.00 – 22.00 Uhr. Preis: Drei-Gänge-Wahlmenü € 26,00; nur Hauptgang € 16,00; Kindermenü (3 Gänge) € 14,00.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Café-Diner Weesperplein, Slijkstraat 43. Tel.: (0)294 482820. Cafe-diner `t Weesperplein befindet sich in der Haupteinkaufsstraße von Weesp. In diesem Restaurant fühlst Du Dich drinnen wie draußen - mit einem echten Baum inmitten des Speisesaals, dessen Zweige sich über die Tische ausstrecken. Geöffnet: Küche: Di – Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Mo 17.00 – 22.00 Uhr. Preis: Lunch: Bel. Brötchen € 6-8; Lunch-Parade für 2 Pers. € 19,50; Rindercarpaccio € 10; Suppen € 6; Eierspeisen € 6,50-7,50; Tosti € 3,50. Diner: Vorspeisen € 7-11; Hauptspeisen € 16-23; Nachspeisen € 7-9; Käseplatte € 11.
  • Meyers Culicafe, Nieuwstad 84. Tel.: (0)294 415463. Meyers CuliCafe ist ein gemütliches Restaurant mit einer Terrasse am Wasser. Das CuliCafe arbeitet nur mit frischen Produkten und Zutaten. Auch Primeurs wie Canners (kanadische Krebse), Milchlamm, Spargel und niederländisches Wild. Dies führt dazu, dass die Karte von Meyers CuliCafe regelmäßig wechselt. Das CuliCafe bietet Mahlzeiten à la carte oder Drei- und Vier-Gänge-Menüs. Meyers Culicafé wurde 2009 als Bib Gourmand im Michelin Gids erwähnt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Bed & Breakfast[Bearbeiten]

  • Boerenhofstede "De Overhorn", ’s-Gravelandseweg 50-51. Tel.: (0)294 455888, (0)6 21230773. Zwei Appartements stehen dem Gast hier zur Verfügung: Das Vecht-Zimmer an der Vorderseite und das Naardermeer-Zimmer nach hinten hinaus. Beide Appartements bieten Platz für zwei bzw. drei Personen und befinden sich in der ersten Etage des Sommerhauses. In beiden Wohnungen stehen TV, WLAN-Anschluss, Zeitschriften und Bücher zur Verfügung. Das helle Badezimmer bietet Dusche, Waschbecken und WC und muss mit den Bewohnern des Vorderzimmers geteilt werden. Das Frühstück wird in der großen Wohnküche serviert. Es kommen soweit möglich biologische (Regional-)Produkte auf den Tisch. Preis: 75 € je Nacht (ab zwei Nächten) im DZ.
  • B&B De Willigen, Nigtevechtseweg 186-188, 3633 XX Vreeland. Tel.: (0)6 51798045 (mobil). "De Willigen" Logies befindet sich zwischen den Dörfern Vreeland und Nigtevecht direkt an der Vecht. Die Unterkunft besteht aus sieben Aufenthaltsraum mit Sitzgelegenheit und Küche gemeinsam benutzt werden kann. Außerdem ist direkt an der Vecht eine sonnige Terrasse mit Garten. Alle Zimmer haben eine Möglichkeit zum Kaffee- und Teekochen. Preis: EZ € 40-70;DZ € 70-110; 3Z € 115-135; 4Z € 140-160. Die Preise beinhalten Übernachtung, Frühstück, Handtücher, Benutzung des Internet. Touristensteuer von € 0,75 p.P.p.N. zusätzlich, Zuschlag für 1 Nacht € 5,00 p.P.

Hotel[Bearbeiten]

  • Het Hart van Weesp, Herengracht 35. Tel.: (0)294 419353. An der zentralen Gracht von Weesp befindet sich das Zwei-Sterne-Hotel "Hart van Weesp". Das Hotel verfügt über eine nach Süden hinausgehende große Terrasse. Außerdem ist es mit dem Schiff zu erreichen und ein beliebter Treffpunkt für Fahrradfahrer. In dem benachbarten Esscafé "Rubens" sind bezahlbare Menüs erhältlich. Das Hotel hat 5 Einzel-, 23 Doppel-, 3 Drei-Personen und 2 Vier-Personen-Zimmer. Alle Zimmer sind mit Badezimmer und Fast-TV ausgestattet. Fünf Zimmer haben ein Wasserbett. Außerdem hat das Hotel 3 Appartments, die für längere Zeit gemietet werden können. Preis: EZ € 58; DZ bei Belegung mit 1 Pers. € 67; DZ € 91; 3Z € 127;4Z € 159. Frühstück zusätzlich € 8.

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Polizeiwache Weesp, Hoogstraat 70. Geöffnet: Mo + Mi 9.00 – 12.00 Uhr, Di + Sa 9.00 – 17.00 Uhr, Do 13.00 – 17.00 Uhr, Fr 13.00 – 21.00 Uhr.

Gesundheit[Bearbeiten]

Apotheken[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Postkantoor, Oude Gracht 65. Tel.: (0)900 7678526. Geöffnet: Mo 11.00 – 18.00 Uhr, Di – Fr 9.00 – 18.00 Uhr, Sa 10.00 – 13.30 Uhr. Typ ist Gruppenbezeichnung

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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